Superkran knickt in Rostock um

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Beitragvon Ari@D187 » 3. Mai 2020, 11:17

In Rostock ist gestern ein auf einem Schiff montierter Kran, beim Versuch einen 5500 Tonnen schweren Ponton zu heben, "umgeknickt". Offenbar war der Lasthaken gebrochen und daraufhin das Schiff in Richtung Kai gerollt. Für die sich daraus ergebende Beanspruchung war der Kran offenbar nicht ausgelegt.
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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 3. Mai 2020, 11:18

Ari@D187 hat geschrieben:In Rostock ist gestern ein auf einem Schiff montierter Kran, beim Versuch einen 5500 Tonnen schweren Ponton zu heben, "umgeknickt". Offenbar war der Lasthaken gebrochen und daraufhin das Schiff in Richtung Kai gerollt. Für die sich daraus ergebende Beanspruchung war der Kran offenbar nicht ausgelegt.
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Die hatten irre Glück. Nur wenige Leichtverletzte.
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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Ari@D187 » 3. Mai 2020, 11:46

Hoffentlich haben die Konstrukteure in der Risikobeurteilung, genau einen solchen Fall dokumentiert und beurteilt. Vielleicht ist gerade deswegen, recht wenig passiert.

Ansonsten scheint da ja öfters mal was zu passieren. Bereits im Februar waren zwei Krane, während des Verladevorganges, ins Hafenbecken von Rostock gestürzt:
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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 3. Mai 2020, 12:05

Ari@D187 hat geschrieben:Hoffentlich haben die Konstrukteure in der Risikobeurteilung, genau einen solchen Fall dokumentiert und beurteilt.

Ari


Da bezweifle ich sehr. Die Menschen waren einfach am richtigen Ort zu Unglückszeit.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Kumpel » 3. Mai 2020, 12:22

Diese Anlagen verfügen wahrscheinlich über einen Überlastschutz.
Da vermutlich ist was kapput gegangen womit niemand so richtig gerechnet hatte.
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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Ari@D187 » 3. Mai 2020, 12:30

Hier war ja das Problem, das der Lasthaken brach (ggf. Materialfehler, Vorschädigung) und dann das Schiff, durch die plötzliche Entlastung, anfing zu rollen. Da hilft auch kein Überlastschutz.

Bei einem statisch montierten Kran an Land recht harmlos (für das Krangestell), wirkt sich das auf einem Schiff fatal aus. Den Fall müssen die Jungs in der Risikobeurteilung irgendwie berücksichtigt haben. Ansonsten wird es ziemlichen Stress mit der Staatsanwaltschaft geben.

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Millionenschaden und Verletzte bei Kranunfall

Beitragvon Werner Thal » 3. Mai 2020, 13:12

SPIEGEL Panorama Rostock

Millionenschaden und Verletzte bei Kranunfall

Im Überseehafen von Rostock ist ein Schiffskran umgestürzt - er hielt einem Belastungstest nicht stand.
Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Die Polizei ermittelt wegen fahrläßiger Körperverletzung.

Im Überseehafen von Rostock sind bei einem Arbeitsunfall mit einem Schiffskran
(Liebherr) am Sonnabend zwölf Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen mussten im Krankenhaus
behandelt werden, wie die Polizei mitteilte. Die anderen wurden mit leichten Verletzungen ambulant
behandelt. Bei dem Unfall entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

https://www.spiegel.de/panorama/rostock ... 0e811e7beb

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 3. Mai 2020, 15:35

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Ari@D187 » 3. Mai 2020, 19:02

Für die Montage des Krans hatten sich 35 Mitarbeiter in Quarantäne begeben:
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Bis zu 180 Meter Hubhöhe...und das auf einem Schiff. Ist schon grenzwertig.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Werner Thal » 4. Mai 2020, 11:26

Kumpel hat geschrieben:Diese Anlagen verfügen wahrscheinlich über einen Überlastschutz.
Da vermutlich ist was kapput gegangen womit niemand so richtig gerechnet hatte.


Ich kenne es aus eigenem Erleben von vor über 30 Jahren:
Nach den Bestimmungen der damaligen Schiffs- Klassifizierungs-Gesellschaft DSRK mußte ein kurzzeitiger
Überlastungstest mit 125 % Belastung erfolgen. Dazu wurde der vorhandene Überlastschutz nur für diese Aktion
außer Kraft gesetzt (Elektrische Überbrückung). So ein Desaster hatte ich jedoch nie erlebt.
In diesem Fall soll ein Materialfehler am Lasthaken die Ursache sein. - Untersuchungen werden die genaue
Ursache feststellen.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 4. Mai 2020, 12:31

In diesem Fall soll ein Materialfehler am Lasthaken die Ursache sein.


Warum ist der Haken dann nicht nur gebrochen?

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Werner Thal » 4. Mai 2020, 12:45

Das stelle ich mir so bildlich vor: durch die enorme Belastung wurde jede Menge Energie frei.
Dadurch trat der genaue Gegeneffekt ein: der Kranausleger wurde in die entgegensetzte
Richtung geschleudert, denn der Ponton mit der Gewichtslast befand sich wasserseitg.
Die freigewordene kinetische Energie erledigte dann den Rest mit der enormen Wirkung.
Es könnte aber auch ein Lastseil gerissen sein!
Jedenfalls sind keine Todesfälle zu beklagen!

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 4. Mai 2020, 13:28

Werner, ich überlege.... Es kann nicht sein, wenn ein Lastseil reißt, dass so ein angeblich stabiler Kran wie im Video zusammenknickt. Unmöglich.

Das Gerüst müsste dann stehen bleiben. Ich gehen dann eher vom Bruch im Hakenschaft aus. Der muss dann einen Materialfehler gehabt haben. Vielleicht gab es auch mehrere Ursachen.
Der Ausleger war schon sehr lang.

Der Kran sollte 5000 t heben können! Das ist sehr viel. Beim Test wurden 5500 t gehoben. Das wäre normal möglich.

Übrigens, es befanden sich 120 Menschen auf dem Boot, als der brach. Ist ein Wunder, was man nicht kalkulieren konnte, dass keiner schwer verletzt wurde.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Werner Thal » 4. Mai 2020, 13:41

Wie auch immer, es wird sich um einen Materialfehler handeln, egal welcher Art. Ich gehe davon aus,
dass die Ursache und der Grund des Unfalls schnellstmöglich geklärt werden.
Mich hat es nur gewundert, dass bei einem solchen enormen Belastungstest sich so viele Leute an Deck befanden.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Ari@D187 » 4. Mai 2020, 14:35

augenzeuge hat geschrieben:Werner, ich überlege.... Es kann nicht sein, wenn ein Lastseil reißt, dass so ein angeblich stabiler Kran wie im Video zusammenknickt. Unmöglich.

Das Gerüst müsste dann stehen bleiben.[...]

Wie ich oben schon erwähnte, fing das Schiff durch die schlagartige Entlastung an Richtung Kai zu rollen (Drehbewegung um die Längsachse des Schiffes; sicher waren auf der lastabgewandten Seite die Ballast- bzw. Ausgleichstanks geflutet) und wurde dann wohl recht abrupt in seiner Bewegung gestoppt. Auf offener See wäre das vielleicht sogar ohne größere Schäden ausgegangen, wenn auch mit enormer Schlagseite.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon HPA » 4. Mai 2020, 14:50

Da sind ja auch einiges an Massen in Bewegung . Diesen Fall wird man nicht im Geringsten bei der statischen Auslegung ins Kalkül gezogen haben.
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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 4. Mai 2020, 15:13

Etwas seltsam sind diese Unfälle schon.

Erst Ende Januar dieses Jahres waren ebenfalls im Rostocker Seehafen zwei 440 Tonnen schwere Mobilkräne beim Verladen auf ein Spezialschiff ins Hafenbecken gestürzt.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Werner Thal » 4. Mai 2020, 17:40

Also, noch einmal: Bei der Schwerlasterprobung am Sonnabend befand sich der Kranausleger auf der Steuerbordseite (rechts), um das Gewicht anzuheben.
Bei solchen Aktionen werden gewisse Ballasttanks an Bord getrimmt, d. h., die Backbordtanks müssen überwiegend geflutet gewesen sein, um bei dieser
Belastung das Schiff in der waagerechten Balance zu halten.
Das Schiff schwimmt im Wasser, hat also eine gewisse Labilität. Durch den nun entstehenden Ruck gerät das Schiff in Schieflage und
bewegt sich zur Backbordseite. Dadurch bekam der Ausleger einen zusätzlichen Drive, der ihn nun vollends zur Landseite kippen ließ.
Es sieht zwar wie in Zeitlupe aus, aber hier wirken gewaltige Kräfte, die bis zum Aufprall an der Kransäule nicht mehr zu stoppen waren.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Werner Thal » 4. Mai 2020, 19:26

Video zeigt die Schäden am HLC295000 und am Schwerlastschiff "Orion":



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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Ari@D187 » 4. Mai 2020, 21:28

Werner Thal hat geschrieben:Video zeigt die Schäden am HLC295000 und am Schwerlastschiff "Orion":

[...]

Besten Dank für das Einstellen des Videos. Der Hauptlasthaken scheint ja völlig stumpf an dem zylindrischen Schaft abgebrochen zu sein.

Hier ein Link zu der offiziellen Seite...der Dom steht noch:
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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Werner Thal » 5. Mai 2020, 14:01

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Ari@D187 » 5. Mai 2020, 14:35

Ari@D187 hat geschrieben:[...]Auf offener See wäre das vielleicht sogar ohne größere Schäden ausgegangen, wenn auch mit enormer Schlagseite.

Ari

Nachdem ich das Foto von dem Versuchsaufbau bzw. der Gesamtkonstruktion gesehen habe, muss ich mich korrigieren. Das wäre auch auf offener See völlig in die Hose gegangen.
Wenn dort, wo man in einem Fachwerk einen Druckstab benötigt, sich ein Seil befindet...

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 5. Mai 2020, 15:27

Ari@D187 hat geschrieben:as wäre auch auf offener See völlig in die Hose gegangen.
Wenn dort, wo man in einem Fachwerk einen Druckstab benötigt, sich ein Seil befindet...

Ari


So sehe ich das auch. Wobei natürlich der Kranbetrieb auf offener See verboten ist.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon pentium » 5. Mai 2020, 16:43

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:as wäre auch auf offener See völlig in die Hose gegangen.
Wenn dort, wo man in einem Fachwerk einen Druckstab benötigt, sich ein Seil befindet...

Ari


So sehe ich das auch. Wobei natürlich der Kranbetrieb auf offener See verboten ist.

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Wo wurde jetzt gleich ein Kran auf offener See betrieben...?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Ari@D187 » 5. Mai 2020, 18:31

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:as wäre auch auf offener See völlig in die Hose gegangen.
Wenn dort, wo man in einem Fachwerk einen Druckstab benötigt, sich ein Seil befindet...

Ari


So sehe ich das auch. Wobei natürlich der Kranbetrieb auf offener See verboten ist.

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Verstehe ich nicht. Dazu sind der Kran und die Orion 1 doch da.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 5. Mai 2020, 18:42

Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:as wäre auch auf offener See völlig in die Hose gegangen.
Wenn dort, wo man in einem Fachwerk einen Druckstab benötigt, sich ein Seil befindet...

Ari


So sehe ich das auch. Wobei natürlich der Kranbetrieb auf offener See verboten ist.

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Verstehe ich nicht. Dazu sind der Kran und die Orion 1 doch da.

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Es gibt Kräne, die geeignet sind, wie die Verlegung der Gaspipeline. Aber dieser lange Ausleger auch? Ich hab da starke Zweifel. [denken]

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Ari@D187 » 6. Mai 2020, 12:56

Die machen sich das aber einfach:

Kranunfall: Liebherr sieht Schuld bei Hakenhersteller

-> Link

Motto: Unser Kran ist durch eine plötzliche Entlastung zusammengebrochen. [flash]

Womit wir wieder beim Thema Risikobeurteilung wären.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 6. Mai 2020, 12:59

Ari@D187 hat geschrieben:Die machen sich das aber einfach:

Kranunfall: Liebherr sieht Schuld bei Hakenhersteller

-> Link

Motto: Unser Kran ist durch eine plötzliche Entlastung zusammengebrochen. [flash]

Womit wir wieder beim Thema Risikobeurteilung wären.

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Ein Materialfehler kann kaum Teil der Risikobeurteilung sein.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon Ari@D187 » 6. Mai 2020, 16:34

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Die machen sich das aber einfach:

Kranunfall: Liebherr sieht Schuld bei Hakenhersteller

-> Link

Motto: Unser Kran ist durch eine plötzliche Entlastung zusammengebrochen. [flash]

Womit wir wieder beim Thema Risikobeurteilung wären.

Ari


Ein Materialfehler kann kaum Teil der Risikobeurteilung sein.

AZ

Aber selbstverständlich! Es geht nicht speziell um einen Materialfehler, sondern um die plötzliche Entlastung, welche einige Ursachen haben kann.
Hier bestand nicht nur das Risiko, sondern der Schaden ist real eingetreten.

Den Fall, dass es zu einer abrupten Entlastung kommt (Kette, Lasthebemittel, etc. defekt, Hebegeschirr vorgeschädigt, falsch eingehängt) müssen sie irgendwo betrachtet haben. Auch wenn da dann lapidar steht: Es werden entsprechend dimensionierte Lasthebemittel eingesetzt (Was hier in der Realität sicher der Fall war). Nur geschultes und fachlich geeignetes Personal... Hinweis im Handbuch, blabla. Ich kenne diese Spielchen aus der Praxis.

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Re: Superkran knickt in Rostock um

Beitragvon augenzeuge » 6. Mai 2020, 17:47

Ja, bis zu gewissen Grenzen kann man das machen.

Generell werden Materialfehler nicht in der Beurteilung angenommen. Siehe Seile oder Haken.

Für den Haken sind Maximalkräfte kalkulierbar, aber diese liegen 30-50% über dem Norm Bereich.

. Ich kenne diese Spielchen aus der Praxis.

Dann haben wir etwas gemeinsam.

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