Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. November 2014, 19:35

vs1400 hat geschrieben:... ist ja nicht das erste mal, dass du voll daneben liegst und nun ein beispiel dafür.


Aha, das ist ein Beispiel dafür... [flash] [laugh]
Also wenn du nix bessers gefunden hast bin ich echt zufrieden. [grin]

AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. November 2014, 19:42

https://www.youtube.com/watch?v=cCa7KrDLVuk

Ab 1:09-1:25 min einfach nochmal hören....... [blush]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 29. November 2014, 21:20

Köstlich, also ich weiß, das es so richtig ist. Was sagst du da du kleines Licht, du meinst das es so richtig war? Falsch, ich weiß genau, das es andersherum völlig richtig war. Nein Klugscheißer, du lügst, denn ich weiß es ganz genau, genauer wie Du. Was..."ganz genau", du musst nicht richtig im Kopf sein, denn mir hat Einer erzählt, so und genau so war es...und nicht anders...Punkt um.

Was, "Punkt um", du Träumer....Fortsetzung Endlos....noch Endloser...die Steigerung von Endloser ist...HAAAAAHIOHOH

Rainer-Maria ne ist das köstlich.....und schließt besser den Fred. Denn irgendwas Sinnvolles wird unter Garantie dazu nicht mehr kommen.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 29. November 2014, 21:26

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:... ist ja nicht das erste mal, dass du voll daneben liegst und nun ein beispiel dafür.


Aha, das ist ein Beispiel dafür... [flash] [laugh]
Also wenn du nix bessers gefunden hast bin ich echt zufrieden. [grin]

AZ


AZ,
das bist du mir schlichtweg nicht wert, daher schrieb ich ja ... nur ein beispiel.

augenzeuge hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=cCa7KrDLVuk

Ab 1:09-1:25 min einfach nochmal hören....... [blush]
AZ


AZ,
ist mir alles bekannt und absolut nicht neu.
warum liest dort nur niemand die passagen vor, die sinngemäß besagten, dass in die unteren extremitäten geschossen werden sollte und dass dieser gezielte schuss die letzte möglichkeit sei?
man wollte keine toten an der grenze, dass möchtest du jedoch nicht begreifen. dir ist deine variante halt genehmer, womit ich durchaus leben kann.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. November 2014, 22:04

Ich muss den Achim rügen. Auch wenn ich nachvollziehen kann, wie es dir, Achim, in den Fingern juckt, aber etwas Contenance solltest du in den Ausdrücken üben.
Auch wenn dir die Aussagen von VS nicht gefallen.... [peinlich]

vs1400 hat geschrieben: man wollte keine toten an der grenze, dass möchtest du jedoch nicht begreifen. dir ist deine variante halt genehmer, womit ich durchaus leben kann.
gruß vs [hallo]


So, VS, und warum durfte man sich hier so ungestraft verhalten? Sorry, ich vergaß die Auszeichnungen.....
Das muss doch wie eine "Klatsche" auf deine Aussage oben wirken.....

dein1945 hat geschrieben: Das Überfahren eines flüchtenden Schwimmers mit dem Grenzboot, Schüsse in den Rücken oder aus Nahdistanz in den Brustkorb u.a.m. haben mit der Schusswaffengebrauchsbestimmung nichts zu tun


AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 30. November 2014, 00:32

augenzeuge hat geschrieben:Ich muss den Achim rügen. Auch wenn ich nachvollziehen kann, wie es dir, Achim, in den Fingern juckt, aber etwas Contenance solltest du in den Ausdrücken üben.
Auch wenn dir die Aussagen von VS nicht gefallen...
. [peinlich]

vs1400 hat geschrieben: man wollte keine toten an der grenze, dass möchtest du jedoch nicht begreifen. dir ist deine variante halt genehmer, womit ich durchaus leben kann.
gruß vs [hallo]


So, VS, und warum durfte man sich hier so ungestraft verhalten? Sorry, ich vergaß die Auszeichnungen.....
Das muss doch wie eine "Klatsche" auf deine Aussage oben wirken.....

dein1945 hat geschrieben: Das Überfahren eines flüchtenden Schwimmers mit dem Grenzboot, Schüsse in den Rücken oder aus Nahdistanz in den Brustkorb u.a.m. haben mit der Schusswaffengebrauchsbestimmung nichts zu tun


AZ


hm AZ,
und dafür brauchte es sagenhafte zwei meldungen von mir. ... die 1. gelöscht und die 2. zumindest hier beantwortet. [flash]

naja, der Achim hat wohl etwas sehr emotional reagiert und wird sich zukünftig wohl eher an die geltenden regeln halten,
da bin ich optimist.

sorry AZ,
für derartige entscheidungen war ich nicht zuständig, war ja nur uaz
und dass nicht unbedingt freiwillig. [wink]
was die auszeichnungen betrifft,
könntest du dies genauer definieren? ... ist mir zu pauschal und daher keine "klatsche".

auch die zwei erwähnten vorfälle, welche du lediglich zitiertest, sind ohne quelle nicht dis­kus­si­ons­wür­dig und demnach eher, momentan, einer pauschalaussage gleichzusetzen.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 30. November 2014, 10:17

Mir ist nicht erinnerlich,
dass vorrangig/zuerst/nur auf die unteren Extremitäten geschossen werden sollte. Dieser Befehl war niemals Bestandteil einer Vergatterung.
Mir ist eine solche Weisung/ein solcher Teilbefehl bisher noch nicht schriftlich unter die Augen gekommen.
Wenn @VS1400 das aber so hinstellt, kann es nur in seinem Dienstbereich so gewesen sein, wobei ich das stark anzweifle.
Es gab Grenzer, die haben sich vorgenommen, nur auf die unteren Extremitäten zu schießen. Das war aber angesichts von Streuung und Entfernung in der Realität nur ein frommer Wunsch. An der grünen Grenze mag dieses Vorhaben in bestimmten Situationen (geringe Entfernung)ja umsetzbar gewesen sein.
Welch schlimme Verletzungen die getroffene Person aber dennoch erlitt, lässt sich denken.

Die Postentürme an der Berliner Mauer waren ziemlich weit entfernt. Ein Flüchtender konnte da schon 70-100 m vom Postenturm entfernt das Überwinden der Grenzanlagen versucht haben.In dieser Situation nur die unteren Extremitäten zu treffen, ist illusorisch.
Selbst ein gezielter Einzelschuss neben den Flüchtenden muss deutlich weit entfernt angesetzt werden, um die Person nicht zu verletzen.
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 30. November 2014, 10:20

In meinem Beitrag ist der nicht vollendete vorletzte Satz gedanklich zu streichen(Tippfehler von mir).
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 30. November 2014, 10:22

Bin ich gestern irgendwie überlesen worden...mit meinem :

"Köstlich, also ich weiß, das es so richtig ist. Was sagst du da du kleines Licht, du meinst das es so richtig war? Falsch, ich weiß genau, das es andersherum völlig richtig war. Nein Klugscheißer, du lügst, denn ich weiß es ganz genau, genauer wie Du. Was..."ganz genau", du musst nicht richtig im Kopf sein, denn mir hat Einer erzählt, so und genau so war es...und nicht anders...Punkt um.

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Gerade du Jörg als Admin, ich fasse es nicht kippst aber auch immer wieder Wasser auf des vs klappende Mühle am rauschenden Bach? Ist das noch normal, geht es einfach nicht, mal die Fingerchen von der Tastatur zu lassen und gut wäre es?
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 30. November 2014, 10:25

Rainer, so kann man natürlich auch versuchen eine Diskussion über eines der schlimmen deutschen Kapitel abzuwürgen.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 30. November 2014, 10:32

"Diskussion" Andreas? Das ist keine Diskussion. Ihr hört euch doch gar nicht zu. Ein Jeder besteht einzig und alleine auf seine Variante denn "So und genau so war es richtig...und Nicht anders". Sinn verstanden? Wie könnte man das noch nennen was hier abgeht, etwa stures Durchdrückenwollen der eigenen Meinung?

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 30. November 2014, 10:32

Edelknabe hat geschrieben: Gerade du Jörg als Admin, ich fasse es nicht kippst aber auch immer wieder Wasser auf des vs klappende Mühle am rauschenden Bach? Ist das noch normal, geht es einfach nicht, mal die Fingerchen von der Tastatur zu lassen und gut wäre es?


Erstens schreibe ich nicht als admin, zweitens sind wir ein Forum. Da schreibt man eher als das man schweigt.

Wenn hier ein vs die Praktiken an der Grenze versucht auf den Kopf zu stellen, muss man dem entgegnen. Im Sinne des Forums.
Was sollen denn die "Schüler sonst über uns denken, Rainer....?

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 30. November 2014, 10:40

vs1400 hat geschrieben:
dein1945 hat geschrieben: Das Überfahren eines flüchtenden Schwimmers mit dem Grenzboot, Schüsse in den Rücken oder aus Nahdistanz in den Brustkorb u.a.m. haben mit der Schusswaffengebrauchsbestimmung nichts zu tun


was die auszeichnungen betrifft,
könntest du dies genauer definieren?


Wenn jenen AGT, welche die o.a. Taten nach Überlegung absichtlich begingen, und nach ihrer mörderischen Tat noch unter der Truppenfahne von ihren Vorgesetzten versichert wurde, dass man sich gerade bei Ihnen für den vorbildlich erbrachten Grenzdienst bedankt...so spricht das Bände!! Geldzahlungen und Urlaub folgten. Was war hier vorbildlich?

Wenn es stimmen würde, was du, vs, hier versuchst zu beschreiben, dann hätte das nie stattfinden dürfen. Man hätte sagen müssen, nein, das widerspricht den Bestimmungen. Aber genau das tat man nicht. Man drohte sogar anderen mit Schwedt, wenn man sich nicht auch so in der Zukunft verhalten würden!

Das ist auch kein Unrecht, was von der Zeit abhing. Das ist unabhängig vom System!

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 30. November 2014, 10:41

Edelknabe hat geschrieben:"Diskussion" Andreas? Das ist keine Diskussion. Ihr hört euch doch gar nicht zu. Ein Jeder besteht einzig und alleine auf seine Variante denn "So und genau so war es richtig...und Nicht anders". Sinn verstanden? Wie könnte man das noch nennen was hier abgeht, etwa stures Durchdrückenwollen der eigenen Meinung?

Rainer-Maria


Inhaltlich hast du leider auch nichts beizusteuern. Das Thema ist doch nicht auf ein Zwiegespräch zweier ehemaliger Grenzer eingeengt.
Dazu gibt es erdrückendes Faktenmaterial mit Opfer-und Zeugenaussagen.
Wer hier natürlich seine eigene Version vermitteln möchte und Fakten verbiegt oder gar leugnet, trifft auf erbitterten Widerstand.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 30. November 2014, 10:58

Der war gut Jörg,der hätte von mir sein können, dein:

"Was sollen denn die "Schüler sonst über uns denken, Rainer....?"

Rainer-Maria also Schüler mal hergehört. Ab und an ist das wirklich so bei älteren Männern.Jeder meint...aber das schrieb ich in einem Vortext schon, das mit der Rechthaberei.Nur jetzt kommt es. Wie will man eigentlich Einem was entgegnen, der auch nur nicht zuhört, so wie man selber? Dann trifft Widerstand auf Widerstand und das Schönste Schüler, sogar Exlehrer so unser Nov. wollen wohl unbedingt...unbedingt....unbedingt.....den Widerstand bekämpfen.

Was Andreas sollte der Rainer denn hier beisteuern wollen. Ich wurde in 18 langen Monaten Wehrdienstzeit an der Grünen Grenze nicht einmal vergattert.Pioniere, im grenzerdeutsch "Grenzunterstützende Einheiten"hatten einfach nur zu arbeiten, von früh 8.00 Uhr bis ca 16/17.00 Uhr.Sonnabend ab 12.00 Uhr war Freizeit angesagt, bis Montag früh zum wecken.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 30. November 2014, 11:09

Hi Rainer,
beisteuern kann jeder, der lesen kann. "Außenstehende", also Nicht-Grenzer sollten das gründlich tun,sofern sie mitreden wollen.
Die Richter der Bundesrepublik waren sicher auch nicht an der Grenze, sprechen aber Recht und verurteilen bzw. leider auch nicht.
Rückblick: Die Richter der DDR waren es bestimmt auch nicht und knasteten trotzdem Grenzer, die nicht schossen, ein.

Die Akten-und Faktenlage ist jeweilige Grundlage von Meinungen, Haltungen, Beschlüssen.
Einen sonntäglichen Gruß von Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 30. November 2014, 11:45

Kann ich doch mal beitragen, Andreas. Und meine, lass das nur unseren User Rüganer nicht lesen, dein:

"Rückblick: Die Richter der DDR waren es bestimmt auch nicht und knasteten trotzdem Grenzer, die nicht schossen, ein."

Denn Rüganer reagiert da immer etwas empfindlich siehe..."Dieses ganze Prozedere soll damals gar nicht so gewesen sein? Und es soll weiter heißen dieses Damoklesschwert Militärstrafanstalt Schwedt schwebte zwar beständig über dem gemeinen Grenzer (zur Abschreckung sozusagen)aber eben im Ernstfall wurde Nichtschütze einfach nur ...nennen wir es simpel strafversetzt. Vom Grenzkommando Nord nach Süd und umgekehrt. Dazu vergattert, dort in Neuer Kompanie das Maul zu halten und gut war es."

Rainer-Maria war gut was? Hatten wir hier irgend wo schon mal, das Thema? Oh diese NVA, die waren schon nicht dumm, unsere Tagesäcke, vom General bis runter zum einfachen Lamettaträger. Gewusst wie so meint der Rainer heute, "wie hielt man also die Jungs mit permanentem Schichtdienst und wohl etwas entstandenen Legenden(von Grenzer zu Grenzer) bei der Stange, so das mir da Keiner aus der Reihe tanzte"
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon dein1945 » 30. November 2014, 12:26

vs1400 hat geschrieben:AZ,
so langsam wird es OT, man durfte in der ddr auch schwul sein
und landete dafür nicht im knast. [wink]

gruß vs [hallo]


VS,

unser noch Bürgermeister durfte sogar offen darüber sprechen und er durfte auch in der SPD sein, wie war es denn mit SPD Mitgliedern nach der Zwangsvereinigung zur SED in der DDR ! Durfte man da auch Schwul und in der SPD sein, oder kamen da nicht tausende SPD Mitglieder nach Bautzen ! [shocked]

Und nun wieder zum Schießbefehl, in der Sendung Talk mit Lanz spricht OSL Jäger ganz offen vom Schießbefehl und schon 1961 Armeegeneral Hoffmann:

Heinz Hoffmann,
Verteidigungsminister der DDR: Wer unsere Grenze nicht respektiert, der bekommt die Kugel zu spüren (Aus: NDR, "Wenn Tote stören. Vom Sterben an der Mauer")

Schönen Sonntag aus Berlin
dein1945
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2014, 12:34

dein1945 hat geschrieben:

unser noch Bürgermeister durfte sogar offen darüber sprechen und er durfte auch in der SPD sein, wie war es denn mit SPD Mitgliedern nach der Zwangsvereinigung zur SED in der DDR ! Durfte man da auch Schwul und in der SPD sein, oder kamen da nicht tausende SPD Mitglieder nach Bautzen ! [shocked]

Und nun wieder zum Schießbefehl, in der Sendung Talk mit Lanz spricht OSL Jäger ganz offen vom Schießbefehl und schon 1961 Armeegeneral Hoffmann:

Heinz Hoffmann,
Verteidigungsminister der DDR: Wer unsere Grenze nicht respektiert, der bekommt die Kugel zu spüren (Aus: NDR, "Wenn Tote stören. Vom Sterben an der Mauer")

Schönen Sonntag aus Berlin



@dein1945,
Sei bezüglich des Umgangs der DDR-SPD-Mitglieder nicht zu human! Wir wollen mal die rund 5000 später Getöteten, die Pieck/Ulbricht nach Moskau überstellten, nicht vergessen.
Der Zusammenschluss zur SED war nämlich auch ein gewaltiges verschwiegenes Blutbad.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon dein1945 » 30. November 2014, 12:44

Volker Zottmann hat geschrieben:
@dein1945,
Sei bezüglich des Umgangs der DDR-SPD-Mitglieder nicht zu human! Wir wollen mal die rund 5000 später Getöteten, die Pieck/Ulbricht nach Moskau überstellten, nicht vergessen.
Der Zusammenschluss zur SED war nämlich auch ein gewaltiges verschwiegenes Blutbad.

Gruß Volker


Volker,

ich wollte nicht gleich mit Haubitzen auf Tauben schießen, sonst denkt VS noch, meine Munition wäre am Ende,

Schönen Sonntag aus Berlin
dein1945
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Ernest » 30. November 2014, 16:16

vs1400 hat geschrieben:........man wollte keine toten an der grenze,.......
gruß vs [hallo]



vs, mal ehrlich, ich weiß nicht, was du hier verteidigen willst. Ich höre nur immer, Schußwaffengebrauchsbestimmung und "man wollte keine Toten an der Grenze".
Ok, in meinen 3 Monaten Ausbildung, wo ich dann wegen der Olympischen Spiele vorzeitig an die Grenze kam, selbst in den 15 Monaten in der Grenzkompanie, habe ich die ersten 12 Monate nichts davon gehört, direkt schießen zu müssen.
In der Ausbildung, 50% kamen eher an die Grenze, die Restlichen mußten weitere 3 Monate Ausbildung erdulden. Was man denen noch beibrachte, weiß ich natürlich nicht. Dann in der Kompanie selbst, wurden diesbezügliche Themen auch nie direkt angesprochen.
Hatte ja schon mal geschrieben, ich bin unserem damaligen Polit dankbar, dass er uns diesbezüglich nicht zusätzlich belastet hat.

Anders war es, als wir dann alle paar Monate ins Bataillon mußten, zur Schulung.
Ja, das stimmt, da wurde auch die Schußwaffengebrauchsbestimmung angesprochen. (auch wenn ich sie schriftlich nie zu lesen bekam...diese Bestimmungen oder irgendein Grenzerhandbuch hatten wir nicht unterm Kopfkissen liegen).
Und es stimmt, da wurde auch gesagt, es sollte z.B. nicht auf Kinder, Jugendliche, Schwangere usw. geschossen werden.

Jeder der an der Grenze war (aber auch jeder Normaldenkende) weiß, wo hier der "Hase im Pfeffer liegt".
Und so kamen auch Nachfragen..............
"""Wie soll ich des nachts oder bei schlechten Witterungsverhältnissen unterscheiden, wer hier schwanger, jugendlich oder erwachsen ist?? """
Die Antwort war sinngemäß: """das ist klar, das kann man nicht.........wichtig ist jedoch, die Grenze sauber zu halten, unter allen Umständen einen Grenzdurchbruch zu verhindern. In den Fällen braucht keiner Angst zu haben, wegen Fehlverhalten zur Verantwortung gezogen zu werden. Ihre Aufgabe ist es, Grenzdurchbrüche zu verhindern".................penggggg !!!!!
Da hat sich keiner getraut direkt zu sagen......sie haben zu schießen. Nein, es wurde immer schön drumherum geredet, wo aber im Endresultat klar war......""eigentlich mußt du doch"""
Wenn man wirklich keine Toten an der Grenze wollte, warum wurde nicht direkt gesagt...."""wenn man nicht gewährleisten kann, daß das Leben eines Grenzverletzers geschont wird, darf auf keine Fall geschossen werden. Im Zweifelsfall darf die Schusswaffe nicht zur Anwendung kommen"".
Vielen Grenzern, von Nord bis Süd und in Berlin hätte man damit einen seelischen Druck genommen und Vieles hätte dadurch verhindert werden können.

Also was nützen da Schusswaffengebrauchsbestimmungen ????
Selbst der immer angesprochene Vergatterungstext. """Grenzverletzer sind vorläufig festzunehmen oder zu vernichten """"
Also kann ich sie nicht festnehmen, dann habe ich sie zu vernichten. Auch wenn manch einer auf die militärische Deutung des Wortes "vernichten" verweist. Im Grunde heißt es auch nur, bewegungsunfähig verletzen, mit allen daraus entstehenden Konsequenzen ( der Tod ist einer davon).
Wenn man keine Toten wollte, warum wurde dieses """oder vernichten"""" nicht weggelassen ???
Ein """Grenzverletzer sind vorläufig festzunehmen und der Kompanie zuzuführen"""" im Vergatterungstext hätte doch auch vollkommen gereicht.

Ich finde, erst die Anweisungen, es darf keine zum Tode führenden Schüsse geben, im Zweifelsfall ist nicht zu schießen und diese Abschwächung des Vergatterungstextes, indem dieses "vernichten" verschwindet..........ich finde, erst dann könnte man davon reden, man wollte keine Toten an der Grenze.
Irgendeine Abschwächung der Befehlslage habe ich jedoch in meiner Zeit nicht erlebt. Das wollte man auch gar nicht.
Wer wirklich keine Toten an der Grenze will, der sagt das auch.......................unzwar sagt er es denen, die dort Dienst tun.

Im Gegenteil, denn genau ein Jahr, nach dem ich an die Grenze kam (Aug./Sept.73), wurde man sehr direkt, denn da wurde nicht drum herum geredet.
Es war die Zeit um die Weltfestspiele, über Jahre kein Durchbruch in der Kompanie, also totale Ruhe. Dann innerhalb von ca. 2 Wochen, Festnahme von zwei Personen, Flucht meines Zugführers.
Nach seiner Flucht hatten wir über einige Wochen einen höheren Offizier in der Kompanie, der die Stimmung bei uns ausloten sollte....auch weil es viele Ungereimtheiten gab.
Je nach Dienstplan, fast tägliche Belehrungen, auch Einzelgespräche mit ihm.
Bei so einer Zusammenkunft kam er dann auf ein anderes Thema..................
Im Zeitraum der Weltfestspiele und wohl auch davor muß es einige Vorkommnisse gegeben haben. Einmal kam es wohl zu Grenzprovokationen, weil vom Westen welche auf DDR-Gebiet vordrangen, randalierten und sich wieder zurückzogen. Im anderen Fall muß wohl eine verletzte Person in der Minensperre gelegen haben, angeschossen........sie wurde von westlicher Seite gerettet, noch bevor jemand von unserer Seite eintraf. So in etwa war die Ausgangslage.

Jedenfalls, nach seiner Aussage, sollte in Fällen, wenn eine Person bereit den Zaun erreicht hat, ihn erklimmt oder schon überwunden hat, auf keinen Fall mehr geschossen werden............
Ich weiß noch, wie mir da ein Stein vom Herzen fiel. Endlich eine Abschwächung und auch ein Grund, um ein eventuelles Nicht-Schießen ganz offiziell zu rechtfertigen...ohne lügen oder sich rausreden zu müssen.
Als er die Sachlage jedoch ausführlich erklärt hatte, kam der Hammer.
Wird auf einen Warnschuss nicht reagiert, haben wir, noch bevor er überhaupt den Zaun erreicht, so zu schießen, das er regungslos liegen bleibt, sich nicht mehr bewegt. Es soll unter allen Umständen verhindert werden, das er, eventuell verletzt, noch den Zaun erreicht, ihn vielleicht so überwinden kann.

Hat man, wie ich oben schrieb, vorher nur alles umschrieben, waren das erstmals so klare Worte, dass einem die Knie weich wurden. Und so ging es nicht nur mir, auch den anderen aus meinem Zug, denn wir alle kamen etwas "bedeppert" heraus........mit dem Credo.....""pohhhh, das war hart"".
Schlimm daran....erst die Erleichterung und dann der Hammer.

Ich weiß nicht, ob das eine allgemeine Anweisung war. Ich will darum auch nichts verallgemeinern. Zu meiner Zeit war eine Kompanie, sprich die Meinige, ein autarkes Gebildes, wo man nicht mal über den Tellerrand schauen konnte. Was rechts und links in den Kompanien passierte, wußte man einfach nicht....ich wollte es auch nicht wissen.
Andererseits hatte man von "oben" keinen Einblick in die Kompanie. Die höheren Dienststellen erfuhren halt nur das, was man von der Kompanieführung bereit war preis zu geben. Vielleicht wollte man uns auch "Angst" einjagen, wieder in die Spur bringen, weil man ahnte, bei uns läuft einiges schief, nur halt nicht wußte, was.
Darum diese Einschränkung von mir.

Nur eins ist klar, die eigentliche Denkweise, die von oben kam, ist zumindest für mich eindeutig.
Ich verstehe auch nicht, wie man hier `zig Seiten "diskutieren" kann und sich doch nur im Kreise dreht. Auch wenn ich überwiegend nur lese, innerlich muß ich oftmals nur den Kopf schütteln.
Mit einem """es kann nicht sein, was nicht sein darf"" kommt man doch nicht weiter. Und sich nur auf irgendwelche Bestimmungen berufen, funktioniert in der Hinsicht nicht, weil es in der damaligen Praxis ganz anders aussah. Ich persönlich kenne von damals keine geschriebenen Bestimmungen oder Befehle. Wir hatten nur mündliche Anweisungen, die man als bindend herausgab.
Und darüber sollte man reden........über die Praxis.

Gruß
Ernest
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 30. November 2014, 16:44

Ernest hat geschrieben: Ich finde, erst die Anweisungen, es darf keine zum Tode führenden Schüsse geben, im Zweifelsfall ist nicht zu schießen und diese Abschwächung des Vergatterungstextes, indem dieses "vernichten" verschwindet..........ich finde, erst dann könnte man davon reden, man wollte keine Toten an der Grenze.
Irgendeine Abschwächung der Befehlslage habe ich jedoch in meiner Zeit nicht erlebt. Das wollte man auch gar nicht.
Wer wirklich keine Toten an der Grenze will, der sagt das auch.......................unzwar sagt er es denen, die dort Dienst tun.
Ernest


Danke für die eindeutigen und nachvollziehbaren Worte. [super]
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Spartacus » 30. November 2014, 18:06

Danke auch von mir Ernest, denn man kann deine Schilderungen gut nachvollziehen. [hallo]

LG

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Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon HPA » 30. November 2014, 18:08

Vernichten, heißt für mich:liquidieren, sprich ,der Tod des Grenzverletzters wurde bewusst in Kauf genommen. Das könnte man auch als Aufforderung zum Totschlag betrachten.
HPA
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2014, 19:06

Das Liquidieren sollte ja auch dann hauptsächlich dann erfolgen, wenn Gefahr für das Leben des Grenzers bestand. Bis hierher fast logisch und zu begreifen.
Allerdings haben die meisten der erschossenen "Grenzverletzer" zuvor die Grenzer rückwärts (nicht rücklings) angegriffen. Die sind denen mit dem eigenen Rücken zum Schützen so gefährlich geworden, dass die schießen mussten....
Ich bin gespannt, ob das so war! [ich auch]

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Ernest » 30. November 2014, 20:14

Hallo AZ, Spartacus und HPA,

HPA hat geschrieben:Vernichten, heißt für mich:liquidieren, sprich ,der Tod des Grenzverletzters wurde bewusst in Kauf genommen. Das könnte man auch als Aufforderung zum Totschlag betrachten.


Ich bin ja nun ziemlich unbedarft in die Sache reingerutscht.
Ende Feb.72 ausgelernt, da war ich noch der Meinung, ich komme irgendwann laut Musterung zu den Pionieren, dann im März72 Einberufungsüberprüfung, im Mai 72 bereits Einberufung......aber zur Grenze.
Dann 3 Monate Ausbildung und schon war ich etwa knapp 6 Monate nach Ende der Lehre an der Grenze.
Da blieb keine Zeit sich gedanklich auf irgendetwas einzustellen. In der Ausbildung hieß es in den 3 Monaten auch nur MKE ( militärische Körperertüchtigung) und Gefechtsausbildung.
Was einem an der Grenze erwartet, wie es da abläuft.....????...null Vorstellung.

Und dann kam meine erste Grenzdienstschicht, eine Nachtschicht. Waffe, volle Magazine, das Wissen, nur 4-500m weiter ist die Grenze, eigentlich ne Gegend, wo kein normaler Mensch hinkommt und Einige es sich wünschten, da so nah heran zu kommen. Gleich dahinter der Westen............alle reden davon, viele träumen davon und trotzdem im Grunde für alle unerreichbar. Insgeheim das Wissen, dahinter wohnt meine ganze Verwandtschaft, denen ich immer nur hinterher gucken konnte, wenn sie abfuhren.....wo ich auch immer dachte, in nur 45 min sind sie in Marienborn am Autobahnübergang und fahren da hin, wo man nie hin darf.........ja und nun, nun bin ich genau an dieser Grenze.
Mit solchen Gefühlswallungen habe ich mich vor unser Objekt aufgestellt, als es hieß, wir sollen antreten. Gleichzeitig aber auch die Spannung, wie es nun weiter geht.
Dann kam die Vergatterung......................
Danny_1000 hat den Text schon treffend aufgeschrieben, auch wenn es bei uns kleine Abweichungen gab.........aber sinngemäß stimmte er.

Zug stillgestanden..........Der 3. Zug wird eingesetzt zur Sicherung der Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik im Abschnitt der 10. Grenzkompanie von... ( Bez. linke Trennungslinie) bis...(Bez. rechte Trennungslinie) in der Zeit von.. bis.... (Uhrzeit, da die Vergatterung nur für diese Zeit galt), mit der Aufgabe, Grenzdurchbrüche zu verhindern, Grenzverletzer vorläufig festzunehmen oder zu vernichten, den Schutz der Staatsgrenze unter allen Lagebedingungen zu gewährleisten. Dem Grenzposten ist verboten, Postentrennung, Verlassen des Postenbereiches, sowie Ablegen von Waffen und Ausrüstung..............Vergatterung !!!

15 Monate, fast täglich gehört, das prägt sich ein.
Als dann erstmals die Passage kam, """.....vorläufig festzunehmen oder zu vernichten.....""", hat mich dieses """vernichten"" einen doch recht heftigen Schlag verpaßt. Erstens hatte ich das so direkt nicht erwartet und zweitens hatte dieses "vernichten" so etwas Endgültiges....für mich hieß das ganz einfach, du mußt jemanden erschießen, wenn es sein muß.
In dem Moment, mitten in der Nacht, im Dunkeln, ich konnte es einfach nicht anders deuten. Das war wie so ein Tiefschlag.

Mein Großcousin ist damals abgehauen, ein Mitschüler in der Lehre, auch ein Arbeitskollege in der kurzen Zeit im Stammbetrieb wollten abhauen............solche Leute sollte ich notfalls "vernichten" ????.....unvorstellbar.

Bei den ersten Vergatterungen reagierte ich immer innerlich, wenn ich dieses Wort hörte. Als ich dann sah, wie alles abläuft, der Grenzdienst doch recht gemächlich von statten ging, fing es jedoch in meinem Kopf an zu rattern. Ich mußte für mich herausfinden, wo der Punkt ist........bis hier und nicht weiter. Auch ein gedankliches Durchspielen von Situationen, um für mich selbst zu wissen, was mache ich wann, was machst du auf keinen Fall.
Das ging eigentlich relativ schnell. Und ab dem Zeitpunkt habe ich das Beste daraus gemacht und den Grenzdienst, die Natur und die "Freiheit" draußen, genossen.
Ich hatte nie Angst, es könnte mal jemand kommen. Hab mich damit nie belastet. Die Waffe war mein persönlicher Schutz, das gab mir die innere Ruhe und für mehr hätte ich sie auch nie gebraucht. Das waren eigentlich die zwei entscheidendsten Fakten.

Aber HPA, du hast schon recht, dieses Wort "vernichten" klingt brachial. Wie ich vorher schon schrieb, wollte man wirklich so human sein, wie sie sich gern nach außen darstellten, dann hätte man auf dieses Wort verzichten können. Wer keine Toten will, der braucht niemanden zu vernichten, da würde schon festnehmen reichen. Und wenn...........lieber ein paar Flüchtlinge mehr, als Tote.....das ginge dann schon eher in Richtung "human sein".

Gruß
Ernest
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Wosch » 30. November 2014, 20:35

Mir hat noch Keiner der Angehörigen der GT hier erklären können worin bei einem im Wasser "westwärts" schwimmenden unbewaffneten Flüchtling für ihn eine "Notwehrsituation" bestand, die ihn berechtigte die Schußwaffe gezielt gegen das Leben dieser Personen einzusetzen. Daß "Vernichten" bzw. "Liquidieren" des sogenannten "Grenzverletzers" im DDR-Grenzdeutsch nichts mit dem "Töten" eines Flüchtlings zu tun haben sollte, schon!!
Die Deutsche Sprache scheint für Einige der sich mit dem Thema Befassenden doch noch sehr befremdend sein und daß auch trotzt der angeblich besseren "DDR-Schulbildung". Wenn man für die Tausenden Toten und Verletzten an dieser Grenze (obwohl ja angeblich nicht gewollt) auch noch "belobigt", "ausgezeichnet" und Geschenke mit finanzieellen Hintergrund erwarten durfte (und auch bekam), so sollte sogar einem "Hilfsschüler" klar sein, daß dieses Grenzregime das "Töten" dieser Flüchtlinge "zwingend" vorgegeben haben mußte, im Grunde genommen wurde ja auch nur der zu hohe Munitionsverbrauch von "vorgesetzter" Stelle kritisiert, der Flüchtling selbst mußte zur "Strecke" gebracht werden und wenn´s ging sollte der Klassenfeind davon nur nicht´s mitbekommen.
Die Direktiven der verantwortlichen "kriminellen" Befehlsgeber sind doch hinreichend bekannt und wurden von den Zuständigen innerhalb ihrer Verantwortungsbereiche immer weiter nach Unten durchgegeben. Am Schluß stand für diesen Mordbefehl für dir am Ende der Fahnenstange die "Vergatterung" und die angebliche Verlogenheit um das Wörtchen "SCHWEDT".
Wenn man keine Toten an der Grenze wollte hätte man das doch deutlich gesagt, die Täter zur Rechenschaft gezogen und ihnen nicht noch ´nen Orden mit Prämie umgehängt, ist doch eigentlich verständlich-oder nicht???


Wosch, der hier manchmal nichts mehr versteht.
Wosch
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2014, 22:09

Ich danke allen beiden, Ernest wie Wosch, die gerade geschrieben haben. Was Ihr schreibt ist die Wahrheit. Spricht auch mir aus der Seele.
Was ist es doch im Forum mit den Erkenntnissen benennen vorwärts gegangen! Super.
Wenn ich da noch an die ewige Querrederei um die Todesschüsse, verbrochen an Heiko Runge, nahe Hohegeiß denke...
Es wurde auch Zeit, dass wir nicht mehr zulassen, dass hier im Forum unwiedersprochen von einem menschlichen Grenzsystem gefaselt wird. Es wird Zeit dass sofort dem Beschönigen dieser Verbrechen über den Mund gefahren wird.

Ich bin mal richtig zufrieden mit den heutigen Aussagen.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 1. Dezember 2014, 00:08

Nov65 hat geschrieben:Mir ist nicht erinnerlich,
dass vorrangig/zuerst/nur auf die unteren Extremitäten geschossen werden sollte. Dieser Befehl war niemals Bestandteil einer Vergatterung.

Mir ist eine solche Weisung/ein solcher Teilbefehl bisher noch nicht schriftlich unter die Augen gekommen.
Wenn @VS1400 das aber so hinstellt, kann es nur in seinem Dienstbereich so gewesen sein, wobei ich das stark anzweifle.
Es gab Grenzer, die haben sich vorgenommen, nur auf die unteren Extremitäten zu schießen. Das war aber angesichts von Streuung und Entfernung in der Realität nur ein frommer Wunsch. An der grünen Grenze mag dieses Vorhaben in bestimmten Situationen (geringe Entfernung)ja umsetzbar gewesen sein.
Welch schlimme Verletzungen die getroffene Person aber dennoch erlitt, lässt sich denken.

Die Postentürme an der Berliner Mauer waren ziemlich weit entfernt. Ein Flüchtender konnte da schon 70-100 m vom Postenturm entfernt das Überwinden der Grenzanlagen versucht haben.In dieser Situation nur die unteren Extremitäten zu treffen, ist illusorisch.
Selbst ein gezielter Einzelschuss neben den Flüchtenden muss deutlich weit entfernt angesetzt werden, um die Person nicht zu verletzen.
Andreas


@Nov65,
es war kein bestandteil der vergatterung, womit du durchaus recht hast. doch konnte man dies in der schusswaffengebrauchsbestimmung durchaus erlesen.
jene hinterlag beim hauptfeldwebel in jeder grenzkompanie.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 1. Dezember 2014, 00:17

hallo Ernest,
nimm es mir bitte nicht übel, dass ich dir zuerst noch ne frage stelle und dir dann erst, auf deine sehr ausführlichen posts, antworten wollen würde.

ihr hattet kompaniesicherung und in welchem bataillon musstest du abdienen?

gruß vs und danke vorab [hallo]
vs1400
 

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