Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Es gab zwischen beiden deutschen Staaten große Unterschiede in der Sozialpolitik (welche ja eine der Philosophien des DDR-Sozialismus war). Wo lagen die Unterschiede? Wie effektiv waren beide Sozialsysteme? Was war ungerecht, was war gerecht? Wie ist es im Vergleich zu heute?
Der Bereich für Diskussionen zu den Sozialen Systemen der beiden deutschen Staaten.

Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Dr. 213 » 6. November 2014, 20:07

pentium hat geschrieben:...
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„Die Arbeit zu achten“
Eine Tugend die man lernen muß und die unter allen Fahnen ihre Gültigkeit hat.

„Die Sowjetunion zu lieben“
Oh Gott, bitte nicht. War da nicht mal was mit: die Freundschaft sei "unverbrüchlich" ?
Liebe läßt sich niemals per Dekret verordnen.

„die Grenzen zu verteidigen“ (notfalls auch mit Waffengewalt)
Unter diesem Vorwand sind schon zu viele Kriege begonnen worden.
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon pentium » 6. November 2014, 20:14

Ich bin mal gespannt welche der Punkte ein Rainer-Maria...?
Nein, ich will es nicht wissen. Er schreibt ja immer von dieser "entwickelten Dingsbums"...

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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Edelknabe » 7. November 2014, 09:02

Ne ne Doktor, ich lass in der Diskussion nicht nur meine Meinung gelten aber schon beim "Ach Rainer", schon bei dieser wunderschönen Anrede merkt der Rainer, das sein Gegenüber...wie schreibe ich das jetzt am Besten...na denke es dir einfach selber.

Wir könnten jetzt irgendwie Wortklauberei betreiben aber ich liege doch nicht falsch.....das diese DDR damals Sozialistisch ausgelegt war? Richtig Doktor und deswegen ist Einer der sich im Sozialismus entwickelte eben sinngemäß ne ESP. Und lasst den ganzen roten Käse weg, das schrieb ich auch schon und heraus kommt Einer, der einfach nur zum Staat hielt und Der zu Ihm. Oder besser formuliert, man kam ganz gut miteinander zurecht.

Auf was baute denn sonst ein sozialistischer Staat...er baute, er stützte sich so meine ich bei mir auf Bürger, die eben "keinen Ausreiseantrag verfassten, nicht mit Macht die Seite gen Westen wechseln wollten, nicht jeden Tag ihren Unmut in Form eines Plakates durch die Strassen trugen" und so liese sich das mit X Beispielen fortsetzen.

Das mit die Kinder, also Arno Kowalskie im Westen hatte auch...völlig klar und richtig dein Einwand nur das meinte ich aber nicht mit die ein bis drei Kinderchen. Ich meinte eher das die selbsternannten Kommunisten in dieser DDR da so drauf standen," die kleinste Zelle der Gesellschaft", die Familie, das diese somit erhalten wird. Und das schaffte kein Schwuler, keine Transe oder besser formuliert Einer, der aus seiner geborenen Haut wieder raus wollte, kein Single mit nur Karriere im Kopf und wieder nein, nichts gegen die Leutchen nur eben siehe die Kinder.

Und dann noch was Doktor, ich muss das heute Morgen mal direkt ansprechen. Du versuchst immer bissel mitzureden, wenn es ums "nennen wir es das schaffende Volk" in dieser damaligen DDR geht. Erinnere dich bitte dazu, in welchem zarten Alter du den kühnen Ritt auf der Fähre gen Dänemark hingelegt hattest und dann....lass das "Mitreden wollen" besser weg.

War der gut? Der war gut.

Rainer-Maria und einen guten Tag allen ins Forum
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Dr. 213 » 7. November 2014, 12:08

@R.M. (das A.. lass ich mal weg)
Der kleine Doc hat schon während der Lehrzeit im 2 Schichten- System
in der großen Schiffbauhalle auf der Warnowerft in Warnemünde gearbeitet.
Da habe ich ganz einsam und alleine da oben in der Kanzel einen 10 Tonnen Kran gesteuert
um damit die Umformwalze und die Sickenpressen mit Stahlplatten zu bestücken.
Man durfte freilich als Jugendlicher in der Spätschicht schon eine Stunde eher gehen,
ansonsten war da kein Unterschied zu den anderen Kollegen.

Wenn du also meinst, ich kann bei dem Thema Arbeit nicht mitreden, dann ist das Quatsch.
Und du machst du den gleichen Fehler wie ehemalige Grenzer, die immer von diesem
"Kanten" sprechen, und alle die dort nie im Dreck gelegen sind, hätten gefälligst ihre Meinung
für sich zu behalten. Wobei dieser Vorwurf stets immer nur bei konträren Meinungen geäußert wird.
Nämlich dann, wenn es um den Sinn der Grenze geht, oder wenn das Totschießen, was angeblich
notwendig und ja sowieso gesetzeskonform war, in Frage gestellt wird.

OK, anderes Thema. Oder doch nicht ?
Grenzer wurden bei der Musterung bestimmt als ESP eingeschätzt. Und nun Rainer, kommt der Kracher.
Den kleinen Doc haben die Weinroten doch glatt als für's Wachregiment als tauglich befunden.
War schon alles dafür vorbereitet, mit med. Untersuchung bei der BDVP und so.
Also eine so schlechte Figur kann ich zu der Zeit zumindest in deren Augen nicht gemacht haben.
Zum Glück habe ich dann aber noch rechtzeitig den Absprung aus diesem komischen Land geschafft.
Dafür könnt ich mir heute noch täglich dreimal was küssen, wenn ich da rankommen würde. [laugh]

Gruß
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon HPA » 7. November 2014, 12:46

2Schicht System als 16 jähriger kenn ich auch noch ,kann mich aber nicht mehr erinnern ,dass wir ne Stunde eher gehen durften.Mangels Ersatzteile war in der Spätschicht eh des öfteren Daumendrehen oder Beschäftigungstherapie angesagt.
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Nov65 » 7. November 2014, 16:41

Das Erziehungsziel junge Menschen zu entwickelten sozialistischen Persönlichkeiten heranzubilden war an der Basis, also in den POS,total unkonkret. In Reden zu besonderen Anlässen (Konferenzen, staatlichen Feiertagen, Parteilehrjahr) kam diese Worthülse vor, ein Lehrer, ich meine den Normalo,verwendete vor seinen Schülern und auch vor Eltern diese Begrifflichkeit nicht.
Wer Nikolai Ostrowskis Roman"Wie der Stahl gehärtet wurde" kennt, sieht in der entw. soz. Persönlichkeit so einen Menschen wie den Romanhelden Pavel Kortschagin: Alles für den Aufbau des Sozialismus/Kommunismus zu geben, auch seine Gesundheit.
Aber wer gab so sein Letztes?
Unsere Bildungs-Margot schwätzte auch von diesem Erziehungsziel. Wusste sie um den Erfüllungsstand dieses Zieles? Ja, wenn sie von den Vorbeimärschen und den flatternden Fahnen ausging. Die Wahrheit kam in dem Ausreisezug Prag über Dresden in die BRD zutage.
Dieses Ziel war genauso daneben wie den Westen zu überholen ohne einzuholen: Leer,töricht und vermessen.
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon pentium » 7. November 2014, 16:55

Man kann davon ausgehen, diese ESP um noch einmal diese Abkürzung zu benutzen, war eine Fiktion. Und Pavel Kortschagin hätte mir fast eine Fünf eingebracht!

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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Volker Zottmann » 7. November 2014, 16:59

pentium hat geschrieben:Man kann davon ausgehen, diese ESP um noch einmal diese Abkürzung zu benutzen, war eine Fiktion. Und Pavel Kortschagin hätte mir fast eine Fünf eingebracht!

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Diese Käsebuch hat doch fast alle Jugendlichen genervt. Wer hat es denn nicht gelesen?

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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Edelknabe » 7. November 2014, 18:12

Oh "Käsebuch", so uns Volker, also ich weiß nicht so recht denn da müsste man "Die Stunde der toten Augen" vom Thürk auch etwas verreißen und meinen, die Jungen von damals haben nur irgendwelchen hochgeistigen Kram gelesen oder gar nur den Emile Zola.

Von der Grenze Doktor hatte ich überhaupt nix getextet. Ich schrieb vom schaffenden Menschen in der DDR und schaffen fängt, fing für mich in der damaligen Zeit so ab sagen wir 21/22/23/24 Jährchen an, da hatte also Junghannes(fktives Beispiel) in der DDR seinen Wehrdienst beendet, lernte ein Mädel kennen, heiratete die Schöne um doch einfach ein Recht auf eigenen Wohnraum zu bekommen,(das war Gesetz, ohne Heirat keine eigene Wohnung) bekam vielleicht ein bis drei Kinder im Schnitt und schaffte, er schaffte mit voller junger Kraft so wie seine Schöne, so wie auch Arno Kowalskie im Westen schaffte.

Zu dem Zeitpunkt Doktor, da warst du schon mit der Fähre....deswegen deine Enthaltung, was speziell den Alltag in der DDR angeht.Über den Westen ohne Frage, da kennst du dich gut aus, ich somit weniger.

Rainer-Maria der aber um 1990 herum seine Cousins/Cousinen im Westen kennen lernte, auch deren berufliches Schaffen, auch Alltagsleben vor 89 und ich muss sagen, so viel unterschied sich das gar nicht vom Rainer.
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Spartacus » 7. November 2014, 18:34

Volker Zottmann hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Man kann davon ausgehen, diese ESP um noch einmal diese Abkürzung zu benutzen, war eine Fiktion. Und Pavel Kortschagin hätte mir fast eine Fünf eingebracht!

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Diese Käsebuch hat doch fast alle Jugendlichen genervt. Wer hat es denn nicht gelesen?

Gruß Volker


Du wirst lachen, aber ich habe es nicht gelesen. Bei mir gab es nur den Holt, den alten Werner.
"Schuld" daran war mein Klassenlehrer, der auch mein Deutsch und Musik - Lehrer war. Er war so
ein besonderer Lehrer, so wie es sie halt auch gab, in der DDR. Also so ein bisschen aufmüpfig, mit
seinem eigenen Kopf und ich möchte nicht wissen, an welchem Grad er da ständig lang balancierte.

Ich sehe ihn noch am Klavier sitzen und begeistert Santa Lucia singen, im Original. [flash]

Wir konnten es dann bald alle. Oder er brachte es fertig mit uns ein Theaterstück einzustudieren,
es war Macbeth, und uns damit so zu begeistern, das wir sogar irgendwie die historischen Kleidungsstücke
zusammen schusterten. Die Aufführung - alle Akte - war ein grandioser Erfolg und wir mussten auf Bitten
der Eltern - auch der anderen Klassen - mehrfach wiederholen.

Tja, das gab`s halt auch.

LG

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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon pentium » 7. November 2014, 18:48

Wobei, um noch einmal kurz auf das "Käsebuch" zurück zu kommen. Ich hätte lieber den Thürk gelesen und in einem Aufsatz abgehandelt!

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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Edelknabe » 7. November 2014, 18:51

Das fasziniert mich immer etwas an deiner jugendlichen Entwicklung Spartacus. Erst so ne Art Schöngeist und sportliche Entwicklung und dann in die brutalen Untiefen des DDR-Strafvollzuges abgetaucht, sag mal musste das eigentlich sein? Dir also sowas an zu tun...selber anzutun? Wahnsinn sowas, begreife Einer das junge Menschenkind?

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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon HPA » 7. November 2014, 18:52

pentium hat geschrieben:Wobei, um noch einmal kurz auf das "Käsebuch" zurück zu kommen. Ich hätte lieber den Thürk gelesen und in einem Aufsatz abgehandelt!

mfg
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Welchen Thürk?
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon pentium » 7. November 2014, 18:58

HPA hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Wobei, um noch einmal kurz auf das "Käsebuch" zurück zu kommen. Ich hätte lieber den Thürk gelesen und in einem Aufsatz abgehandelt!

mfg
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Welchen Thürk?


Immer diese Fragen, HPA! Natürlich "Die Stunde der toten Augen"...! Oder fragst du nach dem Schriftsteller?
Aber nun zurück zum eigentlichen Thema.

mfg
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Spartacus » 7. November 2014, 19:01

Edelknabe hat geschrieben:Das fasziniert mich immer etwas an deiner jugendlichen Entwicklung Spartacus. Erst so ne Art Schöngeist und sportliche Entwicklung und dann in die brutalen Untiefen des DDR-Strafvollzuges abgetaucht, sag mal musste das eigentlich sein? Dir also sowas an zu tun...selber anzutun? Wahnsinn sowas, begreife Einer das junge Menschenkind?

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Tja Rainer, in mir sind viele Gegensätze vereint, was schon des öfteren für Irritierungen sorgte und nicht
nur bei meinen Gegnern, sondern auch bei meinen Freunden, ja besonders bei ihnen, da sie ja meinen mich
zu kennen.

[smile]

Und gerade, da ich so bin, war mein Weg in der DDR wohl - fast - vorbestimmt.

LG

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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Interessierter » 8. November 2014, 12:03

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" Der Interessierte "
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Nov65 » 8. November 2014, 13:10

Ist es nicht traurig, Hass mit Liebe gleichwert zu stellen?
Die Polit-Psychologen haben vom Reich vor 45 viel abgekupfert.

Aber solch ein Vergleich ist doch abartig, wird der nächste Einspruch kommen. Bleibe trotzdem dabei.
Andreas
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Dr. 213 » 8. November 2014, 14:56

Nov65 hat geschrieben:Ist es nicht traurig, Hass mit Liebe gleichwert zu stellen?
Die Polit-Psychologen haben vom Reich vor 45 viel abgekupfert.

Aber solch ein Vergleich ist doch abartig, wird der nächste Einspruch kommen. Bleibe trotzdem dabei.
Andreas




Die DDR- Machthaber hatten aber sehr viel weniger Erfolg mit ihrer Prophaghanda.
Wenn im dritten Reich die Massen aufmarschiert sind, dann geschah das zu einem
großen Teil aus einer wirklich echten Verbundenheit heraus.
Die Mehrheit der Menschen ist fast durchgedreht, wenn der Führer gesprochen hat.

Ganz anders dagegen in der DDR. Wenn da zur 1. Maikundgebung auf die Straße genötigt wurde,
dann liefen die Massen auch jubelnd an der Partei- Tribüne vorbei, nur um dann nach der nächsten
Kurve möglichst schnell in den Feiertag zu entschwinden. Der Job als Fahnenträger war darum auch
immer so unbeliebt, weil man dann die Fahne, das Schild oder das Spruchband noch ein ganzes Stück
weiter tragen mußte. Bis man endlich den Ort erreichte, wo der ganze Kram zentral eingesammelt wurden.

Das Jubeln war genauso gespielt, wie das Aufsagen des roten Zeugs im Staatsbürgerkunde- Unterricht.
Es war keine echte Liebe zum DDR- Staat sondern man lieferte nur die erwarteten Phrasen ab.
Eine Fähigkeit, die jedem in der DDR sozialisierte Menschen von kleinauf antrainiert wurde.
Darum waren auch so viele IM's und Spitzel notwendig, um in die wahre Denke der Menschen einzubrechen.

Von mir kein Einspruch Andreas.
Um zu lernen wie Diktaturen funktionieren, muß man die Scheuklappen einfach weglassen.
Wenn man bei solchen Themen immer der political correctness entsprechend handeln würde,
so müßte man sich verbiegen und würde damit sein Recht zur freien Meinungsäußerung aufgeben.

Gruß
Dr. 213
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon HPA » 8. November 2014, 15:11

Dr. 213 hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:Ist es nicht traurig, Hass mit Liebe gleichwert zu stellen?
Die Polit-Psychologen haben vom Reich vor 45 viel abgekupfert.



Ganz anders dagegen in der DDR. Wenn da zur 1. Maikundgebung auf die Straße genötigt wurde,
dann liefen die Massen auch jubelnd an der Partei- Tribüne vorbei, nur um dann nach der nächsten
Kurve möglichst schnell in den Feiertag zu entschwinden. Der Job als Fahnenträger war darum auch
immer so unbeliebt, weil man dann die Fahne, das Schild oder das Spruchband noch ein ganzes Stück
weiter tragen mußte.

Gruß
Dr. 213


Oder den Kram 100 m hinter Honni und Konsorten einfach fallen lassen.
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Nov65 » 8. November 2014, 17:14

Völlig Eurer Meinung. Soviel gespielte Folgsamkeit , soviel Verstellung des Volkes -angesichts der eingesetzten Mittel des Machtapparates kein Wunder-da glaubten die Oberen wohl echt, dass sie nichts falsch machen, dass im Volke große Zufriedenheit herrsche.
Es war wie im Märchen..., niemand sagt dem König die Wahrheit. Bis ein kleiner Junge sagte:"Aber der hat ja gar nichts an."
Wann gab es in der DDR diesen kleinen Jungen? Gab es ihn überhaupt?
Grüße von Andreas
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Re: Die entwickelte sozialistische Persönlichkeit....

Beitragvon Edelknabe » 8. November 2014, 18:47

Siehe Doktor mit:

"Die DDR- Machthaber hatten aber sehr viel weniger Erfolg mit ihrer Prophaghanda.
Wenn im dritten Reich die Massen aufmarschiert sind, dann geschah das zu einem
großen Teil aus einer wirklich echten Verbundenheit heraus.
Die Mehrheit der Menschen ist fast durchgedreht, wenn der Führer gesprochen hat.

Ganz anders dagegen in der DDR. Wenn da zur 1. Maikundgebung auf die Straße genötigt wurde,
dann liefen die Massen auch jubelnd an der Partei- Tribüne vorbei, nur um dann nach der nächsten
Kurve möglichst schnell in den Feiertag zu entschwinden. Der Job als Fahnenträger war darum auch
immer so unbeliebt, weil man dann die Fahne, das Schild oder das Spruchband noch ein ganzes Stück
weiter tragen mußte. Bis man endlich den Ort erreichte, wo der ganze Kram zentral eingesammelt wurden.

Das Jubeln war genauso gespielt, wie das Aufsagen des roten Zeugs im Staatsbürgerkunde- Unterricht.
Es war keine echte Liebe zum DDR- Staat sondern man lieferte nur die erwarteten Phrasen ab.
Eine Fähigkeit, die jedem in der DDR sozialisierte Menschen von kleinauf antrainiert wurde.
Darum waren auch so viele IM's und Spitzel notwendig, um in die wahre Denke der Menschen einzubrechen"

Mich wundert etwas, das Nov. den Text vom Dok. ohne richtig treffenden Kommentar so einfach abnickt? Denn als ehemaliger Lehrer müsste er doch wissen, das die Vorbildwirkung(so Eltern zum Kind, hier im Thema Politiker zum Volk) der ausschlaggebende Punkt war und auch heute noch ist, wie ich Menschen im jeweiligen System mitnehme, also für meine Politik richtig gut begeistere.

Diese alten Herren im Politbüro der SED und ihre Zöglinge in der damaligen DDR sind übrigens nur einen ganz schwachen Hauch von dem entfernt, was heute in der Beziehung/Vorbildwirkung der Politikerkaste gegenüber dem deutschen Volk passiert. Also von Vorbildwirkung...und mich wundert echt, das die Montagsdemos so versandet sind wären sie doch notwendiger denn je.

Ich sage doch,hatte es schon öfters geschrieben, der damals noch einigermaßen kritisch denkende Mensch der DDR wurde einfach zukonsumiert. Der ist heute sinngemäß so herrlich blöd geworden, der registriert nur noch Netto, Aldi, Kaufland und Norma um die Ecke etc., dann die aller halben Jahre kommende neueste Rentenberechnung von der DRV und sonst herrscht wieder sinngemäß Bildniveau...gute Nacht Deutschland.

Rainer-Maria
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