DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Es gab zwischen beiden deutschen Staaten große Unterschiede in der Sozialpolitik (welche ja eine der Philosophien des DDR-Sozialismus war). Wo lagen die Unterschiede? Wie effektiv waren beide Sozialsysteme? Was war ungerecht, was war gerecht? Wie ist es im Vergleich zu heute?
Der Bereich für Diskussionen zu den Sozialen Systemen der beiden deutschen Staaten.

Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon augenzeuge » 19. November 2012, 22:16

Huf hat geschrieben: Glaubst Du wirklich heute noch, dass sich alle Ärzte in der DDR derartigen Vorgängen stillschweigend unterworfen haben?


@Huf
Es ist im Beitrag von auserwählten Kliniken (also logischerweise auch auserw. Ärzten) die Rede. Diese haben sich offensichtlich dieser Sache unterworfen.
Natürlich muss man die Frage beantworten, ob hier absichtlich auf eine Einwilligung der Patienten verzichtet werden sollte, oder ob diese stattfand. In einem Text stand ja drin, dass bei manchen Medikamenten eine Einwilligung nicht erforderlich sei.

Ich halte den Beitrag von Arte für sehr sachlich.

Fakten: "Einnahmen für die DDR: von 1983 bis 1988 über sechs Millionen DM, die sich mit den Unterlagen belegen lassen. Über 160 Versuchen mit mehr als 3000 Patienten wurden von 1983 bis 1988 durchgeführt – Studienabbrüche und Todesfälle nicht ausgeschlossen."

Niemand sollte glauben, dass es auch nur einen Berufszweig in der DDR gab, der von der Politik nicht ausgenutzt wurde. Die Personen im weißen Kittel sind da auch keine Ausnahme.

AZ
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Interessierter » 20. November 2012, 08:58

Hallo Klaus,
auch heute noch werden Medikamentenversuche mit Menschen unternommen. Nur der Unterschied zur damaligen DDR ist der, daß die Menschen die daran teilnehmen, vorher gefragt werden, ihr Einverständnis schriftlich vorliegt und vor allem, daß der Bürger das Honorar erhält und nicht das Gesundheitsministerium.

Deiner Aussage, daß in dem Link alle Ärzte gemeint sind, kann ich weder dem Beitrag, noch den Erkenntnissen des Herrn Prof. Volker Hess entnehmen.

Zitat:
. Zentralisierte Strukturen ermöglichen es, schnell geeignete Probanden und verfügbare Ärzte zusammenzubringen. Der einzelne Krankenhausarzt hat kaum eine Chance, sich der Teilnehme an einer Studie zu entziehen. Wer an welcher Klinik wie viele Patienten mit den Testmedikamenten zu behandeln hat, wird von staatlichen Institutionen geplant und entschieden. Das erlebt auch der Kardiologe Prof. Johannes Schweizer im Jahr 1989. Damals ist er ein junger Oberarzt am Bezirkskrankenhaus Dresden-Friedrichstadt.
Seiner Erinnerung nach sind seine Kollegen an der Durchführung solcher Tests nicht besonders interessiert. Aber es gibt Willige: Leitende Prüfärzte werden mit Dienstreisen und Kongressen im Westen gelockt oder mit teurer Fachliteratur aus dem Westen versorgt. Die Kosten dafür tragen meist die Unternehmen, für die die Ost-Ärzte testen.


Schon gar nicht glaube ich persönlich, daß alle Ärzte der DDR gegen ihren abgelegten Eid verstießen, sondern sicherlich genau wie ihre Kollegen in der BRD, mehr als nur ihre Plicht taten.

Ich glaube aber, daß es in allen Diktaturen der Welt Menschen aller Berufszweige gibt, die sich solchen Regimen freiwillig oder unter Druck zur Verfügung stellen.

Gruß
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Affi976 » 20. November 2012, 09:45

Zitat AZ:..."Einnahmen für die DDR: von 1983 bis 1988 über sechs Millionen DM, die sich mit den Unterlagen belegen lassen.

Nunn wär doch mal interessant wir hoch die EINSPARUNGEN/Profit der Pharmakonzerne wäre! Aber darüber gibts bestimmt keine Belege - oder etwa doch?

Zitat interessierter:... daß die Menschen die daran teilnehmen, vorher gefragt werden, ihr Einverständnis schriftlich vorliegt und vor allem, daß der Bürger das Honorar erhält und nicht das Gesundheitsministerium.

Da lach ich mich ja tot @interessierter,
Du hast wohl noch nichts von den Versuchen westdeutscher Pharmaunternehmen in "Schwarz-Afrika" gehört. Ich glaube kaum, dass man dort auch nur einem der Hunger-und Notleidenden überhaupt erklären kann worum es eigentlich geht.
Dort läuft das größte Aidsmittelerprobungsprogramm ab und ich denke, nicht nur den Erkrankten, sondern auch dem dafür zuständigen Ministerium ist es nicht nur egal, nein scheißegal, ob`s dafür Erklärungen und Unterschriften gibt oder die Probanden das Geld in ihrer Hand sehen. Vielleicht gibts ja auch einen Link über Medikamentenversuche westdeutscher Pharmafirmen in Rumänien und da meine ich nicht vor der "Wende", sondern auch danach. Dort lief auch ein Aidsprogramm ab, als es dann publik wurde, zog die Karawane weiter gen Afrika. So iss das eben, weil du arm bist, mußt du eher sterben. Und der Profit jagd die Herde immer weiter. Man muß sich nur mal überlegen und das trifft alle Bereiche, wenn ich etwas auslagere, dann mache ich es nicht, damit die armen Brüder und Schwestern im Osten etwas für ihre Gesundheit haben, sondern, weil ich/das Pharmaunternehmen, Geld verdienen will und wenn ich Geld sage, meine ich nicht 1000€, sondern Milliarden.
und wie z.B. in der Textilindustrie, sind die Arbeits-und Lebensbedingungen der Arbeiter den Unternehmen völlig schnurz. Hauptsache, der Profit stimmt.
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon SkinnyTrucky » 20. November 2012, 10:21

Nun gut Achim, worüber du dich erbost, hätte ja nun deine antiimperialistische DDR verhindern können, zumindestens auf ihrem Terretorium....wie findest du es denn, das sie es nicht getan hat.... [ich auch]

Wo ist dabei der Leitspruch *Alles Zum Wohle Des Volkes* bestätigt.... [ich auch]

groetjes uit Grosseto

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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon karnak » 20. November 2012, 10:27

Nimmst Du solche"Leitsprüche"(Geschwatz)wirklich noch ernst?Also ich habe mich vor Jahren schon davon verabschiedet.
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon SkinnyTrucky » 20. November 2012, 10:38

karnak hat geschrieben:Nimmst Du solche"Leitsprüche"(Geschwatz)wirklich noch ernst?Also ich habe mich vor Jahren schon davon verabschiedet.


Nein Karnak, ich nahm sie nie ernst....aber man bekam sie ständig um die Ohren geschleudert und dann sollte man auch die Verantwortlichen der Losungen da auch drauf ansprechen können....das soll jetz nich heissen, das ich Achim dafür verantwortlich mache, denn nachplappern haben wir sie alle müssen....

groetjes

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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon karnak » 20. November 2012, 11:36

ABV hat geschrieben: Die DDR hat sich ja offiziell immer als " Hort des Guten" dargestellt. Während die Bundesrepublik quasi das genaue Gegenteil war.

Und umgedreht.Diese Erkenntnis habe ich aus der Geschichte gezogen,eine bittere Pille,die mich leider auch mißtrauisch gemacht hat.Ein mißtrauischer alter Mann sozusagen.
Für den Rest meines Lebens werde ich mir nie wieder einfach etwas erzählen lassen,ohne nachzufragen und mit meinen bisschen Grips auch mal darüber nachzudenken,ob denn das sein kann.
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon karnak » 20. November 2012, 11:38

SkinnyTrucky hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:
Nein Karnak, ich nahm sie nie ernst....

Da hast Du mir in jedem Fall was voraus.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Interessierter » 20. November 2012, 12:57

Affi es gab schon mal welche, die haben sich umsonst totgelacht. Wenn ich geschrieben habe, daß die Bürger vorher gefragt werden, dann meine ich natürlich hier in Deutschland.
Denn das Thema ist hier klar zu erkennen, die Bürger aus der Ex - DDR und die damalige BRD oder auch das heutige Deutschland.

Du schreibst zwar etwas vom Auslagern, aber berufliche Erfahrungen scheinst Du damit nicht gehabt zu haben. Wenn jemand etwas auslagern will, dann holt er sich dafür Angebote von entsprechenden Dienstleistern ein und derjenige mit dem besten Angebot und Gegebenheiten erhält den Zuschlag. Sinn und Vorteil des Auslagerns an " Fremdfirmen " war es schon immer, daß man als Auftraggeber gewisse Risiken und Verantwortung, die zum Beispiel Personal automatisch mit sich bringen, nicht selbst zu tragen hatte, sondern einfach die fertigen Ergebnisse oder Produkte erhielt.

Da interessiert es den Auftraggeber doch überhaupt nicht, was die Mitarbeiter des Dienstleisters verdienen oder ob sie Sicherheitsschuhe tragen oder nicht.

Das sind alles Obligenheiten des Dienstleisters für die er allein die Verantwortung trägt, wie in diesem Falle die DDR. Recht hättest Du lediglich dann, wenn vertraglich vereinbart wäre, daß der Dienstleister ( DDR ) die Medikamentenversuche mit Patienten vornimmt, die darüber nicht aufgeklärt werden.

Ansonsten ist es nur ein untauglicher, von Unwissenheit geprägter Versuch, wieder einmal dem ehemaligen Klassenfeind " den schwarzen Peter " zuzuschieben.

Schuld daran waren weder die Ärzte der DDR noch die Pharmaindustrie, sondern einzig und allein das Gesundheitsministerium der DDR, das für alle Vorgaben und Handlungen verantwortlich war.

Einen der sich vergeblich " totgelacht " hat, würde man vielleicht auch noch auslagern. [grins]

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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon SkinnyTrucky » 20. November 2012, 13:03

Mein Gott ihr beiden ehemaligen Schergen, Karnak und Uwe....nu ma nich so demütig, is ja schlimm....ich bin mir sicher, ihr ward fest davon überzeugt genau das Richtige zu machen und das geht doch in Ordnung....

....ich bin vielleicht anders aufgewachsen mit einem Teil der Familie um Wolfenbüttel verstreut und ein Teil im Sauerland....ich wurde doch etwas anders geprägt im Elternhaus und ich hatte von meinem 14ten Lebensjahr an ein immer stärker werdenen Abhauwunsch und lief offensichtlich etwas schräg rum anstatt mich wie ihr auf ein ordendliches DDR-Leben vorzubereiten....

....aber dat is allet offtoppic....lass uns themengerecht weitermachen....wie war das nun mit dem Wasser und dem Wein....und wem nützte das und wem schadete das....gibbet da Erkenntnisse....????

groetjes uit Tolfa/Roma

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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon karnak » 20. November 2012, 15:49

SkinnyTrucky hat geschrieben:ich bin mir sicher, ihr ward fest davon überzeugt genau das Richtige zu machen und das geht doch in Ordnung....


Das wollte ich mit meinem kurzen Satz sagen.
Die es schon immer gewußt haben werden irgendwie immer mehr.Solche wie mich scheint es eigentlich garnicht gegeben zu haben. [denken]
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon karnak » 20. November 2012, 15:51

SkinnyTrucky hat geschrieben:....ich bin vielleicht anders aufgewachsen

Sicher ein nicht unerheblicher Punkt.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Affi976 » 20. November 2012, 16:17

Zitat interessierter:...Ansonsten ist es nur ein untauglicher, von Unwissenheit geprägter Versuch, wieder einmal dem ehemaligen Klassenfeind " den schwarzen Peter " zuzuschieben.

Tja, wieder mal übliches Geschwafel von Dir @interessierter,
Wenn Du Dir alle Post`s ansiehst, wirst Du sehen, dass es Angaben auf Heller und Pfennig gibt, was die DDR an diesem "Geschäft" verdiente. Mich hätte nur interessiert was denn nun die Pharma`s daran verdienten! Hier wird und wurde nichts dem Klassenfeind zugeschrieben, hier/mir gehts nur darum beide Seiten zu sehen. Das beide Seiten Halunken waren, hatte ich bereits geschrieben und da wirst Du mir sicherlich auch uneingeschränkt recht geben. Nur - und da kommt`s, machen die Pharmakonzerne ihr übles Spiel heute noch genauso weiter, wie damls zu Ost/Westzeiten, nur des Profites Willen. Und welche Moral dahintersteckt, habe ich oben beschrieben, diese Moral war zu Ostzeiten und diese Moral ist heute noch genauso. da zählt es nicht ob Deutschland oder Schwarz-Afrika. Aber ich weiß ja, ein Deutscher ist Dir natürlich näher und automatisch auch mehr Wert als ein "Neger". Na ja. Iss eben auch ne Einstellung.
Ich jedenfalls habe Kollegen und Freunde über Jahrzehnte und da sind Japaner, Neger, Schwule, Ami`s und was weiß ich noch alles bei. Das da aber einer weniger Wert wäre, so etwas gibts bei mir nicht.
Und von dieser Einstellung bekomme ich jedenfalls von denen jede Menge zurück.
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon augenzeuge » 20. November 2012, 16:54

Affi976 hat geschrieben: Mich hätte nur interessiert was denn nun die Pharma`s daran verdienten! Hier wird und wurde nichts dem Klassenfeind zugeschrieben, hier/mir gehts nur darum beide Seiten zu sehen.
VG Affi


Affi, glaub mir, du willst es ganz sicher nicht wirklich wissen, was die Pharmabranche daran verdiente.....die Anzeige deines Taschenrechners ist dazu sicher zu kurz.....aber sie lebt davon, seit es Medikamente gibt.

Die Art und Weise des Verhaltens der Pharmabranche müssen wir nicht diskutieren. Ich denke, es gibt heute kaum einen, der hier die Wohltäter vermutet, die wie die Heilsarmee arbeiten. Und weil dies bekannt war, nicht erst seit heute, muss es auch der DDR bekannt gewesen sein. Diese hatte es aber zu ihrem ureigensten Ziel deklariert, das Volk vor diesen Machenschaften zu schützen. Nicht wenige glaubten daran. Und dieses Versprechen wurde für ein paar Devisen aufgegeben. Nicht mehr, nicht weniger.

Warum, musste man sich diesen Leuten verkaufen? Du glaubst doch nicht etwa, dass die DDR hier unter Druck gesetzt wurde. Es war deren freiwillige Entscheidung hier mitzuspielen! Warum konnte man z.B. nicht auf Erfahrungen der UdSSR incl. Ostblock zugreifen?

Die DDR war nicht die heilige Kuh, für die sie sich ihrem Volk dargestellt hat. Sie klagte doch Firmen offen an, die an solchen Machenschaften verdienten, und dann machte sie das Gleiche freiwillig mit und informierte nicht mal die Studienteilnehmer, welche ihre Gesundheit (oder auch ihr Leben) für ein paar lächerliche Devisen hergaben? Wäre das nicht das Mindeste gewesen, was man erwarten konnte?

Ein Vergleich. Du sorgst für deine Familie. Sie verläßt sich auf dich, vertraut dir. Dann erlaubst du Leuten, deren kriminelle Machenschaften dir bekannt sind, in diese Idylle heimlich einzugreifen, deine Familie auszunehmen, weil du daraus Vorteile ziehst. Wer ist hier der Hauptschuldige?

Hier ist es nicht anders. Die Hauptschuld an diesem Verbrechen tragen jene im DDR-Ministerium, die das zugelassen haben. Sie mussten es nicht. Nur das zählt!
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Volker Zottmann » 20. November 2012, 17:00

Hallo Affi, ich habe eine Frage:
Du warst sehr feinfühlig und verletzt, als ich Dich irrtümlich dem falschen Musikcorps zurechnete.
Warum unterstellst Du nun dem Interessierten so abfällige Gedanken? Er schreibt mehr als deutlich, so dass es jeder sofort versteht. Er hat keine anderen Erdenbewohner diffamiert. Ich denke, Du hast auch gründlich gelesen...

Gruß Volker
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Interessierter » 20. November 2012, 20:12

Affi, aufgrund Deines Beitrages " schwafel " ich Dir noch das nachstehende vor:

Du scheinst auch nach mehr als 20 Jahren noch nichts von Marktwirtschaft zu verstehen. Wie solls Du auch, da Du doch in einem Staat gelebt hast, der Wohnraum zu Preisen vermietete, die nicht einmal die Unterhaltungskosten deckten, geschweige die Möglichkeit boten, Gewinne zu erzielen.

Das beide Seiten Halunken waren, hatte ich bereits geschrieben und da wirst Du mir sicherlich auch uneingeschränkt recht geben. Nur - und da kommt`s, machen die Pharmakonzerne ihr übles Spiel heute noch genauso weiter, wie damls zu Ost/Westzeiten, nur des Profites Willen.


Ich habe bereits in meinem vorhergenden Beitrag ausführlich erklärt, daß ausschließlich das Gesundheitsministerium seine Obliegenheiten verletzt hat, in dem es sich nicht per Unterschrift von den Patienten die Einwilligung bestätigen ließ und somit ist ausschließlich dieses Ministerium der Halunke !

Eine entsprechende Forderung oder vertragliche Vereinbarung durch die Pharmaindustrie hat es ja anscheinend nicht gegeben. Da es ein Gesetz gab in der DDR, wonach ein schriftliches Einverständnis einzuholen war, kann man der Pharmaindustrie nichts vorwerfen .

Ja und natürlich ist auch die Pharmaindustrie, wie alle anderen Unternehmen auf Profite aus, da sie anderenfalls auch gar nicht existieren könnten. Oder was meinst Du wohl woher beispielsweise Löhne und Gehälter bezahlt werden?

Ich gebe Dir damit eben nicht uneingeschränkt recht, wie Du mir unterstellst hast. Übrigens genauso wenig wie mit dem mir von Dir unterstellten Rassismus. Das ehemalige Mitarbeiter von Organen der DDR in Bezug auf die Forumsregeln heute noch Privilegien haben ist mir allerdings nicht bekannt.

Es freut mich, daß Du Freund vieler Japaner, Neger, Schwule, Ami`s bist, nur solltest Du wissen, daß man " Schwarze " sagt oder schreibt, da Neger angeblich eine Diskriminierung bedeutet.

Schönen Abend noch
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Affi976 » 20. November 2012, 21:59

Zitat interessierter:... Wie solls Du auch, da Du doch in einem Staat gelebt hast, der Wohnraum zu Preisen vermietete, die nicht einmal die Unterhaltungskosten deckten, geschweige die Möglichkeit boten, Gewinne zu erzielen.

was hat diese Bemerkung über billige Mieten mit der Pharmaindustrie zu tun? Oder gar mit meinem Unverständnis der Marktwirtschaft gegenüber.

Zitat:...daß ausschließlich das Gesundheitsministerium seine Obliegenheiten verletzt hat,

na klar, die Anderen sind ja die GUTEN!!! Haben wir ja auch im Thread Kinderheime West gesehen, wie gut sie waren.

Zitat:...Das ehemalige Mitarbeiter von Organen der DDR in Bezug auf die Forumsregeln heute noch Privilegien haben ist mir allerdings nicht bekannt.

wo hast`n das her? Hab ich das irgendwo behauptet?

Es hat keinen Sinn, Du willst keine wirklich ehrliche Aufarbeitung, Du willst nur Hass einem bereits untergegangenen Staat und seinen ehemaligen Bürgern gegenüber schüren. Ehemalioge MA der Organe, Mitläufer oder gar Priviligierte, sind Dir ein Dorn im Auge. Kannst Du ruhig machen, es gibt diesen Staat ja nicht mehr, nur noch die ehem. Bürger. Und da kann man heute ja schonmal so richtig die große Klappe haben. Man ist ja schließlich anonym [wink] und weit weg.
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Nostalgiker » 20. November 2012, 22:25

Interessierter hat geschrieben:
Du scheinst auch nach mehr als 20 Jahren noch nichts von Marktwirtschaft zu verstehen.

Ja und natürlich ist auch die Pharmaindustrie, wie alle anderen Unternehmen auf Profite aus, da sie anderenfalls auch gar nicht existieren könnten. Oder was meinst Du wohl woher beispielsweise Löhne und Gehälter bezahlt werden?

Schönen Abend noch
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Der Wirtschaftsversteher hat gesprochen!!!! [laugh]

In diesem ganzen Fred; laber, laber, Rhababer und vor allem das Aufzeigen: ich habe absolut keine Ahnung wovon ich schreibe/rede.

Löhne und Gehälter werden aus den Profiten bezahlt........ [sick] [sick] [sick]
Der absolute Brüller, nicht nur der Saison.

Profit = Gewinn nach Steuern für ganz schlichte Gemüter.
Wieviele Firmen gibt es die "offiziell" keinen Gewinn/Profit machen und deshalb keine Löhne und Gehälter bezahlen?

Köstlich.

Thoth
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon augenzeuge » 21. November 2012, 08:53

Thoth hat geschrieben: In diesem ganzen Fred; laber, laber, Rhababer ......

Thoth


Dann lies in aller Ruhe nochmal, wenn du ein paar sachliche Fakten entdeckst, darfst du gern dein Statement dazu abgeben. [wink]
AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Nostalgiker » 21. November 2012, 10:04

augenzeuge hat geschrieben:
Thoth hat geschrieben: In diesem ganzen Fred; laber, laber, Rhababer ......

Thoth


Dann lies in aller Ruhe nochmal, wenn du ein paar sachliche Fakten entdeckst, darfst du gern dein Statement dazu abgeben. [wink]
AZ


Sind Fakten "sachlich" wenn sie folgende Wendungen enthalten?:

welche vermutlich .....
Allerdings denke ich ....
Es scheint ....
müsste ...
das weiß man ....
mussten sicher ...
Wenn es so wäre ....
kann ich mir gut vorstellen .....
Was wissen wir denn ....
haben sich offensichtlich ......
glaube ich persönlich .....
Ich glaube aber .....
hat es ja anscheinend nicht gegeben .....

usw., usf. .....

Thoth
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Volker Zottmann » 21. November 2012, 10:12

Thoth,
Du bist anmaßend!
Bring doch gleich ne Liste raus, was alles an Redewendungen NICHT benutzt werden darf. Wie soll denn ein User seine Meinung einbringen?
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Affi976 » 21. November 2012, 10:38

@all,
@Thoth hatte es gefunden, worauf ich mich in meinem Post bezog. Vielen Dank!
VG Affi

interessierter hat geschrieben: Meine Anteilnahme ist zum einen jedenfalls für Angehörige [getöter deutscher Flüchtlinge an der Deutsch/Deutschen Grenze(Einfügung von mir)] ein Stückchen größer, als für Menschen die im Mittelmeer ertrinken….
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Nostalgiker » 21. November 2012, 10:52

@VZ, Spekulationen und Fakten unterscheiden sich.

Mäßige Dich bitte im Ton, wenn Dir etwas nicht passt, Inhalt und/oder der User der es schreibt, wirst Du ausfallend, unverschämt und anmaßend! Ist Dir selbst nur noch nicht aufgefallen.

Thoth

----------------------------

Der angeblich "geheime" Forschungsbericht welche der Redaktion von 'Fakt' und Anderen in die Hände fiel, stammt von dem Berliner(West) Pharmakritiker Dr. Ulrich Moebius welcher sich seit den siebziger Jahren mit der "Aufdeckung" solcher Machenschaften profiliert......
Es werden, von der Redaktion oder von ihm selbst, viele Fakten einfach unterschlagen. Es wird mit keinem Wort erläutert wie eine Arzneimittelzulassung abläuft, es wird mit keinem Wort darauf eingegangen wann in diesem Prozess eine klinische Studie stattfindet und in welchem Umfang.
Im konkreten Fall geht es um Phase II und III einer Zulassungsprüfung.
Die Genehmigung zu einer Studie in die nächsthöhere Phase wird von der entsprechenden Aufsichtsbehörde nur dann erteilt, wenn die vorangegangene Studienphase mit Erfolg abgeschlossen wurde. Nachweispflicht.
Keine Firma der Welt kann heimlich an der Aufsichtsbehörde ihres Landes vorbei Medikamente entwickeln und "heimlich" testen lassen.
Das geht nicht.
Es ist egal wo die Studie durchgeführt wird.
Was hingegen geht ist das Tests großflächig manipuliert werden ---> siehe berühmtes Beispiel der Zulassung des Medikamentes "Contergan".

Die Unterlagen der Studien sind mindestens 20 Jahre zu archivieren.

Das kann alles nachgelesen werden, wenn wirkliches Interesse besteht.


Thoth
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Interessierter » 21. November 2012, 14:53

Affi976 hat geschrieben:@all,
@Thoth hatte es gefunden, worauf ich mich in meinem Post bezog. Vielen Dank!
VG Affi

interessierter hat geschrieben: Meine Anteilnahme ist zum einen jedenfalls für Angehörige [getöter deutscher Flüchtlinge an der Deutsch/Deutschen Grenze(Einfügung von mir)] ein Stückchen größer, als für Menschen die im Mittelmeer ertrinken….


Affi, der Ordnung halber stelle ich einmal ein was ich tatsächlich geschrieben habe:

Meine Anteilnahme ist zum einen jedenfalls für Angehörige ein Stückchen größer, als für Menschen die im Mittelmeer ertrinken und noch ein Stückchen größer wenn unbewaffnete Kinder, Jugendliche und Erwachsene meines Heimatlandes von Grenzsoldaten des gleichen Landes erschossen werden.


Das sind meine Empfindungen zu denen ich stehe . Wenn ein Angehöriger stirbt, ergreift es mich selbstverständlich intensiver, als die Anteilnahme für Flüchtlinge die im Meer ertrinken und wenn Menschen an der innerdeutschen Grenze hinterrücks erschossen wurden, war und ist die Anteilnahme auch groß, gepaart mit Wut auf dieses menschenverachtende Regime der SED. Wenn Du den gleichen Schmerz bei verstorbenen Flüchtlingen und verstorbenen Familienangehörigen ( wie Frau, Kind oder Bruder ) empfindest, gehen Deine Gefühle niemanden anderes etwas an.

Nachdem Du gerade erst versucht hast, mich in die Nähe von Rassisten zu stellen, willst Du jetzt versuchen mir meine Empfindungen und Gefühle vorzuschreiben ?
Meine Gefühle in Anbetracht Verstorbener, ist meine ganz persönliche Sache und gehen Dich " einen feuchten Kehricht " an !

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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon augenzeuge » 21. November 2012, 16:07

Thoth hat geschrieben: Es wird mit keinem Wort erläutert wie eine Arzneimittelzulassung abläuft, es wird mit keinem Wort darauf eingegangen wann in diesem Prozess eine klinische Studie stattfindet und in welchem Umfang.

Was spielt das für eine Rolle in diesem Fall?? Es geht nur darum, dass DDR Bürger für die Studie von ihrer gewählten Regierung benutzt wurden, ohne dass eine Einwilligung vorlag. Denn man musste davon ausgehen, dass sie bei umfassender Aufklärung der möglichen gesundheitlichen Folgen niemals zugestimmt hätten. Oder konnten die alles nachlesen, was du hier schreibst?

Keine Firma der Welt kann heimlich an der Aufsichtsbehörde ihres Landes vorbei Medikamente entwickeln und "heimlich" testen lassen.
Das geht nicht.

Heimlich werden in Schwarzafrika von Pharmafirmen Medikamente getestet. Und stell dir vor, manche Länder haben nicht mal eine offizielle Aufsichtsbehörde...AZ

Thoth
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Nostalgiker » 21. November 2012, 16:12

Interessierter hat geschrieben:
Affi976 hat geschrieben:@all,
@Thoth hatte es gefunden, worauf ich mich in meinem Post bezog. Vielen Dank!
VG Affi

interessierter hat geschrieben: Meine Anteilnahme ist zum einen jedenfalls für Angehörige [getöter deutscher Flüchtlinge an der Deutsch/Deutschen Grenze(Einfügung von mir)] ein Stückchen größer, als für Menschen die im Mittelmeer ertrinken….


Affi, der Ordnung halber stelle ich einmal ein was ich tatsächlich geschrieben habe:

Meine Anteilnahme ist zum einen jedenfalls für Angehörige ein Stückchen größer, als für Menschen die im Mittelmeer ertrinken und noch ein Stückchen größer wenn unbewaffnete Kinder, Jugendliche und Erwachsene meines Heimatlandes von Grenzsoldaten des gleichen Landes erschossen werden.


Das sind meine Empfindungen zu denen ich stehe . Wenn ein Angehöriger stirbt, ergreift es mich selbstverständlich intensiver, als die Anteilnahme für Flüchtlinge die im Meer ertrinken und wenn Menschen an der innerdeutschen Grenze hinterrücks erschossen wurden, war und ist die Anteilnahme auch groß, gepaart mit Wut auf dieses menschenverachtende Regime der SED. Wenn Du den gleichen Schmerz bei verstorbenen Flüchtlingen und verstorbenen Familienangehörigen ( wie Frau, Kind oder Bruder ) empfindest, gehen Deine Gefühle niemanden anderes etwas an.

Nachdem Du gerade erst versucht hast, mich in die Nähe von Rassisten zu stellen, willst Du jetzt versuchen mir meine Empfindungen und Gefühle vorzuschreiben ?
Meine Gefühle in Anbetracht Verstorbener, ist meine ganz persönliche Sache und gehen Dich " einen feuchten Kehricht " an !

" Der Interessierte "



Aufgesetzter Pathos, vordergründige Heuchelei, weinerliche Ergriffenheit, gepaart mit dumpfer Wut täuschen nicht darüber hinweg das der Kern der "Empfindungen" und "Gefühle"darin liegt das ein Leben (ein Deutsches) höher bewertet wird wie ein anderes, undeutsches Leben (Afrikanische Flüchtlinge). Die Aussage des Schreibers lautet, wenn aller Pathos aus dem Satz entfernt ist, es gibt für ihn wertes und unwertes Leben.
Rosenberg lässt grüßen......

Es bleibt dabei, wer so denkt; ein Leben über ein anderes zu stellen, kommt gedanklich aus der rechten Ecke.
Da helfen keine Nebelkerzen oder in diesem Falle falsche Krokodilstränen über die Toten an der deutschen Grenze um von der eigenen Gesinnung abzulenken.
Das die Opfer der Mauer dafür herhalten müssen um eigenes, rechtes Gedankengut zu verbreiten ist das verwerflichste dieser ganzen Geschichte.

Thoth
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon augenzeuge » 21. November 2012, 16:19

Thoth hat geschrieben: Es bleibt dabei, wer so denkt; ein Leben über ein anderes zu stellen, kommt gedanklich aus der rechten Ecke.
Thoth


Oh, sei mal gaanz vorsichtig mit dieser Aussage.....sonst werden dir Beispiele um die Ohren gehauen, die alle von links kommen...... [blush]
Aber ich weiß schon, dass sind dann die anderen...Linken.... [wink]
AZ
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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Nostalgiker » 21. November 2012, 16:35

augenzeuge hat geschrieben:
Thoth hat geschrieben: Es wird mit keinem Wort erläutert wie eine Arzneimittelzulassung abläuft, es wird mit keinem Wort darauf eingegangen wann in diesem Prozess eine klinische Studie stattfindet und in welchem Umfang.

Was spielt das für eine Rolle in diesem Fall?? Es geht nur darum, dass DDR Bürger für die Studie von ihrer gewählten Regierung benutzt wurden, ohne dass eine Einwilligung vorlag. Denn man musste davon ausgehen, dass sie bei umfassender Aufklärung der möglichen gesundheitlichen Folgen niemals zugestimmt hätten. Oder konnten die alles nachlesen, was du hier schreibst?

Keine Firma der Welt kann heimlich an der Aufsichtsbehörde ihres Landes vorbei Medikamente entwickeln und "heimlich" testen lassen.
Das geht nicht.

Heimlich werden in Schwarzafrika von Pharmafirmen Medikamente getestet. Und stell dir vor, manche Länder haben nicht mal eine offizielle Aufsichtsbehörde...AZ

Thoth


Fügen wir den "sachlichen Fakten" noch ein:

es geht nur darum.....

hinzu.

'musste' und 'hätte' befindet sich bereits in der Liste.....

Keine Firma der Welt kann heimlich an der Aufsichtsbehörde ihres Landes vorbei ......
Ciba Geigy : Schweizer Pharmaunternehmen
Zuständige Behörde : Schweizer Arzneimittelaufsichtsbehörde

Bericht über "Panne" bei einer Phase I Studie in Großbritannien im Jahr 2007.hier

Von acht gesunden Männern die als Probanden fungierten, erlitten bei der Erprobung eines von der Würzburger Biotechfirma TeGenero entwickelten Antikörpers sechs von ihnen einen lebensbedrohlichen Immunschock mit mehrfachem Organversagen. Sie überlebten, allerdings mit teils schweren gesundheitlichen Folgen.

Zitat aus dem Artikel:
"Auch in Deutschland war die Studie sowohl von der ehemaligen Ethikkommission der Ärztekammer Berlin als auch von der zuständigen Bundesbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), genehmigt worden. Lediglich der Umstand, dass die britischen Behörden schneller waren, führte dazu, dass die Experimente in Großbritannien durchgeführt wurden."

@Augenzeuge, es spielt wohl eine Rolle. Auch damals, auch wenn Du es nicht wahrhaben willst.

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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon Nostalgiker » 21. November 2012, 16:40

augenzeuge hat geschrieben:
Thoth hat geschrieben: Es bleibt dabei, wer so denkt; ein Leben über ein anderes zu stellen, kommt gedanklich aus der rechten Ecke.
Thoth


Oh, sei mal gaanz vorsichtig mit dieser Aussage.....sonst werden dir Beispiele um die Ohren gehauen, die alle von links kommen...... [blush]
Aber ich weiß schon, dass sind dann die anderen...Linken.... [wink]
AZ


Na dann mach mal Bitte [grins]
Tät mich interessieren wo für Dich "links" anfängt. Da wo bei Dir die konservative Rechte aufhört? [shocked]

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Re: DDR-Bürger als ahnungslose Versuchskaninchen der bundesdeutschen Pharmazie?

Beitragvon augenzeuge » 21. November 2012, 17:03

Thoth hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Thoth hat geschrieben: Es bleibt dabei, wer so denkt; ein Leben über ein anderes zu stellen, kommt gedanklich aus der rechten Ecke.
Thoth


Oh, sei mal gaanz vorsichtig mit dieser Aussage.....sonst werden dir Beispiele um die Ohren gehauen, die alle von links kommen...... [blush]
Aber ich weiß schon, dass sind dann die anderen...Linken.... [wink]
AZ


Na dann mach mal Bitte [grins]
Tät mich interessieren wo für Dich "links" anfängt. Da wo bei Dir die konservative Rechte aufhört? [shocked]

Thoth



Kommst du dir nicht selbst albern vor mit deiner Liste? Oder hast du ein unverarbeitetes deutsch-Problem? "Tät mich interessieren" ist dann aber auch nicht das Gelbe vom Ei, odär? [grins]

Ich würde mich freuen, wenn du einfach mal auf meine Fakten eingehen würdest, anstatt, Wörter wie "müsste" zu suchen. Schmerzt es dich, zuzugeben, dass man hier durch das DDR-Ministerium einen Verrat begangen hat?

Nein, ich werde dir hier keine Beispiele darüber nennen, wer welches Leben als das Bessere und Vollkommenere bezeichnet hat. Wir wollen doch beim Thema bleiben.

AZ
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