Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 23. November 2014, 12:03

Nov65 hat geschrieben:Danke, Wilfried, für die Links.
Beide Dokumente untermauern die Strategie um den Schießbefehl.
Aus Rücksichtnahme auf ein internationales Echo wurde dieser Befehl nicht schriftlich herausgegeben. Es reichte, ihn latent durchzusetzen: In jeder Vergatterung, in jeder Bestrafung, in jeder Belobigung und selbst in der Statistik.
Viel geschossen und wenig getroffen - das ging gar nicht. Geschossen, aber Grenzverletzer im Westen, war strafwürdig.
Wer diese Strategie der "Heeresführung"leugnet oder infrage stellt, möchte Geschichtsfakten verbiegen. Möchte. Geht aber nicht, weil Fakten dagegensprechen.
Grüße von Andreas


Genau so ist es, Andreas. [super]

Es ist lachhaft, wenn ich ich das zur Schau gestellte Unvermögen anderer hier lese, wie dieses Schriftstück angeblich nicht verstanden wird. Und dabei waren das teilweise ehemalige "Fachkräfte".
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 23. November 2014, 12:06

Und darauf Jörg...aufs lachhaft ein HAHHAAAHIOH

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 23. November 2014, 12:31

Na, da meint Ihr (@Edelknabe, @VS1400 und Thoth) wieder was zu haben.
Also lesen (verstehen auch) kann ich einwenig.
Und da lese ich Seite 1 zuerst (Kopfbogen), dann Seite 2(mit Seitenangabe oben).
In beiden werden Vorfälle aneinandergereiht. Die muss man nur auseinanderhalten.
Tötlich, ja, die Rechtschreibung... Solche Schreiben wurden niemals von Sekretärinnen oder Schreibern verfasst. In die Maschine getippt, ja.
Egal, wer sie getippt hat, die Verantwortung für Form(Rechtschreibung, Ausdruck) und Inhalt hat der Unterzeichnende.
Schön leichtfertig, wenn nicht doof, wer solche Schriftsätze einfach nur unterzeichnet. Dann ist er auch für tötlich verantwortlich.
Daraus würde ich nun nicht gleich eine Rechtschreibschwäche des gesamten NVA-Offizierskorps ableiten.
Wer von unseren Usern aber beständig in die Kleinschreibung ausweicht oder eklatante Rechtschreibfehler am Fließband produziert, sollte hier besser den Mund zumachen und sich nicht selbst ans "Messer" liefern.
Sonntäglicher Gruß von Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 23. November 2014, 12:38

Nov65 hat geschrieben:Na, da meint Ihr (@Edelknabe, @VS1400 und Thoth) wieder was zu haben.
Also lesen (verstehen auch) kann ich einwenig.
Und da lese ich Seite 1 zuerst (Kopfbogen), dann Seite 2(mit Seitenangabe oben).
In beiden werden Vorfälle aneinandergereiht. Die muss man nur auseinanderhalten.
Tötlich, ja, die Rechtschreibung... Solche Schreiben wurden niemals von Sekretärinnen oder Schreibern verfasst. In die Maschine getippt, ja.
Egal, wer sie getippt hat, die Verantwortung für Form(Rechtschreibung, Ausdruck) und Inhalt hat der Unterzeichnende.
Schön leichtfertig, wenn nicht doof, wer solche Schriftsätze einfach nur unterzeichnet. Dann ist er auch für tötlich verantwortlich.
Daraus würde ich nun nicht gleich eine Rechtschreibschwäche des gesamten NVA-Offizierskorps ableiten.
Wer von unseren Usern aber beständig in die Kleinschreibung ausweicht oder eklatante Rechtschreibfehler am Fließband produziert, sollte hier besser den Mund zumachen und sich nicht selbst ans "Messer" liefern.
Sonntäglicher Gruß von Andreas


ach gottchen,
an was man sich nicht alles reiben kann ... [flash]

gruß vs [hallo]
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon pentium » 23. November 2014, 12:47

Nun gibt es ja auch Leute mit einer angeborenen Rechtschreibschwäsche.
Wer dieses Schreiben verzapft hat ist doch eigentlich völlig unwesentlich, schliesslich fehlen ja auch Buchstaben. Aber dass ist eigentlich eine Nebensache.
In der "Welt" findet sich etwas zu dieser Verschlußsache.

Zitat:
Berlin - Oberst Franzisky von der 1. Grenzbrigade der Nationalen Volksarmee war mit einer pikanten Aufgabe befaßt, die als Geheime Verschlußsache mit der Nummer "H 32 158" versehen wurde. Dazu kam der Vermerk: "Außer der Urschrift zu vernichten." Der Stabschef der in Berlin stationierten Grenzbrigade leitete 1969, also acht Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer, die erste detaillierte Untersuchung über die "Anwendung der Schußwaffe im Grenzdienst bei der Verhinderung von Grenzdurchbrüchen" und kam zu dem Fazit: "Die Anzahl der verschossenen Munition ist zu hoch." Oberst Franzisky rechnete penibel bis hinters Komma: pro Person "im Durchschnitt 38,6 Schuß". Für die Acht-Seiten-Analyse, die jetzt im ehemaligen DDR-Militärarchiv entdeckt wurde, wertete der Stabsoffizier zehn Fluchtversuche von insgesamt elf Personen aus, die zwischen Dezember 1968 und Juni 1969 in den freien Teil Berlins gelangen wollten...]

Das Papier hat der Sachbuchautor Volker Koop bei seinen Recherchen über den Schießbefehl im Militärarchiv entdeckt. Es gehören 8 Seiten dazu und nicht nur zwei Blätter.

mfg
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*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 23. November 2014, 15:39

Da könnte @VS1400 sein Borstenvieh eigentlich wieder im Garten einfangen.
Das vom @Interessierten eingestellte und von @pentium in seiner Entstehung erklärte Dokument sagt doch alles:
Es wird zuviel daneben geschossen. Gegen das Schießen dagegen kein einziges Wort.
Andreas
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon pentium » 23. November 2014, 15:45

Verschlußsache mit der Nummer "H 32 158"

Hier mal der komplette Link:
http://www.welt.de/print-welt/article66 ... egend.html

mfg
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 23. November 2014, 16:11

Nov65 hat geschrieben:Da könnte @VS1400 sein Borstenvieh eigentlich wieder im Garten einfangen.
Das vom @Interessierten eingestellte und von @pentium in seiner Entstehung erklärte Dokument sagt doch alles:
Es wird zuviel daneben geschossen. Gegen das Schießen dagegen kein einziges Wort.

Andreas


@"Nov65",
ich bin für das "borstenvieh" nicht verantwortlich, welches sich den verlausten pelz an der eiche schrubbt. [wink]

an deiner aussage lässt sich jedoch erkennen, dass du weder inhalt noch aussage des schriftstücks verstanden hast.

gruß vs [hallo]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 23. November 2014, 16:18

vs1400 hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:Da könnte @VS1400 sein Borstenvieh eigentlich wieder im Garten einfangen.
Das vom @Interessierten eingestellte und von @pentium in seiner Entstehung erklärte Dokument sagt doch alles:
Es wird zuviel daneben geschossen. Gegen das Schießen dagegen kein einziges Wort.

Andreas


@"Nov65",
ich bin für das "borstenvieh" nicht verantwortlich, welches sich den verlausten pelz an der eiche schrubbt. [wink]

an deiner aussage lässt sich jedoch erkennen, dass du weder inhalt noch aussage des schriftstücks verstanden hast.

gruß vs [hallo]


Das Bild deines Beitrages war also nicht von dir, vs.....? Dann bin ich beruhigt.... [grin]
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 23. November 2014, 16:24

augenzeuge hat geschrieben:
Das Bild deines Beitrages war also nicht von dir, vs.....? Dann bin ich beruhigt.... [grin]
AZ


AZ,
ich bin die eiche und den "rest" wirst du dir denken können. [smile]

muss jetzt aber fix raus, is nämlich gleich blaue stunde. [wink]

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 23. November 2014, 18:24

Die eventuelle Frage oder das Problem von @VS1400 zum eingestellten Link von @Interessierter(Wilfried) ist bisher nicht deutlich geworden.
Borstenvieh an einer Eiche (Eine Eiche soll das sein?), mehr nicht.
Wie er selbst zu der im Dokument bemängelten Treffergenauigkeit bei Schüssen auf Grenzverletzer steht, lässt er uns nicht wissen.
Kommt da noch was außer Querschüssen?
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 25. November 2014, 01:28

Nov65 hat geschrieben:Die eventuelle Frage oder das Problem von @VS1400 zum eingestellten Link von @Interessierter(Wilfried) ist bisher nicht deutlich geworden.
Borstenvieh an einer Eiche (Eine Eiche soll das sein?), mehr nicht.
Wie er selbst zu der im Dokument bemängelten Treffergenauigkeit bei Schüssen auf Grenzverletzer steht, lässt er uns nicht wissen.
Kommt da noch was außer Querschüssen?
Andreas


@"Nov65",
es ist erstmal der text, vom "Interessierten",
dem ich nicht folgen kann. ..." Wie der Schießbefehl auch angewandt wurde, belegen diese 2 nachstehenden " Geheimen Verschlußsachen " ...".

denn es gab, für mich, nie einen schießbefehl und ich wurde nicht aufgefordert menschen zu töten.
es war auch nie mein ziel und noch weniger lockte mich ein eventueller sonderurlaub oder ne auszeichnung vor der truppenfahne. all jene, für die ich damals verantwortlich war, hatten auch nie diese ziele und wollten nur ihren PFLICHTDIENST ohne vorkommnis hinter sich lassen, "einfach" die zeit andienen und ihre ruhe haben.

querschüsse leiste ich mir hier wohl weniger, wie manch einer und "jene" die darüber lieber nichts schreiben, zumal sie ja nicht ins eigene nest ... .
ja, damit meine ich dich direkt.

was dieses dokument betrifft, so ist es für mich halt eine erkenntnis der obrigkeit, dass "man" nen hund wohl besser traf wie nen damaligen grenzverletzer.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 25. November 2014, 08:35

vs1400 hat geschrieben: denn es gab, für mich, nie einen schießbefehl
gruß vs [hallo]


Das ist dein Problem. Nach Aussage mehrerer Ex-AGT gab es ihn in der Endbetrachtung und praktischen Anwendung der Bestimmungen. Ohne Wenn und Aber.
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 25. November 2014, 10:48

@VS1400,
nur diese Erkenntnis entnimmst Du dem Dokument. Aussage @S1400:"was dieses dokument betrifft, so ist es für mich halt eine erkenntnis der obrigkeit, dass "man" nen hund wohl besser traf wie nen damaligen grenzverletzer"
Ziemlich billig, meine ich. Den Kern des Dokuments erschließt Du leider nicht. Es geht nicht um Hunde, es geht um die Trefferungenauigkeit beim Schießen auf Menschen!!

Und noch 'was: Bist Du als Seelsorger an der Grenze gewesen und hast demzufolge nicht den Text jeder Vergatterung gekannt?
Kein Befehl des Einsatzes der Schusswaffe bei Grenzverletzungen...
Aber darüber will ich mit Dir nicht weiter diskutieren. Alles zwecklos.

Wer hier nicht ins "eigene Bett ka..en" will, ist überdeutlich geworden.
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 26. November 2014, 01:13

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben: denn es gab, für mich, nie einen schießbefehl
gruß vs [hallo]


Das ist dein Problem. Nach Aussage mehrerer Ex-AGT gab es ihn in der Endbetrachtung und praktischen Anwendung der Bestimmungen. Ohne Wenn und Aber.
AZ


keinesfalls ist dies mein problem AZ,
ich schrieb und dass hast du natürlich leider beim zitieren "vergessen" ...
... " ... denn es gab, für mich, nie einen schießbefehl und ich wurde nicht aufgefordert menschen zu töten. ...".

darüber können wir gern weiter diskutieren.
nett wäre es, wenn du derartige grenzer zur diskussion finden, einladen würdest.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 26. November 2014, 01:36

Nov65 hat geschrieben:@VS1400,
nur diese Erkenntnis entnimmst Du dem Dokument. Aussage @S1400:"was dieses dokument betrifft, so ist es für mich halt eine erkenntnis der obrigkeit, dass "man" nen hund wohl besser traf wie nen damaligen grenzverletzer"
Ziemlich billig, meine ich. Den Kern des Dokuments erschließt Du leider nicht. Es geht nicht um Hunde, es geht um die Trefferungenauigkeit beim Schießen auf Menschen!!

Und noch 'was: Bist Du als Seelsorger an der Grenze gewesen und hast demzufolge nicht den Text jeder Vergatterung gekannt?
Kein Befehl des Einsatzes der Schusswaffe bei Grenzverletzungen...
Aber darüber will ich mit Dir nicht weiter diskutieren. Alles zwecklos.

Wer hier nicht ins "eigene Bett ka..en" will, ist überdeutlich geworden.
Andreas


@"Nov65",
wurdest du direkt aufgefordert menschen zu töten oder hätte es dir passieren können?
was wurde dir denn wirklich abverlangt?

der kern dieser zwei seiten sagt doch wohl eher aus,
dass der mensch, in der masse, nicht berechenbar war. selbst wenn der schütze gute ergebnisse, beim training oder eben hunden ablieferte, gab es ne gewisse hemmschwelle der ex- agt und dass sind auch meine erfahrungen.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 26. November 2014, 09:04

vs1400 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben: denn es gab, für mich, nie einen schießbefehl
gruß vs [hallo]


Das ist dein Problem. Nach Aussage mehrerer Ex-AGT gab es ihn in der Endbetrachtung und praktischen Anwendung der Bestimmungen. Ohne Wenn und Aber.
AZ


keinesfalls ist dies mein problem AZ,
ich schrieb und dass hast du natürlich leider beim zitieren "vergessen" ...
... " ... denn es gab, für mich, nie einen schießbefehl und ich wurde nicht aufgefordert menschen zu töten. ...".

darüber können wir gern weiter diskutieren.
nett wäre es, wenn du derartige grenzer zur diskussion finden, einladen würdest.

gruß vs [hallo]


Es macht für mich keinen Unterschied, ob ich direkt aufgefordert werde, einen Menschen zu erschießen, oder in der Endkonsequenz meiner Vergatterung, der Schußwaffengebrauchsbestimmung, dies doch zu tun, weil das besser ist, als einen Unbewaffneten nicht zu "bekommen".
Da fährt man schon mal mit einem Boot über jemanden, da schießt man schon mal auf einen im Stacheldraht Liegenden, das schießt man auf Leute aus kurzer Distanz, die sich sogar von der Grenze freundwärts entfernen, all das ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden....nein, man wurde noch belobigt. Darum gehts!
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Beethoven » 26. November 2014, 09:37

Die beiden hier eingestellten Dokumente aus den 60-er Jahren sind unwiderlegbarer Beweis dafür, wie manch vorgesetzter Grenzschützer so dachte. Es ist einfach nur noch menschenverachtend. Aber das hat seit 1989 auch keiner geleugnet. Jedoch, es geschah innerhalb des Grenzregimes und entsprechend der damaligen Gesetze der DDR, weit vor Helsinki. Wobei man ähnliche Dokumente sicherlich auch noch in den 80-er Jahren finden kann.
Darüber sind wir uns doch einig hier. Jeder Verletzte oder gar getötete Mensch an der Grenze ist einer zu viel.

Der hohe Munitionsverbrauch ist für mich beredter Beweis dafür, dass die Jungs am Kanten eben keineswegs blutrünstige Killer waren. Im Gegenteil, sie standen unter Befehlsnotstand im besonderen Vergatterungsverhältnis und schossen in der großen psychologischen Verwirrung oder auch bewusst daneben.
Das zeichnet diese Männer am Kanten doch als humanistisch aus und nicht als instinktlose Mordschützen.
Anders, entspannt und ohne psychologischen Druck, die Ergebnisse auf einem Schießplatz.

Gruß
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon FwLSK » 26. November 2014, 10:21

Mein damaliger Schwippschwager hat damals auch am Kanten gedient, obwohl er absolut keine Lust dazu und auf dem Oberarm ein nicht zu übersehendes Tatoo des Hoheitszeichens der USAF hatte. Aber das hatte er meinem Onkel, Stabsoffizier Nachrichten GT, zu verdanken. Der hatte ihn unter seine Fittiche geholt. Dieser Schwager erzählte mir, daß alle Grenzer seiner Kompanie bei versuchtem Grenzdurchbruch von der Schußwaffe Gebrauch machen würden, denn wer geht schon gerne nach Schwedt für jemanden (den der abhauen wollte), den er nicht kennt. Die Mehrzahl war sich aber einig, kein gezieltes Schießen! Mit dieser Aussage erklärt sich für mich auch der hohe Munitionsverbrauch.
FwLSK
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 26. November 2014, 11:13

Jedoch, es geschah innerhalb des Grenzregimes und entsprechend der damaligen Gesetze der DDR, weit vor Helsinki.


Unbewaffnete Bürger mit Schüssen in den Rücken zu töten, war auch vor Helsinki schon ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit !


Wenn dieses diktatorische SED - Regime, das per Gesetz legitimierte, so zeugt das nur non der menschenverachtenden Haltung ihren Bürgern gegenüber und die Bezeichnung verbrecherisches System ist zutreffend.

Ein Offizier der das Töten mit Schüssen in den Rücken hier noch als gerechtfertigt hinstellt, ist meiner Meinung nach eine Schande für die vielen Offiziere, für die der Begriff " Offiziersehre " noch etwas bedeutet.

Jeder Verletzte oder gar getötete Mensch an der Grenze ist einer zu viel.


Allerdings wenn das jemand schreibt, der dieses feige Töten unbewaffneter Bürger rechtfertigt, ist dieser Satz nichts als " pure Heuchelei " !

Der hohe Munitionsverbrauch ist für mich beredter Beweis dafür, dass die Jungs am Kanten eben keineswegs blutrünstige Killer waren. Im Gegenteil, sie standen unter Befehlsnotstand im besonderen Vergatterungsverhältnis und schossen in der großen psychologischen Verwirrung oder auch bewusst daneben.
Das zeichnet diese Männer am Kanten doch als humanistisch aus und nicht als instinktlose Mordschützen.


Der letzte Satz ist für mich das Unverschämteste was sich bisher jemand erdreistet hat zu schreiben, um damit auch gleichzeitig die Opfer zu verhöhnen.

Niemand hat pauschal die AGT als instinktlose Mordschützen bezeichnet. Aber diejenigen, in deren Abschnitt ein Fluchtversuch stattfand, feuerten oftmals schießwütig, sodaß beispielsweise der Leichnam eines Getöteten 14 Einschüsse aufwies, was man alles hier nachlesen kann.
Oder sie feuerten auf nur wenige Meter hilflos im Stacheldraht liegende, verletzte Flüchtlinge. Auch diese Beispiele kann man hier nachlesen.

Ach diese armen bedauernswerten Schützen, die unter einem Befehlsnotstand litten, obwohl es offiziell ja gar keinen Schießbefehl gab und die tägliche Vergatterung ja keine Aufforderung zum Töten war [bloed]

Na wer da nicht psychologisch verwirrt ist ... [denken]
Interessierter
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 26. November 2014, 11:20

Hallo Wilfried, da dürften wir uns wohl absolut einig sein, dass @Beethovens Aussagen die reine Makulatur ist. Widersprüche und Rechtfertigung in dem selben Text zeugen nicht gerade von hoher Intelligenz. Es sei denn er glaubt, alle anderen User seien noch blöder.
Nun war das Gros der Grenzer gar eine Schar von Friedensengeln, die ohne Befehl immer daneben schossen... Hammerharter Schwachsinn!
Mehr als 1000 Tote drehen sich im Grab um, bei diesen platten Beschönigungen.
Es ist sinnlos sich zum stets bestandenen Schießbefehl weiter zu äußern. Jemandem, der das weiter alles beschönigt, ist nicht mehr zu helfen.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Beethoven » 26. November 2014, 11:49

Interessierter hat geschrieben:


Ein Offizier der das Töten mit Schüssen in den Rücken hier noch als gerechtfertigt hinstellt, ist meiner Meinung nach eine Schande für die vielen Offiziere, für die der Begriff " Offiziersehre " noch etwas bedeutet.

Jeder Verletzte oder gar getötete Mensch an der Grenze ist einer zu viel.


Allerdings wenn das jemand schreibt, der dieses feige Töten unbewaffneter Bürger rechtfertigt, ist dieser Satz nichts als " pure Heuchelei " !

Der hohe Munitionsverbrauch ist für mich beredter Beweis dafür, dass die Jungs am Kanten eben keineswegs blutrünstige Killer waren. Im Gegenteil, sie standen unter Befehlsnotstand im besonderen Vergatterungsverhältnis und schossen in der großen psychologischen Verwirrung oder auch bewusst daneben.
Das zeichnet diese Männer am Kanten doch als humanistisch aus und nicht als instinktlose Mordschützen.


Der letzte Satz ist für mich das Unverschämteste was sich bisher jemand erdreistet hat zu schreiben, um damit auch gleichzeitig die Opfer zu verhöhnen.

]



Ach je, es ist mir im Grunde genommen völlig Wurscht, ob Du Interessierter oder ein anderer (von mir aus mehrere) mir die Offiziersehre absprechen will oder es tut. Was wisst Ihr von Offiziersehre? Meine Offiziersehre werdet Ihr nie begreifen, weil ihr keine Offiziere wart. Meine Offiziersehre kann mir einer absprechen, der wenigstens mal da rausgeschaut hat, wo ich rausgesprungen bin, der nur annähernd die Winternächte in der Aufklärung gelegen hat wie ich, der in 5 Tagen 250 km marschiert ist mit 45 kg Gepäck und danach noch Angriffe geführt hat, der eine Truppe geführt hat, die seit Tagen im Dreck lag und sich trotzdem aufgerafft hat um die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Ihr habt doch keine Ahnung, was Offiziersehre bedeutet, eine Offiziersehre zu haben. [grins]

Sicherlich habt Ihr beiden Helden auch allen Offizieren des Kaisers und der Wehrmacht, die Menschen zu 1000.000 töten ließen, versucht diese Ehre abzusprechen und "Euren" Vätern und Großvätern auch weil diese in verbrecherische Kriege gezogen sind und dort nicht nur gemoderte, sondern auch gebrandschatzt und vergewaltigt haben und das sogar auf fremden Territorium. Eure Sätze sind die pure Heuchelei und zeugen in keinster Weise von Einblick in die Umstände, in welcher sich die Soldaten am Kanten befanden. Purer Schwachsinn und Augenauswischerei und nicht wissen.
Ihr solltet anerkennen, dass die Jungs am Kanten als auch ich und mit mir viele ehemalige Angehörige der NVA und der GT der DDR, heute sehen, dass es aus heutiger Sicht Unrecht war auf Menschen zu schießen. Damals, nach den Gesetzen der DDR, war es das nicht. Da könnt Ihr im Dreieck springen und Euch die Augen ausheulen. Es war damals Gesetz und Recht, wenn aus heutiger Sicht auch nicht gutes Recht und Gesetz.

Aber das begreift Ihr nie und nimmer.
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 26. November 2014, 12:25

Beethoven hat geschrieben:Die beiden hier eingestellten Dokumente aus den 60-er Jahren sind unwiderlegbarer Beweis dafür, wie manch vorgesetzter Grenzschützer so dachte. Es ist einfach nur noch menschenverachtend. Aber das hat seit 1989 auch keiner geleugnet. Jedoch, es geschah innerhalb des Grenzregimes und entsprechend der damaligen Gesetze der DDR, weit vor Helsinki. Wobei man ähnliche Dokumente sicherlich auch noch in den 80-er Jahren finden kann.
Darüber sind wir uns doch einig hier. Jeder Verletzte oder gar getötete Mensch an der Grenze ist einer zu viel.

Der hohe Munitionsverbrauch ist für mich beredter Beweis dafür, dass die Jungs am Kanten eben keineswegs blutrünstige Killer waren. Im Gegenteil, sie standen unter Befehlsnotstand im besonderen Vergatterungsverhältnis und schossen in der großen psychologischen Verwirrung oder auch bewusst daneben.
Das zeichnet diese Männer am Kanten doch als humanistisch aus und nicht als instinktlose Mordschützen.
Anders, entspannt und ohne psychologischen Druck, die Ergebnisse auf einem Schießplatz.

Gruß


Hi @Beethoven, Deine Haltung teile ich völlig. Danke dafür. Kleiner Einschub: Es gab aber auch etliche Grenzer, die den "Schießbefehl" bis hin zu einer gewissen Mordgier befolgten.
Schade, dass @VS1400, ein eh. Uffz der Grenzstreitkräfte, seine 3 Jahre dort und die vielen nachgewiesenen Straftaten an Grenze und beim MfS im Zusammenhang mit Vorkommnissen an der Grenze nicht einordnen kann.
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 26. November 2014, 13:27

@Beethoven,
Nicht zetern!
Du bist es doch, der sich sehr unklar ausdrückt.
Ich kenne selbst Grenzer, die nie geschossen haben und hätten und einen der ausdrücklich den Befehl verweigerte und sofort eingelocht wurde. Auf diese trifft es zu, wenn Du von "humanistisch" schreibst. Man sollte sich aber 25 Jahre nach dem Grenzeinriss verwahren, alle Grenzer so zu bezeichnen. Und genau das tust Du und das ist mehr als falsch. Du haust alle in einen Topf. Den Verweigerer, den Danebenschießer und den Mörder oder Totschläger.

Diese Kritik kannst Du durch Beschimpfungen nicht verwischen!

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Beethoven » 26. November 2014, 16:25

@Volker, ich beschimpfe doch keinen. Ich verwahre mich lediglich vor dem kläglichen Versuch ehrabschneidender Äußerungen von Usern, die von dieser speziellen Ehre keine Ahnung haben. Das musst Du mir schon zubilligen. [wink]

Selbst heute, 25 Jahre klüger, würde ich von "Mensch" vermutlich kein Stück Brot nehmen.
Seine öden, unaufhörlichen, durch keinerlei eigene Kreativität gekennzeichneten, langweiligen Elogen, öden mich nur noch an und ich wage zu bezweifeln, dass es hier viele User gibt, die sich diesen täglich von ihm abgelassenen Sermon antun.
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 26. November 2014, 16:56

Was?
11:49 hast Du @Beethoven mich gleich mit einbezogen in Deine Schmähungen. Merkst Du eigentlich was Du so ablässt?
Das Neueste wer ist "Mensch"? Gehört sich das?
Für so einen Schreiber soll ich Respekt aufbringen?
Kaum angekommen scharst Du alte Kumpel um Dich um unqualifiziert das Forum aufzurollen! Ist das Dein neuer "Kampfauftrag"?

Ich finde es passend, dass der @Interessierte unermüdlich neue Links bereithält. Das regt Diskussionen an. Wenn es stört, dann wechsele doch in so einen Nostalgieverein oder schau sofort auf "Lachen erwünscht"

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Wosch » 26. November 2014, 17:05

Beethoven hat geschrieben:@Volker, ich beschimpfe doch keinen. Ich verwahre mich lediglich vor dem kläglichen Versuch ehrabschneidender Äußerungen von Usern, die von dieser speziellen Ehre keine Ahnung haben. Das musst Du mir schon zubilligen. [wink]

Selbst heute, 25 Jahre klüger, würde ich von "Mensch" vermutlich kein Stück Brot nehmen.
Seine öden, unaufhörlichen, durch keinerlei eigene Kreativität gekennzeichneten, langweiligen Elogen, öden mich nur noch an und ich wage zu bezweifeln, dass es hier viele User gibt, die sich diesen täglich von ihm abgelassenen Sermon antun.




Von Denen, die sich nicht von seinen täglich eingestellten "Aufklärungen" "angeödet" fühlen bin ich Einer.
In Einem hast Du natürlich recht, sehr Viele sind´s wahrlich nicht, das hat aber mehr damit zu tun daß dieses Forum nur eine begrenzte Mitgliederzahl hat Die sich hier zu Worte melden und es nebenbei gesagt auch keinen Sinn und Spaß macht sich mit Leuten Deiner Einstellung abzugeben.
Du hast Dich doch damals von ganz anderen Spezie´s "aushalten" lassen und hast es heute wahrscheinlich auch nicht nötig um Dein "Brot" zu betteln, deswegen ist dieser Spruch von Dir doch ein absoluter Null-Spruch, Deiner Ausbildung zu einem Offizier einfach unangepaßt.


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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon pentium » 26. November 2014, 17:36

Beethoven hat geschrieben:@Volker, ich beschimpfe doch keinen. Ich verwahre mich lediglich vor dem kläglichen Versuch ehrabschneidender Äußerungen von Usern, die von dieser speziellen Ehre keine Ahnung haben. Das musst Du mir schon zubilligen. [wink]

Selbst heute, 25 Jahre klüger, würde ich von "Mensch" vermutlich kein Stück Brot nehmen.
Seine öden, unaufhörlichen, durch keinerlei eigene Kreativität gekennzeichneten, langweiligen Elogen, öden mich nur noch an und ich wage zu bezweifeln, dass es hier viele User gibt, die sich diesen täglich von ihm abgelassenen Sermon antun.


@Beethoven, der User nennt sich Interessierter!
Und ob du von Ihm ein Stück Brot nehmen willst ist oder nicht spielt hier im Forum keine Rolle und gehört nicht hierher und ist eigentlich eine Beleidigung! Hier kann jeder seine Beiträge veröffentlich solange sie nicht gegen die Forenregeln verstoßen so wie dein Beitrag. Wenn du seine Beiträge öde findest überlese sie einfach oder setze dich sachlich und inhaltlich damit ausseinander.

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon FwLSK » 26. November 2014, 17:45

pentium hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:[..]Wenn du seine Beiträge öde findest überlese sie einfach oder setze dich sachlich und inhaltlich damit ausseinander.
pentium

Dieser Meinung muß sogar ich mich anschließen.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 26. November 2014, 19:20

Beethoven hat geschrieben:Ihr solltet anerkennen, dass die Jungs am Kanten als auch ich und mit mir viele ehemalige Angehörige der NVA und der GT der DDR, heute sehen, dass es aus heutiger Sicht Unrecht war auf Menschen zu schießen. Damals, nach den Gesetzen der DDR, war es das nicht. Da könnt Ihr im Dreieck springen und Euch die Augen ausheulen. Es war damals Gesetz und Recht, wenn aus heutiger Sicht auch nicht gutes Recht und Gesetz.

Aber das begreift Ihr nie und nimmer.


So pauschal gesprochen irrst du. Alle Mauerschützenprozesse legten das DDR-Recht zugrunde. Und jemanden mit einem Boot zu absichtlich zu überfahren, ihn aus kurzer Distanz in den Rücken zu schießen, obwohl er sich schon deutlich von der Grenze entfernte, oder einen im Stacheldraht Unbeweglichen aus wenigen Metern zu erschießen, war niemals Recht und Gesetz, auch nicht in der DDR. Das MfS beugte das Recht indem es die Wahrheit drehte. Warum willst du das nicht begreifen?
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