"Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Alles zum Thema Straßenverkehr in heutiger Zeit!

Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Volker Zottmann » 12. März 2017, 12:10

Offenbar AZ.
Der Trabant im heutigen Chemnitz war von vorn noch als Trabant erkennbar. Hatte aber je Seite 2 Türen und war bis auf die anders aussehenden Rückleuchten wie heutige Erlkönige beklebt. Blech war nur mein Eindruck... Denn ich sah den nur 1 x an uns vorbeifahren. Also wenige Sekunden. Freunde bestätigten mir auf dem Zeltplatz, dass es Versuchswagen in Sachsen zu sehen gab.

Und das können hier unsere Forenfreunde evtl. bestätigen?

Gruß Volker
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon steffen52 » 12. März 2017, 12:40

http://www.derzwickauer.de/automobil100.html

Volker mal ein Tipp von mir. Solltest Du mal in der Nähe von Zwickau sein, dann schaue Dir das August-Horch-Museum an.
Sehr interessant und vielleicht findest Du da den Prototyp den Du damals in K-M-Stadt(Chemnitz) gesehen hast. Auch können Dir
bestimmt die Mitarbeiter vom Museum darüber Auskunft geben. Kleiner Vorgeschmack der Link dazu!
Schön Sonntag! [hallo]
Gruß steffen52
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon EMW-Mitarbeiter » 12. März 2017, 14:24

Prototypen fuhren im normalen Verkehr und auch nicht verhüllt. Die Prototypen des Trabant 1.1 waren beispielsweise auch einige mal in Eisenach.
Von unseren Prototypen gibts viele Bilder "in der freien Natur".
Ich lese nur noch.
Manchmal platzt mir der Kragen, manchmal schmunzel ich.
Aber weiterhin gegen ewige Betonköpfe diskutieren werde ich nicht.
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Volker Zottmann » 12. März 2017, 15:22

steffen52 hat geschrieben:http://www.derzwickauer.de/automobil100.html

Volker mal ein Tipp von mir. Solltest Du mal in der Nähe von Zwickau sein, dann schaue Dir das August-Horch-Museum an.
Sehr interessant und vielleicht findest Du da den Prototyp den Du damals in K-M-Stadt(Chemnitz) gesehen hast. Auch können Dir
bestimmt die Mitarbeiter vom Museum darüber Auskunft geben. Kleiner Vorgeschmack der Link dazu!
Schön Sonntag! [hallo]
Gruß steffen52


Da werde ich gern mal nachfragen. Hätte ich längs mal machen können, denn als meine Tochter in Breitenbrunn studierte, bin ich öfters durchgefahren.
Danke Steffen.

Gruß Volker
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Spartacus » 19. Mai 2017, 17:24

Gerade entdeckt, Schöne Bilder. [hallo]

http://autostolz.formfreu.de/tag/sachsenring/

LG

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denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon augenzeuge » 19. Mai 2017, 18:37

Toll! Mit dem Trabbi bis nach Bulgarien. Starke Leistung. [super]

AZ
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Interessierter » 31. Mai 2017, 09:20

Vom Abenteuer, als DDR-Bürger Golf zu fahren

Bild
Ein VW Golf Diesel Baujahr 1978. Listenpreis 35.000 DDR Mark .

1978 importierte die DDR 10.000 VW Golf. Unser Autor konnte einen davon ergattern. Das war zwar schwierig, aber aus ganz anderen Gründen, als man denkt. Denn seine Erinnerungen räumen auf mit dem Vorurteil, dass die Arbeiterklasse nach dem West-Auto Schlange stand.


Wie fast jede Nachricht, die DDR-Bürger wirklich interessierte, erfuhr ich sie per Westfernsehen: Es war Ende 1977, und die DDR wollte 10.000 VW Golf importieren. Ich war Redakteur beim „Deutschen Straßenverkehr“ in Berlin und kannte mich ein wenig aus in der Szene. Aber Autos aus dem Westen? Woher nahm die DDR das Geld, wo sie doch nicht mal zu Weihnachten richtige Apfelsinen einführen konnte?

Anfang 1978 kamen tatsächlich die ersten Golf von Wolfsburg nach Berlin, auch in der Diesel-Variante. Als gelernter Lkw-Fahrer hatte ich etwas übrig für die Selbstzünder. Und ein kleiner Dieselmotor in einem relativ kleinen Auto – da begann ein neues kraftfahrzeugtechnisches Zeitalter. Ich hatte eine Chance, dabei zu sein – theoretisch.

Praktisch sah es schlecht aus. Für einen Golf reichte die normale Pkw-Anmeldung beim Volkseigenen Betrieb (VEB) IFA Vertrieb, dem staatlichen Autohandel, nicht aus. Nein, der soziale Status musste auch stimmen. Man musste Arbeiter sein und in einem Zentrum der sozialistischen Produktion arbeiten. Als Redakteur war ich kein Arbeiter, und mein Betrieb, der VEB Transpress Verlag, war auch kein Zentrum der Arbeiterklasse. Guter Rat war teuer.

Der Golf übrigens auch. Die Preise wurden zunächst zwischen 30.000 und 35.000 Mark der DDR angesetzt. 30.000 für den Zweitürer mit 50-PS-Benzinmotor, 35.000 für den viertürigen Diesel mit ebenfalls 50 PS. Mein Traumauto.

Doch die Arbeiterklasse stand dem Westimport skeptisch gegenüber. Einmal machten sich die potenziellen Kunden Sorgen um die Ersatzteilversorgung, zum anderen waren ihnen die Preise zu hoch. Und da passierte, was es nie zuvor und nie danach in der DDR gegeben hat: Die Preise wurden gesenkt und dem üblichen Niveau angepasst. Der Golf kostete nun nur noch zwischen 22.000 und 26.000 Ostmark. Zum Vergleich: Ein Lada 1500 hat damals 24.000 Mark, ein Trabant um 10.000 Mark gekostet.

Meine Versuche, über gute Kontakte zu einem Golf zu kommen, schlugen zunächst fehl. Aber dann erfuhr ich von einem Sonderkontingent mit transportgeschädigten Autos und stellte einen Antrag. Wochen gingen ins Land, ohne dass ich etwas hörte. Und dann wurde mir doch ein viertüriger Diesel angeboten, in Miamiblau. Stoßstange vorn eingedrückt, eine Delle in der hinteren Stoßstange und ein Knick im linken hinteren Kotflügel – 25.000 Mark minus 150 für die Schäden.

Die beiden Dellen in den Stoßstangen habe ich selbst einigermaßen glatt gedrückt. Mit dem Knick im Kotflügel bin ich bis zu meinem letzten Tag in der DDR im November 1985 gefahren. Ich hatte (berechtigte) Angst, dass der Versuch, den Knick aus dem Kotflügel zu drücken, mit Lackrissen und -ablösung verbunden sein könnte. Und Lack zum Reparieren hatte ich nicht.

Mehr erfährt man hier:
https://www.welt.de/motor/article510912 ... ahren.html
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon karnak » 31. Mai 2017, 09:49

Er hat seinen Golf nur bekommen weil er Redakteur war, sehr wahrscheinlich weil er Anlass bot auf "dumme Gedanken" zu kommen, unter Umständen weil er wie viele aus dem Bereich der Intellektuellen erpresst hat. Entweder man gewährt mir dieses oder dieses Privileg oder ich muss eben einen Antrag stellen um ins Land des Golfes zu kommen. Es war genau die Zeit in der diese Praxis von speziellen Kreisen betrieben wurde und die DDR und ihre Stasi sich darauf einließ, immer mehr in der Bedrouillie was diese Kiste anging.
Als" gelernter Kraftfahrer", dass er so viel gewesen sein dürfte wie Gysi und Diesel Rinderzüchter, hätte er keine Chance auf dieses Auto gehabt, die Erpressung hätte beim Staat dann kaum gezogen.
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Interessierter » 31. Mai 2017, 10:23

@karnak:
Ich gehe einmal davon aus, dass du weder dabei warst, noch deine Einlassungen beweisen kannst. Also wieder einmal nicht mehr als Behauptungen.
Wenn ich nichts falsch verstanden habe, dann wolltest du damit ausdrücken, dass es so gewesen sein könnte.
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Volker Zottmann » 31. Mai 2017, 10:51

In jeder Ecke der DDR war das doch anders mit den Sonderkontingenten.
So wurde auch ein einziger Golf über den VEB, in welchem ich bis 1985 arbeitete "verteilt". Na sowas, den fuhr dann aber kein Arbeiter. [mundzu]
Mazdas gab es im Kreis Quedlinburg auch mehrere irgendwann, ohne IFA-Anmeldung. Man musste nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und dann hatte man evtl. Glück.
So ging es mir mit dem "Camptourist CT6-2W"-Rücklauf aus Schweden. Da hat der Buschfunk aus Neubrandenburg genügt und ein weiteres Telefonat. Dass die Murkskisten zurückkamen, stand in keinem Neuen Deutschland. In dieser Mangelwirtschaft freuten sich dann trotzdem einige neue unverhoffte Besitzer.

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 31. Mai 2017, 11:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon karnak » 31. Mai 2017, 10:53

Du und Deine Beweise, was immer das im konkreten Fall auch sein möge. Der der die DDR erlebt hat weiß schon was es dort geben konnte und was nicht, wie die Dinge liefen in einem gleichgeschalteten System das es so wo anders nicht gegeben hat. Ein Außenstehender wie Du kann diesen Irrsinn, aus heutiger Sicht, natürlich schwer erfassen. Um so begeisterter nimmt man natürlich solche flach-oberflächlich- und mittels der Kunst des Weglassens produzierte Geschichtchen auf, wenn sie nur die eigene ideologische Vorstellungswelt bedienen und nach flachgehaltener Erzählung der Geschichte noch irgendwie die langsam lauwarme Soße von den Glücksgefühlen des zurückgewonnenen deutschen Vaterlandes bedienen. Deiner Generation und Deiner ideologischen Ausrichtung sei das ja gegönnt, auf den Punkt bringt dieser Schmus die damaligen Umstände trotzdem nicht, wer sich damit auskennt und guten Willens ist weiß das auch und der Rest soll in seiner Glückseligkeit leben. Zum Glück für die kann ich natürlich keine Beweise liefern, wie sollen die auch aussehen? Und es gibt auch genügend Geschichtenerzähler und Märchenonkel die diesen Pool immer wieder neu füllen, einen wie mich kann man verdächtigen verschleiern zu wollen, dass kommt immer gut ,also darf die Geschichtsverkleisterei wieder mal seinen Weg nehmen. [hallo]
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Beethoven » 31. Mai 2017, 10:57

Na, ich denke da hat Karnak nicht so unrecht.

Siehe:

Klaus Zwingenberger, geboren 1943 in Penig/Sachsen, war von 1975 bis 1984 Redakteur bei der Zeitschrift „Der Deutsche Straßenverkehr“ in Berlin. 1985 verließ er die DDR, war von 1986 bis 1990 Redakteur bei der Autozeitschrift „mot“ in Stuttgart, von 1990 bis 2007 Pressesprecher bei BMW in München, seitdem freier Autor in Lichtenstein/Sachsen.

Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/fue ... 87201.html
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon karnak » 31. Mai 2017, 11:11

Volker Zottmann hat geschrieben:In jeder Ecke der DDR war das doch anders mit den Sonderkontingenten.
So wurde auch ein einziger Golf über den VEB, in welchem ich bis 1985 arbeitete "verteilt". Na sowas, den fuhr dann aber kein Arbeiter. [mundzu]
Mazdas gab es im Kreis Quedlinburg auch mehrere irgendwann, ohne IFA-Anmeldung. Man musste nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und dann hatte man evtl. Glück.
So ging es mir mit dem Camtourist-Rücklauf aus Schweden. Da hat der Buschfunk aus Neubrandenburg genügt und ein weiteres Telefonat. Dass die Murkskisten zurückkamen, stand in keinem Neuen Deutschland. In dieser Mangelwirtschaft freuten sich dann trotzdem einige neue unverhoffte Besitzer.

Gruß Volker

Diese Autos, dafür würde ich meine Hand ins Feuer legen bekam man in der DDR als Neuwagen aus dem Laden, dass ist der Punkt, nur wenn man einer war den die DDR für wichtig ,nützlich und wertvoll hielt, bei dem es wichtig erschien ihm"bei Laune zu halten". Oder er befand sich in einer gesellschaftlichen Position in der er so viel Einfluss hatte, dass er solch ein Fahrzeug kaufen konnte. Ein"gelernter Kraftfahrer " der einen Faible für Dieselmotoren hatte und deswegen sich für einen Golf begeistern konnte bekam den als Neuwagen jedenfalls nicht, Anmeldung hin oder her. Man möge mir nicht solchen Mist erzählen.
Übrigens waren diese Autos beim MfS als Privatwagen lange verpönt, obwohl man in den oberen Chargen das Geld dazu aufbringen konnte, sicher auch die Verbindungen hatte um solch ein Auto kaufen zu können. Ich glaube dem Mielke, Erich hat die Vorstellung missfallen, dass seine Leute solche Autos fahren. Irgendwann sind dann aber die Dämme gebrochen, der Vater eines Fw. bei uns, eine große Nummer an der JHS hatte einen Mazda und der benannte Fw. erschien ab und an mit der Karre. Unserer OSL hatte nur einen 1600 Lada, nun muss ihm das wohl geärgert haben [flash] ,jedenfalls wurde dem Fw. das Erscheinen mit dem Auto zum Dienst mit fadenscheinigen Gründen untersagt. [flash]
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Volker Zottmann » 31. Mai 2017, 11:17

Natürlich gab es die Wagen nur als Neuwagen im Laden. Wo denn sonst?
Selbst "unsere" Trabantsonderzuteilung über den IFA-Vertrieb, wurde im Fahrzeugladen in Halle Trotha ausgeliefert.

Gruß Volker
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Interessierter » 31. Mai 2017, 11:59

Zitat karnak:
Du und Deine Beweise, was immer das im konkreten Fall auch sein möge. Der der die DDR erlebt hat weiß schon was es dort geben konnte und was nicht, wie die Dinge liefen in einem gleichgeschalteten System das es so wo anders nicht gegeben hat. Ein Außenstehender wie Du kann diesen Irrsinn, aus heutiger Sicht, natürlich schwer erfassen.


Der Bürger, dessen Einlassungen du bestreitest, hat die DDR erlebt und weiß was es dort geben konnte oder nicht. Da mußt du nicht auf meine Person ausweichen.
Dein Problem scheint mir zu sein, dass du meinst die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben und dreist unzählige Male die Erlebnisse anderer DDR Bürger bestreitest bzw. sie als Lügner hinstellst.

Ja, Du und Deine jedesmal nicht vorhandenen Beweise, welche Du aber permanent von anderen Menschen einforderst.. [flash]

Schlußendlich habe ich kein Problem damit die unterschiedlichsten Abläufe in der damaligen DDR zu erfassen; wie beispielsweise den Rausschmiss deiner Kollegen an der GÜST Drewitz, den du seinerzeit auch wieder einfach bestritten hast.

Wer also nicht einmal weiß, was an seinem Arbeitsplatz geschah, sich dieses von einem Wessi erklären lassen muß, sollte hier nicht versuchen, den allwissenden, durch die Stasi - Brille blickenden EX - DDR - Bürger abzugeben.
Da empfehle ich gerne die Rote Grütze mit Fruchtstücken.... [wink]
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon karnak » 31. Mai 2017, 12:24

[grin] Ich würde nie bestreiten das ich irre und nie behaupten, dass ich alles weiß. Aus dem Grund äußere ich mich zu 90% der Zeitzeugenberichten hier gar nicht. Ich bin aber aber alt genug geworden, habe DDR ,Wendezeit und Wirren und 27 Jahre Bundesrepublik erlebt, dass ich sehr gut bewerten kann was so mancher abgegebener Quark der Figuren die Du ab und an hier ranschleppst wirklich Wert ist. Und ich weiß auch sehr genau welcher Hintergrund diese Leute und die entsprechenden puplizierenden Medien treibt. BEWEISEN kann ich das natürlich auch nicht, aber gehe einfach davon aus, die Stasi hat, wenn es irgendwie ging nicht die geangelt die mit dem Klammerbeutel gepudert waren, Eternitkabuff hin oder her. [hallo]
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon karnak » 31. Mai 2017, 12:37

Volker Zottmann hat geschrieben:Natürlich gab es die Wagen nur als Neuwagen im Laden. Wo denn sonst?
Selbst "unsere" Trabantsonderzuteilung über den IFA-Vertrieb, wurde im Fahrzeugladen in Halle Trotha ausgeliefert.

Gruß Volker

Nachdem die von mir benannte Klientel diese Fahrzeuge im Laden gekauft haben, haben die , KFZ -Schlosser, die relativ bescheiden lebenden privaten Handwerker [flash] , Obstmukker, privaten Tierhalter, Ferienwohnungsvermieter, private Kneipen und Imbisständebetreiber, professionell arbeitende Schallplattenunterhalter und Profimusiker diese Fahrzeuge auf der Ebene der, neben der Planwirtschaft immer existierenden, Ebene der Marktwirtschaft erworben, so einfach war das und so lief es auch ab.
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Beethoven » 31. Mai 2017, 13:45

@ sich "Interessierter" Nennender, ich darf Dich darauf aufmerksam machen, dass Du in einem Deiner obigen Beiträge, mehrere Fehler in der Rechtschreibung hast. Nun, an dieser Stelle soll es zu diesem Thema für mich genug sein, denn kein Mensch ist ohne Fehl und Tadel [hallo]

Trennung

karnak hat geschrieben:[grin] Ich würde nie bestreiten das ich irre und nie behaupten, dass ich alles weiß. Aus dem Grund äußere ich mich zu 90% der Zeitzeugenberichten hier gar nicht. Ich bin aber aber alt genug geworden, habe DDR ,Wendezeit und Wirren und 27 Jahre Bundesrepublik erlebt, dass ich sehr gut bewerten kann was so mancher abgegebener Quark der Figuren die Du ab und an hier ranschleppst wirklich Wert ist. Und ich weiß auch sehr genau welcher Hintergrund diese Leute und die entsprechenden puplizierenden Medien treibt. BEWEISEN kann ich das natürlich auch nicht, aber gehe einfach davon aus, die Stasi hat, wenn es irgendwie ging nicht die geangelt die mit dem Klammerbeutel gepudert waren, Eternitkabuff hin oder her. [hallo]


Ohne Quark, mir geht es ähnlich. Jeden Tag ein neuer Beitrag zu einem (oder mehreren) geknechteten Bürgern der DDR. Und da es da vermutlich einige Tausend gab, kann der geneigte Leser auf noch mehr solcher, für mich nicht beweisbaren aber auch nicht widerlegbaren Einzelschicksale, "hoffen".

Trennung

Ja, der Mazda. Die Frau des Politstellvertreters meines Truppenteils war die Chefin der Militärforst auf der Insel Rügen. Die bekam damals solch einen Mazda. Gefahren ist das Teil aber der Politstellvertreter. Der Kommandeur wurde in einen Wartburg als Dienstwagen gefahren und sein Stellvertreter für Politische Arbeit fuhr den Mazda. Aber das mir und den meisten anderen Soldaten völlig Bockwurst, weil eben für uns - nicht erreichbar. Kann es sein, dass das ein 226 war?

Gruß
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon karnak » 31. Mai 2017, 13:52

Ich hätte heute auch gerne einen Maserati, wird wohl auch nichts werden [flash]
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Volker Zottmann » 31. Mai 2017, 13:55

karnak hat geschrieben:[grin] Ich würde nie bestreiten das ich irre und nie behaupten, dass ich alles weiß. Aus dem Grund äußere ich mich zu 90% der Zeitzeugenberichten hier gar nicht. Ich bin aber aber alt genug geworden, habe DDR ,Wendezeit und Wirren und 27 Jahre Bundesrepublik erlebt, dass ich sehr gut bewerten kann was so mancher abgegebener Quark der Figuren die Du ab und an hier ranschleppst wirklich Wert ist. Und ich weiß auch sehr genau welcher Hintergrund diese Leute und die entsprechenden puplizierenden Medien treibt. BEWEISEN kann ich das natürlich auch nicht, aber gehe einfach davon aus, die Stasi hat, wenn es irgendwie ging nicht die geangelt die mit dem Klammerbeutel gepudert waren, Eternitkabuff hin oder her. [hallo]


Löst euch bitte mal von dem Gedanken,
dass es an der DDR-Grenze irgendwo auch nur einen Eternitkabuff gab.
Das ist grundfalsch.
Mit Eternit kam die DDR erst in Berührung, als sie nicht mehr existierte. Die Produkte sehen wohl gleich aus, doch waren es zu DDR-Zeiten Asbestbauten. Ob glatt wie an den Eigenheimen, oder gewellt auf den Dächern, oder gar in Lüftungsschächten der Plattenwohnungen steckte niemals Eternit, immer nur Asbest!

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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Wosch » 31. Mai 2017, 15:25

karnak hat geschrieben:[grin] Ich würde nie bestreiten das ich irre und nie behaupten, dass ich alles weiß. Aus dem Grund äußere ich mich zu 90% der Zeitzeugenberichten hier gar nicht. Ich bin aber aber alt genug geworden, habe DDR ,Wendezeit und Wirren und 27 Jahre Bundesrepublik erlebt, dass ich sehr gut bewerten kann was so mancher abgegebener Quark der Figuren die Du ab und an hier ranschleppst wirklich Wert ist. Und ich weiß auch sehr genau welcher Hintergrund diese Leute und die entsprechenden puplizierenden Medien treibt. BEWEISEN kann ich das natürlich auch nicht, aber gehe einfach davon aus, die Stasi hat, wenn es irgendwie ging nicht die geangelt die mit dem Klammerbeutel gepudert waren, Eternitkabuff hin oder her. [hallo]



Als ob nur Du alleine die DDR, die Wendezeit und die BRD mitbekommen hättest.
Im Grunde genommen lohnt sich eine "Unterhaltung" mit Dir überhaupt nicht, denn Du besitzt keine Lernfähigkeit und hältst Dich für schlauer als Du wirklich bist.

Mit freundlichen Grüßen aus Kassel.
Wosch.
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon icke46 » 31. Mai 2017, 15:30

Beethoven hat geschrieben:(....)
Der Kommandeur wurde in einen Wartburg als Dienstwagen gefahren und sein Stellvertreter für Politische Arbeit fuhr den Mazda. Aber das mir und den meisten anderen Soldaten völlig Bockwurst, weil eben für uns - nicht erreichbar. Kann es sein, dass das ein 226 war?

Gruß


Wenn Du mit 226 das Mazda-Modell meinen solltest: Das kann nicht sein, weil es einen 226 nicht gab. Es gab einmal den Mazda 323, sozusagen der Golf auf japanisch (das waren die Modell die Erich von seinem Staatsbesuch mitbrachte und die dann in der DDR fuhren) und es gab den 626, der in etwa die japanische Variante des VW Passat war [grins] .

Gruss

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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Kumpel » 31. Mai 2017, 15:49

Volker Zottmann hat geschrieben:Löst euch bitte mal von dem Gedanken,
dass es an der DDR-Grenze irgendwo auch nur einen Eternitkabuff gab.


Stimmt , es waren Wellblechbuden mit Gardinen.
Wellblechbude.JPG
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon andr.k » 31. Mai 2017, 15:56

Kumpel hat geschrieben:... es waren Wellblechbuden mit Gardinen.


Oha, da hat aber der interessierte "Wessi" entweder schlechte Augen oder keine Ahnung. [flash]
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Kumpel » 31. Mai 2017, 16:00

Ach tatsächlich? Dann horch mal auf den Klang bei Minute 2.0 https://www.youtube.com/watch?v=yEZ_2L-_WqA
mein kleiner klugscheissender Vopo.
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon andr.k » 31. Mai 2017, 16:11

Kumpel hat geschrieben:Ach tatsächlich? Dann horch mal auf den Klang bei Minute 2.0 https://www.youtube.com/watch?v=yEZ_2L-_WqA
mein kleiner klugscheissender Vopo.


Was hat das jetzt mit "Vopo" am Hut? Schau Dir mal die Forenregeln an! [hallo]

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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Kumpel » 31. Mai 2017, 16:31

Och da kommt das Sensibelchen gleich mit den Forenregeln um die Ecke nachdem es den blechernen Klang
der Grenzerbuden an der Zonengrenze vernommen hat.
Was die gute Frau am Anfang des Filmes über die DDR sagt sollten sich manch nostalgisch veranlagte Zeitgenossen hinter ihre Ohren schreiben.
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Volker Zottmann » 31. Mai 2017, 16:37

andr.k hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:Ach tatsächlich? Dann horch mal auf den Klang bei Minute 2.0 https://www.youtube.com/watch?v=yEZ_2L-_WqA
mein kleiner klugscheissender Vopo.


Was hat das jetzt mit "Vopo" am Hut? Schau Dir mal die Forenregeln an! [hallo]

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Tatsächlich kommt der User @Interessierter immer mit dem Spruch von einem "Eternitkabuff". [hallo]


Für Wilfried sahen die Asbest - und Eternitplatten gleich aus.
Ein gestandener Altbundesbürger konnte sich auch kaum vorstellen, dass die DDR 1989 noch ihre Bewohner wissentlich mit Asbest verseuchte! Und es gab durchaus schon passable Ersatzbaustoffe.
Und schaut mal auf ostdeutsche Dächer, wo alles noch original verbaute Wellasbestplatten drauf liegen. Besonders zu sehen in alten LPG-Brachen und Industriehallen. Durch deren Verwitterung werden wir alle bei jedem Lüftchen weiter mit frischen Asbestfasern verseucht.

Gruß Volker
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Zicke » 31. Mai 2017, 17:26

Volker Zottmann hat geschrieben:Ein gestandener Altbundesbürger konnte sich auch kaum vorstellen, dass die DDR 1989 noch ihre Bewohner wissentlich mit Asbest verseuchte! Und es gab durchaus schon passable Ersatzbaustoffe.


Der Gebrauch von Asbest in Westdeutschland betrug in den Jahren 1950 bis 1985 etwa 4,4 Mio. Tonnen. Mehr als 3.500 Produkte wurden im Verlauf der vergangenen 100 Jahre aus Asbest hergestellt. Asbest wird auch heute noch in den Staaten der Russischen Föderation, in der Volksrepublik China, in Kasachstan, Brasilien und Simbabwe abgebaut. Diese Länder decken ungefähr 96 Prozent der Weltproduktion ab. Zumindest bis Anfang der 1990er-Jahre waren Asbestprodukte in Deutschland fast überall anzutreffen, wo hohe Temperaturen auftreten können. Also bei der Hochtemperaturdämmung und in -dichtungen, im Brandschutz, in Brems- und Kupplungsbelägen, in Schutzkleidung und -handschuhen.
Darüber hinaus waren in Westdeutschland etwa 900 Mio. m² Asbestzementprodukte mit einer Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren verbaut. Auch in der ehemaligen DDR kamen etwa 10 Mio. Tonnen zum Einsatz...................................
https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsge ... 89E17.s1t2
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

Lena Seiferlin, Autorin
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Re: "Diese Autos mobilisierten die Ostdeutschen"

Beitragvon Interessierter » 31. Mai 2017, 17:39

Mir scheint, dass einigen Usern nicht bekannt ist, das Eternit mit Asbest verseucht ist. Es gibt Eternithalden, die beim Abriss der Gebäude eines Eternitherstellers entstanden sind, welche aufgrund der hohen Asbestverseuchung nicht umgelagert werden können bzw.
dürfen.

Fazit: Ob Asbest oder Eternitplatten, die Wirkung dürfte ähnlich gewesen sein.
[grins]
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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