Warschau (dpa) - Polen hat heute der Opfer der Flugzeugkatastrophe von Smolensk von fünf Jahren gedacht. Am 10. April 2010 waren beim Absturz einer Regierungsmaschine während des Landeanflugs auf das russische Smolensk 96 Menschen ums Leben gekommen, darunter der damalige Präsident Lech Kaczynski.
Zitat:
Der Bau eines Denkmals scheiterte bisher aber am Streit zwischen Polen und Russen.
Von Jan Pallokat, ARD-Studio Warschau
Eigentlich hätte das Denkmal längst stehen sollen im Wald bei Smolensk, Schauplatz der größten Tragödie in der polnischen Luftfahrtgeschichte. Da, wo die Tupolew mit dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und 95 weiteren Repräsentanten des Landes die Landebahn verfehlte und eine Schneise in den russischen Wald schlug, sollte eine etwa 100 Meter schwarze, zwei Meter hohe Mauer stehen, die Namen der 96 Opfer darauf eingraviert. Eine internationale Auswahlkommission hatte drei polnischen Architekten den Zuschlag erteilt, auch Russland hatte Gefallen daran gefunden.
http://www.tagesschau.de/ausland/polen- ... k-101.htmlDie Untersuchungen zu dem Unglück dauern bis heute an und sorgen für Kontroversen in Polens Öffentlichkeit.
Auch fünf Jahre nach dem Unglück wurde das Flugzeugwrack nicht an die polnischen Behörden übergeben. Ein Sprecher der russischen Behörde sagte, das Wrack könne erst an Polen übergeben werden, wenn die Untersuchung abgeschlossen sei. Er wies Vorwürfe zurück, Russland verhindere die Rückgabe aus politischen Gründen. Der polnische Militärstaatsanwalt Wójcik sagte, er könne sich "keine Situation vorstellen, in dem das Wrack nicht dem rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben wird."
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http://www.zeit.de/politik/ausland/2015 ... k-blackboxmfg
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