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**31 Grad, 80 Prozent Luftfeuchtigkeit – und keiner ruft den Katastrophenschutz**
Es gibt Länder, die haben ein Problem und lösen es. Und es gibt Deutschland. Hier haben wir ein Problem, gründen einen Arbeitskreis, schreiben einen Hitzeaktionsplan, verteilen Flyer über das Trinken von Wasser und erklären der Bevölkerung anschließend, dass sie sich zwischen 12 und 17 Uhr besser nicht mehr ins Freie begeben solle. Fertig. Problem gelöst – jedenfalls auf dem Papier, das man in der Amtsstube ausgedruckt hat, während die Kollegin mit dem Handventilator vom Discounter vor dem Aktenschrank sitzt.
Wer wissen will, wie erbärmlich dieses Land inzwischen aufgestellt ist, muss nur einmal 10.000 Kilometer weiter nach Südosten schauen. Singapur, 140 Kilometer nördlich des Äquators. Dort ist es nicht drei Tage im Juli heiß, dort ist es 365 Tage im Jahr heiß. Tagsüber um die 31 Grad, dazu 80 Prozent Luftfeuchtigkeit, was einer gefühlten Temperatur von 37 bis 40 Grad im trockeneren Europa entspricht. Also genau das Szenario, bei dem in Deutschland die Nachrichtensprecher mit ernster Miene von der „Todeszone“ sprechen und Talkshows über die „neue Normalität“ diskutieren, bis irgendein Aktivist sich auf die Straße klebt.
In Singapur passiert bei diesem Wetter etwas Erstaunliches: nichts. Die Menschen gehen zur Arbeit, in die Bank, ins Krankenhaus, ins Einkaufszentrum. Kein Ausnahmezustand, keine Hitzetoten-Statistik als Aufmacher, keine Warn-App, die um vier Uhr morgens Alarm schlägt. Man hat dort nämlich vor Jahrzehnten eine bahnbrechende Erkenntnis gehabt, für die man in Deutschland heute vermutlich vom Umweltbundesamt eine Rüge und von der Kollegin im Kulturteil einen Vortrag über „Kühlungsprivilegien“ bekäme: Wenn es heiß ist, macht man es kühl.
**Die Erkenntnis eines Staatsgründers gegen die Denkverbote einer Republik**
Ein Land, das sich nicht traut, seine Schulen und Pflegeheime zu kühlen, weil das der Klimabilanz schadet, hat nicht das Klima gerettet. Es hat nur seine Bürger im Stich gelassen und sich dafür selbst auf die Schulter geklopft. Und ja: Wir kriegen es nicht einmal hin, in den Amtsstuben die Faxgeräte zu kühlen.
Es ist beschämend. Es ist selbstverschuldet. Und es ist reparabel – wenn man endlich aufhört, Ideologie für Politik zu halten.
http://libertas-journal.dehttps://x.com/Libertas2906/status/20875 ... 05395?s=20
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