Kaerner lieferte Mitte der 50ziger Jahre eine angeblich offizielle Studie aus Bonn über die " Befreiung der SBZ und Wiedervereinigung Deutschlands durch militärische Besetzung des mitteldeutschen Raumes bis zu Oder - Neiße - Linie."
Walter Ulbricht rechtfertigte 1961 den Mauerbau mit dem vorgeblichen Angriffsplan der Bundeswehr, Codename Deco II. Kaerner erweckte den Eindruck, das Papier stamme aus dem Panzerschrank von General Hans Speidel, ab 1957 Nato-Oberbefehlshaber der allierten Landstreitkräfte in Mitteleuropa. In Wirklichkeit war das Papier eine Fälschung. Kaerner hatte zuvor schon bei den Briten sein Glück als Informant gesucht und erzählt, er habe Martin Bormann, einen der engsten Mitarbeiter Adolf Hitlers, in Afrika getroffen. Bormann war aber schon 1945 gestorben.
Werner Großmann, letzter Chef der DDR-Spionage, hatte Kaerner als Agenten geworben. 1959 endete Karners Tätigkeit für die DDR. Über seine Motive ist nichts bekannt. Möglicherweise gibt sein Deckname einen Hinweis, er lautete " Kohle ".
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Quelle: Spiegel Nr.7 vom 8.2.2020








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