Russland, Putin und die Politik...


Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Spartacus » 22. Juli 2016, 17:41

Na jetzt geht es aber los.

Mehr als einen Monat lang war der Vorfall unter Verschluss: Russische Kampfjets sollen einen von Spezialeinheiten Großbritanniens und der USA genutzten Stützpunkt in Syrien angegriffen haben. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.

Demnach hat sich der Beschuss am 16. Juni im Südosten des Landes nahe der jordanischen Grenze ereignet. Bei dem Angriff sollen Streubomben eingesetzt worden sein. Nach Informationen der Zeitung kamen fünf Zivilisten ums Leben, zwei von ihnen waren noch Kleinkinder. Dutzende weitere wurden verletzt. Erst 24 Stunden zuvor hätten etwa 20 britische Spezialkräfte den Posten verlassen.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 04356.html

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 23. Juli 2016, 06:03



In den russischen Propagandamedien la spucknapf und Co wurde das ja auch thematisiert. Hatte mich etwas gewundert warum man die alltäglche Korruption ausgerechnet dieser Herren zum Anlass nimmt um sie kalt zu stellen.

Der Grund scheint ein ganz anderer zu sein: http://www.focus.de/politik/videos/gefe ... 25918.html

Doch Politikwissenschaftler Peter Coates des Fachmagazins „International Affairs“ vermutet, dass Putin noch triftigere Gründe hat. Coates schreibt , dass im April mehrere Male russische Jets im Tiefflug über den in der Ostsee kreuzenden Zerstörer "Donald Cook" hinweggedonnert waren. Tatsächlich sollte auch die baltische Flotte an dem provokanten Manöver teilnehmen – doch die Offiziere weigerten sich ,derart gefährliche Befehle durchzuführen.


http://www.news.com.au/world/putins-jus ... 26e827d091
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 24. Juli 2016, 23:11

Benjamin Bidder, der bisherige Moskauer Spiegel-Korrespodent bei facebook:

Von Moskau nach Hamburg
Nach sieben Jahren für SPIEGEL ONLINE in Moskau (in Wahrheit natürlich oft anderswo zwischen Chisinau und Wladiwostok) brechen wir unsere Zelte ab und ziehen nach Hamburg. Nach 2001/2002 und 2006/2007 endet meine dritte Russland-Zeit. Wenn mich Freunde und Bekannte aus meiner westdeutschen Heimat nach den ersten beiden Aufenthalten fragten, warum es mich immer wieder nach Osten zieht, dann habe ich manchmal geantwortet: Russland war immer gut zu mir.
In den vergangenen Jahren sind mir Zweifel gekommen, ob ich das wieder sagen würde. Der dumpfen Parolen wegen, die das Klima vergiftet haben, und der russischen Politik, die ohne Not wieder auf Lügen und Gewalt gesetzt hat. Es hat eine Zeit gegeben, in den zwölf Monaten nach der Krim-Annexion, da konnte man selbst mit guten, langjährigen Freunden kein Gespräch beginnen, ohne es im Streit zu beenden. Den Stand der Dinge zu beschreiben, die Dinge beim Namen zu nennen, und zugleich weiter Sympathie für Russland zu empfinden, war nicht leicht. Mir ist es nicht immer gelungen, zumindest der zweite Teil. An manchen Tagen fühlte es sich an, als würde man in einer Blase leben, so als lebte man nicht mitten in Moskau, sondern wäre nur Beobachter der Vorgänge einer völlig fremden Welt.
Mein im September erscheinendes Buch ist ein wenig auch aus dieser Verzweiflung geboren. Die Idee zu dem Projekt hatte ich während einer USA-Reise 2014. Nee, ich hatte sie nicht unternommen, um mir neue Instruktionen von der CIA einzuholen (die platzieren wir immer in einem konspirativen Mauseloch in einem Moskauer Park). Es war meine erste Amerika-Reise, 4 Wochen New York und mit dem Auto durch Kalifornien, weit weg von Krim, Ostukraine und der hysterischen Moskauer Öffentlichkeit. Die Erholung war gut. Noch besser war der Entschluss, es mit dem Buch zu versuchen. Ich wollte damit einerseits endlich einmal weg von der unappetitlichen Kreml-Politik und näher ran an die russischen Bürger. Und ich wollte für mich selbst auch gern noch einmal der Frage nachgehen, was eigentlich so ungeheuer schief gegangen ist seit 2011 in Moskau die Demonstrationen gegen Wahlfälschungen ausbrachen - und recht bald wieder verschwanden.
Das Resultat gibt's wie schon erwähnt ab September im Buchhandel (http://www.randomhouse.de/…/Benjam…/DVA-Sachbuch/e501282.rhd). Für mich steht das wichtigste Ergebnis aber schon länger fest: Die Recherchen, vor allem die unzähligen Gespräche mit den sechs Protagonisten haben den 2014-er Frust vertrieben. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und hinzuhören.
Ich kann mir auch heute noch keinen spannenderen, wichtigeren Posten im Journalismus vorstellen als den eines Moskau-Korrespondent. Der Titel ist in Wahrheit natürlich eine bodenlose Untertreibung. Die Jobbeschreibung müsste eigentlich "Schreibender Abenteurer für All-Postsowjetistan" heißen.
Trotzdem: Nach sieben Jahren Moskau haben meine Familie und ich uns entschlossen, eine Veränderung vorzunehmen. Wir ziehen nach Hamburg, wo ich als Redakteur im Wirtschaftsressort arbeiten werde. Für mich ist das - VWL-Studium hin oder her - ein Sprung ins kalte Wasser. Ich freue mich riesig auf die Erfrischung, auch wenn uns erst jetzt so richtig klar wird, wie sehr wir Moskau lieb gewonnen hatten.
So stehe ich hier und schaue zu, wie unsere Kinder die gepackten Kisten mit unserer Habe bestaunen. Juri (3) sagt uns, wir sollten nicht traurig sein. "Wir packen sie in Hamburg alle wieder aus", sagt er. Aber natürlich sind wir trotzdem ein wenig traurig. Wie sollte es auch anders sein. Hier, in Moskau, sind unsere beiden Kinder geboren, auf die Welt geholt von der resolutesten, aber auch besten Ärztin, die man sich vorstellen kann. Aus unseren Vermietern sind Freunde geworden, aus den wunderbaren Erzieherinnen unseres Moskauer Kindergartens ebenso. Kollegen und Gesprächspartner sind Freunde geworden, und Moskau - pulsierend, roh und an seinen schönsten Orten versonnen - ist ein Stück Heimat geworden. Es ist also gar keine wirkliche Frage: Natürlich ist Russland wieder gut zu uns gewesen. Und ich wünschte mir sehr, es wäre einmal auch genauso gut zu sich selbst.
HPA
 


Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon augenzeuge » 8. August 2016, 16:50

HPA hat geschrieben:Landraub in Russland :

http://www.daserste.de/information/poli ... g-104.html


Wahnsinn was da abläuft! Landraub als Russia. Der Polizei ist das peinlich? Traurig...
AZ
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon pentium » 9. August 2016, 11:36

Putin hat einen neuen Verbündeten gefunden.

Erdogan umschmeichelt Putin: "Mein teurer Wladimir!"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 06740.html

Wenn Wladimir Putin am Dienstag Erdogan in Sankt Petersburg empfängt, soll möglichst wenig die gerade wiedergewonnene Harmonie stören. Dem Westen, Partner der Türkei in der Nato, bietet sich ein verstörendes Bild. Während Erdogan fast täglich gegen Berlin, Wien oder Washington austeilt, findet er für Moskau freundliche Worte. Der russische Präsident mag Erdogan eben noch als Helfershelfer des Terrorismus beschimpft haben. Der türkische Staatschef nennt Putin dennoch konsequent "meinen teuren Freund Wladimir".

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 9. August 2016, 15:55

Aus diesem Ausspruch "mein teurer Freund Wladimir" stinkt die ganze Verlogenheit Erdogans wie Knoblauch aus der Suppe.
Mit diesem Menschen darf man keine Deals schließen!!
Andreas
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 9. August 2016, 20:09

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon augenzeuge » 9. August 2016, 21:04

Ich glaube, die Russen wissen ganz genau, wen sie da mit Erdogan vor sich haben. Bei "Freund Wladimir" stellen sich bestimmt Putins Nackenhaare auf.

Es geht um Öl, Gas und etwas Show. Mehr nicht.

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 10. August 2016, 16:22

augenzeuge hat geschrieben:Ich glaube, die Russen wissen ganz genau, wen sie da mit Erdogan vor sich haben. Bei "Freund Wladimir" stellen sich bestimmt Putins Nackenhaare auf.

Es geht um Öl, Gas und etwas Show. Mehr nicht.

AZ

Das würde ich so nicht eingrenzen. Man stelle sich eine Militärliaison Russland-Türkei vor. Welche Auswirkungen dies für die NATO-Mitgliedschaft der Türkei hätte, kann man nicht so leicht absehen. Alles ist möglich unter Diktatoren mit demokratischen Mäntelchen.
Andreas
Nov65
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon augenzeuge » 10. August 2016, 17:40

Andreas, dazu wird es nicht kommen, da bin ich ziemlich sicher. Die sind sich ja nicht mal im Syrien Konflikt einig, jeder bekämpft die Freunde des anderen...
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Spartacus » 10. August 2016, 17:58

augenzeuge hat geschrieben:Ich glaube, die Russen wissen ganz genau, wen sie da mit Erdogan vor sich haben. Bei "Freund Wladimir" stellen sich bestimmt Putins Nackenhaare auf.

Es geht um Öl, Gas und etwas Show. Mehr nicht.

AZ


Richtig.

Putin war sichtlich nicht gerade erfreut und hat auch sofort den Ton bestimmt. Putin geht es darum, die Sanktionen abzumildern und die Wirtschaft ein bisschen
anzukurbeln und da beist man dann halt auch mal in den sauren türkischen Apfel.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon augenzeuge » 10. August 2016, 18:39

Spartacus hat geschrieben: da beist man dann halt auch mal in den sauren türkischen Apfel.
Sparta


...besser als manche Feigen, wo gleich die Ohren.... [flash]

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon pentium » 10. August 2016, 19:48

Kann ich mir einfach nicht vorstellen:

Russland meldet ukrainischen Angriff auf die Krim
http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 07090.html

Russland erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ukraine: Demnach hätten ukrainische Spezialtruppen mehrere Angriffe auf die von Russland annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim versucht. Diese seien aber vereitelt worden.
Ziel eines ukrainischen Kommandos sei es gewesen, Infrastruktureinrichtungen anzugreifen, erklärte der russische Geheimdienst FSB. Ein FSB-Agent und ein russischer Soldat seien bei der Verhaftung von "Terroristen" sowie bei Zusammenstößen mit "sabotierenden terroristischen Gruppen" auf der Krim getötet worden. Präsident Wladimir Putin warf der Ukraine angesichts der Berichte "Terror" vor.
...
Ein Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes wies die Vorwürfe zurück. Es handele sich um eine Falschinformation. Russischen Angaben zufolge soll sich der versuchte Sabotageakt am Wochenende zugetragen haben...

Wie gesagt, so einen ukrainischen Blitzkrieg kann ich mir nicht vorstellen, die Folgen wären erheblich bis....

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 10. August 2016, 20:04

Gleiwitz lässt grüßen.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 11. August 2016, 09:17

In Odessa kursiert bereits folgender Witz: "- Solomon, haben Sie gehört- auf der Krim wurde ein ukrainischer Diversant festgenommen, warum wird er denn nicht im Fernsehen gezeigt?- Ich denke, Sonja, dass er gerade an seinem Ukrainisch arbeitet."

Der FSB hat nun auch ein Foto der ukrainischen Diversionstruppe veröffentlicht:
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon augenzeuge » 11. August 2016, 15:30

Irgendwie kommen die mir bekannt vor..... [blush]

AZ
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Sirius » 14. August 2016, 14:00

SPD-Ministerpräsident bedient Russland-Sympathien

Doch ängstliche Rücksichtnahmen auf potenzielle Wähler sind ein Problem der SPD. So meint Sellering, auf die im Nordosten verbreiteten Sympathien für Russland eingehen zu müssen – und pusht die AfD.

Die hat das halbe Land mit dem Slogan "Russland-Sanktionen stoppen" zuplakatiert. Dem erteilt Sellering seinen Segen, indem er einen "schnellen Abbau der Sanktionen" fordert und "dem Westen" vorwirft, er lasse sich auf eine "Eskalationsspirale" ein.

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... tiert.html


Wie sieht es im Rest der ehemaligen DDR mit Russland-Sympathien aus? Oder sind diese Sympathien im Nordosten besonders stark ausgeprägt, wie man den Satz interpretieren könnte? Wie man mit Russland sympathisieren kann, angesichts des Verhaltens als Besatzer, bleibt mir ein Rätsel. 1953, 1956 und 1968 schon vergessen? Schon interessant, wie eine Besatzungsmacht in 50 Jahren eine ihr hörige fünfte Kolonne aufgebaut hat.

Schaut man sich das neueste Video an, in dem ein mutmaßlich aus der Ukraine Entführter mit Folterspuren im Gesicht "Geständnisse" abgibt, Terrorist zu sein, dann möchte ich nicht im Herrschaftsgebiet eines solchen Staates leben - sei denn man ist Masochist. Welche Armeen und Geheimdienste setzen für Kommandounternehmen ältere, übergewichtige Männer ein? Der Putler kann so ein "Gleiwitz-Szenario" nicht mal überzeugend kreiren.
Sirius
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 14. August 2016, 14:27

Schaut man sich das neueste Video an, in dem ein mutmaßlich aus der Ukraine Entführter mit Folterspuren im Gesicht "Geständnisse" abgibt, Terrorist zu sein, dann möchte ich nicht im Herrschaftsgebiet eines solchen Staates leben - sei denn man ist Masochist. Welche Armeen und Geheimdienste setzen für Kommandounternehmen ältere, übergewichtige Männer ein? Der Putler kann so ein "Gleiwitz-Szenario" nicht mal überzeugend kreiren.


Vor allem mit Bilderchen aus der Konserve. Oder hatten wir Anfang August Vollmond? Darüber lacht die halbe Ukraine.

Irina Schlegel hat einen guten Artikel dazu geschrieben:

https://informnapalm.org/de/diversion-a ... -passiert/
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Spartacus » 14. August 2016, 16:19

HPA hat geschrieben:
Schaut man sich das neueste Video an, in dem ein mutmaßlich aus der Ukraine Entführter mit Folterspuren im Gesicht "Geständnisse" abgibt, Terrorist zu sein, dann möchte ich nicht im Herrschaftsgebiet eines solchen Staates leben - sei denn man ist Masochist. Welche Armeen und Geheimdienste setzen für Kommandounternehmen ältere, übergewichtige Männer ein? Der Putler kann so ein "Gleiwitz-Szenario" nicht mal überzeugend kreiren.


Vor allem mit Bilderchen aus der Konserve. Oder hatten wir Anfang August Vollmond? Darüber lacht die halbe Ukraine.

Irina Schlegel hat einen guten Artikel dazu geschrieben:

https://informnapalm.org/de/diversion-a ... -passiert/


Danke.

In ihrem Wertesystem ist es besser als aggressive idiotische Lügner dazustehen, als zivilisierte Menschen, die ihre Fehler einzugestehen bereit sind. Nun wird versucht, diesen „Saljot“ als eine militärisch-politische Karte auszuspielen… Erschreckend dabei ist nur eins. So wie einst die bescheuerten Schüsse in Sarajevo, können auch hier Mechanismen angeworfen werden, die nicht mehr zu lenken sind…“


Ich frage mich, ob die heute tatsächlich noch so blöd sind?

Nun gut, es kann wirklich so sein.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Interessierter » 16. August 2016, 07:37

Macht macht, was sie will

Frank-Walter Steinmeier kam mit gutem Willen. Doch sein russischer Kollege brüskiert den deutschen Außenminister bei den Themen Aleppo und Ukraine. Ein Kommentar. von Gerd Appenzeller

http://www.tagesspiegel.de/politik/stei ... 15518.html
Interessierter
 


Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 16. September 2016, 07:58

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Interessierter » 17. September 2016, 08:37

Die Partei, die sich der Kreml schuf

Im Präsidialsystem des postsowjetischen Russlands hat das Parlament seit dem Staatsstreich von Boris Jelzin im Oktober 1993 nur einen begrenzten Handlungsspielraum. Da die Mitglieder der Regierung nicht gewählt, sondern vom Ministerpräsidenten berufen werden, der wiederum vom Staatspräsidenten ernannt wird, rekrutieren sie sich zumeist aus der Bürokratie oder großen Unternehmen und sind in der Regel parteilos.

Deshalb ist die politische Rolle von Einiges Russland ziemlich paradox. Die Verbindung zwischen Putin und der Partei, die zu seiner Unterstützung geschaffen wurde, ist so eng wie asymmetrisch. Obwohl Putin nie JR-Mitglied war, übernahm er den Parteivorsitz, als er von 2008 bis 2012 das Amt des Ministerpräsidenten ausübte.

Der Politologe Witali Iwanow, ein JR-Anhänger, schreibt: „Die Partei wurde auf Beschluss der Staatsführung gegründet; sie setzt deren Politik um, sie stärkt die (loyale) Elite, sie zentralisiert und synchronisiert die Arbeit des föderalen und regionalen Politik­appa­rats und sie verbreitet die offizielle Ideologie. Faktisch ist sie eine Erweiterung des Staatsapparats.“ Laut Iwanow ist Einiges Russland „die Partei der Macht“, genauer „das Instrument der herrschenden Macht“.1 Das unterscheidet sie von einer „Führungspartei“ im sowjetischen Sinne, die teilweise „politisch autonom“ agieren konnte.

Einiges Russland ist auch organisatorisch gesehen ein schwaches Gebilde. Als eine „virtuelle Partei“ ist sie kaum in der Gesellschaft verankert. Offi­ziell hat sie zwar rund 2 Millionen Mitglieder (1,4 Pro­zent der Bevölkerung), aber die sind der Partei großenteils per Kollektiv, also etwa im Gewerkschaftsverband beigetreten. Das aktive Engagement von Mitgliedern wird kaum gefördert.

http://monde-diplomatique.de/artikel/!5330362
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 17. September 2016, 09:09

Der Kreml und sein " Kampf" gegen die Korruption:

https://m.youtube.com/watch?v=nMVJxTcU8Kg

Medwedews " Datscha" hat umgerechnet etwa 500 Millionen Euro gekostet.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 19. September 2016, 19:16

Na, da wird es dem einen oder anderen doch sicherlich warm an den Hosen hinunter laufen:

Komitee für Staatssicherheit reloaded: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 42977.html
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Interessierter » 20. September 2016, 08:45

Die imperiale Identität Russlands und seine geostrategischen Interessen

Als ehemaliges imperiales Zentrum spielte Russland von Anfang an eine Schlüsselrolle in den vielfältigen Konflikten im post-sowjetischen Raum. Moskau nutzt die Konflikte, um seinen regionalen Einfluss zu erweitern und zu festigen. Das russische Beharren auf regionaler Führerschaft verschärft die Konflikte zusätzlich.

Auch wenn Moskau immer wieder betont, Russland betreibe keine territoriale Expansion, so haben seine Eliten in den vergangenen 25 Jahren eine Macht- und Einflusspolitik gegenüber der Nachbarschaft betrieben, in der sich imperiale Elemente wiederfinden und die vermehrt auch das Risiko begrenzter Gewaltkonflikte zur Durchsetzung des Anspruchs als regionale Führungs- und Ordnungsmacht in Kauf nimmt.

http://www.bpb.de/internationales/weltw ... interessen

Ein langer, interessanter und meiner Meinung nach zutreffender Beitrag.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon pentium » 20. September 2016, 16:43

Hallo es waren Wahlen in Russland und keine hat darüber hier im Forum berichtet...????

Wahlerfolg für "Einiges Russland"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/w ... 12950.html

Fazit:
Putins Partei "Einiges Russland" hat die Parlamentswahl deutlich gewonnen. Listenstimmen und Direktmandate zusammengezählt ergeben eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit.

pentium
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Kumpel » 21. September 2016, 06:28

....es langt doch wenn Du das für Putins Fangemeinde im AF erledigt hast. [grins]
Zuletzt geändert von Kumpel am 21. September 2016, 06:43, insgesamt 1-mal geändert.
Kumpel
 

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