Der Thread der deutschen Dialekte...

Die Ecke für dies und das...

Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon pentium » 7. Juni 2015, 18:09

Dazu als Einstieg kurz etwas aus: Deutsche Dialekte: ein praktischer Versuch
von Wolfgang Näser, Marburg

"Die deutschen Dialekte oder, wie man auch sagt, Mundarten, sind ebenso alt wie interessant. Sie sind farbenreich und lebendig, kraftvoll und ausdrucksstark, sprachliches Vehikel von Trauer und Freude und überschäumende Quelle des Humors. Schon vor über hundert Jahren hieß es, die Dialekte sterben aus, doch sie sind am Leben und aktiv gelieben.

Was ist ein Dialekt?
Aus wissenschaftlicher Sicht wurde versucht, den Dialekt zu definieren und ihn damit gegen die Allgemeinsprache abzugrenzen; Beispiele finden Sie hier. Bernhard Sowinski hat meines Erachtens eine der besten und umfassendsten Definitionen gegeben:

Mundart ist stets eine "der Schriftsprache vorangehende, örtlich gebundene, auf mündliche Realisierung bedachte und vor allem die natürlichen alltäglichen Lebensbereiche einbeziehende Redeweise, die nach eigenen, im Verlaufe der Geschichte durch nachbarmundartliche und hochsprachliche Einflüsse entwickelten Sprachnormen von einem großen heimatgebundenen Personenkreis in bestimmten Sprechsituationen gesprochen wird".
(in: Grundlagen des Studiums der Germanistik. Teil 1: Sprachwissenschaft. Köln / Wien 1970, 457)

Was nun ist ein deutscher Dialekt?
Er ist eine eigenständige Variante, die nicht zur nationalsprachigen Norm wurde. Die heutige deutsche Standardsprache, oder, wie Mirra Guchman sagen würde, deutsche Nationalsprache, ist nichts anderes als ein historisches Zufallsprodukt. Sie alle kennen die Deutsche Hanse, jene Handelsorganisation, deren Büros sich von London bis Nowgorod erstreckten. Ihre Amtssprache war das Mittelniederdeutsche. Diese Sprache wurde bis in die Mitte Deutschlands hinein geschrieben und gesprochen, wir wissen es von zahlreichen Urkunden her. Wäre sie zur Norm geworden, sprächen wir heute so etwas wie Niederländisch, würden uns vielleicht mit "Goeie Dag" begrüßen. Als aber die deutsche Hanse im 14. Jahrhundert unterging, verschwand damit das Niederdeutsche als Urkundensprache weitgehend und blieb nur noch im Norden übrig. Danach setzte sich die obersächsisch-meißnische Kanzleisprache durch, sie war das Idiom Martin Luthers...

Hier der ganze Text:
http://staff-www.uni-marburg.de/~naeser/sendai-dt.htm

Was sprechen wir hier im Forum für Dialekte oder Mundarten? Wer spricht Hochdeutsch?
Ich kann etwas erzgebirgische Mundart und dann sächsisch, die Chemnitzer Fariante!

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Juni 2015, 18:32

Wir im Harz sind wohl die einzigen Deutschen, die keinen Dialekt haben. Ich habe noch nie einen rausgehört. Bei allen anderen Landsmännern schon.
Wir sprechen absolut reinrassiges Hochdeutsch.
Nur mit der Aussprache hapert es noch..... [shocked] [shocked]

Gruß Volker
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon pentium » 7. Juni 2015, 18:37

Volker Zottmann hat geschrieben:Wir im Harz sind wohl die einzigen Deutschen, die keinen Dialekt haben. Ich habe noch nie einen rausgehört. Bei allen anderen Landsmännern schon.
Wir sprechen absolut reinrassiges Hochdeutsch.
Nur mit der Aussprache hapert es noch..... [shocked] [shocked]

Gruß Volker


Da hilft nur üben Volker!

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Sirius » 7. Juni 2015, 19:31

Volker Zottmann hat geschrieben:Wir im Harz sind wohl die einzigen Deutschen, die keinen Dialekt haben. Ich habe noch nie einen rausgehört. Bei allen anderen Landsmännern schon.
Wir sprechen absolut reinrassiges Hochdeutsch.
Nur mit der Aussprache hapert es noch..... [shocked] [shocked]

Gruß Volker


Sprecht Ihr auch keinen Akzent? In Sachsen-Anhalt gibt es teilweise doch einen bestimmten Akzent. So weit ich weiß wird im Raum Hannover das dialektfreie und akzentfreie Hochdeutsch gesprochen.
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon augenzeuge » 7. Juni 2015, 20:58

Klar gibt es im Harz Mundarten. Hochdeutsch spricht man m.W. nur im Raum Hannover.

Folgende Wörter sollten dem Volker ein Begriff sein.... [flash]
http://www.harz.de/guenther.rosenthal/zeller_a.htm

Aber es gibt davon weitere Abweichungen:
http://www.harz-geschichte.de/page-band ... n-harz.htm
AZ
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Juni 2015, 21:05

Oh oh Sirius, nimm mich bitte nicht wortwörtlich.... dass hat doch noch nicht mal der Forenthoth gemacht. [laugh]
Die Hannoveraner und Magdeburger sprechen auch fast gleich, dennoch hat der Magdeburger obendrein einen Singsang in der Stimme, das kann auch nur der!
Und wir?
Aus dem Deutschen "G" machen wir frech ein "J" ; und aus einem "Ei" ein "A" und so weiter.....
Also: Mich jehts jut, ich kühle jerade mane Füße un dazu stehe ich mit bade Bane in´Amer.

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon pentium » 7. Juni 2015, 21:20

Weil wir gerade im Harz beim Volker sind.

Sächsische Sprachinsel im Oberharz

Auch außerhalb des Freistaats Sachsen findet man eine Sprechergemeinschaft des Erzgebirgischen im Oberharz in der Region von Clausthal-Zellerfeld (Niedersachsen). Die Vorfahren dieser Sprecher waren Bergleute und sind im 16. Jahrhundert aus dem Erzgebirge dorthin ausgewandert...

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon augenzeuge » 7. Juni 2015, 21:23

pentium hat geschrieben: Sprechergemeinschaft des Erzgebirgischen im Oberharz in der Region von Clausthal-Zellerfeld (Niedersachsen). Die Vorfahren dieser Sprecher waren Bergleute und sind im 16. Jahrhundert aus dem Erzgebirge dorthin ausgewandert...
pentium


Jaja, die Erzgebirgler, die lernen nicht mal in 400 Jahren hochdeutsch.... [grins]
AZ
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Juni 2015, 21:26

augenzeuge hat geschrieben:Klar gibt es im Harz Mundarten. Hochdeutsch spricht man m.W. nur im Raum Hannover.

Folgende Wörter sollten dem Volker ein Begriff sein.... [flash]
http://www.harz.de/guenther.rosenthal/zeller_a.htm

Aber es gibt davon weitere Abweichungen:
http://www.harz-geschichte.de/page-band ... n-harz.htm
AZ



danke AZ,
im ersten Link sind mir nur sehr wenige Ausdrücke geläufig.
Doch besonders der 2. Link ist treffend. Gebiet 3, sag ich doch! (Gut, dass man sich selbst nicht hört, wie falsch man spricht)

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon augenzeuge » 7. Juni 2015, 21:28

Nur juhd das kehn Wessi en Motschekiepschen kennt.... [laugh]

AZ
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Jago » 7. Juni 2015, 21:32

augenzeuge hat geschrieben:Nur juhd das kehn Wessi en Motschekiepschen kennt.... [laugh]

AZ




aber ich als Thüringer kenne es [hallo]

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon pentium » 7. Juni 2015, 21:34

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben: Sprechergemeinschaft des Erzgebirgischen im Oberharz in der Region von Clausthal-Zellerfeld (Niedersachsen). Die Vorfahren dieser Sprecher waren Bergleute und sind im 16. Jahrhundert aus dem Erzgebirge dorthin ausgewandert...
pentium


Jaja, die Erzgebirgler, die lernen nicht mal in 400 Jahren hochdeutsch.... [grins]
AZ


Frei nach Anton Günther.. weil mer Arzgebirger sei...

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Juni 2015, 21:36

Jörg, nun sprich mal ordentlich: Mutschekiepchen ! [laugh]

Gruß Volker
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon steffen52-1 » 7. Juni 2015, 21:40

Was ist mit den echten Bayern? Kann man die verstehen? Also gibt es genügend Dialekte und viele werden auch in was weiß ich vor Jahren, kein Hochdeutsch bringen! Nun nicht nur gegen die Erzgebirgler wettern! [wut]
Grüsse steffen52-1
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon augenzeuge » 7. Juni 2015, 21:41

Volker Zottmann hat geschrieben:Jörg, nun sprich mal ordentlich: Mutschekiepchen ! [laugh]

Gruß Volker


Ich kenne es nur mit dem o statt dem u.

Mal ne Story. Irgendwann kam ich das erste Mal ins Siegerland. Nach dem ersten Gespräch wollt ich schon fragen, ob mein Gegenüber Amerikaner ist...? [shocked] [flash]
Die sprechen das "r" oft ähnlich.
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Juni 2015, 21:43

pentium hat geschrieben:Weil wir gerade im Harz beim Volker sind.

Sächsische Sprachinsel im Oberharz

Auch außerhalb des Freistaats Sachsen findet man eine Sprechergemeinschaft des Erzgebirgischen im Oberharz in der Region von Clausthal-Zellerfeld (Niedersachsen). Die Vorfahren dieser Sprecher waren Bergleute und sind im 16. Jahrhundert aus dem Erzgebirge dorthin ausgewandert...

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Seltsam, so wahr des Pentiums Behauptungen auch sind, wundere ich mich, dass im Mansfelder Kupferschieferrevier kein Fränkisch vorkommt. So sind nämlich mal die Zottmänner und -Frauen aus der Fränkischen Alb wegen der Arbeit auch im 16./17. Jahrhundert umgesiedelt.
Ich bin also im weitesten Sinne Franke, des Spartacus Nachbar! [wink]

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 7. Juni 2015, 21:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Juni 2015, 21:46

augenzeuge hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Jörg, nun sprich mal ordentlich: Mutschekiepchen ! [laugh]

Gruß Volker


Ich kenne es nur mit dem o statt dem u.

Mal ne Story. Irgendwann kam ich das erste Mal ins Siegerland. Nach dem ersten Gespräch wollt ich schon fragen, ob mein Gegenüber Amerikaner ist...? [shocked] [flash]
Die sprechen das "r" oft ähnlich.
AZ



dann hast Du noch keinen Einheimischen Dürrröhrsdorf (Sachsen) sagen hören!

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Sirius » 7. Juni 2015, 22:00

Volker Zottmann hat geschrieben:Seltsam, so wahr des Pentiums Behauptungen auch sind, wundere ich mich, dass im Mansfelder Kupferschieferrevier kein Fränkisch vorkommt. So sind nämlich mal die Zottmänner und -Frauen aus der Fränkischen Alb wegen der Arbeit auch im 16./17. Jahrhundert umgesiedelt.
Ich bin also im weitesten Sinne Franke, des Spartacus Nachbar! [wink]

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Sirius » 7. Juni 2015, 22:06

Im Mansfelder Land wohnen 4 bis 6 Zottmanns.
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Juni 2015, 22:12

Sirius hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Seltsam, so wahr des Pentiums Behauptungen auch sind, wundere ich mich, dass im Mansfelder Kupferschieferrevier kein Fränkisch vorkommt. So sind nämlich mal die Zottmänner und -Frauen aus der Fränkischen Alb wegen der Arbeit auch im 16./17. Jahrhundert umgesiedelt.
Ich bin also im weitesten Sinne Franke, des Spartacus Nachbar! [wink]

Gruß Volker


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Und wenn man Deinen Namen eingibt:
http://www.verwandt.de/karten/absolut/zottmann.html

Die meisten wohnen noch immer in Franken.


Ja Sirius, die Seite benutze ich ganz oft. Ich danke Dir aber trotzdem für den Hinweis. Ich komme beim Forschen aber nicht weiter als bis ins 18. Jahrhundert zurück. Alles andere sind Überlieferungen.
Selbst war ich schon einige Male im Raum Spalt/ Roth. Da wimmelt es nur so . Besonders auf den Friedhöfen.... Selbst in Österreich wurde ich fündig, da existiert gar ein kleines Straßendorf namens ZOTTMANN.

Es sind einige mehr, die Statistik basiert auf Festanschlüssen. Das ist mittlerweile nicht mehr so genau.

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Interessierter » 8. Juni 2015, 12:25

Der beliebteste Dialekt in Deutschland ist Bayerisch. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin "Daheim" in Deutschland hervor.

Sächsisch ist der unbeliebteste Dialekt in Deutschland, noch vor Berlinerisch und Kölsch. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor.

Das trifft genau meine Empfindungen und ist völlig unbeeinflusst von hier schreibenden Usern... [laugh]
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon pentium » 8. Juni 2015, 12:56

Interessierter hat geschrieben:Der beliebteste Dialekt in Deutschland ist Bayerisch. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin "Daheim" in Deutschland hervor.

Sächsisch ist der unbeliebteste Dialekt in Deutschland, noch vor Berlinerisch und Kölsch. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor.

Das trifft genau meine Empfindungen und ist völlig unbeeinflusst von hier schreibenden Usern... [laugh]


„Das Sächsische ist seit Jahrzehnten ein in Deutschland unbeliebter Dialekt“, erklärt Prof. Siebenhaar. „Weshalb gerade das Sächsisch diese negative Konnotation hat, lässt sich jedoch nur rekonstruieren. Wichtig ist auf sprachlicher Ebene sicherlich die Nähe des obersächsischen Dialekts zum Hochdeutschen. Dazu kommen historische und kulturelle Aspekte: Die Überheblichkeit mit der Sachsen das gute Deutsch ihrer Region im 17. und 18. Jahrhundert vertreten haben, spielt sicher eine Rolle, genau so wie die Niederlage gegen Preußen im siebenjährigen Krieg und die Teilung Deutschlands im 20. Jahrhundert“, so der Sprachwissenschaftler.

Und warum kommen uns manche Dialekte so lustig vor? „Stereotypen über Dialekte sind häufig ganz alt. Ob das dann stimmt oder nicht, ist egal. In Filmen oder bei Comedy-Sendungen wird zum Beispiel oft mithilfe des Sächsischen ein „städtischer Depp“ charakterisiert. Dementsprechend kann man mit einer bayerischen Sprachfärbung einen „bäuerlichen Deppen“ darstellen. Der Unterschied zwischen dem Sächsischen und dem Bayerischen ist jedoch, dass man mit einem bayerischen Dialekt auch eine gebildete Person darstellen kann. Beim Sächsischen geht das aber aufgrund der Stereotype fast gar nicht ohne lächerlich zu wirken. Denn stereotype Bilder sind ganz stark in unserer Sprachwahrnehmung verankert. Ähnlich ist das mit den Vorurteilen über den Norden: Wer Platt spricht, muss ein Fischer sein“, erklärt Prof. Siebenhaar....

quelle: BILD

Womit der Professor recht haben mag. Man erinnere sich nur an den „Der Raub der Sabinerinnen“ mit dem Theaterdirektor Emanuel Striese, ohne sächsisch wäre dieses Bühnenwerk nur halb so lustig. Anderes Beispiel ist oder war Gert Fröbe, ein Sachse der es als „Auric Goldfinger“ zu Weltruhm gebracht hat, trotz seiner sächsischen Aussprache!



Mal davon abgesehen, wer vom sächsischen Dialekt schreibt oder Umfragen veranstalltet, sollte sich aber bewusst sein, es gibt nicht den einen sächsichen Dialekt.
Und Interessierter, du solltest mal etwas gegen deine Sachsophopie tun! Am besten bei einem längerem Aufenthalt im Freistaat Sachsen...

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Volker Zottmann » 8. Juni 2015, 14:14

Es gibt viele seltsam klingende Dialekte.
Keine deutsche Region ohne, würde ich meinen. Die Wahrnehmungen werden auch unterschiedlich sein.
Auf unserem Mecklenburger Zeltplatz lernten wir vor fast 40 Jahren Freunde kennen, die aus Korl-Morx-Stadt kamen. So was Nettes und Rühriges.
Schlimm für meine Ohren allerdings, wenn sie von ISCH und MISCH sprechen. Grausam, einfach grausam für die Ohren. Aber was will man machen? Die sind nun mal dort aufgewachsen und würden niemals mit "bade Bane in Amer" stehen.
Gern haben wir aber das Leipziger Kauderwelsch vernommen, wenn Elektromeister Schulz abends am Donnerstag seine Arbeitswoche für beendet erklärte und aus seiner Metropole "einflog":
So hat eben jede Gegend ihr sprachliches Wehwehchen....

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon steffen52-1 » 8. Juni 2015, 14:51

Interessierter hat geschrieben:Der beliebteste Dialekt in Deutschland ist Bayerisch. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin "Daheim" in Deutschland hervor.

Sächsisch ist der unbeliebteste Dialekt in Deutschland, noch vor Berlinerisch und Kölsch. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor.

Das trifft genau meine Empfindungen und ist völlig unbeeinflusst von hier schreibenden Usern... [laugh]

Interessierter, Umfragen sind sowieso ein Ding für sich! Der sächsische Dialekt, mag nun nicht gerade sehr beliebt sein, dazu kommt ja auch noch die verschiedenen Mundarten! Aber man versteht ihn, im Gegensatz zu den echt Bayrischen!! [ich auch] Ein Grund das dem sächsischen ein schlechter Ruf vor rausgesagt wird, das man bei nachgestellten Filmen von der Grenze, immer Genossen vom Zoll oder Grenzer, mit dem sächsischen Dialekt sprechen lässt und das in einer Ausdrucksweise, das es dem Hund friert! Ist Dir das mal aufgefallen? [sick]
Grüsse steffen52-1
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon pentium » 8. Juni 2015, 14:56

Na ja Steffen, verstehen? Ich kenne da einige Erzgebirger, wenn die loslegen, habe selbst ich Probleme alles gleich zu verstehen, die wohnen aber nur über den Berg im Nachbartal.

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon Nostalgiker » 8. Juni 2015, 14:58

Wie sollte es ihm, kennt er doch Sächsisch eben nur aus solchen filmischen Machwerken .......
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon augenzeuge » 8. Juni 2015, 15:32

Witzig empfinde ich immer, das Berliner meinen, sie wären eher am hochdeutschen dran als andere.... [grins]

Interessant ist jedoch, dass ich nach Jahren dort oft die Ecke erkannte, aus der ein Berliner kam. Ein Spandauer sprach anders als ein Neuköllner, und der anders als ein Reinickendorfer.
Heute kann ich das nicht mehr...

AZ
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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon pentium » 8. Juni 2015, 15:33

Von "einem sächsischen Dialekt" kann nicht die Rede sein. Man unterscheidet in der Hauptsache zwischen fünf sächsischen Dialekten.
1. Osterländisch, auch Leipziger Dialekt. 2. Das Meißnische. 3. Vogtländisch. 4. Der erzgebirgische Dialekt. 5. Der lausitzer Dialekt.

Und dann gibt es in Sachsen, das ursprünglich ganz von Slawen bewohnt war, noch eine Besonderheit: Ganz im Osten leben die Sorben, die ihre sorbische Sprache pflegen.

Ergo spricht der Dresdner anders sächsisch als der Leipziger und beide wieder anders als der Chemnitzer, alle drei wieder anders als der Ergebirger, der Vogtländer und gar der Lausitzer. Nun weiß ich nicht nach welchem sächsischen Dialekt in dieser seltsamen Umfrage gefragt wurde und welches sächsisch in schlecht gemachten Filmen gesproch wird, mir reichen meistens mittelmäßige Komiker auf der Bühne.

Aber zurück zum Thema. Folgende Beispiele stammen von "sachsen lesen de"

1.Wenn der alte Leipziger seine „Gefiehle" der Welt „verginnded", klingt das so:
„Na weeste, Gustav, das is eechentlich änne Unverschämtheit von dir. Vor acht Dachen hawich dir meinen Rächenscherm geborcht, un du hast'n mir bis heite noch nich widder gebracht!" „Nu, wieso denne? Das gonnt' ich doch nich. ‚s hat doch jeden Dach gerächent!"
(Aus: Lene Voigt: Säk'sches Gemiese. Erstausgabe 1936)
Die wichtigste Ausspracheregel dabei ist: „Die Weechen besiechen de Hard'n." (Bernd-Lutz Lange)


2. Der eingesessene Meißner verwendet typisch die Partikel „nicht wahr" und „nicht wahr nicht?" in fragender Form. Das hört sich dann wie „norr" und „norr ni?" an.
Eine Zugansage als Beispiel: Eben. Und desweechen fahren mer enfach ma zu diesem herrlichen Fleggschen Erde, norr.

3. Wenn „gevogtländert" wird, erkennt man das am markanten Singen, an der überstarken Betonung der Satzmelodie und an der lang gezogenen überbetonten Aussprache der Vokale. Es existiert kein gerolltes „R":

Mit'n Zügel of Wiesenthol

Gerod war dos Zügel lusgefahrn, hielt's langk wieder a, fuhr er Stückel, hielt a, fuhr wieder un hielt a.
Do sat aaner vun de Raasenden, die dermiet of Wiesenthol wollten: "Schaffner, sog när emol, worüm hält dä daar Zug schu wieder?" "Wall e Kuh of de Gelaaser stieht", sat daar. "Wos dä", mischte sich e annerer ei, "dos is nu mehro de sechste!" Do sat dr Schaffner: "Falsch. Dos is diesalbe, mer habn se bluß wieder eigehult!"

4. Dieses Sprachbeispiel stammt vom Saafnlob aus Eibenstock im Erzgebirge
(aus: Das lustige Buch der Erzgebirger. Leipzig o. J.):
Do hat dr alte Lang vun Elternhaus geredt, vun Vater un Mutter un esu wetter. Un ar fröget aah de Kinner, wie alt Vater und Mutter wärn. Un wie ar zr Grußemutter kam und fröget: „ Na, Christel. Wie alt ist denn deine Großmutter?" Do saat is Christel: „Dos waß iech net, die hamm mir schu lang."

5. Das Kennwort des echten Lausitzers ist „oack" und steht für „nur, doch oder bloß": Kumm oacke! Find'ch oack rei! Sieh oack har!
Beispiel:
Hoans und sei Maidl
Hoansel soaß an Schweinestoal, flickte seine Schuh'.
Do koam Nubbersch Gretel rim und guckt 'n Hoansel zu.
Tiralala, juchhei rasa!

Hoansel, wenn de heiroatst, heiroat oack miech!
'ch hoa junoa drei Pfennge, die lang' für miech und diech.
Tiralala, juchhei rasa!
(Aus dem Volksmund)

Charakteristisch für die Aussprache ist das retroflexe (gerollte) "R", ansonsten wird nicht guttural gesprochen.

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon augenzeuge » 8. Juni 2015, 15:36

Von welchem Märchen ist die Rede? Wer versteht es? (Südwest-sauerländisch Platt)

An em Dach sächte sinn Mamme tu em:
„Dinn Humma is krank. Bräng er dän
Kuken un en choarde Fläsche Wijn. Datt
wörd der Ahlen choard dunn. Abber pass
op, datt dou nitt vam Wäch affkümmesch,
süss fällsch dou herner un die choarde
Fläsche tebriearket.“ - „Ick well alt dunn,
watt dou jesächt häsch“, sächte datt Blach
un mahte sick op dänn Wäch.
Die Humma ha en kleyn Hüischen
teburrten im Bäch. Datt Märdchen was en
kleyn wearnich jechangen, do kom em ock
alt dä böarse Wollef entchärn.

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Re: Der Thread der deutschen Dialekte...

Beitragvon pentium » 8. Juni 2015, 15:39

augenzeuge hat geschrieben:Von welchem Märchen ist die Rede? Wer versteht es? (Südwest-sauerländisch Platt)

An em Dach sächte sinn Mamme tu em:
„Dinn Humma is krank. Bräng er dän
Kuken un en choarde Fläsche Wijn. Datt
wörd der Ahlen choard dunn. Abber pass
op, datt dou nitt vam Wäch affkümmesch,
süss fällsch dou herner un die choarde
Fläsche tebriearket.“ - „Ick well alt dunn,
watt dou jesächt häsch“, sächte datt Blach
un mahte sick op dänn Wäch.
Die Humma ha en kleyn Hüischen
teburrten im Bäch. Datt Märdchen was en
kleyn wearnich jechangen, do kom em ock
alt dä böarse Wollef entchärn.

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