Ob im Kaiserreich, der Nazi-Zeit oder im Kalten Krieg: In Berlin begann die Karriere so mancher Agentenlegende. Und für viele endete sie auch hier - auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde. Wohl nirgendwo sonst findet man so viele Geheimdienst-Helden so dicht beieinander.

Grabanlage Pergolenweg: Hinter der Gedenkstätte der Sozialisten liegen etwa 350 weitere Grabstätten mit historischen Bezügen.
Der genaue Ort ist unbekannt, doch die Friedhofsbroschüre sagt, dass irgendwo hier unter der Erde die Urne von Erich Mielke liegt. Der verbrachte die letzten seiner 93 Lebensjahre im Altenpflegeheim und nachdem ihn dort am 21. Mai 2000 das Zeitliche gesegnet hatte, wurde er auf der Urnengemeinschaftsanlage am östlichen Rand des Friedhofs Berlin-Friedrichsfelde anonym bestattet - wohl aus Furcht vor Grabschändungen.
Seine letzte Ruhe fand der gefürchtete Minister für DDR-Staatssicherheit unter seinesgleichen auf dem wohl größten deutschen Agentenfriedhof. Als der Gottesacker von Friedrichsfelde 1881 seine Pforten öffnete, lag er noch außerhalb der Metropole, unweit der Städtischen Irrenanstalt an der Schienenstrecke, die vom Schlesischen Bahnhof über Stralau und Lichtenberg schnurgerade nach Osten führte. 1894 waren dort schon mehr als 31.000 Menschen bestattet worden, zumeist aus den ärmeren Schichten. Seit Oktober 1920 gehört der Friedhof zu Berlin.
Zunächst entwickelte sich Friedrichsfelde zum Prominentenfriedhof der Linken - den Anfang machte im August 1900 ein kilometerlanger Trauerzug hinter dem Sarg des sozialdemokratischen Parlamentariers Wilhelm Liebknecht. In Friedrichsfelde begraben wurden auch viele Opfer der gescheiterten Novemberrevolution von 1919, unter ihnen die ermordeten Sozialistenführer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. 1926 schuf der berühmte Architekt Ludwig Mies van der Rohe zu ihren Ehren ein wuchtiges Mahnmal aus roten Klinkern, verziert von einem Stern aus nichtrostendem Stahl. Die Nazis zerstörten es neun Jahre später und ebneten 1941 die Gräber der Revolutionäre ein.
Gedenkstätte der Sozialisten
Nach Kriegsende begannen Planungen für einen neuen Erinnerungsort, zunächst vorangetrieben vom Magistrat der ganzen Stadt und nach der Spaltung Berlins 1948 von der Ost-Berliner Verwaltung, in deren Sektor der Friedhof nun lag. Am 14. Januar 1951 weihte DDR-Präsident Wilhelm Pieck am Haupteingang des Friedhofs die "Gedenkstätte der Sozialisten" ein: ein vier Meter hoher Steinblock mit der Aufschrift "Die Toten mahnen uns", umgeben von einem Mauerrondell von 45 Metern Durchmesser. 1960 wurde Pieck selbst dort beigesetzt, 1964 folgte die Urne von Ministerpräsident Otto Grotewohl, 1973 dann auch Walter Ulbricht, bis 1971 Erster Sekretär der SED und starker Mann der frühen DDR.
Den vollständigen Bericht und weitere 16 Fotos findet man hier:
http://www.spiegel.de/einestages/agente ... 49280.html








Kennzeiche sowas besser als satirische Schmähung hart an der Grenze zur Geschmacklosigkeit, sonst setzt Du Dich wieder dem Verdacht des Eiferns aus.![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
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