Wenn hier keine weiteren meinungen zum Flugplatzverkauf kommt , ich habe da noch etwas .
Rheinland-Pfalz verkaufte Flughafen an chinesische Firma
Dann trafen Hessen und Rheinland-Pfalz die Entscheidung, den Flughafen zu privatisieren. Die Infrastruktur lag ab diesem Zeitpunkt in chinesischer Hand. Das Mainzer Innenministerium erklärte damals, dass es nicht mehr "nötig" sei, als Staat in der Geschäftsführung eines privatrechtlichen Unternehmens zu sein. Das berichteten mehrere Medien.
Erst sollte der Flughafen an die Shanghai Yiqian Trading Company gehen. Da die Firma allerdings nur sechs Angestellte und undurchsichtige Investoren hatte, platzte der Verkauf. Danach ging der Flughafen an die HNA Airport GmbH – ein Unternehmen mit Sitz in der chinesischen Stadt Haikou City.
Zu diesem Unternehmen gehört unter anderem Hainan Airlines – mit 219 Flugzeugen, Chinas größte private Fluggesellschaft. Nach dem Ausbruch des Ukrainekrieges nahm Hainan Airlines nach wenigen Monaten ihre Flugverbindungen zwischen den Hauptstädten Peking und Moskau wieder auf.
Oligarch steht dem Kreml nahe
Jetzt soll der deutsche Flughafen ein weiteres Mal verkauft werden. Für 20 Millionen Euro an die Holdingfirma des russischen Oligarchen Viktor Kharitonin. Der Mann aus Moskau ist auf Platz 66 der russischen Forbes-Liste – mit einem Vermögen von 6,2 Milliarden Euro. In seiner Hand liegt bereits der Nürburgring, der unter anderem für das Festival "Rock am Ring" und die Formel 1 bekannt ist.
Rechtlich gab es dabei bisher nichts zu bemängeln. Denn der russische Oligarch steht nicht auf der EU-Sanktionsliste. Doch seine Verbindungen zum Kreml werfen dennoch Fragen auf. Nicht ohne Grund steht der Mann beispielsweise auf der "Putin-Liste" des US-Finanzministeriums. Diese wurde vor sieben Jahren erstellt, als die US-Amerikaner Russland Wahlsabotage vorwarfen.
Kharitonin hat großen Einfluss auf russische Wirtschaft
Kharitonins Einflüsse sind groß: 2022 wollte er bereits das Verpackungs- und Papierunternehmen Mondi, mit rund 5.300 Mitarbeitern in Russland kaufen – nachdem sich der britische Konzern aufgrund des Ukrainekrieges aus dem Land zurückziehen wollte. Der Deal in Höhe von 1,6 Milliarden Euro soll bisher nicht zustande gekommen sein. Denn die notwendige Genehmigung des Kreml wurde für den Verkauf noch nicht erteilt.
Mondi fiel 2022 in Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg auf: Damals soll die Firma eine russische Fahrradkampagne mit dem Titel "Wir sind Russland! Wir sind zusammen" unterstützt haben. Ukrainische Aktivisten sollen als Reaktion darauf eine Medienkampagne mit dem Hashtag #MondiBloodyPackaging gestartet haben.
Ob der Mondi-Deal noch über die Bühne geht, ist bisher unklar. Trotzdem hat der Oligarch bereits großen Einfluss – mit Russlands größtem Pharmaunternehmen Pharmstandard, das den Corona-Impfstoff Sputnik V produziert. Kharitonins Geschäftspartner bei dieser Firma war Roman Abramovich, der Ex-Besitzer vom britischen Fußballclub FC Chelsea. Der ist wiederum auf der EU-Sanktionsliste aufgeführt.
Bekanntschaft mit russischer Gesundheitsministerin
Über Pharmstandard knüpfte Kharitonin Kontakte in die russische Führungsriege – unter anderem zu Tatjana Golikowa, Putins aktueller Gesundheitsministerin. Zuvor war die Frau bereits Finanzministerin. Ihr Ehemann führte das Land sogar 2004 interimistisch als Ministerpräsident. Später war der Mann Handelsminister.
Bekanntschaft machten Golikowa und Kharitonin unter anderem über die "Circle of Kindness Foundation", eine Stiftung, die 2021 von Wladimir Putin gegründet worden war. Die Stiftung kauft teure Medikamente, auch vom besagten Oligarchen, mit russischen Staatsgeldern.
Der Oligarch steht allerdings nicht nur der Gesundheitsministerin nahe, sondern auch Vladimir Uyba – dem Staatschef der russischen Republik Komi, in dem sich auch das Produktionswerk von Mondi befindet.
Deal erinnert an Debatte um Hamburger Hafen
Eine sibirische Lokalzeitung beschreibt den Oligarchen als Russlands "neuen Reichen" und Inhaber von Grundstücken auf der ganzen Welt. Unter anderem soll ihm eine "exklusive" Wohnung im "One Hyde Park", dem teuersten Wohnungskomplex der Welt, gehören. Im Komplex befindet sich der Zeitung zufolge eine Privatsauna, ein Squash-Spielfeld, ein Kino, ein Swimmingpool, ein Fitnesszentrum, ein Golf-Simulator und ein Weinkeller.
Ist denn dieses ganze Theater was gegen die Russen unternommen wird vorm Arsch .
Welche konkreten Pläne Kharitonin für den Flughafen Frankfurt-Hahn hat, ist unklar. Auch das Bundeswirtschaftsministerium könnte die Veräußerung gemäß dem Außenwirtschaftsgesetz prüfen. Wie lange wollen denn die Grünen warten .
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ratata