Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 19. August 2013, 10:20

Danke Torsten,
auch ich achte meine Eltern. Meine Mutter ist auch nur durch die ihr angediehene Erziehung zu ihrem Erkenntnisstand der Dinge gekommen. Ich analysiere nur meine Kindheit, mehr nicht.
Wenn Du das aber gründlich machst und nach Ursachen suchst, wirst Du automatisch womöglich auch in Kritik verfallen. Aber doch nie in Verachtung.
Jedenfalls ich nicht!
Und darum habe ich dies auch auf meiner einleitenden Seite zu "Mein-DDR-Leben" schon explizit erwähnt. Mir wurden nämlich deshalb auch schon von Verwandten Vorhaltungen gemacht. Nur muss man sich nicht jede Jacke anziehen ... Ich kann nun mal genau nachverfolgen, ob der Kritiker überhaupt alles oder entsprechende Kapitel überhaupt gelesen hat. Die meisten sind zu faul zum Lesen und plappern nur dummes Geschwafel nach.

So hatte ja unlängst der ABV eine Hetzkampagnie im anderen Forum gegen mich losgetreten. Da gackerten ganz schnell viele mit, die niemals etwas gelesen haben. Nicht mal genau das lasen, wovon der ABV schrieb. So wurden binnen 7 Seiten "Diskussion" aus abgerissenen Unterwäschebeinen-und Ärmeln komplette Uniformärmel. Noch ekligeres erspare ich mir.
Wenn ich schrieb WIR hatten bei der NVA kein ..., dann meine ich meine Truppe und nie die ganze NVA. Wie sollte ich auch Aussagen zu Truppen machen, wo ich niemals war. Die Leute sind eben nicht Willens richtig zu lesen. Klamauk ist ja besser! Die wollen dann mir NVA-Baustellen erklären, wobei ich in dem Personenkreis der Einzige bin, der dort war. Das sind für mich dumme Einwände...

Zweiforen-User Mike59 meinte, ich hätte es wohl eher überspitzt gemeint. Er wollte also vermitteln, danke. Doch gelesen hat er auch nicht das Kapitel
9. Erster Ausgang / Erster Urlaub im "Baupionier Zottmann. Da ist nichts überspitzt, aber meinerseits auch nicht hervorgehoben, weil es eben nur eine Schilderung von Tatsachen war, die unsererseits auch niemals überbewertet wurde. Es war halt so..

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Hausfreund » 19. August 2013, 10:51

Edelknabe hat geschrieben:
Wie ich schon schrieb, ich war damals Ende der 70er Jahre einfach Keiner der die Seite wechseln wollte[...] der Rainer hatte was zum festhalten, zum gut festhalten. Und das wollte er partout nicht wegschmeißen. [...]
Ich glaube fast, die Frage müsste mit meinen weiten Ausführungen beantwortet sein? Und wenn nicht können wir ja nochmal texten, es noch weiterführen über die damaligen Zeiten, auch Alltagzeiten.

Hallo Rainer-Maria,

dem möchte ich beipflichten, sein Verhältnis zum Staat, zur Grenze / Eingesperrtsein hat jeder für sich klären müssen.

Ich selber wuchs rund 200 Meter neben der Grenze auf und konnte erleben, wie sie allmählich immer "dichter" wurde. In den 50ern konnte man noch von der Feldarbeit aus, mit Blick zu den Posten, rüberhuschen, paar Jahre später war schon ein Trecker (nach versauter Schulprüfung) nötig.

Etwa 1962 wurden einige Familien aus dem Dorf abtransportiert, zwangsumgesiedelt ins Innere der DDR. Da stand also (sinngemäß) früh um vier ein LKW auf dem Hof und um sieben gings ab. (Eine "reiner" Verwaltungsakt übrigens.) Die Stimmung dieser Zeit muß ich nicht beschreiben. Da reichte schon ein Gerücht oder eine dumme Bemerkung und ein Handwerkermeister ist mit Familie unter Zurücklassung aller Habseligkeiten in der nächsten Nacht geflüchtet.

c'est la vie

Gruß!
Hausfreund
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 19. August 2013, 11:31

Hausfreund in meinem Dorf wohnt heute eine alte Dame. Sie stammt aus Darchau bei Neuhaus an der Elbe, genau diesem Abschnitt, wo der Rainer an der Elbgrenze gedient hatte.Wir unterhalten uns öfters und über diese(Zwangs) Umsiedlungen so wie du es beschrieben hattest hatte sie mir schonmal gut berichtet.Ihr Mann war übrigens Kommunist, ist schon lange tot, kam in ihre Ecke unter einem sozialistischen Kampfslogan..."Arbeiter aufs Land....??? oder so ähnlich.

Ja ja diese DDR war nicht zimperlich, wenn es um die Durchsetzung ihrer ureigenen gesellschaftlichen Interessen ging. So ähnlich muss das heute sein wenn die Kommune meint, dir eine Autobahn vor die Nase zu setzen. Aber nur so(leicht) ähnlich, da kommt Keiner um Vier und ist bis um Sieben mit dem Bauen fertig.

Rainer-Maria
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon S51 » 19. August 2013, 15:54

augenzeuge hat geschrieben:...Nein, es gab Möglichkeiten, man durfte sie nicht nutzen. Es war für das System besser einen Toten zu verschweigen, als ihm eine möglichst schnelle Hilfe zukommen zu lassen. Er war doch nur ein Verbrecher....ein "Schwein". Zumindest wurde er von nicht wenigen so genannt. Und es war gut, wenn er als Abschreckung anderen noch dienen konnte.
AZ


Es mag OT erscheinen, ist es aber nicht:
Seinerzeit bei der Befreiung der Geiseln aus der Gewalt pälästinensischer Geiselnehmer in Mogadischu lautete eine verbürgte Ansage der stürmenden BGS-ler "...Wo sind die Schweine..."
Und nun...?
Ich trage nun schon viele Jahre auch mal Uniform / äh, Dienstkleidung. Ich war oft dort, wo sich keiner wirklich hinwünscht und das passiert auch immer mal wieder. Ich habe während Einsätze seinerzeit auch bei der Berliner Polizei und sonstwo nie erlebt, dass der da gegenüber nur ein "Gegenüber", ein "Bürger" war. Mach mal "Mäuschen" in einer Eisenwanne, du kennst danach vom Zoo vorzugsweise die weniger attraktiven Bewohner auswendig. Gegebenenfalls ist das in anderen Ländern nicht anders.
Läßt man "die" deshalb sterben? Egal, wie so jemand tituliert wird?
Ihr macht zu viel an Worten wortwörtlich fest.
Grenze modern - ja, für damalige Verhältnisse war vieles modern. Jedoch, was nicht so oft gebraucht wurde, blieb eben auf einem gleichbleibenden Stand der Dinge von dem nicht selten der Eindrück wachsen konnte, dass dies mit der Einführung so zwischen 50-er und 70-er mal wirklich modern genannt werden konnte. Und ganz anders als es heute scheint - eigentlich passierte dort sehr, sehr wenig. Nach jeder Dorfdisko hatte ein Arzt mehr zu tun als an der Grenze und so hat man, was als eigentlich mal als notwenig geplant war, eben mangels erkennbarer Notwendigkeit anderweitig genutzt. Oder eingespart. So lange, bis es eben wieder mal schiefging. Das hatte nichts mit Absicht zu tun, das war einfach Schlendrian und oft auch die Frage, wie die knappen Mittel dort verteilt werden wo wahrscheinlich ist, das sie gebraucht werden.
Und die Leo 2? Wir hätten sie durchfahren lassen und dann bei der sicheren Rückkehr vom heroischen Kampf erzählt. Das ist auch Tradition.
Was Zeiten betrifft:
Auch heute auf dem Lande braucht ärztliche Hilfe oft länger als damals am Kanten. Auch Absicht...?
S51
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 19. August 2013, 16:11

ZitatS51:
Es mag OT erscheinen, ist es aber nicht:
Seinerzeit bei der Befreiung der Geiseln aus der Gewalt pälästinensischer Geiselnehmer in Mogadischu lautete eine verbürgte Ansage der stürmenden BGS-ler "...Wo sind die Schweine..."
Und nun...?


Du vergleichst Grenzverletzer mit Terroristen/Mördern ? Oder habe ich etwas falsch verstanden ?

" Der Interessierte "
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 19. August 2013, 16:46

S51 hat geschrieben: Auch heute auf dem Lande braucht ärztliche Hilfe oft länger als damals am Kanten. Auch Absicht...?


Pauschal falsch. Hier auf dem Land kommt im Falle des Falles der Hubschrauber....und ein Vergleich kann mit der relativ unorganisierten Ersten Hilfe des Kantens kaum geführt werden. In der anonymen Stadt kann schon mal jemand lange in einer Wohnung unbemerkt "liegen".....

Dein Vergleich der -niemanden etwas antun wollenden- Flüchtlinge mit Geiselnehmern muss aus einer unüberlegten Minute deinerseits entstammen. Mehr sage ich dazu nicht.
Sonst würde ich die GTA eher als Geiselnehmer bezeichnen, denn die schossen auch auf jene, die sich unerlaubt entfernen wollten. Comprendido ? [wink]
AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon S51 » 19. August 2013, 17:41

Negativ, weil in der Sache unzutreffend.
Es ist bei einem sachlich korrekt als "Gegenüber" bezeichneten Menschen vollkommen unerheblich, wessen er beschuldigt oder verdächtigt wird. Maßstab ist lediglich, ob einerseits der eigene Einsatz sachlich (zu dem Zeitpunkt an dem Ort damals juristisch) korrekt ist und die Handlung oder Unterlassung des anderen eine Rechtswidrigkeit (nach dem an diesem Ort zu dieser Zeit herschenden Gesetz) darstellt.
Das ist bei der Frage, ob und wie gegen jemanden vorgegangen werden kann, die einzige Meßlatte!
Einerseits wollt ihr alle so große Rechtsstaatlichkeitsvertreter abgeben und andererseits werft ihr alles prompt über Bord, wenn der Gegenüber euren Ansprüchen nicht genügt? Terroristen kann ich killen? Und wer gut oder böse ist, entscheidet ihr? So, wie Sudelede bei Hr. Fechter damals auch? Oha, was ist daran nun besser als unsere klassenkämpferische Haßverteilung?
Womit wollt ihr dann noch begründen, weshalb wir DDR-Grenzer politisch unkorrekt handeln sollten wen nicht mal ihr es könnt? Nicht mal wollt? Ohne jede auch nur andeutungsweise vorhandene Bedrohung a´la Schwedt, Gesetzen, Verordnungen, Disziplinarvorschriften oder gar nur schlichtem (im doppelten Sinne) politischem Gusto?
Entendi, es todo lo mismo!
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 19. August 2013, 19:08

S51 hat geschrieben: Es ist bei einem sachlich korrekt als "Gegenüber" bezeichneten Menschen vollkommen unerheblich, wessen er beschuldigt oder verdächtigt wird. Maßstab ist lediglich, ob einerseits der eigene Einsatz sachlich (zu dem Zeitpunkt an dem Ort damals juristisch) korrekt ist und die Handlung oder Unterlassung des anderen eine Rechtswidrigkeit (nach dem an diesem Ort zu dieser Zeit herschenden Gesetz) darstellt.


Du kannst die Gesetze, die nach normalen (Menschen)-Rechtsverständnis unrecht waren, nicht als normales Recht darstellen. Klar gab es nichts anderes, man musste sich beugen. Aber man wusste vorher, ob ich mich beugen kann! Niemand wurde gezwungen. In der Realität wurde dieses Gesetz aber von den Verantwortlichen selbst vergewaltigt, in dem sie klare Straftaten der GTA nach diesem Gesetz noch belobigten. Was willst du erwarten. Alles als korrekt hinstellen? Das war es nicht und das wird es nie sein.

Und noch ein Unterschied. Diese Flüchtlinge waren nach UN-Statut nicht kriminell, Terroristen sind es immer, in jeder Gesellschaft!!!

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Huf » 19. August 2013, 19:18

@S51, kannst Du mal bitte Deine Aussage mit Fakten begründen, dass erkrankte Leute auf dem Lande heute länger auf ärztliche Hilfe warten müssen, als vergleichbare Personen früher im Grenzgebiet der ehemaligen DDR?

VG Huf [hallo]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 19. August 2013, 19:33

Interessierter hat geschrieben:ZitatS51:
Es mag OT erscheinen, ist es aber nicht:
Seinerzeit bei der Befreiung der Geiseln aus der Gewalt pälästinensischer Geiselnehmer in Mogadischu lautete eine verbürgte Ansage der stürmenden BGS-ler "...Wo sind die Schweine..."
Und nun...?


Du vergleichst Grenzverletzer mit Terroristen/Mördern ? Oder habe ich etwas falsch verstanden ?

" Der Interessierte "


Linkeressierter, wir wissen doch alle das Du das Leben eines Nichteuropäers für nicht wertvoll hältst. Wie war doch Deine Aussage bezüglich ertrunkener Flüchtlinge im Mittelmeer??????
Ich weiß, du weinst wenn ne Mietze oder ein Hund leidet, kurz danach kommt bei Dir der Deutsche an sich und dann erstmal 'ne ganze Weile überhaupt nichts. Soll ich Dir nochmal erzählen was ich über Deine Gesinnung denke????

Thoth
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 19. August 2013, 19:39

"Diese Flüchtlinge waren nach UN-Statut nicht kriminell, Terroristen sind es immer, in jeder Gesellschaft!!!"

Aha, deshalb wurde der Mörder Weinhold auch in erster Instanz freigesprochen, weil das arme, kriminelle Hasch'l doch nur in die Freiheit wollte und die bösen Kommunisten es ihm verwehrten .......

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Wosch » 19. August 2013, 19:43

S51 hat geschrieben:"................................Auch heute auf dem Lande braucht ärztliche Hilfe oft länger als damals am Kanten. Auch Absicht..."?



So kann man sich die "Sch..sse" auch noch schmackhaft machen:
@S51, etwas mehr Sachlichkeit hätte man von Dir erwarten dürfen, diese Unterstellung grenzt schon an Bösartigkeit!
Als ob Du es nicht selber bessen wissen müßtest.

[bloed] [bloed] [bloed]
Wosch
 


Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Huf » 19. August 2013, 20:11

@Zicke, Dein eingestellter Link lässt aber den angeführten Vergleich von @S51 völlig offen...

Selbstredend gibt es auch in unserer Region, flaches Land, sehr geringe Einwohnerzahl, Probleme im Rettungsdienst, was allerdings auch mit einer völlig unzureichenden Alarm-Einschätzung und der daraus resultierenden Alarmbeschreibung zu tun hat.
Im von @S51 gemeinten Vergleich wird aber jene Situation im Sperrgebiet der ehem. DDR-Grenze gemeint, in der trotz technischer Möglichkeiten (Transportweg, Transportfahrzeug, qualifiziertes Personal) zu drastischen zeitlichen Verzögerungen des Zuganges zum Notfallort kam, weil ggf. die Bestätigung des Hilfspersonals für das Sperrgebiet oder sonstige DDR-grenzspezifische Formalitäten abgewickelt bzw. korrigiert werden mussten.
Ein Vergleich zu heute als Grund für das verzögerte Eintreffen von Rettungskräften erscheint demzufolge als völlig abwegig.
Bei uns fliegt heute Christoph 39, auch zu einer Fraktur des Armes, wenn die verletzte Person "weitab vom Schuss" ist...

Unbestritten bestehen auch noch heute vielerorts Verbesserungsmöglichkeiten...

VG Huf [hallo]
Huf
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 19. August 2013, 21:31

@Huf, Dein Christoph 39 oder vergleichbare Flieger im Harz müssen erstmal von einem Notarzt angefordert werden. Hier werden zum Beispiel Orte die 25km entfernt liegen zu Sangerhausen eingemeindet, und kein Aas schert sich, dass nun die Rettungsketten doppelt so lange dauern.
Beispiel: Unfall passiert, Nach 10 Minuten sieht den ein Passant. Anruf Rettungsstelle. Dann kommt ein Notarzt oder auch mal nicht. Da ist aber schon eine halbe Stunde vergangen. Der stellt dann die entsprechende Transportunfähigkeit fest und fordert einen Hubschrauber aus Nordhausen .... So ist oft die Realität. Nicht umsonst beklagen die langen Zeiten schon die Ortsansässigen. Hubschrauber landet und dann wird der Erlkönig aufgesagt! [frown]

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Thunderhorse » 19. August 2013, 21:46

Volker Zottmann hat geschrieben:@Huf, Dein Christoph 39 oder vergleichbare Flieger im Harz müssen erstmal von einem Notarzt angefordert werden. Hier werden zum Beispiel Orte die 25km entfernt liegen zu Sangerhausen eingemeindet, und kein Aas schert sich, dass nun die Rettungsketten doppelt so lange dauern.
Beispiel: Unfall passiert, Nach 10 Minuten sieht den ein Passant. Anruf Rettungsstelle. Dann kommt ein Notarzt oder auch mal nicht. Da ist aber schon eine halbe Stunde vergangen. Der stellt dann die entsprechende Transportunfähigkeit fest und fordert einen Hubschrauber aus Nordhausen .... So ist oft die Realität. Nicht umsonst beklagen die langen Zeiten schon die Ortsansässigen. Hubschrauber landet und dann wird der Erlkönig aufgesagt! [frown]

Gruß Volker


Etwas O.T.:
Einen Rettungshubschrauber kann jeder X-Beliebige an einem Einsatz- / Unfallort anfordern. Dazu bedarf es keiner Notarztentscheidung.
Der sog. Ersthelfer vor Ort setzt bereits die Maßstäbe für die Kräfteanforderung beim Absetzen der Meldung.

Sieh u.a. hier:
http://www.bravors.brandenburg.de/sixcm ... c.45774.de
V Notfallrettung
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Neun » 19. August 2013, 21:48

Für einen gebrochenen Arm den Heli? Dann ist es ja kein Wunder das die GKV so langsam in gewisse Nöte kommt denen sie nur durch immer mehr Leistungskürzungen entkommen. Die Kosten sind schon enorm, als ich das letzte und erste Mal einen Rettungshubschrauber in Anspruch genommen hatte bekam ich anschließend eine saftige Rechnung nach Hause. Die 19 Minuten Flugzeit berechnete man mir mit 63,30€, wohlgemerkt pro Minute!
Neun
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 19. August 2013, 21:52

könnte man bitte, zumindest ansatzweise, beim thema bleiben?

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Neun » 19. August 2013, 21:54

Könnte man sicher...
Neun
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon augenzeuge » 19. August 2013, 21:55

Neun hat geschrieben:Für einen gebrochenen Arm den Heli? Dann ist es ja kein Wunder das die GKV so langsam in gewisse Nöte kommt denen sie nur durch immer mehr Leistungskürzungen entkommen. Die Kosten sind schon enorm, als ich das letzte und erste Mal einen Rettungshubschrauber in Anspruch genommen hatte bekam ich anschließend eine saftige Rechnung nach Hause. Die 19 Minuten Flugzeit berechnete man mir mit 63,30€, wohlgemerkt pro Minute!


Aber du hast die Rechnung weitergereicht......?

Es gibt einen Trend zur Luftrettung damit die vorgeschriebenen Versorgungsfristen eingehalten werden können.

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 19. August 2013, 21:58

Natürlich Torsten, können wir!
Damit ist aber andererseits aufgezeigt, dass es heute zumindest Rettungsketten oder -Pläne gibt. Damals wurde ja erst nach den Schüssen ein Maßnahmeplan erarbeitet. Stimmst?
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 19. August 2013, 22:00

Volker Zottmann hat geschrieben:Natürlich Torsten, können wir!
Damit ist aber andererseits aufgezeigt, dass es heute zumindest Rettungsketten oder -Pläne gibt. Damals wurde ja erst nach den Schüssen ein Maßnahmeplan erarbeitet. Stimmst?


nein Volker,
theoretisch war es geregelt.

gruß vom Torsten [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 19. August 2013, 22:19

Entschuldigung Torsten, hatte den [wink] vergessen.
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 19. August 2013, 22:48

Interessierter hat geschrieben:ZitatS51:
Es mag OT erscheinen, ist es aber nicht:
Seinerzeit bei der Befreiung der Geiseln aus der Gewalt pälästinensischer Geiselnehmer in Mogadischu lautete eine verbürgte Ansage der stürmenden BGS-ler "...Wo sind die Schweine..."
Und nun...?


Du vergleichst Grenzverletzer mit Terroristen/Mördern ? Oder habe ich etwas falsch verstanden ?

" Der Interessierte "


ja Wilfried
und zwar komplett.
S51 schrieb auch "...Ihr macht zu viel an Worten wortwörtlich fest. ..."!

gruß vom Torsten [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 20. August 2013, 09:00

Ja Torsten,
nur gut, daß ich Dich komplett richtig verstanden habe und jetzt weiß, daß ich zu Dir " Blödes Schwein " sagen kann und hinterher Dich dann nur drauf aufmerksam machen muß, daß Du diesen Ausdruck bitte nicht so sehr an Worten festmachen solltest. [flash]

Darum noch einmal: Wer einen unbewaffneten Grenzverletzer, der niemanden bedroht, als Schwein bezeichnet oder ihn mit mordenden Terroristen vergleicht, ist wohl eher selber ein Charakterschw.... ! Oh, ich vergaß man soll ja bei dem Thema Grenze für alles Verständnis haben und sich doch einmal in die Situation der AGT hineinversetzen.
Aber ein ehemaliger AGT der heute einen GV meint so bezeichnen zu können, ist doch gar nicht mehr in irgendeiner Ausnahmesituation, wenn er so etwas formuliert ? [denken]

Gruß
Wilfried
Interessierter
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 20. August 2013, 09:35

Es gab diese Art der Distanzierung gegenüber den-auch potentiellen- Grenzverletzern, bis hin zur Verächtlichmachung. Es waren Feinde, nichts als unwürdige Republikflüchtige, die man gemäß Mielke einfach "dalassen muss"(also abschießen auf DDR-Seite).So auch der Politunterricht: Feinde...
Nach so vielen Jahren des Überdenkens muss bei einem halbwegs intelligenten ehemaligen Grenzer diese Denkart als unmenschlich,böse und abstoßend gesehen werden.
Wer dies heute mit damaligen Rahmenbedingungen zu begründen versucht und vielleicht noch als rechtens ansieht, liegt m. M. nach traurig schief.

Gruß Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 20. August 2013, 10:13

Interessierter hat geschrieben:Ja Torsten,
nur gut, daß ich Dich komplett richtig verstanden habe und jetzt weiß, daß ich zu Dir " Blödes Schwein " sagen kann und hinterher Dich dann nur drauf aufmerksam machen muß, daß Du diesen Ausdruck bitte nicht so sehr an Worten festmachen solltest. [flash]

Darum noch einmal: Wer einen unbewaffneten Grenzverletzer, der niemanden bedroht, als Schwein bezeichnet oder ihn mit mordenden Terroristen vergleicht, ist wohl eher selber ein Charakterschw.... ! Oh, ich vergaß man soll ja bei dem Thema Grenze für alles Verständnis haben und sich doch einmal in die Situation der AGT hineinversetzen.
Aber ein ehemaliger AGT der [b]heute einen GV meint so bezeichnen zu können, ist doch gar nicht mehr in irgendeiner Ausnahmesituation, wenn er so etwas formuliert ? [/b] [denken]

Gruß
Wilfried


darum noch mal Wilfried,
in anbetracht des eigentlichem themas ist es einfach absolut bedenklich,
sich an einer derartigen aussage hochzuziehen.
dankbar wäre ich dir jedoch, wenn du mir mal zeigst wo ein ex-agt heute noch, in diesem fred, diese aussage getätigt hat.

du hättest mal auf nem LO sitzen müssen, nach ner lage und dir anhören was so, aufgrund der besonderen situation, von sich gegeben wurde.
in der masse fiel bezeichnungen wie heinz, horst oder auch grenzertot, was sinnbildlich auch abwertend gemeint war.

gruß vom Torsten [hallo]
Zuletzt geändert von vs1400 am 20. August 2013, 10:25, insgesamt 3-mal geändert.
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Hausfreund » 20. August 2013, 10:19

Ich denke auch, daß es zur Konditionierung von Soldaten gehört, den zu tötenden Gegner zu "entmenschlichen"; anders wird man das seelisch nicht durchstehen. Mir war es gottseidank nur beschieden, häufige Wachdienste als einzelner Streifenposten innerhalb eines Objekts zu versehen und ich betete jedesmal, daß sich (in der zweiten, übermüdeten Nacht) kein Wildschwein, Betrunkener, Kumpel oder sonstwas dort verlaufen möge. Deshalb versuchte ich mich lieber zu verpissen + zu pennen, selbst irgendwo im Freien bei -15 °C. Aber so gewinnt man natürlich keinen Krieg.

mfG
Hausfreund
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon SkinnyTrucky » 20. August 2013, 10:28

Hausfreund hat geschrieben:Aber so gewinnt man natürlich keinen Krieg.


Naja Hausfreund, deswegen wurde der kalte Krieg nun nicht gerade verloren.... [wink]

groetjes uit Bochum

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 20. August 2013, 15:35

Beitragvon Hausfreund » 20. August 2013, 11:19
Ich denke auch, daß es zur Konditionierung von Soldaten gehört, den zu tötenden Gegner zu "entmenschlichen"; anders wird man das seelisch nicht durchstehen.


Es wird ja immer interessanter ! Der Grenzverletzer war ein zu tötender Gegner, der zu " entmenschlichen " ist ? Die Vergleiche werden ja immer geschmackvoller, vom Schwein zum zu tötenden Gegner.

Nicht, daß es jemand hier zu sehr an Worten festmacht [bloed] - Pfui Deibel .

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