Hausfreund hat geschrieben:...
Frage am Rande: Gibt es besondere Vorlieben für Küchenmesser? Von dem ganzen Krempel nehme ich fast nur das (solide) Santoku und denke bissel über ein Hackmesser nach.
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Ein Hackmesser ist eine feine Sache, wenn man häufig (Knochen) hacken muss.
Letztes Jahr hatte ich mich für ein Usuba-Messer entschieden. Seitdem nutze ich es beinahe täglich. Damit schneide ich annähernd alles, obwohl es ja eigentlich ein Gemüsemesser ist. Fleisch lässt sich damit aber auch wunderbar schneiden. Aufgrund der hohen Klinge kann man wunderbar an der Führungshand arbeiten und durch die Länge auch hervorragend ziehen. Wenn ich richtig feine Streifen (Julienne) brauche, gibt es nichts besseres als das Usuba. Selbst zum Nudelnschneiden (Seitdem ich angefangen habe meine Nudeln selbst herzustellen, kaufe ich keine mehr), aufgrund der flachen Klinge.

Das Santoku-Messer nehme ich zwar gern, aber bei weitem nicht so oft, wie das Usuba, weil man es, aufgrund der erheblich kürzeren Klinge nicht so gut ziehen kann. Allerdings spiele ich mit dem Gedanken, mir noch ein längeres Santoku anzuschaffen.

Zum hacken benutze ich das Deba-Messer. Es ist, mit der kompletten Klinge, hervorragend geeignet zum schneiden von Fleisch. mit dem hinteren Klingenteil kann man schonmal Knochen (Schweine-Nacken-Kotlett) hacken.

Das Yanagiba-Messer nutze ich eher selten. Zwar ist es zum ziehen, aufgrund des Länge besser geeignet, als alle anderen Messer, aber es ist eben ein Filetiermesser. Und filetieren brauche ich nicht viel.

Japanische Messer haben nun aber eine Besonderheit. Sie sind einseitig geschliffen. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile. Rohes Fleisch, Fisch und weiches Gemüse lässt sich damit hervorragend schneiden. Bei gegartem Fleisch und festem Gemüse (z. B. rohe Kartoffeln) schneidet man "einen Bogen". Da nehme ich dann mein gutes, etwa 30 Jahre altes Kochmesser, Made in Germany.
Zum schälen benutze ich natürlich ein Schälmesser. Das nehme ich aber nicht zum schneiden. Ist aus Dammast-Stahl. Davon habe ich auch noch eins mit einer Keramikklinge, welches ich aber eher selten benutze.
Draußen benötige ich kein Messer. Da konnte ich mich doch ziemlich kurz fassen.
Die Fotos sind unter
kochen-essen-wohnen zu bestaunen. dort sind die Messer auch super beschrieben.
Viele Grüße
Micha