Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Edelknabe » 3. Dezember 2011, 19:27

Jetzt geht mir doch ein volles Adventslicht auf. Die hübsche kleine Kindergärtnerin ist es denn meine kleine Enkelin kennt schon die Farbe Braun. Immer wieder will sie nur braun malen, das raffinierte Luder und ich kann ihr mein Lieblingsrot hinlegen, sie ignoriert es einfach.
Also ich muss doch gleich zum nächsten Elternabend persönlich...nicht das noch..also nein und wie kommt die überhaupt zu ihrem achtundachtzigstem Zertifikat vom Zertifikat?
Und lasst mal die Katze im Sack mit den rechten Bräuten. Mir ist sowieso schon schleierhaft, wie der impulsive Kumpel vom Mundlos so lange seinen Mund halten konnte, obwohl er als unberechenbar beschrieben wurde? Völlig unlogisch meine ich.
An der Sache ist so viel faul, das stinkt schlimmer wie toter Fisch.

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon vs1400 » 3. Dezember 2011, 21:18

ich hab da mal etwas gestöbert und ein thema des spiegels aus 1980 gefunden ...
... Die Internationale der Rechtsextremen und Neonazis in den europäischen Staaten ... lautete damals das thema.
danach fand ich diesen artikel im focus ...
... Die große Mutter der kleinen Nazis ... und kurz nach diesem artikel, fand ich einen aus jena ... Nein, ZDF: Jena ist keine gefährliche Nazi-Stadt ... nachdem ich fertig war mit lesen dachte ich mir es hier auch so zeigen zu müssen.

gruß vs ... es ist ein altes deutsches problem.
vs1400
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 11. Dezember 2011, 09:39

Und noch eine Festnahme:

Neonazi-Terror
Polizei nimmt Unterstützer der Zwickauer Zelle fest

Der Zugriff erfolgte am frühen Sonntagmorgen. Die Polizei in Sachsen hat einen weiteren mutmaßlichen Unterstützer der Zwickauer Zelle festgenommen. Der Mann soll dem Neonazi-Trio Wohnungen besorgt haben.
Info

Hamburg - Im Zusammenhang mit der Zwickauer Terrorzelle hat es eine weitere Festnahme gegeben. Die Bundesanwaltschaft teilte am Sonntag mit, dass sie Matthias D. an seinem Wohnort im Erzgebirge festnehmen ließ. Es habe bereits seit dem 8. Dezember ein Haftbefehl gegen den 36-Jährigen vorgelegen. Zudem durchsuchten Beamte des Bundeskriminalamts drei Wohnungen im Landkreis Erzgebirge. Darunter die von D. und die einer weiteren möglichen Unterstützerin.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 01,00.html
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon vs1400 » 11. Dezember 2011, 23:33

offen gesagt schämt man sich ja fast für deutschland.

gibt es ein für und wider bezüglich eines verbotes der npd?

ein für, sie hätten keine gelder mehr. was noch?

gruß vs
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon S51 » 12. Dezember 2011, 18:58

Dagegen:
- Bis jetzt war es so, dass zahlreiche Verbände und Gruppen für ihre Aktionen gegen die Braunen Geld erhielten. Das die Politik schon zwangsweise gegen deren Aufmärsche Position bezog und beziehen musste. Weil sie diesen politischen Konkurrenzkampf sonst schon dadurch hätten verlieren können. Wenn diese Organisationen verboten werden, dann sehe ich die Gefahr, dass diese Aktionen eingestellt und an Polizei und Gerichte delegiert werden. Das diese Mittel versiegen. Dass es für die Opfer keine Unterstützung mehr gibt, weil man dies an unsere superschnellen Gerichte delegieren wird. Die dann meist nichts tun können, weil dieser Klüngel eh kein Geld für Schadenersatz hat.
- Verbotenes reizt Jugendliche um so mehr. Sowohl nach links wie eben nach rechts. Die werden sich dann im Untergrund organisieren und im Endergebnis haben wir dann nicht nur diese eine NSU-Zelle sondern vielleicht viele, viele...
Man hat noch nie Verbotenes verhindern können, indem man es noch mal verboten hat. Augenschließen ist jedoch natürlich bequem, ja, stimmt schon.
S51
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Sirius » 16. Dezember 2011, 00:07

Geburt des Rechtsextremismus im Stasi-Elternhaus

Von wegen Antifa: Die DDR ignorierte ihre rechtsradikale Szene nicht nur viel zu lange – in Stasi-Familien gedieh der braune Sumpf besonders gut.

Im Jahr 1980 verfassten einige Stasi-Offiziere der für die Überwachung der Jugend zuständigen Hauptabteilung XX/2 eine interessante Analyse. Auf 27 Seiten setzten sie sich mit der „politisch-operativen Lage unter jugendlichen Personenkreisen in der DDR“ auseinander. Ganze 15 Zeilen widmeten sie einem, für sie zu diesem Zeitpunkt offensichtlich noch nebensächlichen Problem.

In einigen Bezirken der DDR gäbe es mit steigender Tendenz Hinweise auf die „Verherrlichung faschistischen Gedankengutes“ durch Jugendliche. Dies äußere sich in Anschmieren faschistischer Symbole in der Öffentlichkeit, in Schulheften und auf Schulbänken. Faschistische Lieder würden gesungen und der Hitlergruß gezeigt.

Zu Führers Geburtstag am 20. April fänden Feiern statt und man rede sich gegenseitig mit faschistischen Dienstgraden an. Einige in dieser Weise negative jugendliche Zusammenschlüsse, darunter zwei Wehrsportgruppen, seien im Jahr 1980 zerschlagen worden.

An neofaschistischen Vorfällen beteiligten sich hauptsächlich Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren. In der vorliegenden Analyse, wie auch im sonstigen MfS-Schriftgut wurde der Begriff „Nationalsozialismus“ möglichst vermieden, diente das Ministerium als „Schild und Schwert“ doch ebenfalls einer sozialistischen Partei, der sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).

Punker sind gefährlich

Unverhältnismäßig mehr Aufmerksamkeit widmete die Stasi Anfang der achtziger Jahre einer, ihrer Meinung nach, weitaus radikaleren Form von Jugendprotest. Konsequenter als die "Tramper" der siebziger Jahre verweigerten sich nun die Punks dem allumfassenden Zugriff von Partei und Staat.

Es ist auffällig, dass in den Monatsberichten, Arbeitsplänen und Analysen der Hauptabteilung XX bis 1987 fast ausschließlich die eher linksgerichteten Punks im Visier waren. So verfasste der Vertreter des Stasi- Ministers Mielke, Generalleutnant Rudi Mittig, noch am 7.Juli 1986 eine ausführliche Information für die Leiter aller Stasi-Diensteinheiten über die Gesellschaftsgefährlichkeit der Punker.


Besonders bedrohlich erschienen dem Stellvertreter offensichtlich die „illegalen Punkmusikgruppen“, deren Auftritte in Kirchen und kirchlichen Räumen möglichst zu verhindern seien. In einer Art Fehleinschätzung ging Mittig sogar so weit, den Punkbands faschistische Tendenzen zu unterstellen. Das rechtsradikale Potenzial dagegen nahm das MfS bis 1987 in zahlreichen Analysen und Berichten oft lediglich als „negativen Anhang von Fußballklubs“ war.
(...)
Die netten Jungs von nebenan

Eine mögliche Antwort gibt eine Anweisung Generaloberst Mittigs an die Bezirksverwaltungen des MfS vom 2. Februar 1988. Dort beschrieb er zunächst das äußere Erscheinungsbild der Skinheads (Glatze, Bomberjacke, Röhrenjeans, Springerstiefel). Allerdings seien diese Gegenstände schwierig zu beschaffen, weshalb „in vielen Fällen solche Jugendliche im Arbeits- bzw. Bildungsbereich ein ganz normales, sportliches Äußeres aufweisen.“

Des Weiteren lieferte Mittig eine Einschätzung der Ideologie der Skinheads. Dort stellte er unter anderem fest: „Die überwiegende Mehrheit der Skinheads geht einer Arbeit nach. Im Gegensatz zu anderen negativ-dekadenten Jugendlichen zeigen sie zum Teil gute Arbeitsleistungen, Arbeitsdisziplin und werden in den Arbeitskollektiven anerkannt, ohne das diese über ihre Freizeitaktivitäten informiert sind.“

Wichtiger noch scheint Mittigs folgende Feststellung: „Die überwiegende Mehrheit der Skinheads steht dem Wehrdienst nicht ablehnend gegenüber. Es wird von ihnen die Auffassung vertreten, dass militärische Ausbildung zum ‚Deutschtum’ gehöre. Andere negativ-dekadente Jugendliche, wie Punker, werden von Skinheads missachtet und teilweise gehasst.“

Hier entsteht ein Bild von ordentlichen Jungs, die im Gegensatz zu den faulen und dreckigen Punks arbeitseifrig und wehrwillig sind und die dann eben auch mal über die Stränge schlagen: „Der Besuch von Disco- und Fußballveranstaltungen ist häufig mit übermäßigem Alkoholgenuss verbunden, in dessen Ergebnis es zu rowdyhaften Ausschreitungen und neofaschistischen Äußerungen durch die Skinheads kommt.“

Die imperialistische BRD ist schuld

Offiziell verkündete die SED-Propaganda in jenen Jahren jedoch unbeirrt „in der DDR herrsche ein wohltuende Atmosphäre von Disziplin, Ordnung. Sicherheit und Geborgenheit.“ In dieser Gesellschaft gehörten ein ordentliches Outfit, Arbeitsdisziplin und Wehrwille zu den schätzenswerten Eigenschaften.


Zwar seien dem MfS beispielsweise Skins aus MfS-Familien als IM-Kandidaten angeboten worden, doch man könne es nicht verantworten, einen Jungen aus gutem Elternhaus in diese Gruppen zu schicken. Auch Oberst Kuschel machte sich keinerlei Gedanken darüber, wieso ausgerechnet Kinder von MfS-Mitarbeitern anfällig für neonazistisches Gedankengut waren.

Diese Frage blendete er aus. Auch wie viele dieser „Stasi-Skins“ es gegeben hat und ob jemals von den MfS-Eltern etwas gegen die Nazi-Gesinnung ihrer Sprösslinge unternommen wurde, erfahren wir leider nicht.

hier weiterlesen:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... nhaus.html


Es war wohl das äußere provokative Erscheinungsbild von Punks, sowie die negativen Bewertungen in Bezug auf Arbeitsleistungen, Arbeitsdisziplin und der Einstellung zum Wehrdienst durch das Mfs, weshalb das MfS bei diesen eine größere "Gesellschaftsgefährlichkeit" sah als bei den Skinheads.

Der Artikel geht zwar ausführlich auf die Einschätzung des MfS zur Jugend ein, aber auf das Thema der Schlagzeile wird nur unzureichend eingegangen.
Sirius
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Nonkonform » 16. Dezember 2011, 12:04

Wir stecken schon soweit im brauen Sumpf,daß uns der Blick für die anderen realen Gefahren aus der schönen bunten Welt nicht mehr wahrgenommen werden können oder sollen.
Mit dem zweiten Auge sieht man besser,auch wenn Blendgranten aus allen Richungen geworfen werden. [wink]

NK
Nonkonform
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 16. Dezember 2011, 16:30

Es wird immer interessanter.


Zwickauer Zelle
Wohlleben und Verteidiger haben gemeinsame Vergangenheit

Bei den Neonazi-Morden gibt es offenbar eine bisher unbekannte Verbindung zwischen dem inhaftierten Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben und dessen Anwältin: Sie arbeitet in derselben Kanzlei wie der Sänger einer Band, mit deren Musik Bekennervideos unterlegt sind.
Info

Hamburg - Es geht um die Band "Noie Werte": Deren Musik wurde für zwei Vorläufervideos des Bekennerfilms von 2007 verwendet, die vor kurzem rekonstruiert werden konnten. Sänger der im Dezember 2010 aufgelösten Band war Steffen Hammer. Der Rechtsanwalt arbeitet laut einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" in derselben Kanzlei wie die Verteidigerin von Ralf Wohlleben, Nicole Schneiders.

Schneiders war 2002 und 2003 Mitglied im Vorstand des NPD-Kreisverbands Jena gewesen, dessen Vorsitzender Wohlleben war. Wohlleben wird Beihilfe zu sechs NSU-Morden vorgeworfen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ... 87,00.html
Interessierter
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon vs1400 » 16. Dezember 2011, 23:35

Nonkonform hat geschrieben:Wir stecken schon soweit im brauen Sumpf,daß uns der Blick für die anderen realen Gefahren aus der schönen bunten Welt nicht mehr wahrgenommen werden können oder sollen.
Mit dem zweiten Auge sieht man besser,auch wenn Blendgranten aus allen Richungen geworfen werden. [wink]

NK


hi Nk,

diese gedanken hab ich schon nen zeit.

gruß vs ( ... ich hab da mal was geändert ... [rose])
vs1400
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon karl143 » 19. Dezember 2011, 23:25

Mittlerweile kommen Erkenntnisse an die Oberfläche, das der Verfassungsschutz die Arbeit der Polizei bewußt gestört, bzw. verhindert hat. Da ist jetzt die Landesregierung gefragt. Die Partei, die zu dieser Zeit die Verantwortung trug, ist ja heute auch noch in Regierungsverantwortung. Da bin ich aber gespannt, was jetzt getan wird.
karl143
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon S51 » 19. Dezember 2011, 23:48

So lange es nicht analog gladio damals endet geht´s ja noch. Noch!
S51
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 24. Dezember 2011, 15:28

Tausende demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch

In Bielefeld sind an Heiligabend mehr als 6000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen einen Aufmarsch von
Rechtsextremisten zu protestieren. Vereinzelt kam es zu Zusammenstößen zwischen beiden Gruppen.


Bielefeld - Ein breites Bündnis aus Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Vereinen und Gruppierungen hatte zu Protesten aufgerufen: Etwa 6500 Bürger sind in Bielefeld gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten auf die Straße gegangen. Die Zahl der Demonstranten lag damit fast um das Hundertfache über der Zahl der Rechten. Obwohl die Polizei am Samstag mit mehreren Hundertschaften im Einsatz war, konnte sie vereinzelte Zusammenstöße der beiden Gruppen nicht verhindern.

Wie ein Polizeisprecher sagte, warfen linke Demonstranten von einer Eisenbahnbrücke Steine auf die Gruppe der knapp 70 Neonazis. Verletzte habe es nicht gegeben. Vermummte Autonome hätten überdies versucht, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Die Beamten hätten dies jedoch mithilfe von Reizgas und unter Einsatz ihrer Schlagstöcken verhindert. Ein Demonstrant aus dem linken Lager sei verhaftet worden.

Der behördlich genehmigte Aufmarsch der Rechten führt auf einer Länge von etwa einem Kilometer durch ein Arbeiterviertel der Stadt. Im August hatten Demonstranten bereits einen ähnlichen Aufmarsch blockiert.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 18,00.html
Interessierter
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon vs1400 » 24. Dezember 2011, 22:04

ich stelle zur zeit alles in frage, was öffentliche nachrichten betrifft. [mad]
hier die letzten zum trio.

gruß vs
vs1400
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon S51 » 26. Dezember 2011, 08:15

Man tötet jemanden um an eine registrierte Waffe für den Eigengebrauch zu kommen? Wie schlau wäre das denn? Da muss man die Öffentlichkeit schon für reichlich unterbelichtet halten.
Wann immer mit dieser Waffe irgendwo geschossen worden wäre, hätte sich der Tatbezug zu diesem Mord nachvollziehen lassen. Wo immer diese Waffe gefunden worden wäre, wäre damit ein Bezug zu diesem Mord gegeben! Das sind sogenannte schmutzige Waffen. Noch dazu Waffen, die auf Grund technischer Merkmale einwandfrei der Behörde zuzuordnen gewesen wären. Nur Blödis verwenden so etwas und es zu behalten läßt ebenfalls Zweifel an der Intelligenzleistung aufkommen.
Freilich war die Bezeichnung "Beziehungstat" vorher genauso schlau. Für eine Beziehungstat braucht es vorher eine persönliche, geschäftliche oder sonstige direkte Beziehung zwischen Täter und Opfer wobei eben die Beziehung dann einen Bezug zum Tatmotiv hätte. Nur einfach kennen reicht da nicht. Ist allenfalls Rufmord.
Die junge Frau und ihr Kollege haben wohl irgendwas oder wen vielleicht mit wem gesehen, den sie hätten wieder erkennen können. Deswegen vermutlich die Tat. Jedoch eher keine Beziehungstat und die Waffen wird den Tätern eben wegen den Tatumständen einfach nur keiner mehr abgenommen haben.
Solche Meldungen sollen wohl eher den Unsinn wieder gut machen, den vorherige Mißmeldungen verursacht haben aber Informationen im wörtlichen Sinne enthalten sie eher nicht. Das ist auch kein Wunder, die Ermittlungen sind ja noch am Laufen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man statt dessen nicht "Eiern" schreiben kann.
S51
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Merkur » 26. Dezember 2011, 09:36

[quote="S51"]Man tötet jemanden um an eine registrierte Waffe für den Eigengebrauch zu kommen? Wie schlau wäre das denn? quote]

Das frage ich mich auch. Der ganze Vorgang ist so ein typischer Fall, wo es mir derzeit äußerst schwer fällt, überhaupt irgendetwas von dem zu glauben, was uns präsentiert wird.
Da aber alles rechtsstaatlich und parlamentarisch kontrolliert ist, sehe ich der am Ende präsentierten Klärung der Ereignisse mit großem Vertrauen entgegen. [laugh]
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
Merkur
 
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon S51 » 26. Dezember 2011, 12:03

Merkur hat geschrieben:...Da aber alles rechtsstaatlich und parlamentarisch kontrolliert ist, sehe ich der am Ende präsentierten Klärung der Ereignisse mit großem Vertrauen entgegen. [laugh]


Jawoll!!! Ganz laut, dann sieht man wenigstens das ... nicht.
So, wie es gegenwärtig läuft, erinnert es freilich eher an eine straff gezurrte Decke. Schön groß und dicht.
S51
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Affi976 » 30. Dezember 2011, 18:45

Was sagt man dazu?????
VG Affi

(Quelle: t-online.de/Ostthüringer Zeitung, 21. Februar 1998 mit Fotos vom LKA Thüringen)


Anwalt erreicht Hafterleichterung für Beate Zschäpe

30.12.2011, 17:25 Uhr

Keine Dauerbeleuchtung mehr für Beate Zschäpe (Quelle: dapd)


Die in einem Kölner Gefängnis einsitzende mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe soll Hafterleichterung bekommen. Künftig soll das Licht in Zschäpes Zelle nicht mehr dauernd brennen, berichtete der Sender MDR Thüringen unter Berufung auf ihren Anwalt Wolfgang Heer.

Bisher sei das Licht angeschaltet geblieben, da Zschäpe als selbstmordgefährdet gegolten habe. Diese Gefahr sehe er nicht, sagte Heer dem Sender. Zschäpe habe zuletzt mit der Dauerbeleuchtung "zu kämpfen" gehabt. Außerdem sei sie "massiv in ihrer Intimsphäre betroffen", da sie sich nicht unbeobachtet habe waschen oder zur Toilette gehen können.
Mehr zum Thema

Anwalt fordert Freiheit für Zschäpe
Fehlen die Beweise für eine Mordanklage gegen Zschäpe?
Ermittler finden neue Videos der Zwickauer Terrorzelle
Festnahme: Matthias D. soll Terrorzelle geholfen haben
Weitere Unterstützer des Nazi-Trios entdeckt

Seit 13. November in Untersuchungshaft

Zschäpe sitzt seit dem 13. November in Untersuchungshaft. Sie soll zusammen mit ihren Zwickauer Mitbewohnern Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) gegründet haben. Der rechtsextremen Zelle werden unter anderem zehn Morde zur Last gelegt.

Mundlos und Böhnhardt starben nach einem Banküberfall in Eisenach, als sich Polizisten ihrem Wohnmobil näherten. Nach den bisherigen Ermittlungen hatten sie noch versucht, mit einer Maschinenpistole auf die Beamten zu schießen. Nachdem die Waffe versagte, habe Mundlos Böhnhardt getötet, das Wohnmobil in Brand gesetzt und sich dann selbst erschossen.

Zschäpe legte etwa drei Stunden später Feuer in der Zwickauer Wohnung, die daraufhin in die Luft flog. Einige Tage später stellte sie sich der Polizei und schweigt seitdem. Ihr Anwalt legte inzwischen Haftbeschwerde ein. Nach den ihm bisher vorliegenden Akten lasse sich ein Terrorverdacht gegen Zschäpe nicht begründen.
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon vs1400 » 31. Dezember 2011, 00:15

hi Affi,

was soll man dazu sagen.
als bürger fühle ich mich etwas verarscht, bezüglich der information.

im radio hörte ich bereits das sie entlassen werden soll, da ihr eine direkte verbindung zur nsu nicht nachgewiesen werden kann.

gruß vs ... ein eher trauriges thema.
vs1400
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Sirius » 31. Dezember 2011, 07:32

vs1400 hat geschrieben:hi Affi,

was soll man dazu sagen.
als bürger fühle ich mich etwas verarscht, bezüglich der information.

im radio hörte ich bereits das sie entlassen werden soll, da ihr eine direkte verbindung zur nsu nicht nachgewiesen werden kann.

gruß vs ... ein eher trauriges thema.


Ich sehe es wie einige andere hier - das an der Sache etwas "faul" ist, dass wir nicht alles erfahren sollen. Vielleicht war sie eine MA des.............? [shocked] Zwei die Selbstmord begehen wollen, machen noch vorher einen Banküberfall? Klingt nicht sehr glaubwürdig. Hier noch einmal Meldungen, die mehr als stutzig machen:

Agent soll bei Morden in Tatortnähe gewesen sein

Welche Rolle spielt der hessische Verfassungsschutz? Einem Bewegungsprofil zufolge war ein Geheimdienst-Beamter bei sechs Morden in Tatortnähe.

http://www.welt.de/politik/article13717 ... -sein.html


Waren Verfassungsschützer Zeuge beim Mord an Michèle Kiesewetter?

Unterlagen des US-Militärgeheimdienstes legen den Verdacht nahe, dass Verfassungsschützer in der Nähe waren, als in Heilbronn eine Polizistin mutmaßlich von der Zwickauer Neonazi-Bande ermordet wurde.

Laut des Protokolls observierte am 25.April 2007 eine Spezialeinheit des US-Militärgeheimdienstes DIA, das "SIT Stuttgart" (Special Investigation Team) zwei Personen, die in einer Bank in der Innenstadt von Heilbronn "2,3 Mil. EURO(S)" einzahlten ("DEPOSITED"). An der Observation sollen laut US-Bericht auch zwei Verfassungsschützer aus Baden-Württemberg oder Bayern ("LfV BW OR BAVARIA") beteiligt gewesen sein.

Nach Verlassen der Bank fuhren die beiden Zielpersonen zur Theresienwiese. Dort wurde die Observation abgebrochen wegen eines "Zwischenfalls mit Schusswaffen", in den laut Protokoll auch ein Beamter aus Baden-Württemberg verwickelt war.
(...)

Bei den Observierten handelte es sich um Mevlüt K. und einen nicht näher identifizierten Begleiter. Der Deutschtürke K. stammt aus Ludwigshafen und hatte nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes 2007 Kontakt zu der islamistischen "Sauerland-Gruppe", die Terror-Anschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland plante. Mevlüt K. beschaffte den Terroristen 26 Zünder für die geplanten Bomben.

http://www.stern.de/politik/deutschland ... 57092.html
Sirius
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 1. Januar 2012, 17:30

Ein guter, auch sehr langer Artikel, der mit Vorurteilen, welche wie eine neue Mauer, die zwanzig Jahre nach der Einheit wieder hochgezogen wird, aufräumt.
Eine Mauer, hinter der sich die Westdeutschen verstecken können, die Ostdeutschen aber nicht verstecken dürfen. Man sollte ihn gelesen haben....als Ossi und Wessi.
AZ
http://www.fr-online.de/panorama/rechts ... tem,0.html
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Edelknabe » 1. Januar 2012, 19:09

Ein guter Link Jörg. Ich glaube fast, die Kluft Ost West stirbt erst mit der Generation, das wurde hier aber auch schon so ähnlich schon öfters geschrieben. Meine Enkelin (4 Jahre jung), also ihre Generation könnte es packen wenn bis dahin nicht das System wieder wechselt bzw. das Heutige den Geist aufgibt.
Aber Letzteres glaube ich nicht ernsthaft, weil das Kapital zäh und extrem wandelbar ist,so ähnlich wie ein glitschiger kalter Fisch der dir immer wieder durch die Finger schlüpft.Das Volk (welches Volk eigentlich) bleibt da nur Nebendarsteller.

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 22. Januar 2012, 13:08

Ex-DDR-Außenminister Meckel beklagt Defizite in der Aufarbeitung von Rechtsextremismus in der Ex-DDR:

In der Ex-DDR habe es einen, Zitat.: "Humus von Orientierungslosigkeit und Fremdenfeindlichkeit gegeben", weil die Geschichte des Nationalsozialismus in der DDR nie aufgearbeitet worden sei.

Klare Worte.
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon nightfire64 » 22. Januar 2012, 13:24

Verstehe ich aber nicht so richtig!
In der Schule hatten wir es doch, als es um Thälmann sein Leben ging wo ja auch Luxemburg und Liebknecht mit rein spielten, obwohl das vorher war!
Auch zu Hause, meine Mutti (Kriegskind) und auch wenn meine Oma da war, also ich habe immer gefragt und sie mussten erzählen, was damals so abging.
Aber wie gesagt, auch in der Schule, jedenfalls an der 25. POS und da ja der Unterricht gleich war, denke ich mal auch an anderen Schulen.

VG Kerstin
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Edelknabe » 22. Januar 2012, 16:52

Wo war der Herr Meckel gleich noch mal Ex-Außenminister? In der DDR? Ich muss doch irgendwie in einem anderen Land gelebt haben.Oder war der Kerl Diplomat und immer außer Landes, das könnte natürlich auch sein, das er dadurch grobe Erinnerungslücken hat?

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 22. Januar 2012, 17:25

@RMR,

Herr Markus Meckel war Bürgerbewegt und diese Legimitation reicht doch wohl um in einer demokratischen Reste DDR Außenminister zu werden.

Bemerkenswerte Aktivitäten in den letzten Jahren war nur sein Nachbarschaftsstreit in dem Ort wo er sein Wochenendhaus hat....
Nach erfolgten Zwischenlagerungen bei der Enquête-Kommission Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland und danach bei der Enquete-Kommission Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit hat er seine Bestimmung bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unter Aufsicht von Rainer Eppelmann gefunden.

Gruß
Nostalgiker
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 22. Januar 2012, 17:26

Vielleicht war es ja auch je nach Jahrgang sehr unterschiedlich. Wenn ich mich an meine Schulzeit in den 50er Jahren erinnere, wurde uns über den Nationalsozialismus so gut wie gar nichts gelehrt. Allerdings auch keine Lobhudelei über unser neues System und auch keine Hetze gegen die DDR.

[hallo]
Interessierter
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 22. Januar 2012, 17:52

Interessierter hat geschrieben:Vielleicht war es ja auch je nach Jahrgang sehr unterschiedlich. Wenn ich mich an meine Schulzeit in den 50er Jahren erinnere, wurde uns über den Nationalsozialismus so gut wie gar nichts gelehrt. Allerdings auch keine Lobhudelei über unser neues System und auch keine Hetze gegen die DDR.

[hallo]


Was letzteres betrifft, hieß das nicht in den 50er Jahren Ostzone oder Sowjetzone aus Bundesdeutscher Sicht?
In den 60ern hatte man sich bereits zu Mitteldeutschland durchgerungen und die Gebiete östlich der Oder/Neiße waren die "Gebiete unter polnischer Verwaltung", der Ostteil von Ostpreussen natürlich unter "sowjetischer Verwaltung". Auch auf der Wetterkarte war bis Ende der 60er,Anfang der 70er Deutschland in den Grenzen von 1937 dargestellt.....

Gruß
Nostalgiker
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Edelknabe » 22. Januar 2012, 18:02

Das schrieb ja schon Frau Viett Interessierter in ihrer Biographie, das man im Westdeutschland der 50er Jahre völlig den Nationalsozialismus für die Kinderseele vergessen hatte. Und nicht nur sie, nein auch die Marion Lesser in der schönen Geschichte "Verrat", ich glaube die steht im Buchenwaldfred oder unter "Geschichten eines Gastes"?

Mal unter uns Interessierter, ich meine ernsthaft, es gab keinen Staat der Erde, der sich so konsequent der Aufarbeitung der Nazizeit verschrieben hatte, also bis zum Erbrechen das Thema bemühte, auch in der Literatur um das einmal so auszudrücken und meine Bücherregale sind voll davon mit wirklich nicht nur ideologisch eingefärbten Kram sondern richtig guten Dokumenten, was die Nazis so in ihren 12 Jahren Tausendjähriges Reich vom Leder zogen. Und logisch, das da auch mal Etwas weggelassen wurde wie eben in der großen Politik überall.

Und jetzt kommt doch der bürgerbewegte Meckel und....begreife ich nicht, begreife ich ernsthaft nicht da von "Defiziten" zu reden, von Humus von Orientierungslosigkeit und solchem Quatsch.
War ich orientierungslos? In dieser DDR da? Also ich weiß nicht so Recht, zumal ich immer mit offenen Augen durch die Gegend rannte so wie Millionen Andere ebenfalls.

Wir haben wohl auch die Vertragsarbeiter nicht gesehen, obwohl die immer so tolle Feten in ihren Wohnheimen feierten, allen voran die Kubaner mit den vielen deutschen Mädchen und neidisch war ich da bestimmt nicht weil es eben genug ostdeutsche Mädels gab, als das da Fremdenhass entstehen konnte.

Vertehe ich nicht, verstehe ich echt nicht was der Meckel da meint?

Rainer-Maria und die "Zone", die Sicht auf die Ostzone vom Westen aus Nostalgiker ist auch ein Extrathema wert, wirklich wert. Der verächtliche Begriff sollte schon gar keine Würde oder Anerkennung für diese kleine DDR aufkommen lassen, der war schon mit voller Absicht Jahrzehntelang gewählt worden.
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon karl143 » 22. Januar 2012, 18:04

Was in dieser Aufzählung noch fehlt - und man stellte Weihnachten noch Kerzen in die Fenster [flash]
Was für eine wahnsinnige Hetze !
karl143
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 22. Januar 2012, 18:14

Die Darstellung Deutschlands in den Grenzen von 1937, mit den von mir bereits genannten Zusätzen, kann auch als völlige Verleugnung der Nachkriegsrealität in Europa und dem Ziel Bundesdeutscher Politik gesehen werden.
Hetze????? Nie und nimmer!

Kerzen im Fenster um den Brüdern und Schwestern den Weg heim ins Reich zu leuchten? Nein, so ist das nicht zu sehen.
War mehr ein netter Gruß zur Weihnachtszeit über die Grenze und immer im Kopf der Hintergedanke; ein Glück, über diese Grenze kommen sie so leicht nicht rüber..... [laugh]

Gruß
Nostalgiker
Nostalgiker
 

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