Dille hat geschrieben:@Wibi, wenn Du irgendwo weit vorn liest in diesem thread -- User @Neun war ja mal so fair, einen Gehaltszettel einzustellen, den ich dann mit allgemein zugänglichen Parametern von wegen "Strafrente" etwas zerbröselt habe. Leider ist darauf ja keine Antwort mehr gekommen, welche Rentenzusage er (nicht @Neun, sondern der Gehaltszettel- Empfänger) denn in der DDR gehabt hätte (im Vergleich zu einer Durchschnittsrente eines "Werktätigen", zu denen sie sich ja so gern zählen wollten).
Aber nun finde ich andererseits es auch nicht unfair, diesen staatsnahen- Bediensteten einen Durchschnittsverdienst eines DDR- Werktätigen (in diesem Durchschnittsverdienst steckt ja wiederum auch deren überhöhtes Gehalt "drin") zuzuordnen -- wie wolltest Du denn sonst persönliche Unschuld oder Schuld in Zahlen fassen ?? Wie anders willst Du sonst Frieden in einem Land herstellen ?? Daß es dabei auch ungerecht zugehen mag -- unbestritten. Aber denk' auch mal an Pensionen für Generäle/ deren Witwen und Richter/ deren Witwen, die klaglos über Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg in der Bundesrepublik gezahlt wurden -- gab es da jemals ein Aufheulen der Öffentlichkeit ??
Ich will das alles auch nicht verteidigen (ich meine heute), aber das Land ist wiedervereinigt, etliche mögen sich (im Osten) ungerechtfertigt Vorteile verschafft haben -- im Gegenzug ist auch genügend Abschaum rübergespült worden und hat sich da gesundgestoßen.
Ich finde eine Regelung, die einen MfS- Angehörigen einem Durchschnitts- DDR- Bürger rentenrechtlich gleichstellt, fair und dem inneren Frieden des wiedervereinigten Deutschlands zuträglich -- fern aller "Rache"gedanken, schon überhaupt nach 23 Jahren, und zumal sich dieses "Problem" sowieso in 50 Jahren erledigt haben wird.
Gruß, Dille
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Umgang mit SED-Unrecht
Die monatlichen Zuwendungen für Opfer der politischen Verfolgung in der ehemaligen
SBZ/DDR (SED-Opferrente) erhöhen wir. Für SED-Opfer, die haftbedingte
Gesundheitsschäden erlitten haben und deshalb Versorgungsleistungen beantragen,
werden wir gemeinsam mit den Ländern die medizinische Begutachtung verbessern.
Die Koalition wird eine Expertenkommission einsetzen, die bis zur Mitte der Legislaturperiode
Vorschläge erarbeitet, wie und in welcher Form die aus dem Stasi-
Unterlagengesetz (StUG) resultierenden Aufgaben des Bundesbeauftragten für die
Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) fortgeführt
werden und wann das geschieht. Die Koalition wird die Fortführung des Pilot-
Projektes „Virtuelle Rekonstruktion vorvernichteter Stasi-Akten“ sicherstellen.
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Friedrichroda, 15.04.2014/cw – Der nunmehrige Co-Vorsitzende von UOKG und VOS berichtete auf der VOS-Generalversammlung, die vom 12. – 13. April in Friedrichroda durchgeführt wurde, über „vertrauliche Informationen“, wenn auch „ohne Gewähr“, “ nach denen der Deutsche Bundestag „noch vor der Sommerpause“ eine Erhöhung der sogen. Opferrente von 250 auf 310 Euro beschließen wolle. WAGNER meldetet in diesem Zusammenhang Verhandlungsbedarf seitens der Betroffenen an.
Ich finde eine Regelung, die einen MfS- Angehörigen einem Durchschnitts- DDR- Bürger rentenrechtlich gleichstellt, fair und dem inneren Frieden des wiedervereinigten Deutschlands zuträglich -- fern aller "Rache"gedanken, schon überhaupt nach 23 Jahren, und zumal sich dieses "Problem" sowieso in 50 Jahren erledigt haben wird.
Thoth hat geschrieben:Wer freiwillig seine Arbeit, egal welche, aufgab sollte den Ball bezüglich "Unrecht" sehr, sehr flach halten.
Wer nicht durch Arbeit seine Anteile in die Rentenversorgung einzahlt hat nun mal keinerlei Anspruch auf Rente. Nichts eingezahlt, keine Rente so einfach ist das. Ich kann nicht erkennen wo hier ein "Unrecht" vorliegt.
Komisch dass das Kind nicht zwangsadoptiert wurde, war doch im Unrechtsstaat so üblich und in diesem Fall saßen sogar beide Elternteile ein .......
Für mich ist diese Person generell gescheitert, da macht es sich natürlich sehr gut die Eigenschuld im Nachgang dem perfiden menschenverachtenden System in die Schuhe zu schieben.
Thoth
Thoth hat geschrieben:Wer freiwillig seine Arbeit, egal welche, aufgab sollte den Ball bezüglich "Unrecht" sehr, sehr flach halten.
Wer nicht durch Arbeit seine Anteile in die Rentenversorgung einzahlt hat nun mal keinerlei Anspruch auf Rente. Nichts eingezahlt, keine Rente so einfach ist das. Ich kann nicht erkennen wo hier ein "Unrecht" vorliegt.
Thoth
Thoth hat geschrieben:Für mich ist diese Person generell gescheitert, da macht es sich natürlich sehr gut die Eigenschuld im Nachgang dem perfiden menschenverachtenden System in die Schuhe zu schieben.
Thoth
Thoth hat geschrieben:Außerdem bedeutet 'Berufsverbot' ja wohl nicht das überhaupt nicht mehr gearbeitet werden darf, was Quatsch ist, sondern das entweder der erlernte Beruf oder die letzte Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden darf.
Thoth hat geschrieben:..... ein Verdienst von 700 Mark damals in der DDR, damit war man also aus Sichtweise dieser Frau 'sozial degradiert'. Da werden sich aber viele drüber freuen die nämlich in der DDR nicht wesentlich mehr verdienten ......
Thoth hat geschrieben:Dille und Volker Zottmann eure sogenannten "Argumente" sich sowas von dürftig und lächerlich, es lohnt nicht weiter darüber zu parlieren.
Volker Zottmann hat geschrieben:Thoth hat geschrieben:Wer freiwillig seine Arbeit, egal welche, aufgab sollte den Ball bezüglich "Unrecht" sehr, sehr flach halten.
Wer nicht durch Arbeit seine Anteile in die Rentenversorgung einzahlt hat nun mal keinerlei Anspruch auf Rente. Nichts eingezahlt, keine Rente so einfach ist das. Ich kann nicht erkennen wo hier ein "Unrecht" vorliegt.
Komisch dass das Kind nicht zwangsadoptiert wurde, war doch im Unrechtsstaat so üblich und in diesem Fall saßen sogar beide Elternteile ein .......
Für mich ist diese Person generell gescheitert, da macht es sich natürlich sehr gut die Eigenschuld im Nachgang dem perfiden menschenverachtenden System in die Schuhe zu schieben.
Thoth
Zwangsadoptiert wurde der Sohn nicht, aber in bekannter Sippenhaft wurde ihm ein schulisches und berufliches Fortkommen verwehrt. Findest Du Thoth, das Verhalten der Verantwortlichen dem Sohn gegenüber für hinnehmbar, oder sträuben sich da (posthum) auch Deine Nackenhaare?
Gruß Volker
Volker Zottmann hat geschrieben: Erwähnst aber nicht, dass bei den Auswahlkriterien die Linientreue wohl entscheidend war.
Vielleicht könnte man sich wenigstens bei,"ein wichtiger Aspekt",einigen.Ansonsten treibt es mich wieder das Thema Frau Dr.Merkel rauszukramen und das wollen wir doch alle nicht, hatten wir schon so oft.karnak hat geschrieben:Volker Zottmann hat geschrieben: Erwähnst aber nicht, dass bei den Auswahlkriterien die Linientreue wohl entscheidend war.
Vielleicht könnte man sich wenigstens bei,"ein wichtiger Aspekt",einigen.Ansonsten treibt es mich wieder das Thema Frau Dr.Merkel rauszukramen und das wollen wir doch alle nicht, hatten wir schon so oft.
Ein Außenstehender könnte nämlich aus Deinem Satz schlussfolgern,in der DDR konnte man dumm sein wie ein russisches Dreipfundbrot,Hauptsache man hatte einen proletarischen Großvater,dann war das Abitur und das Studium kein Problem.
Volker Zottmann hat geschrieben:Wie stark sind eigentlich die Thoth´schen Scheuklappen heute noch?
Es ist ja nicht eine Zeile, die Du nicht verdreht hast.
Ich resümiere:
Der Sohn sollte statt zu klagen, lieber einen Dankesbrief an die Entscheidungsträger geschrieben haben.
Denn er hat ja Gottlob deren Entscheidung kein Abitur machen brauchen, wo er mit 20 Jahren selbstverständlich noch keinen Beruf erlangte hätte. Selbst seinen "Ehrendienst" (man beachte die Wortwahl eines Thoth) in 3-jähriger Überlänge ersparten die Denker diesem jungen Mann....
Thoth mit dieser Art Vortragsreihe könntest Du Säle füllen - allerdings im Fach Comedy!
Du blendest aus, dass er Klassenbester war. Erwähnst aber nicht, dass bei den Auswahlkriterien die Linientreue wohl entscheidend war.
Ich wundere mich, seit ich von Dir schreibender Weise hörte, nicht mehr, dass die DDR zugrunde ging!
Es werden wohl meist Leute wie Du an den Schaltstellen gesessen haben und in vollster Überzeugung, das "Richtige" zu tun, den Karren immer weiter in den Morast geschoben haben.
Es wäre bei aller Bitternis nicht so dramatisch, wenn nach 25 Jahren Deinerseits wenigsten etwas eingelenkt würde... Doch das Studienfach namens "Einsicht" wurde nirgends gelehrt.
Kopfschüttelnd, Volker
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