So reagieren Politiker auf den Lockdown-Beschluss
Lauterbach äußerte sich skeptisch, dass dies bis zum 10. Januar gelingen kann. "Wenn nicht, müssen die Maßnahmen verlängert werden", betonte der Gesundheitsexperte. "Es liegt jetzt auch an uns allen selbst."
Wir tun es nicht, weil wir es wollen, sondern weil wir es müssen. Deutschland könnte das Sorgenkind Europas werden. Bergamo ist näher, als manche denken. Alle drei Minuten stirbt in Deutschland jemand an Corona. Wir müssen an die Eltern und Großeltern denken.
Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, bezeichnete den harten Lockdown als eine "Notbremse". Der Wellenbrecher-Lockdown habe die Welle nicht gebrochen. "Diese Notbremse ersetzt aber nicht eine auf Dauer durchhaltbare Strategie, insbesondere zum besseren Schutz der Risikogruppen", schrieb Lindner auf Twitter. Die Lockdown-Zeit müsse nun genutzt werden, um eine langfristige Strategie zu entwickeln.
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter begrüßte die Beschlüsse. "Es ist gut, dass nicht weiter gezögert worden ist", sagte er in Berlin. Die Maßnahmen seien "ein harter Einschnitt für viele", sagte der Grünen-Politiker, die Lage im Land sei aber "dramatisch". Der Bund müsse zudem sicherstellen, dass bei den Wirtschaftshilfen "nicht geknapst" werde. Hofreiter sprach sich unter anderem für eine Digitalisierung an Schulen und eine Notbetreuung für Kinder aus.
Kritik am Vorgehen von Bund und Ländern kam dagegen von der AfD-Fraktionschefin Alice Weidel. Sie bezeichnete den Lockdown-Beschluss als "Offenbarungseid für die politisch Verantwortlichen" und als ein "Desaster für die Bürger und die deutsche Wirtschaft".
AZ