Die Lage in der Ukraine Teil 2

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 24. September 2022, 10:24

pentium hat geschrieben:+++ 09:09 Munz: Essenslieferdienste bringen Einberufung mit +++
ttps://www.n-tv.de/politik/10-20-Folter ... 43824.html

Bei der Teilmobilmachung, für die Russland 300.000 Bürger rekrutiert, gehen die Behörden willkürlich und offenbar auch planlos vor. Einberufungen werden per Essenlieferanten zugestellt, versehentlich wird auch schon mal ein Toter einberufen, berichtet ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau.


Da ist er schon, der russische Schlendrian. Hatte ich ja schon so vermutet. [flash]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 24. September 2022, 10:31

Wie werden die deutschen Waffen von den Ukrainern bewertet?

Der deutsche Flakpanzer Gepard etwa war bei der Rückeroberung der Gebiete im Osten wichtig, wie die Zeitung The Economist unter Berufung auf ukrainische Geheimdienstinformationen berichtete. Bislang hat die Ukraine 24 der zugesagten 30 Gepard-Panzer erhalten. Das System sei beim ukrainischen Militär geschätzt, da die zwei Kanonen zusammen 1100 Schuss pro Minute abfeuern können. Mit einem Rundumsuchradar mit 15 Kilometern Reichweite könne der Gepard außerdem tieffliegende Flugzeuge, Drohnen oder Hubschrauber bekämpfen, wie Welt berichtete. Der Turm drehe sich innerhalb von nur 2,5 Sekunden um die eigene Achse, sodass sich auch Bodenziele effektiv bekämpfen ließen.


Das Online-Medium t-online will aus Kreisen der ukrainischen Armee erfahren haben, dass die Panzerhaubitze insbesondere bei der Befreiung der Stadt Kupjansk entscheidend war: „Wir haben mithilfe der Panzerhaubitze 2000 die Brücke von Kupjansk zerstört“, sagte demnach ein ukrainischer Artillerieoffizier, der anonym bleiben wollte. Nur zwölf Geschosse habe man dafür gebraucht. „Mit sowjetischer oder russischer Rohrartillerie hätten wir vielleicht 50 oder mehr Granaten benötigt“, so der Offizier weiter. Zum einen sei es schwierig, so viel Munition an die Front zu schaffen. Zum anderen steige auch die Gefahr für die Besatzung, je länger der Einsatz dauere.

Aus Sicht des Experten Frank Ledwidge von der Universität Portsmouth ist auch die Panzerhaubitze 2000 entscheidend für die militärischen Erfolge der Ukraine. Die Panzerhaubitze treffe aus einer Distanz von 30 Kilometern mit einer maximalen Abweichung von fünf bis zehn Metern ins Ziel. Andere Experten sprechen bei diesem Waffensystem sogar von einem „Gamechanger“. Darunter etwa ein ehemaliger General, der gegenüber Focus anonym bleiben wollte. Die Panzerhaubitze 2000 sei die effektivste der Welt. „Diese schwere Waffe ist nicht nur wegen ihrer Feuerkraft gefürchtet. Sie ist deswegen so außergewöhnlich wertvoll, weil sie extrem beweglich ist und sich Gegenangriffen entzieht, ehe der Feind zurückschießen kann.“

Innerhalb einer Stunde könne sie 40 Kilometer Entfernung zurücklegen und dann von einem neuen Standort aus unentdeckter Position weiter angreifen. „Wenn es gelingt, [...] Putins Artillerie auszuschalten, könnte das für die Ukraine den Verlauf des Krieges entscheidend verändern und zu einem ‚Gamechanger‘ im Verteidigungskampf gegen Russland werden“, sagte der Militärexperte bereits im Juni.


Die Ukraine fordert nun seit Wochen, ihr auch Kampfpanzer westlicher Bauart und Schützenpanzer zu liefern. Was wohl auch kein Wunder ist, angesichts der Erfolge mit dem doch relativ "altem " deutschen Material.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 24. September 2022, 10:51

Danny_1000 hat geschrieben:Zunächst erst einmal. Ich bin dafür, dass die EU Verfolgten aus Russland - und Kriegsdienstverweigerer sind das für mich - einen Aufenthalt gewähren sollte, und zwar unbürokratisch und sofort. Also: Sie gehen zu einer europäischen Auslandsvertretung in Russland und erhalten bei glaubhaftem Vortrag ihrer Verfolgung unmittelbar ein Visum zur Einreise in die EU. Hier geht aus auch nicht um Hunderttausende sondern vielleicht um ein paar Tausend. Viele fliehen nämlich in benachbarte Staaten, die bei der Einreise kein Visum voraussetzen, nur um sich der Einberufung zum Militär zu entziehen.


Nach deutscher Rechtslage ist Kriegsdienstverweigerung kein Asylgrund.
Die Antragsteller müssten schon glaubhaft machen können , dass sie mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit damit rechnen müssen an Kriegsverbrechen teilnehmen zu müssen.
Den Iwan Normalo möchte ich mal sehen der das macht. Zum einen wegen fehlenden Informationen und zum anderen stilisiert sich der Antragsteller mit so einer Aussage zum Landesverräter.


Danny_1000 hat geschrieben:Was sollen junge Männer, die sich genauso wenig für Geostrategie und große Politik interessieren wie ihre Landsleute bei uns gegen diesen Krieg konkret tun ? Und dass sie Angst haben in diesem unsinnigen Krieg der alten Säcke im Kreml als Kanonenfutter verheizt zu werden, ist doch mehr als verständlich. Niemand - ausgenommen von ein paar Wenigen - wird als Held geboren und will als Held für „Führer“, Volk und Vaterland sterben.


Vor nicht allzu langer Zeit wurden hier gerne und nahezu triumphal die exorbitanten Zustimmungswerte in der russischen Bevölkerung für Putin und seine Politik hervor gehoben und wie jämmerlich da doch die Zustimmungswerte westlicher Politiker aussehen würden.
Diese jetzt so ganz aus der Verantwortung zu nehmen ist auch nicht ganz richtig.
Der Anspruch auf Asyl bleibt davon nätürlich unberührt.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 24. September 2022, 11:05

Kumpel hat geschrieben:Die Antragsteller müssten schon glaubhaft machen können , dass sie mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit damit rechnen müssen an Kriegsverbrechen teilnehmen zu müssen.


Wirklich?
Nach Angaben eines Sprechers des Bundesinnenministeriums geht das für die Asylanträge zuständige Flüchtlingsbundesamt Bamf davon aus, "dass im Regelfall die Desertion oder Kriegsdienstverweigerung in Russland ein Schutzgrund ist".


Bundesaußenministerin Annalena Baerbock signalisiert, dass Deutschland bereit sei, auch russischen Deserteuren Asyl zu gewähren. Man habe in Deutschland "zum Glück" ein Asylrecht, was es Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen, ermögliche, hier Schutz zu bekommen: "Und das zählt für jeden Bürger auf dieser Welt und das zählt natürlich auch für Russen, die um Leib und Leben Sorge haben", sagte Baerbock in der Sendung "RTL Aktuell".


AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 24. September 2022, 11:09

Da wird viel nach Parteibuch gelabert , selbst von Sprechern irgendwelcher Ministerien.
Fragen wir einmal jemanden der wirklich Ahnung hat.
https://www.nzz.ch/international/haben- ... ld.1704139
Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 24. September 2022, 11:12

Kumpel hat geschrieben:Da wird viel nach Parteibuch gelabert , selbst von Sprechern irgendwelcher Ministerien.
Fragen wir einmal jemanden der wirklich Ahnung hat.
https://www.nzz.ch/international/haben- ... ld.1704139


Es interessiert nicht, was ein Rechtsprofessor sagt, die Entscheidung trifft die Politik. Denk an Merkel 2015.

Aber selbst er sagt:
Die Bundesregierung könnte jetzt entscheiden, humanitäre Visa für Kriegsdienstverweigerer zu gewähren, damit sie dann in Deutschland ein Asylverfahren durchlaufen können.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon HPA » 24. September 2022, 12:30

Spartacus hat geschrieben:Wie werden die deutschen Waffen von den Ukrainern bewertet?

Der deutsche Flakpanzer Gepard etwa war bei der Rückeroberung der Gebiete im Osten wichtig, wie die Zeitung The Economist unter Berufung auf ukrainische Geheimdienstinformationen berichtete. Bislang hat die Ukraine 24 der zugesagten 30 Gepard-Panzer erhalten. Das System sei beim ukrainischen Militär geschätzt, da die zwei Kanonen zusammen 1100 Schuss pro Minute abfeuern können. Mit einem Rundumsuchradar mit 15 Kilometern Reichweite könne der Gepard außerdem tieffliegende Flugzeuge, Drohnen oder Hubschrauber bekämpfen, wie Welt berichtete. Der Turm drehe sich innerhalb von nur 2,5 Sekunden um die eigene Achse, sodass sich auch Bodenziele effektiv bekämpfen ließen.


Das Online-Medium t-online will aus Kreisen der ukrainischen Armee erfahren haben, dass die Panzerhaubitze insbesondere bei der Befreiung der Stadt Kupjansk entscheidend war: „Wir haben mithilfe der Panzerhaubitze 2000 die Brücke von Kupjansk zerstört“, sagte demnach ein ukrainischer Artillerieoffizier, der anonym bleiben wollte. Nur zwölf Geschosse habe man dafür gebraucht. „Mit sowjetischer oder russischer Rohrartillerie hätten wir vielleicht 50 oder mehr Granaten benötigt“, so der Offizier weiter. Zum einen sei es schwierig, so viel Munition an die Front zu schaffen. Zum anderen steige auch die Gefahr für die Besatzung, je länger der Einsatz dauere.

Aus Sicht des Experten Frank Ledwidge von der Universität Portsmouth ist auch die Panzerhaubitze 2000 entscheidend für die militärischen Erfolge der Ukraine. Die Panzerhaubitze treffe aus einer Distanz von 30 Kilometern mit einer maximalen Abweichung von fünf bis zehn Metern ins Ziel. Andere Experten sprechen bei diesem Waffensystem sogar von einem „Gamechanger“. Darunter etwa ein ehemaliger General, der gegenüber Focus anonym bleiben wollte. Die Panzerhaubitze 2000 sei die effektivste der Welt. „Diese schwere Waffe ist nicht nur wegen ihrer Feuerkraft gefürchtet. Sie ist deswegen so außergewöhnlich wertvoll, weil sie extrem beweglich ist und sich Gegenangriffen entzieht, ehe der Feind zurückschießen kann.“

Innerhalb einer Stunde könne sie 40 Kilometer Entfernung zurücklegen und dann von einem neuen Standort aus unentdeckter Position weiter angreifen. „Wenn es gelingt, [...] Putins Artillerie auszuschalten, könnte das für die Ukraine den Verlauf des Krieges entscheidend verändern und zu einem ‚Gamechanger‘ im Verteidigungskampf gegen Russland werden“, sagte der Militärexperte bereits im Juni.


Die Ukraine fordert nun seit Wochen, ihr auch Kampfpanzer westlicher Bauart und Schützenpanzer zu liefern. Was wohl auch kein Wunder ist, angesichts der Erfolge mit dem doch relativ "altem " deutschen Material.

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Der Bestand soll auf 50 Gepard erhöht werden. D.h. es werden wohl alle noch in DEU verfügbaren Gepard abgegeben

Und nun ja, was man da so im Rahmen der "Teilmobilisierung" aus den Depots holt ist auch nicht mehr das Gelbe vom Ei:

https://twitter.com/nexta_tv/status/1573582019979841536

https://twitter.com/aNdr0iz/status/1573605753474138114
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 24. September 2022, 13:33

augenzeuge hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:Da wird viel nach Parteibuch gelabert , selbst von Sprechern irgendwelcher Ministerien.
Fragen wir einmal jemanden der wirklich Ahnung hat.
https://www.nzz.ch/international/haben- ... ld.1704139


Es interessiert nicht, was ein Rechtsprofessor sagt, die Entscheidung trifft die Politik. Denk an Merkel 2015.

Aber selbst er sagt:
Die Bundesregierung könnte jetzt entscheiden, humanitäre Visa für Kriegsdienstverweigerer zu gewähren, damit sie dann in Deutschland ein Asylverfahren durchlaufen können.

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Wie gesagt , der Prof. erläutert die aktuelle Rechtslage und ich wüsste nicht , dass Merkel seiner Zeit die Visavergabebestimmungen geändert hat und der Prof. meint '' die Bundesregierung könnte.......''.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 24. September 2022, 13:40

Kumpel hat geschrieben:ich wüsste nicht , dass Merkel seiner Zeit die Visavergabebestimmungen geändert hat''.


Na sag mal, du weißt doch ganz genau, dass im September 2015 die tausenden Flüchtlinge nicht ohne Merkels Entscheidung hätten einreisen dürfen. [flash]

Am Ende liegt es an der Regierung.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 24. September 2022, 13:41

Also die ganzen jungen Kerle aus z.B. Syrien dürften ja auch großteils unter Kriegsdienstverweigerer einzuordnen sein.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 24. September 2022, 13:44

Ari@D187 hat geschrieben:Also die ganzen jungen Kerle aus z.B. Syrien dürften ja auch großteils unter Kriegsdienstverweigerer einzuordnen sein.

Ari


Eigentlich ähnlich. Sie wollten sich von Assad ebenso wenig verheizen lassen, wie die jungen Russen unter Putin.
Aber ich bin sicher, Kumpel erklärt uns den Unterschied. [flash]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 24. September 2022, 13:48

..........und noch einmal. Die derzeitige Rechtslage gibt einen Asylgrund für die bloße Einziehung zum Kriegsdienst nicht her und die syrischen Jungchen standen hier ohne Visa auf der Matte und wurden durch das Asylverfahren geschleust.
Jetzt will man den Russen vor Ort erst einmal ein Visum in die Hand drücken um einreisen zu können. Das bedarf allerdings erst einmal einer Änderung des Visavergabeverfahrens. Unterschied verstanden?
Ihr seid schon so zwei Herzchen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 24. September 2022, 13:54

Kumpel hat geschrieben:..........und noch einmal. Die derzeitige Rechtslage gibt einen Asylgrund für die bloße Einziehung zum Kriegsdienst nicht her und die syrischen Jungchen standen hier ohne Visa auf der Matte und wurden durch das Asylverfahren geschleust.
Jetzt will man den Russen vor Ort erst einmal ein Visum in die Hand drücken um einreisen zu können. Das bedarf allerdings erst einmal einer Änderung des Visavergabeverfahrens. Unterschied verstanden?
Ihr seid schon so zwei Herzchen.


Deine verbale Praline schluck ich aber nicht. Ich versuchs nochmal: [grins]

438 Menschen aus Russland wurden bereits aufgenommen. Der Sprecher des Ministeriums, Maximilian Kall, sagte, die Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für Asylbewerber aus Russland sei bereits im April so geändert worden, „dass im Regelfall die Kriegsdienstverweigerung ein Schutzgrund ist“.
Kennst du jemand, der dagegen klagt, weil die Rechtslage es nicht hergibt? [flash]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Danny_1000 » 24. September 2022, 15:34

Kumpel hat geschrieben:..........und noch einmal. Die derzeitige Rechtslage gibt einen Asylgrund für die bloße Einziehung zum Kriegsdienst nicht her .......

Es wurde ja schon fasst Alles zu Deiner Behauptung hier geschrieben. Eine letztes Beispiel noch: Natürlich ist Wehrdienstverweigerung unter einem totalitärem Regime (und damit z.B. auch die Flucht) ein Asylgrund - Asyl ist eigentlich falsch, denn Asyl bekommt so gut wie keiner in D. Ein Grund für die Gewährung eines Aufenthaltsrechtes hier in D. ist es aber allemal.

Ich begleite zur Zeit einen jungen Syrer. Der floh unmittelbar nach Erhalt des Einberufungsbefehles aus Aleppo. In D. bekam er Subsidiären Schutz (1 Jahr)vom BAMF zuerkannt. Seine Frau und sein Kind leben aber noch in Syrien. Einen vereinfachten Familiennachzug gibt’s aber nur bei Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft - also 3 Jahre Aufenthalt.

Wir haben dagegen geklagt und den Prozess gegen das BAMF gewonnen. Begründung des Verwaltungsgerichtes in Kurzform: Das Gericht erkannte auch die Wehrdienstverweigerung in Syrien als Fluchtgrund an !

Also lieber Kumpel, was Du hier behauptest stimmt in seiner Absolutheit einfach nicht !
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 24. September 2022, 15:58

Indirekt bestätigst du ja was ich geschrieben habe. Bloße Kriegsdienstverweigerung und Desertion allein sind kein Asylgrund.
Deinem syrischen Schützling werden sicherlich drakonische Strafen gedroht haben , die er zur Begründung seines Asylantrages anführen konnte.
Mit Russland in dem Sinn nicht zu vergleichen , außer es kommen Erkenntnisse aus Russland über Folter, Misshandlung oder Mord an Kriegsdienstverweigerern.
Wie sich die BAMF das zurecht biegt steht noch mal auf einem anderen Blatt. Aber eigentlich ging es ja um Visaerteilung. So zu sagen der rote Teppich für kriegsunlustige Russen mit Geld.
Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 24. September 2022, 16:00

Danny_1000 hat geschrieben:[…]
Also lieber Kumpel, was Du hier behauptest stimmt in seiner Absolutheit einfach nicht !

Also ich halte Kumpel für einen absoluten Experten auf allen Gebieten, dem ich einen Irrtum einfach gar nicht zutraue.
Überdenke daher doch bitte noch einmal Deine Aussage und lasse uns gemeinsam von Kumpels Expertise lernen und profitieren.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 24. September 2022, 17:30

HPA hat geschrieben:
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Und nun ja, was man da so im Rahmen der "Teilmobilisierung" aus den Depots holt ist auch nicht mehr das Gelbe vom Ei:

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https://twitter.com/aNdr0iz/status/1573605753474138114


Geil und das wo die sogar die fast rückstoßfreie AK - 107 entwickelt haben. Nun warten wir mal auf die Panzer. T - 55 sind sehr einfach zu bedienen
und bei dem geringen Schutz den die haben, stirbt es sich schnell und unkompliziert.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Hellersdorfer » 24. September 2022, 17:38

Und wie wollen die jungen Deserteure aus RUS rauskommen, um in DTL aufgenommen zu werden? Unerlaubter Grenzübertritt? Legal ausreisen lassen sie die sicherlich nicht., Na gut, Russland ist groß da wird es wahrscheinlich Schlupflöcher geben.
Nichts ist unendlich, so sieh das doch ein.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon steffen52 » 24. September 2022, 17:41

Ari@D187 hat geschrieben:Also ich halte Kumpel für einen absoluten Experten auf allen Gebieten,

Ari

Ist er, Ari. Halt ein Experte..... [super] Er merkt nur leider nicht was so abgeht in der Welt und in unserem Land . Er schreibt Dinge die sowas von weit weg von der Realität sind und er merkt es nicht einmal. So einen Experten braucht
kein Mensch, maximal die grüne Liga!!!! Eine Partei die 14.8 Prozent der Wählerstimmen erhalten hat will dieses Land regieren und uns anderen Wählern vorschreiben was geht und was nicht. [frown]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 24. September 2022, 17:48

Litauen händelt das so, wie es z.B. Melnyk fordert:
-> Link

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 24. September 2022, 17:52

Hellersdorfer hat geschrieben:Und wie wollen die jungen Deserteure aus RUS rauskommen, um in DTL aufgenommen zu werden? Unerlaubter Grenzübertritt? Legal ausreisen lassen sie die sicherlich nicht., Na gut, Russland ist groß da wird es wahrscheinlich Schlupflöcher geben.


Momentan kann jeder aus Russland ausreisen wie er will. Es gibt noch keine Kontrollen, da diese bei einer Teilmobilmachung nicht vorgesehen sind. Greifen erst bei einer Generalmobilmachung.
Außerdem ist da wohl gerade ein großes Durcheinander da niemand so genau weiß, wer denn gezogen wird. All zu viele werden auch nicht abhauen, bestenfalls gut ausgebildete ledige Russen.
Die anderen werden wohl bleiben und plötzlich das beten wieder lernen. Beten das es sie nicht erwischt.

Die Proteste sollen sich zunehmend verstärken.

Nach der von Kremlchef Wladimir Putin angeordneten Teilmobilmachung für Russlands Krieg gegen die Ukraine mehrt sich von offiziellen Stellen die Kritik am Vorgehen des Militärs. Der Chef des Menschenrechtsrats beim russischen Präsidenten, Waleri Fadejew, forderte Verteidigungsminister Sergej Schoigu auf, das "Knüppelsystem" vieler Einberufungsstellen im Land zu beenden. Es bekämen sogar Männer Einberufungsbefehle, die keine Kampferfahrung hätten.In der Region Jakutien in Sibirien räume der Republikchef Aissen Nikolajew ein, dass Fehler gemacht worden seien in den Wehrkreisämtern. Es seien Männer eingezogen worden, die nicht unter die Mobilmachung fielen. In sozialen Netzwerken in Russland berichten Väter kinderreicher Familien, Männer ohne Kampferfahrung und auch ältere und chronisch kranke Reserveoffiziere, dass sie eingezogen worden seien. Nikolajew sagte, dass die Entscheidungen der Militärkommissariate besser überprüft werden müssen. Die Verwunderung und die Kritik in der russischen Gesellschaft sind seit Tagen groß, weil Putin Reservisten mobilisiert, nicht aber die Angehörigen der verschiedenen Sicherheitsstrukturen. Die russische Armee zählt allein etwa eine Million Soldaten.


Die fangen an ihr Maul aufzumachen und das wird Putin gar nicht gefallen, sind sie doch normalerweise an seiner Seite.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Verratnix » 24. September 2022, 17:52

Ich weiß nicht wie die grüne Grenze(n) gesichert sind.

Ich war mal an der Grenze PL- RUS, war bei Braunsberg, polinisch Braniewo. Sichtbar war da nichts. Auf der Seite PL nichts und auch RUS nicht.

Die Frage ist ja was im Bereich 500 m ist. Sensoren, Patrouillien, etc.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon pentium » 24. September 2022, 18:04

augenzeuge hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:..........und noch einmal. Die derzeitige Rechtslage gibt einen Asylgrund für die bloße Einziehung zum Kriegsdienst nicht her und die syrischen Jungchen standen hier ohne Visa auf der Matte und wurden durch das Asylverfahren geschleust.
Jetzt will man den Russen vor Ort erst einmal ein Visum in die Hand drücken um einreisen zu können. Das bedarf allerdings erst einmal einer Änderung des Visavergabeverfahrens. Unterschied verstanden?
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Deine verbale Praline schluck ich aber nicht. Ich versuchs nochmal: [grins]

438 Menschen aus Russland wurden bereits aufgenommen. Der Sprecher des Ministeriums, Maximilian Kall, sagte, die Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für Asylbewerber aus Russland sei bereits im April so geändert worden, „dass im Regelfall die Kriegsdienstverweigerung ein Schutzgrund ist“.
Kennst du jemand, der dagegen klagt, weil die Rechtslage es nicht hergibt? [flash]

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Grüne und SPD wollen russischen Kriegsdienstverweigerern den Asylstatus zuerkennen. Der ukrainische Botschafter ist mit der Idee überhaupt nicht einverstanden.
https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 37020.html

„Wer sich dem Regime von Präsident Wladimir Putin mutig entgegenstellt und deshalb in größte Gefahr begibt, kann in Deutschland wegen politischer Verfolgung Asyl beantragen“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Erteilung von Asyl sei jedoch eine Einzelfallentscheidung, in deren Rahmen auch eine Sicherheitsüberprüfung erfolge.

Die Grünen-Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic sagte der „Rheinischen Post“: „Wer sich als Soldat an dem völkerrechtswidrigen und mörderischen Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine nicht beteiligen möchte und deshalb aus Russland flieht, dem muss in Deutschland Asyl gewährt werden.“ Das zu gewährleisten sei auch ein wichtiges Signal an alle russischen Soldaten, sich nicht instrumentalisieren zu lassen. SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese sagte der Zeitung, allein die verschärften Strafen, die Menschen bei Entzug der Einberufung drohen würden, halte er bereits nach jetziger Rechtslage für ausreichend als Asylgrund.


Mit Blick auf die Diskussion twitterte der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk: „Falscher Ansatz! Sorry. Junge Russen, die nicht in den Krieg ziehen wollen, müssen Putin und sein rassistisches Regime endlich stürzen, anstatt abzuhauen und im Westen Dolce Vita zu genießen.“

...
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon steffen52 » 24. September 2022, 18:04

Super, erst lassen wir die Ukrainer rein und nun noch die Russen welche Angst haben zur Armee eingezogen zu werden. Wer soll das alles noch stemmen, wo kommt die Kohle her um sie alle zu unterstützen??? Aber dazu kommt ja auch noch Ukrainer und Russen stehen sich
gegenüber hier in D. Wird das gut gehen???? Es gibt Stimmen die sagen, auf keinen Fall geht das gut aus..... [denken]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 24. September 2022, 18:08

Hellersdorfer hat geschrieben:Und wie wollen die jungen Deserteure aus RUS rauskommen, um in DTL aufgenommen zu werden? Unerlaubter Grenzübertritt? Legal ausreisen lassen sie die sicherlich nicht., Na gut, Russland ist groß da wird es wahrscheinlich Schlupflöcher geben.


Viele sind bereits in Georgien, der Türkei und Finnland.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 24. September 2022, 18:09

steffen52 hat geschrieben:Super, erst lassen wir die Ukrainer rein und nun noch die Russen welche Angst haben zur Armee eingezogen zu werden. Wer soll das alles noch stemmen, wo kommt die Kohle her um sie alle zu unterstützen??? Aber dazu kommt ja auch noch Ukrainer und Russen stehen sich
gegenüber hier in D. Wird das gut gehen???? Es gibt Stimmen die sagen, auf keinen Fall geht das gut aus..... [denken]
Gruß steffen52


Was sollen die Ukrainer gegen Russen haben, die sich weigern gegen ihr Land in den Krieg zu ziehen?

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 24. September 2022, 18:10

Ari@D187 hat geschrieben:Litauen händelt das so, wie es z.B. Melnyk fordert:
-> Link

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 24. September 2022, 18:11

wo kommt die Kohle her um sie alle zu unterstützen?


Daher:
https://www.sueddeutsche.de/politik/ste ... -1.5461888

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon pentium » 24. September 2022, 18:17

Die USS Kearsarge ist auch wieder Richtung Ostsee unterwegs.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... ee748.html
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Edelknabe » 24. September 2022, 18:29

Was mir einmal so einfiel. Man sollte Kriege bzw. Sonderperationen eigentlich nur noch mit Söldner führen. Denn diese Wagner-Truppe wäre eigentlich das beste Bsp. dafür. Eingeschworen so "Einer steht für den Anderen", dazu ne recht ordentliche Kampfmoral Dank der vielen Kohle, Berufssoldaten halt bzw. ne Art Fremdenlegion die ihr Ding machen wo du die Truppe auch einsetzt.

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