marder hat geschrieben:Was mich auch etwas überrascht ist der Diletantismus mirt dem die russische Armee vorgeht. Man sollte meinen sie meine es nicht wirklich ernst und wollten nur mal schauen.
Die so hochgelobte und angeblich total modernisierte Armee scheint doch nicht so schlagkräftig zu sein wie immer behauptet wird.
Es widerspricht so total einem militärischen Vorgehen und Einsatzes wenn man meint so eine Art Blitzkrieg führen zu können. Dazu gehört in den ersten Stunden eine totale Luftüberlegenheit und damit einhergehen der sehr schnelle Vorstoß mit schnellen gepanzerten Truppen, die allerdings genauso schnell von Infanterie unterstützt wird damit das Gelände auch gesichert werden kann.
Dies schein zumindest bisher nicht so funktioniert zu haben und damit ist genau dieser Effekt nach 5-6 Tagen total verpufft.
Man gibt damit das Heft des Handelns aus der Hand und überlässt damit das agieren dem Verteidiger auf dem man dann nur noch reagieren kann.
Dem stimme ich voll inhaltlich zu, werter Marder.
Militärisch gesehen ist mit Überschreitung der Grenze zwischen Russland und der Ukraine, von Seiten der Russen aus, wohl alles daneben gegangen, was daneben gehen konnte und in meinen Augen ist eine völlig falsche Einschätzung (auf Grundlage der Aufklärung) der tatsächlichen Lage und der Moral der Ukrainer daran schuld, gepaart mit einer völlig ungerechtfertigten Überschätzung der eigenen Möglichkeiten durch die Russen. Diese, wohl als Blitzkrieg angedachte, militärischen Handlungen, gingen vollkommen in die Hose. Und nun haben die Russen den Dreck.
Putin wird ohne "Gesichtsverlust" und vermutlichem Sturz vom Tron, sich aus dieser Lage nicht befreien können. So wird er lieber zum Henker am ukrainischen Volk.
Natürlich weiß ich nicht, was der russische Generalstab dem Verbrecher Putin erzählt hat, auf welche Fakten (die ja wohl keine waren) der Entschluss zur Aggression getroffen wurde.
Gestern hat der ukrainische Präsident vor dem britischen Parlament einen starken Satz geäußert. "Das ukrainische Volk ist die ukrainische Armee."
Wenn Putin diesen Satz auch gehört hat und davon kann man wohl ausgehen und vor allem verstanden hat, kann Putin sich entweder nur zurück ziehen oder die totale Vernichtung des ukrainischen Volkers in Kauf nehmen. Das wird ihm die Welt nie verzeihen, wenn es denn überhaupt etwas zum Verzeihen gibt.
Er hat Russland so schon moralisch, diplomatisch, ökonomisch und politisch, für Jahrzehnte ins völlige Abseits gedrängt.
Kaum ein Mensch auf dieser Welt wird von den Russen noch ein "Stück Brot" annehmen.
Und wenn es wirklich gelingt, sich vom russischen Erdöl und Gas zu befreien, stehen dem russischen Volk schwere Jahre bevor. Und wofür?
Es wird kein "Großrussland" ala der 80-er Jahre mehr geben, sondern nur noch einen Verbrecherstaat.
Von der dauerhaften Befriedung der Ukraine brauchen wir da gar nicht reden. Es wird nicht gelingen.
Trennung
Vor der Küste der "Heldenstadt Odessa" liegen russische Kampf- und Landungsschiffe. Also eine Situation wie in den ersten zwei Dekaden des Februars d.J., nur eben zu Wasser.
Auch hier wünschte ich, dass diese nicht losgelassen werden aber man muss ehrlich gesagt damit rechnen. Worauf die Russen da im Augenblick noch warten, weiß ich nicht.
Jedoch rechne ich mit einer operativen Seelandung und man kann nur hoffen, dass sich die Ukrainer auf die Abwehr dieser Seelandung ordentlich vorbereitet haben. Eine Seelandungsabwehrschlacht, ist allemal Erfolg versprechender, selbst nach stunden - oder tagelangen Bombardements durch Schiffsartillerie, Schlägen aus der Luft und Raketenschläge, als ein Bodenangriff.
Aus gut getarnten Stellungen heraus unter Ausnutzung von bereits erstellten aktiven und passive Hindernissen, mit hoher Manövertätigkeit der Verteidiger (Wechsel- und Scheinstellungen, Rochadebewegung, Heranführung von Reserven aus der Tiefe usw.) kann dem Gegner noch bei Annäherung auf dem Wasser, große Verluste zugefügt werden, die das Seelandegefecht, für Ukrainer durchaus sieghaft gestalten können.
Wenn die Türken den Bosporus für russische Schiffe sperren würden, wäre auch eine Verstärkung der Seelandekräfte nicht oder nur schwer möglich. Ob das international möglich ist kann ich nicht einschätzen.
Trennung
Ich bin in diesem Forum, wie alle wissen, kein Fan von HPA.
Aber wenn er wirklich in die Ukraine fuhr um dort Hilfe hin zu bringen, fordert mir das Respekt ab.
Freundlichst








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Was für ein Typ, wie kann man so einen Honk überhaupt interviewen?