DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Alles zu Radio und Fernsehen in beiden deutschen Staaten

DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon augenzeuge » 20. Dezember 2012, 17:00

Pünktlich zum 73. Geburtstag des sowjetischen Staats- und Parteichefs Josef Stalin ging das DDR-Fernsehen am 21. Dezember 1952 mit einem Versuchsprogramm auf Sendung. Vier Tage später strahlte der NWDR eine erste Testreihe aus und begann am ersten Weihnachtsfeiertag mit dem regulären Angebot. Ein Tag später läutete schon der erste Gong für die „Tagesschau“.

1963 wurden in der Bundesrepublik die Weichen für den Start eines zweiten Fernsehprogramms gestellt: Am 1. April 1963 nahm das ZDF seinen Sendebetrieb auf, im folgenden Jahr starteten die dritten Programme der ARD. Und mit der Einführung des Farbfernsehens 1967 zeigte sich, wie tief der Graben zwischen den beiden deutschen Staaten gezogen war: Während in der Bundesrepublik das PAL-Farbfernsehsystem umgesetzt wurde, entschied man sich in der DDR für die Secam-Methode. Wer im Westen Ost-Fernsehen gucken wollte, empfing die Sendungen nur in Schwarz-Weiß.
http://www.mainpost.de/ueberregional/ku ... 09,7202373

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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon EK 78/1 » 20. Dezember 2012, 18:22

Wer im Westen Ost-Fernsehen gucken wollte, empfing die Sendungen nur in Schwarz-Weiß. @Az

Ich denke das war denen egal,ob die nun Sudel-Ede in Farbe oder Schwarz-Weiss sahen war doch egal. [flash]
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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon Habicht-3 » 20. Dezember 2012, 18:52

augenzeuge hat geschrieben:Pünktlich zum 73. Geburtstag des sowjetischen Staats- und Parteichefs Josef Stalin ging das DDR-Fernsehen am 21. Dezember 1952 mit einem Versuchsprogramm auf Sendung. Vier Tage später strahlte der NWDR eine erste Testreihe aus und begann am ersten Weihnachtsfeiertag mit dem regulären Angebot. Ein Tag später läutete schon der erste Gong für die „Tagesschau“.

1963 wurden in der Bundesrepublik die Weichen für den Start eines zweiten Fernsehprogramms gestellt: Am 1. April 1963 nahm das ZDF seinen Sendebetrieb auf, im folgenden Jahr starteten die dritten Programme der ARD. Und mit der Einführung des Farbfernsehens 1967 zeigte sich, wie tief der Graben zwischen den beiden deutschen Staaten gezogen war: Während in der Bundesrepublik das PAL-Farbfernsehsystem umgesetzt wurde, entschied man sich in der DDR für die Secam-Methode. Wer im Westen Ost-Fernsehen gucken wollte, empfing die Sendungen nur in Schwarz-Weiß.
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Nein, war keine politische Entscheidung. Lässt sich mittlerweile im Bundesarchiv recherchieren, war zudem in den letzten Jahren in den T-Online Newsgroups DAS Thema.
Es gab wohl damals gesamteuropäische Verhandlungen. Zunächst schienen sich viele für das französische SECAM. Die BRD hat sich wohl erst ziemlich spät entschieden.

Zumal politisch daraus wenig gemacht werden konnte. An sich war die Fernsehnorm ja komplett kompatibel, nur eben nicht in Farbe. Zu diesem Zeitpunkt aber völlig Egal, da S/W Geräte noch sehr lange das Mass aller Dinge war.

Übrigens: Sowjetische Fernsehsender und auch Sender der CSSR waren dagegen komplett nicht zu empfangen, da andere Fernsehnorm.
Das war eben doof gelaufen.
In der DDR war alles undemokratisch und menschverachtend. Dort lebten 17 Millionen Stasiangehörige, die keine Bananen kaufen konnten.
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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon pentium » 20. Dezember 2012, 19:16

Hallo Fersehfreunde!

Jedes der beiden Farbsysteme zeigt Vor- und Nachteile. Unter dem Strich merkt das der Zuschauer kaum. Das Secam neigt in ungünstigen Konstellationen eben zum berüchtigten "Secam-Feuer" (seitliches Ausbrechen der Farbe in den anderen Bildinhalt.) Durch die Frequenzmodulation der beiden Farbträger konnte man die Farben im Studio nicht additiv mischen. Das war der Hauptgrund warum Secam in der Abfangszeit vom Studiotechniker eher beargwöhnt wurde. Später mischte man die reinen Farbauszüge RGB im Studio.
PAL zeigt auch Fehler im berüchtigtem kariertem Hemd und in Form von Entsättigungsfehlern.

Naja, beides haben wir ja im Digital-TV überstanden.

Ganz so schwarz/weiß sah der geneigte Westseher in der DDR nicht. Man konnte sich vom Fernseh- Mechaniker seines Vertrauens einen PAL-Decoder in seinen Farbfernseher einbauen lassen. So ein Teil hatte ich auch in meinem ersten Farbfernseher. Ein Raduga war es nicht! Color...? Man wird echt alt.

MfG
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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon Habicht-3 » 20. Dezember 2012, 19:28

Der Raduga ist kein TV-Gerät, dass ist eine Fersehheizung.....
In der DDR war alles undemokratisch und menschverachtend. Dort lebten 17 Millionen Stasiangehörige, die keine Bananen kaufen konnten.
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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon augenzeuge » 20. Dezember 2012, 20:19

Habicht-3 hat geschrieben:Der Raduga ist kein TV-Gerät, dass ist eine Fersehheizung.....


Stimmt! [grins]
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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon Affi976 » 20. Dezember 2012, 20:54

und Secam hiess immmer ......Sehkrampf [shocked] [flash]
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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon pentium » 19. Januar 2013, 19:43

[Aus der beliebten Reihe: Was die Welt schon immer wissen wollte]

...habe ich noch etwas über den Grund des Abrauchens der Geräte vom Typ Raduga gefunden.
Schuld sollen die Sockel der Röhren gewesen. Hier insbesondere die Gleichrichteröhre. Die saß sehr eng am Zeilentrafo. Wenn die Netzspannung leicht erhöht war, kam es zu Überschlägen aus der Fassung der Gleichrichterröhre zum Zeilentrafo, der da nahebei saß. Die Wärmeentwicklung des Gerätes begünstigte diesen Vorgang zusätzlich. Zumal die im Gerät gestaute Wärme auch enorm dazu beitrug, dass es zu Spannungsschwankungen kam.
Auch die Kappe der Ballasttriode bröselte oft langsam dahin, so das der Anschluß frei lag. Auch hier kam es dann zum Funkensprühen.

Ach ja und noch etwas am Rande.
Das DDR Fernsehen begann in der Sendenorm OIRT D d.h. mit 6,5 MHz Tonträgerabstand
(Osteuropa) im Gegensatz zur BRD mit 5,5 MHz Tonträgerabstand. Gearbeitet wurde im Kanalraster des OIRT Bandes I & III sowie dem Band II das eigentlich für den UKW Hörfunk vorgesehen ist. Erst in den späten 1950er Jahren bis Anfang der 1960er Jahre wurden die Sender von der OIRT Norm auf CCIR umgestellt.

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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon andr.k » 19. Januar 2013, 20:02

November 1989, der nächste Wettlauf….

DDR-Fernseh.JPG



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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon Volker Zottmann » 19. Januar 2013, 20:06

pentium hat geschrieben:.

Ganz so schwarz/weiß sah der geneigte Westseher in der DDR nicht. Man konnte sich vom Fernseh- Mechaniker seines Vertrauens einen PAL-Decoder in seinen Farbfernseher einbauen lassen. So ein Teil hatte ich auch in meinem ersten Farbfernseher. Ein Raduga war es nicht! Color...? Man wird echt alt.

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Am 22. Mai 1979, zu Sohnemann Carlos 5. Geburtstag durften wir uns in Quedlinburg einen Farbfernseher “Chromat” im RFT-Geschäft abholen. Nur weil wir die Kaufunterlagen heute noch haben, konnte dieser Tag von mir noch genau bestimmt werden.
Etwa 10 % dieser Fernseher wurden nun seit geraumer Zeit mit beiden Systemen ausstaffiert. Logisch bei nur einem einzigen Hersteller, dass große Begehrlichkeit DDR-weit auf die Fernseher bestand. Die waren wie fast alles schlichtweg Mangelware.
Meine Frau hat in ihrer PGH-Rundfunk in Gernrode vorsorglich 2 PAL- Einschübe für je 613.- Ostmark gekauft. (Einen für die Oma)
Dort versorgten sich erstmal alle Kollegen selbst mit den begehrten Teilen, ehe je etwas in den Verkauf gelang. Logisch!
Am 23. Mai wurde dann das PAL-Teil in den Fernseher eingeschoben und wir sahen farbig was wir wollten …

Gruß Volker
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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon pentium » 19. Januar 2013, 20:50

Den Chromat mit beiden Systemen gab es in Bad Schandau sogar vorrätig. Weil man in der sächsischen Schweiz ja PAL brauchte!??

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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon Nostalgiker » 19. Januar 2013, 20:55

pentium hat geschrieben:Den Chromat mit beiden Systemen gab es in Bad Schandau sogar vorrätig. Weil man in der sächsischen Schweiz ja PAL brauchte!??

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Ja so war das mit dem "Verteilerschlüssel" ........

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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon pentium » 19. Januar 2013, 21:53

[Wieder aus der beliebten Reihe: Was die Welt schon immer wissen wollte]

Der Beginn des Ausbaus des DDR Fernsehsendernetzes



21.12.1952 Fernsehsender am Berliner Stadthaus

III. Quartal 1953 Fernsehsender Leipzig

IV. Quartal 1953 Fernsehsender Dresden

I. Quartal 1954 Fernsehsender Berlin-Grünau-Müggelberge

II. Quartal 1955 Versuchssender Hartmannsdorf bei Karl-Marx Stadt

III. Quartal 1955 Sender Berlin-Stadtmitte (Berlin-Stadthaus wird außer Betrieb gesetzt)

IV. Quartal 1955 Sender Marlow & regulärer Sender Katzenstein bei Karl-Marx Stadt

IV. Quartal 1956 Berlin-Stadtmitte (Band I) wird außer Betrieb gesetzt
& Aufschaltung Sender Helpertberg

IV. Quartal 1957 Sender Schwerin


Dazu muss man wissen: die DDR Ausführung des frühen Fernsehempfängers Leningrad T2 besaß 3 Fernsehkanäle im Band I & II und UKW auf 94,5 MHz mit einem engen Abstimmfenster (keine Senderwahl im heutigen Sinn!)

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Re: DDR gewann Wettlauf ums erste Fernsehbild

Beitragvon pentium » 6. März 2013, 20:11

Für Freunde alter Fernsehtechnik!

Leningrad (Ленинград) T2

Der Erste Fernseher der DDR

http://www.radiomuseum.org/r/sachsenwe2 ... ad_t2.html

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7 erstaunliche Fakten, die Sie zu Fernsehserien in der DDR wissen sollten

Beitragvon Interessierter » 23. November 2017, 11:59

„Es war nicht alles schlecht in der DDR“ – dieser augenzwinkernde Satz galt auch für das Fernsehen der DDR. Bekannte Formate des deutschen Fernsehens, die noch heute produziert werden, hatten ihren Ursprung in Ostdeutschland. Es war auch nicht alles nur politisch-ideologisch eingefärbt, wie man in der DDR schnell vermuten mag. Tatsächlich waren im Osten produzierte und ausgestrahlte Filme stärker von Zensur und Politisierung betroffen. Stattdessen gab es auch im Deutschen Fernsehfunk des Ostens ab den 1960er Jahren einige Glanzlichter, die gerne angesehen wurden. Wir haben Ihnen in der Folge 7 Fakten zusammengestellt, von denen Sie die meisten sicherlich nicht kennen.

Bild
Fernsehgerät Rembrandt – das erste in der DDR entworfene und gefertigte Modell – Quelle: SchiDD Wikimedia, CC-BY-SA 4.0

Fakt 1: Das 10-fache des Monatseinkommens für den ersten DDR-Fernseher

Im Jahr 1952 bekam die DDR ihr erstes Fernsehprogramm, das sogenannte offizielle Versuchsprogramm, das die ersten 30 Fernsehgeräte mit zwei Stunden Sendezeit pro Tag bespielte. Hier ging es vor allem um tagesaktuelle Nachrichten, zu Beginn noch wenig von der SED eingefärbt. Im Januar 1956 ging der Deutsche Fernsehfunk offiziell live. Bis 1970 stieg die wöchentliche Sendezeit auf mehr als 130 Stunden, und immer mehr DDR-Bürger leisteten sich den Luxus, einen Fernseher zu besitzen. Immerhin kostete das Modell Leningrad, der erste DDR-gefertigte Fernseher, 1952 mit 3500 DDR-Mark noch das Zehnfache eines durchschnittlichen Monatseinkommens. Doch mit der Zeit fielen die Preise, mehr Geräte wurden angeschlossen und 1969 wurde, anlässlich des 20. Jahrestags des Bestehens der DDR sogar das zweite Programm, der DFF2, eingeschaltet.

Weiter geht es hier:
http://www.centralberlin.de/blog/7-erst ... r/?lang=de
Wer mit 20 kein Kommunist ist hat kein Herz .Wer mit 30 noch Kommunist ist hat keinen Verstand .
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Re: 7 erstaunliche Fakten, die Sie zu Fernsehserien in der DDR wissen sollten

Beitragvon Volker Zottmann » 23. November 2017, 15:26

Der erste Fernseher war, wenn er 3500.-Mark kostete teurer als ein durchschnittliches Jahresgehalt. Wer hat 1952 schon in der DDR nettto 350.-Mark verdient?
Auch billiger sind die Dinger nie geworden. Im Gegenteil. Lediglich die Löhne sind langsam etwas gestiegen.
Doch wenn ein Farbfernseher vor der 1989 zwischen 4100.- und knapp 7000.-Mark kostete, hatten die Menschen ebenso lange darauf zu sparen wie in den 50er Jahren.

Gruß Volker
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Re: 7 erstaunliche Fakten, die Sie zu Fernsehserien in der DDR wissen sollten

Beitragvon augenzeuge » 23. November 2017, 16:32

„Es war nicht alles schlecht in der DDR“


Das stimmt wirklich. Z.B. war das Bildungssystem viel besser umgesetzt. Da gab es keine großen Umstellungen, wenn man von Leipzig nach Potsdam umzog. Ich würde auch meinen, dass das Allgemeinwissen deutlich höher als heute war. Heute werden die Kinder leider auch schon durch den Wohnort abgewertet, weil die Schulen unterschiedlich bewertet sind.

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