Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Aufarbeitung und Schlußfolgerungen

Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon zonenhasser » 9. November 2019, 10:52

Von den Betreibern des Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen wurde kein einziger bestraft.
Ein Gastbeitrag von Hubertus Knabe
09.11.2019, 05:00

Die Friedliche Revolution vor 30 Jahren befreite auch die Gefangenen im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Doch von den Betreibern wurde kein einziger bestraft. Sie freuen sich, dass dort inzwischen ein anderer Wind weht.

Es gibt Bilder, die brennen sich für immer ein ins Gedächtnis. Bei mir ist es das triumphierende Gesicht des einstigen Gefängnischefs von Hohenschönhausen, Siegfried Rataizick. Am Tag, nach dem mir Berlins Kultursenator Klaus Lederer mit zitternden Händen die Kündigung überreicht hatte, stand der ehemalige Stasi-Oberst vor seiner einstigen Wirkungsstätte. Er wollte sich den Auszug des in Stasi-Kreisen so verhassten Direktors der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen persönlich ansehen.

27 Jahre lang war Rataizick Chef der Abteilung XIV und damit Herr über sämtliche 17 Stasi-Gefängnisse. Allein in der zentralen Haftanstalt Hohenschönhausen, in der er 1952 als kleiner Wärter angefangen hatte, inhaftierte der DDR-Staatssicherheitsdienst rund 11.000 Menschen, die meisten, weil sie sich gegen die Diktatur der SED aufgelehnt hatten. Monatelange Einzelhaft und perfide Verhöre führten bei vielen zu lebenslanger Traumatisierung. Rataizicks ausgeklügeltes Haftregime, über das er 1984 an der Stasi-Hochschule in Potsdam sogar promovierte, war darauf ausgerichtet, dass den Gefangenen am Ende nur ein einziger Ausweg blieb: auszusagen, was die Stasi hören wollte.

Laut UNO-Konvention bezeichnet der Ausdruck „Folter“ jede Handlung, „durch die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden, zum Beispiel um von ihr oder einem Dritten eine Aussage oder ein Geständnis zu erlangen“. Folter und deren Duldung waren auch in der DDR eine Straftat. Trotzdem wurde Siegfried Rataizick niemals strafrechtlich zu Verantwortung gezogen. Nicht ein einziger der 744 Mitarbeiter der Stasi-Haftanstalt Hohenschönhausen musste nach der Wiedervereinigung ins Gefängnis.

Folter-Mediziner blieb straffrei - und betreibt heute neurologische Praxis

Unbestraft blieb zum Beispiel ein Mediziner, der von Häftlingen beschuldigt worden war, ihnen mit Gewalt Tabletten und Spritzen verabreicht zu haben. Eine Gefangene hatte nachweislich ein Medikament bekommen, das sonst nur als letztes Mittel bei akuten Psychosen verwendet wird und sie wochenlang unzurechnungsfähig machte. Vor Gericht präsentierte der Arzt, der bis heute in Hohenschönhausen eine neurologische Praxis betreibt, ein Gutachten, demzufolge der Einsatz des Medikamentes zu Sowjetzeiten üblich gewesen sei – und wurde freigesprochen. Vergeblich bat ich die Stasi-Unterlagen-Behörde, die für Außenstehende unzugänglichen Krankenakten der rund 3000 Häftlinge auf weitere Missbrauchsfälle zu untersuchen.

Nur zwei Vernehmer wurden überhaupt zur Rechenschaft gezogen. Ein Oberstleutnant, der einen Häftling unter anderem mit dem Kopf gegen die Heizung geschlagen hatte, wurde zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er betreibt heute in Berlin eine Anwaltskanzlei. Ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt wurde die Freiheitsstrafe wegen mehrfacher Aussage-Erpressung für einen anderen Vernehmer. Da er sich für seine Doktorarbeit bei der Stasi einen Spionagering ausgedacht und dafür zwölf Menschen verhaftet und zu falschen Geständnissen gepresst hatte, sollte er im Juli 2000 erneut vor Gericht gestellt werden. Er tauchte eine Zeit lang unter, bis am 3. Oktober 2000 alle Straftaten bis auf Mord verjährt waren.

weiter: https://www.morgenpost.de/berlin/30jahr ... kamen.html
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Nostalgiker » 9. November 2019, 11:29

Nichts neues also aus dem hause des fanatisierten Eiferes.
Alle Beispiele über die er sich mal wieder so empört kann der geneigte Leser; wenn er denn überhaupt will; in den Machwerken von ihm nachlesen. Sie sind bereits alle vor etlichen Jahren erschienen.

Es ist übrigens nicht das erste mal das er aus einer Stelle rausgeflogen ist. Im Jahr 2000 trennte man sich bereits einmal wegen Unregelmäßigkeiten seinerseits bei seiner "Arbeit".
Immer diese aufrechten Kämpfer gegen die bösen Kommunisten aber auch.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Kumpel » 9. November 2019, 11:32

Na ja , Berlin , diese Stadt kann man wohl wirtschaftlich , politisch wie moralisch in den Skat drücken.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Kumpel » 9. November 2019, 11:47

Nostalgiker hat geschrieben:Nichts neues also aus dem hause des fanatisierten Eiferes.


Der Knabe , der liegt den Ministerratskantinenbesuchern und manch einem ehemaligen Angehörigen der ''Organe'' schon schwer im Magen.
Wahrscheinlich liegt's auch an derartigen Wortmeldungen von ihm.


Die Stasi bildete israelfeindliche Terroristen aus und versorgte sie mit Waffen. Ausgerechnet die ehemalige Stasi-Mitarbeiterin Anetta Kahane soll jetzt in Berlin über das Verhältnis der DDR zum jüdischen Staat referieren.

https://www.nzz.ch/feuilleton/anetta-ka ... ld.1514463


Der gefährlichste Israel-Hasser der Welt trug bei der Stasi den Decknamen «Ibrahim». Seit 1981 war Abu Nidal, Gegenspieler von PLO-Chef Jassir Arafat, beim DDR-Staatssicherheitsdienst als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) registriert. Der Mann, der für mehr als 100 Anschläge in 20 Ländern verantwortlich ist, war regelmässig in Ostberlin, von wo aus er jederzeit unkontrolliert in den Westen fahren konnte. Seine Firma «Zibado» unterhielt dort sogar ein Büro; ihre illegalen Waffengeschäfte sollen ihm 350 Millionen Dollar beschert haben.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Nostalgiker » 9. November 2019, 12:07

kumpel, du läufst mir ja hinterher wie eine herrenlose Promonadenmischung auf der Strasse ......
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Kumpel » 9. November 2019, 12:11

Nö , ich amüsiere mich nur über deinen stalinistischen Beißreflex bei dem Namen Knabe .
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Nostalgiker » 9. November 2019, 12:20

Über deinen Beißreflex möchte ich nicht öffentlich nachdenken.
Erschreckender hingegen sind deine Plattitüden bezüglich 'Stalinismus'.
Du schnatterst nur unverdautes Zeug sinnlos in der Gegend rum.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Kumpel » 9. November 2019, 12:48

Nostalgiker hat geschrieben:Erschreckender hingegen sind deine Plattitüden bezüglich 'Stalinismus'.


Nee Nosti , ich mein schon dich und dein Gebaren.
Ich kenne sowas entweder aus Nazifilmen oder eben von so Dogmatikern aus der Zone , die jeden niedergepöbelt oder diffamiert haben der nicht ihrer Meinung war.
So wie du das hier eben betreibst.
Was ich mich immer wieder einmal frage ist , was macht denn den Knabe für die Freunde einer gepflegten Diktatur so unangenehm?
Zuletzt geändert von Kumpel am 9. November 2019, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Nostalgiker » 9. November 2019, 12:55

Weißt du kumpel was mich an dir mächtig stört?
Es ist deine unverfrorene, dummdreiste Art mit der du Leute im Forum angehst deren Meinung du meinst ablehnen zu müssen.

Deine eklatanten Wissenslücken sind dagegen zu ertragen aber wie geschrieben deine dummfreche Art und Weise ist sehr grenzwertig.
Erstaunlich das da die Moderatorenriege schweigsam zuschaut.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Kumpel » 9. November 2019, 12:57

Nostalgiker hat geschrieben:Erstaunlich das da die Moderatorenriege schweigsam zuschaut.


Die werden ihre Gründe haben Nosti. [cool]

Ach übrigens , ich lehne deine Meinung überhaupt nicht ab Nostiboy, das geht garnicht. Denn dazu müsstest du erst mal eine stringente Meinung haben.
Zuletzt geändert von Kumpel am 9. November 2019, 12:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Nostalgiker » 9. November 2019, 12:59

Eine Clique schickt immer das kleinste, dümmste und schmächtigste Mitglied nach vorne um den vermeidlichen Gegner zu provozieren.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Kumpel » 9. November 2019, 13:18

Nostalgiker hat geschrieben:Eine Clique schickt immer das kleinste, dümmste und schmächtigste Mitglied nach vorne um den vermeidlichen Gegner zu provozieren.


Na Nosti , rutschst du gerade in den Klassenkampfmodus?
Dein kleiner brauner AfD-Schützling aus Chemnitz nennt das Fan-Club.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon augenzeuge » 9. November 2019, 13:36

Rataizicks ausgeklügeltes Haftregime, über das er 1984 an der Stasi-Hochschule in Potsdam sogar promovierte, war darauf ausgerichtet, dass den Gefangenen am Ende nur ein einziger Ausweg blieb: auszusagen, was die Stasi hören wollte.


Lügen, Erpressung. Alltag im Knast des Unrechtsstaates. Dafür steht Herr R.

Nostalgiker, die Dispute mit deinem Fan sind wirklich grenzwertig.

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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Nostalgiker » 9. November 2019, 13:41

Und wer ist der 'Grenzwertige' Augenzeuge?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon augenzeuge » 9. November 2019, 14:29

Nostalgiker hat geschrieben:Und wer ist der 'Grenzwertige' Augenzeuge?


Der das schreibt:
Es ist deine unverfrorene, dummdreiste Art


AZ
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Nostalgiker » 9. November 2019, 14:37

Entspricht das etwa der Unwahrheit?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon Beethoven » 9. November 2019, 16:09

Ich denke, dass man bei den Beiträgen von Nostalgiker aber auch von Kumpel, durchaus von "Stringenz" sprechen kann.
Auf jeden Fall ziehen beide Herren, Ihre Einstellung ordentlich durch und weichen kaum mal ab. [hallo]

Ob man deren Argumenten nun jedes mal folgt oder diese gar als "logisch" bezeichnen kann, sei mal dahin gestellt.
Da schlägt dann die subjektive Meinung durch.

Freundlichst
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon zonenhasser » 19. November 2019, 15:11

CDU und FDP wollen im Berliner Abgeordnetenhaus einen Untersuchiungsausschuss einsetzen, der die Umstände der Absetzung Knabes erhellen soll. Interessant wäre es zu erfahren, wie der gerichtliche Vergleich aufgrund Knabes Klage gelautet hat. https://www.tagesspiegel.de/berlin/stas ... 24826.html
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon augenzeuge » 19. November 2019, 16:08

Na mal sehen, was die noch aufdecken.

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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon zonenhasser » 9. Februar 2020, 13:32

In dem gesperrten Thread "Holger Friedrich war Spitzel bei der Stasi" hat User "Nostalgiker" gepostet:
Es ist eher die Dreistigkeit und Unverfrorenheit von Inqisitor, Stasijäger und SED Hasser Knabe welche bedenklich ist.


Die Fairness gebietet es, die Stellungnahme Dr. Knabes zu den gegen ihn gerichteten Vorwürfen hier zu zitieren:

Verleger Holger Friedrich: Historiker Knabe verteidigt Stasi-Text

Im Streit um die DDR-Vergangenheit des Berliner Verlegers Holger Friedrich wehrt sich Hubertus Knabe nun gegen die Vorwürfe, er habe in einem Text Unwahrheiten verbreitet.

Im Streit um die Stasi-Vergangenheit des Verlegers Holger Friedrich wehrt sich Historiker Hubertus Knabe gegen dessen juristische Schritte. Auf SZ-Anfrage nennt er diese einen "gezielten Einschüchterungsversuch". Der Ex-Leiter einer Stasi-Gedenkstätte hatte nach Bekanntwerden der DDR-Spitzeltätigeit Friedrichs eine Analyse von Friedrichs Akte auf Focus Online veröffentlicht. Dessen Anwalt wirft ihm vor, "falsche Mutmaßungen" und "unwahre Behauptungen" verbreitet zu haben. Zentral ist, dass im Text von einer 125-seitigen Akte die Rede ist, diese laut Friedrich aber rund 1000 Seiten umfasst. Laut Knabe ist der Vorwurf, er habe nur einen kleinen Teil ausgewertet, "falsch und irreführend": Er habe kenntlich gemacht, dass es sich um eine Analyse der IM-Akte handle, "nicht um eine Untersuchung sämtlicher Stasi-Dokumente". Der Besitzer des Berliner Verlags hatte 2019 seine IM-Tätigkeit publik gemacht, nachdem ihn die Welt am Sonntag mit der Akte konfrontiert hatte.
sueddeutsche.de 5. Februar 2020
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Re: Hubertus Knabe: Wie die Stasi in Hohenschönhausen triumphierte

Beitragvon HPA » 20. Februar 2020, 10:35

zonenhasser hat geschrieben:CDU und FDP wollen im Berliner Abgeordnetenhaus einen Untersuchiungsausschuss einsetzen, der die Umstände der Absetzung Knabes erhellen soll. Interessant wäre es zu erfahren, wie der gerichtliche Vergleich aufgrund Knabes Klage gelautet hat. https://www.tagesspiegel.de/berlin/stas ... 24826.html


Knapp eineinhalb Jahre nach der Entlassung von Hubertus Knabe als Leiter der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen ist der Weg für die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses frei. Das entschieden die Mitglieder des Rechtsausschusses im Abgeordnetenhaus am Mittwoch auf Antrag von CDU und FDP.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach ... b_DGXs5cg8
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