der Nahostkonflikt mal wieder ...

Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 13. Dezember 2023, 18:47

karnak hat geschrieben:Deutschland als Staat hat einen Weltkrieg angezettelt und der Krieg ist am Ende bei ihnen selbst gelandet. Im Fall Israel geht es um eine Terrororganisation die einen Anschlag verübt, schlimm genug, mit Toten und Geiseln,aber auch nichts in einer anderen Dimension. Und deswegen zieht man jetzt eine Art Strafexpedition durch, bei der man hochoffiziell verkündet, dass Verhältnis 1 Toter Terrorist zu 30 unschuldige Opfern als Kollateralschaden ist angemessen , dass ist abenteuerlich und hat mit Verhältnismäßigkeit nichts mehr zu tun. Aber das mal beiseite gelassen, selbst so einem Rechten Radikalen wie den Ministerpräsidenten muß doch klar sein was das Ergebnis sein wird, 10 000 neue Terroristen.
Eine Solidarität mit einer derartigen Regierung und solchen Vertretern des Staates Israel sollte unsere Regierung schlichtweg aufkündigen, bei solchen Aktionen sollte es vorbei sein mit der Staatsräson, dass sollte man im entsprechenden Zusammenhang auch deutlich erklären und von der Regierung eine schleunigste Änderung einfordern und das Vorgehen verurteilen und sich nicht nur enthalten.

Mich hat das Verhältnis 1:30 auch mächtig erschüttert.
Dennoch haben die Allah-Akbar-Kämpfer einen aussichtslosen Krieg begonnen. Bekannte Schutzschilde haben sie gegen das Völkerrecht verwendet.
Die Vorgehensweise der Israelis ist korrekt. Gott sei Dank, dass ich nicht mit dabei sein muss.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Spartacus » 13. Dezember 2023, 19:20

Ari@D187 hat geschrieben:Aktuell sieht man erstmal das Ergebnis von 18 Jahren Abzug israelischer Truppen aus dem Gaza-Streifen.

Ari


Richtig, aber das wird beim geifern gegen Israel mal wieder vergessen. Und Karnak, Israel ist umzingelt von Feinden. Geht einer der Feinde Israel an die Gurgel,
dann schlägt Israel unbarmherzig zurück. Und das sit nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein. Um sich dort zu behaupten, bleibt ihnen auch
gar nichts anderes übrig.

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon karnak » 13. Dezember 2023, 19:36

Aber nicht gegen eine völlig unschuldige Zivilbevölkerung, und das war kein Angriff eines Staates, dass war ein Angriff von Terroristen, dass ist nicht mit einem Krieg zu vergleichen und auch nicht mit Einem zu beantworten. Nicht umsonst hat der Biden die Israelis davor gewarnt nicht den gleichen Fehler zu machen wie sie nach dem 11.9.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Spartacus » 13. Dezember 2023, 19:42

Deine " völlig unschuldige Zivilbevölkerung" die übrigens fleißig bei der Jagd auf israelische Geiseln mit dabei war, hätte die Hamas schon lange zum Teufel jagen können. Mit den gespendeten Milliarden aus der ganzen Welt, hätten
sie sich in Gaza ein kleines Paradis aufbauen können und die Israelis hätten ihnen noch dabei geholfen. So aber ernten sie nun, was sie mit gesät haben, um es mal so auszudrücken.

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 13. Dezember 2023, 20:33

karnak hat geschrieben:Aber nicht gegen eine völlig unschuldige Zivilbevölkerung, und das war kein Angriff eines Staates, dass war ein Angriff von Terroristen, dass ist nicht mit einem Krieg zu vergleichen und auch nicht mit Einem zu beantworten. Nicht umsonst hat der Biden die Israelis davor gewarnt nicht den gleichen Fehler zu machen wie sie nach dem 11.9.

Erläutere mir bitte den Angriff von Terroristen und einen Krieg. Knapp 20.000 Tote auf beiden Seiten zusammen.
Und die unschuldige Zivilbevölkerung hat wenig zu essen und zu trinken. Sie ist aber in der Lage, immer wieder Hamas-Terroristen zu zeugen.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon karnak » 13. Dezember 2023, 20:49

Wir reden von dem was jetzt passiert, nach dem Angriff von Terroristen am 7.10. auf israelische Bürger. Zu den restlichen Zeugs will ich mich nicht äußern. [grin]
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Spartacus » 14. Dezember 2023, 10:36

karnak hat geschrieben:Wir reden von dem was jetzt passiert, nach dem Angriff von Terroristen am 7.10. auf israelische Bürger. Zu den restlichen Zeugs will ich mich nicht äußern. [grin]


Klar, wenn die Ursachen erklärt werden, machst du dicht. Willst nur die Folgen sehen und dann auch noch anprangern. Die Drahtzieher sitzen übrigens sicher in ihren Villen in Katar und schauen zu, wie
in Gaza gestorben wird.

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon karnak » 14. Dezember 2023, 10:55

Bahndamm 68 hat geschrieben:Und die unschuldige Zivilbevölkerung hat wenig zu essen und zu trinken. Sie ist aber in der Lage, immer wieder Hamas-Terroristen zu zeugen.
Eltern haften für ihre Kinder und dies werden die künftigen Gottes-Krieger.
Pfui Teufel, was bei denen das Menschenleben nur für einen Wert besitzt.

Du erwartest allen Ernstes, dass ich mich zu solchen Rassisten und Nazi Mist äußere? [flash] Wenn selbst die israelischen Kämpfer für unsere Werte zum Ausdruck bringen das Verhältnis zwischen Täter und unschuldigen, völlig unbeteiligten Opfern von 1:30 ist völlig gerechtfertigt. Ihr Gott muß sich dabei doch entsetzt abwenden. Solche Rachfeldzüge befinden sich auf dem Niveau des Mittelalters, von vorausschauender vernünftiger Realpolitik gar nicht zu reden.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Spartacus » 14. Dezember 2023, 11:01

karnak hat geschrieben: , von vorausschauender vernünftiger Realpolitik gar nicht zu reden.


Lange und oft haben die Israelis versucht, dass Problem zu lösen. Im Sinne der Palästinenser. Deine Einwendungen sind wie immer falsch. [mundzu]

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon karnak » 14. Dezember 2023, 11:16

Und als es schon mal fast gelungen bevor man einen Rabin das Licht ausgeknipst hat. Aber sei es wie es sei, dass rechtfertigt noch lange nicht das Vorgehen wie das was jetzt dort passiert. Und es widerspricht ja am Ende auch der eigenen Interessenlage, es ist pures, rachemotiviertes Umsichschlagen mit vorhersehbaren Ergebnissen. Aber das ist letztlich überhaupt nicht mein Ansatz, dass müssen sie selber wissen und verantworten, mein Ansatz ist die unsägliche Haltung der Bundesregierung zu solchem Ausfällen, letztlich wären auch bei Israel Sanktionsmaßnahmen unerlässlich, wenn man es mit unseren Werten ernst nehmen würde zumindest.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 14. Dezember 2023, 11:47

Spartacus hat geschrieben:
karnak hat geschrieben: , von vorausschauender vernünftiger Realpolitik gar nicht zu reden.


Lange und oft haben die Israelis versucht, dass Problem zu lösen. Im Sinne der Palästinenser. Deine Einwendungen sind wie immer falsch. [mundzu]

Sparta


Du liegst aber auch mit deiner Einschätzung etwas daneben, Israel ist seit 1948 nicht an einer friedlichen Lösung interessiert, sondern nur an expansiver Politik um Lebensraum erobern zu können.

@ karnak - die Einschätzung in Deinem Beitrag vom 14. Dezember 2023, 11:16 Uhr folge ich.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Dille » 14. Dezember 2023, 15:20

Ist das etwa "Lebensraum erobern wollen " wenn die arabische Nachbarschaft "die" Juden ins Meer werfen will und sich Israel
in etlichen Kriegen dagegen verteidigt ??

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 14. Dezember 2023, 16:01

Dille hat geschrieben:Ist das etwa "Lebensraum erobern wollen " wenn die arabische Nachbarschaft "die" Juden ins Meer werfen will und sich Israel in etlichen Kriegen dagegen verteidigt ??
Dille

Nunja, immerhin existiert der Staat Israel nun einmal auf dem Territorium der arabischen Nachbarschaft und wer will es den arabischen Völkern verdenken, wenn diese Völker sich ihrerseits gegen die expansive Politik Israels verteidigen ?

Aber gut, das wurde hier in dieser Debatte ja nun schon mehrfach geschrieben, von daher werde ich es meinerseits dann auch dabei belassen.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Dille » 14. Dezember 2023, 16:12

Daß es "schon mehrfach geschrieben wurde", macht es deshalb aber auch nicht wahrer !

Und dieses "auf dem Territorium der arabischen Nachbarschaft" klingt so wie die Phraseologie
aus der DDR- Mottenkiste im Kalten Krieg, daß "West- Berlin auf dem Territorium der DDR lie-
gen" würde (wobei ich zumindest den Term "Westberlin" nicht verwende).

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 14. Dezember 2023, 16:38

Dille hat geschrieben:Daß es "schon mehrfach geschrieben wurde", macht es deshalb aber auch nicht wahrer !

Und dieses "auf dem Territorium der arabischen Nachbarschaft" klingt so wie die Phraseologie aus der DDR- Mottenkiste im Kalten Krieg, daß "West- Berlin auf dem Territorium der DDR liegen" würde (wobei ich zumindest den Term "Westberlin" nicht verwende).

Dille


Deine Anmerkung geht aber voll und komplett daneben, Du hättest es bei Deinem ersten Satz belassen sollen. Was ist die Wahrheit denn nun, soll sich die arabische Bevölkerung von den Israelis vertreiben lassen oder wie ? Als Wiederholung - Israel verweigert sich seit 1948 allen, aber auch allen friedlichen Lösungen,

eigentlich wollte ich es ja bei meinem Beitrag von Heute, verfasst um 16:01 Uhr belassen, aber Du hast mich an der Stelle heraus gefordert ...
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 14. Dezember 2023, 17:47

Gerd Böhmer hat geschrieben:Israel verweigert sich seit 1948 allen, aber auch allen friedlichen Lösungen,
.


Sorry, aber das ist definitiv falsch:
https://www.anders-denken.info/agieren/ ... nsprozess-–-eine-enttäuschte-hoffnung

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 14. Dezember 2023, 17:50

Hamas-Mitglieder in Berlin verhaftet!

Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, wurden in der Hauptstadt mehrere Mitglieder der Terror-Organisation festgenommen.
Dabei handele es sich um den im Libanon geborenen Abdelhamid Al A. und den ägyptischen Staatsangehörigen Mohamed B. Außerdem wurde der ebenfalls im Libanon geborene El-R. vorläufig verhaftet.

Die Festgenommenen stehen demnach unter dem Verdacht, dass sie ein Waffendepot ausfindig machen und für Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Europa bereithalten wollten. Laut einem „Tagesschau“-Bericht sollen die Terroristen auch mindestens ein Ziel in Deutschland gehabt haben.

Die Männer sollen „über eine enge Anbindung an Führungskräfte des militärischen Flügels der Hamas“ verfügt haben.


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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 14. Dezember 2023, 17:53

augenzeuge hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:Israel verweigert sich seit 1948 allen, aber auch allen friedlichen Lösungen,
.


Sorry, aber das ist definitiv (?) falsch:
https://www.anders-denken.info/agieren/ ... nsprozess-–-eine-enttäuschte-hoffnung

AZ


Nunja, hat doch geklappt mit meiner Einlassung, Das der Friedensprozess im Nahen Osten eine enttäuschte Hoffnung ist sehe ich doch ähnlich. Nur - an wem liegt es denn ?
Zuletzt geändert von Gerd Böhmer am 14. Dezember 2023, 18:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon pentium » 14. Dezember 2023, 17:55

Gerd Böhmer hat geschrieben:
Dille hat geschrieben:Ist das etwa "Lebensraum erobern wollen " wenn die arabische Nachbarschaft "die" Juden ins Meer werfen will und sich Israel in etlichen Kriegen dagegen verteidigt ??
Dille

Nunja, immerhin existiert der Staat Israel nun einmal auf dem Territorium der arabischen Nachbarschaft und wer will es den arabischen Völkern verdenken, wenn diese Völker sich ihrerseits gegen die expansive Politik Israels verteidigen ?

Aber gut, das wurde hier in dieser Debatte ja nun schon mehrfach geschrieben, von daher werde ich es meinerseits dann auch dabei belassen.


Das ist doch völliger Quatsch!
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 14. Dezember 2023, 17:59

pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:
Dille hat geschrieben:Ist das etwa "Lebensraum erobern wollen " wenn die arabische Nachbarschaft "die" Juden ins Meer werfen will und sich Israel in etlichen Kriegen dagegen verteidigt ??
Dille

Nunja, immerhin existiert der Staat Israel nun einmal auf dem Territorium der arabischen Nachbarschaft und wer will es den arabischen Völkern verdenken, wenn diese Völker sich ihrerseits gegen die expansive Politik Israels verteidigen ?

Aber gut, das wurde hier in dieser Debatte ja nun schon mehrfach geschrieben, von daher werde ich es meinerseits dann auch dabei belassen.


Das ist doch völliger Quatsch!

Danke für Deine Wortmeldung die mich dann doch irgendwie bestätigt ... klappt doch in meinem Sinne - grinsend.
Wie kommt es eigentlich, das es von der Weltöffentlichkeit in ihrer Mehrheit ähnlich gesehen wird ?
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon pentium » 14. Dezember 2023, 18:06

Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:
Dille hat geschrieben:Ist das etwa "Lebensraum erobern wollen " wenn die arabische Nachbarschaft "die" Juden ins Meer werfen will und sich Israel in etlichen Kriegen dagegen verteidigt ??
Dille

Nunja, immerhin existiert der Staat Israel nun einmal auf dem Territorium der arabischen Nachbarschaft und wer will es den arabischen Völkern verdenken, wenn diese Völker sich ihrerseits gegen die expansive Politik Israels verteidigen ?

Aber gut, das wurde hier in dieser Debatte ja nun schon mehrfach geschrieben, von daher werde ich es meinerseits dann auch dabei belassen.


Das ist doch völliger Quatsch!

Danke für Deine Wortmeldung die mich dann doch irgendwie bestätigt ... klappt doch in meinem Sinne - grinsend.
Wie kommt es eigentlich, das es von der Weltöffentlichkeit in ihrer Mehrheit ähnlich gesehen wird ?


Hast du mal ein Beispiel...? Ich meine für die Weltöffentlichkeit. Dann könnte man ja auch mal über diese Territorien reden und wer da wann und so mit Kriegspielen angefangen hat, nicht zu vergessen, die anderen Mitspieler im Nahen Osten, nein ich meine jetzt nicht die böse NATO.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Spartacus » 14. Dezember 2023, 18:26

augenzeuge hat geschrieben:
Hamas-Mitglieder in Berlin verhaftet!

Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, wurden in der Hauptstadt mehrere Mitglieder der Terror-Organisation festgenommen.
Dabei handele es sich um den im Libanon geborenen Abdelhamid Al A. und den ägyptischen Staatsangehörigen Mohamed B. Außerdem wurde der ebenfalls im Libanon geborene El-R. vorläufig verhaftet.

Die Festgenommenen stehen demnach unter dem Verdacht, dass sie ein Waffendepot ausfindig machen und für Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Europa bereithalten wollten. Laut einem „Tagesschau“-Bericht sollen die Terroristen auch mindestens ein Ziel in Deutschland gehabt haben.

Die Männer sollen „über eine enge Anbindung an Führungskräfte des militärischen Flügels der Hamas“ verfügt haben.


AZ


Die könnten doch bei der schönen Gelegenheit gleich mit dieses ganzen Clans verhaften. Kurzerhand als Unterstützer erklären und weg damit. [hallo]

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Spartacus » 14. Dezember 2023, 18:30

pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:
Dille hat geschrieben:Ist das etwa "Lebensraum erobern wollen " wenn die arabische Nachbarschaft "die" Juden ins Meer werfen will und sich Israel in etlichen Kriegen dagegen verteidigt ??
Dille

Nunja, immerhin existiert der Staat Israel nun einmal auf dem Territorium der arabischen Nachbarschaft und wer will es den arabischen Völkern verdenken, wenn diese Völker sich ihrerseits gegen die expansive Politik Israels verteidigen ?

Aber gut, das wurde hier in dieser Debatte ja nun schon mehrfach geschrieben, von daher werde ich es meinerseits dann auch dabei belassen.


Das ist doch völliger Quatsch!


Richtig. Da du es ja mit der Geschichte hast, mein lieber Gerd. Israel war gerade gegründet da wurde es von den lieben Nachbarn überfallen und wäre fast untergegangen. Damit wären wir beim Ursprung der Tragödie
und seitdem kämpft Israel ums Überleben. Wenn es dabei Gebiete erobert, dann ist das noch lange keine expansive Politik, sondern Kriegsbeute, wenn man so will.

Du machst dir das alles zu einfach. [hallo]

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 14. Dezember 2023, 18:49

Spartacus hat geschrieben: Israel war gerade gegründet
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Das allein sehen viele ja als nicht rechtmäßig an. [angst]

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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon pentium » 14. Dezember 2023, 18:55

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben: Israel war gerade gegründet
Sparta


Das allein sehen viele ja als nicht rechtmäßig an. [angst]

AZ


Wer ist viele?
Mit Beschluss des Teilungsplans kündigten die Briten die Rückgabe des Mandates für den 15. Mai 1948 an. Am 14. Mai verließen die letzten Truppen Palästina. David Ben-Gurion, der designierte israelische Ministerpräsident, rief im Namen des Jüdischen Nationalrates am gleichen Tag den unabhängigen souveränen Staat Israel aus.

Unmittelbar nach der Unabhängigkeitserklärung erkannten die Weltmächte USA und Sowjetunion Israel diplomatisch an. Die arabische Antwort auf die Proklamation ließ nicht lange auf sich warten. Am 16. Mai 1948 marschierten arabische Armeen, insbesondere die Ägyptens, Jordaniens, Syriens, des Libanons, des Iraks und Saudi-Arabiens, in Israel ein.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 14. Dezember 2023, 18:58

Dein letzter Satz ist die Antwort.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon pentium » 14. Dezember 2023, 19:05

augenzeuge hat geschrieben:Dein letzter Satz ist die Antwort.
AZ


Ja und....? Hier mal die ganze Geschichte.

Britisches Mandat über Palästina 1923

Im Ersten Weltkrieg eroberten britische Truppen 1917/18 Palästina. Das Land wurde britisches Mandatsgebiet, bestätigt durch den Völkerbund im Juli 1922 und die Balfour-Erklärung, die 1923 in Kraft trat.

Im Laufe der britischen Mandatsherrschaft über Palästina verschärften sich die jüdisch-palästinensischen Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Lande immer mehr. Ein Grund war die zunehmende jüdisch-zionistische Einwanderung aus europäischen Ländern, in den Juden verfolgt wurden. Mehrere Einwanderungswellen ließen seit Ende des 19. Jahrhunderts den jüdischen Bevölkerungsanteil in Palästina bis 1945 auf rund 30 Prozent anwachsen. Die Briten bekamen den Konflikt nicht mehr unter Kontrolle. So kündigten sie unter dem Druck der Ereignisse an, das Mandat für Palästina an die Vereinten Nationen zurückzugeben.

Im Mai 1947 gründeten die Vereinten Nationen den Sonderausschuss UNSCOP (United Nations Special Committee on Palestine), um eine Lösung für den schwelenden Konflikt zu finden. Während die Vertreter der jüdischen Bevölkerung mit den Mitgliedern des UN-Komitees zusammenarbeiteten, wurde der Ausschuss von arabischer Seite boykottiert. Konkret hatte dies zur Folge, dass die im britischen Mandatsgebiet lebende arabische Bevölkerung nicht in den Entscheidungsprozess eingebunden wurde.

In ihrem am 1. September 1947 veröffentlichten Bericht empfahlen die Mitglieder des UNSCOP die Beendigung des britischen Mandats und die Teilung des bisherigen Mandatsgebiets. Die UN-Generalversammlung folgte der Empfehlung der Kommission und beschloss am 29. November 1947 die Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat zwischen Jordan und Mittelmeer. Jerusalem sollte unter internationaler Verwaltung stehen.

Der Teilungsplan orientierte sich grob an den bestehenden Siedlungsverhältnissen. Die mehrheitlich arabisch besiedelten Landesteile wurden dem zu gründenden arabisch-palästinensischen Staat zugeschlagen. Auf dem Gebiet des künftigen israelischen Staates war die jüdische Bevölkerung in der Mehrheit – allerdings lebte hier auch ein großer arabischer Bevölkerungsanteil. Die gesellschaftlichen Mehrheitsverhältnisse bildete der Teilungsplan aus Sicht der arabisch-palästinensischen Bevölkerung jedoch nicht adäquat ab. Im britischen Mandatsgebiet lebten 1947 rund 1,2 Millionen arabische Palästinenser und etwa 600.000 Juden. Zudem waren die arabischen Palästinenser 1947 noch im Besitz eines Großteils des Landes gewesen, darunter auch die Regionen der unfruchtbaren Negev-Wüste. Dennoch sollte der arabische Staat gemäß Teilungsplan lediglich rund 43 Prozent der Gesamtfläche des britischen Mandatsgebiets umfassen, während für den jüdischen Staat rund 56 Prozent der Fläche vorgesehen waren.

33 Staaten stimmten für die Resolution, 13 stimmten dagegen, darunter die sechs arabischen Mitgliedstaaten, 10 enthielten sich der Stimme. Die arabischen Staaten lehnten den Teilungsplan ab. Ihrer Meinung nach hätten die Vereinten Nationen nicht das Recht, über Palästinas Zukunft gegen den Willen und auf Kosten der dort lebenden arabischen Mehrheit zu entscheiden. Die jüdische Bevölkerung nahm den Plan an. Er stellte ihnen einen eigenen Staat mit breiter internationaler Anerkennung auf dem Boden des „Landes Israel“ in Aussicht. Auf arabischer Seite ging die Ablehnung hingegen so weit, dass das Arabische Hochkomitee in Palästina auf die Gründung eines palästinensisch-arabischen Staates verzichtete und damit die Chance verpasste, das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser zu verwirklichen.

Einen Tag nach der Proklamation des UN-Teilungsplans für Palästina begann der zionistisch-arabische Bürgerkrieg. Anfang Dezember rief das Arabische Hochkomitee einen dreitägigen Generalstreik aus. Aufgrund mangelnder Kooperation und Organisation der arabischen Milizen konnte die zionistische Untergrundorganisation Hagana den Aufstand der palästinensischen Araber niederschlagen. Während des Bürgerkriegs wurden von beiden Seiten keine Gefangenen gemacht, da keine Mittel für deren Bewachung bereitstanden. Auf beiden Seiten kam es zu Übergriffen und zur Tötung von Zivilisten. Hunderttausende Palästinenserinnen und Palästinenser flüchteten.

Mit Beschluss des Teilungsplans kündigten die Briten die Rückgabe des Mandates für den 15. Mai 1948 an. Am 14. Mai verließen die letzten Truppen Palästina. David Ben-Gurion, der designierte israelische Ministerpräsident, rief im Namen des Jüdischen Nationalrates am gleichen Tag den unabhängigen souveränen Staat Israel aus.

Unmittelbar nach der Unabhängigkeitserklärung erkannten die Weltmächte USA und Sowjetunion Israel diplomatisch an. Die arabische Antwort auf die Proklamation ließ nicht lange auf sich warten. Am 16. Mai 1948 marschierten arabische Armeen, insbesondere die Ägyptens, Jordaniens, Syriens, des Libanons, des Iraks und Saudi-Arabiens, in Israel ein.

...
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon pentium » 14. Dezember 2023, 19:07

Falls jemand fragt...hatten wir zwar alles schon mal:

Kriege zwischen Israel und der arabischen Welt (Nahostkonflikt)

Seit 1948 gab es immer wieder Kriege zwischen Israel, seinen arabischen Nachbarstaaten und den Palästinensern. Das zentrale Thema: Wem gehört Palästina?
„El Nakba“ (die Katastrophe) – Der Unabhängigkeitskrieg von 1948

Am 15. Mai 1948 griffen die Streitkräfte Ägyptens, Jordaniens, Syriens, des Libanon und des Irak Israel an. Im ersten entscheidenden arabisch-israelischen Krieg wollten die Israelis „ihr“ Land sichern. Dazu zählten sie die dem jüdischen Staat zugedachten Gebiete sowie jüdische Siedlungen jenseits der von den UN gezogenen Grenzen. Sie eroberten rund 40 Prozent des Landes, das im Teilungsplan für einen arabisch-palästinensischen Staat vorgesehen war. Die Waffenstillstandslinien vom Frühjahr 1949 vergrößerten das israelische Territorium von 14.100 auf 20.700 Quadratkilometer. Dieses Gebiet gilt auch heute noch als das Kernland Israels.

750.000 Araber wurden vertrieben oder flohen aus ihren Dörfern. Andere blieben und wurden Israelis. Die Flüchtlinge wurden von den arabischen Nachbarländern nicht eingegliedert, sondern dauerhaft in Lagern untergebracht. 39 Prozent der Flüchtlinge verblieben in der jordanisch kontrollierten Westbank, in den von Ägypten annektierten Gazastreifen flohen 26 Prozent, 14 Prozent in den Libanon. Israel erlaubte es den Flüchtlingen nicht zurückzukehren. In den nicht zerstörten Dörfern wurden jüdische Einwanderer untergebracht.

Einen Tag nach der israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948 begehen die Palästinenser seither den Nabka-Tag („Tag der Katastrophe“) und gedenken der palästinenischen Vertriebenen aus den heutigen israelischen Gebieten. Die Vereinten Nationen forderten bereits 1948 von Israel das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge oder die Entschädigung für enteignetes Eigentum. Die UN-Forderung blieb bis heute unerfüllt und ist eines der Hauptstreitpunkte bei der Klärung des israelisch-palästinensischen Konflikts.

Jordanien behielt die Kontrolle über die Westbank (Westjordanland) einschließlich Ost-Jerusalems, die es 1950 annektierte. Der von ägyptischen Truppen besetzte Gazastreifen wurde unter ägyptische Verwaltung gestellt. Syrien machte einige Geländegewinne an der Golanfront.

1949 schlossen Israel und seine Nachbarstaaten unter Vermittlung der UN bilaterale Waffenstillstandsabkommen, die das militärische Ergebnis im Prinzip bestätigten. Ein Friedensschluss erfolgte nicht, da die arabischen Staaten direkte Verhandlungen mit Israel ablehnten.

Mehr zur „Nakba“ in: Muriel Asseburg, 75 Jahre nach der Nakba, in: BpB (Hg.): Aus Politik und Zeitgeschichte 18/19-2023: Israel, S. 46-52.
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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 14. Dezember 2023, 19:21

Gerd Böhmer hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
karnak hat geschrieben: , von vorausschauender vernünftiger Realpolitik gar nicht zu reden.


Lange und oft haben die Israelis versucht, dass Problem zu lösen. Im Sinne der Palästinenser. Deine Einwendungen sind wie immer falsch. [mundzu]

Sparta


Du liegst aber auch mit deiner Einschätzung etwas daneben, Israel ist seit 1948 nicht an einer friedlichen Lösung interessiert, sondern nur an expansiver Politik um Lebensraum erobern zu können.

[...]

Gerd, ich stelle meinen Text vom 16. Oktober gerne nochmal ein:

Ari@D187 hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Die Zweistaatenlösung wurde mehr als einmal von bestimmten Kräften torpediert. An Israel lag es nicht.
Man möchte die Einstaatenlösung, also Palästina. Den zweiten Staat, also Israel, möchten bestimmte Kräfte unbedingt von der Landkarte eliminieren (siehe Demos in diversen islamischen Staaten oder auf den Straßen europäischer Großstädte). Das ist das Kernproblem bei der Sache.

Ari

[...]
... da gab es am gestrigen Abend im Fernsehen eine doch für unsere Medien gut gemachte Dokumentation unter dem Titel "der nahe Osten, wie Alles begann", darin wurden die Ursachen offen gelegt, es war die Geostrategie der Entente-Mächte England und Frankreich
- England wollte Ägypten als Kolonie und damit seinen Weg nach Indien sichern,
- beide Mächte wollten den nahmen Osten als Mandatsgebiete unter sich aufteilen, dabei ging es um Rohstoffe, speziell Erdöl, sowie die Durchsetzung ihres Einflusses.

Von dem was England und Frankreich den Arabern und auch Israelis (Juden) versprochen haben wurde doch nichts eingehalten. [...]

Die Doku ist mir. u.a. bekannt. Darin wird auch geschildert, dass man heute seitens vieler Palästinenser bereut, der UN-Resolution zur Teilung Palästinas und Gründung der beiden Staaten nicht zugestimmt zu haben. Stattdessen griffen sechs Staaten Israel an, was damit endete, dass so um die 800.000 Araber flüchten mussten und Israel hinterher rund 30% größer war, als im ursprünglichen Teilungsplan vorgesehen.

Offenbar wollte man auf arabischer Seite noch mehr auf die Mütze und fuhr 1967 dafür rund 250.000 Mann und 2000 Panzer an den Grenzen Israels auf. Nach dem resultierenden Sechstage-Krieg, war dann Israel schon wieder gewachsen und fast dreimal so groß wie vorher.

Das schien der arabischen Welt so gut gefallen zu haben, dass man 1973 schon wieder Israel angriff, um dann nochmal ordentlich auf die Mütze zu bekommen. Und so weiter.

[...]

Ari


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Re: der Nahostkonflikt mal wieder ...

Neuer Beitragvon pentium » 14. Dezember 2023, 19:41

Wem es interessiert:

Suezkrise 1956

Im Laufe des Jahres 1956 verschärfte sich der Konflikt zwischen Israel und Ägypten. Der jüdische Staat musste sich vermehrt Terrorattacken von ägyptischem Territorium aus erwehren. Ägypten unter der Führung von Präsident Gamal Abdel Nasser blockierte den Golf von Akaba und sperrte den Suezkanal für israelische Schiffe. Am 26. Juli 1956 verstaatlichte Nasser den Suezkanal, um mit den Einnahmen den Bau eines Staudamms bei Assuan zu finanzieren. Damit beschwor er eine schwere Krise herauf, da Frankreich die Mehrheit der Anteile am Kanal hielt und britische Banken zu 45 Prozent beteiligt waren.

Am 29. Oktober 1956 begann die Suezkrise mit der Invasion des Gazastreifens und der Sinai-Halbinsel durch Israel. Gleichzeitig sollte Ägypten die Sinai-Halbinsel räumen. Präsident Nasser wies die Forderungen zurück, worauf Großbritannien und Frankreich versuchten, die Kontrolle über den Kanal militärisch zu gewinnen. Dabei wollten sie auch das Regime Nassers stürzen. Am 31. Oktober bombardierten Großbritannien und Frankreich ägyptische Flughäfen. Zusammen mit israelischen Soldaten gelang es ihnen schließlich, den Kanal zu besetzen.

Die britisch-französische Intervention wurde jedoch von den USA, der Sowjetunion und den Vereinten Nationen verurteilt. Im November 1956 wurden die beiden Länder zum Waffenstillstand und Rückzug gezwungen. Die Vereinten Nationen stationierten nach dem Rückzug die Friedenstruppe UNEF.

Junikrieg / Sechstagekrieg 1967

Die Jahre seit der Suezkrise waren von Grenzzwischenfällen geprägt. Auslöser des Junikrieges (oder auch Sechstagekrieges) war die von Ägypten am 22. Mai 1967 verkündete Blockade der Meerenge von Tiran für israelische Schiffe. Ägyptische Truppen wurden in den Sinai verlegt. Am 25. Mai wurden Syrien, Jordanien, der Irak und Saudi-Arabien von Ägypten aufgefordert, ihre Truppen an Israels Grenzen zu stationieren. 250.000 Soldaten, 2.000 Panzer und 700 Kampfflugzeuge wurden von den arabischen Staaten aufgeboten. In Israel war man davon überzeugt, mit einem Krieg nicht länger warten zu können. Man müsse entweder bald zuschlagen oder eine hundertprozentige Sicherheitszusage von Washington bekommen.

Der Krieg begann am 5. Juni 1967 mit einem erfolgreichen Überraschungsangriff der israelischen Luftwaffe auf alle ägyptischen Flughäfen. Die meisten Militärflugzeuge und Startpisten Ägypten wurden zerstört. Ebenso wurden zwei Drittel der syrischen Luftwaffe vernichtet. Dadurch erreichte Israel die Luftüberlegenheit im Krieg. Gleichzeitig rückten Bodenstreitkräfte der israelischen Armee gegen die ägyptischen Stellungen vor.

Am 6. Juni rückten die Israelis in Ost-Jerusalem und auf das von Jordanien besetzte Westjordanland vor. Auch die jordanischen Truppen konnten keinen entscheidenden Widerstand leisten. Am 9. Juni zog Israel seine Streitkräfte im Norden zusammen und besetzte die syrischen Golanhöhen. Am 10. Juni war der Weg nach Syriens Hauptstadt Damaskus frei. Aufgrund des Drucks der USA und der Sowjetunion wurde bereits am 11. Juni 1967 der Waffenstillstand unterzeichnet.

Israel besetzte das Westjordanland, Ost-Jerusalem, die Golanhöhen und den Gazastreifen. Jetzt war Israels Staatsgebiet dreimal so groß wie vorher. Erneut flüchteten Hunderttausende Palästinenser in die Nachbarländer. Der Sieg verschärfte allerdings das Palästinenserproblem für Israel. Viele Palästinenser kamen jetzt im Westjordanland, in Jerusalem und im Gazastreifen unter israelische Besatzung und Militärverwaltung.

Im November 1967 beschloss der UN-Sicherheitsrat die Resolution 242. Sie beinhaltet Israels Rückzug aus den 1967 besetzten Gebieten und eine gerechte Lösung des Flüchtlingsproblems. Israel zeigte sich bereit für einen Tausch: Rückgabe der Gebiete gegen Anerkennung Israels und Frieden, aber die Mitglieder der Arabischen Liga lehnten ab. Indirekt bedeutete die Resolution eine Anerkennung der seit 1947 von den Israelis geschaffenen Fakten der Landaufteilung. Sie ist seitdem die Grundlage aller Friedensverhandlungen.

Jom-Kippur-Krieg 1973

An Jom Kippur am 6. Oktober 1973, dem jüdischen Versöhnungstag (höchster Feiertag des jüdischen Jahres), folgte erneut ein Krieg. Nach jahrelanger sowjetischer Rüstungshilfe starteten Ägypten am Suezkanal und Syrien auf den Golanhöhen einen Überraschungsangriff auf Israel. Obwohl es Hinweise von Truppen- und Materialtransporten an die Grenzen gab, hatte Israel sie ignoriert. Zunächst gelang es Ägypten und Syrien, Anfangserfolge zu erzielen. Die israelischen Verluste an Menschen und Material waren enorm, Waffen und Munition gingen aus. Erst eine Woche nach Kriegsanfang begannen die USA, Israel Nachschub an Material zu liefern. Israels Gegenoffensive gelang. Nach drei Wochen schwerster Kämpfe standen die Israelis 100 Kilometer vor Kairo und 65 Kilometer vor Damaskus. Fast 3.000 israelische Soldaten und Zehntausende Ägypter und Syrer waren gefallen.

Am 22. Oktober 1973 rief der UN-Sicherheitsrat in der Resolution 338 auf Druck der Vereinigten Staaten alle Parteien auf, das Feuer einzustellen.

Als Reaktion auf den verlorenen Krieg verringerte die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) die Ölfördermenge, gleichzeitig erhöhte sie den Ölpreis drastisch, um so politischen Druck auszuüben. Die Ölkrise machte erstmals die Abhängigkeit der Industriestaaten von fossiler Energie klar.

1979 wurde auf Initiative des ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat ein Friedensprozess in Gang gesetzt und der israelisch-ägyptische Friedensvertrag unterzeichnet, der unter anderem die Rückgabe des Sinai bis 1982 regelte. Der Friedensvertrag wurde am 26. März 1979 in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington von Israels Ministerpräsident Menachem Begin und Ägyptens Präsident Anwar as-Sadat unterzeichnet. Er führte zu einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Ägypten.

geht weiter...
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