Interessante Webseiten

Hier befinden sich die Forenregeln, Vorstellungen und dies und das.

Re: Interessante Webseiten

Beitragvon pentium » 10. März 2019, 14:22

Hertha hat verloren!
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon augenzeuge » 10. März 2019, 14:23

pentium hat geschrieben:Hertha hat verloren!

Ist doch nur ein Spiel. [blush]
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Interessierter » 27. März 2019, 15:42

Auf den Spuren deutscher Grenzgeschichte

Wir hören nichts außer dem Rascheln des Laubs unter unseren Füßen. Mit jedem Schritt graben sich unsere Wanderschuhe tiefer in den feuchten Waldboden. Die kahlen Bäume wippen im Rhythmus des Windes, der durch die Kronen streift. Es knackt im Unterholz, ein paar Meter weiter raschelt es verhalten hinter einer kleinen Gruppe von Büschen. Und doch ist die Stille unser einziger Begleiter an diesem trüben Tag. Nebel breitet sich aus und umhüllt den Wald wie eine unsichtbare Hand. Wir frösteln ein wenig und ziehen uns die Kapuzen tiefer ins Gesicht.

Erinnerungen an vergangene Zeiten

Wir sind im Lappwald unterwegs. Dieser 20 Kilometer lange und bis zu 5 Kilometer breite Höhenzug erstreckt sich von Helmstedt aus nach Norden. Es ist ein Wald mit Geschichte, denn durch dieses Gebiet verlief 40 Jahre lang die innerdeutsche Grenze. Dieser Bereich erstreckte sich mitten durch den Wald und war seitens der DDR sehr gut gesichert. Grenztruppen der DDR patrouillierten auf ihrer Seite des Zaunes unentwegt und verhinderten die Flucht von Ost nach West. Viele Enteignungen und Fluchtversuche forderten in dieser dunklen Zeit viele Opfer. Auch heute noch verläuft die Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt durch das Waldgebiet. Die Grenzen sind aber zum Glück fließend und außer einer Schneise aus gespenstisch wirkenden Birken erinnert nichts mehr an die grausame Zeit an der Demarkationslinie.

Mit vielen Fotos geht es hier weiter:
https://maddieunterwegs.de/?p=530
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon augenzeuge » 27. März 2019, 16:55

Gibts Fotos, wie das 1989 dort aussah?

AZ
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Interessierter » 30. März 2019, 10:59

Vielleicht zeigt Google dir ja einige?

[hallo]
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Interessierter » 30. März 2019, 11:25

Das Recht auf Meinungsfreiheit

Ein politischer Witz, ein zugespitzter Liedtext, kritische Bemerkungen über die Regierung auf dem Schulhof oder bei der Arbeit: Mit ihrer frei geäußerten eigenen Meinung brachten sich in der DDR viele Menschen in Gefahr.

Das Recht auf eine eigene Meinung und ihre Äußerung ist ein hohes Gut. Es knüpft an das Recht auf Selbstbestimmung. Artikel 19 der UN-Menschenrechtscharta garantiert das Recht, sich frei jede Art von Informationen zu beschaffen und erteilt damit staatlicher Zensur eine Absage. Allerdings findet dieses Recht, wie andere auch, eine Beschränkung in der Beschneidung von Rechten anderer. Wer seine Meinungsfreiheit dazu nutzt, die Würde anderer zu verletzen oder zu Gewalt gegen sie aufruft, kann sich nicht auf das Recht berufen.

Auch die Verfassung der DDR garantierte Meinungsfreiheit, jedoch nicht als allgemeines Recht: Die Meinungsäußerung musste den Grundsätzen der Verfassung folgen, um „legal“ zu sein. Ein politischer Witz, ein zugespitzter Liedtext, kritische Bemerkungen über die Regierung auf dem Schulhof oder bei der Arbeit konnten schon strafrechtliche Folgen haben.

Für die Staats- und Parteiführung bedeutete Meinungsfreiheit ein Risiko, vor dem es den sozialistischen Staat zu schützen galt. Entsprechend rigoros ließen die Herrschenden ihre Geheimpolizei gegen die Verbreitung von so genannter "staatsfeindlicher Hetze" (Strafgesetzbuch der DDR §104-106) vorgehen.

Verfassung als Attrappe

In der Realität wurden den Menschen die in der DDR-Verfassung festgeschriebenen Rechte verwehrt. Eine kritische Meinung zum politischen System oder den Lebensbedingungen in der DDR konnte als „staatsfeindliches“ Handeln ausgelegt werden. Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen bildeten kein Korrektiv zur Version der Dinge aus Sicht der SED: Im Gegenteil: Sie waren staatlich gelenkt und kontrolliert, mit besonders staatsnahen und parteitreuen Mitarbeitern bestückt und zusätzlich mit Inoffiziellen Mitarbeitern durchsetzt. Auch Kunst und Kultur waren nicht frei, das konnte jeder in der Verfassung nachlesen: "Die sozialistische Nationalkultur gehört zu den Grundlagen der sozialistischen Gesellschaft" schrieb Artikel 18 vor. Im Gegensatz dazu sei die "imperialistische Unkultur" zu bekämpfen. Das öffnete der Verfolgung von unabhängigen Künstlern Tür und Tor.

In offen vorgetragenen kritischen Meinungen von DDR-Bürgern sah die Staatsführung in der Regel antisozialistische, konterrevolutionäre Umtriebe, die von den "Sicherheitsorganen" einzudämmen waren. Eine Ausnahme und ein Ventil für die Unzufriedenheit auch treuer Staatsbürger war das Eingaberecht. Es gab Bürgern die Möglichkeit, sich auch mit Kritik bei staatlichen Stellen einzubringen und über Verwaltungsakte zu beschweren, sogar beim MfS.

Das Eingabegesetz in der DDR sah eine Antwort binnen vier Wochen vor. Rund eine Million Eingaben wurden jährlich geschrieben, oft selbstbewusst und in schroffem Ton. Besonders kritische Schreiben konnten auch bei der Staatssicherheit landen, wie zahlreiche Dokumente in den Stasi-Unterlagen belegen.

Mit dem längeren Beitrag geht es hier weiter:
https://www.demokratie-statt-diktatur.d ... sfreiheit/
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Volker Zottmann » 30. März 2019, 11:35

Genauso Wilfried.
Als Gegenspiel werte ich mal folgendes Vido im Heute. Stell Dir des Anders Hasstiraden mal gegen die Margot Honecker vor.... Der säße heute noch!
Damals wurde uns das Korsett zum Machterhalt umgelegt. Heute wirds mit der Freiheit übertrieben.

https://www.youtube.com/watch?v=xkBDUqwy_n8

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Edelknabe » 30. März 2019, 12:30

Also nein Interessierter, hast du wieder etwas über die DDR gefunden, zum runterziehen. Finde doch mal was an Dreckskram über olle BRD bis 1989. Und nee. Also Eingaben in der DDR waren eine feine Sache, die bewirkten auch was. Stellt euch das mal heute vor. Du möchtest zum Beispiel das der Familien-Araberclan aus der Nachbarschaft nicht immer mit dem fetten Porsche durch die eure Spielstrasse donnert.

Wie lange das wohl gut ginge? a)mit deiner Eingabe und deiner Gesundheit, dann die deiner Kinder b) mit Gretel oder dem Arno vom Ordnungsamt und ihrer Gesundheit wenn Sie das dem Clan verklickern möchten,eben was du in der Eingabe getextet hast.

Das Ende vom Lied, du hättest die Eingabe besser nicht geschrieben, eben wegen "dem Zuviel an Freiheit". Hörst du Karnak, dem EINFACH ZU VIEL an Freiheit.

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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon augenzeuge » 30. März 2019, 14:38

Edelknabe hat geschrieben:Also Eingaben in der DDR waren eine feine Sache, die bewirkten auch was.
Rainer-Maria


[laugh] Ja, manchmal bewirkten die auch etwas, was man gar nicht gewollt hat.

AZ
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon karnak » 30. März 2019, 15:34

Edelknabe hat geschrieben: Hörst du Karnak, dem EINFACH ZU VIEL an Freiheit.

Rainer-Maria

[grin] Da ist natürlich was dran, NUR ist eben schwierig, " zuviel", mir gefällt das manchmal auch nicht, hat aber auch was mit dem Alter in dem man selbst gelandet ist und über die Macht über die man über die Zeit verfügen kann zu tun. Zuwenig, auch schwierig, dann meinen die Alten den Jungen ihre Lebensvorstellungen aufdrücken zu können, dass endet dann verdammt schnell in der Diktatur derer die sich das " leisten" können, ist ERSTMAL unfair und endet irgendwann in einer Revolution. Eine richtige Lösung für das Dilemma hätte ich auch nicht. [flash]
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Spartacus » 30. März 2019, 16:03

karnak hat geschrieben: Eine richtige Lösung für das Dilemma hätte ich auch nicht. [flash]


Sokrates lässt schön grüßen. Wußte gar nicht das du das Zeug zum Philosophen hast. [hallo]

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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon augenzeuge » 30. März 2019, 17:44

Zu viel Freiheit kann es gar nicht geben. Das sagt nur der, der ihre Möglichkeiten, ihren Wert nicht begriffen hat. Und sie für Verstöße, denen sie nicht ursächlich zuzuordnen ist, verantwortlich macht. [wink]

AZ
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Sperrbrecher » 30. März 2019, 17:46

Interessierter hat geschrieben:Auch die Verfassung der DDR garantierte Meinungsfreiheit, jedoch nicht als allgemeines Recht: Die Meinungsäußerung musste den Grundsätzen der Verfassung folgen, um „legal“ zu sein. Ein politischer Witz, ein zugespitzter Liedtext, kritische Bemerkungen über die Regierung auf dem Schulhof oder bei der Arbeit konnten schon strafrechtliche Folgen haben.

Von einem westdeutschen Politiker (Helmut Kohl?) wurde berichtet, dass er die Witze sammelte die man über ihn erzählte. In der DDR sammelte man die Menschen, welche
Witze über DDR-Politiker erzählten.
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Edelknabe » 30. März 2019, 17:52

Wenn wir mal das Wort Freiheit mit Recht gleichsetzen "ich nehme somit das Recht in Anspruch, mir Freiheit leisten zu können", wie sieht das denn dann mit der Pflicht aus? Wie wäre jetzt das Wort für.....das Gegenstück sozusagen? Das die Freiheit nicht ausufert, das ich sie nicht missbrauche weil ich meine, ich steh so bissel drüber.Was ja momentan praktiziert wird, in der Gesellschaft. Und nee, gerne im Extrafred.

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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Interessierter » 9. April 2019, 16:15

Stasi gegen Menschenrechte


Über diese Seite

„Demokratie statt Diktatur“ will den Respekt für die Menschenrechte stärken. Damit ist es dem Ursprung der Öffnung des Stasi-Unterlagen-Archivs eng verbunden.

Dass es heute Zugang zu diesem einmaligen Archiv gibt, ist mutigen Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken. Sie wollten die Unterdrückung ihrer Rechte nicht länger hinnehmen und erwirkten während der Friedlichen Revolution 1989 das Ende der sozialistischen Ein-Parteien-Herrschaft und nahmen dabei auch ihrem Unterdrückungsinstrument, der Stasi, seine Kraft.

"Wir wollen raus!", "Rechtssicherheit statt Staatssicherheit", "Demokratie wann, wenn nicht jetzt!" – Das waren Forderungen, die die Menschen in der DDR auf Transparenten und Flugblättern im Herbst 1989 stellten. Sie verfolgten ein großes Ziel: Freiheit und Selbstbestimmung statt Willkür und Überwachung, Demokratie statt Diktatur.

Gleichzeitig setzten sich die Demonstrierenden dafür ein, die Stasi-Akten zu öffnen. Sie sollten Aufschluss geben über die Herrschaftsmechanismen der Diktatur und dabei helfen Unrecht aufzuklären. Mit dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 nahm auch das Stasi-Unterlagen-Archiv seine Arbeit auf.

Anhand von Unterlagen aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv zeigt diese Seite am Beispiel von zehn individuellen Freiheitsrechten wie diese ausgehebelt werden konnten. Sie gibt Einblicke in Pläne zur seelischen Zerstörung von Kritikern, in Anleitungen zu verfassungswidrigen Hausdurchsuchungen und Überwachungstechniken.

In jedem Kapitel wird das einzelne Menschenrecht eingeordnet und kurz erläutert, wie es in der DDR rechtlich gehandhabt wurde und wie sich das Handeln des Ministeriums für Staatssicherheit darauf auswirkte. Darauf folgt eine Darstellung der Strategien und Strukturen, die Menschen in der DDR an der Wahrnehmung ihrer Rechte hindern sollten. Hier wird deutlich, wie hauptamtliche Mitarbeiter und Spitzel jahrzehntelang in praktisch allen Bereichen des Alltags Menschenrechte verletzten.

Beispiele zum Nachlesen finden sich unter der Rubrik "Aus dem Archiv". Dokumente, Bilder sowie Audio- und Videobeiträge zeigen Denken und Vorgehen des MfS – gegen Menschenrechtsaktivisten in der DDR oder grundlegende Rechte der gesamten Bevölkerung.

https://www.demokratie-statt-diktatur.de/
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon HPA » 9. April 2019, 18:18

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Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen. (Sun Tzu)

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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon augenzeuge » 9. April 2019, 18:34

HPA hat geschrieben:Sehr interessant.

Auch dies: https://www.stasi-mediathek.de/medien/d ... s/blatt/2/


Oh ja....

AZ
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon augenzeuge » 9. April 2019, 18:50

Perfide.... [angst]

Politisch-operative Zersetzungsmaßnahmen in Form der Hervorrufung psychologischer Drucksituationen bei den bearbeiteten Personen.....


https://www.stasi-mediathek.de/medien/d ... /blatt/59/

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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon HPA » 9. April 2019, 18:55

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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon HPA » 11. April 2019, 08:49

Beispiele ,wie perfide Personen von der Stasi zersetzt wurden:

Beispielhaft ist die Geschichte einer Frau, die in der DDR im Kulturbereich tätig war, große Veranstaltungen organisierte und sich nicht scheute, zu jener Zeit verfemte Künstler und Kiinstlerinnen, wie z. B. Bettina Wegener, auftreten zu lassen. Dadurch wurde das MfS auf sie aufmerksam und eröffnete einen Operativen Vorgang (OV). Als sie Anfang der 80er Jahre eine Veranstaltung mit internationaler Beteiligung gegen die Raketenstationierung realisieren wollte, schal- tete sich das MfS direkt in dieses Vorhaben ein und setzte sie unter Druck. Da die Betroffene die geforderten Abstriche an ihrem Pro- gramm nicht akzeptierte, begann das MfS mit Zersetzungsmaßnahmen von besonders perfider Qualität, um ihre Widerstandskraft zu brechen.
Während der Schwangerschaft wurde ihr vom behandelnden Gynäkologen (einem IM) glaubhaft versichert, daß sie an Syphilis erkrankt sei. Als sie Zweifel an dieser Diagnose anmeldete, gab ihr der Arzt eine entsprechende medizinische Beweisführung,die für diesen Zweck vorbereitet worden war. Einige Zeit später wurde sie von diesem Arzt in eine Klinik eingeliefert, um einer vermeintlichen Fehlgeburt vorzubeugen. Wenige Tage vor der Entbindung informierte sie der gleiche Mediziner über eine bösartige Geschwulst, die man bei ihr diagnostiziert hätte. Die P. bekam daraufhin innerhalb kurzer Zeit graue Haare und Haarausfall. Wie die Akteneinsicht ergab, waren insgesamt 40 IM auf diese Frau angesetzt worden, die sie in allen Lebensbereichen bespitzelten und beeinträchtigten. Nach der glücklich verlaufenen Entbindung bekam sie tagelang ihr Baby nicht zu sehen. Als sie schließlich aus der Klinik entlassen wurde, fand sie die Kündigung vor. Sie bekam keine Arbeit mehr, stellte daraufhin einen Ausreiseantrag und war bis zur Ausreise in die Bundesrepublik als Reinigungskraft bei der Kirche tätig.Im Aufnahmelager Gießen erlitt sie einen schweren körperlichen und seelischen Zusammenbruch...
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon AkkuGK1 » 11. April 2019, 09:14

Dreckspack. [muede] aber auch hier werden wieder Ausreden und Verleugnungen gefunden werden.
AfD - die Alternative - für Doofe, deshalb wählt AfD ihr Schafe! Mähhh
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Nostalgiker » 11. April 2019, 10:41

Mich würde eher die konkrete Quelle interessieren.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns

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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Zicke » 11. April 2019, 11:40

J.S.

"Diejenigen, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden, werden
für jene pflügen die dies nicht getan haben".

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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon karnak » 11. April 2019, 12:19

Mich würde interessieren warum die Geschichte nicht zu Ende erzählt wird, hatte sie denn nun Syphilis und eine bösartige Geschwulst, was ja Krebs bedeutet? Ich meine da wird sie sich doch wohl im Westen drum gekümmert haben.
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Dr. 213 » 11. April 2019, 13:39

Passt exakt zu der Arbeitsweise vom VEB Liebe für Alle.
Hier in dem Fall ist es eine Form der Zersetzung, wie aus dem Lehrbuch der Stasi.

Der Verlust des Arbeitsplatzes und das anschliessende Auffangen durch eine kirchliche Einrichtung
war auch kein Einzelfall. Bestrafung duch die Kaderabteilungen und die dort installierten Getreuen war Standard.
Ein großer Fehler übrigens, weil so hat man noch mehr Feinde produziert und der Kirche zugetrieben.

In meinem Fall kann ich sogar sagen, wenn ich damals in 1985 schnell wieder einen richtigen Job bekommen
hätte, dann wäre überhaupt keine Zeit mehr für Fluchtvorbereitungen gewesen und ich wär vielleicht niemals abgehauen.
So hatte ich nach den vergeblichen Bewerbungen über wunderbare 8 Monate lang Zeit fürs Ausspähen und mein Training.

Herzlichst
Dr. 213
Sie lügen, sie lügen und wir müssen uns barmherzig zeigen, denen gegenüber, die lügen. (Colonel Kurtz)
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Interessierter » 30. April 2019, 08:35

7. Dezember 1960: Befehl Nr. 584/60: Verbesserung der Informationsarbeit des Ministe­riums für Staatssicherheit

https://docplayer.org/63760893-I-die-or ... m-mfs.html
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon andr.k » 30. April 2019, 16:53

Interessierter hat geschrieben: 7. Dezember 1960: Befehl Nr. 584/60: Verbesserung der Informationsarbeit des Ministe­riums für Staatssicherheit

https://docplayer.org/63760893-I-die-or ... m-mfs.html


Ist das jetzt ein Sensationsfund und was möchtest du damit suggerieren? [ich auch]
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Interessierter » 31. Mai 2019, 11:40

Politische Polizei im geteilten Deutschland – Hinweise zur Entwicklung des repressiven Staatsschutzes

Das besiegte Deutschland zur Demokratie zurückzuführen, das faschistische Herrschaftssystem zu zerschlagen und durch einen konsequenten Elitenaustausch die Voraussetzungen für einen demokratischen Neuanfang zu schaffen – dies waren die Vereinbarungen der Anti-Hitler-Koalition, als ihre Truppen in Deutschland einmarschierten. Dementsprechend wurden mit dem Kontrollrats-Gesetz Nr. 1 vom 20. September ’45 zentrale Straftatbestimmungen des faschistischen Strafrechts aufgehoben, mit Gesetz Nr. 2 vom 10. Oktober ’45 über die „Auflösung von Naziorganisationen“ u.a. die Gestapo als aufgelöst erklärt, mit Gesetz Nr. 11 vom 30. Januar ’46 das Strafrecht von allen politischen Straftatbeständen (vom Hoch- bis Landesverrat) bereinigt und schließlich mit dem Gesetz Nr. 31 vom 1. Juli ’46 alle „Polizeibüros und Agenturen politischen Charakters“ verboten.

Über die negatorische Behandlung der Überbleibsel des Nazi-Regimes hinaus kam es zwischen den Siegermächten – abgesehen von der Kontrollrats-Direktive Nr. 16 zur Bewaffnung der Deutschen Polizei vom 6. November ’45 – jedoch zu keinerlei gemeinsamen Regelungen über den künftigen Status einer deutschen Polizei. Jede Besatzungsmacht ging ihren eigenen Weg. Gleichwohl, die Zeiten einer politischen Polizei in deutscher Verantwortung schienen vorbei zu sein.

https://www.cilip.de/1992/09/26/politis ... sschutzes/
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Interessierter » 12. Juni 2019, 13:45

Protokoll Nr. 45/61 der Sitzung des Politbüros des Zentralkomitees der SED am Dienstag, dem 22. August 1961, im Sitzungssaal des Politbüros

http://www.chronik-der-mauer.de/materia ... olitbueros
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Re: Interessante Webseiten

Beitragvon Interessierter » 12. Juni 2019, 14:01

Die Deutsche Volkspolizei (DVP)

Nach der Kapitulation des nationalsozialistischen Regimes am 8. Mai 1945 lagen nicht nur das Land danieder, sondern auch alle staatlichen Organe, insbesondere die Sicherheitseinrichtungen. Aus diesem Grund erteilten schon wenige Wochen später führende Funktionäre der Kommunistsichen Partei Deutschlands (KPD) mit Zustimmung der Sowjetischen Militäradministration für Deutschland (SMAD) erste Anweisungen für den Aufbau von Polizeikräften in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), die dann ab 1. Juli 1945 offiziell als Deutsche Volkspolizei (DVP) zusammen gefasst wurden und aus der sich kurze Zeit später heraus auch die Grenzpolizei und die Bereitschaften bildeten. Für die Einstellung von neuen Sicherheitskräften war vorgegeben, dass keine alten Polizeibeamten mehr zu verwenden seien.

Daher wurden vor allem Antifaschisten (darunter bevorzugt Kommunisten) in leitende Funktionen in den Polizeidienststellen eingesetzt. Beim Wiederaufbau der Polizeibehörden griff man auf Strukturen der Weimarer Republik zurück. Dadurch entstanden auf örtlicher Ebene Einzel- und Gruppenposten, Reviere sowie Orts- und Kreisbehörden. Im Zuge der Länderbildung (Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen) entstanden dann auch Landespolizeibehörden. Auf sowjetische Weisung bildete man im Jahre 1946 die Deutsche Verwaltung des Inneren (DVdI), die sich im Laufe der Zeit gegenüber den Polizeibehörden der fünf Länder zum zentralen länderübergreifenden Führungsorgan entwickelte. Die Leitung des Aufbaus der Polizeibehörden auf deutscher Seite übernahmen ausschließlich Kommunisten und zuverlässige Mitglieder der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).

Der Aufgabenbereich der DVP umfasste, im Rahmen ihrer territorialen und rechtlichen Zuständigkeit, allgemein die „Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit“ in der DDR. Im Besonderen war ihr dabei aufgetragen, durch ihre verschiedenen Dienstzweige mögliche Straftaten, Verfehlungen und Ordnungswidrigkeiten vorzubeugen, begangene Straftaten aufzudecken, zu untersuchen und aufzuklären sowie helfend dazu beizutragen, dass die Ursachen und Bedingungen dafür erkannt und beseitigt werden. Darüber hinaus verlangte der von der Staatsführung ausgestellte politische Auftrag, dass die Angehörigen der DVP ihren Dienst „zur allseitigen Stärkung und zum zuverlässigen Schutz der Arbeiter- und Bauern-Macht“ versahen, d.h. über ihre polizeilichen Aufgaben hinaus Verantwortung für die Weiterentwicklung der sozialistischen Gesellschaft trugen.

Zudem war man sowohl in der Führung der SED als auch der DVP darauf bedacht, die Polizei als „Polizei des Volkes“ erscheinen zu lassen. Eine Schlüsselrolle darin spielten die so genannten Abschnittsbevollmächtigten (ABV), die 1952/53 nach sowjetischem Vorbild eingesetzt wurden.
Sie bekleideten zumeist einen unteren Offiziersrang der Schutzpolizei und waren eigentlich ständig im Dienst. Sie kannten durch die regelmäßige Kontrolle der „Hausbücher“ die Einwohner in ihrem Kontrollbereich recht gut und waren ebenso in der Bevölkerung einträglich bekannt. Aus diesem Grund waren sie die ersten Ansprechpartner, wenn in einem Wohngebiet „Störungen der öffentlichen Ordnung“ anzuzeigen waren oder ein Verdacht auf kriminelle Handlungen weiter gegeben werden sollte. Weiterhin waren es zumeist die ABV, die politisch zuverlässige DDR-Bürger als „Freiwillige Helfer der Volkspolizei“ zu werben, zu schulen und einzusetzen hatten.

Die DVP arbeitete auch sehr eng mit dem MfS zusammen, faktisch bestand ein Unterstellungsverhältnis unter das MfS. Ähnlich wie bei der Staatssicherheit, die mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) zusammenarbeitete, hatte auch die Volkspolizei ihre Informanten. Das Arbeitsgebiet I der Kriminalpolizei (K I), deren Mitarbeiter durch MfS-Offiziere geführt wurden, setzte solche inoffiziellen Kräfte – die Inoffiziellen kriminalpolizeilichen Mitarbeiter (IKM) – ein (vgl. auch die Abwehrarbeit des MfS im MdI und DVP).

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