Vom Kameraden ermordet

Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Interessierter » 8. Oktober 2020, 07:14

Unteroffizier Dieter Reinhardt

Nach einem Kneipenbesuch entschloss sich der Waffenunteroffizier Dieter Reinhardt zur Fahnenflucht in die Bundesrepublik. Er besorgte für sich und den Feldwebel Utz F. Pistolen. Zunächst liefen sie gemeinsam zur Grenze, dann kam es auf dem Kontrollstreifen zu einem Schusswechsel.

Bild
Bildquelle: BStU

geboren am 15. Januar 1945 in Schönebeck/Elbe
erschossen am 19. August 1966
Ort des Zwischenfalls: bei Nettgau, heute Ortsteil von Jübar (Sachsen-Anhalt)


Ernst Dieter Reinhardt wurde 1945 in Schönebeck an der Elbe geboren. Kurz nach dem Krieg starb sein Vater. Die Mutter hielt die Familie, zu der noch zwei Schwestern gehörten, mit Strenge und Festigkeit zusammen. Nach der 8. Klasse kam Dieter Reinhardt mit 14 Jahren als Lehrling in die Betriebsberufsschule des Magdeburger Armaturenwerkes „Karl Marx”, wo er zum Dreher ausgebildet wurde. Bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst arbeitete er im VEB Traktorenwerk Schönebeck/Elbe, in einer LPG bei Osterburg und schließlich als Rangierer im Schönebecker Sprengstoffwerk. Bei der Nationalen Volksarmee verpflichtete sich der 19-Jährige als Soldat auf Zeit für drei Jahre.

Bild
Der von Dieter Reinhardt zur Musterung ausgefüllte Fragebogen Quelle: BStU

Einen Halt versprach seine Freundin Renate S., die er im Dezember 1964 kennengelernt hatte. Sie wohnte in Gladdenstedt, einem Nachbarort von Nettgau. Im März 1966 verlobte sich das junge Paar. Im Frühjahr 1967, nach Reinhardts geplanter Entlassung aus dem Militärdienst, wollten sie heiraten. Renate S. erwartete ein Kind von ihm. Reinhardt wollte in Gladdenstedt bleiben und dort eine Arbeit aufnehmen.

Renate S. erinnerte sich später: „An dem Abend, als der Reinhardt angeblich flüchten wollte, kam er gegen 18 Uhr zu mir und brachte einen großen Blumenstrauß, den er zuvor von einem Feld pflückte. Er wollte nochmals bei mir vorbeikommen. Gegen 19 Uhr sah ich ihn dann mit dem Utz zusammen auf einem Lkw. Mir war klar, daß er nicht mehr nach Hause kommt, sondern mit dem Utz und den anderen Kameraden eine Ausfahrt macht.”

Der Kneipenbesuch in Diesdorf (Ortsteil Abbendorf) am 18. August 1966 endete für Dieter Reinhardt und den erwähnten Utz F. unvorhergesehen. Feldwebel Utz F. war Hundestaffelführer in der Grenzkompanie Nettgau. Seit 1964 war er geheimer Mitarbeiter des MfS mit dem Decknamen „Ulrich Franke”. Auch Reinhardt hatte sich zur Zusammenarbeit mit dem MfS verpflichtet. Doch während dieser nur allgemeine Berichte über die Stimmung in der Truppe abgeliefert hatte, ging Utz F. strategisch vor, um seine Aufgabe zu erfüllen, die „im Erkennen von Fahnenfluchten und anderen Anschlägen gegen die Staatsgrenze der DDR” lag. Er zeigte sich seinen Kameraden gegenüber kumpelhaft und trinkfest und versuchte, ihr Vertrauen zu gewinnen, indem er sich den Vorgesetzten gegenüber aufmüpfig verhielt. Auf diese Weise hoffte er, anderen Soldaten etwas über Fahnenfluchtabsichten zu entlocken.

Sechs Grenzsoldaten verbrachten am Abend des 18. August ihren Ausgang gemeinsam mit Ernst Dieter Reinhardt und Utz F. in der „Schenkenmühle”. Bis kurz nach Mitternacht soll jeder von ihnen etwa 14 Gläser Bier und drei Gläser Weinbrand getrunken haben. Utz F. berichtete später der Stasi, dass Reinhardt ihn bei der Rückkehr auf das Kasernengelände mit den Worten angesprochen habe: „Komm, wir hauen ab!” Er habe sich daraufhin zum Schein bereit erklärt, mit ihm zusammen in die Bundesrepublik zu flüchten, um „unwiderlegbare Beweise für dessen Vorhaben zu schaffen sowie die Fahnenflucht selbständig zu unterbinden”.

Dieter Reinhardt begab sich in der Kaserne dann zum diensthabenden Unteroffizier und forderte ihn auf, den Waffenraum aufzuschließen. Reinhardt gab vor, er habe von seinem Oberleutnant den Befehl erhalten, die Leucht- und Platzmunition, die Signalgeräte und das Nachtsichtgerät zu überprüfen. Der Diensthabende begab sich mit Reinhardt in die Waffenkammer und half ihm bei der angeblich angeordneten Untersuchung. Unterdessen kam es in der Küche zu einem Streit zwischen der Küchenfrau und einem Soldaten. Der Diensthabende verließ, um den Streit zu schlichten, für einige Minuten den Waffenraum. Reinhardt entwendete in dieser Zeit zwei Pistolen Makarow samt Munition. Als der Diensthabende zurückkam, übergab ihm Reinhardt den Schlüssel zur Waffenkammer, die er bereits wieder verschlossen hatte.

Währenddessen wies Utz F. die Hausposten der Kompanie an, ihn zusammen mit Reinhardt noch einmal vom Gelände zu lassen. Sie kämen bald zurück, er übernehme die Verantwortung. Anschließend traf er sich mit Reinhardt auf einer Toilette des Gebäudes und erhielt von ihm eine der Pistolen samt Munition. Ungehindert verließen sie gegen 2 Uhr das Gelände und gingen bis zum Ortsausgang von Nettgau. Die Straße, auf der sie sich nun bewegten, führte nach Gladdenstedt, wo Renate S. wohnte. Einen Moment lang mag Ernst Dieter Reinhardt an seine Verlobte gedacht und gezögert haben, dann schlug der Hausposten Alarm. Leuchtraketen wurden abgefeuert, die das Signal „Posten zur Grenze” gaben. Reinhardt wusste, dass in wenigen Minuten die Grenze abgeriegelt sein würde. Er bog nach links ab, überkletterte einen Weidekoppelzaun und rannte auf die Grenzanlagen zu. Durch den Einsatz weiterer Posten drohte für Utz F. die Situation zu entgleiten: Wie sollte er sich rechtfertigen, wenn er mit einer gestohlenen Waffe in der Hand im Grenzgebiet gestellt würde? Gelänge Reinhardt die Flucht, so könnte man ihn der Beihilfe zu einem schweren Grenzdurchbruch beschuldigen. Er rannte hinter Reinhardt her, holte ihn am Kontrollstreifen ein und – so die Rekonstruktion des Landgerichts Stendal aus dem Jahr 1999 – schoss ihm mit ausgestrecktem Arm aus kürzester Entfernung in den Rücken. Reinhardt drehte sich daraufhin mit den Worten „du Schwein” um und feuerte selbst einen Schuss auf Utz F. ab, der diesen jedoch verfehlte. Utz F. schoss nun hintereinander fünfmal auf Reinhardt, der im Brust- und Bauchbereich schwer getroffen zusammenbrach und kurz darauf an inneren Blutungen starb.

Utz F. lief anschließend zurück zur Straße und machte auf sich aufmerksam, indem er in die Luft feuerte und nach den Posten rief. Die bald darauf hinzugekommene Alarmgruppe der Kompanie überzeugte sich vom Tod Reinhardts. Nach dem Eintreffen des Militärstaatsanwaltes brachte man die Leiche zurück zur Kompanie. Die Zeugen wurden von Offizieren aus dem Stab vernommen und anschließend zum Stillschweigen verpflichtet. Nach der Obduktion wurde die Leiche Reinhardts zur Beerdigung freigegeben und in Schönebeck an der Elbe beigesetzt. Seine Tochter kam ein halbes Jahr nach seinem Tod, im Januar 1967, zur Welt.

Bei Utz F. hingegen prüfte das MfS, ob er nicht ebenfalls fahnenflüchtig werden wollte. Bis zum 17. September 1966 dauerte seine Untersuchungshaft in Berlin-Lichtenberg, dann hob das Militärgericht Berlin den Haftbefehl auf. Er wurde aus den Grenztruppen entlassen und blieb bis 1989 im Staatssicherheitsdienst, zuletzt als Oberleutnant. Das Landgericht Stendal verurteilte den 56-Jährigen am 26. November 1999 wegen Mordes zu einer Haftstrafe von vier Jahren.

https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das ... index.html

Hinterhältiger geht es wirklich nicht mehr!!
Interessierter
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon augenzeuge » 8. Oktober 2020, 07:41

Verwandtschaft konnte keiner richtig schreiben, der Bewerber nicht, und der mit dem roten Stift auch nicht...aber er nahm "das weiche d". [laugh]
Für den Grenzdienst war das egal. Da war schießen wichtiger....

Er wurde aus den Grenztruppen entlassen und blieb bis 1989 im Staatssicherheitsdienst, zuletzt als Oberleutnant. Das Landgericht Stendal verurteilte den 56-Jährigen am 26. November 1999 wegen Mordes zu einer Haftstrafe von vier Jahren.


So einer wurde Oberleutnant beim MfS? Gutes Urteil!!

AZ
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Olaf Sch. » 8. Oktober 2020, 08:54

4 Jahre? Viel zu wenig.
Olaf Sch.
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Dr. 213 » 8. Oktober 2020, 09:22

Vier Jahre ist im freien Deutschland leider die Größenordnung für solche Sachen.
Da könnte man ruhig mal nach den USA gucken. Dort drohen durchaus längere Gefängnisaufenthalte für "nur ein wenig Spionage". (KID)

Da sind viele Schützen nicht angemessen oder sogar überhaupt nicht bestraft worden, als es nach der Wende möglich gewesen wäre.

Wenn ich das schon lese,
Betriebsberufsschule Walter Ulbricht
VEB Karl Marx
Liebknechtstrasse

Wenn ich diesen Zirkus nicht selbst erlebt hätte, ich würde wohl auch glauben, die BStU hätte sich das alles nur ausgedacht.

Herzlichst
Dr. 213
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon augenzeuge » 8. Oktober 2020, 12:17

AkkuGK1 hat geschrieben:4 Jahre? Viel zu wenig.

Ja, sicher.
Ich meinte das im Bezug auf 90% Freisprüche bzw. Bewährungen.
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Kumpel » 8. Oktober 2020, 12:58

Diese miese Ratte hätte schon zu DDR Zeiten in den Knast gehört und zwar 15 Jahre.
Kumpel
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon HPA » 8. Oktober 2020, 13:19

Da könnte man ruhig mal nach den USA gucken. Dort drohen durchaus längere Gefängnisaufenthalte für "nur ein wenig Spionage". (KID)


Da hat man leider vergessen, den Schlüssel zu seiner Zelle in den Gully zu schmeißen.

Aber als kleine miese Ratte konnte man sogar Stasi-Oberleutnant werden.
HPA
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon zoll » 8. Oktober 2020, 14:40

Was mir nicht einleuchtet ist, wie man die Sprache und die Haltung nach 12 Bieren und 3 Weinbränden so falsch einschätzen konnte. Wie kann dann ein Vorgesetzter oder Kamerad dem Waffenuffz glauben, er müsse noch um die Uhrzeit und in dem Zustand in der Waffenkammer etwas kontrollieren. Was war denn diese Grenztruppe für ein Sauhaufen. Da haben die westdeutschen Militärexperten diese Truppe völlig falsch eingeschätzt.
Ein eklatantes Dienstvergehen der Beteiligten!
Ein Kameradenschwein dieser Feldwebel. Die Beförderung bei der Stasi wirft ein erhellendes Licht auf diese Truppe der angepassten Nullen. Solche Typen wären sogar im Produktionsprozess der volkseigenen Wirtschaft untergegangen.
zoll
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Beethoven » 8. Oktober 2020, 14:57

Sorry Männer, aber versetzt Euch mal in die damalige Situation und in den Mann damals.

Heute, 30 Jahre danach, kann jeder von Euch im Brustton der Überzeugung diesen Mann als "Ratte" bezeichnen und ihm die Pest an den Hals wünschen.
Gar ein "Fast Offiziersschüler" kann sich da aus dem Fenster lehnen und genüsslich die Sau durchs Dorf treiben.

Ich höre erstmal auf, weil ich mir den Beitrag vom sich "Interessierter" Nennenden nicht durch gelesen habe und wo möglich den Sachverhalt hier falsch interpretiere. Jedoch, die Situation von vor 30 Jahren und länger, kann heute wohl nur einer beurteilen, der sich in ähnlicher Situation befand und ähnlich sozialisiert wurde, wie jene, über die Ihr hier so herrlich herzieht, obschon keiner von Euch in ähnlicher Situation war.

Trennung

Waffenuffze. gab es nicht in der DDR. Es gab Waffenmeister für Handfeuerwaffen. Gemeint ist sicherlich ein Hfw. der Einheit, der Zutrittsberechtigter für die Waffenkammer war. Jedoch in der Nacht, ohne Dringlichkeit oder Grund (z.B. Nachtausbildung) hätte solch ein Mann gar nicht in die Waffenkammer gedurft. Nun herrschten in der GT der DDR, so hoffe ich wenigstens, nicht "Neidener Verhältnisse", die ja bekanntlich immer anders waren als woanders.

Die Schlüssel für die Waffenkammer hatte kein Vorgesetzter einer Einheit am Mann. Diese Schlüssel waren einheitlich in der gesamten NVA und den GT der DDR, in einem versiegelten Kasten, beim OvD oder UvD gelagert und wurden nur auf Befehl / Anordnung eines berechtigten Vorgesetzten heraus gegeben. Ein Alarm einer Stufe die die Waffenausgabe bedingte war eine andere Sache. Hier hatte gar der UvD die Aufgabe, die Waffenkammer, entsprechend des Ablaufplanes, zu öffnen.
Der Schlüssel für die Waffenwerkstatt, lag beim OvD und wurde ebenfalls nur gegen Unterschrift beim OvD, an den Berechtigten heraus gegeben. Woher also hatte besagter Herr die Schlüssel für die Waffenkammer (?), darf ich mal fragen.

Insofern kann ich mir vorstellen, dass da irgendwo ein Haken ist, der heute nicht mehr aufklärbar ist. Nun ja, ein Körnchen Wahrheit wird schon immer dabei sein.

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Kumpel » 8. Oktober 2020, 15:12

Ja natürlich ist es einfach Jahrzehnte später ein Urteil zu fällen.
Mal abgesehen von dem fraglichen Beschaffen der Waffen hätte für Utz auf dieser Toilette aber sowas von Schluss sein müssen.
Von seinen freundlich ausgedrückt fragwürdigen Methoden potentielle Fahnenflüchtige zu überführen mal ganz abgesehen.
Sein Glück , dass er nicht abhauen wollte , den Tod eines Menschen hat man dann eben tolerierend hingenommen , obwohl er dabei garantiert gegen geltendes DDR Recht verstieß und eingesperrt gehörte.
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon ratata » 8. Oktober 2020, 15:59

Beethoven hat geschrieben:Sorry Männer, aber versetzt Euch mal in die damalige Situation und in den Mann damals.



Waffenuffze. gab es nicht in der DDR. Es gab Waffenmeister für Handfeuerwaffen. Gemeint ist sicherlich ein Hfw. der Einheit, der Zutrittsberechtigter für die Waffenkammer war. Jedoch in der Nacht, ohne Dringlichkeit oder Grund (z.B. Nachtausbildung) hätte solch ein Mann gar nicht in die Waffenkammer gedurft. Nun herrschten in der GT der DDR, so hoffe ich wenigstens, nicht "Neidener Verhältnisse", die ja bekanntlich immer anders waren als woanders.

Die Schlüssel für die Waffenkammer hatte kein Vorgesetzter einer Einheit am Mann. Diese Schlüssel waren einheitlich in der gesamten NVA und den GT der DDR, in einem versiegelten Kasten, beim OvD oder UvD gelagert und wurden nur auf Befehl / Anordnung eines berechtigten Vorgesetzten heraus gegeben. Ein Alarm einer Stufe die die Waffenausgabe bedingte war eine andere Sache. Hier hatte gar der UvD die Aufgabe, die Waffenkammer, entsprechend des Ablaufplanes, zu öffnen.
Der Schlüssel für die Waffenwerkstatt, lag beim OvD und wurde ebenfalls nur gegen Unterschrift beim OvD, an den Berechtigten heraus gegeben. Woher also hatte besagter Herr die Schlüssel für die Waffenkammer (?), darf ich mal fragen.

Insofern kann ich mir vorstellen, dass da irgendwo ein Haken ist, der heute nicht mehr aufklärbar ist. Nun ja, ein Körnchen Wahrheit wird schon immer dabei sein.

Freundlichst


Einspruch , 69-70 war ich in der Dienststellung Waffenuffz. in der 9Gk GR 23 . Bei uns in der GK hatten wir einen Schlüssel mit einer Betschaft . An der Einganngstür waren am Rahmen und Tür eine Versiegelung mit Band . Nach dem Verlassen der Waffenkammer mußte die Tür versiegelt werden . Fanden Kontrollen statt , gab es Zoff wenn die Tür nicht versiegelt war. Berechtigt zum betreten der Waffenkammer war nur ein bestimmter Personen Kreis . Es kam zig mal vor , das Kontrolleure vom Regiment nachts auftauchten und wollten die Waffenkammer kontrollieren , ohne schriftliche Berechtigung lies ich die nicht rein . Die waren ärgerlich , aber am anderen Tag , gab es vom KC eine Belobigung . Persönlich haben ich und war ich für die Einsatzbereitschaft der Bewaffnung verantwortlich . Lt. Bestandsbuch habe ich die Waffenkammer übernommen . Wir hatten eine Übernahme und Übergabebuch wo die Waffenkammer an den jeweilig übernehmenden UVD , er gegen Unterschrift nach Bestandskontrolle unterschrieb . Ferngläser , leuchtpistolen usw . die nicht zur persönlichen Ausrüstung gehörten , wurden in dem Buch eingetragen und vom Soldaten unterschrieben . Nach Rückgabe wurde das Gerät ausgetragen . Der Soldat welcher in den Grenzdienst ging gab seine Waffenbesitzkarte ab und diese wurde am Platz wo die Waffen standen hinterlegt . Bestand an Mpi KM 48 Stck , es standen nur die Waffen in den Ständern ,wie stärke der Kompanie war. 5 Stck waren in Reserve. MfG ratata
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Nostalgiker » 8. Oktober 2020, 16:40

HPA hat geschrieben:
Da könnte man ruhig mal nach den USA gucken. Dort drohen durchaus längere Gefängnisaufenthalte für "nur ein wenig Spionage". (KID)


Da hat man leider vergessen, den Schlüssel zu seiner Zelle in den Gully zu schmeißen.

Aber als kleine miese Ratte konnte man sogar Stasi-Oberleutnant werden.


Andere kleine miese Ratten schafften es immerhin bis in eine Ersatzteilbuchte .....
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Volker Zottmann » 8. Oktober 2020, 16:51

Dein provokantes Schreiben, lieber Beethoven täuscht trotzdem nicht über Deine Wissenslücken hinweg.
Ratata hat es Dir schon geschrieben!
Und die "Neidener Verhältnisse" 1970/71 ließen trotz Baustellenstatus ebenfalls einen Waffen-Uffz. zu. Genau wie beschrieben, war unsere mit Petschaft verschlossene kleine, an die Barackenwand geschraubte Blechkiste, auch die Herberge für den Waffenkammerschlüssel.
Das Blechkästchen hing im Flur über dem Tisch des UvD-Läufers.
In Neiden wäre niemals ein Besoffener nach 15 Bier, ich denke mal an die kleinen 0,25er Biere, und ein paar Schnäpsen in eine Waffenkammer gekommen. Auch kein besoffener Vorgesetzter.

Das Gravierendste ist aber Deine Dauerverharmlosung, nun nach 30 Jahren mit heutigem Wissen zu urteilen.
Das ist Bullshit. Gar nichts hat das mit Wissen zu tun!
Der aushorchende und täuschende "Kamerad" war einfach ein Dreckschwein. Rein menschlich braucht man keine Jahrzehnte Erkenntnisgewinn, um solche Ratte zu erkennen und zu verurteilen. Da gab es auch damals nichts zu entschuldigen. Ein Denunziant war das, der den Unterstellten ins Verderben schickte. Dann abzuknallen ist fieser, feiger Mord. Nur 4 Jahre für diesen Mord sind mir unerklärlich.

Für mich Beethoven, hast Du gleich 2 mal total versagt, mit Deiner Einschätzung.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Nostalgiker » 8. Oktober 2020, 17:03

Du befleißigst dich eine sehr ordinären Gossensprache Genosse Zottmann.

Du willst doch immer als was besseres erscheinen, gebildet, wissend und höflich.
Und dann das?
Irgendwann zeigt jeder sein wahres Gesicht.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Volker Zottmann » 8. Oktober 2020, 17:24

Nostalgiker hat geschrieben:Du befleißigst dich eine sehr ordinären Gossensprache Genosse Zottmann.

Du willst doch immer als was besseres erscheinen, gebildet, wissend und höflich.
Und dann das?
Irgendwann zeigt jeder sein wahres Gesicht.



Wo in meiner Antwort Gosse ist, wirst nur Du in Deinem Wahn wissen.

Volker
Volker Zottmann
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Nostalgiker » 8. Oktober 2020, 17:39

Darüber wird die spätestens ein Lichtlein aufgehen wenn dich mal jemand als "Dreckschwein" und "Ratte" tituliert.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Olaf Sch. » 8. Oktober 2020, 17:42

Natürlich gab es Waffenunteroffiziere in den GT der DDR - der war mein Zimmergenosse und ich dessen Stellvertreter. Verantwortlich für die Ausgabe der Waffen und Wartung u.a. auch den Signalgeräten im Abschnitt. Dienststelle Unteroffizier und ich kannte den Waffenuffz. nur als UaZ.

Ich finde es doch immer wieder merkwürdig, wie Truppenfremde unsere Ausrüstung und Dienststellen besser kennen wollen, als GT Angehörige - damit bist nicht nur Du, Kuno, gemeint, aber anpöbeln muss auch nicht sein...

Aber zurück zu dem Fall: Als beide vom Ausgang zurück kamen, wäre die richtige Verhaltensweise gewesen, entweder den Waffenuffz. zur "Vernunft" zu bringen, oder aber durch den Wachhabenden festnehmen lassen - bevor der sich bewaffnen hätte können, dann hätte es keinen Toten gegeben. Also völliges Fehlverhalten. Ein Kameradenschwein.
Olaf Sch.
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Volker Zottmann » 8. Oktober 2020, 17:48

Akku, Du wirst sicher auch gleich gerügt. (Gosse! Kameradenschwein geht gar nicht) [laugh]

Gosse ist aber nicht, wenn Nosti fast allen Usern pöbelnd mangelnde Bildung vorwirft, sich über alle gottgleich erhebt. [super] halleluja!

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 8. Oktober 2020, 17:51, insgesamt 2-mal geändert.
Volker Zottmann
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon HPA » 8. Oktober 2020, 17:49

Nostalgiker hat geschrieben:
HPA hat geschrieben:
Da könnte man ruhig mal nach den USA gucken. Dort drohen durchaus längere Gefängnisaufenthalte für "nur ein wenig Spionage". (KID)


Da hat man leider vergessen, den Schlüssel zu seiner Zelle in den Gully zu schmeißen.

Aber als kleine miese Ratte konnte man sogar Stasi-Oberleutnant werden.


Andere kleine miese Ratten schafften es immerhin bis in eine Ersatzteilbuchte .....


Na mich kannst du damit ja nicht meinen, es sei denn, Deine permanenten Wahnvorstellungen gehen mal wieder mit Dir durch.

[flash]
HPA
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon HPA » 8. Oktober 2020, 18:02

Nach dem Verlassen der Waffenkammer mußte die Tür versiegelt werden . Fanden Kontrollen statt , gab es Zoff wenn die Tür nicht versiegelt war. Berechtigt zum betreten der Waffenkammer war nur ein bestimmter Personen Kreis .


Petschaften kenn ich nicht mehr. Die Stöpsel dafür waren noch an den Türen bis diese mal komplett ausgetauscht wurden. Ich hab meinen Schlüssel für die Waka beim OvWa aus dem Tresor geholt. Die Kombination dazu hatte ich im Kopf und wurde in unregelmäßigen Abständen geändert.. Sicherheitstechnisch wuirde die Waffenkammer dann noch mit einer Alarmanlage gesichert.

Ansonsten war die Zutrittsberechtigung auch sehr beschränkt. Meine Wenigkeit, ein Gehilfe, Chef, Spieß und die Typen welche ihre FK20 bei mir eingelagert hatten.
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Ari@D187 » 8. Oktober 2020, 18:55

Wir Ari-Gasten hatten täglich eine Kontrollronde in sämtlichen Munitions- und Waffenkammern durchzuführen. Dazu gehörten die Munitionskammern für die Türme Alpha und Bravo, das Magazin mit den Harpoon und Standardmissiles, den Waffen- und Munitionsraum in welchem die Pistolen, die Sturm- und Maschinengewehre sowie die zugehörige Munition lagerte, das Depot für die SRBOC-Kartuschen, etc. Die Schlüssel wurden im Umladeraum (Carrier) des hinteren Geschützturmes aufbewahrt. Zu Carrier und Schlüsseln hatten die Ari-Gasten 24/7 Zugang.
An Land, bzw. während der Grundausbildung, sah das 180° anders aus.

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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon zoll » 9. Oktober 2020, 12:08

Wie ich u. a. lese wurde in vielen Einheiten nach Vorschrift gehandelt. Offensichtlich aber nicht in der betroffenen Einheit dieses besoffenen und pflichtvergessenen Waffenuffz. (Beethoven leugnet diese Bezeichnung, ehem. Waffenuffze. bestätigen allerdings diese).
Ich wiederhole nochmals meine Einschätzung, das was ein Sauhaufen. Anders kann man diese Kp nicht nennen.
Niemand behauptet, dass die ganze Truppe so war, aber leider sind dann Einzelfälle die, die so ein Urteil bestätigen und zur Verallgemeinerung führen. Auch wenn das mit der langen Zeitschiene abgetan wird.
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Ari@D187 » 9. Oktober 2020, 12:48

Sowohl Täter als auch der Getötete arbeiteten mit dem MfS zusammen. Offenbar wurde in der Einheit nicht nach Vorschrift gehandelt. Schwerer wiegt der Grund der Waffenbeschaffung, welcher nur darin bestanden haben kann, sich notfalls den Weg freizuschiessen.

Ari
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2020, 13:45

Ari@D187 hat geschrieben:Sowohl Täter als auch der Getötete arbeiteten mit dem MfS zusammen. Offenbar wurde in der Einheit nicht nach Vorschrift gehandelt. Schwerer wiegt der Grund der Waffenbeschaffung, welcher nur darin bestanden haben kann, sich notfalls den Weg freizuschiessen.

Ari


So einfach ist es nicht. An der Grenze kam man gar nicht an der Zusammenarbeit mit dem MfS vorbei.
Und eine Waffenbeschaffung bedeutet nicht, dass man gewillt ist, sich den Weg freizuschießen. Es bedeutet erst mal, dem Gegner zu vermitteln, dass man ebenfalls bewaffnet ist.
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Ari@D187 » 9. Oktober 2020, 14:22

augenzeuge hat geschrieben:So einfach ist es nicht. An der Grenze kam man gar nicht an der Zusammenarbeit mit dem MfS vorbei.[...]

Kannst Du das bitte mal näher erläutern?

augenzeuge hat geschrieben:Und eine Waffenbeschaffung bedeutet nicht, dass man gewillt ist, sich den Weg freizuschießen. Es bedeutet erst mal, dem Gegner zu vermitteln, dass man ebenfalls bewaffnet ist. [...]

Es kann sowohl das eine wie das andere bedeuten. In diesem Fall, in welchem die Waffe(n) zunächst einmal mit Hindernissen und Glück beschafft werden mussten, gehe ich von Ersterem aus.

Ari
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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2020, 14:32

Ari, was soll ich da erläutern?
Bereits in der Auswahl der Leute für die Grenze war das MfS involviert.

Dann gab es die Bestimmung vor Ort, wer was darf,die Blutgruppe.
Darüber hinaus Gespräche mit 2000 usw. Weiter mit IM's.
Also, dass man nun völlig an diesen Leuten vorbei kam, ist sowas von unwahrscheinlich.... Natürlich wusste man nicht unbedingt, wer was war. Das war aber nicht die Frage.

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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Dr. 213 » 9. Oktober 2020, 16:00

zoll hat geschrieben:Wie ich u. a. lese wurde in vielen Einheiten nach Vorschrift gehandelt. Offensichtlich aber nicht in der betroffenen Einheit dieses besoffenen und pflichtvergessenen Waffenuffz. (Beethoven leugnet diese Bezeichnung, ehem. Waffenuffze. bestätigen allerdings diese).
Ich wiederhole nochmals meine Einschätzung, das was ein Sauhaufen. Anders kann man diese Kp nicht nennen.
Niemand behauptet, dass die ganze Truppe so war, aber leider sind dann Einzelfälle die, die so ein Urteil bestätigen und zur Verallgemeinerung führen. Auch wenn das mit der langen Zeitschiene abgetan wird.


Also ich habe beim Lesen in zwei zum Thema gut passenden Foren gelesen daß es weit verbreitet war, sich für den Fall, wenn
mal im Dienst eine Patrone aus dem Reservemagazin unauffindbar verlustig ging, sich einige "Mumpeln" auf stille Reseve zu legen.
Nicht nur für den eigenen Bedarf sondern auch, um anderen Kameraden auszuhelfen. Eine Hand wäscht die Andere sozusagen.
Weil sonst ja eine Suchaktion fällig wurde. Und darauf hatten die vom Schichtdienst ohnehin geschlauchten Grenzer nun wirklich keine Lust.

Auch das Bunkern von Schwarzmunition war gegen die Vorschriften und wurde anscheinend wohl doch gemacht.
Das Abzweigen von Signalsternen für den eigenen Sylvesterbedarf war bestimmt noch viel mehr verbreitet.
Selbst die bestens geführte Waffenkammer war kein hundertprozentiger Schutz gegen sowas.


Herzlichst
Dr. 213
Dr. 213
Dr. 213
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Interessierter » 9. Oktober 2020, 16:52

Was hat das in diesem Thread mit der Flucht und Ermordung des AGT zu tun? Wieso eröffnest du nicht diese Geschichte als neues Thema in Fluchtgeschichten, anstatt zu versuchen dieses Thema zu zerschießen?

Es wäre sehr freundlich wenn jemand vom Team entsprechendes veranlassen kann. Danke.
Interessierter
 

Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon Ari@D187 » 9. Oktober 2020, 19:18

augenzeuge hat geschrieben:Ari, was soll ich da erläutern?
Bereits in der Auswahl der Leute für die Grenze war das MfS involviert.

Dann gab es die Bestimmung vor Ort, wer was darf,die Blutgruppe.
Darüber hinaus Gespräche mit 2000 usw. Weiter mit IM's.
Also, dass man nun völlig an diesen Leuten vorbei kam, ist sowas von unwahrscheinlich.... Natürlich wusste man nicht unbedingt, wer was war. Das war aber nicht die Frage.

AZ

Äh, das gab es alles bekannterweise. Daher nochmal:
"Reinhardt hatte sich zur Zusammenarbeit mit dem MfS verpflichtet."

Da passt die Aussage nicht: "An der Grenze kam man gar nicht an der Zusammenarbeit mit dem MfS vorbei."

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Re: Vom Kameraden ermordet

Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2020, 21:09

Ari, wenn ich lese, wieviel Grenzer zeitweise als IM tätig waren, dann geb ich darauf nicht viel. Wer weiß, wie man ihn erpresst hat.

AZ
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