BERLIN
„SALZ – wir brauchen SALZ!“
Im Tarifkonflikt zwischen Verdi und der BVG eskaliert die Situation weiter – und erreicht nun absurde Züge.
Trotz des angekündigten Warnstreiks am Montag, 2. Februar 2026, sollen die Berliner Straßenbahnen fahren. Allerdings: ausschließlich leer, ohne einen einzigen Fahrgast.
Hintergrund ist ein Kompromiss zwischen Gewerkschaft und Verkehrsbetrieben. Nach dem jüngsten Eisregen und massiven Vereisungen der Oberleitungen will die BVG verhindern, dass die Strecken erneut unbrauchbar werden. Deshalb rollen die Trams als reine „Geisterfahrten“ durch die Stadt – technisch notwendig, aber für Fahrgäste nutzlos.
Während Busse und U-Bahnen weitgehend stillstehen (Streik von 3 Uhr Montag bis 3 Uhr Dienstag), bleiben viele Berliner bei Minusgraden auf Alternativen wie S-Bahn, Regionalverkehr oder Sharing-Angebote angewiesen.
Die Absurdität ist kaum zu überbieten: Fahrzeuge rollen stundenlang im Kreis – nur um Leitungen eisfrei zu halten –, während wartende Menschen frieren.
Eine Situation, die Fragen aufwirft: Wer zahlt eigentlich für diesen Aufwand – und wem nützt er wirklich?
https://x.com/Shinsho_ni/status/2017921 ... 09732?s=20