"Abends kommt der Klassenfeind"

Besondere Vorkommnisse in der Zeit des kalten Krieges

Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon augenzeuge » 31. Mai 2021, 11:16

Klasse!

Die ARD mußte für jede einzelne Einreise -- Angaben über Lebensdaten, Paß- und Autonummer von Korrespondent und Kamera-Männern an das Außenministerium der DDR kabeln, ehe die Einreisepapiere ausgestellt wurden, die dann an der Sektorengrenze bereitlagen und uns die Fahrt nach Ost-Berlin freigaben.

Mißtrauisch beschlagnahmten die DDR-Grenzer unsere westlichen Zeitungen und musterten die technische Ausrüstung, alles wollten sie erklärt haben, jedes Mitbringsel erläutert bekommen. Für die Ausfuhr des belichteten Filmmaterials waren Zollbescheinigungen erforderlich, die ebenfalls das Außenministerium ausstellte.

Gleichwohl waren wir rechtzeitig zur Stelle, als Egon Bahr am 18. November 1971 einen besonderen deutsch-deutschen Coup landete. Dazu hatte ihn unfreiwillig Michael Kohl inspiriert, der mit einer Maschine der DDR-Fluggesellschaft »Interflug« nach Köln geflogen war -- zur Demonstration der DDR-Souveränität. Bahr nun drehte den Spieß um und landete mit einem Luftwaffen-Jet in Berlin-Schönefeld. Bahr: »Nun wollen wir mal sehen, wie souverän die sind.«

»Die DDR-Staatsschutzer schirmten selbst Bahr vor uns ab.«

Die Genossen reagierten nicht sonderlich souverän. Kaum war die Maschine mit dem schwarz-rot-goldenen Bundesemblem und dem Kennzeichen 11-01 neben dem Eisernen Kreuz gelandet, da wurde sie auch schon hinter eine entlegene Flugzeughalle gezogen, unerreichbar für neugierige Passanten. Auch die Besatzung der Maschine bereitete den DDR-Offiziellen Kummer: Der Pilot, Oberstleutnant Götz-Adolf Stentzler, und die beiden Mitglieder seiner Crew wurden nicht in der Stadt, sondern am Rande des Flughafens, im »Mitropa«-Hotel, einquartiert.

Selbst das genügte den DDR-Funktionären noch nicht. Auf mich kam ein Beamter zu, der eine »dringliche Bitte« hatte. Es war der Mann, der bei meiner künftigen Arbeit in der DDR noch eine entscheidende Rolle spielen sollte: Rolf Muth, Jahrgang 1929, gebürtiger Thüringer, Journalist (er begann bei der SED-Zeitung »Freies Wort« in Suhl), damals Mitarbeiter und zeitweilig stellvertretender Leiter der Abteilung »Journalistische Beziehungen« im Außenministerium, jetzt in der DDR-Mission in Bonn.

Muth steuerte die »Betreuer«, die das Ministerium den Journalisten aus dem Westen attachiert hatte. Er bat, das ARD-Team möge den Spaziergang der drei Bundeswehrsoldaten durch Ost-Berlin nicht filmen.

Das war in der Tat ihre größte Sorge: Die drei Männer des JetStar würden am hellichten Tag in voller Bundeswehrmontur durch die Straßen der DDR-Hauptstadt schlendern. Doch die Soldaten ersparten den Gastgebern die Peinlichkeit und legten für den Stadtgang Zivil an. Doch auch so konnten sie keinen Schritt gehen, ohne von ihren Betreuern begleitet zu werden.


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Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon augenzeuge » 31. Mai 2021, 15:10

ES ist wirklich spannend zu lesen, was sich die DDR so alles einfallen lies, um es Loewe so richtig schwer zu machen.

AZ

P.S.

Im Verlaufe des Gespräches drehte ich mich einmal um und sah durch die großen Fenster, die den Blick auf das nächtliche Warnemünde freigaben. Mir bot sich ein gespenstischer Anblick: Tief unten, am Wasser, tasteten die Suchscheinwerfer der Grenztruppen wie Leuchtfinger den Strand nach Flüchtlingen ab. Die Band spielte den Song »California Here I Come«.

Markstein hatte meinen Blick bemerkt. »Sehn Sie, lieber Herr Loewe«, sagte er, »wir haben hier alles unter Kontrolle. Wir haben auch in Berlin alles unter Kontrolle. Wo wir hinkommen, haben wir immer Vorfahrt. Auf gute Zusammenarbeit!« Er setzte ein Lächeln auf, das er wohl für besonders undurchsichtig hielt, und hob sein Whisky-Glas.


[angst]
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Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon augenzeuge » 31. Mai 2021, 15:16

Was für Karnak [grins]

Trotz eines Sonderausweises und des vom DDR-Außenministerium zugesicherten Rechts, an der Grenze bevorzugt abgefertigt zu werden, fühlte so mancher Korrespondent seine Ohnmacht gegenüber den DDR-Funktionären. Ein Grenzoffizier belehrte mich: »Im Bereich unseres Grenzregimes können wir machen, was wir wollen.«

Nur die schulpflichtigen Kinder der Mitarbeiter der Bonner Vertretung nahmen die Grenzkontrollen nicht ernst. Sie machten sich einen Spaß daraus, ihre Pässe untereinander zu vertauschen und sich unter den Bänken des Busses, der sie täglich zur Schule in West-Berlin brachte, zu verstecken. Als sie jedoch auch noch dazu übergingen, den DDR-Grenzern die Pelzmützen von
den Köpfen zu reißen und sie sich zum Gaudium zuschauender Grenzgänger gegenseitig zuzuwerfen, schritt das DDR-Außenministerium ein und verlangte bierernst von der Bonner Vertretung, diese »schwerwiegende Störung des Grenzregimes« abzustellen.


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Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon augenzeuge » 31. Mai 2021, 17:56

Ein unbequemer Augenzeuge: DDR-Korrespondent Lothar Loewe
https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/ ... loewe.html

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Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon karnak » 31. Mai 2021, 20:08

augenzeuge hat geschrieben:Was für Karnak [grins]

Trotz eines Sonderausweises und des vom DDR-Außenministerium zugesicherten Rechts, an der Grenze bevorzugt abgefertigt zu werden, fühlte so mancher Korrespondent seine Ohnmacht gegenüber den DDR-Funktionären. Ein Grenzoffizier belehrte mich: »Im Bereich unseres Grenzregimes können wir machen, was wir wollen.«

Nur die schulpflichtigen Kinder der Mitarbeiter der Bonner Vertretung nahmen die Grenzkontrollen nicht ernst. Sie machten sich einen Spaß daraus, ihre Pässe untereinander zu vertauschen und sich unter den Bänken des Busses, der sie täglich zur Schule in West-Berlin brachte, zu verstecken. Als sie jedoch auch noch dazu übergingen, den DDR-Grenzern die Pelzmützen von
den Köpfen zu reißen und sie sich zum Gaudium zuschauender Grenzgänger gegenseitig zuzuwerfen, schritt das DDR-Außenministerium ein und verlangte bierernst von der Bonner Vertretung, diese »schwerwiegende Störung des Grenzregimes« abzustellen.


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Stimmt, halte ich für lächerliche Großkotzerei im Nachhinein, was die " Heldentaten" dieser Kinder angeht. Ansonsten, könnte man sich eigentlich eine andere Stelle auf diesen Planeten vorstellen wo eine Kontrolle durch Staatsbedienstete aus was für Gründen auch immer stattfindet und man das herunterreißen einer Uniformmütze als harmloses und lustiges Späßchen ansehen würde? [flash]
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Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon augenzeuge » 31. Mai 2021, 20:57

Nordkorea. [hallo]
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Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon karnak » 1. Juni 2021, 07:52

Ja ,da gänge das zur Zeit am Besten.
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Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon augenzeuge » 26. Mai 2024, 10:24

Immer wieder köstlich, was Leute dem Loewe so erzählt haben. [flash]

1977
Dr. Hansjoachim Hahn, Generaldirektor des VEB Kombinats Elektromaschinenbau

»Die BRD ist für mich Ausland. Es ist tatsächlich so, daß ich mich viel, viel wohler fühle, wenn ich in die UdSSR, in die CSSR« nach Polen fahre, als nach der BRD.«


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Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon augenzeuge » 26. Mai 2024, 10:44

Schwerwiegende Anschuldigungen [flash]

Am 13. August 1975 wurde ich ins Außenministerium bestellt, wo bereits zwei Beamte der Abteilung Journalistische Beziehungen, Günther Wehmann und Dr. Werner Claus, auf mich warteten.

Das Kamera-Team der ARD habe im August die Schmalspur-Eisenbahn auf dem Bahnhof Kühlungsborn gefilmt, ohne vorher die Genehmigung des Verkehrsministeriums einzuholen.

* Das Polizeipräsidium in Dresden habe sich darüber beschwert, daß das ARD-Team ein Parkverbot nicht beachtet habe.

* Von DDR-Bürgern lägen Beschwerden gegen meine Straßenbefragungen vor; die Bürger seien in der falschen Annahme belassen worden, es handle sich bei der ARD-Umfrage um eine Aktion des DDR-Fernsehens.

* Der Fernsehkorrespondent der ARD und seine Mitarbeiter unterließen es immer wieder, private Fahrten in die DDR dem Außenministerium vorher anzumelden. Dies alles, zürnten Wehmann und Claus, seien schwerwiegende Verstöße gegen die Rechtsordnung der Deutschen Demokratischen Republik und gegen die Korrespondenten-Verordnung der DDR-Regierung vom 21. Februar 1973. Dann folgte eine Drohung: Das könne für Korrespondent und ARD-Büro noch ernste Konsequenzen haben.


Ich ließ mich nicht einschüchtern. Privatfahrten in die DDR, entgegnete ich, seien keineswegs anmeldungspflichtig (nur Dienstfahrten), und niemals habe sich mein Kamera-Team als Arbeitsgruppe des DDR-Fernsehens ausgegeben. In Dresden hätten wir nicht falsch geparkt, sondern ein Volkspolizist hätte sich sehr rüde aufgeführt. Was aber nun die Filmarbeit in Kühlungsborn anbelange, so hätte ich mir die Genehmigung des Bahnhofsvorstehers eingeholt; er habe erlaubt, den Zug zu filmen. Im übrigen sei ja wohl die Bummel-Bahn kaum zum Transport von Interkontinental-Raketen geeignet.

Was für ein Kindergarten! [laugh]
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Re: "Abends kommt der Klassenfeind"

Beitragvon augenzeuge » 26. Mai 2024, 13:28

Auch das gab es:

DDR-Bürger Schmidt will sich im Westen eine Braut suchen.

Da setzte sich Genosse Hoffmann vom Rat des Bezirkes Neubrandenburg mit dem stellvertretenden Verkehrsminister Schlimper darüber auseinander, ob die vom Rat geforderte Erhöhung des Lohnfonds um 2,16 Millionen Mark berechtigt sei.

Aufregender als solche Intimeinblicke in wirtschaftliche Problemzonen waren die Hilferufe von DDR-Bürgern, die bei ARD und ZDF Rat und Unterstützung im täglichen Umgang mit den Behörden suchten. Die nach Helsinki allerorten im Ostblock entstandenen Bürgerrechtsbewegungen hatten auch DDR-Bürger selbstbewußter gemacht; mancher stellte jetzt in Frage, was er lange Zeit hingenommen hatte.

Das galt vor allem für die Menschen, die um jeden Preis die DDR verlassen und in die Bundesrepublik umsiedeln wollten. Sie nahmen Benachteiligung und Verfemung auf sich, um ihr Ziel zu erreichen -- und hofften nicht selten, daß die westdeutschen Korrespondenten ihnen dabei helfen könnten.

Zu ihnen gehörte auch ein blasser junger Mann, der sich an einem Februartag im Ost-Berliner ARD-Studio einfand und sich als »der Schmidt Dieter aus Rathenow« vorstellte. Der 22jährige Arbeiter beim VEB Ofen- und Herdbau in Rathenow wollte von mir wissen, ob mir ein Gesetz der DDR bekannt sei, das einem Bürger des Arbeiter-und-Bauern-Staates verbiete, ein Mädchen aus der Bundesrepublik zu heiraten.

»Aha«, sagte ich, »Sie haben eine Braut im Westen und wünschen die Familienzusammenführung zwecks Eheschließung.«

»Nee, hab« ick nich«, erwiderte Schmidt und erläuterte mir einen phantastischen Plan: Er wolle erst einmal in die Bundesrepublik auswandern, um dann dort ein Mädchen zu finden und zu heiraten. Mit der ihm eigenen Logik begründete er: »Woher soll ick denn ooch hier eene kennen? Ick bin ja in Berlin und kann mir nich uff"n Bahnhof Friedrichstraße stellen und eene aus dem Westen anquatschen.« Ich erklärte ihm, die DDR-Behörden würden schwerlich Verständnis für seine Heiratspläne haben; eine Ausreise in die Bundesrepublik sei wohl nur möglich, wenn er zuvor eine bundesdeutsche Verlobte vorweisen könne. Doch Schmidt schüttelte nur den Kopf und sagte: »Ick will hier raus.«

Am 23. Februar 1976 stellte er beim Rat des Bezirks Potsdam, Abteilung Innere Angelegenheiten, den Antrag, ihm die Übersiedlung in die Bundesrepublik zu genehmigen. Begründung: »Aus familiären Gründen u. a. möchte ich aufgrund meiner politischen Überzeugung eine Ehe und Familie in der Bundesrepublik Deutschland gründen und nach meiner Überzeugung entwickeln.«

Was seine Überzeugung sei, ließ er den Rat deutlich wissen:

Ich bin mit dem Sozialismus einschließlich mit der Staats- und Gesellschaftsordnung in der Deutschen Demokratischen Republik nicht mit einverstanden und sehe meine politische und familiäre Zukunft in der Bundesrepublik Deutschland voll nach meiner Überzeugung zur Ehe und Familie in der Bundesrepublik Deutschland zufriedenstellend gesichert.

Beim nächsten Besuch im ARD-Büro (er hielt uns ständig auf dem laufenden) erzählte Schmidt, wie es inzwischen weitergegangen war. Die Funktionäre in seinem Betrieb hatten versucht, ihm den Ausreiseantrag wieder auszureden, und auch die Kollegen zweifelten allmählich an Dieters Verstand: »Mensch, Dieter, du bist beknackt, dir lassen sie hier nie raus.«

Doch Schmidt blieb hartnäckig. Am 5. April erneuerte er seinen Antrag und schrieb diesmal an Innenminister Friedrich Dickel:

Hiermit beantrage ich mit Wirkung vom 5. 4. 1976 die ständige Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. Mir ist es in der Deutschen Demokratischen Republik aufgrund des Sozialismus einschließlich der Diktatur des Proletariats sowie der Staats- und Gesellschaftsordnung der Deutschen Demokratischen Republik, denen ich ablehnend gegenüberstehe, unerträglich, mein weiteres Leben hierzulande weiter zubringen. Daher ersuche ich Sie bitte, mir die Möglichkeit zu geben, das Land, dessen ich innewohne, frei zu verlassen.

Er stieß immer wieder mit neuen Briefen nach, wußte er doch, wie er mir am Telephon sagte: »Man muß bei die Behörden immer dran bleiben, sonst passiert nischt.« Zunächst freilich zog es die Volkspolizei vor, an dem Bürger Schmidt dicht dranzubleiben.

Schmidt mußte auf dem Volkspolizeikreisamt Rathenow erscheinen und dort seinen Personalausweis abliefern. Er erkundigte sich nach dem Grund der Maßnahme. »Sie stehen unter Fluchtverdacht«, sagte der zuständige Beamte. Schmidt Dieter war beleidigt und gab in seinem besten Hochdeutsch zurück: »Ich habe doch bereits verbindlich gesagt, daß ich meine Angelegenheiten auf friedlichem und realem Wege erledigen werde.«

Prompt legte er bei Major Rehag, dem Leiter des Volkspolizeikreisamtes« Beschwerde ein und verlangte eine schriftliche Begründung für den Entzug des Ausweises. Der Major lehnte ab.

Kurz darauf schaltete sich der Staatssicherheitsdienst ein und stellte Schmidt unter Beobachtung. Wenn er nach Berlin fuhr, folgten ihm Stasi-Männer. Bei seinem nächsten Besuch im ARD-Büro wußte Schmidt: »Da warn so ein paar Typen im Zug.« »Wer hat denn die Klassenfeinde in die DDR gelassen?«

Als er wieder in Rathenow war, luden ihn die Typen zu einer mehrstündigen Vernehmung auf der örtlichen Dienststelle des Staatssicherheitsdienstes vor. »Die sagten mir«, erzählte er, »es sei verboten, die Büros von Westkorrespondenten zu besuchen. Ich müßte doch wissen, dies seien Klassenfeinde, mit denen ein anständiger DDR-Bürger nichts zu schaffen habe.«

Doch Schmidt mochte davon nichts hören. Wer habe denn diese Klassenfeinde in die DDR gelassen? Das müsse der Stasi erst einmal untersuchen. Und das mit den Klassenfeinden könne ja auch nicht stimmen; er sehe doch im Fernsehen, wie sich der Honecker und andere Funktionäre mit den West-Journalisten unterhielten, und was Honecker könne, dürfe er, Schmidt, als DDR-Bürger auch.

Die Stasi-Vernehmer gaben es auf und entließen Schmidt. Am Ende gelang ihm, was wir für völlig ausgeschlossen gehalten hatten: Im Juni 1976 durfte er die DDR in Richtung Bundesrepublik verlassen.


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