Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Nostalgiker » 17. März 2017, 10:16

Das meine ich auch.

Ansonsten kumpel pflege weiter deine Vorurteile und lass dich bloß nicht durch Fakten verwirren da du dir bereits eine auf Unkenntnis gegründete "Meinung" gebildet hast .....
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Kumpel » 17. März 2017, 10:23

Die Namen der Personen welche in diesem Buch zu Wort kommen sprechen ohnehin für sich.
Merkur könnte ja hier mal einen kleinen Auszug zum Besten geben , dann kann sich jeder selbst ein Bild machen.
Wer dieses "Werk" als seriöse Quelle zur historischen Aufarbeitung verkaufen möchte ist längst in den ideologisch bedingten Dilettantismus eines Hobbyhistorikers abgedriftet
und Fakten Nosti habe ich hier weder von Merkur noch von dir zum Thema lesen können.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Merkur » 17. März 2017, 10:38

Kumpel hat geschrieben:Wer dieses "Werk" als seriöse Quelle zur historischen Aufarbeitung verkaufen möchte ist längst in den ideologisch bedingten Dilettantismus eines Hobbyhistorikers abgedriftet.


Nun ja @Kumpel, auch hier solltest Du noch einmal konkret nachlesen. Zum Quellenwert des Buches habe ich überhaupt keine Aussage getroffen. Ich habe lediglich angemerkt, dass die von mir genannten Bücher interessant und aufschlussreich sind. Und nicht mal dies kannst Du beurteilen, da Du die Bücher nicht gelesen hast. Du agierst einzig auf der Basis von Mutmaßungen. Hier spekuliert quasi der Blinde über die Vielfalt der Farben, die er nie gesehen hat. Lass es einfach, es macht keinen Sinn über Bücher zu diskutieren, die man nicht gelesen hat. Das müsste selbst Dir einleuchten.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Kumpel » 17. März 2017, 10:51

In der Tat hast du über das Buch selbst wohl in kluger Voraussicht keine bindenden Aussagen getroffen außer der schwammigen Formulierung das es interessant und aufschlussreich sei.
Ich habe dieses Buch bei einem Bekannten angelesen und mußte leider fest stellen , dass z.B. die Meinung von Frau Honecker nicht sonderlich zu einer sachlichen Aufarbeitung Ulbrichts beiträgt.
Krenz und Genossen geht es mit diesem Buch um Deutungshoheit anstatt einer sachlichen Aufarbeitung. Das müßtes du mit deiner professionell wissenschaftlichen Betrachtungsweise
allerdings nach den ersten paar Beiträgen bemerkt haben. [denken]
Wie bereits geschrieben , die Namen der Personen die sich in diesem Buch zu Wort melden sprechen für sich und gegen die Absicht Ulbricht historisch sachlich zu bewerten.
Zuletzt geändert von Kumpel am 17. März 2017, 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Nostalgiker » 17. März 2017, 10:55

Alles klar kumpel, noch so ein Experte die die von mir wiedergebenden Aussagen von St. Wolle; seines Zeichens professioneller Historiker; nicht als Fakten sieht.
Ich möchte nicht wirklich wissen was du als "seriöse" Quellen ansiehst; nun ja eine kleine Kostprobe dazu lieferst du im Syrien - und Ukraine Thread ........
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Kumpel » 17. März 2017, 10:59

Ach Nosti,

Hör doch auf , was hat den der Stefan Wolle damit zu tun?
Der Merkur kann ja mal ein paar Namen aus dem Buch offenbaren, dann weiß auch jeder ehemalige DDR Bürger was die zu Ulbricht dem großen Arbeiterführer und Staatsmann meinen.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Merkur » 17. März 2017, 11:11

Kumpel hat geschrieben:Das müßtes du mit deiner professionell wissenschaftlichen Betrachtungsweise
allerdings nach den ersten paar Beiträgen bemerkt haben. [denken]


Ich pflege meine Sichtweise nicht "nach den ersten paar Beiträgen" zu zementieren sondern nachdem ich das Buch gänzlich gelesen und mir darüber hinaus zu wesentlichen Punkten und Widersprüchen Gedanken gemacht habe. Manchmal vergleiche ich auch Aussagen mit denen anderer Autoren usw.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Kumpel » 17. März 2017, 11:24

Nun denn, was macht dieses Buch denn so unverzichtbar bei der Bewertung Ulbrichts?
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Merkur » 17. März 2017, 11:26

Kumpel hat geschrieben:Nun denn, was macht dieses Buch denn so unverzichtbar bei der Bewertung Ulbrichts?


Ich habe nicht behauptet, dass es grundsätzlich unverzichtbar wäre.
Vieles im Leben ist doch grundsätzlich verzichtbar @Kumpel. Selbst Du und ich in diesem Forum [grins]
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Interessierter » 17. März 2017, 12:00

Wieso muss man eigentlich, das von Merkur erwähnte Buch gelesen haben, um über Ulbricht diskutieren zu können? Nur dann ist Merkur bereit über Ulbricht zu diskutieren. Wie borniert ist das denn?

Selbstverständlich haben User die unterschiedlichsten Quellen, die zur Bildung ihrer Meinung nicht nur über Ulbricht führen. Daraus resultierende Diskussionen sind das Salz in der Suppe und kein Anlass wiederholt zu meinen, es lohne sich nicht, hier darüber zu diskutieren.

Ich meine, wer das nicht aktzepieren möchte, muss sich dann ja auch nicht äussern bzw. Bedingungen stellen zu denen er bereit wäre zu diskutieren. Ich stelle mir gerade vor, dass jeder zur Bedingung machen würde, nur über ein Thema zu schreiben/diskutieren, wenn er auch seine Quelle/n gelesen hätte, wobei überwiegend doch Quellenangaben, jedenfalls bei Dir, Fehlanzeige sind..... [flash]
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Merkur » 17. März 2017, 12:08

Interessierter hat geschrieben:Wieso muss man eigentlich, das von Merkur erwähnte Buch gelesen haben, um über Ulbricht diskutieren zu können? Nur dann ist Merkur bereit über Ulbricht zu diskutieren. Wie borniert ist das denn?


Bitte die letzten Beiträge noch einmal in Ruhe lesen.
Natürlich kann man über Ulbricht diskutieren. Es ging allerdings in den vorangegangenen Beiträgen um ein Buch über Ulbricht. Und wenn man über dieses Buch inhaltlich diskutieren möchte, sollte man es gelesen haben.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Nostalgiker » 17. März 2017, 12:14

Kumpel hat geschrieben:Ach Nosti,

Hör doch auf , was hat den der Stefan Wolle damit zu tun?
Der Merkur kann ja mal ein paar Namen aus dem Buch offenbaren, dann weiß auch jeder ehemalige DDR Bürger was die zu Ulbricht dem großen Arbeiterführer und Staatsmann meinen.


kumpel, dieser Beitrag beweist einmal mehr das du nur zum stänkern und provozieren hier im Forum bist.
Langsam wird es klar das du weder willens noch in der Lage bist eine sachlich fundierte Diskussion zu führen.
Denn dazu gehört unter anderem auch sich etwas eingehender mit der Materie zu beschäftigen und nicht nur zusammengeklaubte Sprechblasen welche auf Internetweisheiten basieren abzusondern, was deine Spezialität ist und dich offenbar zum Experten macht.

Weder Merkur oder ich haben ein Wort darüber verloren das wir in irgendeiner Weise W. Ulbricht in den Himmel heben wollen um ihn zu glorifizieren, sondern das man sich mit der Vielschichtigkeit seiner Person auseinandersetzen sollte.
Schließlich gehört er auch mit zur neueren deutschen Geschichte und er hat einen Teil davon entscheidend geprägt.

Etwas im historischen Kontext zu sehen geht dir gründlich ab, also versuch nicht eine Diskussion mit deinen fundierten Erkenntnissen zu torpedieren .....

Der Spiegel schrieb 1964 über das von Ulbricht forcierte 'Neue ökonomische System der Planung und Leitung" folgendes:

Dennoch trägt das "Neue ökonomische System der Planung und Leitung" (Nöspl), mit dem die DDR ihren ächzenden Wirtschaftsapparat ankurbeln will, unverkennbar marktwirtschaftliche Züge. Die vordem ausschließlich nach Plan gelenkte Wirtschaft unterliegt künftig einigen Wettbewerbsregeln, die bisher tabu waren:
- Die Maschinenparks der Grundstoff - Industrien müssen anstatt zum Stopp-Preis von 1936 zum heutigen Wiederbeschaffungswert in den Bilanzen eingesetzt werden;
- wie in westlichen Privatunternehmen sollen nicht staatliche Zuweisungen, sondern vorwiegend Betriebsgewinne die Finanzierungsquelle für neue Investitionen sein;
- in begrenztem Umfang dürfen die volkseigenen Betriebe selbst die Waren bestimmen, für deren Fertigung sie sich die größten Absatzchancen und Gewinne errechnen;
- Leistungsgehälter und Prämien, die an Umsätzen und Gewinnen orientiert sind, sollen die "materielle Interessiertheit" wecken.


Der gesamte Artikel hier

Ein anderer User, ähnlich gestrickt wie du kumpel, bezeichnete das als Quark. Auch er ist wie du ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Ökonomie und Wirtschaftswissenschaft ......

Wenn dich, aus welchen Gründen auch immer, Fachliteratur zum Thema nicht interessiert dann schreib das auch so denn dies ist dann ehrlich. Statt dessen feuerst du in gewohnter Weise deine inhaltsleeren Sätze ab deren einzige Substanz die Beleidigungen und Provokationen sind. Das du zum Thema an sich nichts weißt ist hinlänglich bekannt.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon augenzeuge » 17. März 2017, 12:49

Nostalgiker hat geschrieben:kumpel, dieser Beitrag beweist einmal mehr das du nur zum stänkern und provozieren hier im Forum bist.


Wer ist hier eigentlich nicht zum Stänkern? Oder sollt ich besser sagen "Frust ablassen"? [angst]

AZ
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Kumpel » 17. März 2017, 13:08

Nostalgiker hat geschrieben:Der Spiegel schrieb 1964 über das von Ulbricht forcierte 'Neue ökonomische System der Planung und Leitung" folgendes:



Nun ging es hier nicht explizit um NÖSPL Nosti , sondern um die Literatur die Merkur hier der geneigten Leserschaft ans Herz gelegt hatte ,natürlich ohne darauf zu verweisen
dass es sich bei diesen Wortmeldungen in der Mehrzahl im ehemalige Eliten dieses Systems handelt welche den Abgang der DDR als großen Rückschlag und daher schwerlich objektiv weder auf die DDR noch auf Ulbricht blicken.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Nostalgiker » 17. März 2017, 13:12

Gute Frage, natürlich mein heimlicher Favorit; die personifizierte Sachlichkeit, immer nett, höflich und zuvorkommend. Seine Beiträge sind geprägt von einem enormen Fachwissen auf allen Gebieten und sein phänomenales, ungetrübtes Erinnerungsvermögen ist einzigartig.

Sei ehrlich Augenzeuge das habe ich doch sehr nett formuliert.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Nostalgiker » 17. März 2017, 13:14

kumpel aber du blickst objektiv und unvoreingenommen auf die DDR und speziell auf Ulbricht.

Ich wußte bisher nicht das du so begnadet Witze über dich selbst erzählen kannst .....
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Kumpel » 17. März 2017, 13:25

Nostalgiker hat geschrieben:kumpel aber du blickst objektiv und unvoreingenommen auf die DDR und speziell auf Ulbricht.



Die ehemaligen Weggefährten , Kampfgenossen und Parteigänger Ulbrichts die sich in Merkurs empfohlener Lektüre zu Wort melden jedenfalls ganz sicher nicht.
Das würde Stefan Wolle ganz sicher auch unterschreiben.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon augenzeuge » 17. März 2017, 13:37

Nostalgiker hat geschrieben:Gute Frage, natürlich mein heimlicher Favorit; die personifizierte Sachlichkeit, immer nett, höflich und zuvorkommend. Seine Beiträge sind geprägt von einem enormen Fachwissen auf allen Gebieten und sein phänomenales, ungetrübtes Erinnerungsvermögen ist einzigartig.

Sei ehrlich Augenzeuge das habe ich doch sehr nett formuliert.


Nostalgiker, einen Tipp muss ich dir geben, weniger ist manchmal mehr. In allen Richtungen. [wink]
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Volker Zottmann » 17. März 2017, 14:57

Wer unvoreingenommen auf die DDR zurückblickt, muss auch einräumen, dass des Ulbrichts NÖSPL lediglich zu Papier gebrachte Gedankengänge waren. Ganz anders als in der CSSR, wurde nie davon was tragend (wirksam) umgesetzt.
Mir sind jedenfalls aus damaliger Zeit (Ära Ulbricht) keine Konsumgüter-Betriebe bekannt, die rein gewinnorientiert wirtschafteten, sich gar Produkte zur Herstellung selbst frei aussuchen konnten. Wo waren denn Arbeiter am "Gewinn" beteiligt?
Es war alles nur Makkulatur, um die man heute nicht streiten braucht.
Unter Honecker kamen zum DDR-Ende erste ,aus der Not des Dauermangels geborene Konsumgüter auf den Markt, wo sich Neuerer einbringen konnten. So gab es mit einem Mal Handbohrmaschinen, die allerdings unförmig und nicht ergonomisch geformt waren.
Viele neue Konsumgüter waren primitiv und entsprachen somit genau den Inneneinrichtungen der bearbeitenden Industrie. Ich brauche da nur an "unsere" im VEB Plastopack Harzgerode hergestellte und subventionierte Eichenholz-Bottichwaschmaschine zu denken. Weltniveau, hergestellt bis zum Untergang, auf dem Niveau der 1930er Jahre.

Gruß Volker
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Interessierter » 17. März 2017, 15:15

Also so ganz Unrecht scheint „ Kumpel „ wohl nicht mit seiner Aussage zu denen im Buch sich äußernden „ SED .- Größen „ zu haben.
So schreibt der hier bestens bekannte ehemalige Genosse Aurich zu diesem Buch unter anderem dieses:

Aber es bleibt mir unverständlich, warum nach unserer desaströsen Niederlage keiner der Autoren tiefer lotet und das Wesen unseres Sozialismus, für den zweifellos Ulbricht mit seiner Person und ganzem Herzen stritt, etwas grundsätzlicher hinterfragt oder Irrtümer Ulbrichts aufdeckt.

Es ist viel von sozialistischen Idealen die Rede;aber welche diese sind wird nur abstrakt und ziemlich phrasenreich dargestellt. Da wird nach wie vor so geschrieben, wie es wohl Walter Ulbricht auch zu Lebzeiten getan hätte.

Da gibt es keine Zweifel an der grundsätzlichen Richtigkeit des Weges. Da ist die Rede davon, dass Marx, Engels und Lenin eine von Ausbeutung freie Gesellschaft wollten, dass die Entmachtung des Kapitals und Überführung in gemeinschaftliches Eigentum die Lösung aller Menschheitsprobleme sein sollte, dass nur der Imperialismus am Unglück der Menschheit schuld sei, dass die Oktoberrevolution ein Fanal für die Menschheit war, dauerhafter Frieden nur durch den Sozialismus gewährleistet werden könne und die Zukunft auf jeden Fall im Kommunismus liegen müsse, dass die sozialistische Gesellschaft eine höhere Form der Demokratie darstelle und den Faschismus für immer ausgerottet habe usw.

Das diese Verheißungen letztlich niemand mehr begeisterten und sie damit nicht ihre Lebenswünsche in Verbindung bringen konnten, ist etlichen Schreibern wohl entgangen.

Es war eben nicht bloß die hohe Stimme und das Sächsisch des SED Führers Ulbricht, der ihn vielen unsympathisch erscheinen ließ, sondern es war sehr oft auch der Inhalt, den er verkündete, der historisch, rechthaberische Ductus seiner Reden – wie eben auch bei anderen kommunistischen Parteiführern.

http://www.eaurich.de/Dokumente/Zu_Walter_Ulbricht.pdf


Ansonsten lobt natürlich auch er das Buch. Man muss also das Buch nicht vollständig gelesen haben, um sich eine Meinung zu bilden. Teilweise reicht es schon, einige Rezensionen zu lesen
Wer allerdings sich in Räumen vom ND und der JW sich gerne die Lesungen von ehemaligen, teilweise vorbestraften SED – Größen anhört, könnte evtl. schon Probleme mit der Wahrheitsfindung haben. Letztlich ist es doch angenehm eine untergegangene Diktatur und Ideologie im rosaroten Licht geschildert zu bekommen.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Sirius » 17. März 2017, 15:28

Volker Zottmann hat geschrieben:Ich brauche da nur an "unsere" im VEB Plastopack Harzgerode hergestellte und subventionierte Eichenholz-Bottichwaschmaschine zu denken. Weltniveau, hergestellt bis zum Untergang, auf dem Niveau der 1930er Jahre.

Gruß Volker


Eichenholz-Bottichwaschmaschine?

So etwas Ähnliches? http://www.oldiewash.de/miele01d.gif

Das wäre dann Vorsprung durch (Ostzonen-)Technik.

Solche Waschmaschinen gab es tatsächlich in den dreißiger Jahren, waren damals ziemlich teuer und für die Frauen eine große Erleichterung.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon pentium » 17. März 2017, 15:39

Ja die Bottichwaschmaschine ist ein absoluter Höhepunkt in dem Thread über Ulbrichts Entmachtung vor 40 Jahren und passt zum Thema wie die Axt zum Wald...

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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Volker Zottmann » 17. März 2017, 15:46

Sirius hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Ich brauche da nur an "unsere" im VEB Plastopack Harzgerode hergestellte und subventionierte Eichenholz-Bottichwaschmaschine zu denken. Weltniveau, hergestellt bis zum Untergang, auf dem Niveau der 1930er Jahre.

Gruß Volker


Eichenholz-Bottichwaschmaschine?

So etwas Ähnliches? http://www.oldiewash.de/miele01d.gif

Das wäre dann Vorsprung durch (Ostzonen-)Technik.

Solche Waschmaschinen gab es tatsächlich in den dreißiger Jahren, waren damals ziemlich teuer und für die Frauen eine große Erleichterung.



Ja Sirius. Genauso wurde diese noch im Herbst 1989 hergestellt . Kosten weit über 700 Mark. Verkaufspreis über die Bäuerlichen Handelsgenossenschaften um die 370.-M Die kaufte die bäuerliche Bevölkerung und benutzte die in unseren Breiten als Kartoffeldämpfer für die private Schweinemast.

PS: Pentium, die Waschmaschine passt bestens! Denn sie ist beredtes Zeugnis der DDR Neuerer! Und alles fast 25 Jahre nach Ulbrichts weisen Richtungsänderungen. [flash] Ich arbeite gern mit Beispielen.

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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon karnak » 17. März 2017, 16:04

Und das Ding wurde wirklich bis 89 gebaut und sollte als Waschmaschine genutzt werden? [flash]
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Volker Zottmann » 17. März 2017, 16:27

karnak hat geschrieben:Und das Ding wurde wirklich bis 89 gebaut und sollte als Waschmaschine genutzt werden? [flash]


Ja Kristian,
eine erfolgreiche sozialistische Produktion, schon zu Ulbrichts Zeiten produziert, dann nach 1972 seit der Verstaatlichung im Tausch gegen den DDR-Verdienstorden, wurde das Ding unverändert weiterproduziert. Dafür wurde ein eigenes Sägewerk aufrechterhalten, eine Trocknung ebenso. Aus rohen Eichenstämmen schnitzten wir also Waschmaschinen. Und wenn dieser fürchterliche Übernahmeanschluss nicht gekommen wäre , könntest Du sie heute noch ladenneu erwerben. [peinlich] Der Harz war wirklich anders! Da hat der Nostalgiker recht! [zunge]

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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon karnak » 17. März 2017, 16:37

Musst natürlich der Fairness halber erwähnen, dass die Masse ihre Wäsche nicht in so einem Ding gewaschen hat, trotz Ulbricht gab es auch andere Waschmaschinen. Bleibt das unerwähnt kommt nämlich ein Wilfried völlig durcheinander. [flash]
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Nostalgiker » 17. März 2017, 16:56

Interessierter hat geschrieben:
Ansonsten lobt natürlich auch er das Buch. Man muss also das Buch nicht vollständig gelesen haben, um sich eine Meinung zu bilden. Teilweise reicht es schon, einige Rezensionen zu lesen
Wer allerdings sich in Räumen vom ND und der JW sich gerne die Lesungen von ehemaligen, teilweise vorbestraften SED – Größen anhört, könnte evtl. schon Probleme mit der Wahrheitsfindung haben. Letztlich ist es doch angenehm eine untergegangene Diktatur und Ideologie im rosaroten Licht geschildert zu bekommen.


Diese Auslassungen strotzen mal wieder vor Überheblichkeit und herablassender Arroganz mit der die eigene Unfähigkeit kaschiert wird sich umfassend mit einem Thema zu beschäftigen. Als erster Überblick mag das lesen einer Rezension reichen, für einen Beifahrer scheinen sie das Höhste zu sein was er zu einem Thema inhaltlich halbwegs erfassen kann.
Natürlich darf der diffamierende Kalauer mit den Räumen nicht fehlen, ist dir so viel Schwachsinn den du von dir gibst nicht peinlich Interessierter?
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Nostalgiker » 17. März 2017, 17:12

Volker Zottmann hat geschrieben:Wer unvoreingenommen auf die DDR zurückblickt, muss auch einräumen, dass des Ulbrichts NÖSPL lediglich zu Papier gebrachte Gedankengänge waren. Ganz anders als in der CSSR, wurde nie davon was tragend (wirksam) umgesetzt.


Ist schon seltsam das diese NÖSPL nur als "Gedankengänge" existiert haben wie unser Wirtschaftsweiser zu berichten weiß.

Beschlossen wurde sie auf der Wirtschaftskonferenz des ZK der SED am 24. und 25. Juni 1963 beschlossen und vom Staatsrat der DDR am 15. Juli genehmigt. Ab 1967 wurde sie modifiziert und trug anschließend die Bezeichnung Ökonomisches System des Sozialismus (ÖSS).
Die rechtliche Grundlage für die Modifizierung des ursprünglichen Reformkonzeptes boten zwei Beschlüsse des Ministerrats der DDR vom 22.4.1968 und 26.6.1968 (GBl. 1968, I, S. 223 bzw. GBl. 1968, II, S. 433).
Das ÖSS zielte ebenso wie das NÖSPL auf die volkswirtsch. Effizienz- und Wachstumssteigerung, versuchte aber, die Dezentralisierung, Flexibilisierung und Ökonomisierung des Planungs- und Lenkungsmechanismus sowie die indirekten monetären betrieblichen und individuellen Leistungsanreize mit einer zentralen Strukturplanung zu verbinden. Das führte zum Anwachsen des Einflusses der zentralen Planungsinstitutionen in strukturpolit. wichtigen Volkswirtschaftsbereichen und zu immer massiveren Konflikten mit den gleichzeitig eigenständiger agierenden Betriebsleitungen. (siehe FDGB-Lexikon, Berlin 2009)

Die in der Zusammenfassung oben erwähnten Konflikte führten schließlich 1971 zum Abruch bzw. zur Beendigung der NÖSPL bzw. ÖSS.
Wie kann ich auf höchste Weisung etwas abbrechen was angeblich nur als Gedankengang auf irgendeinem Papier existierte?
Auch da wird der Wirtschaftsweise bestimmt nicht um eine Antwort verlegen sein
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Volker Zottmann » 17. März 2017, 17:16

Nostalgiker hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Wer unvoreingenommen auf die DDR zurückblickt, muss auch einräumen, dass des Ulbrichts NÖSPL lediglich zu Papier gebrachte Gedankengänge waren. Ganz anders als in der CSSR, wurde nie davon was tragend (wirksam) umgesetzt.


Ist schon seltsam das diese NÖSPL nur als "Gedankengänge" existiert haben wie unser Wirtschaftsweiser zu berichten weiß.

Die in der Zusammenfassung oben erwähnten Konflikte führten schließlich 1971 zum Abruch bzw. zur Beendigung der NÖSPL bzw. ÖSS.
Wie kann ich auf höchste Weisung etwas abbrechen was angeblich nur als Gedankengang auf irgendeinem Papier existierte?
Auch da wird der Wirtschaftsweise bestimmt nicht um eine Antwort verlegen sein



Hast ja nun schön erklärt, für alle Doofen, mich natürlich eingeschlossen.
Es waren eben nur Gedankenkonstrukte, die die Praxis nicht überlebten. Oder hat es der Bevölkerung etwa volle Regale beschert?
Ich schreibe das gern so vereinfacht, Du sollst es ja auch verstehen.

Volker
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Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Vor 40 Jahren wurde Ulbricht entmachtet

Beitragvon Nostalgiker » 17. März 2017, 17:31

Wenn du dich selbst für doof hältst Volker Zottmann ist das nicht mein Problem.

Eine Wirtschaftsreform, auch in Ansätzen, beschert nicht über Nacht volle Regale.
Aber in deiner Aussage kommt die DDR-typische Forderungsmentalität zum Vorschein.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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