von Beethoven » 7. Juli 2022, 06:11
Wollen wir doch mal ehrlich zu uns selber sein.
Selbst wenn alle westlichen Länder geben würden was sie könnten, ohne sich dabei militärisch selber nackig zu machen, ist es schlechterdings gar nicht möglich, so viele Waffensysteme mit entsprechender Munition für anhaltende Gefechte, mit Treib- und Schmierstoffen nebst entsprechender rückwärtiger Sicherstellung und erst recht nicht (das natürlich durch die Ukraine zu deckeln) die ausgebildeten Soldaten für diese Systeme auf die Beine zu stellen, wie es der ukrainische Präsident verlangt.
Ich weiß nicht, ob das mal einer dem Herrn an der Spitze der Ukraine erklärt oder gesagt hat.
Ich bin persönlich der Meinung, dass der Westen geben soll was er echt entbehren kann. Ob das nun Marder, Leo´s oder Handfeuerwaffen sind usw., sei mal dahin gestellt.
Waffen die der einzelne Soldat bedienen kann wie Schulter gestützte Panzer- oder Fliegerabwehrwaffen, die auch schnell und unkompliziert erneuert werden können, durch westlich Industriestaaten helfen mehr, so sehe ich das, als der SPz "Marder" in kleinen Stückzahlen. Was sind schon 10 Marder? Das ist mal gerade eine Kompanie und die bringt auf dem Gefechtsfeld so gut wie gar nichts, wenn man sich sowieso in der Verteidigung befindet. Sicher, in dem Abschnitt in dem diese handeln werden sie wirkungsvoll eingesetzt werden können. Aber was ist links und rechts daneben?
Um erfolgreich Gegenschläge durchführen zu können, bedarf es Massierungen um Überlegenheit gegenüber dem Gegner zu schaffen. Wie soll das gehen?
Die gegenwärtige Taktik der Russen - zerbomben und dann mit gepanzerten- und infanteristischen Kräften vorrücken - ist das probate und erfolgreiche Mittel der Russen. Die ungeheure militärische Überlegenheit der Russen macht es auf dem Gefechtsfeld fast unmöglich, dass die Ukrainer das noch lange durchhalten können, denke ich.
Erst wenn es in den Kampf um urbanes Gebiet geht wird es auch für die Russen haarig, wenn das ukrainische Volk sich zur Wehr setzt. Aber wollen die Ukrainer und auch wir das, denn die Verluste an Zivilisten wären ungeheuerlich groß? Natürlich auch die Verluste der Angreifer.
Putin in seiner Glorie steckt das weg und das russische Volk klatscht noch Beifall dazu. Es ist nicht zu verstehen.
Ich bin dermaßen enttäuscht vom Volke Puschkins und Dostojewskis, waren es doch für mich Freunde, dass ich es gar nicht beschreiben kann.
Trennung
Ich kann mir gut vorstellen, dass, wenn es so weiter geht, die gegenwärtig ausgesetzte Wehrpflicht in Deutschland, wieder mit Leben erfüllt wird.
Solche Reden wie der "Bartträger" da von sich gibt, sollte man nicht so leicht abtun. Das ist die "Denke", so vermute ich, von vielen Russen und deren Freunden und vor allem von den Glaubenskriegern im großen Land. Und vor Berlin kommt das Baltikum und Polen, also NATO-Staaten und damit der Bündnisfall. Putin könnte sich wirklich entblöden solch einen Schritt in Betracht zu ziehen. Ich traue diesem Hasardeur so langsam alles zu.
Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.