Russland, Putin und die Politik...

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 21. August 2015, 07:45

Vize-Verkehrsminister neuer russischer Bahn-Chef

Premier Medwedew gab Führungswechsel im Staatsunternehmen bekannt – Abgetretener Jakunin will Senator werden

Über den Rücktritt Jakunins, der zum engsten Zirkel von Präsident Wladimir Putin gezählt wird, wurde in der Presse am Donnerstag weiter heftig spekuliert. Der 67-Jährige will bei der Wahl am 13. September einen Senatorenposten ergattern. Für die liberale Opposition ist Jakunin ein Symbol für Korruption an den Schaltstellen der Macht und der staatlich kontrollierten Wirtschaft.

http://derstandard.at/2000021045643/Viz ... -Bahn-Chef
Interessierter
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 21. August 2015, 19:04

KEINE Satire!

Der Russische Musiker Stanislav Baretsky führt jetzt die Abteilung für Kultur bei der Kosaken-Gemeinde in Sankt-Petersburg. Hier auf dem Video stellt er sich als von Kosaken gewählter Kulturminister vor. Er ist empört über Dominierung der ausländischen Produkte in russischen Geschäften. Auf dem Video wird gezeigt, wie Kosaken einen Supermarkt überprüfen. Kosaken-Kulturminister Baretsky ist mit der roten Jacke bekleidet.


https://m.youtube.com/watch?v=ebFjL0_bX5U

Köstlich! [flash]

P.S. Jakunin ist zwar korrupt bis über beide Ohren aber kein Falke. Und deswegen musste er weg. Und der Föderationsrat ist ungefähr so " bedeutend" wie der Reichstag unter Hitler.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 21. August 2015, 19:44

Manchmal könnte man denken die Idioten regieren die Welt und manchmal ist es wohl so...
Olaf Sch.
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 23. August 2015, 22:27

Hier mal ein Aufsatz einer sehr guten Bekannten , den man. sichb ruhig mal zu Gemüte führen sollte.

Ich finde, das dieser hier ganz gut aufgehoben ist.

Teil1

Liebe Nation, es ist an der Zeit mal ein paar Worte zu dem epidemischen Amerikahass zu sagen, den so manche/r zelebriert, der/die sich für links hält... Wenn Ihr im Netz sucht, findet Ihr eine ganze Reihe von äusserst kritischen Artikeln von mir zu den USA, z. B. http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15837 (nur falls eine/r mir jetzt mit meinem Dienstherrn kommt...). Dieser Amerikahass ist so neu nicht - er wurde - auch - von der DDR, die sich immer als der deutschere der beiden deutschen Staaten begriffen hat, bereits Ende der 40 Jahre gezüchtet, wer's nicht glaubt, hier lang: https://www.youtube.com/watch?v=iPJZd-wKh8Q Guckt Euch die Poster an, nichts von Internationalismus, alles schön deutschnational. Wie wenig später der Stechschritt und die - ausdrücklich! - an die Wehrmacht angelehnte Uniform mit dem Wehrmachtsgefechtshelm M45, von eben 1945.

Seitdem ich 14 Jahre alt bin, verstehe ich mich als Linke, um die Abiturzeit und frühe Studienzeit herum hatte ich hart in der Peripherie der RAF angedockt, war Mitglied der GIM und wohnte, wie sich das gehört in einer WG in Düsseldorf-Flingern, ein Stadtteil so ähnlich wie Kreuzberg.

Ich lief allerdings immer schon da blöd auf, wo ich Dogmen hinterfragt habe. Einer meiner Gschpusis war Genosse in DKP/MSB-Spartakus. Für eine Beziehung war ihm ein unüberwindliches Hindernis, daß ich mich ausserstande sah, die Mauer als antifaschistischen Schutzwall zu begreifen, und auch die GIM und ich wurden miteinander nicht glücklich. Und so trennten wir uns wieder...

Von meinem Daherkommen hätte aus mir eigentlich eine gestandene Putinista werden müssen: mein Großonkel geriet im ersten Weltkrieg in Russische/Sowjetische Gefangenschaft und beendete sein Leben als SA-Mann und Opfer des Röhm-Putsches. Eigentlich hätte dazwischen, wie bei Roland Freisler noch ein bolschewistisches Intermezzo liegen müssen ... Mein Großvater väterlicherseits diente als ausgeliehener Berater im Osmanischen Reich, sehr wahrscheinlich in Aleppo, und stand nach eigenen Angaben "an vorderster Front gegen die Umtriebe des Lawrence". Und hatte sicherlich auch mit den Massakern an den Armeniern zu tun.
Es gibt ein Foto, hier nebenstehend, für das jemand Anderes schon längst die Rechte hat, das angeblich mein Großvater gemacht haben soll. Wenn das stimmt, hatte er vermutlich auch mit der Hinrichtung zu tun. Viele Soldaten, die damals in Syrien und Palästina unter dem Oberbefehl von von Seeckt gedient hatten, fanden sich nach "Rapallo" in der Sowjetunion wieder. Den Britenhass hat mein Vater erstmal geerbt - bis er beim Terrorangriff auf Coventry mitgeflogen ist. Doch auch später konnte er die "Tommies" nicht leiden. Als 2003 irgendeine britische Zeitung schrieb, die Deutschen zögen sich mit ihrer Weigerung, im Irak mitzukämpfen, wieder mal mit dem Scheckbuch aus der Affäre, schrieb er einen bitterbösen Brief an die Botschaft, Motto: Wir hatten Euch doch fast, Dünkirchen und so... Einzelheiten darüber, was Großvater, Vater und Tochter so erlebt haben, habe ich hier beschrieben: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15130

1998 war ich als Blauhelm in Georgien, "auf Zusammenarbeit angewiesen" mit einem russischen Fallschirmjägerbataillon. Nicht nur eng zusammengearbeitegt mit den russischen Sanis, sondern auch gut gefeiert mit dem Bataillonsstab. Für meine Verdienste hab ich eine Urkunde bekommen, auf die ich bis jetzt auch sehr stolz war. Damals war Rubelkrise und die taten mir einfach leid. Die Tschetschenienkriege hatten bei den Sanitätern einen hohen Blutzoll gefordert und so wurde ich besonders dann gerufen, wenn die frisch aus St. Petersburg zugeführten Truppenärzte überfordert waren. Bei den Jungs habe ich damals Ansätze von dem wahrgenommen, was in der Bundeswehr "Innere Führung" heisst -einschließlich des Versuchs, so etwas wie einen Wehrbeauftragten zu installieren. Mein Engagement stieß übrigens nicht überall auf Verständnis, aber nochmal: die Jungs taten mir Leid. Ich habe einige von ihnen übrigens auch in Russland besucht und sie mich hier im Allgäu. Aber jetzt ist die Verbindung tot...

Warum habe ich das jetzt alles erzählt? Weil ich, und das ist z.B. ja auch Boris Reitschuster passiert, dann plötzlich entdecken musste, wie sehr sich dieses Land zum Schlechten verändert hat. Und gleichzeitig, wieviele Linke und LINKE die Veränderung hin zu einem klerikalfaschistischen Staat - der im Übrigen alles, was an Sozialismus erinnert ausdrücklich entsorgt - immer noch verteidigen. Putin bezieht sich auf einen nationalreligiösen Philosophen, der für die Weissen Geld gesammelt hat und 1922 mit dem Philosophenschiff das Land verlassen musste: http://de.euromaidanpress.com/2015/01/0 ... ch-teil-1/ . Auf dem Philosophenschiff hat Lenin alles entsorgt, was ihm nicht in den Kram passte. Genau diese Philosophen macht Putin heute zur Pflichtlektüre, während die sowjetischen Denker heute verpönt sind. Und Held Girkin bezieht sich auch ausdrücklich auf die "Weissen": https://de.burkonews.info/wlassow-anhae ... e-der-dvr/ . Er will hinter 1917 zurück, Hütchenspieler Puschilin hat sich ebenfalls in diese Richtung geäussert, und Putin, ja, Putin will das auch. Das ist das Personal dazu: http://de.euromaidanpress.com/2014/09/1 ... sponsoren/ . Aber ich komme auf die Amerikaner zurück: dieser Amerikahass löst den Britenhass ab, der von vor dem Ersten, bis nach dem Zweiten Weltkrieg ("Bulldogge Churchill") bestand.

Zurück geht er auf die "Herzland"-Theorie von Halford Mackinder, mit der der sich 1904 (!) mit der Frage des Gegensatzes des Britischen Empire mit seinem - damaligen - Juniorpartner, den Vereinigten Staaten, also den Seemächten, zu den Kontinentalmächten, z.B. Deutschland und Russland, auseinandersetzte. Auf diese Theorie bauen z.B. die Theorien von Haushofer (dem Lehrer u.a. von Rudolf Heß) und Oskar von Niedermayer auf. Ganz rudimentär findet man die Zusammenhänge schon in meiner "Brinkmann"-Serie vom Januar 2010: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14718 , http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14747 , http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14800 . Man kann schon dort sehen, daß deutsche und russische Nazis immer schon wunderbar zusammen konnten.
Hier sieht man einen deutschen Feldjäger zusammen mit einem Kosaken. Der user, bei dem ich bei rutube das Bild abgefischt habe, nennt sich übrigens "Kolovrat" - nach einer slawischen Variante des Hakenkreuzes. Nach einem Dekret von 2005 nehmen die "registrierten Kosaken" in Russland jetzt (wieder) Polizeiaufgaben wahr, und daß sie mal mit den Nazis ... alles vergeben und vergessen. Und was die Kosaken betrifft, habe ich für die, die sich in den 70er Jahren für Chile engagiert haben, noch ein besonders Leckerchen: ein Neffe des 1947 hingerichteten Kosakenatamans Pjotr Krasnow http://de.wikipedia.org/wiki/Pjotr_Niko ... ch_Krasnow, der als Neugeborenes die "Tragödie von Lienz" http://de.wikipedia.org/wiki/Lienzer_Ko ... g%C3%B6die überlebte, wanderte nach Chile aus, und wurde zu Pinochets berüchtigtstem Foltergeneral, als Chef des Militärgeheimdienstes DINA: Miguel Krasnoff Marchenko: http://es.wikipedia.org/wiki/Miguel_Krassnoff . Mittlerweile wird er in Russland als "wahrer Kosake" abgefeiert und teilt - in makellosem Russisch - mit, daß er sich auch so sieht: http://home.kpn.nl/cossacks/XV%20KKK/XV%20KKK.htm Ach ja, auch der weiße General Denikin wurd von Putin nebst Patriarch mit Umbettung in eine sehr prestigeträchtige Grablege geehrt.

Die Heartlandtheorie ist mittlerweile in die Theorien von Dugin integriert. Falls jemand es noch nicht weiss: diese Grundzüge, wie sich Russland letztendlich die ganze Welt untertan machen will, sind Pflichtlektüre des russischen Generalstabs: http://en.wikipedia.org/wiki/Foundations_of_Geopolitics und http://www.4pt.su/en/content/aleksandr- ... eopolitics .
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 23. August 2015, 22:28

Teil2

All das sollte eigentlich aufschrecken. Tut es aber nicht, weil viele LINKE und Linke noch im Antiimperialismus der 70er Jahre hängen, der spätestens seit dem Arabischen Frühling zum Vulgärantiimperialismus degeneriert ist. (Daß diese Vulgärantiimpels die Arabischen Revolutionen verraten haben, sei am Rande vermerkt). Und wenn man jetzt auf die Ukraine guckt: für mich persönlich war es ein weiter, aber nicht zu weiter weg, zu erkennen, welcher Verbrechen sich Russland, bzw. seine Pudel hier schuldig machen - auch wenn ich nicht alles gutheisse, was ich da auf der anderen Seite wahrnehme. Genau wie übrigens auch im Baltikum. Aber so hysteriform, wie von einigen "Rechter Sektor", "Bandera" etc hochgeblasen worden ist, ist für mich klar, daß es nicht um die Aufarbeitung von Vergangenheit geht, sondern um diskreditierende Wurfgeschosse. Um so dubioser, weil der reale Faschismus, der in Russland u.a. mit Dmitry Rogozin den Finger am Atomknopf hat, konsequent ausgeblendet wird. Übrigens ist die aktuelle Petersburger Faschistenkonferenz nicht der Höhepunkt, sondern, daß seit mindestens 2007 europäische Rechtsextremisten in russischen Kasernen an Waffen ausgebildet werden - unter der Patronage von Herrn Rogosin, dem Vizeministerpräsident und "Minister für den Militärisch-Industriellen Komplex". Wie ich diesen Artikel übersetzt habe, standen mir die Haare zu Berge: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14487 Habt Ihr LINKEN und Linken dazu nichts zu sagen?

Und die Ungeheuerlichkeiten um das 70-jährige Jubiläum des Kriegsendes: von diesem Artikel https://www.freitag.de/autoren/dagmar-s ... etsoldaten habe ich nichts zurückzunehmen, aber wenn ich auf einem "linken" Blog lese, die RUSSISCHE Rote Armee habe den Sieg eingefahren, muß ich kotzen. Und es macht mich wütend, wenn ich Putin sagen höre, Russland hätte auch ohne die Ukraine gesiegt: https://www.youtube.com/watch?v=J3dS02yonos - und Ihr schwätzt was von einer "feierlichen persönlichen Einladung" für die Auschwitz-Gedenkfeier? Und Ihr wollt nach Moskau kriechen? Was 2005 noch wie ein Versöhnungszeichen aussah, ist zur widerwärtigen Zurschausstellung von Nationalismus und Geschichtsklitterung verkommen!

Ja, die USA haben auch viel auf dem Kerbholz: die Lüge, die 2003 zum Irakkrieg führte, der Vietnamkrieg, Guantanamo etc. und jetzt aktuell die unmenschliche Behandlung von Mumia Abu-Jamal - aber der wichtige Unterschied zum Zarosowjetismus: die USA sind wenigstens in der Lage, sich zu hinterfragen - oder glaubt Ihr, Ihr lest einen Report über Folter in sowjetisch/russischen Gefängnisssen, verfasst von einer offiziellen Stelle? Einen Report über die Sklavenarbeiter des Gulag? Über die Kolonisierung Zentralasiens, und, nach 1945, Osteuropas. Und seht Ihr, dann wird es doch noch marxististisch: irgendwann schlägt die Quantität in Qualität um!

Einige jammern von einer angeblichen Diktatur - hier! und nicht in Russland, von "Zensur": in der Ukraine, die sich gegen die übermächtige russische Propaganda wehrt, und ach ja, selbstverständlich brauchten die Ukrainer, genau wie die arabischen Länder, jemanden "draußen", der ihnen sagt, wie sie's machen sollen: die Amerikaner, an ihrer Spitze der JUDE Soros (Rothschild guckt bereits um die Ecke). Wie total verblendeter Amerikahass aussieht, kann hier besichtigt werden: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21460 Und wie ihr sämtliche Begriffe habt verkommen lassen könnt Ihr daran sehen, daß mittlerweile auch Udo Voigt sich als "Antifaschist" bezeichnen lässt.

Euer Amerikahass macht Euch blind für die reale Gefahr! Das macht Eurch gefährlich, denn so macht Ihr jede soziale Alternative kaputt! Kehrt um oder verschwindet auf den Müllhaufen der Geschichte! Mir ist ernst damit.


PPS: das erste Bild transportiert die Nachricht, daß die Tochter des russischen Aussenministers, Sergej Lawrow, mittlerweile amerikanische Staatsbürgerin ist.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 24. August 2015, 07:16

HPA hat geschrieben:Hier mal ein Aufsatz einer sehr guten Bekannten , den man. sichb ruhig mal zu Gemüte führen sollte.

Ich finde, das dieser hier ganz gut aufgehoben ist.
.


warum stellst du den Namen deiner guten Bekannten nicht ein?

einiges was sie schreibt ist richtig, über einiges kann man diskutieren, anderes ist einfach falsch! nichts besonderes, ein durchschnittlicher Anti-Russland "Aufsatz"

SCORN
SCORN
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 24. August 2015, 10:52

Hilft Dir das ein wenig zur Autorin?:

https://www.flickr.com/photos/77852409@N00/6798675193/
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 24. August 2015, 19:36

Die Dagmar Schatz, hat schon einige vernünftige Artikel in die Welt gesetzt. Darf man auch Artikel von ihr verlinken welcher deiner ganz offenen persönlichen Aversion gegen alles russische nicht bedienen dürften, ja deinen Bekenntnissen hier geradezu diametral entgegenstehen!

Dank euch ihr Sowjetsoldaten:------> https://www.freitag.de/autoren/dagmar-s ... etsoldaten

Respekt, wenn ausgerechnet du diese Dame deine "Freundin" nennst! Ihrem Statement gegen linke Spinner ist nicht zu widersprechen!

SCORN
SCORN
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 25. August 2015, 13:46

Die nach Russland entführten und vor Gericht gestellten Oleh Sentsov und Oleksandr Kolchenko sind so eben verurteilt worden. Sentsov erhielt eine Haftstrafe von 20 Jahren, Kolchenko von 10. Sentsov und Kolchenko waren nach der Annexion der Krim wegen ihrer pro-ukrainischen und anti-russischen Haltung ins Visier des Geheimdienstes gelangt.
Ihnen wurde Terrorismus vorgeworfen, wie etwa das anzünden der Parteizentrale einer pro-russischen Partei und der geplante Anschlag auf ein Sowjetdenkmal sowie die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, explizit dem Rechten Sektor.
Zusammen mit den beiden wurden auch Afanasyef und Chirniy verhaftet und entführt.
Die beiden waren in früheren Nebenverfahren zu nur 7 Jahren verurteilt worden, weil sie gegen ihre Mitgefangenen ausgesagt hatten. Afanasyef hatte im nun abgeschlossenen Verfahren gegen Kolchenko und Sentsov seine Aussage wiederrufen, da sie unter Folter getätigt wurde.
Besonders lächerlich ist der Vorwurf der Mitgliedschaft im rechtsgerichteten Rechten Sektor gegen Kolchenko, der Mitglied mehrerer anarchistischer und antifaschistischer Vereinigungen ist. Offizieller Beistand aus der Ukraine wurde von den russischen Behörden nicht gewährt, da alle vier auf der Krim gemeldet waren und nach zynischer Logik Russlands nun Russen sind. Allen vieren wurde gegen ihren Willen ein russischer Pass ausgestellt.

http://www.sueddeutsche.de/politik/urte ... -1.2620851

http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-34049595
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 25. August 2015, 17:55

HPA hat geschrieben: Ihnen wurde Terrorismus vorgeworfen, wie etwa das anzünden der Parteizentrale einer pro-russischen Partei und der geplante Anschlag auf ein Sowjetdenkmal sowie die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, explizit dem Rechten Sektor.



Im gesamten Artikel konnte ich weder Be- noch Entlastendes herauslesen. Der Hinweis auf internationale Proteste allein ist ein wenig dünn. Man liest es geht um Brandstiftung, versuchter Mord und anderen Straftaten. Konnten diese Vorwürfe entkräftet werden?
Dazu steht nichts im Artikel. Es steht auch nichts zu möglichen Beweisen im Artikel.
Es ist klar, dass es in Russland Schauprozesse gibt aber das haben große Polizeistaaten wohl so an sich. Ich hätte gerne mehr erfahren über die Fakten des Verfahrens aber davon ist nichts zu lesen.

20 Jahren scheinen mir auch zu drakonisch, aber in den USA kann man mit „3strike laws“ auch für Ladendiebstahl Lebenslänglich kassieren!

Begrüßenswert wäre wenn in Deutschland gegen terroristische Brandstifter ebenso vorgegangen würde.
Scheint momentan wohl eher ein Kavaliersdelikt zu sein.

SCORN
SCORN
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Sirius » 27. August 2015, 19:13

SCORN hat geschrieben:
Bahndamm 68 hat geschrieben:DAX-Crash und China-Beben: Was die Börsenprofis den Anlegern nun empfehlen
http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/DAX-Crash-und-China-Beben-Was-die-Boersenprofis-den-Anlegern-nun-empfehlen-1000779766/1

VG Bahndamm 68


Die Profis an der Börse nennen halt die Ursachen ohne Rücksicht auf Propaganda!

Zitat aus o.g.Link: " ........Die Krise in Südeuropas ist massiv. Der Wirtschaftskrieg des Westens gegen Russland belastet. Und die führenden Industrienationen - auch die USA - stehen keinesfalls gut da........."


Scorn, ich antworte mal hier im passenden Thread. In der gleichen Zeitung war auch heute ein Artikel, der auf der ersten Seite auch nach Deinem "Geschmack" sein dürfte:

http://www.boerse-online.de/nachrichten ... 1000784158

Max Otte ist einer der in Deutschland bekanntesten Kommentatoren aus dem Bereich Wirtschaft/Finanzen. Er tritt immer wieder im Fernsehen als Kommentator in verschiedenen Sendungen in Erscheinung. Fachlich schätze ich ihn als Wirtschaftskommentator. Ich verfolge seit längerem seine Kommentare und dabei fallen mir seit Beginn der Ukraine-Krise 2014 seine ausgesprochen anti-westlichen Kommentare auf. Ein weiterer prominenter Kommentator aus dem Bereich Wirtschaft/Finanzen ist der ehemalige Börsenhändler Dirk Müller. Und dann fällt mir noch Volker Hellmeyer von der Bremer Landesbank ein, der dem breiten Publikum nicht so bekannt sein dürfte, aber jedem, der sich mit dem Thema Wirtschaft/Finanzen beschäftigt. Diese drei wohl bekanntesten Wirtschafts-Kommentatoren haben - zusammen mit dem gerade verlinkten Axel Retz - eines gemeinsam, nämlich das sie Putins Politik indirekt verteidigen indem sie dem Westen - meiner Meinung nach - einseitige Schuldzuweisungen geben.

Nun frage ich mich seit längerem, was diese Herren dazu bewegt? Sind sie beim Thema Russland/Ukraine einfach "Krämerseelen" und finanzielle Erbsenzähler, die nur an das Finanzielle denken (Einbruch des Russland-Handels), ohne über notwendige politische Gegenmaßnahmen/Antworten auf Putins Politik nachzudenken? Sind diese Herren Bezieher von - milde ausgedrückt - "Zusatz-Einkünften" aus der deutschen Wirtschaft? Wir erinnern uns, der Siemens-Vorstandsvorsitzende hatte während der Krim-Krise nichts besseres zu tun, als Putin einen "Freundschaftsbesuch" abzustatten. Die deutsche Wirtschaft ist aus purem Eigeninteresse ein Gegner der Sanktionen. Oder haben die Kommentatoren "Zusatz-Einkünfte" aus Moskau, was ich ehrlich gesagt für am Unwahrscheinlichsten halte.

Ich schätze Otte und Hellmeyer als Kommentatoren im Bereich Wirtschaft noch immer, und auch Retz bringt als Kommentator manchmal "frische Ideen", deckt immer wieder Manipulationen bzw. Schönrechnereien von Wirtschaftsstatistiken auf. Aber beim Thema Russland kann ich diesen Herren nicht mehr folgen. Ich sehe es nämlich so, wie es AZ gestern formulierte; nämlich dass der Westen eine Antwort bzw. Reaktion auf Putins Politik zeigen musste und diese nicht unwidersprochen hinnehmen durfte. Und diese Sanktionen sind eine Minimal-Antwort.
Sirius
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 27. August 2015, 19:45

von Julian Hans heute in der Süddeutschen, in dem man jedes Wort unterstreichen kann:

"Ob der Bruch morgen kommt, in zehn Jahren oder später: Russland wird dann vor einem gewaltigen Trümmerhaufen stehen, politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Die Wunden bei Ukrainern und Russen werden auch in zwanzig Jahren noch nicht verheilt sein. Dazu wird die Bürde kommen, das Unrecht aus Prozessen wie (der Verurteilung des ukrainischen Regisseurs Senzow zu 20 Jahren Haft) aufzuarbeiten; und ein langer Weg, um die Menschen von der Lüge zu entgiften, die ihnen das Fernsehen täglich in großen Dosen verabreicht."

http://www.sueddeutsche.de/politik/russ ... -1.2621957
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 27. August 2015, 19:49

Kritik am Waschmittelverbot Henkel & Co. suchen Kontakt nach Russland

Waschmittelhersteller haben Pech gehabt. In Russland dürfen sie ihre Produkte vorerst nämlich nicht mehr verkaufen. Angeblich entsprechen diese nicht den dortigen Qualitätsstandards, doch hierzulande werden Zweifel laut.

Zitat:
Die deutsche Wirtschaft hat das russische Verbot von Waschmitteln westlicher Hersteller als "neuen Höhepunkt" im Sanktionsstreit zwischen Russland und dem Westen kritisiert. Wegen angeblicher Verstöße gegen die Schadstoffbestimmungen hatten die Behörden in Moskau zuvor Hygieneprodukte mehrerer Firmen aus dem Verkehr gezogen...]

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Henkel-Co ... 03326.html

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 27. August 2015, 19:52

Sirius hat geschrieben:
Nun frage ich mich seit längerem, was diese Herren dazu bewegt? .


Sirius, ja, dein Beitrag ist nach meinem Geschmack, er ist sachlich und ehrlich und du suchst nach Antworten ohne mit Häme und Arroganz, User mit anderer Meinung verächtlich machen zu wollen!

Ich kenne die drei Herren ebenso wie du, genau wie ich ihre Analysen schätze!

Vielleicht hast du bei der Suche nach den Ursachen für deren Verhalten und Aussagen einen Punkt vergessen! Sie Äußern sich möglicherweise so weil es ihrem Wissen und Gewissen entspricht. Sie haben etwas mehr Einblick als Otto Normalverbraucher und wahrscheinlich auch als du und ich! Ich halte sie für nicht korrumpiert ebenso wie nicht dem Kreml hörig. Du kannst von allen dreien übrigens auch geharnischte Kritik an Russland finden!

Im übrigen halte ich die Entwicklung in Russland auch für kritikwürdig! Die Strategie des Westens aber auch, und da halte ich es mit Henry Kissinger, die derzeitige Politik gegenüber Russland ist nicht Ausdruck einer Strategie, sondern des Fehlens der selben!

gruß
SCORN
Zuletzt geändert von SCORN am 27. August 2015, 20:00, insgesamt 2-mal geändert.
SCORN
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 27. August 2015, 19:54

Kritik am Waschmittelverbot Henkel & Co. suchen Kontakt nach Russland

Waschmittelhersteller haben Pech gehabt. In Russland dürfen sie ihre Produkte vorerst nämlich nicht mehr verkaufen. Angeblich entsprechen diese nicht den dortigen Qualitätsstandards, doch hierzulande werden Zweifel laut.

Zitat:
Die deutsche Wirtschaft hat das russische Verbot von Waschmitteln westlicher Hersteller als "neuen Höhepunkt" im Sanktionsstreit zwischen Russland und dem Westen kritisiert. Wegen angeblicher Verstöße gegen die Schadstoffbestimmungen hatten die Behörden in Moskau zuvor Hygieneprodukte mehrerer Firmen aus dem Verkehr gezogen...]

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Henkel-Co ... 03326.html

mfg
pentium


Da schneiden sich die Russen aber mal wieder ins eigene Fleisch. Das Zeug lässt Henkel z.B. in eigenen Fabriken in Russland produzieren.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 27. August 2015, 21:06

Internationale Pressestimmen zum Schauprozeß gegen Oleg Semzow und Alexander Koltschenko:
Der Schweizer TAGES-ANZEIGER beleuchtet das Urteil der russischen Justiz gegen den ukrainischen Regisseur und Krim-Aktivisten Oleg Senzow: "Als der Richter das Urteil verlesen hatte, stimmten die Angeklagten die ukrainische Hymne an. Am Ende ist das Singen vielleicht das Letzte, was einem Menschen bleibt, der vom Geheimdienst verschleppt und dann von einem Gericht unschuldig verurteilt wurde, um der Welt, vor allem aber sich selbst zu zeigen: Die Gedanken sind frei. So viele politische Prozesse haben in der Ära Putin schon die Welt beschäftigt, dass sich die Begriffe abgenutzt haben: Willkürjustiz, Schauprozess, Rückfall in Zeiten der Sowjetunion. Und auch in diesem Fall muss man das Verfahren so nennen. Zwanzig Jahre soll der Regisseur Oleg Senzow ins Straflager, zehn Jahre der Mitangeklagte Alexander Koltschenko. Das Gericht stützte den Schuldspruch allein auf erpresste Zeugenaussagen, Beweise gab es keine", hebt der TAGES-ANZEIGER aus Zürich hervor.
"Prozesse wie dieser sind Überreste einer düsteren Zeit der Geschichte Russlands", meint auch die französische Zeitung LE MONDE: "Sie sind eines Staates nicht würdig, der sich modern nennt und sich als demokratisch bezeichnet. Über die Unabhängigkeit der Justiz unter dem gegenwärtigen Regime in Russland darf man sich keine Illusionen machen: Die Justiz folgt Anweisungen. Seit Wladimir Putin wieder an die Spitze des Staates gerückt ist, werden Andersdenkende immer stärker unterdrückt. Mit dem Urteil gegen den ukrainischen Regisseur Senzow verstößt Moskau wieder einmal gegen internationales Recht", bemängelt LE MONDE aus Paris.
Die ukrainische Zeitung DEN vermerkt: "Menschen werden verurteilt, nur weil sie mit der Politik des Kremls nicht einverstanden sind. Weil sie gegen die Besatzung der Krim gewesen sind, gerieten auch Oleg Sensow und Alexander Koltschenko ins Visier der russischen Regierung. Mit Prozessen wie diesem soll eine Atmosphäre der Angst geschaffen werden - sowohl in Russland als auch auf der Krim", so die Einschätzung der in Kiew erscheinenden Zeitung DEN.
Quelle:
http://www.deutschlandfunk.de/internati ... de.html?dr
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 28. August 2015, 06:58

DTM-Rennen in Moskau: Russische Grenzer vernichten BMW-Proviant

Russische Grenzschützer haben dem BMW-Team der Deutschen Tourenwagen Masters die Verpflegung abgenommen. Grund soll ein fehlendes Zertifikat sein. Die Deutschen nehmen den Vorfall gelassen - und kochen jetzt mit russischen Zutaten.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/dtm-i ... 50136.html
Interessierter
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 1. September 2015, 15:32

Im Oktober 2013 veröffentlichte " Reporter ohne Grenzen" einen Bericht, welcher sich mit der schleichenden Gleichschaltung der russischen Medien insbesondere des Fernsehens befasste.

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/up ... 13_web.pdf

Der Bericht scheint aktueller denn je zu sein, wie die Deutsche Welle zu konstatieren weis:


http://www.dw.com/de/russlands-tv-propa ... a-18679134

Zitat:
"Die größten landesweiten Fernsehkanäle gehören mittlerweile entweder der staatlichen Medienholding oder kremlnahen Oligarchen und Konzernen. Hinzu kommt noch der vom Kreml finanzierte Auslandssender "RT", ehemals "Russia Today", der in verschiedenen Sprachen sendet und über ein Budget von rund 15,4 Milliarden Rubel (ca. 263,2 Millionen Euro) für 2015 verfügt, wie der Sender im Januar bekanntgab. Laut Mihr gebe es bis auf den Sender "Doschd" (Regen) keine wirkliche unabhängige und regierungskritische Stimme mehr. Der Sender ist jedoch größtenteils nur noch über das Internet empfangbar, nachdem er 2014 von den großen russischen Satelliten- und Kabelanbietern aus dem Programm genommen wurde."
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 2. September 2015, 16:50

Neues vom Beißer... [flash]
Gnadenlos gegen westliche Kleidung

http://1vib.com/index.php/vybir-redakts ... utinu-oret

Da war ja noch das: [flash]
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 2. September 2015, 17:23

SCORN hat geschrieben:
Sirius hat geschrieben:
Nun frage ich mich seit längerem, was diese Herren dazu bewegt? .


Sirius, ja, dein Beitrag ist nach meinem Geschmack, er ist sachlich und ehrlich und du suchst nach Antworten ohne mit Häme und Arroganz, User mit anderer Meinung verächtlich machen zu wollen!

Ich kenne die drei Herren ebenso wie du, genau wie ich ihre Analysen schätze!

Vielleicht hast du bei der Suche nach den Ursachen für deren Verhalten und Aussagen einen Punkt vergessen! Sie Äußern sich möglicherweise so weil es ihrem Wissen und Gewissen entspricht. Sie haben etwas mehr Einblick als Otto Normalverbraucher und wahrscheinlich auch als du und ich! Ich halte sie für nicht korrumpiert ebenso wie nicht dem Kreml hörig. Du kannst von allen dreien übrigens auch geharnischte Kritik an Russland finden!

Im übrigen halte ich die Entwicklung in Russland auch für kritikwürdig! Die Strategie des Westens aber auch, und da halte ich es mit Henry Kissinger, die derzeitige Politik gegenüber Russland ist nicht Ausdruck einer Strategie, sondern des Fehlens der selben!
gruß
SCORN


Nun , das kann man auch anders sehen. Gerade wegen ihrer Fokusierung auf die Wirtschafts- und Finanzmärkte fehlt den Herren der Blick aus einer anderen Perspektive. Das merkt man auch an Deinen Beiträgen scorn.
Aus rein wirtschaftlicher und finanzpolitischer Sicht mögen die Herren recht haben , aber was nützt das wenn Putin Europa in seine Einzelteile keilt und sich anschließend jedes europäische Land mit seiner Gaskeule zur Brust nimmt.
Die Russen bauen gerade an einem völlig anderen Gesellschaftsmodell als das uns in Europa gefallen könnte und dazu haben die Herren, wie auch Krone Schmalzens , Platzecks, Scharnagls und wie sie alle heißen offensichtlich keine Meinung.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 2. September 2015, 17:35

Die Russen bauen gerade an einem völlig anderen Gesellschaftsmodell als das uns in Europa gefallen könnte


Und? Dürfen die das nicht?

Übrigens hast du da eines der Hauptprobleme für die aktuellen Krisenherde angesprochen, denn wer versucht
den arabischen Staaten eine westliche Lebensweise " aufzuzwingen" der muss damit scheitern, wie der
sogenannte arabische Frühling ja deutlich gezeigt hat. Auch den Russen kann man da nichts aufzwingen, sie
müssen ihren eigenen Weg finden und ob uns dieser Weg nun gefällt, oder nicht, haben nicht wir zu entscheiden.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 2. September 2015, 17:40

Jedes Land soll nach seinem Gusto glücklich werden , nur bei Russland ist es eben die Krux, das es sich entschieden hat seine ehemaligen Sowjetrepubliken wieder an die Kandare zu nehmen und sich zusehens nationalistisch geriert und mehr und mehr von seinen Nachbarn als eine Gefahr wahrgenommen wird.
Nun und der arabische Frühling ging von den arabischen Völkern selbst aus und wurde weniger von aussen inszeniert. Was die folgenden Entscheidungen von westlicher Seite anbetrifft steht das wieder auf einem anderen Blatt.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 2. September 2015, 18:11

Kumpel hat geschrieben:Jedes Land soll nach seinem Gusto glücklich werden , nur bei Russland ist es eben die Krux, das es sich entschieden hat seine ehemaligen Sowjetrepubliken wieder an die Kandare zu nehmen und sich zusehens nationalistisch geriert und mehr und mehr von seinen Nachbarn als eine Gefahr wahrgenommen wird.
Nun und der arabische Frühling ging von den arabischen Völkern selbst aus und wurde weniger von aussen inszeniert. Was die folgenden Entscheidungen von westlicher Seite anbetrifft steht das wieder auf einem anderen Blatt.


Da müssen wir dann eben durch Kumpel. Russland war nie europäisch und wird es wohl auch nie sein,
amerikanisch schon gleich gar nicht. Russland ist ein Spezialfall und muss zu sich selber finden. Der
Westen jedenfalls wird Russland nicht "einkassieren". Das haben sie versucht und sind gescheitert.

Wie und wohin sich Russland entwickelt, dass werden wir sehen, oder auch nicht mehr, denn es ist ein
Prozess der noch Jahrzehnte dauern kann.

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 2. September 2015, 18:15

Spartacus hat geschrieben:[

Da müssen wir dann eben durch Kumpel. Russland war nie europäisch und wird es wohl auch nie sein,
amerikanisch schon gleich gar nicht. Russland ist ein Spezialfall und muss zu sich selber finden. Der
Westen jedenfalls wird Russland nicht "einkassieren". Das haben sie versucht und sind gescheitert.

Wie und wohin sich Russland entwickelt, dass werden wir sehen, oder auch nicht mehr, denn es ist ein
Prozess der noch Jahrzehnte dauern kann.

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Russland nicht europäisch? Zu welchem Kontinent gehört dann Russland und lasse dass nicht Zar Peter hören, also den großen Zaren!
Und wer will eigentlich Russland einkassieren? Vielleicht die Illuminaten oder die zionistische Weltverschwörung?

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 2. September 2015, 18:20

Das sehe ich ähnlich, allerdings sehen sich die Russen selbst wohl näher an Europa als an China.
Allerdings ist der Weg denn Russland gerade einschlägt nicht geeignet es nachhaltig stark zu machen, sie werden nicht nur Zeit verlieren.
War ja bei autokratisch geneigten Herrschern schon oft so , daß bei inneren Krisen ein Feind von aussen her mußte. In der Türkei kann man das ja nun auch gerade besichtigen.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 2. September 2015, 18:40

pentium hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:[

Da müssen wir dann eben durch Kumpel. Russland war nie europäisch und wird es wohl auch nie sein,
amerikanisch schon gleich gar nicht. Russland ist ein Spezialfall und muss zu sich selber finden. Der
Westen jedenfalls wird Russland nicht "einkassieren". Das haben sie versucht und sind gescheitert.

Wie und wohin sich Russland entwickelt, dass werden wir sehen, oder auch nicht mehr, denn es ist ein
Prozess der noch Jahrzehnte dauern kann.

Sparta


Russland nicht europäisch? Zu welchem Kontinent gehört dann Russland und lasse dass nicht Zar Peter hören, also den großen Zaren!
Und wer will eigentlich Russland einkassieren? Vielleicht die Illuminaten oder die zionistische Weltverschwörung?

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und lasse dass nicht Zar Peter hören


Darauf wollte ich hinaus Pentium, denn diese "goldenen" Zeiten sind eben vorbei und wer Russland
einkassieren wollte, weißt du selbst, wenn du die Ära Jelzin aufmerksam verfolgt hast.

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 2. September 2015, 18:42

Spartacus hat geschrieben:
Darauf wollte ich hinaus Pentium, denn diese "goldenen" Zeiten sind eben vorbei und wer Russland
einkassieren wollte, weißt du selbst, wenn du die Ära Jelzin aufmerksam verfolgt hast.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 2. September 2015, 19:05

Kumpel hat geschrieben:
Nun , das kann man auch anders sehen. Gerade wegen ihrer Fokusierung auf die Wirtschafts- und Finanzmärkte fehlt den Herren der Blick aus einer anderen Perspektive. Das merkt man auch an Deinen Beiträgen scorn.


Und du kennst meine Fokusierung beim Betrachten von Konflikten? Ich bin erstaunt! [ich auch]
Ansonsten kann ich Sparta nur zustimmen!

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 3. September 2015, 06:30

Deine einseitige Betrachtungsweise, besonders bei dem Konflikt in der Ostukraine ist leicht erkennbar und nicht zu überlesen, das ist auch nicht sonderlich erstaunlich.
Selbst Herr Gysi verfällt in seinen Statements zum Thema stets in diese Taktik.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 3. September 2015, 11:04

Russland ist nicht wirklich europäisch, sondern vor allem eins: Russisch. Schon mit der kyrillischen Schrift und der orthodoxen Kirche grenzt man sich ab/aus. Es gibt viele Russen, die würden gern viel näher an Europa sein, politisch, gesellschaftlich und auch kulturell, allerdings sind die Hardliner einfach härter.
Olaf Sch.
 

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