karnak hat geschrieben:es blieb also nur etwas wie friedliche Koexistenz

augenzeuge hat geschrieben:karnak hat geschrieben:es blieb also nur etwas wie friedliche Koexistenz
Und die Massen von IM's etc. sorgten dafür, das dieses "friedlich" von ihnen selbst definiert und gelebt wird, nicht wahr? Gehörte dazu auch die Studienablehnung der Tochter mit Zeugnis 1,0? Was hatte die eigentlich damit zu tun? Gehörte dazu die umgehende Zerstörung jeglicher Aktivitäten (Bibelstunde, Fussball) für die Menschen, welche sich ihm in ihrer Freizeit zuwenden wollen?
Karnak, diese friedliche Koexistenz ist nie bei Brüsewitz umgesetzt worden. Man hat ihm, wo immer es ging, gezeigt, dass man ihn bekämpft, auch dann wenn er es friedlich versuchte. Man hat ihm nie gesagt oder gezeigt, dass man eine echte friedliche Koexistenz wirklich wollte. So richtig, versteh ich nicht, warum man das heute noch nicht begreifen kann. Gerade hier ist es doch eindeutig.
AZ

Kumpel hat geschrieben:Nun , das sieht vielleicht ein ehemaliger MfS-Mann so.Allerdings entspricht es nicht dem damaligen Alltag in den Gemeinden der DDR , dort wollten die Menschen frei, ohne Gängelung und Überwachung
ihren Glauben leben und sich unbefangen von staatlicher Indoktrination austauschen.
augenzeuge hat geschrieben:War eine Bibelstunde oder ein Fussballspiel etwa nicht friedlich?
Na ja,friedlich in dem Sinne nicht aktiv gegen den Staat vorzugehen schon,anderes konnte man natürlich nicht so einfach belegen und das man das nicht können soll,dass war ja auch der "Plan".Wenn der der die Meisten mitbringt einen Hahn und ein Schaf geschenkt bekommt
ist die Missionierung durch die Hintertür durchschaubar und übrigens auch gegenüber den zu missionierenden nicht sonderlich seriös, es vermittelt eher den Eindruck mit Korrumpieren "Verführen" zu wollen. Man sollte vielleicht davon ausgehen, dass die Leute von der XX nun auch nicht gerade mit dem Klammerbeutel gepudert waren.

karnak hat geschrieben:Wenn der der die Meisten mitbringt einen Hahn und ein Schaf geschenkt bekommt ist die Missionierung durch die Hintertür durchschaubar

Interessierter hat geschrieben:Da schreibst Du, dass ja alles schon 25 Jahre oder länger her sei und es Dir am Ar... vorbei gehen könnte und dann begibst Du Dich trotz anstrengender Nacht und Müdigkeit nach Marienborn, um dort den Hauptmann des MfS heraushängen zu lassen !?
Da scheinen die User wohl doch richtig zu liegen, die in Deinem tiefsten Inneren immer noch die alte " MfS - Denke ", meinen orten zu können.
Eine Ähnlichkeit in Teilen Deiner Denkweise und dem nachstehend abgebildetem Reiter, könnte ich mir gut vorstellen![]()
Schönen Sonntag noch
Mit dem Bild hast Du sicher recht, wenn bei mir auch der Verdacht aufkommt in Deiner "Not" willst Du mich zu dem Trottel machen wie dieser selbsternannte Ritter mit seiner Barbierschale auf dem Kopf
, und Nee deswegen fahre ich nicht dort hin,ich fahre dort hin weil ich Euch das nicht durchgehen lasse,da verzichte ich auch mal auf Schlaf,wenn es um die"Sache"geht,so sind wir vom MfS Und ich habe meine Frau als Chauffeur angeheuert, ungern aber eben im Interesse der"Sache" notgedrungen.karnak hat geschrieben: und übrigens auch gegenüber den zu missionierenden nicht sonderlich seriös, es vermittelt eher den Eindruck mit Korrumpieren "Verführen" zu wollen.
Hättest natürlich das auch noch zitieren können,dann wäre der gesamte Hintergrund des Ganzen begreifbarer.Das die Reaktionen in vielerlei Hinsicht dabei oftmals völlig überzogen und "ungeschickt" waren will ich noch nicht mal bestreiten, aber es gab eben die Aktion und die Reaktion. Ich hätte vielleicht hygienische oder tierschützerische Probleme vorgeschoben. ![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
Mit dem Trabant das Feld gepflügt
Selbstverbrennung führte zum Umdenken der DDR-Spitze
Reiner Haseloff bewundert den Mut Brüsewitz'
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
Es gibt kein einziges Hinweisschild in der Stadt, kein Denkmal, das an den Fall Brüsewitz erinnert. Bis vor kurzem gab es lediglich eine kleine Erklär-Tafel. Doch auch die gibt es nicht mehr, sie wurde geklaut oder heimlich abgeschraubt. Keiner hat es bemerkt. Nicht mal Werner Köppen, der Pfarrer der Michaeliskirche.
„Ja, ich glaube, dass an dieser Stelle die Propaganda der SED-Medien sehr stark nachwirkt. Es wirkt ja ähnlich auch in anderen Fällen nach. Also, wenn man sich anschaut, bei denen die an der Grenze erschossen worden sind, da gab es dieselbe Propaganda. Sie sind kriminalisiert worden, es sind Legenden um ihren Tod berichtet worden. In diesem Sinne hat die Propaganda einen sehr langen Schatten.“

Die Propaganda begann 1976, als im „Neuen Deutschland“ in großen Lettern und im geifernden Ton Brüsewitz als Psychopath, als sexuell pervers, als BND-Agent bezeichnet wird, als ein Mann, der „nicht alle fünf Sinne beisammen hatte“.
Stasi-Akten sind natürlich Materialien mit den man arbeiten muss und sollte, aber sie sind historisch kritisch einzuordnen. Und sie können nicht als wahrheitsbegründende Quellen an dieser Stelle verstanden werden, sondern sie müssen kritisch gesehen werden
![Wink [wink]](./images/smilies/wink.gif)
![Schockiert [shocked]](./images/smilies/shocked.gif)

![Grinsen [grin]](./images/smilies/evilgrins.gif)
Deswegen hat niemand, auch im Westen und in der Kirche des Brüsewitz zu keiner Zeit über die Maßen Theater gemacht
![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
karnak hat geschrieben:Das er nicht alle 5 Sinne beisammen hatte wird in jedem Fall gestimmt haben. Einfach ein völlig überzogener Eiferer, die gibt es in jeder Religion und in jedem System, es kommt das " Opium für das Volk "zum Tragen. Deswegen hat niemand, auch im Westen und in der Kirche des Brüsewitz zu keiner Zeit über die Maßen Theater gemacht. Dem " Abrechner" an sich gefällt das natürlich nicht, der will abrechnen und zwar auf Teufel komm raus und nicht nüchtern bewerten, zumindest wenn es um die Zone geht.
Und natürlich kommen die " Kollegen " zur Beerdigung, dass macht man nun mal, und man redet auch nicht schlecht über den Kollegen, auch wenn er zu Lebzeiten genervt hat. Ansonsten, in der DDR galt es als schick und hipp ein kleines bisschen dagegen zu sein, irgend was gut zu finden, man setzte sich dem Verdacht aus ein " roter Propeller" zu sein, gerade und besonders in den Kreisen der Kirche, aber das weißt Du auch alles alleine. ![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)
karnak hat geschrieben:Das er nicht alle 5 Sinne beisammen hatte wird in jedem Fall gestimmt haben. Einfach ein völlig überzogener Eiferer, die gibt es in jeder Religion und in jedem System, es kommt das " Opium für das Volk "zum Tragen. Deswegen hat niemand, auch im Westen und in der Kirche des Brüsewitz zu keiner Zeit über die Maßen Theater gemacht. Dem " Abrechner" an sich gefällt das natürlich nicht, der will abrechnen und zwar auf Teufel komm raus und nicht nüchtern bewerten, zumindest wenn es um die Zone geht.
Und irgendwie fürchten sich einige Mitläufer immer noch. Sonst hätte man nicht so eine Angst vor einer Hinweistafel, die an ihn erinnerte, so dass man sie nicht mal heute stehen lassen kann.

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