Doku über Homosexualität in der DDR

Es gab zwischen beiden deutschen Staaten große Unterschiede in der Sozialpolitik (welche ja eine der Philosophien des DDR-Sozialismus war). Wo lagen die Unterschiede? Wie effektiv waren beide Sozialsysteme? Was war ungerecht, was war gerecht? Wie ist es im Vergleich zu heute?
Der Bereich für Diskussionen zu den Sozialen Systemen der beiden deutschen Staaten.

Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 5. November 2013, 22:34

Der Film "Out in Ost-Berlin" zeigt pointiert, wie sehr die DDR darum bemüht war, gleichgeschlechtliche Liebe aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

Pointiert rekonstruieren die Filmemacher Hick und Strohfeldt in ihrer Doku die Leben von 13 homosexuellen Frauen und Männern aus der DDR. In kurzen, sich abwechselnden Interviewsequenzen skizzieren sie deren Lebenslinien....Eines haben alle Befragten gemeinsam: Sie konnten ihr Liebesleben später in Stasi-Akten nachlesen.

"Out in Ost-Berlin - Lesben und Schwule in der DDR". Start: 31.10.13

http://www.spiegel.de/kultur/kino/start ... 30883.html

Trailer:
http://www.filmstarts.de/kritiken/218478.html

AZ
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Hausfreund » 6. November 2013, 00:26

augenzeuge hat geschrieben:Der Film "Out in Ost-Berlin" zeigt pointiert, wie sehr die DDR darum bemüht war, gleichgeschlechtliche Liebe aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

Das aufdringliche öffentliche Vorsichhertragen und Thematisieren sexueller Besonderheiten entspricht nicht meinem (unmodernen) Geschmack, AZ, und ich denke, daß das auch nicht allen Betroffenen zusagt.

Ansonsten hat es in Ost und West bezüglich Toleranz und Normalisierung eine Entwicklung gegeben, denen diese Wandzeitungs-Überschrift oben nicht gerecht wird. Zumindest an ein Buch (Anfang der 80er?) zum Thema erinnere ich mich und an einen netten Chef, der diesbezüglich kein Geheimnis machte, und mit seinem Partner sogar eine gemeinsame Wohnung erhielt (DDR Luxus!).
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 6. November 2013, 08:17

Ja Hausfreund genau, der Chef wars, auch bei meiner Schwiegermutter in einer sehr angesehenen öffentlichen Leipziger Kammer, ich nenne die Kammer mal nur Kammer.Der Kerl war dort bekannt wie ein bunter Hund mit seiner warmen Ader. Jedenfalls ging dieser Kerl immer Abends in den Clara-Zetkin Park, dort war so ein Schwulentreff und eines schönen Tages kam er mit einem blauen Auge und etlichen Hämatomen auf Arbeit.

Die Gegenseite(garantiert nicht das MfS, nur eben junge rabiate Hetero-Kerlchen) nannten so glaube ich solche Aktionen immer "Schwulenklatschen, wir gehen jetzt paar Schwule aufklatschen". Und dummerweise war ihr Chef an dem Abend mit unter den Opfern.

Aber ich sage mal ein ganz feiner Mann, sehr gebildet, ich habe ihn selber kennengelernt nur konnte der sein Schwulsein nie verbergen, denn das schoss förmlich aus ihm raus, er lebte es...in diesem Sozialismus.

Rainer-Maria endlich mal ein Fred wo ich wieder was schreiben konnte, denn dieser interessante Ausländerfred kam leider mit Spartacus seinem sehr guten letzten Beitrag am 4.11.013 zum Erliegen. "Wahrscheinlich liegt das daran, weil der deutsche Internet-Michel doch sehr vorsichtig geworden ist bei solchen verschärften Landminenthemen."

"Und über Ökonomie, den Marx und den Kommunismus weiß leider auch nur unser Verfasser Bescheid ...sozusagen als Einzelwahrheitshalter siehe den MfS-Fred." Selbst der Dille(Kleinhirn) als ehemaliger Studiosus wird nicht akzeptiert...Wahnsinn sowas?

Das musst ich doch mal loswerden...wenn auch bissel hinterfotzig....hahaha

Einen guten Tag allen ins Forum
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 6. November 2013, 10:59

Edelknabe hat geschrieben:Aber ich sage mal ein ganz feiner Mann, sehr gebildet, ich habe ihn selber kennengelernt nur konnte der sein Schwulsein nie verbergen, denn das schoss förmlich aus ihm raus, er lebte es...in diesem Sozialismus.


Du solltest mal Heteros sehen....die wenigsten von denen können ihr Hetrosein verbergen und es schiesst förmlich aus ihnen heraus und sie leben es....da brauchen die noch nich mal Sozialismus für....die sind erst richtig ungeniert und das überall....


Hausfreund hat geschrieben:Das aufdringliche öffentliche Vorsichhertragen und Thematisieren sexueller Besonderheiten entspricht nicht meinem (unmodernen) Geschmack, AZ, und ich denke, daß das auch nicht allen Betroffenen zusagt.


Wobei sich kaum einer dran stört, wenn sich mal Hetros in der Öffendlichkeit küssen oder so....sobald Homos das tun, ist man pikiert....

....wie sollen Homos/Lesbos für ihre Rechte kämpfen, wenn sie nicht ab und an in die Öffendlichkeit gehen....Hetros müssen mal langsam akzeptieren, das es homosexuelle Menschen gibt....diese Menschen haben sich das nicht ausgesucht, es ist angeboren und es tut ihnen weh, wenn sie deswegen diskriminiert werden....


groetjes uit Savona, bijna 20 graden en volop zon....heerlijk....

Mara
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 6. November 2013, 11:54

Hatten wir doch schon Tausendfach Mara...das Thema "Homo und Sonstwas". Nur braucht kein normaler Mensch ne Loveparade um sich zu spreizen wie so ein Pfau "he seht her ich bin anders als ihr stinknormalen Normalos".

Der Rainer und Andere sind eben anders als Du Mara, ganz anders. Nur ich brülle das nicht durchs Mikrofon...sinngemäß.Und damals in der DDR war Homosexualität nun nicht unbedingt mit einem Roten Winkel behaftet wie bei den Nazis. Da ging sowas diskreter ab und das war gut so, das gereichte auch so einem Homosexuellen zur Ehre.

Ach so, der Homo oder Sonstwas musste nicht wie Heute auf den Berg rauf um als Ausrufer(sinngemäß wieder) da oben zu stehen und mit dem Megafon seine andere Lebe...Auslebe der Sexualität aber auch jedem doofen Mitbewohner der Erde fett aufs Butterbrot zu schmieren. So fett, das der Mitmensch schon Ohrenschmerzen bekommt und bei sich meint irgendwie krank zu sein, weil er wohl leider kein Homo oder Sonstwas ist.

Jetzt begriffen Mara? Man kann es also auch übertreiben....mit dem Anderssein.

Rainer-Maria Diskret heißt das Zauberwort...Diskret nicht "Hier stehe ich, ich Homosexueller, ich kann nicht anders, ich muss Leute, ich muss mich unbedingt mitteilen auf Teufel komm raus".
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon EK 78/1 » 6. November 2013, 13:16

Jeder Mensch soll so Leben wie er es für Richtig hält,egal ob Homos,Heteros oder lesben. ich muss Zwangsläufig die Sendung "Bauer sucht Frau " mit ansehen. Die Lena gefällt mir,ist Lebenslustig,macht Ihre Arbeit,und hat so denke ich mit der Schweizerin eine tolle Partnerin gefunden.
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 6. November 2013, 13:26

Knappe 10% der Menschheit ist homosexuell Rainer Maria, siehst du etwa diese 10% das tun, was du grad beschrieben hast....was ich aber wohl erlebe ist, das die sogenannten Hetros Frauen belästigen ohne Ende....also, frag eher mal, welche Menschen andern Menschen mehr auf den Sack gehen....

....übrigens ist die Loveparade eine Veranstaltung für alle und nicht nur für Homos, die meisten sind dort Hetro....du meinst einen CSD (Christoffer Street Day), eine Protestveranstaltung, da Homos von euch Hetros diskriminiert werden....das hat nichts mit ausleben von Neigungen zu tun, sondern man kämpft um sein Recht und um Akzeptanz, Akzeptanz, de noch immer nicht so ist, wie es sich gehört....ich weiss wovon ich rede, ich hab zig Freunde und Bekannte, die etwas anders sind als das sogenannte *Normale*....Homo oder Lesbo-sein ist auch normal aber die ach so hochnäsigen Hetros glauben das einfach nicht und da leiden viele drunter....das ist ein Fakt....

....wenn du das natürlich gut fandest, wie es in der DDR gehandhabt wurde, dann sagt das mehr über dich als über die Menschen, die für dich einfach unsichtbar zu sein haben....


groetjes uit Canelli

Mara
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon vs1400 » 6. November 2013, 14:30

SkinnyTrucky hat geschrieben:Knappe 10% der Menschheit ist homosexuell Rainer Maria, siehst du etwa diese 10% das tun, was du grad beschrieben hast....was ich aber wohl erlebe ist, das die sogenannten Hetros Frauen belästigen ohne Ende....also, frag eher mal, welche Menschen andern Menschen mehr auf den Sack gehen....

....übrigens ist die Loveparade eine Veranstaltung für alle und nicht nur für Homos, die meisten sind dort Hetro....du meinst einen CSD (Christoffer Street Day), eine Protestveranstaltung, da Homos von euch Hetros diskriminiert werden....das hat nichts mit ausleben von Neigungen zu tun, sondern man kämpft um sein Recht und um Akzeptanz, Akzeptanz, de noch immer nicht so ist, wie es sich gehört....ich weiss wovon ich rede, ich hab zig Freunde und Bekannte, die etwas anders sind als das sogenannte *Normale*....Homo oder Lesbo-sein ist auch normal aber die ach so hochnäsigen Hetros glauben das einfach nicht und da leiden viele drunter....das ist ein Fakt....

....wenn du das natürlich gut fandest, wie es in der DDR gehandhabt wurde, dann sagt das mehr über dich als über die Menschen, die für dich einfach unsichtbar zu sein haben....


groetjes uit Canelli

Mara


... eben Mara,
es lohnt einfach nicht. [wink]

gruß vom Torsten [hallo]
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 6. November 2013, 14:36

vs1400 hat geschrieben:
SkinnyTrucky hat geschrieben:....wenn du das natürlich gut fandest, wie es in der DDR gehandhabt wurde, dann sagt das mehr über dich als über die Menschen, die für dich einfach unsichtbar zu sein haben....


... eben Mara,
es lohnt einfach nicht. [wink]


Ja Torsten, es lohnt wirklich nicht....da regt sich einer auf über die Sexualität anderer aber bei jeder Gelegenheit reibt er uns seine feuchten Erlebnisse unter die Nase....ich glaub mich sogar mal an seinen entblössten Unterleib hier zu erinnern in Form eines Fotos.... [shocked]

Tja, so hält der Rainer Maria es mit der Diskretion, die er selber einfordert.... [wink]


groetjes

Mara
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon vs1400 » 6. November 2013, 14:47

SkinnyTrucky hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:
SkinnyTrucky hat geschrieben:....wenn du das natürlich gut fandest, wie es in der DDR gehandhabt wurde, dann sagt das mehr über dich als über die Menschen, die für dich einfach unsichtbar zu sein haben....


... eben Mara,
es lohnt einfach nicht. [wink]


Ja Torsten, es lohnt wirklich nicht....da regt sich einer auf über die Sexualität anderer aber bei jeder Gelegenheit reibt er uns seine nassen Erlebnisse unter die Nase....ich glaub mich sogar mal an seinen entblössten Unterleib hier zu erinnern in Form eines Fotos.... [shocked]

Tja, so hält der Rainer Maria es mit der Diskretion, die er selber einfordert.... [wink]


groetjes

Mara


tüdelü tüdla tüdelo, könnte das sein Mara,
ich finde jenes viel ausdrucksstärker. [wink]
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 6. November 2013, 14:51

Bah-bah.... [shocked]

Torsten hat geschrieben:tüdelü tüdla tüdelo, könnte das sein Mara


Passt eigendlich besser in den Thread *Die Glocken der DDR*.... [flash]


Mara.... [hallo]
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 6. November 2013, 17:55

Das wäre wirklich nicht schlecht,Mara und "Schleimscheißer" vs wenn ihr mal ordentlich meine Texte lesen würdet. Hatte ich da irgendwo einen Homosexuellen in der DDR diskriminiert ihr Sabbeleier? Oder heute? Ich schrieb lediglich was von diskretem Benehmen.Und bitte nehmt eure eigenen Fotos aus dem Netz um hier einen abzuziehen. Zum Beispiel den Unteroffizier mit Schirmmütze und Einkaufsdederonbeutel vorm Konsum vs. Der, der aussieht wie Max mit Möhren im Beutel und das im Ausgang.

Rainer-Maria und schade was Mara, hattest es doch nicht drauf mal am FKK ein schönes Foto zu schießen."Ja Scheiße "entschuldigt)wenn man damals die eigenen Glocken am liebsten aus dem Glockenturm geworfen hätte"
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 6. November 2013, 18:06

Edelknabe hat geschrieben:schade was Mara, hattest es doch nicht drauf mal am FKK ein schönes Foto zu schießen."Ja Scheiße "entschuldigt)wenn man damals die eigenen Glocken am liebsten aus dem Glockenturm geworfen hätte"


Bei mir is nu alles viel moderner....alles schön unter Putz, dat verstehste doch als Mörtelmeister vom Bau....und nee, ich geh mit Nacktfotos nich im Netz hausieren, nachher kommt da noch ein Hetro vorbei und stört sich dran.... [flash]


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Mara
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Hausfreund » 6. November 2013, 19:57

SkinnyTrucky hat geschrieben:Wobei sich kaum einer dran stört, wenn sich mal Hetros in der Öffendlichkeit küssen oder so....sobald Homos das tun, ist man pikiert...

Pikiert würde ich nicht sagen, Mara, eher (noch) etwas ungewohnt.

Mitte der 50er sah ich im Interzonenzug erstmals einen Neger und glotzte ihn mit offenem Maul an - er lachte natürlich, und gut war's. Dann haben wir (in Westeuropa) eine generelle Liberalisierung. In meiner Studentezeit ging man beim Mondschein in den Stadtpark zum Schmusen, heute ... nunja.

Mit dem öffentlichen Vorsichhertragen oben meinte ich übrigens nicht das persönliche Auftreten, sondern Flaggen am Rathaus, Demonstrationen von Interessenverbänden und ähnliche Übertreibungen.
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Interessierter » 20. Mai 2014, 07:05

Studie über Schwulenverfolgung in der DDR belegt Schikanen und Pathologisierung

Offiziell demonstrierte die DDR im Umgang mit Homosexuellen jahrzehntelang Toleranz. In der sozialistischen Realität jedoch mißtraute man homosexuellen Männern und Frauen. Und gegen wen die DDR-Oberen Mißtrauen hegten, den nahmen sie bekanntlich ins Visier.
Der „Schwulenverband in Deutschland e. V.“ belegt jetzt ( 1993 ) in einer vom Berliner Senat in Auftrag gegebenen Studie, daß das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) sogenannte „Rosa Listen“ über mehr als 4000 homosexuelle Männer und Frauen führte. Anhand dieser Listen wurden vor allem Schwule systematisch schikaniert, kriminalisiert und für krank erklärt.

Als Schwulenmekka galt Berlin, vor allem der Bezirk Prenzlauer Berg. In einem von der Stasi erstellten speziellen Stadtplan wurden Wohnungen, Szenekneipen, öffentliche Toiletten und „Manipula- tionsorte“ verzeichnet. „In elf Straßen im Altbaugebiet zwischen Schön- hauser Allee und Greifswalder Straße wohnen in 225 Wohnungen 281 Homosexuelle“, notierten die MfS-Schnüffler.

Aus Stasi-Sicht waren Schwule und Lesben – geschätzte Zahl in der Ex-DDR: 800 000 – eine politische Bedrohung.
Ob Maurer, Bauer oder Pfarrer: Wenn homosexuelle Neigungen oder Praktiken bekannt wurden, avancierte der Betreffende zum Störfaktor für sein an Familie und Fortpflanzung orientiertes, sozialistisches Umfeld. Der soziale Abstieg vollzog sich rapide und endete nicht selten im Selbstmord.

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 42026.html
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 20. Mai 2014, 07:21

Ist es noch warm am Rücken Interessierter? Und kommt das vom Link oder eher vom Schmerzmittel Voltaren? Or ne unser später verstorbene Karl Eduard der Schnitzler wäre bestimmt stolz auf dich als seinen würdigen westdeutschen Nachfolger.

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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 20. Mai 2014, 08:37

Im toleranten Freiheitsstaat waren hochrangige Offiziere der BW natürlich kein Risiko auch wenn ihnen Homosexualität unterstellt wurde.

Ansonsten strotzt auch dieser Artikel von 1993!!! nur so von Allgemeinplätzen, zeitlich nicht zugeordneten "Beispielen" und ach ja, ne homophobe Grundtendenz hat er auch noch.

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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Interessierter » 20. Mai 2014, 10:15

Zitat aus meinem Beitrag:
Aus Stasi-Sicht waren Schwule und Lesben – geschätzte Zahl in der Ex-DDR: 800 000 – eine politische Bedrohung.


Zitat Thoths Erwiderung:
Im toleranten Freiheitsstaat waren hochrangige Offiziere der BW natürlich kein Risiko auch wenn ihnen Homosexualität unterstellt wurde


Thoth, Dein Versuch Personen in sensiblen Sicherheitsbereichen der BW mit tausenden von ganz normalen Bürgern der DDR zu vergleichen, bedarf aufgrund seiner Absurdität nun wirklich keines Kommentares mehr, sondern spiegelt einfach Deine argumentative Hilflosigkeit wieder.

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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Habicht-3 » 20. Mai 2014, 10:17

augenzeuge hat geschrieben:Der Film "Out in Ost-Berlin" zeigt pointiert, wie sehr die DDR darum bemüht war, gleichgeschlechtliche Liebe aus der Öffentlichkeit zu verbannen.
AZ

Sie war nicht bemüht, das zu unterdrücken, sondern sie war bemüht, das nicht zum wichtigsten Thema zu machen! Richtig so.
Mich interessiert es nicht, wenn Menschen eine andere sexuelelle Ausrichtung haben. Und das geht vielen so.
Obwohl ich manchmal glaube, das Heterosexualität etwas abnormales wäre.
In der DDR war alles undemokratisch und menschverachtend. Dort lebten 17 Millionen Stasiangehörige, die keine Bananen kaufen konnten.
Aber hier, im Forum, da ist alles gut!
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 20. Mai 2014, 10:59

Interessierter, erstmal ist es nicht die Sicht aus "Deinem Beitrag", sondern die Behauptung welche nicht weiter verifiziert wird stammt aus dem Focus Artikel.

Wie immer übernimmst Du, das Gehirn im off-Modus, irgendwelches Gewäsch diverser Publikationen wo besonders die Bösartigkeit der Stasi heraufbeschworen wird. Hauptsache es gruselt Dir und Du kannst pathetisch Deiner "Abscheu" freien Lauf lassen.

Die sogenannte Kießling Affäre war doch nur die Spitze eines Eisberges in einer homophoben, verklemmten Spießergesellschaft mit scheinheiliger Doppelmoral wie damals in der Bundesrepublik vorherrschte und auch noch Heute maßgeblich bestimmend ist. Da hilft auch kein singender Damenbart ......


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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Interessierter » 20. Mai 2014, 13:12

In Deiner schlichten Argumentationsweise verschweigst Du natürlich geflissentlich, dass zur Zeit der " Kießling - Affäre " die Bereitschaft gleichgeschlechtliche Beziehungen zu tolerieren, erheblich niedriger war als heute, wenngleich es auch heute und in aller Zukunft Leute geben wird, die es nicht tolerieren können oder wollen.

Das es in der alten Bundesrepublik keine vergleichbaren pauschalen Aktivitäten ihres Geheimdienstes gab, verschweigst Du ebenfalls in Deiner üblichen Vorgehensweise.

Hier extra für Dich noch einmal die Vorgehensweise in der DDR in einem kleinen Auszug:

Besonders verdächtig: „Sie verhalten sich konspirativ gegenüber ihrer Umwelt und sind rücksichtslos, betreiben einen hohen Lebensaufwand, sind kriminell gefährdete Personen und streben Kontakte zu Ausländern, besonders aus den kapitalistischen Ländern, an.“

Ob Maurer, Bauer oder Pfarrer: Wenn homosexuelle Neigungen oder Praktiken bekannt wurden, avancierte der Betreffende zum Störfaktor für sein an Familie und Fortpflanzung orientiertes, sozialistisches Umfeld. Der soziale Abstieg vollzog sich rapide und endete nicht selten im Selbstmord.

Was Deine Unterstellung bezüglich des pathetischen Ablaufs meiner " Abscheu " angeht, so muß ich Dich enttäuschen. Mir bereitet es grosse Freude hier zu schreiben und viel Spass besonders Deine Argumentationsversuche zu lesen.

Schlußendlich zu dem von mir hingehaltenem Stöckchen " Mein Beitrag ". Warum wusste ich eigentlich, dass Du drüber springst.
Thoth, auch wenn Du es nicht verstehen kannst und um Deine Wissenslücken ein wenig zu verkleinern, merke Dir bitte:

Es ist und bleibt MEIN BEITRAG, in dem ich zweifelsfrei und deutlich, per Link die Meinung oder Aussage des Foccus zitiert habe

Vielen Dank für die Vorlagen zu einer vergnüglichen Unterhaltung [flash]

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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 20. Mai 2014, 15:08

Für schlichte Gemüter gibt es eben schlichte Beiträge, so einfach ist das.

Thoth

PS.: Und die DDR war in ihrer Vorgehensweise gegen Homosexuelle sowas von perfide das sie weit vor der freiheitlichen Bundesrepublik den Paragrafen 175 aus ihrem Strafgesetzbuch strich und sogar Mitte der Achtziger Jahre das sogenannte Schutzalter bei sexuellen Handlungen auf 16 Jahre herabsetzte.
Das führte nach der "Revolution" gerade in Berlin zu einer paradoxen Situation. während im Ostteil der §175 nicht existent war, existierte der de facto im Westteil der Stadt sehr wohl. Konnte im Ostteil ein über 18Jähriger ohne Gefahr zu laufen deswegen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden mit einem unter 18Jährigen einvernehmlich Sex haben, war das im Westteil der Stadt immer noch ein Strafbestand.

Erst 1994 wurde der berüchtigte Paragraf ersatzlos gestrichen und das Schutzalter auf 14/16 Jahre herabgesetzt, wohlgemerkt für die alten Bundesländer.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Merkur » 20. Mai 2014, 16:15

augenzeuge hat geschrieben:Der Film "Out in Ost-Berlin" zeigt pointiert, wie sehr die DDR darum bemüht war, gleichgeschlechtliche Liebe aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

AZ



In der DDR versuchte man die gleichgeschlechtliche Liebe aus der Öffentlichkeit zu verbannen, in der BRD kam es zwischen 1950 und 1969 zu mehr als 100.000 Ermittlungsverfahren und etwa 50.000 rechtskräftigen Verurteilungen.
Ist dafür aufgrund der neuen toleranten Sichtweise mal ein Richter zur Verantwortung gezogen worden ?
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 20. Mai 2014, 16:49

Merkur hat geschrieben: in der BRD kam es zwischen 1950 und 1969 zu mehr als 100.000 Ermittlungsverfahren und etwa 50.000 rechtskräftigen Verurteilungen.
Ist dafür aufgrund der neuen toleranten Sichtweise mal ein Richter zur Verantwortung gezogen worden ?


Allerdings erzählt der Filme über die Jahre danach. Man kann nicht die DDR von 1980 mit der BRD von 1960 bezüglich des Umgangs mit Homosexuellen vergleichen.

Wie realistisch findest du den Film, Merkur?

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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Interessierter » 21. Februar 2015, 10:15

Lesben im Visier der Staatssicherheit

Ein Vortrag in Leipzig aus der Reihe "Forschung aktuell - Ergebnisse aus Stasi-Akten"

Die Leipziger Filmemacherinnen Barbara Wallbraun und Claudia Max arbeiten seit zwei Jahren an einem Dokumentarfilm über "Lesben in der DDR". Im Zuge ihrer Recherchen nahmen sie auch in der BStU-Außenstelle Leipzig Einsicht in Akten des MfS. Aus ihnen geht hervor, wie die DDR-Geheimpolizei versuchte, lesbische Gruppen durch weibliche IMs auszuhorchen und zu zersetzen.


Die DDR-Geheimpolizei stufte Zusammenschlüsse homosexueller Menschen als "feindlich-oppositionelle Gruppen" ein. Sie setzte gezielt auf IMs, um mehr über diese Szene zu erfahren und um gegen sie vorzugehen.
Der Alltag lesbischer Frauen in der DDR war reich an Schwierigkeiten. Zum einen trauten sich viele nicht, sich zu ihrer Homosexualität zu bekennen. Zum anderen gab es lange Zeit keine Treffpunkte im öffentlichen Raum. Sie entstanden erst in den achtziger Jahren unter dem schützenden Dach der evangelischen Kirche.

Allerdings stufte das MfS die organisierte Interessenvertretung lesbischer Gruppen und deren länderübergreifende Vernetzung als eine Bedrohung für die streng geordnete sozialistische Gesellschaft ein. Wie tiefgreifend die Bespitzelung reichte, veranschaulichte Barbara Wallbraun am Beispiel einer Informantin namens IM "Anne Frank". Sie begann ihre Spitzeltätigkeit 1981 in einer Zwickauer Frauengruppe. Zielstellung der Staatssicherheit war die "Zersetzung der Gruppe", entsprechend der in der MfS-Richtlinie Nr. 1/76 festgelegten Strategien zur Verunsicherung, Verleumdung und Spaltung oppositioneller Zirkel.

Der vollständige Beitrag hier:
http://www.bstu.bund.de/DE/InDerRegion/ ... stasi.html

Zitat " Thoth " vor knapp einem Jahr:
Beitragvon Thoth » 20. Mai 2014, 10:59
Interessierter, erstmal ist es nicht die Sicht aus "Deinem Beitrag", sondern die Behauptung welche nicht weiter verifiziert wird stammt aus dem Focus Artikel.

Wie immer übernimmst Du, das Gehirn im off-Modus, irgendwelches Gewäsch diverser Publikationen wo besonders die Bösartigkeit der Stasi heraufbeschworen wird. Hauptsache es gruselt Dir und Du kannst pathetisch Deiner "Abscheu" freien Lauf lassen.


Extra für Dich noch einmal Fakten, die Du aufgrund Deiner rotlichtbestrahlten, einseitigen Sichtweise und Deinem Wahn Dir unliebsame User anzugiften, gerne wieder als irgendwelches Gewäsch bezeichnen kannst. [flash]
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 21. Februar 2015, 11:22

Interessierter hat geschrieben:Extra für Dich noch einmal Fakten....


Bild

[wink]
AZ
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon Interessierter » 24. September 2016, 08:13

Christian Pulz - geb. 1944, 1984 - 1990 Sozialfürsorger, 1990 - 1995 Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin, seit 1996 Buchhändler in Berlin.


Lieber ein Warmer Bruder als ein Kalter Krieger

Als die Losung »Lieber ein Warmer Bruder als ein Kalter Krieger« auf dem Stand unserer Schwulengruppe erstmalig auf der zweiten Friedenswerkstatt 1983 plakatiert wurde, wirkte das wie ein Fanal, die alltägliche Diskriminierung, die Beraubung der Menschenwürde, die damals für Lesben und Schwule schmerzhafte Wirklichkeit war, nicht mehr widerstandslos hinzunehmen. Die Berliner Friedensbewegung wurde auf uns aufmerksam und lernte von da an, dass Lesben und Schwule und ihre emanzipativ partizipatorischen Anliegen integraler Bestandteil jeder Friedensarbeit sein müssen.

Zugleich läuteten die Alarmglocken bei der Kirchenleitung aber noch viel mehr beim Staat. Die Stasi eröffnete wenig später den OV »Orion«, der unter meinem Namen lief und die Aktivitäten der Gruppe »Schwule in der Kirche« akribisch festhielt. Diese Akte markiert den Beginn unserer Arbeit, die bis 1989/90 fortgeführt wurde. In der Logik der Stasi wurde unsere Gruppe verfolgt wegen PiD (politisch-ideologische Diversion) und PUT (politische Untergrundtätigkeit). Entsprechend waren die Maßnahmen die von der Installation einer Wanze in meiner Wohnung, über einen Haufen Spitzel bis zur Straßenkontrolle vor meiner Wohnung, häufigen Vorladungen und einer kurzen Verhaftung mit Verhör 1988 in der Magdalenenstraße reichten. Selbstverständlich waren einige von uns auch zur Internierung im Ernstfall vorgesehen.

Der Widerstand der Lesben- und Schwulenbewegung der DDR brachte aber die rechtliche Gleichstellung mit der heterosexuellen Mehrheit noch 1989 im Strafgesetzbuch der DDR. Diese Regelungen wurden später nach schwierigen Auseinandersetzungen auch vom wiedervereinigten Deutschland übernommen.

Hier geht der Beitrag weiter:
http://www.horch-und-guck.info/hug/arch ... 5712-pulz/

Interessant, dass auch hier wieder die Kirche oder beispielsweise eine evangelische Studentengemeinschaft, diesen Menschen Raum bot.
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon EMW-Mitarbeiter » 24. September 2016, 08:33

SkinnyTrucky hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Aber ich sage mal ein ganz feiner Mann, sehr gebildet, ich habe ihn selber kennengelernt nur konnte der sein Schwulsein nie verbergen, denn das schoss förmlich aus ihm raus, er lebte es...in diesem Sozialismus.


Du solltest mal Heteros sehen....die wenigsten von denen können ihr Hetrosein verbergen und es schiesst förmlich aus ihnen heraus und sie leben es....da brauchen die noch nich mal Sozialismus für....die sind erst richtig ungeniert und das überall....


Hausfreund hat geschrieben:Das aufdringliche öffentliche Vorsichhertragen und Thematisieren sexueller Besonderheiten entspricht nicht meinem (unmodernen) Geschmack, AZ, und ich denke, daß das auch nicht allen Betroffenen zusagt.


Wobei sich kaum einer dran stört, wenn sich mal Hetros in der Öffendlichkeit küssen oder so....sobald Homos das tun, ist man pikiert....

....wie sollen Homos/Lesbos für ihre Rechte kämpfen, wenn sie nicht ab und an in die Öffendlichkeit gehen....Hetros müssen mal langsam akzeptieren, das es homosexuelle Menschen gibt....diese Menschen haben sich das nicht ausgesucht, es ist angeboren und es tut ihnen weh, wenn sie deswegen diskriminiert werden....


groetjes uit Savona, bijna 20 graden en volop zon....heerlijk....

Mara

Das Problem ist nicht, dass Homos ihr Leben geniessen wollen/sollen. Sondern nur und lediglich sowie ausschliesslich, das jedem und jeder zu jeder Gelegenheit an die Nase schmieren. Das nervt. Es interessiert mich und viele andere nicht die Bohne, dass jemand es geil findet, Homo zu sein.

Und ich kenne sogar Homos, die das genauso sehen!
Ich lese nur noch.
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon EMW-Mitarbeiter » 24. September 2016, 08:36

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Der Film "Out in Ost-Berlin" zeigt pointiert, wie sehr die DDR darum bemüht war, gleichgeschlechtliche Liebe aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

AZ



In der DDR versuchte man die gleichgeschlechtliche Liebe aus der Öffentlichkeit zu verbannen, in der BRD kam es zwischen 1950 und 1969 zu mehr als 100.000 Ermittlungsverfahren und etwa 50.000 rechtskräftigen Verurteilungen.
Ist dafür aufgrund der neuen toleranten Sichtweise mal ein Richter zur Verantwortung gezogen worden ?

Fand ich gut, das nicht zum Nationalthema zu machen. Warum auch?
Was ich auch vermisse, das keiner der damaligen Entscheider zur Rechenschaft gezogen wurde. Das hätte, so es in der DDR gewesen wäre, anders ausgesehen. Naja gut, eben Siegermentalität.
Ich lese nur noch.
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Re: Doku über Homosexualität in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2016, 21:02

EMW-Mitarbeiter hat geschrieben:Was ich auch vermisse, das keiner der damaligen Entscheider zur Rechenschaft gezogen wurde. Das hätte, so es in der DDR gewesen wäre, anders ausgesehen. Naja gut, eben Siegermentalität.


Was soll der Unsinn mit der Siegermentalität? Gab es denn Sieger die letztlich so human mit den Feinden des Volkes umgegangen sind und letztlich ein Niveau eines Landes so schnell angehoben haben?

Wer wurde denn je in der DDR zur Rechenschaft gezogen? Als ob in der DDR jene, die unrechtmäßige Urteile in den 50er Jahren fällten, je zur Rechenschaft gezogen wurden. Fällt dir da keiner ein?
AZ
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