Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 9. Oktober 2014, 08:08

@Vs, da gibt es ja noch einen, der wie du meint, dass Euer Denkvermögen weit über dem der anderen liegt. Gratulation.
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 9. Oktober 2014, 08:11

Edelknabe hat geschrieben:Unser Nov. mit :

"Keiner von uns ging in eine Schicht ohne zu bedenken, was da von ihm eventuell verlangt wird und ob er dazu bereit ist."

Also Nov der Rainer will ja nicht Krümel kacken aber warst du nicht nach eigener Aussage Schreiber? Wars damals in Berlin Kompanie oder Stab...ich erinnere mich leider nicht mehr genau?

Der Rainer war im Stab,war Pionier,auch 501, es war somit ganz normaler Arbeitsalltag wie im normalen Leben so 8.75 Stunden, Sonnabend ab 12.00 Uhr, Sonntag frei (das schrieb ich schon öfters)und ja, es ging natürlich auch außer der Reihe an den Kanten. Sollte nur heißen, über fast Alles was Kompanie betrifft versuche ich mich in der heutigen Bewertung immer heraus zu halten.

Rainer-Maria

1. Diensthalbjahr Hinterlandstreife auf Krad und Postentürme. 2. Diensthalbjahr Kompanieschreiber und gelegentlich Einsätze auf Posten. 3. Diensthalbjahr Vorzimmer Kommandeur, keine Einsätze im Grenzgebiet.
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Ernest » 9. Oktober 2014, 14:55

Spartacus hat geschrieben:Danke für deinen Bericht Ernest

und schön das es auch Grenzer mit Köpfchen gab, die des logischen Denkens noch mächtig waren.

Deine Überlegungen und die deines Kameraden waren goldrichtig, denn mit einer unbedachten Meldung
hättest du die Leute schwer in die Bredouille bringen können, gar ihr Leben zerstören.

Daher gebührt dir und deinem Kameraden heute ein herzliches Dankeschön [hallo]

Sparta


Hallo Sparta,

wollte eigentlich gleich darauf antworten, bin aber davon abgekommen. Also spät, aber die Antwort kommt.
Das alles sind ja im Grunde nur Momentaufnahmen, halt genau für einen bestimmten Zeitraum und einem ganz bestimmten Ort.
Das Credo als ich nach Döhren kam, war ja.....hier passiert nichts, hier kommt keiner, hier hast du Ruhe. Wie gesagt, ein volles Jahr war es auch so und das gab einem auch eine gewisse innere Ruhe.
Da hatte ich kein Interesse, ein für mich nichtiges Vorkommnis hochzuspielen, wo ich dann Rede und Antwort stehen muß, vielleicht Gesprächsthema in der ganzen Kompanie bin.
Somit bin ich dem aus den Weg gegangen und die Beiden hatten auch ihren Vorteil...also nichts Heroisches.
Neeee und unnötig Schwierigkeiten machen wollte ich denen auch nicht.

Ich hab es doch bei unseren Bauern gesehen.
Meist haben die ganz alleine draußen gearbeitet, teils bis an den Kolonnenweg heran. Wenn die draußen waren hat sich keiner darum geschert, die Leute wurden in der Kompanie angemeldet ( von der LPG) und das war es. Oft im Großen Sack, wo wir noch nicht einmal den K6 kontrollierten, also gar nicht hingingen, bekamen wir es nicht mal mit.
Führte unser Weg aber bei denen vorbei, hieß es des öfteren, wir sollen doch mal bei Jedem die Ausweise kontrollieren, weil sie die immer mit dabei haben mußten. Teils hatten wir auch eine Liste, mit den entsprechenden Namen, die für die Arbeiten gemeldet waren. Nur ein einziges Mal bin ich von Einem zum Anderen quer über den Acker. Naja und eine Frau hatte natürlich keinen.
Sollte ich die jetzt mit in die Kompanie nehmen, wie es Vorschrift wäre ??? """Na ok, aber das nächste Mal denken sie dran""" und das war es dann.
Die anderen Male habe ich gleich vom Weg aus einen guten Tag gewünscht und gefragt, ob denn auch jeder seinen Ausweis mit hat. Natürlich kam ein lautes und freundliches "Jaaaaa" von allen. Die waren doch auch zufrieden, wenn man sie in Ruhe ließ und nicht mit so etwas gängelte. Die waren da zu Hause. Wenn da einer abhauen wollte, der wäre doch schon längst weg gewesen.
Mir war die Kontrolliererei peinlich und denen war sie lästig......logisch.

Aber zu dem Vorfall im besagten Postenbereich. Das war ja im Sommer 1973. Ein Jahr davor totale Stille und Idylle, wie bei der Kur.
Nur kurze Zeit später kam es jedoch genau am gleichen Postenplatz zu einer Festnahme, in der ich im Vorfeld, indirekt auch etwas verstrickt war.
Ich versuch`s mal kurz zu machen, auch in Verbindung mit dem, was man später noch herausbekam.
Es war mein Postenbereich, Tagschicht bis 19:00 Uhr. Was ich nicht wußte, mir gegenüber am Waldrand versteckt, lagen zwei junge Männer aus Magdeburg. Das war nur ein Stück weiter rechts von dem Waldweg, wo die "Spaziergänger" vorher rauskamen. Der eine hatte Jahre zuvor in Weferlingen gedient (die GK Weferlingen gab es zu meiner Zeit nicht). Zu seiner Zeit war an der Stelle die Trennungslinie und wie er meinte, wurde da nie gesichert. Auch gab es zu seiner Zeit noch die alte Minensperre, die noch vor dem hinter mir liegenden Waldstreifen verlief und wo auch gleich rechts neben mir eine Gasse war. Darum hatten sie sich genau diesen Bereich ausgesucht.
Da ich eh zum Laufen zu faul war, es war warm, lümmelten wir uns die ganzen Stunden an diesem Platz herum. Die hatten uns natürlich bemerkt und die ganzen Stunden über beobachtet, waren aber der Meinung, es wäre eine Ausnahme das wir dort sind und wollten nun abwarten, bis wir abziehen.
Zum Schichtwechsel sind wir nach hinten zum Kolonnenweg gegangen, sollten von dort mit dem LO abgeholt werden. In der Zeit haben sie dann die erste freie Fläche bis zu einem Parallelweg überwunden. Sie wollten einen Windbruchstreifen (Hecke) erreichen, der von dort bis kurz vor unserem Postenplatz führte.
Als der neue Posten ankam, sahen sie nur, dass sich auf der linken Seite am Beginn der Hecke jemand bewegte und dann nicht mehr zusehen war. An Grenzverletzer dachten die gar nicht, sie haben sich eher gewundert, wie jetzt da schon eine Kontrollstreife sein kann und das sie sich wohl nach oben schleichen wollen, um sie aus Spaß zu überraschen. (Das haben wir auch ab und zu gemacht, war`n Spaß, haben sie dann heimlich belauscht)
Um das zu sehen, hätten sie eigentlich nur nach links gehen brauchen, da wäre alles einsehbar gewesen.
Aber neee, sie wollten im Gegenzug die Kontrollstreife erschrecken.....also haben sie sich auf der rechten Seite nach unten gepirscht, als sie auf einer Höhe waren, sprangen sie mit Geschrei auf die andere Seite und bekamen einen riesen Schreck.
Da lagen zwei junge Männer krauchend auf dem Boden....... Zivilisten. Der Schreck war beim Posten wohl größer, als bei den Beiden. Sie sollten liegen bleiben, Arme und Beine ausgestreckt., wobei der dort ehemals Gediente wohl lamentierte ...............""ejjjj, habt euch nicht so, war selbst mal Grenzer, kenne das alles und, und "" so ähnlich jedenfalls. Und als er sich dann umdrehte, angeblich wohl aufrichten wollte, hat der Postenführer einen kurzen Feuerstoß in die Erde gesetzt.
Wir sind zu dem Zeitpunkt gerade in die Kompanie eingebogen, einer lief uns schon entgegen und meinte, ihr könnt gleich wieder raus, da wurden Schüsse gemeldet. Da sich alle Posten, außer dieser Besagte, gemeldet hatten, war klar wohin es geht.....zu meinen alten Postenplatz.
Mein Zugführer hat sie dann durchsucht, auch ausgehorcht. Später posaunte er noch herum, wie ein Familienvater mit einem Kind, alle in Stich lassen kann.
Genau zwei Wochen später war mein Zugführer weg.........er hatte sogar zwei Kinder.

Die Festnahme kam unserer Führung erst entgegen. Im September hofften sie alle auf eine Beförderung, weil wir dann vier Jahre keinen Grenzdurchbruch hatten. Für sie war das das I-Tüpfelchen............das ist schon makaber.
Aber unser Zugführer kam ja dann auch noch. Da platzten alle Träume.

Aber man sieht.......an Grenzverletzer dachte vordergründig nie einer. Die dachten auch erst, das kann nur eine Kontrollstreife sein´und wollten einen Jux mitmachen.

Was mich später etwas stutzig machte. Mir fiel auf, das man ihn ( den Postenführer) irgendwie geschnitten hat, Vorher laut, barsch, immer voll mittendrin, danach von den anderen fast irgendwie gemieden, als wäre er nur ein Anhängsel. Ich mochte ihn eigentlich nicht sonderlich, hatte ja auch nichts mit ihm abzumachen.......war ein anderer Zug.
Auch kursierten so Äußerungen, die von ihm stammen sollten, sinngemäß..........."""da hab ich ihm erst mal nen Feuerstoß zwischen die Beine gejagt, das der Dreck spritzt, da lag er dann flach""" .
Ich weiß nicht, ob er sich da wichtig tun wollte, dass sich die anderen dadurch abwendeten oder ob es das Schießen an sich war........aber es war eben sehr auffällig. Na und aus heutiger Sicht will ich auch nicht orakeln.

Ok, es wird sonst zu lang..........

Gruß
Ernest
Ernest
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 173
Registriert: 24. April 2010, 10:40

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 9. Oktober 2014, 17:23

Der war gut Ernest, der war gut....und zwar für uns Interessierter, siehe dein:

"Aber man sieht.......an Grenzverletzer dachte vordergründig nie einer. Die dachten auch erst, das kann nur eine Kontrollstreife sein´und wollten einen Jux mitmachen."

Rainer-Maria
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19721
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 9. Oktober 2014, 17:31

Edelknabe hat geschrieben:Der war gut Ernest, der war gut....und zwar für uns Interessierter, siehe dein:

"Aber man sieht.......an Grenzverletzer dachte vordergründig nie einer. Die dachten auch erst, das kann nur eine Kontrollstreife sein´und wollten einen Jux mitmachen."

Rainer-Maria


Was du damit wohl ausdrücken willst, würde ich gerne wissen. Alles nicht so schlimm, war niemals Ernst, gingen unbekümmert an die Grenze oder so?
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Spartacus » 9. Oktober 2014, 17:44

Ok, es wird sonst zu lang..........


Zu lang kann es bei dir nie werden, denn du hast ja alles gut in Erinnerung, Ernest.

Aber das geht wohl jedem so, der etwas einschneidendes erlebt hat, so was vergisst man nicht.
Daher schreibe bitte ruhig weiter, ich lese gerne mit, da alles sehr authentisch rüber kommt.

Was nun die schneidung des schiesswütigen Postenführers betrifft, so spricht auch diese Aussage
Bände, hattest du wohl doch einen guten "Haufen" getroffen.

LG

Sparta


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



Benutzeravatar
Spartacus
 
Beiträge: 28840
Bilder: 0
Registriert: 28. März 2013, 19:01
Wohnort: Bayern

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 9. Oktober 2014, 17:56

Als der Rainer an die Grenze kam Nov., da lagen meine tagtäglichen Probleme nicht bei Grenzverletzern aus auch noch freundwärtiger Richtung.Dies wird heute gerne so gesehen, aber es war nicht so. Der Rainer Nov, er war wie du nur Einer von Vielen jungen Grenzern,Pionieren, Kraftfahrern,Schreibern, Matrosen,usw. Was mäckelst du heute herum, der Ernest hatte es doch richtig gut beschrieben.

Rainer-Maria
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19721
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 9. Oktober 2014, 22:41

Nov65 hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Unser Nov. mit :

"Keiner von uns ging in eine Schicht ohne zu bedenken, was da von ihm eventuell verlangt wird und ob er dazu bereit ist."

Also Nov der Rainer will ja nicht Krümel kacken aber warst du nicht nach eigener Aussage Schreiber? Wars damals in Berlin Kompanie oder Stab...ich erinnere mich leider nicht mehr genau?

Der Rainer war im Stab,war Pionier,auch 501, es war somit ganz normaler Arbeitsalltag wie im normalen Leben so 8.75 Stunden, Sonnabend ab 12.00 Uhr, Sonntag frei (das schrieb ich schon öfters)und ja, es ging natürlich auch außer der Reihe an den Kanten. Sollte nur heißen, über fast Alles was Kompanie betrifft versuche ich mich in der heutigen Bewertung immer heraus zu halten.

Rainer-Maria

1. Diensthalbjahr Hinterlandstreife auf Krad und Postentürme. 2. Diensthalbjahr Kompanieschreiber und gelegentlich Einsätze auf Posten. 3. Diensthalbjahr Vorzimmer Kommandeur, keine Einsätze im Grenzgebiet.
Andreas


@"Nov65",
alles klar
und danke für die info.

noch weniger scheinst du verstanden zu haben, was der user @ Ernest beschreibt.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 10. Oktober 2014, 07:22

@VS, ich habe bei der Kurzdarstellung meiner NVA-Zeit für @Edelknabe nichts unterstrichen. Das hast du jetzt vorgenommen in der Absicht zu verdeutlichen, dass mir ja wohl der Einblick in den direkten Grenzdienst fehlt. Danke dafür. Manch einer hat eben schneller begriffen als jemand, der fast 3 Jahre "Kantenlatscher"war.
Und @Ernest habe ich sehr wohl begriffen. Da mach' dir mal keinen Kopf.
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 11. Oktober 2014, 10:41

Nov65 hat geschrieben:@VS, ich habe bei der Kurzdarstellung meiner NVA-Zeit für @Edelknabe nichts unterstrichen. Das hast du jetzt vorgenommen in der Absicht zu verdeutlichen, dass mir ja wohl der Einblick in den direkten Grenzdienst fehlt. Danke dafür. Manch einer hat eben schneller begriffen als jemand, der fast 3 Jahre "Kantenlatscher"war.
Und @Ernest habe ich sehr wohl begriffen. Da mach' dir mal keinen Kopf.
Andreas


@"Nov65",
mit " ... Manch einer hat eben schneller begriffen ... " beschreibst du rein zufällig dich und deine damaligen ansichten, zum schusswaffengebrauch im grenzdienst.
in eurer kompanie gab es demnach absprachen bewusst daneben zu schießen und jeder, mit dem du im dienst warst, teilte deine meinung und hätte sich genauso auch verhalten. all dies fiel nicht auf
und nun darfst du endlich darüber berichten.
endlich kannst du es der gesamten menschheit beweisen, dass du ein guter menschenfreund warst und bist, ein held sozusagen. ja, solche berichte braucht man in diesen zeiten. noch besser, du, mit deinen ansichten und erfahrungen, kannst im heute erkennen welcher ex-agt ein potentieller schütze werden konnte.Bild

klar, es wäre um einiges beruhigender, wenn ich wüsste wie ich damals in solch einer situation gehandelt hätte. ist das nun glück oder unglück?
aus meiner sicht war es pures glück, welches leider nicht jeder hatte.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 11. Oktober 2014, 10:52

vs1400 hat geschrieben: klar, es wäre um einiges beruhigender, wenn ich wüsste wie ich damals in solch einer situation gehandelt hätte. ist das nun glück oder unglück?
aus meiner sicht war es pures glück, welches leider nicht jeder hatte.
gruß vs [hallo]


Von dem Gedanken musst du wegkommen! Nein, das ist kein Glück, das ist der Verstand, der gefragt wird, wenn ich nicht auf einen Unbewaffneten direkt ziele.
Bei jedem Job gibts prekäre Situationen, die erledigt man am besten zunächst mit dem Verstand und dem Gefühl.

Auch wenn man es nicht vergleichen kann, ich habe einfach immer eher meinem Verstand und dem Gefühl vertraut, nie eine Weisung ohne diesen Vorabcheck durchgeführt.
Das geht. Man hat, wenn man will, immer einen Spielraum, bei jedem Job. Auch wenn er klein ist. Und der wird nicht ausschließlich vom Glück beeinflusst.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 99399
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 11. Oktober 2014, 11:13

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben: klar, es wäre um einiges beruhigender, wenn ich wüsste wie ich damals in solch einer situation gehandelt hätte. ist das nun glück oder unglück?
aus meiner sicht war es pures glück, welches leider nicht jeder hatte.
gruß vs [hallo]


Von dem Gedanken musst du wegkommen! Nein, das ist kein Glück, das ist der Verstand, der gefragt wird, wenn ich nicht auf einen Unbewaffneten direkt ziele.
Bei jedem Job gibts prekäre Situationen, die erledigt man am besten zunächst mit dem Verstand und dem Gefühl.

Auch wenn man es nicht vergleichen kann, ich habe einfach immer eher meinem Verstand und dem Gefühl vertraut, nie eine Weisung ohne diesen Vorabcheck durchgeführt.
Das geht. Man hat, wenn man will, immer einen Spielraum, bei jedem Job. Auch wenn er klein ist. Und der wird nicht ausschließlich vom Glück beeinflusst.
AZ


AZ,
kann ich nicht, weil ja eben das bewusstsein vorhanden war.
klar, dass liest sich absolut widersprüchlich, doch beschreibt es sehr gut diese situation. du wirst mir nie nachempfinden können und dass ist kein vorwurf. doch meine damaligen gedanken, würdest du noch heute nicht haben wollen.
wenn es dumm gelaufen wäre, dann wäre ich heute auch ein täter, im sinne der heutigen rechtsprechung. ja, wie hätte es denn dazu kommen können und schon sind wir z.b. bei berichten wie sie
@Oetten einstellte. ausgebrannte und überbelastete junge, nicht fertige menschen ..., was keine entschuldigung seien soll.
meinst du wirklich, dass sie gern schossen und es sie nicht belastete?

der "spielraum" war doch klar vorgegeben. die schusswaffe ist das letzte mittel ...

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 11. Oktober 2014, 11:19

vs1400 hat geschrieben:der "spielraum" war doch klar vorgegeben. die schusswaffe ist das letzte mittel ...


...welches nicht reichen musste! Das letzte Mittel hattest du in der Hand! Und ein guter Schütze hat Möglichkeiten...

Soweit meine Meinung....auch wenn ich nicht dabei war.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 99399
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 11. Oktober 2014, 11:48

vs1400 hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:@VS, ich habe bei der Kurzdarstellung meiner NVA-Zeit für @Edelknabe nichts unterstrichen. Das hast du jetzt vorgenommen in der Absicht zu verdeutlichen, dass mir ja wohl der Einblick in den direkten Grenzdienst fehlt. Danke dafür. Manch einer hat eben schneller begriffen als jemand, der fast 3 Jahre "Kantenlatscher"war.
Und @Ernest habe ich sehr wohl begriffen. Da mach' dir mal keinen Kopf.
Andreas


@"Nov65",
mit " ... Manch einer hat eben schneller begriffen ... " beschreibst du rein zufällig dich und deine damaligen ansichten, zum schusswaffengebrauch im grenzdienst.
in eurer kompanie gab es demnach absprachen bewusst daneben zu schießen und jeder, mit dem du im dienst warst, teilte deine meinung und hätte sich genauso auch verhalten. all dies fiel nicht auf
und nun darfst du endlich darüber berichten.
endlich kannst du es der gesamten menschheit beweisen, dass du ein guter menschenfreund warst und bist, ein held sozusagen. ja, solche berichte braucht man in diesen zeiten. noch besser, du, mit deinen ansichten und erfahrungen, kannst im heute erkennen welcher ex-agt ein potentieller schütze werden konnte.Bild

klar, es wäre um einiges beruhigender, wenn ich wüsste wie ich damals in solch einer situation gehandelt hätte. ist das nun glück oder unglück?
aus meiner sicht war es pures glück, welches leider nicht jeder hatte.

gruß vs [hallo]

@s, kannst du nach diesem Post nun besser schlafen? Akzeptiere doch, dass es neben misstrauischen Grenzern wie dich auch Grenzer gab, die samt Waffe über den Zaun sprangen, die sich Handlungen parat legten, die mit anderen auf dem Posten oder im Ausgang solche Handlungen besprachen. Die Ersteren sind für mich keine Helden, die Letzteren waren aber empfänglicher für Befehle.
Mir war es durch Fürsprache von EK's und Offizieren vergönnt, nach 6 Monaten auf Dienstposten zu gelangen, wo ich der Entscheidung, die Waffe zu gebrauchen oder nicht, nicht mehr ausgesetzt war. Dafür erhielt ich aber Einblicke in Sachverhalte und Verfahrensweisen sowie Auswirkungen des Schiessbefehls.
Du musst es dir heute schon gefallen lassen, kritisch bewertet zu werden, wenn du kaum Zweifel an deiner damaligen Haltung und am Grenzregime verlauten lässt. Deine Ausflüchte in "Glück gehabt" sind ärmlich, sagen sie doch, dass du beschwingt ohne Sorgen in den Grenzdienst gingst. Als ob da keine Entscheidung in brenzliger Situation lauern würde.
Ich habe es als Pensionär nicht nötig, dem Mainstream zu folgen und gegen meine Überzeugung zu reden. Deshalb ist der Beginn deines Posts mit den Unterstellungen nicht zutreffend und nur deinem Stil gegenüber Kritikern zuzurechnen.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 11. Oktober 2014, 15:28

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:der "spielraum" war doch klar vorgegeben. die schusswaffe ist das letzte mittel ...


...welches nicht reichen musste! Das letzte Mittel hattest du in der Hand! Und ein guter Schütze hat Möglichkeiten...

Soweit meine Meinung....auch wenn ich nicht dabei war.
AZ


AZ,
auch darüber haben wir bereits inflationär diskutiert und, wie deine aussage aufzeigt, es hat nichts gebracht.

es war nie meine intuition diese waffe jemals zu gebrauchen, trotz schützenschnur und zwei eicheln. denn es war immer ein mensch, welchen ich nicht kannte.
fast täglich darf ich hier jedoch ne persönliche einschätzung irgendeines users lesen, der nie etwas damit zu tun hatte
und alles um klassen tiefgründiger betrachtet hätte.
ja, da haben wir wieder dieses wörtchen "HÄTTE".
hätte ich jemals lotto gespielt, nen wal gerettet usw. usf., doch es kam anders. du hast nicht und ich auch nicht, egal was und daher sollte man doch eher über das "HABE" diskutieren statt sich in spekulationen zu verfangen.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 11. Oktober 2014, 15:56

Nov65 hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:@VS, ich habe bei der Kurzdarstellung meiner NVA-Zeit für @Edelknabe nichts unterstrichen. Das hast du jetzt vorgenommen in der Absicht zu verdeutlichen, dass mir ja wohl der Einblick in den direkten Grenzdienst fehlt. Danke dafür. Manch einer hat eben schneller begriffen als jemand, der fast 3 Jahre "Kantenlatscher"war.
Und @Ernest habe ich sehr wohl begriffen. Da mach' dir mal keinen Kopf.
Andreas


@"Nov65",
mit " ... Manch einer hat eben schneller begriffen ... " beschreibst du rein zufällig dich und deine damaligen ansichten, zum schusswaffengebrauch im grenzdienst.
in eurer kompanie gab es demnach absprachen bewusst daneben zu schießen und jeder, mit dem du im dienst warst, teilte deine meinung und hätte sich genauso auch verhalten. all dies fiel nicht auf
und nun darfst du endlich darüber berichten.
endlich kannst du es der gesamten menschheit beweisen, dass du ein guter menschenfreund warst und bist, ein held sozusagen. ja, solche berichte braucht man in diesen zeiten. noch besser, du, mit deinen ansichten und erfahrungen, kannst im heute erkennen welcher ex-agt ein potentieller schütze werden konnte.Bild

klar, es wäre um einiges beruhigender, wenn ich wüsste wie ich damals in solch einer situation gehandelt hätte. ist das nun glück oder unglück?
aus meiner sicht war es pures glück, welches leider nicht jeder hatte.

gruß vs [hallo]

@s, kannst du nach diesem Post nun besser schlafen? Akzeptiere doch, dass es neben misstrauischen Grenzern wie dich auch Grenzer gab, die samt Waffe über den Zaun sprangen, die sich Handlungen parat legten, die mit anderen auf dem Posten oder im Ausgang solche Handlungen besprachen. Die Ersteren sind für mich keine Helden, die Letzteren waren aber empfänglicher für Befehle.
Mir war es durch Fürsprache von EK's und Offizieren vergönnt, nach 6 Monaten auf Dienstposten zu gelangen, wo ich der Entscheidung, die Waffe zu gebrauchen oder nicht, nicht mehr ausgesetzt war. Dafür erhielt ich aber Einblicke in Sachverhalte und Verfahrensweisen sowie Auswirkungen des Schiessbefehls.
Du musst es dir heute schon gefallen lassen, kritisch bewertet zu werden, wenn du kaum Zweifel an deiner damaligen Haltung und am Grenzregime verlauten lässt. Deine Ausflüchte in "Glück gehabt" sind ärmlich, sagen sie doch, dass du beschwingt ohne Sorgen in den Grenzdienst gingst. Als ob da keine Entscheidung in brenzliger Situation lauern würde.
Ich habe es als Pensionär nicht nötig, dem Mainstream zu folgen und gegen meine Überzeugung zu reden.
Deshalb ist der Beginn deines Posts mit den Unterstellungen nicht zutreffend und nur deinem Stil gegenüber Kritikern zuzurechnen.
Gruß, Andreas


@"Nov65",
du wirst es mir nicht glauben, doch ich schlafe wie ein bär.

doch ich bemerke gerade, wie sich die zeiten wohl geändert haben müsse.
bevor ein soldat zu uns in die kompanie kam stand schon fest, welche stellung er besetzte und für was er eingesetzt werden konnte.
weggelobt wurden bei uns, zwar selten, die besonders "qualifizierten".

aber ja, nun hast du wohl mal wieder recht. ich ging täglich fröhlich pfeifend in den busch, legte mich dort auf lauer um dann hinterhältig einen gezielten warnschuss zwischen die augen, ach nee in den hinterkopf, zu setzen. den massigen sonderurlaub konnte ich mir dank prämie glücklich saufen und daher wurde ich ja dann auch noch FW ...

genieße deine pension, dank derer brauchst du dich ja nun auch nicht mehr zu verbiegen, hast sie dir ja bestimmt verdient.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 11. Oktober 2014, 18:58

vs1400 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:der "spielraum" war doch klar vorgegeben. die schusswaffe ist das letzte mittel ...


...welches nicht reichen musste! Das letzte Mittel hattest du in der Hand! Und ein guter Schütze hat Möglichkeiten...

Soweit meine Meinung....auch wenn ich nicht dabei war.
AZ


AZ,
auch darüber haben wir bereits inflationär diskutiert und, wie deine aussage aufzeigt, es hat nichts gebracht.


Oh doch, hat es ganz sicher. Bei vielen. Nur eben nicht bei dir.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 99399
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 11. Oktober 2014, 21:31

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:
AZ,
auch darüber haben wir bereits inflationär diskutiert und, wie deine aussage aufzeigt, es hat nichts gebracht.


Oh doch, hat es ganz sicher. Bei vielen. Nur eben nicht bei dir.
AZ


AZ,
du liegst aber auch so was von daneben,
dass es dir schlichtweg nicht möglich ist, ne andere meinung auch nur ansatzweise zu erdulden. was ich jedoch durchaus nachvollziehen kann,
denn du hast es ja nie erlebt und kennst es nur von berichten, worüber du gelesen hast.
auch sollte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass du dich sogar mal mit ex- agt unterhalten hast. ... respekt ...

gruß vs [hallo] ... und falls möglich, könnten wir so langsam wieder zum thema finden. [wink]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 11. Oktober 2014, 21:50

vs1400 hat geschrieben: denn du hast es ja nie erlebt und kennst es nur von berichten, worüber du gelesen hast.


Es ist schon erstaunlich, da gibt es doch tatsächlich Menschen, die meinen, sie wüssten mehr als andere AGT erlebt und erzählt haben, mehr als in diversen Fachbüchern über hunderte Sachverhalte geschrieben wurde....
Dabei können sie das nicht mal einschätzen, das sie sich weigern auch nur einen Blick in herausragende Dokumentationen zu werfen.

Wenn das nicht nobelpreisverdächtig ist..... [flash]

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 99399
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 11. Oktober 2014, 22:13

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben: denn du hast es ja nie erlebt und kennst es nur von berichten, worüber du gelesen hast.


Es ist schon erstaunlich, da gibt es doch tatsächlich Menschen, die meinen, sie wüssten mehr als andere AGT erlebt und erzählt haben, mehr als in diversen Fachbüchern über hunderte Sachverhalte geschrieben wurde....
Dabei können sie das nicht mal einschätzen, das sie sich weigern auch nur einen Blick in herausragende Dokumentationen zu werfen.

Wenn das nicht nobelpreisverdächtig ist..... [flash]

AZ


AZ,
die kohle würde ich gern einstreichen wollen, denn so ne krankheit kostet auch und dass nicht unerheblich.
egal ...

könntest du bei gelegenheit zurück zum thema finden?
thx vorab
und lass den quatsch mit der 3. person. nen nettes @ vs ist doch ausreichend. [wink]

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 12. Oktober 2014, 09:28

@Vs hat geschrieben:...bevor ein soldat zu uns in die kompanie kam stand schon fest, welche stellung er besetzte und für was er eingesetzt werden konnte.
weggelobt wurden bei uns, zwar selten, die besonders "qualifizierten".

Das mag ja dort so gewesen sein.
Qualifizierte in Anführungsstriche zu setzen, bedarf aber einer Erklärung, wenn man in der Aussage keinen Hintersinn verstehen soll.
Auch unter den Soldaten gab es Hochqualifizierte.Techniker, Ingenieure, Technische Zeichner, Lehrer usw.
Im GR 35, Berlin,damals, gab es in jeder Kompanie die Kompanieschreiber, wie sicher auch anderswo. Das waren solche, die alle Aufgaben im Verfassen von Schriftsätzen, Schreiben nach Diktat, Managen der Urlaubs- und Ausgangskartei und der Bestellung und Verteilung der Südfrüchtebeutel und vieles mehr bewerkstelligen konnten. Wer eignete sich dafür besser als studierte Leute wie z. B. Lehrer. Wenn diese Leute dem Dienstende entgegen gingen, musste ein Neuer ran. Wie passierte wohl die Auswahl? Der Ex-Schreiber gab Empfehlungen ab, der Hauptfeld und wenige Uffz. ebenfalls. Sie favorisierten Soldaten, deren Fähigkeiten und Fertigkeiten sie bei Läuferdiensten(Gehilfe des Unteroffiziers vom Dienst), bei der Wandzeitungsgestaltung oder sonstwo kennenlernten.So wurde man Schreiber. In der Kompanie meist respektierte und geachtete Leute.
Das Sekretariat des Regimentskommandeurs war anders besetzt. Hier saßen meist angestellte Damen. Als diese Dame in Schwangerschaftsurlaub ging, kam ein Soldat auf diesen Posten. Der war Russischlehrer. Schnell merkte man, dass man diesen auch noch höher gebrauchen könnte. Er willigte ein, nahm ein Offz.-Studium auf und wurde Übersetzer. Mich kannte man als Kompanieschreiber auch im Stab. Und so kam ich auf den Posten Vorzimmer Kommandeur.Also kein Wegloben. Da ich weiterhin in der Kompanie schlief, hatten Kompaniechef und Hauptfeld einen "Getreuen" im Reg.-Stab.

Ich schreibe dies nicht zur Belehrung von @VS, wünsche von ihm auch keine weitere Stellungnahme,weil ich ohnehin nichts Faires erwarte, aber vielleicht sind diese "Kleinigkeiten" aus dem "Karriere"leben eines Soldaten von allgemeinem Interesse.
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 12. Oktober 2014, 09:39

@"Nov65",
danke darf ich doch trotzdem sagen.
denn nur so kann man versuchen zu verstehen, den anderen begreifen.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 23. November 2014, 10:07

Wie der Schießbefehl auch angewandt wurde, belegen diese 2 nachstehenden " Geheimen Verschlußsachen "

Bild

Bild

http://www.stasimuseum.de/

" Der Interessierte "
Interessierter
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 23. November 2014, 10:23

In beiden Fällen wurden die Personen nicht getroffen??????...siehe Anfangstext vom ersten Blatt? Und dann steht da "tödlich verletzt? Ja von was denn nun?

Rainer-Maria bestimmt kein Krümmekacker aber Interessierter, was gräbst du da aus?
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19721
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 23. November 2014, 10:27

Danke, Wilfried, für die Links.
Beide Dokumente untermauern die Strategie um den Schießbefehl.
Aus Rücksichtnahme auf ein internationales Echo wurde dieser Befehl nicht schriftlich herausgegeben. Es reichte, ihn latent durchzusetzen: In jeder Vergatterung, in jeder Bestrafung, in jeder Belobigung und selbst in der Statistik.
Viel geschossen und wenig getroffen - das ging gar nicht. Geschossen, aber Grenzverletzer im Westen, war strafwürdig.
Wer diese Strategie der "Heeresführung"leugnet oder infrage stellt, möchte Geschichtsfakten verbiegen. Möchte. Geht aber nicht, weil Fakten dagegensprechen.
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 23. November 2014, 10:39

Edelknabe hat geschrieben:In beiden Fällen wurden die Personen nicht getroffen??????...siehe Anfangstext vom ersten Blatt? Und dann steht da "tödlich verletzt? Ja von was denn nun?

Rainer-Maria bestimmt kein Krümmekacker aber Interessierter, was gräbst du da aus?


ist ne gute frage Rainer,
bin ja schon auf seine antwort gespannt, falls überhaupt eine kömmt.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 23. November 2014, 11:19

Edelknabe, wenn Du den Bezug in den Schreiben nicht richtig zuordnen kannst, dann liegt das evtl. an Deinem Unvermögen oder an der Art, wie die NVA diese " Geheime Verschlußsache " formulierte.

Diese " Geheime Verschlußsache " wird sicherlich nicht von einem Pionier oder Uffz. - Buffz. ( wie Du immer so gerne gestänkert hast ) verfasst worden sein, sondern wie ersichtlich von " Höherer Stelle ".

Um so erstaunlicher wenn man dann jenseits jeglicher Rechtschreibung das Wort tödlich, fälschlicherweise so schreibt: tötlich.
Dieser eines Offizieres unwürdige, eklatante Bildungsmangel bei der NVA, den GT und dem MfS ist ja schon häufiger aufgefallen.

Deinen Versuch vom eigentlichen Thema dieser " Geheimen Verschlußsache " abzulenken, betrachte einfach einmal als gescheitert und als meine letzte Einlassung dazu.

" Der Interessierte "
Interessierter
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 23. November 2014, 11:40

siehste Rainer,
da kommt einfach nix rüber, außer halt sein übliches geplänkel und krümelgekacke. [muede]
gvs war sogar der reinigungsplan auf der gk ... [grin]

gruß vs [hallo]
Zuletzt geändert von vs1400 am 23. November 2014, 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 23. November 2014, 11:41

Ja, ja die Altbundis mit ihrer umfassenden, weitläufigen, tiefgründigen, bürgerlichen, humanistischen Bildung ......

Was stehen sie doch geistig und moralisch über den Legasthenikern von der NVA, den GT und dem MfS ....... um sich dann darüber auch mit Häme lustig zu machen.
Ein feiner Charakterzug vom Interessierten


Thoth
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
Benutzeravatar
Nostalgiker
 
Beiträge: 14079
Registriert: 28. August 2012, 12:36

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 23. November 2014, 11:48

Interessierter...ohne zu stänkern,und um vs und Thoth noch etwas zu ergänzen, solche Schreiben wurden von Stenotypistinnen, Kompanieschreibern(Andreas schrieb es irgendwo schon mal?)verfasst, nicht vom Stabschef gar vom General selber.
Und willst du nun noch die Rechtschreibung Ost in Abrede stellen...es langt wahrscheinlich deinem verbohrten einseitig richtig mit Gewichten beschwertem Westgehirn(entschuldige) einfach nicht hier ständig die DDR und ihre Fehler...ohne Frage Fehler vorzuführen, nur komischerweise im eigenen Westdeutschland war wohl aber auch alles Friede, Freude und Eierkuchen?

Denn da kommt in dementsprechenden Themen von Dir nix, wieder nix, nicht soviel vom Interessierten, da herrscht doch deinerseits völliges Desinteresse?

Rainer-Maria stimmt es "Karl Eduard Interessierter"...Hahahahohih?
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19721
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

VorherigeNächste

Zurück zu Grenztruppen der DDR

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste