Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Hier können Bücher vorgestellt und besprochen werden, die in den Bereich politische Systeme gehören.

Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Merkur » 15. April 2019, 19:25

Anbei ein interessanter Buchhinweis:
Die Partei wollte nichts mehr von uns wissen
Vorabdruck: Die Abwicklung der »Stasi«. Heinz Engelhardt im Gespräch mit Peter Böhm

Heinz Engelhardt, geboren 1944, war der erste und zugleich letzte Chef des DDR-Verfassungsschutzes, der indessen nur auf dem Papier existierte. Am 15. Januar 1990 wurde Engelhardt, zuletzt im Rang eines Generalmajors, vom Vorsitzenden des Ministerrats der DDR, Hans Modrow, mit der Vollmacht ausgestattet, das Amt für Nationale Sicherheit (AfNS), hervorgegangen aus dem Ministerium für Staatssicherheit, »in all seinen Gliederungen aufzulösen«. Am selben Tag also, als die im Herbst 1989 gegründete Bürgerbewegung »Neues Forum« zur Demonstration gegen die »Stasi« bzw. »Nasi« aufrief. Engelhardt hat sich zu den damaligen Ereignissen in einem umfangreichen Gespräch mit Peter Böhm geäußert, das in den kommenden Tagen unter dem Titel »Der letzte Mann. Countdown für das MfS« im Verlag Edition Ost erscheinen wird. Wir veröffentlichen daraus einen Auszug. (JW)

Am 15. Januar 1990 rief die Bürgerbewegung »Neues Forum« zu einer Demonstration vor der Rusche­straße 103, der Zufahrt zum Komplex des MfS in Berlin-Lichtenberg auf ...
Vor Beginn der für 17 Uhr anberaumten »Demonstration« heizte der »Zentrale Runde Tisch«, dessen Sitzung live im Fernsehen übertragen wurde, die Stimmung noch mächtig an. Es wurden Zahlen über Mitarbeiter und Bewaffnung des MfS ohne jede sachliche Grundlage in die Welt gesetzt. Das brachte natürlich die Volksseele zum Kochen. Die Demonstration »mit Phantasie und ohne Gewalt«, zu der die Veranstalter aufriefen, drohte zu kippen. Zumal die Demonstranten aufgerufen wurden, Steine und Mörtel mitzubringen. Man wolle uns einmauern, wenn wir den Komplex nicht freiwillig verlassen würden. Wir hatten keinerlei Erfahrungen mit derartigen Situationen. Festgelegt wurde, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Gebäudekomplex um 15 Uhr zu verlassen haben und nur eine Handvoll Freiwilliger bleiben dürfe- so ist es dann auch geschehen.

Wie verbrachten Sie den Tag? Wussten Sie am Morgen, dass am Abend Geschichte geschrieben würde?

Naja, zu dieser Zeit musste man auf alles gefasst sein, doch konkrete Ahnungen hatte ich nicht. Als ich gegen halb acht mit meinem Lada aufs Gelände in der Normannenstraße fuhr, überlegte ich, wie wir es bewerkstelligen könnten, dass altes friedlich bleibt, denn wenn einer aufruft, Steine zu einer Demonstration mitzubringen, führt er in aller Reget nichts Gutes im Schilde. Mein Arbeitszimmer befand sich im ehemaligen Ministerblock. Ich blickte vom Schreibtisch aus direkt auf das Tor in der Ruschestraße. Zu Dienstbeginn fand die übliche Lagebesprechung statt. Es wurde beraten, wer von der Generalität an diesem Tag die Stellung halten sollte. Die Aufgabe fiel mir zu: Ich war der Jüngste und wohl auch Fitteste. Die Generale Niebling, Möller und Braun, so wurde beschlossen, sollten nach Karlshorst zu unseren sowjetischen Freunden fahren.

Und was war mit der Aufklärung?

Sie stand unter Leitung von Generaloberst Werner Großmann und agierte selbständig. So war ich dann ab 15 Uhr der kommandierende General im Gebäude. Im Laufe des Tages meldeten sich sogenannte Bürgervertreter aus den Bezirken bei mir - von wem sie ihr Mandat hatten, blieb zumeist im dunkeln. Die Bezirksverwaltungen und Kreisdienststellen außerhalb Berlins waren zu jenem Zeitpunkt bereits besetzt. Da waren die Bezirke dem Neuen Forum in der Hauptstadt voraus.

Über den genauen Fortgang dieser »Demonstration« ist viel spekuliert worden.

Vor allem wurde darüber spekuliert, wie es dazu kam, dass plötzlich das Tor aufging und sich die Menschenmenge über das Ministeriumsgelände ergoss. Die Polizeikräfte im Objekt hatten auf keinen Fall den Befehl, unter allen Umständen und unter Einsatz polizeilicher Mittel den Gebäudekomplex zu schützen. Dazu reichten die vorhandenen Kräfte nicht aus. Die jungen Angehörigen der Bereitschaftspolizei, die im Gebäude untergebracht waren, schauten dem Treiben mehr oder weniger amüsiert zu - was sollten sie auch sonst tun? Das Ergebnis kennt jeder, doch der konkrete Hergang ist Gegenstand ausufernder Spekulationen. Das »Bürgerkomitee 15. Januar« stellt den Vorgang auf seiner Website wie folgt dar: »Um zu deeskalieren und mangels ausreichender Polizeikräfte beschlossen die Vertreter der Bürgerkomitees am Tor und die Bewachungsmannschaften der Polizei, nichts dagegen zu unternehmen, als ein bislang unbekannter Demonstrant über das Tor sprang und es öffnete. Die nachdrängenden Demonstranten öffneten dann von innen ein weiteres Tor, so dass zahlreiche Menschen auf das Gelände drängen konnten.« Wir jedenfalls, die im Objekt verbliebenen ehemaligen Mitarbeiter des MfS, haben das Tor nicht aufgemacht. Ich habe dazu auch keinen Befehl gegeben.

Das wäre wohl auch ein wenig lebensmüde gewesen.

Wir wollten uns nicht der unberechenbaren Gewalt von der Straße, die vor unseren Augen tobte, aussetzen. Doch keine Spekulation ist konstruiert genug, wenn es darum geht, die ehemaligen Mitarbeiter des MfS an den Pranger zu stellen. So wurde bereits kurz nach den Ereignissen erklärt, dass wir, die Mitarbeiter des MfS, die Tore selbst geöffnet hätten, um damit Druck auf die Modrow-Regierung auszuüben, um doch noch einen Verfassungsschutz zu kriegen. Auch sollen »verdeckte Mitarbeiter« des MfS die Demonstranten von den Akten weg hin zum Versorgungstrakt gelenkt haben, um unsere IM zu schützen. Da ich zum Chef dieses Verfassungsschutzes berufen worden war, hätten diese »aktiven Maßnahmen« von mir oder meinem Stab ausgehen müssen. Doch ich weiß nichts davon. Mich hat auch nie jemand dazu befragt. Ich glaube, dass die Ursache für diese Massenbewegung in einer ganz einfachen psychologischen Tatsache liegt: Die Fenster der Büros waren mit schwarzen, lichtundurchlässigen Vorhängen, wie sie in allen Objekten des MfS üblich waren, abgedunkelt, die Fenster und Türen des Sozialtraktes, der demoliert und geplündert wurde, hingegen waren hell erleuchtet. Das Gebäude hob sich auch farblich von den anderen Gebäuden ab.

Waren Sie zu diesem Zeitpunkt noch in der Ruschestraße?

Ja sicher, es war ja eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag- falls man zu dieser Zeit überhaupt davon sprechen konnte. Uns Generalen wurde später unterstellt, wir hätten das Ganze inszeniert. Das ist Blödsinn. Einzig Karli -Coburger, der Chef der Hauptabteilung VIII, hatte Mitarbeiter in den Demonstrationszug kommandiert. Doch die hatten den Auftrag, das Spektakel zu beobachten, nicht zu lenken. Sie kamen mit Demonstranten sogar in mein Dienstzimmer, was ich, hätte ich das Prozedere festgelegt, sicher vermieden hätte.

Was waren das für Leute, die Sie in Ihrem Dienstzimmer »besuchten«?

Dem Anschein nach war es ein Querschnitt durch die Berliner Bevölkerung. Sie stellten mir Fragen, die ich, so gut ich konnte, beantwortete. Zum Beispiel, ob ich meine Dienstwaffe bei mir trage - das konnte ich verneinen. Unter den DDR-Bürgern, die sich in meinem recht kleinen Büro drängten, waren auch Leute, die als »Wessis« erkennbar waren. Ich gehe davon aus, dies war das erste Mal, dass das MfS von einem gegnerischen Dienst inspiziert wurde. Während sich mein »Besuch« sehr gesittet benahm, plünderten junge Männer mit Glatze und Bomberjacke den Sozialtrakt. Die Bilder gingen durch die Medien. Die Sicherungskräfte der Polizei nahmen ihnen die Sachen am Ausgang wieder ab. Von anderer Qualität waren diejenigen, die nach der Öffnung des Tores in der Ruschestraße zu den Diensträumen der Hauptabteilung II, der Spionageabwehr, durchstarteten und ganz gezielt bestimmte Räume aufbrachen. Auch wurde versucht, die Metallschränke aufzubrechen - von Tresoren oder Safes bei den Blechkästen zu sprechen, in denen wir unsere Akten aufbewahrten, ist schlicht übertrieben. Nach meinem Wissensstand wurden sie aber kaum fündig.

Was wurde da gesucht?

Ich kann nur vermuten, dass diese Leute gezielt nach den Ermittlungsergebnissen der Spionageabwehr suchten, die die Abteilung 13 erarbeitet hatte. Eine Rolle spielten dabei sicherlich auch die Aussagen des Überläufers Oberstleutnant Rainer Wiegand, Leiter der Arbeitsgruppe Ausländer der HA II/7. Wiegand, ein moralisch labiler Mensch, verließ zusammen mit seiner Sekretärin Anfang 1990 die DDR und gab den gegnerischen Diensten sein Wissen preis. Wie mir Genossen der Spionageabwehr später erzählten, wussten wir über die Kontakte westlicher Journalisten mit westlichen Diensten, vor allem mit dem Kölner Bundesamt für Verfassungsschutz, viel mehr, als der Gegenseite lieb war. Schließlich haben wir den Telefonverkehr von Westberlin in die Bundesrepublik intensiv mitgehört. Viele Journalisten telefonierten von Westberlin aus recht offen mit ihren Partnern in Köln oder München, weil sie sich in Westberlin sicher fühlten - das waren sie aber nicht! Diese Kenntnisse sollten natürlich unter der Decke bleiben.

Waren die Safeknacker in den Räumen der Hauptabteilung II erfolgreich?

Wie mir später berichtet wurde, haben sie zwar die Türen der Diensträume aufbekommen, jedoch nicht die Stahlschränke.

Wie haben sich die anderen Demonstranten in der Ruschestraße bewegt?

Das war recht unterschiedlich. Von Aggression bis Neugier war alles vertreten, mitunter sogar Angst.

Wieso Angst?

Die Leute hatten natürlich die Bilder aus Rumänien im Kopf, wo auf Demonstranten geschossen worden war. Und bei der Hysterie, die um sich griff, ich denke nur an die Zahlen über den gewaltigen Waffenbestand der »Stasi«, die durch die Medien spukten, hatten einige Angst, aus den verdunkelten Fenstern würde auf sie geschossen. Doch es fiel kein Schuss.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Merkur » 15. April 2019, 19:26

Fortsetzung:

Warum war das so?

Das war schlicht das Verdienst des besonnenen Handelns der Mitarbeiter unseres Ministeriums, nicht nur an diesem Tag, sondern schon in den Tagen davor, als überall in der Republik die Kreisdienststellen und Bezirksverwaltungen besetzt wurden. Uns war schließlich klargeworden, dass die DDR nicht mehr zu retten war. Jedes Blutvergießen wäre unverantwortlich gewesen. Wir waren dazu ausgebildet, die DDR nötigenfalls auch mit der Waffe gegen einen Angriff von außen zu verteidigen. Nicht jedoch waren wir darauf vorbereitet, auf das demonstrierende Volk zu schießen. Die Friedlichkeit dieser Ereignisse ergab sich darum vor allem aus der Einstellung der MfS-Mitarbeiter zu ihrem Staat und zur Bevölkerung. Wir lebten schließlich nicht in Kasernen, wir lebten in den Wohngebieten mit den Menschen zusammen, die nun vor den Toren unserer Einrichtungen standen. Ich bin in meinem Wohngebiet in Frankfurt (Oder) regelmäßig mit meinem Hund spazieren gewesen, ohne Personenschutz, denn ich hatte nie das Gefühl, dass meine Nachbarn mich bedrohten.

Beruhte diese »Friedfertigkeit« auf Befehlen und Weisungen von Partei und Regierung?

Dass ich nicht lache! Die Partei wollte bekanntlich längst nichts mehr von uns wissen, der Staatsapparat löste sich vor unseren Augen auf. Wir haben uns so verhalten, wie unsere Einstellung zu unserem Land das gebot. Das war nicht immer leicht. Als ich im Dezember 1989 den Demonstranten vor der Bezirksverwaltung in Frankfurt gegenüberstand, sah ich in so manches hasserfüllte Gesicht und spürte, dass ein Funke genügen würde, um eine Katastrophe auszulösen. Doch wir blieben ruhig und besonnen. Am 15. Januar 1990 war das nicht anders. Angst hatte natürlich meine Frau. Sie machte sich verständlicherweise große Sorgen um mich, zumal sie mich telefonisch nicht erreichte. Erschwert wurde unsere Kommunikation zusätzlich dadurch, dass wir, gerade von Frankfurt nach Berlin gezogen, zu Hause keinen Anschluss hatten, so dass meine Frau zur Telefonzelle musste, wenn sie anrufen wollte. Sie rief Wolfgang Schwanitz an, der seinerzeit das Amt für Nationale Sicherheit leitete. Der sagte ihr, sie müsse sich nicht sorgen, ich sei bei den sowjetischen Freunden in Karlshorst. Das war zwar gut gemeint, jedoch nicht wahr. Schließlich sah Christa mich im Fernsehen - sie starb fast vor Angst. Was mich an diesem 15. Januar 1990 am meisten geärgert und maßlos enttäuscht hat, war die Wurstigkeit, mit der Ministerpräsident Hans Modrow uns behandelt hatte. Es wäre für ihn ein Leichtes gewesen, zumindest einen Beauftragten zu uns zu schicken, um zu fragen, wie es uns geht, ob wir Hilfe brauchten. Schließlich waren wir ja seine Mitarbeiter. Das werde ich dem Mann nie verzeihen! Schließlich war er mein Vorgesetzter, sowohl als staatlicher Leiter als auch als Genosse.

Dieser Tag brachte für mich auch die erste Begegnung mit westlichen Medien. Ein Offizier der Volkspolizei fragte bei mir an, ob ich einem Fernsehteam aus der BRD einige Fragen beantworten wollte. Ich sah keinen Grund, es nicht zu tun. Auf diese Weise lernte ich den 24jährigen Georg Mascolo kennen, damals Berufsanfänger, heute ein profilierter Journalist. Da die Chemie zwischen uns stimmte, das Team sich sachlich und höflich benahm, war ich es auch. Ich bot Kaffee und später auch Wodka an. Beides wurde gern angenommen. Ganz uneigennützig war meine Gastfreundschaft allerdings nicht, denn ich rechnete damit, dass ich durch das westliche Fernsehteam vor Überraschungen durch Demonstranten geschützt sein würde. Unsere freundschaftliche Verbindung, die am 15. Januar 1990 durch den Besuch von Mascolo in meinem Dienstzimmer entstand, hält trotz aller Turbulenzen, die das Leben seither mit sich brachte, bis heute.

In verschiedenen Medien wurde berichtet, Sie seien an diesem Abend in Ihrem Dienstzimmer schlafend angetroffen worden.

Mir war an diesem Abend wirklich nicht nach Schlafen zumute! Als kommandierender General war ich mir meiner Verantwortung bewusst. Nachdem das alles vorüber war, habe ich mir erst einmal ein Bild von der Lage gemacht. Die Meldungen der einzelnen Diensteinheiten waren recht entspannt. Einzig die Spionageabwehr, die Hauptabteilung II, meldete, dass versucht worden sei, in ihren Büros Panzerschränke mit brisantem Material aufzubrechen. Im Sozialtrakt hatten Vandalen gewütet. Der Sachschaden war immens. Als ich dort eintraf, waren bereits Vertreter der Bürgerkomitees aus den Bezirken damit beschäftigt aufzuräumen, sichtlich erschüttert über die Verwüstungen, die ihr Aufruf zu einer »phantasievollen Demonstration« zur Folge hatte - so hatten sie sich das sicher nicht vorgestellt. Generell muss ich feststellen, dass die Vertreter der verschiedenen Bürgerkomitees, die ich während meiner Tätigkeit erlebte, vor allem heillos überfordert waren. Sie sahen in allem, was wir taten, nur Ranküne alter Seilschaften, die Geld, Güter, Waffen und vor allem Akten zur Seite schaffen wollten. Dass wir, die ehemaligen Mitarbeiter des MfS, damit beschäftigt waren, das Ministerium abzuwickeln und selbst Zukunftsängste hatten, kam den selbsternannten Bürgerrechtlern gar nicht in den Sinn. Letztlich, man verzeihe mir das derbe Wort, waren sie die nützlichen Idioten, die die Lücke füllen mussten, bis die Politprofis aus Bonn das Heft des Handelns in die Hand nehmen konnten.

Aber nahm das Verhängnis nicht bereits seinen Lauf, als man seitens der Regierung darauf verzichtet hatte, trotz dieses »Demonstrations«-Aufrufs geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen?

Wir waren damals formal noch ein souveräner Staat. Der Modrow-Regierung standen alle Möglichkeiten zur Verfügung - vom Demonstrationsverbot bis zum verstärkten Polizeischutz -, um eine Eskalation der Ereignisse zu vermeiden. Das tat sie nicht, weil sie es sich nicht mit dem Runden Tisch verderben wollte, und weil, ich verweise da auf Egon Krenz oder Markus Wolf, das MfS als Prügelknabe herhalten sollte, um den Druck von der SED-Nachfolgerin PDS zu nehmen. Und als einer, der mittendrin war, sage ich Ihnen, die Sache war derart aufgeheizt, dass sie schnell hätte kippen können. Und dann hätte es Tote gegeben - auf beiden Seiten! Ich frage mich heute noch, ob diese »Demonstration« ordentlich angemeldet worden war, wer sie gegebenenfalls genehmigt und mit welchen Auflagen versehen hatte. Das AfNS war ein militärisches Organ. Seine Gebäude standen damit unter besonderem Schutz. Die DDR-Regierung hatte den Auftrag, das Gelände in Berlin-Lichtenberg weiträumig abzusperren. Der energische Angriff auf die Panzerschränke der Spionageabwehr belegt meines Erachtens deutlich, dass hier gegnerische Dienste versuchten, ihr Schäfchen ins trockene zu bringen. Wenn der so oft zitierte »Volkszorn« in dieser Nacht unterwegs gewesen wäre, so hätte er sich eigentlich gegen die Hauptabteilung XX richten müssen. Doch für deren Akten interessierte sich niemand, genauso wenig wie für die Abteilung XII, das Archiv und die Registratur des MfS.



War von dem »Schild und Schwert« nicht zumindest der Schild übriggeblieben, um sich an diesem Abend zu schützen?

Für die Mitarbeiter des Amtes für Nationale Sicherheit stellte sich selbstverständlich die Frage, was es denn noch zu verteidigen gäbe. Klar: Unser Leben und das Leben unserer Familien hätten wir bedingungslos geschützt. Doch den Staat verteidigen, der uns zu »Buhmännern«, »Blitzableitern« und »Schmuddelkindern« machte? Da die Grenze nach Westberlin am 9. November unter chaotischen Bedingungen geöffnet worden war, blutete die DDR förmlich aus. Die Sowjetunion, vierzig Jahre lang unser wichtigster Verbündeter, ließ die DDR im Stich, die Regierung Modrow hatte das Heft des Handelns längst nicht mehr in der Hand. Wir fühlten uns von dieser Regierung verraten. Wen oder was sollten wir also schützen, außer uns selbst, unsere Familien und unsere IM?

Nun heißt ja Geheimdienst nicht nur Geheimdienst, weil er im verborgenen agiert, sondern vor allem, weil er Geheimnisse sammelt. Hätte man dies nicht nutzen können, um die Öffentlichkeit in den 1990er Jahren darüber zu informieren, welcher Angriffe von westlicher Seite man sich hatte erwehren müssen?

Wir hätten zeigen können, wie gegnerische Dienste in der DDR aktiv waren, wo sie einzudringen versuchten und so weiter. Doch Günther Kratsch, der Chef der Spionageabwehr, hatte sich in den 1990er Jahren geweigert, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, wie Werner Großmann berichtete. Es hätte uns allen sicher sehr geholfen. Auch Horst Männchen, der Chef der Funkaufklärung des MfS, hätte viel erzählen können. Die Hauptabteilung III, der er vorstand, hinterließ 1989 Zehntausende Tonbänder, auf denen Telefongespräche der politischen, militärischen und Wirtschaftselite der Bundesrepublik mitgeschnitten worden waren. Ihr Inhalt soll so »schrecklich« gewesen sein, dass sie ohne Auswertung sofort vernichtet wurden. Doch Horst Männchen arbeitete nach 1989 lieber mit dem Bundesverfassungsschutz zusammen, als dass er seinen ehemaligen Genossen geholfen hätte.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon augenzeuge » 15. April 2019, 21:09

Einfach unverbesserlich, der gute Genosse. Und Kratsch hat sich geweigert etwas zu tun was die eigenen Leute entlastet hätte? Er hätte nur gewinnen können. Na, wers glaubt.

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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon augenzeuge » 15. April 2019, 21:52

Auch sollen »verdeckte Mitarbeiter« des MfS die Demonstranten von den Akten weg hin zum Versorgungstrakt gelenkt haben, um unsere IM zu schützen. Da ich zum Chef dieses Verfassungsschutzes berufen worden war, hätten diese »aktiven Maßnahmen« von mir oder meinem Stab ausgehen müssen. Doch ich weiß nichts davon.


Ganz sicher hätten diese Maßnahmen nicht unbedingt von ihm ausgehen müssen. Wie lange war er schon in der Position? Da haben andere schon die Fäden gesponnen. Wann lief Männchen nochmal genau über?

Wir waren dazu ausgebildet, die DDR nötigenfalls auch mit der Waffe gegen einen Angriff von außen zu verteidigen. Nicht jedoch waren wir darauf vorbereitet, auf das demonstrierende Volk zu schießen

Die vorbereitenden Maßnahmen in Leipzig Wochen zuvor sind ja dokumentiert. Wenn es weniger Leute auf der Demo gewesen wären, hätte man gegen die Konterrevolutionäre kein Feuer eröffnet?

Schließlich haben wir den Telefonverkehr von Westberlin in die Bundesrepublik intensiv mitgehört.

Das Risiko war zumindest 1988 bereits vielen Leuten bekannt.

Erschwert wurde unsere Kommunikation zusätzlich dadurch, dass wir, gerade von Frankfurt nach Berlin gezogen, zu Hause keinen Anschluss hatten, so dass meine Frau zur Telefonzelle musste, wenn sie anrufen wollte.

Ich fass es nicht......


Aussagen des Überläufers Oberstleutnant Rainer Wiegand, Leiter der Arbeitsgruppe Ausländer der HA II/7. Wiegand, ein moralisch labiler Mensch, verließ zusammen mit seiner Sekretärin Anfang 1990 die DDR


Da hatte also das MfS Herrn Oberstleutnant Wiegand (intern nannte man ihn Falk) als labilen Typen zum Leiter ernannt? Der mit einer verheirateten Sekretärin, ihren 2 Kindern und mit 265.000 DM aus der Stasikasse, alles sicher nicht weniger moralisch labil....zum BND flüchtete. Alles bereits im Sommer 89 organisiert, als er in Belgrad weilte...
Dort wurde er ja zum Stromdreieck umbenannt.... [grins]
Und später wurde der Verräter Wiegand bei einem Verkehrsunfall in Portugal getötet, nicht wahr? Warum fällt mir jetzt Eigendorf ein? Ach, man kann ja beides nicht beweisen.....die Stasi war ja schon aufgelöst...eben alles nur Zufall. [flash]


Früher las man es so...:
Eine Etage höher öffnete der smarte Generalmajor Heinz Engelhardt am späten Abend auf höfliches Klopfen des SPIEGEL-TV-Teams seine abgedunkelte Büro-Suite. Engelhardt, ein Mann von Contenance, bat um einige Sekunden Geduld, weil er seine Krawatte richten wollte. Nach des langen Tages Trubel hatte er sich gerade ein kleines Nickerchen gegönnt. "Ich bin hier sozusagen der Konkursverwalter", stellte er sich vor und offerierte einen Wodka.
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9157697.html


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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon AkkuGK1 » 16. April 2019, 05:35

Kein Wunder das die versagt haben. Was für ein Idiot.
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Merkur » 16. April 2019, 08:18

AkkuGK1 hat geschrieben:Kein Wunder das die versagt haben. Was für ein Idiot.


Was konkret macht ihn aus Deiner Sicht dazu?
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon AkkuGK1 » 16. April 2019, 09:06

Opferbewertung.
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Interessierter » 16. April 2019, 09:51

Stasi-Auflöser Heinz Engelhardt "Wir haben uns im Osten der Republik sehr wohl gefühlt"

Feste feiern, Bürger vorm Klassenfeind schützen, Pflicht erfüllen - knapp drei Jahrzehnte nach dem Ende der Schnüffelei packt jetzt Heinz Engelhardt aus, 1989 der letzte Stasi-General. Sein beklemmendes Fazit: Schön war's.

Um es gleich vorwegzunehmen: Wer wissen will, wie DDR und Stasi "wirklich" waren (jedenfalls in den Erinnerungen eines heute 75-jährigen Stasi-Generals), sollte dieses Buch lesen. Denn die "Westmedien" liefern dazu bekanntlich seit drei Jahrzehnten nur ein verzerrtes Schreckensbild. Nun endlich erzählt Generalmajor Heinz Engelhardt höchstpersönlich, wie das ganz "objektiv" betrachtet war: Schön war's nämlich!

Denn er hatte im "Kollektiv der Abteilung XX" (zuständig für die politische Unterdrückung oppositioneller Kräfte) eine "tolle Truppe" um sich. "Wir haben uns im Osten der Republik sehr wohl gefühlt (...). Wir haben gegrillt, geredet und Bier getrunken. Und wir haben offen über die Probleme diskutiert, die uns allen auf den Nägeln brannten", so Engelhardt in dem jetzt als Buch erschienenen Interview mit dem Titel "Der letzte Mann. Countdown fürs MfS".

Der Mann mit den sächsischen Wurzeln kam 1962 schon als 18-Jähriger zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und machte Karriere im Apparat, der jeden Bereich der DDR-Gesellschaft infiltrierte und mit Spitzeln durchsetzte. Im Herbst 1989 wurde Engelhardt Leiter des MfS-Nachfolgers "Amt für nationale Sicherheit". Als letzter General aus der Ära von Erich Mielke war er der Konkursverwalter der Stasi und versuchte noch im Dezember 1989, einen "DDR-Verfassungsschutz" aufzubauen. Am Ende war die Stasi-Auflösung sein Auftrag.

"Es machte mir Freude, mit Menschen zu arbeiten"

Feiern, feiern, feiern: An die frühen Feste erinnert Engelhardt sich gern und kommt im Buch immer wieder darauf zurück. Die Stasi war ja auch "ein Männerverein". Da war dann doch "bei aller Gleichberechtigung in der DDR" Ende der Fahnenstange für Frauen.

Am schönsten und wohl auch am liebsten schildert Engelhardt seine Jahre vor dem Aufstieg im MfS im beschaulichen Vogtland, dem sonnigen Süden der DDR. Im Innenhof der Stasi-Kreisdienststelle Reichenbach spielte er mit seinen Kameraden in der Mittagspause oft Volleyball. In Reichenbach bekam der Familienvater sein erstes Auto, einen hellblauen Trabi. "Wir lebten ruhig und unbescholten. In der Schule meiner Kinder wusste jeder, wo der Papa arbeitet."

Zersetzungsarbeit? I wo! So was machten der Papa und seine Mitspieler doch nicht: "Es machte mir Freude, mit Menschen zu arbeiten." An anderer Stelle schwärmt Engelhardt von der "sozialistischen Menschengemeinschaft, von der allgemeinen Harmonie des Zusammenlebens" in der DDR. In Reichenbach mühte sich demnach die Stasi im Alltag mal als Schrottsammler, mal um die Sicherheit der Bürger vor Angriffen des Klassenfeindes. [bloed]

Engelhardts großes Vorbild waren "Timur und sein Trupp": Helden eines sowjetischen Kinderbuches, die in der Nacht alten, schwachen, kranken Leuten in einer Moskauer Vorortsiedlung halfen. Engelhardt sieht sich heute in seiner wahren Arbeit missachtet und bittet darum, "den Mitarbeitern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen".

Starrsinn und Trotz


Unvergesslich blieb sein Abschied von der Kreisdienststelle: "Wie üblich wurde lange und ausgiebig gefeiert. Die Unsitte, Vodka nur aus Wassergläsern hundertgrammweise zu trinken, war nicht nur im MfS verbreitet. Aber auch dort. Oft zum Leidwesen unserer Ehepartner."

Im Buch ist der Fragesteller, Journalist Peter Böhm, meist derselben Ansicht wie Engelhardt und liefert Stichworte, statt zu fragen. Also redet und redet der General auf 284 Seiten. Ein interessanter Einblick in seine "objektive Geschichtsdarstellung" - sofern man lesen mag über Starrsinn, Trotz und diese deutsche Haltung, dass man "zu seiner Überzeugung steht".

So lernte ich Engelhardt bereits vor 30 Jahren kennen, als er im Berliner MfS-Hauptquartier von Erich MielkeAnfang 1990 den jovialen Konkursverwalter des DDR-Geheimdienstes gab. Damals schon beklagte er Frust und Müdigkeit in den eigenen Reihen, weil die Arbeit des MfS - bis auf die Spionageabwehr - größtenteils "sinnlos war".

Erkenntnisse durch "Zehntausende von inoffiziellen Mitarbeitern über die Realität im Lande" seien von der SED und dem Politbüro um Erich Honecker nicht beachtet und in Politik umgesetzt worden. Dabei habe die Stasi "doch einer guten Sache gedient". [laugh]

Ganz besonders wurmte ihn bei der Begegnung 1990, dass es uns mit einem Kamerateam erstmals gelungen war, ins Berliner Zentralarchiv einzudringen, das gigantische Hauptlager der Stasi-Akten. Er und sein Führungspersonal hingegen mussten draußen bleiben.

Wie viel Frust schleppt der Generalmajor mit, auch nach drei Jahrzehnte noch? "Ich habe der DDR aus politischer Überzeugung gedient", sagt Engelhardt heute - und definiert nirgendwo näher, was das für eine Überzeugung war. Im Buch tauchen auch unangenehme Seiten des MfS auf. Das Arbeitsklima etwa: "Am schlechten Beispiel lernte ich, wie man mit Menschen, mit Kampfgefährten und Gleichgesinnten nicht umgehen sollte."

"Eins auf die Zwölf und Schluss der Debatte"


So sprach einer seiner Vorgesetzten gern davon, man solle diesen oder jenen "in die Furche ditschen"; ein Doppelagent wurde 1981 entgegen der DDR-Gesetzeslage zum Tode verurteilt und hingerichtet. Engelhardt schlug als junger Tschekist auch mal selbst zu, als ihn ein Bürger "Stasischwein" nannte: "Eins auf die Zwölf und Schluss der Debatte."

Zu einem deutschen Utensil brachte es Engelhardt 1990 mit dieser zerfallenden Truppe immerhin noch: stolze Stempel mit Ährenkranz, Hammer und Zirkel, "Deutsche Demokratische Republik - Verfassungsschutz". Zum Einsatz kamen sie nicht mehr.

Über die Endzeit des Geheimdienstes erzählt Engelhardt verbittert: "Krenz, Modrow und andere wollten die Partei retten, und so wurden wir den Medien zum Fraß vorgeworfen." Feinde, nichts als Feinde - erst kamen sie aus dem Westen, dann aus den eigenen Reihen.

Für die einstigen SED-Genossen war Engelhardts Teil der Stasi, der die aufmüpfigen DDR-Bürger in Schach halten sollte, plötzlich "die 'böse' Stasi - die Schmuddelkinder, mit denen man nichts mehr zu tun haben wollte". Und für die es nur gekappte Renten gab.

https://www.spiegel.de/einestages/stasi ... 62024.html

Denn er hatte im "Kollektiv der Abteilung XX" (zuständig für die politische Unterdrückung oppositioneller Kräfte) eine "tolle Truppe" um sich.


Was für ein krankes Hirn, der so etwas absondert... [denken] Das Buch ist höchstens für Menschen interessant, die bis heute noch nicht begriffen haben, was für ein menschenverachtender, verbrecherischer Geheimdienst diese Stasi in Teilen war.

In wie weit das auch für diejenigen zutrifft, die permanent versuchen deren damaliges Treiben schönzureden oder gar zu bestreiten, mag jeder für sich selbst entscheiden.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Dr. 213 » 16. April 2019, 12:41

Eine schöne Geschichte und viele Stasimitarbeiter müssen dankbar dieses Buch kaufen.
Solche Stasimitarbeiter, die sich für Verdunkelung von schweren Straftaten auch heute noch feiern lassen,
waren damals Täter, und sind heute in der Rolle als Verklärer ein Beispiel für die Verhöhnung aller Stasiopfer.

Die Verkackeierung der Demonstranten anläßlich der teilweisen Stürmung der MfS- Zentrale
wird als unglaublich kluge tschekistische Finte glorifiziert, ich glaube jedoch das ist übertrieben.

So genau wie es hier dargestellt wird, konnte man die Reaktion der Besetzer in Wahrheit nicht vorhersehen.
Die Stasifritzen haben Glück gehabt, daß die Bürgerrechtler viel zu gutgläubig und friedlich waren.

Als Schwäche würde ich es aber nicht sehen. Sie verfügten wohl über das Mehr an Menschlichkeit,
was den Berufsverbrechern dieses menschenverachtenden Stasimonsters abhanden gekommen war.

Herzlichst
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Sie lügen, sie lügen und wir müssen uns barmherzig zeigen, denen gegenüber, die lügen. (Colonel Kurtz)
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon AkkuGK1 » 16. April 2019, 13:56

@Dr. 100% zustimm. Wer diesem Stasigeneral zustimmt, hat wohl die gleiche stalinistische Einstellung und nicht alle Latten am Zaun.
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Volker Zottmann » 16. April 2019, 18:57

Verklärungsschmonzetten werde ich nie kaufen und daher allenfalls etwas in Auszügen lesen.
Ich finde die eindringlichen und entlarvenden Worte vom Dr.213 prägnanter, als die 3 -teilige Vorstellung durch @Merkur.
Wie der General zur Stasi fand, ist bekannt.
Fast genauso hat es ein 10-Klässler-Maurerlehrling nach nur 2 Lehrjahren während meiner Lehrzeit auch zu dieser Firma geschafft. Manche mochten einfach, solchem Monster zu dienen. Ebenso mein früher Schulfreund Kiki, der dann als Flak-Kommandeur der NVA das DDR-Ende miterlebte.
Für mich sind diese Lebenswege unbegreiflich. Die gibt es nun aber mal... Wenn einer dann noch innerhalb der Stasi in der Bevölkerungsunterdrückung involviert war, so will ich dessen Bücher einfach nicht lesen. Zumal ja bis heute keinerlei Bedauern geübt wird.

Gruß Volker
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Edelknabe » 16. April 2019, 19:10

Aber Volker, freu dich doch. Denn du hast alles, aber auch alles richtig gemacht. Du Glücklicher. Ich gerade zu meiner: " Also nee Susanne, du hättest damals besser den Volker nehmen sollen, statt mich". Jetzt meine Susanne: "Männer mit Fehlern sind mir lieber, statt diese aalglatten Typen".

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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon andr.k » 16. April 2019, 21:05

Merkur hat geschrieben:Anbei ein interessanter Buchhinweis:
Die Partei wollte nichts mehr von uns wissen
Vorabdruck: Die Abwicklung der »Stasi«. Heinz Engelhardt im Gespräch mit Peter Böhm


Danke für den Hinweis. [wink] Das Buch ist bestellt und wird voraussichtlich kurz nach Ostern den hohen Norden erreichen.

P.S.: Jetzt im Juli erscheint auch endlich Teil 2 der Spionageabwehr.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon AkkuGK1 » 16. April 2019, 22:10

Fanboy?
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Merkur » 17. April 2019, 03:51

Es erscheinen in diesem Jahr einige interessante Bücher, u.a. auch dieses:

Die DDR-Spionage des BND
Von den Anfängen bis zum Mauerbau

von Ronny Heidenreich

Die DDR-Spionage gilt gemeinhin als das Aushängeschild des Bundesnachrichtendienstes. Seine nun erstmals gründlich ausgewerteten Unterlagen zeigen, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklafften. Denn nach einem kurzen Höhenflug geriet die DDR-Aufklärung des BND im Vergleich zu den anderen westlichen und westdeutschen Diensten deutlich ins Hintertreffen - schon vor dem Mauerbau. Mehr noch: Dem KGB gelang es, die BND-Berichterstattung an die Bundesregierung an entscheidenden Stellen zu manipulieren. Ronny Heidenreich untersucht Praxis und Ertrag der Pullacher DDR-Spionage und zeigt, wie der BND seine Schwächen gegenüber der Öffentlichkeit und den eigenen Mitarbeitern mit inszenierten Erfolgen überdeckte.

(Band 11 der Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968)

Erscheint voraussichtlich: Oktober 2019
Ausstattung: Hardcover
Format: 14,8 x 21,0 cm
Seitenzahl: ca. 650

PS: kein Fanboy, lediglich Interessierter (Leser der Reihe).
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Beethoven » 17. April 2019, 08:48

Ich bin ehrlich gesagt, immer wieder verwundert.

Hier spricht ein ehemaliger General des MfS, der erst seit kurzer Zeit in Berlin war und man wirft ihm Verdunklung und sonst was vor.
Mir erscheinen seine Aussagen ehrlich und wohl dosiert ohne zu prahlen oder sich in ein besseres Licht zu stellen. Den Mann kanzelt man ab.

Wenn "Hänschen Müller" seine vermeintlichen Erlebnisse zum Besten gibt die von logischen Verstand her schon unwahr sind, wird er bejubelt und ist der "Weisheit und Wahrheit letzter Schluss".
Hauptsache es geht gegen die DDR und seine Organe.

Soviel Doppelzüngigkeit erlebe ich nur in diesem Forum. Das ist eigentlich bedauerlich.

Trennung

Ich werde mir das Buch auch nicht besorgen, weil ich nicht aus Ecke der Geheimdienste komme und auch kein "verfolgter, geknechteter und gequälter Bürger" war aber bitte, es bleibt jedem selber überlassen.

Ein ehemaliger Kommandeur meines Truppenteils, den ich allerdings nicht mehr als Kommandeur erlebte sondern nur zu Zeiten als er noch Kompaniechef (sogar meiner) und Stabschef (nach Absolvierung der Frunseakademie) gewesen ist, schrieb unlängst auch ein Buch.
Tarnname - Lötzinn 750 - heißt es. Ein ehrliches und auch schonungsloses Buch. Sowas kaufe ich mir, weil es eben auch meine Geschichte betrifft. Ich habe dazu eine Rezension geschrieben.

https://kameradenkreis-fjb-lstr40.de/

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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon AkkuGK1 » 17. April 2019, 09:45

@Beethoven ich hab auch ein wenig in diesem Buch gelesen und es war scho erstaunlich wie schlecht ausgestattet dieses Truppenteil war.
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Interessierter » 17. April 2019, 09:54

Beethoven » 17. Apr 2019, 09:48
Ich bin ehrlich gesagt, immer wieder verwundert.

Hier spricht ein ehemaliger General des MfS, der erst seit kurzer Zeit in Berlin war und man wirft ihm Verdunklung und sonst was vor.


Vielleicht solltest du dich einmal fragen, warum du immer wieder verwundert bist? Oftmals liegt es lediglich daran, dass man keine Ahnung hat.

Willst du etwa diesen General eines in Teilen verbrecherischen Geheimdienstes als Unschuldslamm erscheinen lassen?
Generäle in Diktaturen waren meistens verantwortlich für Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen.

Andere Offiziere der bewaffneten Organe haben sich in großen Teilen mindestens moralisch mitschuldig gemacht, da sie ja erst duch ihr Wirken das Bestehen einer Diktatur ermöglichten.
So schützten sie beispielsweise einen Doppelmörder und rechtskräftig verurteilte Totschläger.

Auf den " Bildungsnotstand " großer Teile dieser Offiziere von MfS, NVA und Vopo wurde schon des öfteren hingewiesen. Daher verzichte ich darauf einzugehen.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Nostalgiker » 17. April 2019, 10:07

Es ist wirklich belustigend wenn ein Bildungsferner über Bildung schwätzt .......
Bildungsnotstand = durch Mangel an ausgebildeten Kräften, Ausbildungsmöglichkeiten u. Ä. gekennzeichneter Notstand im Bildungswesen

Ich habe dir schon einmal empfohlen dich inhaltlich mit den von dir verwendeten Begriffen zu beschäftigen.
Denn wenn du ausreichende Allgemeinbildung hättest kämst du nie auf die Idee jemanden statt mangelnder Bildung einen Bildungsnotstand vorzuhalten.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon augenzeuge » 17. April 2019, 12:00

Mir erscheinen seine Aussagen ehrlich und wohl dosiert

Beethoven, sei froh dass dem Nosti deine Erscheinung von Naivität nicht aufgefallen ist. [grins]

Das Lesen des Buches setzt weder Täter noch Opferwissen voraus.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Dr. 213 » 17. April 2019, 14:01

Och Beethoven, Du bist nicht die Instanz, die es ganz sicher wissen kann, was unlogisch und damit nicht möglich ist.
Das kann der Verkleidete auch nicht. Der ist auch in seinem mit Rotlicht versautem Vorstellungshorizont gefangen und gibt
als Experte darum auch immer wieder seine daneben liegenden "Gutachten" ab, wenn ungenehme Zeitzeugen berichten.

Dein Urteil ist in der Sache auch ziemlich ohne Wert, da Du ja ein bekennender Fan vom verurteilten Totschläger Krenz bist.
Da vermute ich auch bei deiner Meinung zu Stasileuten einen immer noch gefestigten Klassenstandpunkt oder wie das hieß.

Auch der junge Stasi- General hat natürlich an der Verdunkelung von Schweinereien mitgearbeitet, oder glaubst Du,
die hätten nur die Akten vernichtet, die ihre "Kundschafter des Friedens" betraf, so wie das eigentlich mal gedacht war.
In die Reißwölfe, Öfen und Papiermühlen sind auch ganz bestimmt nicht nur die Speisekarten der Kantine gelandet.

Ansonsten nochmal einen Dank an Merkur für das Einstellen des Textes!
Es ist ein spannender Bericht und schön, daß wir darüber reden können.

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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Merkur » 18. April 2019, 15:20

So, jetzt werde ich das Buch mal lesen. Soll ja nicht verkehrt sein, sich den Diskussionsgegenstand mal zu Gemüte zu führen. Da weiß man dann, worüber man schreibt. [hallo]
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon HPA » 18. April 2019, 17:20

Manche sollen ja Spaß an Erbauungsliteratur haben. [grins]
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Dr. 213 » 18. April 2019, 19:59

Ist wie mit den Landserheften, vielleicht kann man sich den Sieg irgendwie doch noch herbei schreiben ?

Herzlichst
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon andr.k » 18. April 2019, 20:11

Die "Experten" immer mit ihren Spekulationen. [flash]
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon Dr. 213 » 18. April 2019, 20:39

Die "Gegenseite" immer, mit ihrer subtilen Fleischbrockentechnik.
[hallo]

Herzlichst
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon andr.k » 18. April 2019, 20:45

Dr. 213 hat geschrieben:Die "Gegenseite" immer, mit ihrer subtilen Fleischbrockentechnik.
[hallo]

Herzlichst
Dr. 213


Und das kannst du jetzt ohne das Buch zu lesen begründen? [flash]
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon HPA » 18. April 2019, 21:27

Dr. 213 hat geschrieben:Ist wie mit den Landserheften, vielleicht kann man sich den Sieg irgendwie doch noch herbei schreiben ?

Herzlichst
Dr. 213


So in etwa. Dieses Land hat schon mal eine Tätergeneration verkraftet welche ihre Taten relativiert und schön gefärbt hat. Dieses Land wird auch diese verkraften. Die biologische Lösung ist ja nicht mehr weit und wer liest diesen Dreck überhaupt noch?

[flash]
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon andr.k » 18. April 2019, 21:59

HPA hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:Ist wie mit den Landserheften, vielleicht kann man sich den Sieg irgendwie doch noch herbei schreiben ?

Herzlichst
Dr. 213


So in etwa. Dieses Land hat schon mal eine Tätergeneration verkraftet welche ihre Taten relativiert und schön gefärbt hat. Dieses Land wird auch diese verkraften. Die biologische Lösung ist ja nicht mehr weit und wer liest diesen Dreck überhaupt noch?

[flash]


Keiner zwingt Dich, das Buch zu lesen. Von daher ist Dein Beitrag und zum Thema folgende Antworten für die Tonne.
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Re: Heinz Engelhardt "Der letzte Mann"

Beitragvon HPA » 18. April 2019, 22:09

Und das legst Du fest was für die Tonne ist?

Selten so gelacht. [flash] [flash] [flash]

Ziemlich hilflos , eure fortwährende Schleichwerbung für Stasis Erbauungsschmonzetten.

Ich halte das Lesen von geschichtsrevisionistischen Schwärtchen für pure Lebenszeitverschwendung.

Von daher ist der Vergleich mit den Landserheftchen absolut zutreffend!
Zuletzt geändert von HPA am 18. April 2019, 22:12, insgesamt 2-mal geändert.
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