Das Untersuchungsorgan des MfS

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon Neun » 25. Oktober 2012, 09:56

Hab jetzt den Thread nur mal überflogen und werde mir den die Tage bzw. am Wochenende noch ganau durchlesen und dann zu offenen Fragen zu denen ich etwas beitragen kann meine pers. Sicht der Dinge darlegen. Hier jetzt mit dem Apple nur schnell eins ins Display getippt, denn Untersuchungsführer waren wir wohl alle. Zumindest ich kenne niemanden der sich als Vernehmer bezeichnet hätte.

Die sog. "Vernehmer" waren in den Referaten 1 und 2 als Untersuchungsführer für Vorgangsbearbeitung bekannt, während im Ref. 4 Untersuchungsführer für Vorkommnisuntersuchung die Bezeichnung der Wahl war. Auf die Frage von Uwe nach der Zusammenarbeit mit der K bezogen wäre noch zu erwähnen, das die 3er auch für die Verbindung zur K zuständig waren.
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon Neun » 25. Oktober 2012, 16:58

Wie zum Teufel komme ich vom Ref. 4 auf 3er? Meine natürlich die U-Führer des Bereiches Vorkommnisuntersuchung, aus deren Mitte rekrutierte sich auch der VO zur K.
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 25. Oktober 2012, 20:03

Neun hat geschrieben:Wie zum Teufel komme ich vom Ref. 4 auf 3er? Meine natürlich die U-Führer des Bereiches Vorkommnisuntersuchung, aus deren Mitte rekrutierte sich auch der VO zur K.



Die "Vorkommnisuntersuchung" der IX war doch die übergeordnete Ebene der Referate 4 und 5, oder irre ich mich da?
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon Neun » 25. Oktober 2012, 20:21

Das Referat 4 und die SK bildeten bei uns in der Abt. einen eigenen Stellvertreterbereich (Vorkommnisuntersuchung) und arbeiteten in Bezug auf die Referate 1 & 2 referatsübergreifend, waren ihnen jedoch nicht übergeordnet.
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 26. Oktober 2012, 21:18

Neun hat geschrieben:Das Referat 4 und die SK bildeten bei uns in der Abt. einen eigenen Stellvertreterbereich (Vorkommnisuntersuchung) und arbeiteten in Bezug auf die Referate 1 & 2 referatsübergreifend, waren ihnen jedoch nicht übergeordnet.


Kriminalistische Spezialkommission = Referat 5. Das war aber schwer….
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 9. Januar 2013, 22:52

Neun hat geschrieben:Hab jetzt den Thread nur mal überflogen und werde mir den die Tage bzw. am Wochenende noch ganau durchlesen und dann zu offenen Fragen zu denen ich etwas beitragen kann meine pers. Sicht der Dinge darlegen. Hier jetzt mit dem Apple nur schnell eins ins Display getippt, denn Untersuchungsführer waren wir wohl alle. Zumindest ich kenne niemanden der sich als Vernehmer bezeichnet hätte.

Die sog. "Vernehmer" waren in den Referaten 1 und 2 als Untersuchungsführer für Vorgangsbearbeitung bekannt, während im Ref. 4 Untersuchungsführer für Vorkommnisuntersuchung die Bezeichnung der Wahl war. Auf die Frage von Uwe nach der Zusammenarbeit mit der K bezogen wäre noch zu erwähnen, das die 3er auch für die Verbindung zur K zuständig waren.



Kannst Du evtl. jetzt offene Fragen beantworten?
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 9. Januar 2013, 22:53

Neun hat geschrieben:Wie zum Teufel komme ich vom Ref. 4 auf 3er? Meine natürlich die U-Führer des Bereiches Vorkommnisuntersuchung, aus deren Mitte rekrutierte sich auch der VO zur K.



Ist das jetzt ein Schwenk zur AG 2 der K?
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon augenzeuge » 13. Oktober 2023, 16:46

Die Stasi und ihre Sonderermittler bei brisanten Verbrechen

Leipzig - Als er die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung auf den Tisch bekommt, greift der Oberarzt alarmiert zum Telefon. Leipzig, April 1986: Seit dem Herbst des Vorjahres sind auf der Säuglingsstation der Frauenklinik vier Frühchen gestorben, an rätselhaften Herzrhythmusstörungen. Nun steht fest: Ihnen ist Digitoxin gespritzt worden.

Das Mittel soll das Herz stärken, doch überdosiert kann es tödlich wirken. Der Oberarzt ist nervös: Er befürchtet einen politischen Skandal, wenn bekannt wird, was hinter den Todesfällen steckt. Schon wabern Gerüchte durch die Stadt: In der Frauenklinik sterben Säuglinge! Was tun?

Der Mediziner verständigt nicht die Kripo, in seiner Not ruft er Manfred Hummitzsch an, den Chef der Stasi im Bezirk Leipzig. Es lässt sich nicht mehr rekonstruieren, ob er sich über den Ratschlag Hummitzschs gewundert hat, aber er befolgt ihn: Er solle Anzeige erstatten, rät ihm der Geheimdienst-Chef. Aber nicht bei der Kripo. Sondern bei der Stasi.

Stasi in der DDR: Sondereinheiten sind mit modernster West-Technik ausgerüstet
So werden die toten Leipziger Säuglinge zu einem Fall für die sogenannte Spezialkommission der Staatssicherheit. Das ist eine Art Kripo innerhalb des DDR-Geheimdienstes.

Eine Sondereinheit, ausgerüstet mit modernster West-Technik. Eine Polizei, die nachrichtendienstliche Mittel einsetzt, Telefon-Überwachung, Wanzen in Wohnungen, ohne sich um Recht und Gesetz zu scheren. Über ihre Arbeit ist bisher wenig bekannt.

Kapitalverbrechen wie Sexual- oder Raubmorde durfte es nach Lesart der DDR-Oberen nicht geben
Die Spezialkommissionen, bei jeder der 15 Stasi-Bezirksverwaltungen eine, sollen besonders schwere Fälle aufklären. Das können als politisch brisant eingestufte Verbrechen sein. Aber auch Fälle, in denen die Kripo nicht vorankommt mit ihren Ermittlungen.

Wenn die Unruhe in der Bevölkerung groß ist, weil etwa ein Serienmörder einfach nicht zu fassen ist, dann setzen die Stasi-Funktionäre die Spezial-Ermittler an. Sie sollen wieder für Ruhe sorgen, indem sie die Fälle lösen und deren Hintergründe soweit wie möglich zu vertuschen versuchen. Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Denn Kapitalverbrechen wie Sexual- oder Raubmorde dürfte es nach Lesart der DDR-Oberen in einer „entwickelten sozialistischen Gesellschaft“, so das Selbstverständnis, eigentlich gar nicht geben.

Das rechtsstaatliche Gebot der Trennung von Polizei und Geheimdienst ist mit dem Einsatz der Spezialkommissionen de facto aufgehoben. Dabei begreift sich auch die DDR als Rechtsstaat.

Nach vier toten Säuglingen in der Leipziger Frauenklinik wird das Personal zum Schweigen verdonnert
Bei den Untersuchungen zu den toten Säuglingen 1986 in der Leipziger Frauenklinik kommt die Kriminalpolizei erst gar nicht zum Zug. Die Stasi ermittelt von Anfang an allein. Todesfälle auf einer Geburtsstation gelten als politisch brisant. Das Klinikpersonal wird zum Schweigen verdonnert. Eine Verdächtige ist schnell gefunden – eine Krankenschwester, 20 Jahre alt, die Zugang hat zu dem Medikament Digitoxin, das den Frühchen in tödlicher Dosis gespritzt worden war. Die Stasi wirft ihr eine „systemfeindliche Tat“ und einen „gesellschaftsgefährdenden Akt“ vor. Schließlich gesteht die Frau. Ein Gutachter bescheinigt ihr eine psychische Störung. Inwieweit dieses Gutachten objektiv war oder gesteuert, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Der Leipziger Fall ist ein Politikum, und der jungen Krankenschwester wird ein politischer Prozess gemacht. Nachdem sie mehr als ein Jahr lang in Untersuchungshaft sitzt, legen Stasi und Justiz im August 1987 fest: Die Gerichtsverhandlung ist nicht öffentlich, die Eltern der Angeklagten werden weder über den Termin informiert noch nach dem Ende des Prozesses. All das verstößt gegen geltendes Recht der DDR. Erst mehr als 20 Jahre später, 2009, wird die Frau aus der Haft entlassen, ein Jahr später in ihrer Wohnung tot aufgefunden.

Erst nach der Wende können sich die Angehörigen auf die Suche nach der Wahrheit machen
Und die Eltern der toten Kinder, in Leipzig, in Neubrandenburg, in Oranienburg? Ihnen bleibt neben dem Schmerz nur jahrelange quälende Ungewissheit. Was ist wirklich passiert? Wie sind ihre Kinder gestorben? Darüber schweigen die Behörden. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Aus den Stasi-Akten zu den Leipziger Todesfällen geht lapidar hervor, den Eltern sei die Todesursache nicht mitgeteilt worden. Erst nach dem Mauerfall können sie sich auf die mühsame Suche nach der Wahrheit machen.


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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon augenzeuge » 13. Oktober 2023, 16:47

Fortsetzung:

Stasi-Ermittler schalten sich auch in die Aufklärung des Kreuzworträtsel-Mordes ein
Auch in einem der spektakulärsten Kriminalfälle der DDR, dem Kreuzworträtsel-Mord, schaltet die Spezialkommission der Stasi sich ein: Halle-Neustadt, Januar 1981. Der siebenjährige Lars kommt nicht aus dem Kino nach Hause. Seine Mutter alarmiert die Polizei. Nach tagelanger Großfahndung steht fest: Der Junge ist tot. Ein Streckenläufer der Reichsbahn findet seine Leiche in einem Koffer an der Bahnstrecke Halle-Leipzig zwischen Schkeuditz und Lützschena.

Erst ausgefüllte Kreuzworträtsel in alten Zeitungen, die in dem Koffer lagen, bringen die Ermittler auf die Spur des Täters. Sie nehmen zehntausende Schriftproben, an den Haustüren in Halle-Neustadt, aus Akten und amtlichen Papieren, die sie mit der Schrift in den Rätseln vergleichen. Schließlich landen sie einen Treffer.

„Hinter die Schriftproben hat sich die Spezialkommission geklemmt“, sagt Gabi Schlag. Die Frau mit den langen braunen Haaren ist Regisseurin in Berlin. Sie hat mehrere Kriminalfälle recherchiert, in denen die Spezialkommissionen der Stasi ermittelten, und daraus einen Dokumentarfilm gemacht. Er läuft an diesem Dienstag auf Arte.

Spezialkommissionen der DDR noch unerforscht
Schlag hat Stasi-Akten ausgewertet, Lehrfilme und Fotos des Geheimdienstes und der Polizei gesichtet, mit Zeitzeugen gesprochen. „Ohne sie hätten wir den Film nicht machen können“, sagt sie, „die Spezialkommissionen sind ein noch sehr wenig erforschtes Gebiet.“ Sie ist bei Recherchen zu einem anderem Filmprojekt in Berlin darauf gestoßen.

Der Kreuzworträtsel-Mord taucht in Schlags Film nicht auf. „Wir haben uns auf Fälle konzentriert, die noch nicht so bekannt sind“, sagt sie. Zum Beispiel Neubrandenburg.

Juli 1983 in der DDR: In Neubrandenburg beginnt eine rätselhafte Mordserie
Juli 1983, nahe der Stadt im Norden der DDR wird ein neunjähriger Junge tot in einem Gebüsch gefunden, Würgemale am Hals. Wenig später wird in einem Gestrüpp am Ufer des Tollensesees nahe der Stadt ein weiteres Opfer entdeckt, ein junger Mann. Die Kripo ermittelt fieberhaft, schließlich glaubt sie sich am Ziel: Ein Saufkumpan des älteren Opfers soll der Mörder sein. Lebenslänglich, lautet das Urteil.

Was die Ermittler nicht ahnen: Sie haben den Falschen erwischt. Der wahre Täter läuft weiter frei herum. Er fühlt sich jetzt sicher. Und schlägt wieder zu. Unvorstellbar grausam. Nahe Oranienburg, nördlich von Berlin, lässt er zwei Brüder, neun und elf Jahre alt, an Bäume gefesselt sterben. Zuvor hat er sie mit Messern traktiert und gewürgt.

Der Mörder macht 1984 weiter: Die Ermittler haben den Falschen erwischt
Die Polizei sucht nach einem Sexualtäter. Verbindungen zu den Morden in Neubrandenburg zieht sie nicht. Dafür ist ja jemand verurteilt worden. Deshalb schaltet sich auch die Stasi nicht ein. Noch nicht. Und der Täter macht weiter. Wieder Neubrandenburg, Februar 1984: Ein Sechsjähriger wird erwürgt im Flur eines Plattenbaus gefunden. Er muss seinem Mörder direkt in die Arme gelaufen sein. Er war mit seinem Vater einkaufen und ging voraus, um zu Hause fernzuschauen.

Hohen Neuendorf bei Oranienburg, Juli 1984: Diesmal kommt den Ermittlern der Zufall zu Hilfe. Zwei Jungen, allein im Wald mit ihren Fahrrädern unterwegs. Sie sollen die nächsten Opfer sein. Der Täter lauert ihnen auf, doch sie können weglaufen und alarmieren ihre Eltern. Die können den Mann noch im Wald überwältigen: Martin S., 24 Jahre alt.

Bei der Kripo in Oranienburg gesteht S.: Fünf Morde. Sieben Mordversuche. 26 Vorbereitungen für weitere Morde. Die Kripo-Ermittler haben ihren Mann. Doch nun kommt die Stasi, und sie sind draußen.

Auch der Serienmörder wird ein Fall für die Spezialkommission
Dass die Mordserie nun, nachdem sie aufgeklärt ist, doch noch ein Fall für die Spezialkommission wird, hat mit der Vita von S. zu tun: Er ist Leutnant bei der Nationalen Volksarmee. Damit ist der Fall nicht weniger politisch brisant als ein rätselhafter Mord drei Jahre zuvor in Berlin Prenzlauer Berg. Ein Polizist liegt blutüberströmt in einem Hinterhof, seine Dienstwaffe ist gestohlen. In diesem Fall ermitteln Kripo und Stasi gemeinsam. Doch die Stasi ist immer vorne dran. Das „Informationspotential“ sei bei der Spezialkommission „ein bisschen größer“ gewesen als bei der Polizei, so drückt es im Film von Gabi Schlag Rolf-Dieter Weinhold aus, ein ehemaliger Stasi-Ermittler. Soll heißen: Die Staatssicherheit konnte mit ihren nachrichtendienstlichen Mitteln noch Informationen abschöpfen, wenn die Kripo längst am Ende war.
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 13. Oktober 2023, 19:44

augenzeuge hat geschrieben:Die Stasi und ihre Sonderermittler bei brisanten Verbrechen


Eine Empfehlung meinerseits:

Ein Bild über die Fälle/Arbeit der K, der Spezialkommission des MfS und deren Ermittler findest Du ausführlich beschrieben in diesen Büchern.

Der Sonderermittler - Als Kriminalist in Diensten des MfS, Autor Hans Becker

ISBN 978-3-95841-112-8

Hans B 1.PNG


Hans B 2.PNG


Hans B 0.PNG


-----------------------------------------------------

Kindermorde – Fünf authentische Kriminalfälle aus der DDR, Remo Kroll und Frank-Rainer Schurich

ISBN 978-3-95958-324-4

Inhalt

Die Tote im Wald
Cottbus, Sonntag, 21. Juli 1963

Mord an Carola
Berlin-Prenzlauer Berg. Mittwoch, 29. März 1972

Es geschah am 15. Januar …
Halle-Neustadt, Donnerstag, 15. Januar 1981

Der ominöse Onkel
Burg bei Magdeburg. Donnerstag, 23. Januar 1986

Pflaumenkuchenzeit
Berlin-Pankow, Samstag, 6. September 1986

Kindermorde.PNG


----------------------------------------------------------

Täter in Uniform - Drei authentische Kriminalfälle aus der DDR, Remo Kroll und Frank-Rainer Schurich


ISBN 978-3-95958-352-7

Inhalt

Der einzige Zeuge
Königs Wusterhausen. Samstag, 7. September 1974

Der Menschenjäger
Neubrandenburg, Strasburg, Berlin und Borgsdorf. 1983 und 1984

Eine schreckliche Nacht
Bernau. Samstag, 3. Januar 1987

Täter in Uniform.PNG
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 13. Oktober 2023, 20:40

Über die Säuglingsmörderin Simona K. (1985 und 1986) wird ausführlich im Buch "Serienmorde II", Spezielle Motivlagen in der Kriminalpraxis, von Remo Kroll und Frank-Rainer Schurich berichtet.

ISBN 978-3-89574-980-3

Auszug aus dem Inhalt

Todesengel in Weiß

Die Säuglingsmörderin Simona K. (1985 und 1986)

Kapitel 1 Säuglingssterben in der Leipziger Frauenklinik – erste Ermittlungen

Kapitel 2 Das Ermittlungserfahren gegen die Kinderkrankenschwester Simona K.

Kapitel 3 Wesentliche Untersuchungsergebnisse – der Schlussbericht

Kapitel 4 Anklage, Vorbereitung des Strafprozesses, Gerichtsverfahren und Urteil

Anlagen zum Fall Simona K.

Anlage 1 BVfS Leipzig, Untersuchungsabteilung. Anzeige von Amts wegen vom 15. April 1986

Anlage 2 Schreiben des Ministers für Gesundheitswesen Ludwig Mecklinger vom 17. April 1986 an den Vorsitzenden des Ministerrates der DDR Willi Stoph

Anlage 3 BVfS Leipzig, Untersuchungsabteilung. Protokoll über Suche und Sicherung von Spuren (sachliche Beweismittel) vom 18. April 1986 (Auszug)

Anlage 4 Kreisgericht Leipzig-Süd. Haftbefehl vom 19. April 1986 374

Anlage 5 Bezirksgericht Leipzig. Urteil in der Strafsache gegen die Kinderkrankenschwester Simona K. vom 7. April 1988

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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 13. Oktober 2023, 21:25

augenzeuge hat geschrieben:Der Mediziner verständigt nicht die Kripo, in seiner Not ruft er Manfred Hummitzsch an, den Chef der Stasi im Bezirk Leipzig. Es lässt sich nicht mehr rekonstruieren, ob er sich über den Ratschlag Hummitzschs gewundert hat, aber er befolgt ihn: Er solle Anzeige erstatten, rät ihm der Geheimdienst-Chef. Aber nicht bei der Kripo. Sondern bei der Stasi.


Das ist natürlich das Märchen überhaupt!

Richtig ist:

Zitat S.364

Im Dokumentarfilm "Die Spezialkommission. Geheime Mordermittlung in der DDR" von Gabi Schlag, auf den wir bereits im Fall Hagedorn hingewiesen haben, erfährt der Zuschauer hinsichtlich der Leipziger Krankenschwester und Serienmörderin, im Film Sybille D., genannt, dass der Chefarzt der Frauenklinik Prof. Springer hinsichtlich seiner Feststellungen den Leiter der Bezirksverwaltung des MfS Generalmajor Hummitzsch anruft und dieser den Mediziner rät, Anzeige zu erstatten. Klar, der Arzt ruft mal einfach unkompiziert beim General des MfS an. Klingt komisch und ist es letzlich auch.

In der Realität war der Auslöser für die Ermittlungen der Leipziger Spezialkommission an der Städtischen Frauenklinik die Mitteilung des Kreisarztes Leipzig an die Kreisdienststelle für Staatssicherheit Leipzig-Stadt. Der Kreisarzt informierte am 10. April 1986 die zuständige Kreisdiensstelle über Unregelmäßigkeiten bei der Muttermilchversorgung Neugeborender und damit auftretender medizinischer Komplikationen - was hier (in diesem Buch) nachgelesen werden kann.

Leider bleibt unbekannt, wessen Hirn der Anruf des Chefarztes bei Generalmajor Hummitzsch entsprang. Hummitzsch selbst kann dazu keine Auskunft mehr geben.
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 07:38

Mir ist nicht klar, worin nun eigentlich das Märchen besteht.

Es wurde das MfS angerufen. Was dabei gesagt wurde, weiß doch eh keiner und spielt kaum eine Rolle.

Wichtig ist doch, dass dadurch in der Folge klare Rechtsstrukturen, wie oben beschrieben, umgangen worden.

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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 14. Oktober 2023, 08:06

augenzeuge hat geschrieben:Mir ist nicht klar, worin nun eigentlich das Märchen besteht.

Mir ist jedenfalls schon klar, dass Du das nicht verstehen möchtest/kannst.
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 09:08

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Mir ist nicht klar, worin nun eigentlich das Märchen besteht.

Mir ist jedenfalls schon klar, dass Du das nicht verstehen möchtest/kannst.


Warum sollte das so sein? Hätte ich da etwas von?
Nein, es ist mir egal. Es überrascht mich nicht, wie hier verfahren wurde. Aber ich danke dir wirklich für diese Ergänzungen und Tipps. [wink]

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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 14. Oktober 2023, 09:15

augenzeuge hat geschrieben:Mir ist nicht klar, worin nun eigentlich das Märchen besteht.


Wichtig ist doch, dass dadurch in der Folge klare Rechtsstrukturen, wie oben beschrieben, umgangen worden.

AZ


Was wurde genau umgangen?

augenzeuge hat geschrieben: Es überrascht mich nicht, wie hier verfahren wurde.


Wie wurde Deiner Meinung nach verfahren?
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 09:23

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Mir ist nicht klar, worin nun eigentlich das Märchen besteht.


Wichtig ist doch, dass dadurch in der Folge klare Rechtsstrukturen, wie oben beschrieben, umgangen worden.

AZ


Was wurde genau umgangen?

augenzeuge hat geschrieben: Es überrascht mich nicht, wie hier verfahren wurde.


Wie wurde Deiner Meinung nach verfahren?


Steht alles oben:

Das rechtsstaatliche Gebot der Trennung von Polizei und Geheimdienst ist mit dem Einsatz der Spezialkommissionen de facto aufgehoben. Dabei begreift sich auch die DDR als Rechtsstaat.

Bei den Untersuchungen zu den toten Säuglingen 1986 in der Leipziger Frauenklinik kommt die Kriminalpolizei erst gar nicht zum Zug. Die Stasi ermittelt von Anfang an allein.
Die Stasi wirft ihr eine „systemfeindliche Tat“ und einen „gesellschaftsgefährdenden Akt“ vor. Schließlich gesteht die Frau. Ein Gutachter bescheinigt ihr eine psychische Störung. Inwieweit dieses Gutachten objektiv war oder gesteuert, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Der Leipziger Fall ist ein Politikum, und der jungen Krankenschwester wird ein politischer Prozess gemacht. Nachdem sie mehr als ein Jahr lang in Untersuchungshaft sitzt, legen Stasi und Justiz im August 1987 fest: Die Gerichtsverhandlung ist nicht öffentlich, die Eltern der Angeklagten werden weder über den Termin informiert noch nach dem Ende des Prozesses. All das verstößt gegen geltendes Recht der DDR.


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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 14. Oktober 2023, 11:45

augenzeuge hat geschrieben:
andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Mir ist nicht klar, worin nun eigentlich das Märchen besteht.


Wichtig ist doch, dass dadurch in der Folge klare Rechtsstrukturen, wie oben beschrieben, umgangen worden.

AZ


Was wurde genau umgangen?

augenzeuge hat geschrieben: Es überrascht mich nicht, wie hier verfahren wurde.


Wie wurde Deiner Meinung nach verfahren?


Steht alles oben:

Das rechtsstaatliche Gebot der Trennung von Polizei und Geheimdienst ist mit dem Einsatz der Spezialkommissionen de facto aufgehoben. Dabei begreift sich auch die DDR als Rechtsstaat.

Bei den Untersuchungen zu den toten Säuglingen 1986 in der Leipziger Frauenklinik kommt die Kriminalpolizei erst gar nicht zum Zug. Die Stasi ermittelt von Anfang an allein.
Die Stasi wirft ihr eine „systemfeindliche Tat“ und einen „gesellschaftsgefährdenden Akt“ vor. Schließlich gesteht die Frau. Ein Gutachter bescheinigt ihr eine psychische Störung. Inwieweit dieses Gutachten objektiv war oder gesteuert, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Der Leipziger Fall ist ein Politikum, und der jungen Krankenschwester wird ein politischer Prozess gemacht. Nachdem sie mehr als ein Jahr lang in Untersuchungshaft sitzt, legen Stasi und Justiz im August 1987 fest: Die Gerichtsverhandlung ist nicht öffentlich, die Eltern der Angeklagten werden weder über den Termin informiert noch nach dem Ende des Prozesses. All das verstößt gegen geltendes Recht der DDR.


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Im Buch stehen Fakten, die durch Originalakten belegt sind. Du darfst aber selbstverständlich diesem Zeitungsartikel Glauben schenken.
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 15:32

Im Buch stehen Fakten, die durch Originalakten belegt sind.

Der Satz ist schlüssig. Aber er ist mir zu pauschal, kann sich auf alles beziehen.

Wenn du mir in Zitaten nachweist, dass die markierten, bekannten Rechtsfehler falsch sind, glaube ich dir selbstverständlich.

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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon Merkur » 14. Oktober 2023, 16:36

Ich werde in die Diskussion nur mit diesem Beitrag einsteigen, da ich mich nicht am zerreden der Thematik auf der Basis laienhafter Berichterstattung durch die Medien beteilige. Dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade und es gibt in Sachen Aufarbeitung noch genug Ernsthaftes zu tun.
Wer den Fall nachvollziehen möchte, kann das anhand des Buches im Detail tun oder er wertet die vorhandenen Akten aus.
Es macht auch keinen Sinn darüber zu diskutieren, ob nun die K oder das MfS den Fall untersuchte. Fakt ist, dass das MfS nach der StPO ein legitimiertes Untersuchungsorgan zur Untersuchung von Straftaten war. Und sie haben den Fall geklärt. Alles andere ist sinnlose Makulatur.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 16:50

Merkur, findest du nicht, dass das Verfahren nach politischer Zensur stinkt?

Wieso verteidigst du diesen Fall ohne anzuerkennen, dass man gegen das eigene Recht verstoßen hat? Wieso erfuhren die Eltern nichts, durften nicht zum Prozess?

All dieses Verhalten kann man doch nicht noch rechtfertigen.

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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 14. Oktober 2023, 17:03

augenzeuge hat geschrieben:
Im Buch stehen Fakten, die durch Originalakten belegt sind.

Der Satz ist schlüssig. Aber er ist mir zu pauschal, kann sich auf alles beziehen.

Wenn du mir in Zitaten nachweist, dass die markierten, bekannten Rechtsfehler falsch sind, glaube ich dir selbstverständlich.

AZ

Alles gut mit Dir? Du kannst Dir den Nachweis an Hand des Buches selbst erarbeiten. Schau einfach in das Buch. Die Vorlesefunktion ist bei mir defekt ....
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon Icke46 » 14. Oktober 2023, 17:06

Der Wikipedia-Eintrag zu diesem Fall: https://de.wikipedia.org/wiki/Säuglingsmorde_von_Leipzig

Da steht ebenfalls die Sache mit dem Anruf des Chefarztes beim MfS-Bezirkschef, allerdings steht auch wieder in Bezug auf die Eltern dort, dass die Eltern der getöteten Säuglinge nicht am Prozeß teilnehmen durften.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass bei vielen solcher Fälle sich jeder den Sachverhalt zurechtschnitzt, wie er ihm am besten passt….
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 14. Oktober 2023, 17:12

Icke46 hat geschrieben:Manchmal habe ich den Eindruck, dass bei vielen solcher Fälle sich jeder den Sachverhalt zurechtschnitzt, wie er ihm am besten passt….

Warum schaut man sich nicht einfach das Buch oder die Akten an, dann braucht man sich nix zurecht schnitzen?
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2023, 17:37

Es tut mir nicht leid, aber man muss doch die Sache hinterfragen dürfen. Ein Gutachten des MfS, nicht nachvollziehbar, Gerichts Ablauf heimlich, Eltern bleiben sogar nach dem Prozess im unklaren?

Welche Chance einer Revision bestand denn? Man stelle sich vor, es war die Falsche.....

Sorry, das ist mir zu fettig, das ess ich nicht.

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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 14. Oktober 2023, 17:41

augenzeuge hat geschrieben:Es tut mir nicht leid, aber man muss doch die Sache hinterfragen dürfen. Ein Gutachten des MfS, nicht nachvollziehbar, Gerichts Ablauf heimlich, Eltern bleiben sogar nach dem Prozess im unklaren?

Welche Chance einer Revision bestand denn? Man stelle sich vor, es war die Falsche.....

Sorry, das ist mir zu fettig, das ess ich nicht.

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Nun ist der @AZ endlich in seiner Spekulationsküche angekommen und am Brutzeln. [flash]
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2023, 17:43

Icke46 hat geschrieben:Der Wikipedia-Eintrag zu diesem Fall: https://de.wikipedia.org/wiki/Säuglingsmorde_von_Leipzig

Da steht ebenfalls die Sache mit dem Anruf des Chefarztes beim MfS-Bezirkschef, allerdings steht auch wieder in Bezug auf die Eltern dort, dass die Eltern der getöteten Säuglinge nicht am Prozeß teilnehmen durften.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass bei vielen solcher Fälle sich jeder den Sachverhalt zurechtschnitzt, wie er ihm am besten passt….


Kann es sein, das du den falschen Wikibeitrag verlinkt hast?
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2023, 17:50

augenzeuge hat geschrieben:Es tut mir nicht leid, aber man muss doch die Sache hinterfragen dürfen. Ein Gutachten des MfS, nicht nachvollziehbar, Gerichts Ablauf heimlich, Eltern bleiben sogar nach dem Prozess im unklaren?

Welche Chance einer Revision bestand denn? Man stelle sich vor, es war die Falsche.....

Sorry, das ist mir zu fettig, das ess ich nicht.

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Wieso die Falsche?
Sie wurde im Februar 1988 verhaftet und gestand einen Tag später in einer Vernehmung schließlich, die vier Säuglinge jeweils mit dem Herz-Medikament Digitoxin vergiftet zu haben, das bei einer gezielten Überdosierung tödlich wirkt. Als Tatmotiv gab sie an, im Alter von 18 Jahren auf einem Fest vergewaltigt worden zu sein und ab diesem Zeitpunkt einen grundsätzlichen Hass auf Männer gehabt zu haben. Die Babys habe sie mutwillig getötet, um damit besonders den jungen Vätern bzw. Männern großes Leid zuzufügen
Steht bei Wiki....
Sie hat gestanden und das Tatmotiv war bekannt. Was willst du da mit Revision?
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon Icke46 » 14. Oktober 2023, 18:01

pentium hat geschrieben:
Icke46 hat geschrieben:Der Wikipedia-Eintrag zu diesem Fall: https://de.wikipedia.org/wiki/Säuglingsmorde_von_Leipzig

Da steht ebenfalls die Sache mit dem Anruf des Chefarztes beim MfS-Bezirkschef, allerdings steht auch wieder in Bezug auf die Eltern dort, dass die Eltern der getöteten Säuglinge nicht am Prozeß teilnehmen durften.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass bei vielen solcher Fälle sich jeder den Sachverhalt zurechtschnitzt, wie er ihm am besten passt….


Kann es sein, das du den falschen Wikibeitrag verlinkt hast?


Inwiefern? Der Beitrag ist schon richtig, nur wird der Link hier im Forum nicht richtig angezeigt. Ich vermute mal, dass die Forensoftware das ä nicht verarbeiten kann - ist eben ultramodern [denken] ….
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Re: Das Untersuchungsorgan des MfS

Beitragvon andr.k » 14. Oktober 2023, 18:09

Icke46 hat geschrieben:Da steht ebenfalls die Sache mit dem Anruf des Chefarztes beim MfS-Bezirkschef, allerdings steht auch wieder in Bezug auf die Eltern dort, dass die Eltern der getöteten Säuglinge nicht am Prozeß teilnehmen durften.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass bei vielen solcher Fälle sich jeder den Sachverhalt zurechtschnitzt, wie er ihm am besten passt….


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