
Was wird hier gespielt ? Da kommen mir schon ganz andere Gedanken in den Sinn.
Interessierter hat geschrieben: Beim Anschlag auf die Disco " La Belle " hätte die DDR die Toten und Verletzten verhindern können, aber man behielt sein Wissen über den bevorstehenden Anschlag schön für sich.
Wie war das noch mit den " Steinen " und dem " Glashaus " ?
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Interessierter hat geschrieben:Die Amerikaner habe ich in meinem Beitrag nicht erwähnt, ich bitte Dich das zur Kenntnis zu nehmen.
Buscho hat geschrieben: Ein Verbot wäre wie blinde Kuh , man könnte sie nicht mehr sehen , das wäre wie das Licht ausschalten .
Wenn Du bestreiten möchtest, daß das MfS die Behörden in Berlin hätte warnen können, dann äußere Dich dazu. So wird " ein Schuh " daraus.
Nur das sagt mein Beitrag aus.
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Merkur hat geschrieben:Interessierter hat geschrieben: Beim Anschlag auf die Disco " La Belle " hätte die DDR die Toten und Verletzten verhindern können, aber man behielt sein Wissen über den bevorstehenden Anschlag schön für sich.
Wie war das noch mit den " Steinen " und dem " Glashaus " ?
Wenn Du @Interessierter hier eine solche Aussage triffst, kannst Du mir sicher zwei Fragen beantworten.
1. Wie sah das angeblich konkrete Wissen des MfS insbesondere zu Zeit und Ort des Anschlages denn aus ?
2. Welches konkrete Wissen behielt das MfS für sich, welches die Amerikaner nicht auch hatten ?
Danke.

Merkur hat geschrieben:AZ & Co,
eine Frage interessiert mich in diesem Zusammenhang. Da Thema Zersetzungsmaßnahmen ist ja des öfteren diskutiert worden. Mich würde interessieren, wie Zersetzungsmaßnahmen gegen die braune Szene hier gesehen werden. Also, wie steht man zu Maßnahmen, die diese Gruppen in ihrem Zusammenhalt schwächen und im optimalen Fall auflösen, beispielsweise der zielgerichteten Verbreitung von Gerüchten über bestimmte Personen ?

Sirius hat geschrieben:Das Thema wird von den Medien kurzzeitig hochgepusht, wie zu den RAF-Zeiten. In ein paar Wochen ist das Thema wieder vergessen und die nächste S*u wird durchs Dorf getrieben. Rechtsextremisten und Linksextremisten/Autonome sind genauso wenig eine Gefahr, dass sie den Staat übernehmen, wie seinerzeit die RAF. ...Es gibt große Probleme in diesem Land und wenn die nicht gelöst werden, dann wird es erst eine politische Radikalisierung größerer Bevölkerungsteile geben.
Merkur hat geschrieben:... Da Thema Zersetzungsmaßnahmen ist ja des öfteren diskutiert worden. Mich würde interessieren, wie Zersetzungsmaßnahmen gegen die braune Szene hier gesehen werden. Also, wie steht man zu Maßnahmen, die diese Gruppen in ihrem Zusammenhalt schwächen und im optimalen Fall auflösen, beispielsweise der zielgerichteten Verbreitung von Gerüchten über bestimmte Personen ?
S51 hat geschrieben:Für eine politische Radikalisierung der Bevölkerung sehe ich keine Basis. Mensch, Leute, das war eine kleine Gruppe von Tätern und deren Helfern. Mehr nicht.
S51 hat geschrieben:[quote="augenzeuge]..wo MfS Oberst Frank Wiegand, der damalige Leiter in der Arbeitsgruppe Ausländer in der HA II, mitteilt, man habe "von dem Anschlag gewusst und hätte ihn verhindern können.
AZ[/quote]
Alle Aktionen in Berlin-Friedrichsfelde bzw. Karlshorst begannen erst, als der Anschlag passiert war. Sicher gab es vorher Vermutungen, dass etwas passieren könnte, würde, aber eben da waren es nur Vermutungen.
Irgendwie vergisst man hierbei auch nur zu gerne die Vorgeschichte mit der Versenkung lybischer Kampfschiffe und die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Lybien und den USA zu dieser Zeit. Da konnte man nie wissen, wer da wen an wem rächen will, wo und wann. Das galt durchaus für beide Seiten. Man hat auch mit Anschlägen der USA gerechnet.[/quote][/quote]
Interessierter hat geschrieben:...S51, da Du keine Quelle Deiner Aussage nennst, vermute ich, daß es lediglich Deine persönliche Einschätzung ist oder wieso behauptest Du entgegen der Aussagen von Wiegand und anderen Quellen, das MfS hätte nichts gewußt und nur Vermutungen gehabt ?
...
Interessierter hat geschrieben:Wenn Du kannst schreibe was zur Sache. Aber anscheinend kommt da nichts, nachdem man den Rauch der geworfenen Nebelkerzen entfernt hat.
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augenzeuge hat geschrieben:Merkur hat geschrieben:AZ & Co,
eine Frage interessiert mich in diesem Zusammenhang. Da Thema Zersetzungsmaßnahmen ist ja des öfteren diskutiert worden. Mich würde interessieren, wie Zersetzungsmaßnahmen gegen die braune Szene hier gesehen werden. Also, wie steht man zu Maßnahmen, die diese Gruppen in ihrem Zusammenhalt schwächen und im optimalen Fall auflösen, beispielsweise der zielgerichteten Verbreitung von Gerüchten über bestimmte Personen ?
Nun kenn ich Co zwar nicht, aber ich habe dazu eine Meinung.![]()
Wenn man Erkenntnisse hat, dass diese Gruppen der braunen Szene mordend durch das Land ziehen, muss die Bevölkerung geschützt werden. Und das kann mit allen kontrollierbaren Maßnahmen erfolgen, die der Rechtsstaat bietet. Zersetzungsmaßnahmen gegen eine Opposition, die gewaltfrei agiert, halte ich für unzulässig.
AZ
augenzeuge hat geschrieben:Merkur, wir hatten doch unlängst hier ein Video, wo MfS Oberst Frank Wiegand, der damalige Leiter in der Arbeitsgruppe Ausländer in der HA II, mitteilt, man habe "von dem Anschlag gewusst und hätte ihn verhindern können.
AZ
Merkur hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Merkur hat geschrieben:AZ & Co,
eine Frage interessiert mich in diesem Zusammenhang. Da Thema Zersetzungsmaßnahmen ist ja des öfteren diskutiert worden. Mich würde interessieren, wie Zersetzungsmaßnahmen gegen die braune Szene hier gesehen werden. Also, wie steht man zu Maßnahmen, die diese Gruppen in ihrem Zusammenhalt schwächen und im optimalen Fall auflösen, beispielsweise der zielgerichteten Verbreitung von Gerüchten über bestimmte Personen ?
Nun kenn ich Co zwar nicht, aber ich habe dazu eine Meinung.![]()
Wenn man Erkenntnisse hat, dass diese Gruppen der braunen Szene mordend durch das Land ziehen, muss die Bevölkerung geschützt werden. Und das kann mit allen kontrollierbaren Maßnahmen erfolgen, die der Rechtsstaat bietet. Zersetzungsmaßnahmen gegen eine Opposition, die gewaltfrei agiert, halte ich für unzulässig.
AZ
Aha, und wie sollen diese Maßnahmen kontrollierbar sein, wenn schon die demokratische und rechtsstaatliche Behörde, die ja angeblich parlamentarischer Kontrolle unterliegt, nicht kontrolliert werden kann ?
Da die Neonanzi-Szene ja eine "Opposition" ist, die nicht gewaltfrei agiert, sind Zersetzungsmaßnahmen zulässig ?

Merkur hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Merkur, wir hatten doch unlängst hier ein Video, wo MfS Oberst Frank Wiegand, der damalige Leiter in der Arbeitsgruppe Ausländer in der HA II, mitteilt, man habe "von dem Anschlag gewusst und hätte ihn verhindern können.
AZ
Der Oberstleutnant (nicht Oberst) "Stromdreieck" hat von Anfang 1990 bis zu seinem Schicksalsschlag in Portugal sicher eine Menge erzählt. Ich denke, er hatte in dieser Frage weder einen Überblick, noch die Fäden in der Hand.

augenzeuge hat geschrieben: Merkur, er hatte schon eine Stelle, wo er gewisse Einblicke haben konnte. Um zu Erkenntnissen zu gelangen, musste er nicht die Fäden in der Hand halten. Fakt ist eins, das MfS wusste vom Sprengstoff. Und es wusste auch, dass er nicht für Ostberlin gedacht war. Man hat m.E. ganz klar gewusst, was in etwa passiert und hätte bei Grenzübertritten der Leute die Gegenseite warnen können. Das hat man nicht getan.
Wir müssen hier nicht spekulieren, es gab eine Gerichtsverhandlung, die auch ohne Hilfe des Herrn Oberst Wiegand erfolgreich verlaufen konnte.
AZ
Merkur hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben: Merkur, er hatte schon eine Stelle, wo er gewisse Einblicke haben konnte. Um zu Erkenntnissen zu gelangen, musste er nicht die Fäden in der Hand halten. Fakt ist eins, das MfS wusste vom Sprengstoff. Und es wusste auch, dass er nicht für Ostberlin gedacht war. Man hat m.E. ganz klar gewusst, was in etwa passiert und hätte bei Grenzübertritten der Leute die Gegenseite warnen können. Das hat man nicht getan.
Wir müssen hier nicht spekulieren, es gab eine Gerichtsverhandlung, die auch ohne Hilfe des Herrn Oberst Wiegand erfolgreich verlaufen konnte.
AZ
AZ und Interessierter,
ein guter Ansatz. Ihr solltet das spekulieren sein lassen. Der Komplex ist in der Tat so umfassend, dass ihr ihn als Medienkonsumenten nicht überschauen könnt und auch ich werde ihn hier nicht darstellen.
Ich sage aber, dass der damalige Erkenntnisstand des MfS keine konkreten Schlüsse im Vorfeld (Zeitpunkt und Zielobjekt) zuließ.
Und kam man in der Gerichtsverhandlung zu dem Schluss, dass das MfS detailliert über Zeit und Zielobjekt informiert war ?

AZ und Interessierter,
ein guter Ansatz. Ihr solltet das spekulieren sein lassen. Der Komplex ist in der Tat so umfassend, dass ihr ihn als Medienkonsumenten nicht überschauen könnt und auch ich werde ihn hier nicht darstellen.

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