Kurt Georg Kiesinger war von 1966 bis 1969 dritter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Er war von 1933 bis 1945 NSDAP-Mitglied. Von 1940 an arbeitete er im Reichsaußenministerium und stieg dort drei Jahre später zum stellvertretenden Abteilungsleiter der Rundfunkabteilung auf.
1966-1969 wurde er dritter und einziger deutscher Bundeskanzler mit Nazivergangenheit. 1968 verpasst ihm die Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld auf dem CDU-Parteitag im November 1968 in Berlin eine Ohrfeige und ruft: "Kiesinger, Nazi, abtreten!"
Für Klarsfeld ist auch rückblickend klar: Der "Verbindungsmann zwischen dem Auswärtigen Amt und dem Propagandaministerium" habe "seine ganze Intelligenz in den Dienst der Nationalsozialisten gestellt und wusste genau, was geschah - militärisch und in den Vernichtungslagern".
27.5.2024: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die hartnäckigen Verfolger von Naziverbrechern, Beate und Serge Klarsfeld, mit hohen französischen Auszeichnungen geehrt.
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