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bürger der ddr hat geschrieben:Ab wieviel Prozent Teilnehmer kann man von einem Volksaufstand reden?
Mit Begriffen ist schon immer manipuliert worden.
bürger der ddr hat geschrieben:ich sehe das eher skeptisch. Diese Schätzungen sind wohl aus eher nicht "neutralen Quellen"entstanden. Ich stehe da zwischen den "alten Ansichten" und den "neuen Ansichten". ja, es gab eine große Unzufriedenheit und diese Art der "Normerhöhung" ist auf breiten Widerstand gestoßen, nur was ist durch äußere Beeinflussung daraus (versucht) gemacht worden?
Ich sehe da auch Ähnlichkeiten mit 1989....
Wer es besser weiß und alles den bösen Kapitalisten in der BRD in die Schuhe schieben will, dann legt mal los!
) befohlene Normerhöhung, entwickelten sich politische Ziele, die die damalige Regierung, bei Strafe ihres eigenen Unterganges so nicht akzeptieren konnte und die die Besatzungsmacht auch nicht Willens war zu erfüllen, denn dann hätte diese abziehen müssen. Daran erkennt man, wie dumm so manche Forderung war und dass dies nur "blutig" abgehen konnte. Immerhin liest man die Zahl von 56 Toten. Zwar kein Vergleich zu Ungarn aber doch 56 zu viel.Beethoven hat geschrieben:Andere Quellen sprechen von 300 - 400.000 Bürgern. Und wenn man verschiedene heutige Artikel dazu liest, ergibt sich immer wieder, dass es darüber keine genauen Zahlen gibt. Es geistert sogar die Zahl 1,5 Millionen herum.

Beethoven hat geschrieben:Immerhin liest man die Zahl von 56 Toten
Beethoven hat geschrieben:Wer also glaubte, er könne im Jahre 1953 die DDR kippen, war kein Realist. Ich möchte nicht sagen, "er war verblendet" aber er dachte nicht sehr weit. Und das der RIAS die ganze Sache noch angeheizt hat, die Grenzen noch offen waren, machte die Sache für den RIAS und seine Handlanger noch leichter.

augenzeuge hat geschrieben:[
Du glaubtest auch nicht an die Wende 1989. Ohne das Einschreiten der sowjetischen Truppen wäre die Herrschaft der SED vier Jahre nach der Staatsgründung an ihr Ende gelangt.
Thoth hat geschrieben:................... wurde im Nachgang von gewissen Kreisen zur Revolution hochgepuscht ..... -
Thoth
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. Das irgendwelche Scharfmacher des kalten Krieges im Westen natürlich ihre Chance gewittert und entsprechend eingewirkt haben ist als einer der wenigen Dinge zu diesem Ereignis nachweisbar. Da sie aber,wie alle ideologischen Eiferer, nicht über entsprechende Konsequenzen nachgedacht haben, einfach nur den Klassenfeind eins rein würgen wollten, im nachhinein meine Frage, wenn nun dieser Aufstand, oder was immer es war, Gestalt angenommen hätte, die Macht in dieser DDR gestürzt worden wäre, eine Wahl stattgefunden hätte, auch wieder und mit Sicherheit mit Unterstützung der Eiferer, was hätte man dann eigentlich gemacht? 2 kapitalistische deutsche Staaten oder ein wiedervereinigtes Deutschland, 8 Jahre nach der Zerschlagung dieses Deutschland durch die Allierten, also auch durch die Westmächte? Wie hätte man das dem Volk in GB, Frankreich, USA und den anderen Ländern die von diesem Deutschland geknechtet wurden beigebracht? Ich verwette meinen A.. darauf,dass man 3 Kreuze gemacht hat,dass die Russen ihre Panzer aufmarschiert haben.Damit hat man 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, man konnte erst mal weiter auf den vermeintlichen Sozialismus einprügeln und war nicht genötigt sich mit der Vereinigung des alten Feindes Deutschland zu beschäftigen, das wäre nämlich 1953 überhaupt nicht umsetzbar gewesen.das wäre nämlich 1953 überhaupt nicht umsetzbar gewesen.
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pentium hat geschrieben:@Beethoven dein Vergleich mit 1989 ist aus Sicht der Historie nicht zulässig oder sagen wir Falsch! 1953 war eine völlig andere Situation als 1989!
Außerdem sollten die Besatzungsmächte nach 1945 zwar ihre jeweiligen Zonen autonom verwalten. Aber für gesamtdeutsche Fragen war der Alliierte Kontrollrat zuständig, in dem alle Besatzungsmächte vertreten sind. Man betrachtete Deutschland als Ganzes! Dass Deutschland dennoch in zwei Staaten geteilt wurde ist eine andere Geschichte!
Und dann gab es ja noch diese Stalin-Noten....
mfg
pentium
Um so hinterhältiger ist die Tatsache, dass man diese Auflehnung von westlicher Seite geschürt hat und politische Forderungen formulieren ließ, wenn nicht gar selber aufgestellt und in die sich auflehnenden Bürger getragen hat und damit, nicht mittelbar aber ursächlich Blut fließen ließ.
Beethoven hat geschrieben:Um so hinterhältiger ist die Tatsache, dass man diese Auflehnung von westlicher Seite geschürt hat und politische Forderungen formulieren ließ, wenn nicht gar selber aufgestellt und in die sich auflehnenden Bürger getragen hat und damit, nicht mittelbar aber ursächlich Blut fließen ließ. Wohlgemerkt, das Blut von Bürgern der DDR, die gutgläubig den Wirrköpfen nachgelaufen sind oder von mir aus auch vor diesen liefen und solche, nicht durchsetzbare, politische Forderungen stellten. Wenn man zur Ruhe gemahnt hätte, wären sicherlich viele Getötete heute noch am leben.
Die erhöhten Normen, wegen derer die Arbeiter berechtigter Weise auf die Straße gingen, waren da schon längst zurück genommen.
Insofern kann ich Karnak nur beipflichten.
Gruß
Interessierter hat geschrieben:Wie karnak schon richtig schrieb, ist doch alles nur Kaffeesatzleserei. Wären die Panzer nicht gerollt, das SED Regime " abgesägt " worden, hätten Entscheidungen dann doch wohl sicherlich vom Allierten Kontrollrat getroffen werden müssen, oder?
Die Annahme, dass auch die Westallierten kein wiedervereintes Deutschland wollten oder gar fürchteten, sind nicht mehr als Mutmaßungen, denen gegenüberstand, dass der Kommunismus ein ganzes Stück gen Osten zurückgedrängt gewesen wäre. Ob und zu welchen Konditionen die Russen dazu bereit gewesen wären, ist ebenfalls nur Kaffeesatzleserei wie die Frage, ob man den Russen hätte ihre SBZ abkaufen können?
@Beethoven:
Wer Deinen Mutmaßungen nicht folgt hat keine Ahnung meinst Du ? Ich folge da lieber Tatsachen und die sind eben, dass der Volksaufstand brutal niedergewalzt wurde.
Deine Vermutungen bezüglich der Gedanken der Allierten, möchte ich ja nicht unbedingt bestreiten, aber sie sind nur die eine Seite der Medaille.
Wir wissen doch gar nicht, was den Allierten noch alles eingefallen wäre, wenn sich plötzlich die Chance geboten hätte, die SBZ ihrem Einzugsgebiet einzuverleiben und ob die SU beispielsweise einem verlockendem und grosszügigem wirtschaftlichen Angebot hätte widerstehen können?
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