Wehrdienst neu beleben

Alles was das Militär betrifft, Armeen, Technik u.s.w. und militärgeschichtliche Themen

Re: Wehrpflicht in Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 17. Juli 2023, 14:54

Früher nannte man so was Wehrkraftzersetzung!

Und das wir das heute nicht mehr so nennen, ist doch ein Fortschritt. Also, nach vorn schauen. [hallo]
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Re: Wehrpflicht in Deutschland

Beitragvon pentium » 27. Mai 2024, 17:41

Geschichte der Wehrpflicht

Heere, die aufgrund einer allgemeinen Aushebung aller wehrfähigen Männer aufgestellt wurden, gab es in der Geschichte immer wieder, etwa das Heer der römischen Republik oder Bürgergarden in Städten. Auch im Antiken Griechenland waren Wehrpflichtsysteme, wo alle „freien Männer“ verpflichtet waren, im Kriegsfall für ihre Polis zu kämpfen sehr üblich. Oft war der Militärdienst an den Anspruch auf politische Rechte gekoppelt.[2]

Im Mittelalter gab es in einigen Städten eine Art Wehrpflicht, Männer die in den Städten lebten, waren im Falle eines Angriffs verpflichtet diese mit zu verteidigen. Auch Preußen befand sich mit dem Kantonssystem im 18. Jahrhundert auf dem Weg zu einer Wehrpflichtigenarmee. Allgemein waren nach dem Zerfall des Lehnswesens des Mittelalters von der frühen Neuzeit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts jedoch Söldnerheere die Regel, die wenig ideologische oder nationalitätsbedingte Verbindung zu ihren Dienstherren hatten.

In Schweden führte König Gustav II. Adolf um 1630 (während des Dreißigjährigen Krieges) eine (selektive) Wehrpflicht ein, indem er Männer bestimmter Berufsgruppen vom Wehrdienst freistellte, Männer rekrutierte, die „starkgliedrig und, soweit festgestellt werden kann, tapfer waren – im Alter von 18 bis 30 Jahren“. Diese wurden aus der Staatskasse ausgerüstet und bezahlt.

Das Frankreich der Französischen Revolution war der erste europäische Staat, der seine Armee mit der Levée en masse 1793 fast ausschließlich aufgrund einer allgemeinen Wehrpflicht organisierte. Daneben gab es auch Freiwillige.

Im neunzehnten Jahrhundert, unter anderem weil die Waffenherstellung wegen der Industrialisierung so produktiv geworden war, dass man Massenheere mit Gewehren ausrüsten konnte, wurde nach und nach in zahlreichen Nationen die Wehrpflicht eingeführt. In vielen Staaten betrug die Militärdienstzeit mehrere Jahre; anschließend waren die ehemaligen Soldaten oft noch viele Jahre lang Reservisten, die im Kriegsfall wieder eingezogen werden konnten.

Im 1871 gegründeten deutschen Kaiserreich wurde die Wehrpflicht in der Verfassung festgelegt.[3] In der Habsburgermonarchie wurde die Wehrpflicht 1868 in die Verfassung übernommen und löste das bis dahin übliche selektive Rekrutierungssystem ab, wo es für viele Schichten Ausnahmen gab. Das System der allgemeinen Wehrpflicht, von der es kaum Befreiungen gab, führte auch dazu, dass der Militärdienst von großen Teilen der Gesellschaft ideologische Bedeutungen zugeschrieben bekam, und das Militär als Institution um Patriotismus und staatsbürgerliche Erziehung zu verbreiten gesehen wurde.

Im Russischen Kaiserreich wurde die allgemeine Wehrpflicht per Gesetz vom 13. Januar 1874 eingeführt.

Der Erste und der Zweite Weltkrieg sowie zahlreiche weitere größere Kriege wie etwa der Vietnamkrieg wurden großteils mit Wehrpflichtigen geführt; der Einsatz Wehrpflichtiger im Ausland war damals noch in vielen Staaten gang und gäbe. Im Kalten Krieg griffen ebenfalls die Staaten beider Seiten auf die Wehrpflicht zurück um ausreichend Soldaten zu rekrutieren. Üblich waren Dienstpflichtzeiten von mehreren Jahren. Ab den 1970er Jahren wurde nach und nach in vielen europäischen Staaten die Möglichkeit geschaffen, statt des Militärdienstes einen Militärersatzdienst, welcher oft deutlich länger dauerte, zu leisten. Zu Beginn war es eher die Ausnahme, dass Männer sich dafür entschieden, dieser war mit gesellschaftlicher Stigmatisierung verbunden und setzte oft eine Gewissensprüfung voraus, in der man glaubhaft darlegen musste wieso man aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten kann. Mit der Zeit wandelte es sich jedoch, die Gewissensprüfungen wurden in vielen Staaten abgeschafft, sodass man faktisch frei wählen konnte, und die gesellschaftliche Haltung sich auch entsprechend veränderte. Dies hatte auch zur Folge, dass oft annähernd so viele – oder teilweise sogar mehr – Männer den Ersatzdienst leisteten als den Militärdienst, und nicht wie ursprünglich vorgesehen der Ersatzdienst lediglich eine Ausnahme darstellte.

Der Einsatz von Wehrpflichtigen in ausländischen Konflikten geriet, vor allem im Zuge des Vietnamkrieges, in der westlichen Welt mehr und mehr in Verruf, sodass viele Staaten damit aufhörten, Wehrpflichtige gegen ihren Willen im Ausland einzusetzen.

Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem damit einhergehenden Verzicht auf Massenarmeen haben immer mehr Länder die Wehrpflichtdauer nach und nach deutlich verkürzt, und schließlich ihre Armeen von Wehrpflichtarmeen auf Freiwilligen- und Berufsarmeen umgestellt. Dieser Trend ist bis heute ungebrochen. 2010 hatten 24 der 28 NATO-Staaten[4] eine Berufsarmee. Von den bedeutenden Militärmächten innerhalb der NATO hält nur noch die Türkei an der Wehrpflicht fest. (Deutschland siehe unten). Oft wird argumentiert, dass mitten in der NATO weniger die direkte Landesverteidigung, sondern primär Auslandseinsätze wichtig sind, und dafür Wehrpflichtige ungeeignet sind.

In Europa halten nur noch die neutralen Staaten Österreich und Schweiz, sowie einige osteuropäische Staaten die einer gefährlicheren geopolitischen Lage ausgesetzt sind, an der Wehrpflicht fest. Jene Staaten, wo die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, behalten sich aber großteils in der Verfassung das Recht vor, selbige im Kriegsfall wieder zu aktivieren. Ob sich diese im Kriegsfall schnell genug reaktivieren lässt, ist jedoch insbesondere weil in vielen Staaten die Infrastruktur für eine große Anzahl von Soldaten nicht mehr vorhanden ist, und weil der Umgang mit modernen Waffen nicht in wenigen Monaten erlernt werden kann, politisch umstritten.

Insgesamt haben die weitaus meisten Länder der sogenannten Ersten Welt inzwischen auf die Wehrpflicht verzichtet, oder sind auf dem Weg dahin diese abzuschaffen, indem sie die Wehrdienstdauer immer weiter reduzieren und vermehrt darauf setzen Zeitsoldaten mittels Verträgen zu rekrutieren.

Am stärksten verbreitet ist die Wehrpflicht noch in sehr autoritären Staaten, sowie in Staaten die mit Nachbarstaaten verfeindet sind, oder zu diesen ein angespanntes Verhältnis haben. Außerdem halten oft neutrale Staaten eher an der Wehrpflicht fest, als Mitgliedsstaaten von Militärbündnissen, beispielsweise besteht diese in Österreich oder der Schweiz noch – beides keine NATO-Mitglieder. Grund hierfür ist, dass militärisch neutrale Staaten in weniger Auslandseinsätze involviert sind und sich stärker auf die nationale Verteidigung fokussieren, bei der sie im Kriegsfall keinen völkerrechtlichen Anspruch auf direkte militärische Unterstützung anderer Staaten haben, während bei Auslandseinsätzen eher Berufssoldaten eingesetzt werden würden, würden bei der militärischen Landesverteidigung eine große Anzahl von Wehrpflichtigen bzw. Reservisten eingesetzt werden.

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Wehrdienst neu beleben

Beitragvon Beethoven » 12. Juni 2024, 06:57

Die Aussetzung des Wehrdienstes war im Jahre 2011 durchaus sinnvoll, finde ich. Es gab keine Bedrohungslage. "Der kalte Krieg", so Putin 2001 vor dem Bundestag, "sei beendet". Mit einem heißen Krieg hat wohl niemand gerechnet.

Nun sind in diesem Forum viele User (ich denke mal die Meisten), die eine Wehrpflicht nicht mehr betreffen würde und somit können wir locker drüber plappern.

Meiner Meinung nach hätte die Wehrpflicht gar nicht ausgesetzt werden sollen. Natürlich reißt eine Wehrpflicht die jungen Männer und Frauen aus dem normalen Leben. Aber jeder Mensch sollte etwas an seinen Staat, sein Land zurück geben und nicht nur darin leben.
Ich bin dafür, dass die Wehrpflicht wieder belebt wird.
Klar, das ist nicht von jetzt auf gleich machbar, weil dummerweise die notwendige Infrastruktur geschleift worden ist. Nun, so muss man diese eben wieder schaffen auch wenn es teuer ist. Solange wir Fahrradwege in afrikanischen Ländern für zig Millionen schaffen, könnte man dieses Geld sinnvoller im Interesse des Staates verwenden.

Im Übrigen tut es unser verweichlichten Jugend durchaus gut, mal die Härten eines Soldatenlebens am eigenen Leibe zu spüren, zumal es ja wirklich möglich ist, dass sich Deutschland verteidigen muss bzw. seiner Bündnisverpflichtung nachkommen muss / sollte. Der Artikel 5 lässt es ja zu, dass man sich nicht mit Manpower an der Abwehr einer Aggression gegen einen Mitgliedsstaat, beteiligt.

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon augenzeuge » 12. Juni 2024, 08:32

Und 2011 war die Jugend noch nicht verweichlicht? [grins]

Es wird bei dem Schreiben zur Bereitschaft für die BW bleiben.

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon Gerd Böhmer » 12. Juni 2024, 09:23

augenzeuge hat geschrieben:Und 2011 war die Jugend noch nicht verweichlicht? [grins]

Es wird bei dem Schreiben zur Bereitschaft für die BW bleiben.

AZ


gerade im ersten Nachrichtenüberblick mitbekommen:
- Wehrpflicht ohne Pflicht ? https://www.n-tv.de/politik/Pistorius-geht-erste-Schritte-Richtung-Wehrpflicht-article25007967.html, also erst einmal wieder wie üblich nichts Konkretes ...
- die Wehrbeauftragte Flak-Zimmermann ist wohl auch ersetzt worden, da sie ja die Treppe nach Brüssel hochfallen wird
Neuer Vorsitzender des Bundestags-Ausschusses für Verteidigung ist der FDP-Politiker Marcus Faber. Die 38 Ausschussmitglieder wählen den 40-Jährigen bei einer Sitzung in Berlin.
-
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon karnak » 12. Juni 2024, 10:03

Mir völlig schleierhaft was wir im 21. Jahrhundert mit so einer Wehrpflichtigen/Freiwilligen Schützengraben Armee wollen.
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon Spartacus » 12. Juni 2024, 10:09

karnak hat geschrieben:Mir völlig schleierhaft was wir im 21. Jahrhundert mit so einer Wehrpflichtigen/Freiwilligen Schützengraben Armee wollen.


Um die geht es auch nicht, sondern um die dadurch entstehenden Reservisten. Die kann man dann in einer Notlage schnell zu den Waffen rufen und einsetzen. [hallo]

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon karnak » 12. Juni 2024, 10:19

Hör doch auf, was für eine Notlage denn? Für diese Form von Notlage die heute noch denkbar wäre brauchen wir keine solchen Reservisten mehr zu den Waffen rufen, das ist doch nun wirklich lächerlich. Wer bildet sich denn ein, dass wir nochmal mit Soldatenmassen auf irgendeinem Schlachtfeld gegen fremde Truppen kämpfen müssen? Das sind vielleicht Vorstellungen von solchen Leuten wie dem Panzer Toni, hat aber mit den heutigen Realitäten nun wirklich nichts zu tun.
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon augenzeuge » 12. Juni 2024, 12:10

Was schließen wir daraus? Die Vorstellungen der politischen Klasse werden von der Mehrheit des Volkes nicht ernst genommen. Also brauchen wir andere.

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon Gerd Böhmer » 12. Juni 2024, 14:44

augenzeuge hat geschrieben:Was schließen wir daraus? Die Vorstellungen der politischen Klasse werden von der Mehrheit des Volkes nicht ernst genommen. Also brauchen wir andere.

AZ

also allmählich kann die Politik hier im Lande wirklich nicht mehr Ernst genommen werden ... aus dem n-tv-Newsticker dazu:
+++ 12.06.2024 15:25 Högl fordert "modernen Wehrdienst" – für alle Geschlechter +++
Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, begrüßt das neue Wehrdienstmodell von Minister Boris Pistorius und fordert breite Unterstützung. "Es kann helfen, die Personalprobleme der Bundeswehr anzugehen. Und es würde einen wichtigen Beitrag zu unserer Wehrhaftigkeit leisten. Denn die gesamte Gesellschaft muss unseren Frieden, unsere Freiheit und unsere Demokratie verteidigen - militärisch und zivil", teilt die SPD-Politikerin mit. "Dafür braucht es einen modernen Wehrdienst mit einer Kombination aus Freiwilligkeit und Pflicht. Perspektivisch muss das dann für alle Geschlechter gelten." Pistorius hatte seine Pläne zuvor dem Verteidigungsausschuss des Bundestags erläutert. Er will für ein neues Wehrdienstmodell die vor 13 Jahren ausgesetzte Erfassung von Wehrfähigen wieder aufbauen. Zudem will der SPD-Politiker junge Männer verpflichten, in einem Fragebogen Auskunft über ihre Bereitschaft und Fähigkeit zum Dienst zu geben und sich bei Auswahl einer Musterung zu stellen.

Mal ganz ehrlich, wenn es zum Äussersten kommt, brauchen wir keinen Wehrdienst mehr, da stimme ich den Ausführungen von @ karnak sogar zu.
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon Spartacus » 12. Juni 2024, 15:47

karnak hat geschrieben:Hör doch auf, was für eine Notlage denn? Für diese Form von Notlage die heute noch denkbar wäre brauchen wir keine solchen Reservisten mehr zu den Waffen rufen, das ist doch nun wirklich lächerlich. Wer bildet sich denn ein, dass wir nochmal mit Soldatenmassen auf irgendeinem Schlachtfeld gegen fremde Truppen kämpfen müssen? Das sind vielleicht Vorstellungen von solchen Leuten wie dem Panzer Toni, hat aber mit den heutigen Realitäten nun wirklich nichts zu tun.


Denkst du vielleicht die Ukrainer hätten gedacht, dass sie mal für ihr Land kämpfen müssen und was denkst du, wo die heute ohne ihre Reservisten stehen würden?

Du siehst das wie immer zu einfach und durch die rosarote Brülle des typischen Bundesbürgers. Hast in der Beziehung den Wandel wunderbar geschafft. [flash]

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon pentium » 12. Juni 2024, 16:01

Il Martello
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Einen "Krieg" gegen den Islam wird Europa nie gewinnen. Deren Anhänger sind bereit, für ihre Ideale zu sterben. Der Westeuropäer ist oft nicht mal bereit, Wehrdienst zu absolvieren, das eigene Land, ja eben auch die eigene Familie zu verteidigen.
Schönen Abend!
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon augenzeuge » 12. Juni 2024, 16:02

Wer mir erzählt, dass die Russen in 5 Jahren D angreifen, ist für mich ein Heuchler. Er weiß es nämlich besser. Und aktuell macht dies Pistorius. Leider.

Die Russen werden die Ukraine kaum bekommen. Und wenn doch, dann haben die mit Sicherheit keine (konventionelle) Kraft mehr für Westeuropa.

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon karnak » 12. Juni 2024, 16:21

Spartacus hat geschrieben:
Denkst du vielleicht die Ukrainer hätten gedacht, dass sie mal für ihr Land kämpfen müssen und was denkst du, wo die heute ohne ihre Reservisten stehen würden?

Du siehst das wie immer zu einfach und durch die rosarote Brülle des typischen Bundesbürgers. Hast in der Beziehung den Wandel wunderbar geschafft. [flash]

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Als ob man einen Überfall und lokales Geplänkel auf ein blockfreies Entwicklungsland mit dem Lostreten eines militärischen Konfliktes mit dem mächtigsten Militärbündnisses aller Zeiten vergleichen könnte. Wie gesagt, einfach nur lächerlich, propagiert und heraufbeschworen von Lobbyisten wie der Strack-Zimmermann und nützlichen Idioten wie dem Panzer-Toni. Einfach nur dummes Zeug von dem Einen und pure Berechnung bei der Beeinflussung der Stimmung in der Bevölkerung von den Anderen um ihren Geldgebern Kohle in die Kasse zu spülen. Ganz übel zuletzt, eine erwitterte Chance, ermöglicht durch die Blödheit eines Putin, für die ewigen Ostlandreiter.
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon pentium » 12. Juni 2024, 16:27

augenzeuge hat geschrieben:Wer mir erzählt, dass die Russen in 5 Jahren D angreifen, ist für mich ein Heuchler. Er weiß es nämlich besser. Und aktuell macht dies Pistorius. Leider.

Die Russen werden die Ukraine kaum bekommen. Und wenn doch, dann haben die mit Sicherheit keine (konventionelle) Kraft mehr für Westeuropa.

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Was hat das mit Heuchelei zu tun? Heucheln; Verstellung; Vortäuschung nicht vorhandener Gefühle. Ansonsten erinnert mich die Diskussion wieder mal an die Osmanen vor Konstantinopel.

Es geht uns gut

Als die Osmanen 1453 Konstantinopel belagerten, führte man in der Stadt eine leidenschaftliche Diskussion über das Geschlecht der Engel. Eine bis heute ungelöste Frage, aber dennoch eine äusserst fragwürdige Prioritätensetzung, zumal die anschliessende Eroberung Konstantinopels das Ende des Byzantinischen Reichs besiegelte.
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon karnak » 12. Juni 2024, 16:37

[flash] Was für ein Quatsch um das Heute zu erklären. Wäre direkt was für Panzer Toni und seine Monologe als Militärexperte in den Talkshows, könnte er sich nach dem Wissen zur Elektronik des Taurus auch noch solche Erklärungen " draufschalten". [flash]
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon pentium » 12. Juni 2024, 16:42

karnak hat geschrieben:[flash] Was für ein Quatsch um das Heute zu erklären. Wäre direkt was für Panzer Toni und seine Monologe als Militärexperte in den Talkshows, könnte er sich nach dem Wissen zur Elektronik des Taurus auch noch solche Erklärungen " draufschalten". [flash]


Was ist da Quatsch? Höre dir die Reden von Putin an! Aber du lebst ja in deiner Filterblase und liest fleißig die Waldzeitung.
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon Edelknabe » 12. Juni 2024, 17:39

Nur um das einmal besser verstehen zu können. Wir reden hier von Wehrdienst, logischerweise dann Wehrpflicht. Im schönen Deutschland. War ja alles schonmal da. Und liegt ja schon Jahrzehnte zurück. Nur setzt der Russe in dieser Ukraine doch gar keine Wehrpflichtigen ein, richtig? Er findet wohl im Lande genügend Freiwillige, oder Berufssoldaten, oder Söldner aus X Nationen, richtig? Nur die Ukraine setzt den Wehrpflichtigen ein. Ich sehe somit eher die Notwendigkeit für eventuelle Zeiten hier im Lande, ein richtig gut bezahltes Berufsheer oder auch eine Art Freiwilligenkorps zu schaffen. Mehr wäre doch momentan gar nicht nötig. Denn irgend welche bösen Absichten so vom Russen, die sind Spekulation, und mehr nicht.

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon augenzeuge » 12. Juni 2024, 17:40

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Wer mir erzählt, dass die Russen in 5 Jahren D angreifen, ist für mich ein Heuchler. Er weiß es nämlich besser. Und aktuell macht dies Pistorius. Leider.

Die Russen werden die Ukraine kaum bekommen. Und wenn doch, dann haben die mit Sicherheit keine (konventionelle) Kraft mehr für Westeuropa.

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Was hat das mit Heuchelei zu tun? Heucheln; Verstellung; Vortäuschung nicht vorhandener Gefühle. Ansonsten erinnert mich die Diskussion wieder mal an die Osmanen vor Konstantinopel.

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Als die Osmanen 1453 Konstantinopel belagerten, führte man in der Stadt eine leidenschaftliche Diskussion über das Geschlecht der Engel. Eine bis heute ungelöste Frage, aber dennoch eine äusserst fragwürdige Prioritätensetzung, zumal die anschliessende Eroberung Konstantinopels das Ende des Byzantinischen Reichs besiegelte.


Danke für die Bestätigung. Es ist Heuchelei, wenn er uns glaubhaft machen will, wie die neuen Wehrpflichtigen bestehen sollen.
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon augenzeuge » 12. Juni 2024, 17:41

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon pentium » 12. Juni 2024, 18:00

augenzeuge hat geschrieben:Welche Talkshow war das mit Panzer Toni?

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Könnte Maischberger gewesen sein....
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon pentium » 12. Juni 2024, 18:04

Edelknabe hat geschrieben:Nur um das einmal besser verstehen zu können. Wir reden hier von Wehrdienst, logischerweise dann Wehrpflicht. Im schönen Deutschland. War ja alles schonmal da. Und liegt ja schon Jahrzehnte zurück. Nur setzt der Russe in dieser Ukraine doch gar keine Wehrpflichtigen ein, richtig? Er findet wohl im Lande genügend Freiwillige, oder Berufssoldaten, oder Söldner aus X Nationen, richtig? Nur die Ukraine setzt den Wehrpflichtigen ein. Ich sehe somit eher die Notwendigkeit für eventuelle Zeiten hier im Lande, ein richtig gut bezahltes Berufsheer oder auch eine Art Freiwilligenkorps zu schaffen. Mehr wäre doch momentan gar nicht nötig. Denn irgend welche bösen Absichten so vom Russen, die sind Spekulation, und mehr nicht.

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Im Prinzip will Pistorius das schwedische Modell übernehmen. Dort scheint es gut zu funktionieren.

Allerdings werden in Schweden wohl alle Personen eines Jahrgangs angeschrieben und nicht nur die Männer.

Schwedisches Modell: https://www.tagesschau.de/ausland/eu...weden-102.html
https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-102.html

Erfassung aller wehrfähigen Männer (!) per Anschreiben mit Fragebogen, wer Interesse bekundet, wird gemustert. Man hoft, daraus dann die benötigte Zahl an auszubildenden Soldaten zu gewinnen.
Die Ausbildungskapazität beträgt momentan 5-7.000 Wehrpflichtige, Dienstzeit 6-12 Monate.
Keine Ahnung, ob diese Zahlen erreicht werden können, was passiert, wenn nicht?
Erfassung nur der Männer sehe ich problematisch.

Und wahrscheinlich wird das Ganze eh wieder zerredet, in einem guten Jahr ist Bundestagswahl, danach kommt ein neuer Minister mit ganz anderen Ideen.
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon augenzeuge » 12. Juni 2024, 18:27

Natürlich werden auch die Frauen angeschrieben. Gibt sicher einige junge Strack-Z.... [flash]

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon pentium » 12. Juni 2024, 19:09

augenzeuge hat geschrieben:Natürlich werden auch die Frauen angeschrieben. Gibt sicher einige junge Strack-Z.... [flash]

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon Ari@D187 » 12. Juni 2024, 19:59

karnak hat geschrieben:Hör doch auf, was für eine Notlage denn? Für diese Form von Notlage die heute noch denkbar wäre brauchen wir keine solchen Reservisten mehr zu den Waffen rufen, das ist doch nun wirklich lächerlich. Wer bildet sich denn ein, dass wir nochmal mit Soldatenmassen auf irgendeinem Schlachtfeld gegen fremde Truppen kämpfen müssen?[...]

Genau das geschieht zur Stunde und seit Jahren in der Ukraine...

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon Ari@D187 » 12. Juni 2024, 20:04

Edelknabe hat geschrieben:Nur um das einmal besser verstehen zu können. Wir reden hier von Wehrdienst, logischerweise dann Wehrpflicht. Im schönen Deutschland. War ja alles schonmal da. Und liegt ja schon Jahrzehnte zurück. Nur setzt der Russe in dieser Ukraine doch gar keine Wehrpflichtigen ein, richtig? Er findet wohl im Lande genügend Freiwillige, oder Berufssoldaten, oder Söldner aus X Nationen, richtig? Nur die Ukraine setzt den Wehrpflichtigen ein. [...]

Dafür schlagen sich die Russen aber verdammt schlecht. Die Wehrmacht war ja übrigens auch eine Wehrpflichtigen-Armee und wo die überall waren ist ja bekannt.

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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon augenzeuge » 12. Juni 2024, 21:05

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Natürlich werden auch die Frauen angeschrieben. Gibt sicher einige junge Strack-Z.... [flash]

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Da sieht man, du hast keine Ahnung....


Natürlich werden auch Frauen angeschrieben, informiere dich mal.

ALLE Männer und Frauen bekommen zum 18. Geburtstag ein amtliches Schreiben von der Bundeswehr mit der Aufforderung, sich Gedanken zu machen über einen Grundwehrdienst (sechs bis zwölf Monate) und eine mögliche verlängerte Dienstzeit (bis zu 23 Monaten). Betroffen: ca. 400 000 Männer, 300 000 Frauen/Jahrgang.

► Frauen KÖNNEN, Männer MÜSSEN danach einen Online-Fragebogen ausfüllen, der über ihr Leben (verheiratet? Kinder?), ihre Haltung zur Waffe (wollen Sie verweigern?) Kenntnisse (Ausbildung?) und ihre Fitness (Krankheiten?) Auskunft gibt. Erwartet wird, dass rund ein Viertel der Angeschriebenen Interesse am Dienst bekundet. Junge Männer, die die Auskunft verweigern, können bestraft werden.


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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon karnak » 12. Juni 2024, 21:53

Ari@D187 hat geschrieben:Genau das geschieht zur Stunde und seit Jahren in der Ukraine...

Ari

Haste recht, aber das ist nun mal nur ein regionaler Krieg zwischen einem Aggressor und einem blockfreien Staat, ein Konflikt zwischen einem NATO Staat, damit der ganzen NATO, und wem auch immer, wäre eine völlig andere Nummer der in ganz anderen Dimensionen stattfinden würde. Dafür bräuchte es einfach keine Heerscharen von irgendwelchen Wehrpflichtigen mehr. Mehr noch, wenn man Russland oder China hernimmt gibt es nur eine mögliche Alternative, der Krieg darf überhaupt nicht stattfinden, denn dann ist für alle alles zu Ende.
Es braucht nur noch überlegene militärische Hochtechnologie mit hochqualifizierten Spezialisten in Form von Berufssoldaten die das ganze im Fall der Fälle bedienen können. Immer im Bewußtsein eines Abschreckungspotentials das aber in der Praxis niemals wirklich eingesetzt werden darf. Ein gewaltiger Kostenfaktor mit dem man locker den Kommunismus aufbauen könnte aber notwendig um das Überleben des Planeten zu sichern bis bessere Zeiten kommen. Aber doch nicht irgendwelche Kämpfer, vielleicht noch in einer Wehrpflicht, in der irgendwelche Muschkoten die Heimat mit der Waffe in der Hand verteidigen sollen. Das ist im 21. Jahrhundert einfach nur noch eine lächerliche Vorstellung hinsichtlich Verteidigung der Freiheit.
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon karnak » 12. Juni 2024, 21:58

pentium hat geschrieben:
Könnte Maischberger gewesen sein....
Genau
Sehr aufschlussreich die Erklärungen des Ex Oberst von der Bundeswehr und dieses laienhafte politik Gewurbel vom Panzer Toni als Erwiderung zum Thema.
Heute die Wagenknecht bei Maischberger, bin mal gespannt was sie mir zu dem unsinnigen Verhalten im Bundestag erklären will. [flash]
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Re: Wehrdienst neu beleben

Beitragvon augenzeuge » 13. Juni 2024, 06:50

Aber doch nicht irgendwelche Kämpfer, vielleicht noch in einer Wehrpflicht, in der irgendwelche Muschkoten die Heimat mit der Waffe in der Hand verteidigen sollen. Das ist im 21. Jahrhundert einfach nur noch eine lächerliche Vorstellung hinsichtlich Verteidigung der Freiheit.


Immer wieder die gleichen falschen Denkmuster der Politik. [grins]

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