Krank in Stasi-Haft

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Interessierter » 30. September 2020, 08:39

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR unterhielt in Berlin-Hohenschönhausen sein eigenes zentrales Untersuchungsgefängnis. Innerhalb des Sperrbezirks der Haftanstalt befand sich ein geheim gehaltenes Haftkrankenhaus. Der Politologe Tobias Voigt hat im Stasi-Unterlagen-Archiv die Geschichte dieser Krankenstation recherchiert und mit mehreren ehemaligen Insassen Gespräche geführt. In diesem Podcast gibt Voigt aus einer besonderen Perspektive Einblicke in die Mechanismen der Repression: Wie ging die Staatssicherheit mit Krankheit unter Bedingungen der politischen Haft um?

Das interessante einstündige Interview kann man hier hören:
https://www.bstu.de/informationen-zur-s ... tasi-haft/
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Interessierter » 25. Oktober 2020, 10:56

Tod im Gewahrsam der Staatssicherheit: Suizide und andere Sterbefälle am Haftort Berlin-Hohenschönhausen 1951 bis 1989.

Eine vorläufige Übersicht.Veröffentlicht in: Zeitschrift des Forschungsverbunds SED-Staat 38/2015, S. 65-87Von Peter Erler

Zu den von den Gedenkstättenbesuchern in Berlin-Hohenschönhausen oft gestellten Fragen gehört die nach der Anzahl und der Art der Sterbefälle im MfS-Gewahrsam. Dabei handelt es sich um eine Frage, die nach 25 Jahren Aufarbeitung immer noch nicht eindeutig beantwortet werden kann. Ursächlich für dieses Wissensdefizit ist die komplizierte Quellenlage. Im Gegensatz zum Ministerium des Innern der DDR, welches den Exitus von Strafgefangenen in den ihm unterstehenden Vollzugseinrichtungen zentral erfasst hat, gab es eine solche Ablage bei der ostdeutschen Staatssicherheit offensichtlich nicht. Das MfS war von Anfang an bemüht, derartige außerordentliche Vorkommnisse in seinen Untersuchungsgefängnissen zu tabuisieren und zu verschleiern.

So fehlen zum Beispiel mitunter die entsprechenden Vermerke über den „Abgang“ der Häftlinge in den Registrierbüchern oder die personenbezogene Aktenablage der Betroffenen weist in diesem Kontext signifikante Lücken auf. Desgleichen enthalten die überlieferten Unterlagen mitunter falsche Angaben zum Todesort. Durch diese Vorgehensweise sollten vor allen Dingen das Entstehen negativer Gerüchte und Spekulationen unterbunden, aber auch Versäumnisse des Wachpersonals sowie Aktivitäten von Mitarbeitern der Linien IX und XIV sowie des Haftkrankenhauses, die eventuell zum Ableben der Betroffenen beigetragen hatten, geheimgehalten werden.

Diese Informationsblockade galt auch innerhalb des Stasi-Apparats.Angesichts dieser Faktenlage ist es nicht verwunderlich, daß das Thema „Tod im MfS-Gewahrsam“ in der wissenschaftlichen Literatur und Publizistik bisher kaum oder nur exemplarisch behandelt wurde, wobei das Hauptaugenmerk der meisten vorliegenden Abhandlungen wiederum speziell auf den Suiziden und den Fällen von versuchten Selbsttötungen lag.1 Mit dem folgenden Beitrag sollen eine erste Quantifizierung der Todesfälle für das Zentrale Untersuchungsgefängnis des MfS (UHA I) und das Haftkrankenhaus (HKH) am Haftort Berlin-Hohenschönhausen vorgenommen sowie weitere Informationen und zusätzliches Hintergrundmaterial zu den bisher bekannten Todesfällen offeriert werden.

Studien und Analysen01/20172Den Ausgangspunkt für die Recherchen bildeten in der Regel die im MfS-Zentralarchiv überlieferten Ein- und Abgangsbücher der Hafteinrichtungen, welche zumeist in Form von „Kladden“ (chronologische Erfassung nach dem Datum der Einlieferung) und „Indexen“ (nachträgliche alphabetische Erfassung nach dem Familiennamen der Eingelieferten) vorliegen sowie andere Stasi-Unterlagen, hier insbesondere die Haftakten der Betroffenen, und einzelne, zumeist prominente Häftlinge betreffende Darstellungen in der Literatur.

Selbsttötungen in der Haftanstalt Albrechtstraße 1950


Das erste zentrale Untersuchungsgefängnis des Staatssicherheitsministeriums war von März 1950 bis April 1951 auf einem Grundstück in der Albrechtstraße 26 in Berlin-Mitte untergebracht.2 Zu dieser Zeit befand sich das offiziell im Februar 1950 gegründete MfS gerade am Anfang seiner institutionellen Entwicklung. Auf allen Ebenen waren Dienstein-heiten und Leitungsstrukturen noch im Aufbau begriffen. Dienstanweisungen und andere interne Regularien, welche die Spezifik des neugebildeten Ministeriums berücksichtigten, mussten erst erstellt werden.

Gleichfalls mangelte es flächendeckend und in allen Bereichen der Staatssicherheit an qualifizierten Kadern. Bis auf die Ausnahmen aus den Geheimdienstapparaten der KPD und der Volkspolizei war das rekrutierte Personal aus fachlicher Sicht zumeist völlig unerfahren. Für die verschiedenen Tätigkeiten bei einer Geheimpolizei mit eigenen Hafteinrichtungen fehlte den Kadern eine spezifische Ausbildung, eine gewisse Berufserfahrung oder auch nur eine kurze Lehrgangsvorbereitung. Elementare bzw. rudimentäre Kenntnisse über das Gefängniswesen und über Praktiken der Untersuchungsführung hatten nur diejenigen wenigen MfS-Angehörigen, welche während der Weimarer Republik und während des NS-Regimes inhaftiert gewesen waren.

Bei der Kaderauswahl unter Aufsicht der sowjetischen Berater kam es zudem zu gravierenden Fehlentscheidungen. Oft hatten die für die Tätigkeit beim MfS Auserwählten ein sehr geringes Bildungsniveau und waren nicht nur für Leitungsaufgaben ungeeignet. Viele für das MfS Verpflichtete waren darüber hinaus auch durch charakterliche Schwächen und moralische Defizite untragbar und entsprachen somit nicht den tschekistischen Kadermaßstä-ben.3 Ein Konglomerat aus den umrissenen, negativ begünstigenden Faktoren war ursächlich für alltägliche Disziplinverstöße und Dienstvergehen. Bei den Abteilungen IX (Abt. IX) auf Landesebene, zu denen zu diesem Zeitpunkt auch noch das Wachpersonal der Untersuchungsgefängnisse gehörte, waren sie zum Teil so schwerwiegend, dass sogar mehrere Leiter entlassen werden mußten (Hermann Böttge,4 Ludwig Grabner,5 Kurt Schleimer6)

Derinteressante, längere Beitrag geht hier weiter:
https://www.stiftung-hsh.de/assets/Uplo ... te-HSH.pdf


Oft hatten die für die Tätigkeit beim MfS Auserwählten ein sehr geringes Bildungsniveau und waren nicht nur für Leitungsaufgaben ungeeignet. Viele für das MfS Verpflichtete waren darüber hinaus auch durch charakterliche Schwächen und moralische Defizite untragbar


Das galt leider mMn bis zum Ende der DDR und auch für VP und NVA.
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Nostalgiker » 25. Oktober 2020, 11:08

Das galt leider ... bis zum Ende der DDR und auch für VP und NVA.


Setzt sich nahtlos im Heute in Bereichen der Polizei, des BGS und der BW fort.
Eine Gesamtdeutsche Tradition wie es scheint.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Interessierter » 25. Oktober 2020, 11:36

Nachdem ich den längeren von mir eingestellten Beitrag nun fast ganz gelesen habe, konnte ich feststellen, dass in ihm sehr viele Einzelschicksale ausführlich und detailliert geschildert werden. [bravo]
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon augenzeuge » 25. Oktober 2020, 12:20

Aus dem Link
Dass nicht noch mehr von der Stasi verschleppte Personen unmittelbar nach der Entführung zu Tode kamen, dürfte reiner Zufall sein. Nachweislich wurden drei weitere gewaltsam
Verschleppte mit teilweise erheblichen Verletzungen in das Untersuchungsgefängnis in Berlin-Hohenschönhausen eingeliefert. So konnte am 8. Juli 1952 der verzweifelte Widerstand des aus Berlin-Lichterfelde gekidnappten Abteilungsleiters beim Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen (UfJ) Dr. Walter Linse von einem angeworbenen Kriminellen erst durch Pistolenschüsse in beide Beine gebrochen werden.

Am 17. November 1955 wurde Werner Rieker zwangsweise in die DDR verbracht. Nach einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn in der Nähe von Kassel traktierten die Häscher der Stasi den Agenten des dänischen Geheimdienstes so lange mit Holzknuten, bis er wehrlos zusammenbrach. Die Folge waren eine Schädelverletzung und eine Gehirnerschütterung, verschiedene Prellungen und Quetschungen sowie zwei Rippenbrüche.


Das sind ganz klar Verbrecher! Wie kann der Staat, dessen Geheimdienst dies verlangt, kein Unrechtsstaat sein, Beethoven?

AZ
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Nostalgiker » 25. Oktober 2020, 12:36

Das sind ganz klar Verbrecher! Wie kann der Staat, dessen Geheimdienst dies verlangt, kein Unrechtsstaat sein,


Der Satz soll wohl ein Witz sein Augenzeuge!

Ich lese zur Zeit folgendes Buch "CIA - Die ganze Geschichte -" von Tim Werner.
In bunter Reihenfolge gab seit der Gründung der CIA Mordkomplotte, Entführungen, Auftragsmorde, Sturz der einen oder anderen Regierung auf dieser Welt, Anzettelung von Kriegen usw.
Das schöne ist, fast alles mit wissen des jeweilig amtierenden Präsidenten oder auf seine Anweisung hin oder gar auf seinen unmissverständlichen Befehl hin durchgeführt.

Dann wäre nach deiner Aussage der Hort der Freiheit und der Vorkämpfer für Menschenrechte nicht nur ein Unrechtsstaat sondern ein ausgemachter Schurkenstaat.
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Dr. 213 » 25. Oktober 2020, 14:01

Krank in Stasi- Haft ?
Natürlich in Stasihaft, wo denn sonst ?

Die Opfer mit den abgetrennten Gliedmaßen, kaputt gesprengten Augen, den mit den von Stahlwürfeln gespickten Körpern plus
den ganzen Wunden, die man nicht sieht, die konnte man doch einer gewöhnlichen Poliklinik kaum zumuten.

Der Nächste bitte. Ach Herr Meier aus der Selbstschussanlage, bitte hier entlang zum Behandlungszimmer, der Chefarzt wartet schon....

Normale Polikliniken und Krankenhäuser sollten sogar wenn möglich bei solchen Verletzungen gemieden werden.
Selbst bei lebensbedrohlichen Zuständen wurden die Patienten etwa zu viel weiter entfernten Polizeikrankenhäusern transportiert.

Die Behandlung in einem Stasi- Haftkrankenhaus war zudem von sich aus schon lebensgefährlich.
Weil in den schriftlich ausgearbeiteten Zersetzungsmaßnahmen auch eine absichtlich falsche medizinische Behandlung vorgesehen war.
Und warum sollte die Stasi ausgerechnet dort, wo sie ungestört und ohne Einblick agieren konnte, davon keinen Gebrauch machen ?

Herzlichst
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Interessierter » 25. Oktober 2020, 14:19

Nostalgiker » 25. Okt 2020, 12:36

Das sind ganz klar Verbrecher! Wie kann der Staat, dessen Geheimdienst dies verlangt, kein Unrechtsstaat sein,


Der Satz soll wohl ein Witz sein Augenzeuge!


Zur Witzfigur bist du hier inzwischen geworden.

Zerschieße hier nicht in Serie Themen!!

Wenn du keine Argumente zum Thema Stasi hast, dann musst du hier nicht nach Art eines Erstklässlers: " Herr Lehrer, der hat das aber auch gemacht " themenfremd mit der CIA kommen.

Eröffne ein entsprechendes Thema über die CIA und gut ist; anstatt gleich frühmorgens in Serie mit deinen dämlichen Kommentaren oder persönlichen Angriffen auf User zu starten.
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon augenzeuge » 25. Oktober 2020, 16:39

Nostalgiker hat geschrieben:
Das sind ganz klar Verbrecher! Wie kann der Staat, dessen Geheimdienst dies verlangt, kein Unrechtsstaat sein,


Der Satz soll wohl ein Witz sein Augenzeuge!



Lass mal die Supermächte außen vor! Das die sich u.a. als Schurken betätigt haben ist unstrittig. Das muss ich nicht lesen.

Kannst du Beispiele aus dem Kalten Krieg anbringen, in denen Org. Gehlen bzw. Folgeorganisationen auf diese Art (wie im Link) Leute aus der DDR in den Westen gebracht haben?
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon AkkuGK1 » 26. Oktober 2020, 08:35

Nostalgiker hat geschrieben:
Das galt leider ... bis zum Ende der DDR und auch für VP und NVA.


Setzt sich nahtlos im Heute in Bereichen der Polizei, des BGS und der BW fort.
Eine Gesamtdeutsche Tradition wie es scheint.


BGS? Du bist so in deinem Gestern verhaftet... bewirb dich mal heute bei der Polizei - du wirst es nicht schaffen - vom körperlichen mal abgesehen
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Nostalgiker » 26. Oktober 2020, 09:29

Hier in Berlin bieten sie sogar Deutsch Nachhilfekurse an.
Das sagt dann einiges über die Anforderungen an die Bewerber.

Stimmt, die heißen jetzt ja Bundespolizei.

Akku, schön wäre es wenn du dich auch aufregen würdest wenn hier 'Zone' statt DDr geschrieben wird. Diese Typen die so etwas schreiben sind extrem im Gestern behaftet als Kalter Krieger.
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon HPA » 26. Oktober 2020, 09:40

Zoooone

[zunge]
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon HPA » 26. Oktober 2020, 09:41

Ich lese zur Zeit folgendes Buch "CIA - Die ganze Geschichte -" von Tim Werner.


Der Autor heißt Tim Weiner und das Buch ist so neu nicht.

hat auch ein gutes Buch über das FBI geschrieben

Übrigens mit einem anständigen Literatur und Quellenverzeichnis nebst Fußnoten/ Personen und Sachregister. [grin]
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Nostalgiker » 26. Oktober 2020, 09:43

Die Fehler werden eingebaut damit ich sehe ob ihr auch aufmerksam mitlest. [hallo]
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon HPA » 26. Oktober 2020, 09:44

Träum weiter nosti
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon augenzeuge » 26. Oktober 2020, 10:21

Nostalgiker hat geschrieben:Die Fehler werden eingebaut damit ich sehe ob ihr auch aufmerksam mitlest. [hallo]

Nun geh mal nicht von aus, dass man auf alle deine Fehler antworten wird. [flash]

AZ
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon HPA » 26. Oktober 2020, 10:40

HPA hat geschrieben:Zoooone

[zunge]


Schon im Namen "DDR" vesteckten sich zwei faustdicke Lügen.

Dieser Staat war weder demokratisch noch eine Republik.

Sondern eine Einparteiendiktatur mit ein paar pseudodemokratischen Feigenblättchen...

Deutsch geht gerade noch durch...allerdings saß die wahre Regierung in Moskau.
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon AkkuGK1 » 26. Oktober 2020, 11:33

SBZ passte doch bis 89 viel besser als DDR.
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon zoll » 26. Oktober 2020, 12:11

Nostalgiker hat geschrieben:
Das galt leider ... bis zum Ende der DDR und auch für VP und NVA.


Setzt sich nahtlos im Heute in Bereichen der Polizei, des BGS und der BW fort.
Eine Gesamtdeutsche Tradition wie es scheint.

Um heute Polizist zu werden benötigt man einen Bildungsnachweis um zum Studium für den gehobenen Dienst zugelassen zu werden. Ausrutscher gibt es immer. Es werden dort allerdings kein Schläger und Folterknechte ausgebildet. Also auch nichts mit Stasivergleich.
Der BGS ist in der Bundespolizei aufgegangen. Dort ähnliche Einstellungsvoraussetzungen. Wieder keine Vergleichsmöglichkeit.
BW lasse ich mal außen vor, weil die Masse im einfachen und mittleren Dienst dient und deshalb gelten für diese Laufbahnen gesonderte Einstellungsvoraussetzungen.

Deine Vergleiche hinken!
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Interessierter » 26. Oktober 2020, 13:33

Zum Thema auch dieses:

Der Häftlingsarzt der Stasi – die unglaubliche Geschichte des Dr. Wolfgang Dorr

Jahrelang war im Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen ein unfähiger Mann für die Behandlung schwerkranker Gefangener zuständig. Mielkes Schützling hatte uneingeschränkte Macht über die Insassen, bis der Häftlingsarzt 1962 endlich suspendiert wurde.

Bild
Dr. Wolfgang Dorr, Leiter des Haftkrankenhauses. Aufnahme: Ministerium für Staatssicherheit.

Liest man die wieder zusammengesetzten Aufzeichnungen, ergibt sich das Bild eines labilen, skrupellosen Mannes, der seine Umwelt mit Misstrauen, Neid und Hass betrachtete. Seine Mitarbeiterinnen waren «Huren», sein Parteileiter eine Fehlbesetzung, der Gefängnischef «das grösste Mistvieh auf dem ganzen Platz». Nur einen verehrte er wie einen Vater: Erich Mielke, den er in einer Mischung aus Angst und Bewunderung immer nur «den Alten» nannte. «Ich wünschte mir, so denken und handeln zu können wie der Minister», erklärte er einmal einem Kollegen, «er ist wirklich Vorbild.»

Der Minister für Staatssicherheit muss ein Faible für den Mann mit dem welligen Haar und dem leichten Doppelkinn gehabt haben. Anders ist es jedenfalls kaum zu erklären, dass Erich Mielke ausgerechnet Wolfgang Dorr zum Leiter seines Haftkrankenhauses machte – ein «Scharlatan», dem Ärzte der Berliner Charité später «fundierte ärztliche Kenntnisse und Fähigkeiten» absprachen. Bis Mielke ihn endlich von seinen Aufgaben entband, waren Hunderte politische Häftlinge dem Stasi-Major im weissen Kittel hilflos ausgeliefert.

Die Geschichte des Häftlingsarztes der Stasi ist so unglaublich, dass sie einen auch heute noch frösteln lässt. Jahrelang war in der DDR ein unfähiger Mann für die Behandlung schwerkranker Gefangener zuständig. Der Arzt, der 13 Jahre für sein Studium brauchte, begann schon 1945 für die kommunistische Geheimpolizei zu arbeiten, erst für die Sowjets, dann für die Stasi. Mitte der 1970er Jahre wurde er ein zweites Mal als Informant angeheuert. Dazwischen lag sein Aufstieg und Fall im Stasi-Gefängnis von Berlin-Hohenschönhausen, in dem Mielke seine wichtigsten Häftlinge in dunkle Kellerzellen eingesperrt hatte. Erst ein unglücklicher Sturz auf die Bettkante bereitete dem Spitzelleben des Arztes 1982 ein Ende.

Behandlungen in Eigenregie


In der überfüllten «Bruchbude», wie Dorr das Kellergefängnis nannte, hatte der Mediziner Ende 1956 angefangen zu arbeiten – zunächst nur nebenberuflich, dann als hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter und ab 1960 als Chef des neuen Haftkrankenhauses. Die Klinik hatte Mielke auf dem Gelände der Haftanstalt einrichten lassen, um auch schwerkranke Häftlinge in Eigenregie behandeln zu können.

Hätte der Minister den Berichten seiner Untergebenen mehr Aufmerksamkeit geschenkt, hätte er vielleicht jemand anderen genommen. Bei Dorrs Überprüfung war nämlich herausgekommen, dass er «organisatorische Schwächen» besitze, «sehr redselig» sei, «etwas geltungsbedürftig» und zudem «leicht erregbar».


«Es sind noch genug da»


Vielleicht war es die autoritäre, brutale Art, die Dorr an Mielke bewunderte. Wie dieser trat auch er mit Vorliebe als gestrenger Patriarch auf, der seine Mitarbeiter herunterputzte, gegeneinander ausspielte und manchmal unerwartet lobte. Sie mussten nicht nur bei ihm zu Hause sauber machen oder seine Frau zum Einkaufen fahren, sondern konnten auch schon mal für ein paar Tage in einer Zelle landen – wie jener Wachmann, der mit einer verheirateten Kollegin ein Verhältnis angefangen hatte.

Vor allem teilte Dorr aber mit Mielke die Gleichgültigkeit gegenüber den kranken Häftlingen. Der Minister hatte ihm eingebläut, man dürfe ihnen nicht allzu viel medizinische Hilfe zukommen lassen, da sie bis jetzt ja auch «draussen herumlaufen und Spionage machen» konnten. Entsprechend behandelte Dorr die Gefangenen. So berichtete er einmal seiner Frau, die sich später das Leben nahm, über ein Gespräch über einen schwerkranken Häftling. Zum Sanitäter habe er gesagt: «Lass den doch liegen, wir haben alles getan.» Der Mann habe schliesslich eine Liegeerlaubnis, Sonderverpflegung und Medikamente bekommen. Nur ins Haftkrankenhaus habe er ihn nicht aufgenommen, weil dies die Vernehmung unterbrochen hätte. Als der Sanitäter eingewandt habe: «Na ja, der kann aber doch sterben», habe er geantwortet: «Lass ihn doch den Arsch zukneifen, ist doch wurscht, wenn er tot ist. Es sind doch genug da.»

Besonders brutal

Der angebliche Platzmangel hatte allerdings hausgemachte Gründe. «Wir hätten keinen Bettenmangel im Krankenhaus, wenn die Häftlinge besser versorgt und nach erfolgter Genesung das Haus verlassen würden», so beschrieb Dorrs Stellvertreter die Situation. Und als Dorrs Frau ihren Mann einmal fragte, ob er denn nicht regelmässig Visiten mache, antwortete er: «Na ja, zwischendurch mal ganz schnell. Gucke mir die an, gebe meine Anweisungen – und dann weiss ich nicht, wo ich sie hinlegen soll.» Er sage dann zu seinem Vize: «Haben wir Totenscheine da? Komm, wir schreiben den Totenschein aus – weil wir keine Plätze haben.»

Zu Dorrs Methoden zählte es auch, Gefangene in eine Nervenklinik einzuweisen. «Bei uns sind Festnahmen, wo nichts da ist und du nicht weisst, wie du die zum Prozess bringen sollst», berichtete er zu Hause seiner Frau. Der Chef der Ermittlungsabteilung sei deshalb ganz verzweifelt zu ihm gekommen. «Da sage ich, kümmere dich da mal nicht mehr drum. Da sagt er, warum? Ich sage, kümmere dich da mal nicht weiter drum, in den nächsten Tagen hörst du von mir. – Ach Gott, wenn ich das bloss irgendwie in Ordnung hätte! – Ich sage, darauf kannst du dich verlassen. Dann lege ich ihm die Einweisung auf den Tisch, Paragraf 51-1, Aufhebung des Haftbefehls und Unterbringung in einer Nervenheilanstalt bis da- und dahin. Siehst, immer schön ruhig bleiben!»

Besonders brutal konnte Dorr werden, wenn sich ein Gefangener widersetzte. «Wenn sie anfangen zu hungern, kippen wir ihnen Salz ins Waschwasser, damit sie nicht trinken können», erklärte er einmal einem neuen Mitarbeiter. «Sie dursten zwei Tage und dann ist Schluss.» Nur einmal habe ein Häftling partout weder essen noch trinken wollen. «Da habe ich gesagt: Komm, alter Freund! Alles fertig gemacht, grossen Magenschlauch, Kiefer ausgehakt, rein den Schlauch, Trichter drauf und dann die Kalbsbrühe rein, Traubenzucker rein. Das hat er bloss einmal mitgemacht, dann hat er gegessen.»

Wer noch nicht genug von diesem widerlichen, grausamen Stasi - Monster gelesen hat, findet hier mehr:
https://www.nzz.ch/feuilleton/der-haeft ... ld.1549627

Warum berichten eigentlich User, die hier meistens mit Einzeilern oder Fragen glänzen, die sie sich selbst beantworten können, nicht über derartige Dinge? Berichten ihre Primärquellen, derer sie sich doch gerne selber loben, etwa nicht darüber weils nicht in die Gesinnung passt?
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon augenzeuge » 26. Oktober 2020, 14:32

Warum die Stasi den Arzt so lange gewähren liess, geht aus den Unterlagen nicht hervor.


Es kann nur eine Antwort darauf geben: Man war der Meinung, das ist normal und richtig.

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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon pentium » 26. Oktober 2020, 17:09

augenzeuge hat geschrieben:
Warum die Stasi den Arzt so lange gewähren liess, geht aus den Unterlagen nicht hervor.


Es kann nur eine Antwort darauf geben: Man war der Meinung, das ist normal und richtig.

AZ


Den Beitrag hatten wir schon...sogar als Thread

Der Häftlingsarzt der Stasi – die unglaubliche Geschichte des Dr. Dorr
Beitragvon zonenhasser » 4. April 2020, 20:32
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon augenzeuge » 26. Oktober 2020, 17:14

Gut, dass es nur dir aufgefallen ist. [grins]

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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Interessierter » 26. Oktober 2020, 17:34

Trotz vorheriger Eingabe in die Suchfunktion wurde mir keine Eingabe angezeigt. Eben habe ich es noch einmal versucht und festgestellt, dass bei manueller Eingabe des Namens wieder " Keine Eingabe " erschien. Jedoch als ich den Namen kopierte und eingab, fand man den alten Beitrag.

Da wir nicht erst einmal kräftig über Beiträge diskutiert haben, die bereits eingestellt worden waren, stellt sich die Frage welchen Sinn und Aufwand machen eigentlich die selten vorkommende Bemerkung " Hatten wir schon "? Die Mängel/Macken der Suchfunktion lasse ich einmal unberücksichtigt.
Sorry für da OT.
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon andr.k » 26. Oktober 2020, 20:45

Da werden hier "Links" eingestellt und dann auch noch wiederholt in kurzer Zeit und niemand schreibt dazu. [denken]
Oberpeinlich ist dann die Fragestellung des Users, der diesen Thread eröffnet hat. Offensichtlich hat dieser User den ersten Thread schon nicht gelesen, geschweige etwas Sachliches zum Thema beigetragen. [grin]
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon augenzeuge » 26. Oktober 2020, 22:15

Manche Grausamkeiien begreift man erst beim zweiten Mal.

Hat der Einstellen sonst etwas vergessen, AndrK?
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon andr.k » 26. Oktober 2020, 23:34

augenzeuge hat geschrieben:Manche Grausamkeiien begreift man erst beim zweiten Mal.

Hat der Einstellen sonst etwas vergessen, AndrK?
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Ich weiß nicht, ob der Einsteller seinen Link gelesen hat. Einen sachlichen Beitrag dazu finde ich jedenfalls nicht. Findest Du etwas Konkretes?
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon augenzeuge » 27. Oktober 2020, 08:44

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Manche Grausamkeiien begreift man erst beim zweiten Mal.

Hat der Einstellen sonst etwas vergessen, AndrK?
AZ

Ich weiß nicht, ob der Einsteller seinen Link gelesen hat. Einen sachlichen Beitrag dazu finde ich jedenfalls nicht. Findest Du etwas Konkretes?


Was ist am Eingangsbeitrag nicht sachlich?
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Interessierter » 27. Oktober 2020, 10:47

Dieser Stasi - Scherge Dorr hätte auch in Auschwitz Karriere machen können!

[denken]

Da passt es auch an die nachstehende Geschichte dieses Haftkrankenhauses der Stasi zu erinnern:

Stasi-Haftklinik Der Feind auf dem OP-Tisch


Ärzte blieben anonym, Kranke wurden gegen Geständnisse operiert: Statt zu heilen, dienten die Mediziner im Berliner Haftkrankenhaus der Stasi als Verhörgehilfen. Ein neues Buch beleuchtet die Geschichte der geheimsten Klinik der DDR - und zeigt, wie nah Therapie und Terror beieinander lagen.


Sieben Kugeln hatten den Körper von Dieter Hötger getroffen. Sieben Kugeln aus den Waffen der DDR-Grenzsoldaten, die auf ihn feuerten, als er im Juni 1962 versuchte, Fluchtwillige durch einen Tunnel nach West-Berlin zu holen. Der Moment, als er bereits im Operationssaal lag, blieb ihm für immer im Gedächtnis: Ein Mann in Uniform stürmte herein und versuchte, ihn zu erpressen - ohne Aussage keine OP!

Hötger lag im Krankenhaus der zentralen Stasi-Untersuchungshaftanstalt in Berlin-Hohenschönhausen.

Nicht mehr mitbekommen sollte der West-Berliner die Auseinandersetzung zwischen den Ärzten um die Frage, wer ihn operieren würde. Ein Geschoss hatte die Kieferhöhle durchschlagen und das äußere Ohr verletzt. Der Chefarzt des Krankenhauses, Dr. Wolfgang Dorr, lehnte ab: Es sei nicht sein Fachgebiet. Die Kopfverletzung operierte schließlich ein Zahnarzt - selbst Insasse des Stasi-Knasts.

https://www.spiegel.de/geschichte/stasi ... 47401.html

Das nur als Erinnerung, Ergänzung und Demonstration was für ein Monster dieser Stasi - Scherge und Arzt Dr. Dorr war und welche Zustände insgesamt in diesem Haftkrankenhaus herrschten.

Pfui Deibel!! Besonders auch an diejenigen, denen zum Sachverhalt nichts einfällt, außer persönliche Angriffe zu starten. [bloed]
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Re: Krank in Stasi-Haft

Beitragvon Nostalgiker » 27. Oktober 2020, 13:36

Interessierter hat geschrieben:Dieser Stasi - Scherge Dorr hätte auch in Auschwitz Karriere machen können!

Wie krank im Kopf muß man sein um auf solche Vergleiche zu kommen.
Hat der Hass auf die DDR den letzten Funken Verstand bei dir vernichtet?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin
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