Ich weiß nicht genau, vielleicht schrieb ich es schon.
In der NVA (bei den GT der DDR wird es ähnlich gewesen sein) gab es in jedem Truppenteil, also ab selbständiges Bataillon / Regiment, mindestens einen hauptamtlichen Mitarbeiter des MfS.
In größeren Regimentern wie zum Beispiel einem Mot-Schützenregiment, waren das durchaus auch drei Mitarbeiten, die jeweils 1 bis 2 Bataillone (hier bewerte ich z.B. die Artillerieabteilung auch als Bataillon) und zwei oder drei selbständige Kompanien dieses Regimentes beackerten.
Im MSR gab es:
- 3 Mot.Schützenbataillone,
- 1 Panzerbataillon,
- die Artillerieabteilung,
- die Nachrichtenkompanie,
- die Aufklärungskompanie,
- die Panzerabwehr Lenkraketen Batterie "PALB"- wenn es eine SPW-Regiment war
- die Pionierkompanie,
- die Instandsetzungskompanie oder Inst-Zug,
- die Kompanie chemische Abwehr,
- die Kompanie Materielle Sicherstellung und
- den Stab auch "Führungsorgan" genannt.
Insofern hatte jeder Mitarbeiter der Verwaltung 2000 zwischen 500 + bis 800 Mann, um die er sich zu kümmern hatte.
Wie oft also konnte dieser Mann sich mit einzelnen Soldaten unterhalten oder sich deren Nöte und Sorgen anhören?
Selbst die "
100-en IM´s" konnte er da kaum alle befragen und zum Spitzeln auffordern und die "zig 1000 Informationen" dieser IM´s bearbeiten.
Leute, bleibt doch mal sachlich auf dem Teppich der Wahrheit. Diese Männer hatten noch andere, sehr viel wichtigere Aufgaben, als sich um jeden quer liegenden Furz des Soldaten "Hülsensack" zu kümmern. Sicherheit von Personal, Gerät, Waffen und Objekten, Abwehr von Spionage und Sabotage waren deren Hauptaufgaben. Verhinderung von Fahnenfluchten gehört auch dazu.
Ich behaupte mal ganz kühn, dass die Masse der Soldaten in der NVA und den GT der DDR gar nicht wussten, dass es da einen Mitarbeiter des MfS im Truppenteil gab und sich darüber überhaupt keine Sorgen machten.
Hier, bei den User dieses Forums, war das NATÜRLICH JEDEM klar.
Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.