Die UdSSR war ein mehrsprachiger Staat, in dem über 120 einheimische Sprachen gesprochen wurden. Ostslawische Sprachen (Russisch, Belarussisch und Ukrainisch) dominierten im europäischen Teil der Sowjetunion, während die baltischen Sprachen (Litauisch und Lettisch) und die ostseefinnische Sprache Estnisch in den baltischen Gebieten genutzt wurden. Im Kaukasus wurden Armenisch, Aserbaidschanisch und Georgisch gesprochen. Im Norden Russlands wurden von Minderheiten verschiedene uralische Sprachen gesprochen.
Nach der Verfassung der UdSSR war es verboten, Personen wegen ihrer Sprache zu diskriminieren. Der De-facto-Status der Sprachen war jedoch unterschiedlich.
Die UdSSR hatte die meiste Zeit offiziell keine Amtssprache.[1] Russisch war als die Sprache zur Kommunikation zwischen den Völkern (russisch язык межнационального общения) definiert und erfüllte de facto die Rolle einer Amtssprache.[2]
Den Autonomen Sozialistischen Sowjetrepubliken und anderen Gebieten der UdSSR fehlte die offizielle Autonomie, und ihre Sprachen waren augenscheinlich nicht präsent auf nationaler Ebene (und oft nicht einmal in den städtischen Gebieten der Republiken selbst). Sie waren unterschiedlich präsent in der Ausbildung.
Verschiedene Sprachen anderer Nationen, wie Deutsch, Koreanisch oder Polnisch, wurden in größeren Gemeinschaften in der UdSSR gesprochen und waren in manchen Fällen präsent in der Ausbildung und in Veröffentlichungen, obwohl sie nicht als Sowjetsprache betrachtet wurden. Auf der anderen Seite war Finnisch, das nicht als Sprache der UdSSR betrachtet wird, eine Amtssprache in Karelien. Auch Jiddisch und Romani waren anerkannte Sowjetsprachen.

augenzeuge hat geschrieben:
Du tust so, als ob die mit Zwang umgesetzt wurde, es war umgekehrt, russisch war der Zwang.
AZ
karnak hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:
Übrigens Karnak, Ukrainer verstehen alle russisch, aber die Russen kaum ukrainisch.
AZ
Logisch,wenn diese Ukraine 70 Jahre zu einer Sowjetunion gehört hat. Und deswegen ist es mir auch schwer erklärbar,dass sich auf diesem Gebiet in 20 Jahren ein tiefverwurzeltes ukrainisches Staatsbewustsein entwickelt haben soll. Noch schwerer für mich die Vorstellung,dass dort flächendeckend die ukrainische Sprache überhaupt als Landessprache im täglichen Leben überhaupt gesprochen wird.
Der Emeritus für osteuropäische Geschichte an der Universität Wien Historiker Andreas Kappeler zeigt: Russen
und Ukrainer sind eher Cousins als Brüder. Die meiste Zeit der letzten tausend Jahre
verlief ihre Geschichte getrennt, nicht gemeinsam.
Man muss sich das bewusst machen, denn, wie Kappeler schreibt, „die Ukraine und
ihre Bewohner waren ein weißer Fleck auf der kognitiven Landkarte der meisten
Europäer“, und das sind sie im Grunde noch immer. „Das westliche Ausland“, so
Kappeler weiter, übernehme bis heute „die Vorstellung des großen und des kleinen
Bruders“; „weitgehend vergessen“ sei dagegen, „dass die Ukraine in der Frühen
Neuzeit in Europa als eigenständiges Land wahrgenommen“ worden sei.
Dass sie gleichwohl nicht zur eigenständigen Staatsnation wurde, bedeutet eben
nicht, dass die Ukraine eine bloße Affiliation Russlands sei. Und Kappeler geht sogar
noch weiter: nicht nur die Ukrainer, auch die Russen seien eine „verspätete Nation“.
Denn Russland als dauerhafter eigenständiger Staat wurde, ebenso wie die Ukraine,
erst 1991 gegründet. Das Großfürstentum Moskau, das Russische Kaiserreich und
die Sowjetunion waren allesamt Vielvölkerstaaten, in denen die russische Ethnie
zwar dominierte, aber nur eine unter vielen war. In diesem Kontext betont Kappeler
den Unterschied zwischen den Begriffen „russisch“ und „russländisch“: „russisch“
meint das konkrete Volk der Russ*innen, „russländisch“ dagegen die Einwohner der
Russländischen – im Deutschen oft fälschlich als „Russische“ übersetzten –
Föderation, die eben nicht alle Russen sind.
karnak hat geschrieben:Was passiert eigentlich wenn der Putin morgen seine komischen Volksrepubliken eingemeindet hat und es damit gut sein lässt, seine Truppen nur noch die "Staatsgrenze "verteidigen lässt?
karnak hat geschrieben: Und deswegen ist es mir auch schwer erklärbar,dass sich auf diesem Gebiet in 20 Jahren ein tiefverwurzeltes ukrainisches Staatsbewustsein entwickelt haben soll.
Spartacus hat geschrieben:
Zu mehr sind dann auch nicht mehr fähig. Das wird die Ukrainer allerdings auch nicht jucken, denn sie werden weiter angreifen und versuchen ihre Gebiete zurück zu holen.
Passieren wird da gar nix, denn die Ukrainer haben ja nun schon ein paarmal das "russische Staatsgebiet" der Krim massiv angegriffen. Ohne Gegenreaktion der russischen Truppen.![]()
Sparta
, dass ist bei der Spezies Homo Sapiens nicht mehrheitsfähig, darauf haben die Leute keine Lust. ![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)
karnak hat geschrieben:Zu was die Russen fähig sind, dazu wäre ich immer noch vorsichtig. Ich würde mich als Russland an der neuen Grenze eingraben und mein "Staatsgebiet " verteidigen " ,die Ukrainer einfach nur noch anrennen lassen.
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
Im Kampf um die strategisch wichtige Kleinstadt Lyman im Gebiet Donezk haben ukrainische Truppen nach russischen Angaben mehrere Orte östlich der Stadt eingenommen. "Gegen Mitternacht ist es ukrainischen Truppen gelungen, Lyman faktisch einzukesseln", teilte der nationalistische Militärblog "Rybar" mit. Die Ortschaft Stawky im Norden Lymans sei gefallen, östlich von Lyman, in Saritschne, gebe es Straßenkämpfe. Die ukrainische Eroberung von Stawky bestätigte auch der russische Militärblogger Semjon Pegow.
Die Straße nach Torske war nach dem Vorstoß der ukrainischen Kräfte westlich und nördlich von Lyman die einzige Nachschub-Verbindung der russischen Garnison in der Stadt. Jetzt sei sie unter ständigem Feuer ukrainischer Kräfte. Zudem berichtet der Blog von einem ukrainischen Sturm auf die Stadt Jampil südöstlich von Lyman.Sollte der Ukraine die Eroberung von Lyman gelingen, öffnet sich für das ukrainische Militär der Weg tief in das Gebiet Luhansk hinein, das Moskau seit dem Sommer weitgehend unter eigene Kontrolle gebracht hatte.
Spartacus hat geschrieben:
Wenn die Ukrainer die Panzer und SPW bekommen, die sie haben wollen ( und ich denke das geschieht demnächst) werden sie nicht anrennen, sondern durchrennen und erst an ihrer Grenze wieder halt machen.![]()
Sparta
Kumpel hat geschrieben:Da weiß man manchmal nicht mehr , ist das noch Defätismus oder schon Kollaboration.
Bloß gut , haben unsere osteuropäischen Freunde dazu eine gefestigte Meinung. Rein aus ihren geschichtlichen Erfahrungen heraus.
![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)

Kumpel hat geschrieben:Wenn es dir nichts ausmacht , dass Putin die EU zerlegen möchte um sich jeden Staat einzeln vor zu knöpfen ist das deine Sache , ich brauche das nicht.
![Grinsen [grin]](./images/smilies/evilgrins.gif)
karnak hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:
Du tust so, als ob die mit Zwang umgesetzt wurde, es war umgekehrt, russisch war der Zwang.
AZ
Dann stimmt das aber nicht.

Ist das nicht Diskriminierung so wenn diese Ukrainer jetzt das Russisch sinngemäß abschaffen wollen?

Kumpel hat geschrieben:Die Friedensdividende ist verfrühstückt , die Badekur zu ende. Gewöhn dich einfach dran.
![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
augenzeuge hat geschrieben: Russisch war nur Notbehelf.
AZ
Kumpel hat geschrieben:
Die ''Badekur'' bezog sich einzig auf dich und dein von dir beschriebenes Dasein im Kapitalismus mit stetigem Zuwachs an Bequemlichkeiten.
karnak hat geschrieben:Ich würde davon ausgehen, dass von unseren ukrainischen Flüchlingen keine 10% jemals einen russischen Panzer in ihrer Straße gesehen haben. 90% der Leute nutzen einfach die " Chance" dieses Krieges um ohne große Probleme aus einem der ärmsten Länder Europas verschwinden zu können und in Westeuropa ihr Glück zu suchen und zu finden. Wie will man ihnen das auch übel nehmen, ich tue es jedenfalls nicht.
Kumpel hat geschrieben:
Wenn du das nur halbwegs belegen könntest , könnte man sich darüber unterhalten.
Ansonsten ist es lediglich üble Hetze in AfD Manier, selbst wenn du in deiner Großzügigkeit das nicht übel nimmst.
Zumal viele Ukrainer nach einigen Wochen trotz Warnungen zurück in die Ukraine gegangen sind.
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Edelknabe hat geschrieben:[…] Und köstlich Männers wenn ich die eure Texte so verfolge, hier die Pro Ukrainer wie Kumpel, Sparta und olle Olaf nebst diesem HPA mit der Schrottallergie, da die "Vorsichtig bzw. Was wäre wenn " Formulierer so uns Karnak und so ließe sich das fortsetzen.
Rainer Maria

karnak hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben: Russisch war nur Notbehelf.
AZ
Glaubste doch selber nicht, wenn in einer Diktaur 70 Jahre lang in Kindergarten, Schule, Berufsleben und jeder Öffentlichkeit russisch forciert und gesprochen wurde, wegen mir in den Anfängen der Diktatur zwangsweise.

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