Bilder der DDR

Es gab zwischen beiden deutschen Staaten große Unterschiede in der Sozialpolitik (welche ja eine der Philosophien des DDR-Sozialismus war). Wo lagen die Unterschiede? Wie effektiv waren beide Sozialsysteme? Was war ungerecht, was war gerecht? Wie ist es im Vergleich zu heute?
Der Bereich für Diskussionen zu den Sozialen Systemen der beiden deutschen Staaten.

Re: Bilder der DDR

Beitragvon Interessierter » 4. September 2014, 12:53

Kann es evtl. sein, dass es an der Unterbelichtung liegt, wenn man die Fortschritte und das Farbenfrohe auf den Bildern nicht erkennen kann ? [denken]

" Der Interessierte "
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon andr.k » 4. September 2014, 13:05

An der "Unterbelichtung" der Fotos liegt es wohl kaum.... [denken]

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 4. September 2014, 16:11

Wie schön bunt die Welt damals war kann man auf nachfolgenden Bildern betrachten.

Es sind original Farbbilder aus den 30er Jahren, aufgenommen in Deutschlands Städten. Hier geht es zum Artikel

Komischerweise sind die Häuser damals nicht so schön bunt angestrichen wie es Heutzutage Mode ist.
Das aufwerten der Häuser durch einen intensiven Farbanstrich scheint mir eher eine Mode der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu sein und zwar bei den Häusern welche bei ihrer Errichtung nie für einen bunten Anstrich vorgesehen waren.

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon augenzeuge » 4. September 2014, 18:45

Thoth hat geschrieben: Es sind original Farbbilder aus den 30er Jahren, aufgenommen in Deutschlands Städten.
Thoth


Schöne Bilder. Hätten ein paar mehr sein können....

Eins muss ich dir aber mitteilen. Weißt du, wer mir auf diesen Beitrag, wenn ich ihn hier so wie du gebracht hätte (siehe Threadüberschrift), wie folgt umgehend geantwortet hätte:
"Mach dazu gefälligst einen neuen Thread auf, der Beitrag passt hier nicht rein?" [flash]

So sag ich aber: Passt scho..... [wink]

AZ
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon vs1400 » 4. September 2014, 23:11

augenzeuge hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Hier sieht man was sich verändert hat....
http://www.torgauerzeitung.com/Default. ... 2876904%29

AZ



az,
solche bilder mag ich besonders.


Ist doch toll. [grin] Das direkte Gegenüberstellen hat was, da brauchts für das geübte Auge keine Farbe.... [wink]
Wenn du solche Farbbilder bringen könntest, das wäre was.

Was das Ändern betrifft, stimmt, in einigen Jahren wäre einiges nur abgerissen worden und man könnte nichts vergleichen....

Danke S51 für diesen Link. Hat ich doch glatt vergessen. [wink]

AZ


az,
wenn ich gewusst hätte, wie es mal kommt und welcher erheblichkeiten man sich mal bedient, dann hätte ich es mir was kosten lassen.
ein geübtes auge erkennt jedoch noch genügend details von vor der zeit,
der glatt gebügelten fassaden und touristenfreundlich erstellten altstadtpflaster straßen.

vielleicht az,
doch war das nicht nur ein problem der ddr.
ne restauration von altbauten kostet halt
und nicht selten entstehen dann auch freiflächen.

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon tom-jericho » 5. September 2014, 07:15

bei hempels unterm sofa oder unterm dachboden muessen noch geschaetzte 250 bis 300 alte filmrollen rumliegen

aber ich denke mal es ist noch nicht die zeit gekommem dazu
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon vs1400 » 6. September 2014, 07:35

Interessierter hat geschrieben:Kann es evtl. sein, dass es an der Unterbelichtung liegt, wenn man die Fortschritte und das Farbenfrohe auf den Bildern nicht erkennen kann ? [denken]

" Der Interessierte "


@ Volker Zottmann,
wie wertest du denn diese aussage eines "interessierten" users?

da wird auch nix verschoben und nicht einer stößt sich daran.
stimmt, ich hätte es doch fast vergessen, man solidarisiert sich ja und damit ist schlichtweg alles auch schon gerechtfertigt. [flash]

servus und gruß vs [hallo]
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon andr.k » 9. September 2014, 20:01

Fotografien als Dokumente der DDR

Von Grit Warnat

"Hegel 33" ist eine Ausstellung mit Fotografien von Dietrich Bahß überschrieben, die am Dienstagabend im Magdeburger Forum Gestaltung eröffnet wird. In der Hegelstraße 33 hatte Familie Bahß zu DDR-Zeiten eine private Wohnungsgalerie.

Magdeburg: Conny Bauer mit Posaune, Juckreiz unplugged, Lothar Trolle mit Manuskripten in der Hand. Trolle liest zur Ausstellung von Uli Wüst, Heiner Müller zu Arbeiten von A. R. Penck. Ausstellungen in der privaten Wohnung von Ingrid und Dietrich Bahß. 1981, 1982, 1983. Menschen drängen sich dicht, Dietrich Bahß hält alles mit der Kamera fest, immer schwarz-weiß, immer ohne Blitz.

Diese Dokumente fern des gewünschten DDR-Kulturbetriebs sind Kernstück der Ausstellung im Forum Gestaltung (Organisation: Norbert Pohlmann, Norbert Eisold). 100 Arbeiten aus den Jahren 1979 bis zur Ausweisung 1983 zeigt der heute in Köln und Werben (Altmark) lebende Bahß: den Hasselbachplatz und das angrenzende Quartier, grau in grau alles, befreundete Magdeburger Künstler wie Günter Pilling, Helmut Biedermann, Lutz Heider, den Alltag zu DDR-Zeiten zwischen Druschba-Fest und Drachensteigen, Kaffeehausbilder aus dem "Liliput", Rockmusiker und ihre Fans, die sozialistische Produktion mit Gießern in den Harzer Werken. "Working Class Hero" heißen sie bei Bahß.

Eine bemerkenswerte Fotoreihe zeigt einen jungen Mann auf einer Party. Es ist seine letzte Fete vor dem Beginn der Zeit in der Nationalen Volksarmee. "Rainer zieht in den Krieg" titelte der Fotograf die Serie, die ihn bis auf den Domplatz geführt hatte, wo sich am 1. November 1981 die Rekruten vor dem Wehrkreiskommando versammeln mussten. "Ich wurde gesehen. Mir wurde das Fotografieren verboten", erinnert er sich an jenen grauen frühen Morgen. Einen Rollfilm mit zwölf Bildern hat er verbraucht. Da musste jedes Motiv, jede Einstellung sitzen.

Bespitzelt, bedroht und als Staatsfeind ausgewiesen
Dietrich Bahß habe das Beschäftigen mit dem Thema, die Zusammenstellung der Bilder viel Kraft gekostet, sagt er. Nicht nur, weil er Persönliches preisgebe. "Es gibt Dinge, die vernarben nicht. Nie."

Zu tief sitzen die Erinnerungen an die Bespitzelungen durch die Staatssicherheit, die Drohkulisse, die Ausweisung 1983 als Staatsfeind der DDR, der Neustart im damals so fernen Köln. Dort arbeitete er als Fotograf und Dozent für Foto, Film und Video, als Produktionsleiter fürs Fernsehen. "Das DDR-Kapitel ist für mich abgeschlossen." Doch 25 Jahre Mauerfall und die Anfrage von Jörg Stoye, Leiter der BStU-Außenstelle Magdeburg (Stasi-Unterlagen-Behörde), habe ihn zur Ausstellung - Kooperationsprojekt der Behörde und der Havemann-Gesellschaft, bewogen.

Am Dienstagabend wird zur Vernissage geladen. Nicht nur die Fotografien, auch Musik wird an die einstigen kulturellen Zusammenkünfte in der "Hegel 33" erinnern. Juckreiz wird spielen, und Johannes Andratschke singt "Working Class Hero". Der Berliner Journalist Hartmut Krug spricht zur Ausstellungseröffnung.

Bei Interesse:

Bis 19. Dezember jeweils montags bis freitags 14 bis 18 Uhr.

Quelle: http://www.volksstimme.de/nachrichten/d ... r-DDR.html

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon tom-jericho » 10. September 2014, 05:15

Er soll dann bloß wieder nicht vergessen, unseren uralten Titel in der HEGEL 33 zu spielen:

" ... kommts du runter - kommts du runter ..."

[hallo]
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon augenzeuge » 12. September 2014, 18:58

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon tom-jericho » 13. September 2014, 20:40

Biste jetzt bei der FERMELDEWEITKOMPANIE?

Sandmännchen:

UHU UHU

[laugh]
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 14. September 2014, 21:33

Auch dies ist ein "Bild" der DDR, aber ein recht trauriges:

VON SILVIA ZÖLLER
Die ungeheuerlichen Vorgänge in der ehemaligen Poliklinik Mitte in Halle in den 60er und 70er Jahren sind wissenschaftlich untersucht worden. Es geht um den Vorwurf der Misshandlung und Zwangseinweisung von jungen Mädchen.

HALLE (SAALE).
Brutale Gewalt bei gynäkologischen Untersuchungen, Bestrafung der weiblichen Patienten mit Kahlscheren des Kopfes, zwangsweise Tätowierung und Nachtruhe auf einem Hocker statt in einem Bett - das war in den 60er und 70er Jahren Realität in einer geschlossenen Krankenhausabteilung für Geschlechtskrankheiten in Halle. Frauen, die dem DDR-System widersprachen, sollten hier durch Gewalt und Medikamente gefügig gemacht werden. Viele von ihnen waren überhaupt nicht geschlechtskrank.

Was in der geschlossenen Abteilung in der ehemaligen Poliklinik Mitte vor sich ging, ist ungeheuerlich und blieb lange im Dunkeln. Bekannt war die Einrichtung dennoch - unter dem abwertenden Namen „Tripperburg“. Jetzt haben erstmals Wissenschaftler das Geschehen aufgearbeitet: In einer Pressekonferenz stellten die Autoren Florian Steger, Direktor des halleschen Uni-Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, und sein Mitarbeiter Maximilian Schochow sowie die Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Birgit Neumann-Becker, am Donnerstag die Studie „Disziplinierung durch Medizin“ vor. Das Buch ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen.

http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/z ... 77872.html

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 14. September 2014, 21:45

Stellt jetzt jeder den gleichen Link ein?
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 14. September 2014, 22:30

Thoth hat geschrieben:Stellt jetzt jeder den gleichen Link ein?


...das weiß ich wirklich nicht mein lieber Thoth. Ich für mich, bin nur ich und nicht jeder. Ich frage ja auch nicht ob bei jedem Link "JEDER" meckert. Zumindest freue ich mich, dass Du nicht noch stellvertretend grün unterlegst. [laugh]

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 15. September 2014, 06:47

Dein ich sollte sich doch besser mit dem anderen 'Ich' absprechen [flash]

Ansonsten ist es schön wieder deine Spitzen und provokanten, besonders geistreichen Bemerkungen zu lesen.

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon tom-jericho » 15. September 2014, 06:52

Thoth hat geschrieben:Dein ich sollte sich doch besser mit dem anderen 'Ich' absprechen [flash]

Ansonsten ist es schön wieder deine Spitzen und provokanten, besonders geistreichen Bemerkungen zu lesen.

Thoth


Schöner unsere Städte und Dörfer ........ähm ...... Schöner unsere AVATARE mach mit! [super]
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 15. September 2014, 09:47

Thoth hat geschrieben:Dein ich sollte sich doch besser mit dem anderen 'Ich' absprechen [flash]

Ansonsten ist es schön wieder deine Spitzen und provokanten, besonders geistreichen Bemerkungen zu lesen.

Thoth



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Re: Bilder der DDR

Beitragvon andr.k » 15. September 2014, 09:58

Fotoausstellung: Betrachter belächeln DDR-Alltag

So trist war's im Sozialismus: Gäste der Vernissage "Zeitsprung" mussten schmunzeln, als sie die Fotos von Thomas Höpker sahen. Der Name der Schau ist Programm, auch für die Galerie Forum K.

Plauen. "Wir haben ausgeräumt, ausgerümpelt, frisch gestrichen, uns neu zusammengefunden und losgelassen", sagte Frank Trtschka vom Kunstverein Forum K. Damit sprach er zur Vernissage der Foto-Ausstellung "Zeitsprung" am Freitagabend die Neufindung des Vereins und seiner Akteure nach dem Tod des Galeristen Andy Darby Ende 2013 an.

Eröffnet wurde eine Ausstellung mit fast 60 schwarz-weiß Fotos sowie Farbaufnahmen des Fotografen Thomas Höpker. Das Haus der Geschichte in Bonn konzipierte die Exposition und stellt dem Forum K die Bilder vier Wochen zur Verfügung.

Eigentlich ist die Ausstellung ein Witz der Geschichte. Höpker wurde 1974 als erster westdeutscher Fotojournalist in der DDR zugelassen. Mit seiner Frau, der Journalistin Eva Windmöller, lebte er drei Jahre in einem Berliner Plattenbau. Im Auftrag der Wochenzeitschrift "Stern" dokumentierte er das Leben in der DDR mit seiner Kamera. Spannende, weil menschliche Bilder entstanden, die aus heutiger Sicht vor Ironie geradezu bersten.

Der westdeutsche Fotograf bildete den Osten ab, formte damit westliche Klischee-Vorstellungen des DDR-Alltags - und 25 Jahre nach dem Wende-Herbst stehen Ostdeutsche vor den Fotos und belächeln die Abstrusitäten des untergegangenen DDR-Staates. "Ich sehe die Ausstellung mit Schmunzeln", so Besucherin Steffi Klug. Es ist die Ironie der Ausstellung: Wer die DDR nicht erfahren hat, weil entweder zu jung oder westdeutsch, kann kaum verstehen, wie sich der gelernte DDRler über die Alltags-Tristesse amüsieren kann. Eine Ausstellung die je nach Erfahrungswert äußerst gegensätzliche Empfindungen bei den Betrachtern hervorrufen dürfte.

Damit ist auch die Parallele zur Geschichte der Galerie "Forum K" gezogen. Der Kunstverein, der hinter der Galerie steht, musste sich Anfang des Jahres neu zusammenfinden. Frank Trtschka glaubt, der Verein habe mit der Ausstellung den eigenen "Zeitsprung" geschafft. Das ist auch Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer nicht entgangen. "Es bildet sich hier so eine Art Szene", sagte er. In seiner Eröffnungsrede lobte er das unkonventionelle Wesen der Galerie. Plauen brauche derlei Impulse.

Im Gegensatz dazu schien Thomas Höpker bei seinen Arbeiten nicht an Imagebildung interessiert zu sein. Er lichtete die DDR aus dem Blickwinkel eines humanistischen Fotoreporters ab: dokumentarisch, menschlich - und für den Betrachter absolut lohnenswert. (dh)

Quelle: http://www.freiepresse.de/LOKALES/VOGTL ... 974693.php

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Interessierter » 15. November 2014, 09:26

„Ich hätte Biermann umarmen können“

HÜTTENFELD - Freiheit ist ein schillernder Begriff. Und „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“, wusste schon Rosa Luxemburg. Und auch wenn der Ausspruch schon fast 100 Jahre alt ist, an Aktualität hat er bis heute nicht verloren. Bis zum Fall der Berliner Mauer und der anschließenden Wiedervereinigung war das Wort für viele DDR-Bürger reine Utopie. Viele von ihnen dachten anders als vorgegeben und hatten einen großen Anteil daran, dass am 9. November die Ausreise möglich wurde. Damit auch die heutige Generation nicht vergisst, wie wichtig die eigene Meinung und das zu ihr Stehen ist, kam am Mittwochmorgen Alesch Mühlbauer ins Litauische Gymnasium. Der Politologe von der „Deutschen Gesellschaft“ in Berlin zeigte in seinem Workshop anhand von Fotos und Filmen aus beiden Teilen Deutschlands, wie stark viele DDD-Bürger eingeschränkt waren und was sie zu Fluchtversuchen über die massiv gesicherte Grenze trieb.

„Ergänzt doch bitte alle mal den Titel des Workshops ‚Freiheit ist...‘ wie ihr möchtet“, rief Mühlbauer die Schüler auf. Bei jedem Workshop sammelt ihr die besten Sätze oder Begriffe, um am Ende des Jahres Postkarten daraus zu gestalten. Und den Elftklässlern fiel einiges ein. „Meinungsfreiheit“, „Glück“, „Demokratie“, „Selbstverwirklichung“ stand nach dem kurzen Brainstorming an der Tafel. Alles Gründe, warum besonders ab Mitte der 80er Jahre immer mehr Menschen ihr Heimatland verlassen wollten.

Einer von ihnen kam am Mittwoch persönlich ins Litauische Gymnasium: Der Fotograf Dietmar Riemann, 1950 im sächsischen Heinichen geboren, reiste im September 1989 aus der DDR aus. Doch der Weg dorthin war kein leichter. „Anfang Januar haben meine Frau und ich den Ausreiseantrag gestellt“, erzählt er. Obwohl er gut verdient und ein schönes Haus besessen habe, sah er keine Zukunft mehr in seiner Heimat. „Ich glaube, dass ich in einem Meer ohne Insel für mich und meine Familie treibe“, schrieb er damals in sein geheim geführtes Tagebuch, das heute im Original im Haus der Geschichte in Berlin ausgestellt ist und als Buch veröffentlich wurde. Als Schüler ging alles noch seinen sozialistischen Gang, obwohl er es als Konfirmand nicht immer einfach hatte. „Ich hatte zwar meinen eigenen Willen, aber irgendwie nähert man sich eben immer mehr an“, beschreibt er seine Sozialisation, zu der auch die Mitgliedschaft in der FDJ (Freie Deutsche Jugend), der Jugendorganisation der SED, gehörte. Eine Funktion, darauf legt er aber besonderen Wert, habe er, im Gegensatz zu Angela Merkel, niemals gehabt.

Seine Diplomarbeit, ein Bildband über geistig Behinderte, gilt heute als eines der bedeutendsten Fotobücher der DDR, auch in der Tageszeitung „neues deutschland“ wird es heute, obwohl zu DDR-Zeiten kurzzeitig verboten, als „ein berühmtes Buch“ gelobt. „Damals haben die Arschlöcher das verboten, und jetzt schreiben sie sowas“, ist er noch heute entrüstet. Kein Wunder, dass er vergangene Woche den Liedermacher Wolf Biermann nach seinem Auftritt im Bundestag hätte „umarmen können“.

Der vollständige Beitrag hier:
http://www.lampertheimer-zeitung.de/lok ... 770555.htm
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon augenzeuge » 22. Mai 2016, 10:27

Salzwedel 1969, Vorbereitungen für den 20. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik

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http://www.volksstimme.de/lokal/salzwed ... -jahre-ddr
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Interessierter » 22. Mai 2016, 11:06

1969 - das waren noch " Zeiten ", so jung müßte man noch einmal sein... [wink]
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 22. Mai 2016, 15:11

augenzeuge hat geschrieben:Salzwedel 1969, Vorbereitungen für den 20. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik

Bild

http://www.volksstimme.de/lokal/salzwed ... -jahre-ddr
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Wenige Tage nach dem Foto und nur sehr unweit des Standort des Fotografen, bin ich geboren.... [grins]


groetjes

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Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon augenzeuge » 22. Mai 2016, 16:37

SkinnyTrucky hat geschrieben:Wenige Tage nach dem Foto und nur sehr unweit des Standort des Fotografen, bin ich geboren.... [grins]
Mara


Wenn das der Fotograf gewusst hätte.... [grins]
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 22. Mai 2016, 18:34

SkinnyTrucky hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Salzwedel 1969, Vorbereitungen für den 20. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik

Bild

http://www.volksstimme.de/lokal/salzwed ... -jahre-ddr
AZ


Wenige Tage nach dem Foto und nur sehr unweit des Standort des Fotografen, bin ich geboren.... [grins]


groetjes

Mara



Nicht weit weg wohnte auch ein Käptn Meyer. Mit dem zelteten wir. Tochter Brigitte wohnt heute noch dort in Salzwedel..

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 25. Mai 2016, 21:53

Hier mal einer der letzten Trabants, der gebaut wurde! [laugh]
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Interessierter » 30. Juli 2016, 10:49

Ansonsten empfehle ich mal in dem Buch von Ina Merkel, Utopie und Bedürfnis - die Geschichte der Konsumkultur in der DDR, erschienen 1999, zu blättern oder zu lesen ....



Man muss ja nicht jeder Empfehlung folgen. Manchmal reicht es schon die Rezensension von dem renommierten Historiker
Ilko-Sascha Kowalczuk zu lesen.

Konsumkultur, Konsumutopie, Konsumrealität

Der Sammelband »Wunderwirtschaft« ging auf eine vielbesuchte Ausstellung in der Berliner Kulturbrauerei zurück, die die Autorin des vorliegenden Bandes, Ina Merkel, maßgeblich initiiert und organisiert hatte. Ina Merkel, Kulturwissenschaftlerin, Mitbegründerin des »Unabhängigen Frauen-Verbandes« 1989 und seit 2000 als Professorin in Marburg tätig, geht es in ihrer Studie darum, anhand der Konsumkultur in der DDR »nach der Dynamik bzw. den Brüchen und Reibungen im Verhältnis von Staat und Bevölkerung« (S. 13) zu fragen. Dabei will sie eben nicht nur »Konflikt-, sondern auch nach Konsenspunkten zwischen Politik und Bevölkerung« (S. 12) suchen. Diesen Ansatz versucht sie, in drei Schritten umzusetzen. »In der vorliegenden Arbeit geht es erstens um die Analyse der Widersprüche einer ideologisch geprägten Konsumpolitik, zweitens um die Ausdifferenzierung einer homogen erscheinenden Konsumkultur und drittens um die Untersuchung der kulturellen Praxen des Erwerbs, Gebrauchs und Verbrauchs von Kosumgütern...« (S. 13)

Merkel sieht in der DDR keine Konsumgesellschaft, sondern nach dem Selbstverständnis der Herrschenden eine sich entwickelnde »Kulturgesellschaft«, in der ein originär sozialistisches Konsummodell kreiert werden sollte. Diesem war die Vorstellung inhärent, »was die Menschen für ihr Wohlbefinden brauchen, wie sie leben, wie sie konsumieren und wie sie ihre Zeit verbringen sollten« (S. 13). In diesem paternalistischen Ansatz sieht Merkel keine Versorgungsmentalität, sondern eine Gegenmoderne, die zwischen 1958 (Aufhebung der Rationierung) und 1971 (Machtwechsel Ulbricht – Honecker)5 installiert werden sollte, ehe mit dem Machtantritt Honeckers eine am Westen orientierte Konsumpolitik propagiert worden sei.

Die sechziger Jahre bilden den eigentlichen Untersuchungszeitraum Merkels, obwohl an einigen Stellen des Bandes sowohl Aspekte aus der Zeit vor 1958 und noch viel stärker aus der Zeit nach 1971 behandelt werden. Zum zentralen Begriff in der Darstellung avanciert der Begriff »Konsumkultur«, den Ina Merkel definiert »als daß widersprüchliche Verhältnis von Konsumpolitik – sowohl als wirtschaftspolitische Strategie wie auch als ideologischer oder kultureller Wertehorizont oder sogar als Erziehungsimpetus – und Konsumverhalten – begriffen als individuelle Aneignungsweise, in der der Zusammenhang von sozialer Lage, Tradition und Mentalität aufscheint. ... Konsumkultur umfaßt die Formen des Erwerbs von Gegenständen ebenso wie ihren praktisch-aneignenden und symbolisch-kommunikativen Gebrauch.« (S. 27f.)

Die Arbeit basiert auf schriftlichen Hinterlassenschaften von SED, Regierungsstellen und Massenorganisationen, auf Untersuchungen des Institut für Bedarfs- bzw. Marktforschung der DDR, auf der Auswertung von zeitgenössischen DEFA-Spielfilmen – die allerdings ausweislich des hier vorgelegten Bandes offenbar vor allem implizit Berücksichigung fanden6 – sowie auf 52 Interviews mit 64 Zeitzeugen, die Merkel gemeinsam mit einem Mitarbeiter durchführte. Allerdings versäumt es die Autorin leider, ihre Leserschaft darüber aufzuklären, nach welchem Muster die Interviewten ausgewählt wurden, so daß der Wert dieser Interviews – obwohl aus diesen vielfach zitiert wird – letztlich unklar bleibt. Wer den Argumentationen Merkels folgen kann, wird den Wert dieser Interviews nicht bezweifeln. Umgekehrt folgt daraus, daß ebenso gesagt werden könnte, die Auswahl der Interviewten sei einseitig und auf die Thesen der Autorin zugeschnitten.

Die Autorin verwickelt sich häufig in Widersprüche, weil sie ganz offenbar ihre eigenen – mehr oder minder ausgeprägten – asketischen Konsumvorstellungen auf die DDR-Bevölkerung überträgt und daher immer wieder apostrophiert, die DDR-Bevölkerung hätte mindestens in den sechziger Jahren einsichts- und verständnisvoll die materiellen Mängel ertragen und kompensiert.

Die sozialistische Konsumutopie scheiterte vor allem, so eine der Thesen von Ina Merkel, weil sie sich in Konkurrenz mit der westlichen Konsumwirklichkeit begab und die ostdeutsche Bevölkerung zugleich den medial vermittelten westlichen Konsumbildern in ihrer Mehrheit hoffnungslos erlegen war.

Wie wenig dabei die Autorin letztlich zu überzeugen vermag, mögen einige Beispiel verdeutlichen:

Der Aufstand vom 17. Juni 1953 »hinkte mit seinen Forderungen den Ereignissen hinterher« (S. 39), womit Merkel lediglich die längst überwunden geglaubte Interpretation neu aufwärmt, der Aufstand hätte allein ökonomische Ursachen gehabt. Daß dem bei weitem nicht so war, hätte ein nur flüchtiger Blick in die Forschungsliteratur ergeben.

Völlig überraschend kann der Leser erfahren, daß es in der DDR »Heimcomputer« zu kaufen gab (S. 64). Dies ist nicht nur nicht wahr, dies hätte zugleich auch bedeutet, daß es in der DDR auch Kopierer und ähnliche »Waffen« zu kaufen gegeben hätte.
Merkel schreibt: »In der relativ geduldigen Hinnahme der peramenten Versorgungsstörungen wie auch in der Akzeptanz von Sparsamkeitsprinzipien drückt sich ein gewisses Einverständnis mit grundlegenden ökonomischen Strategien aus.« (S. 89)

Denn »Hinnahme« bedeutet in einer Diktatur noch lange nicht »Einverständnis«. Ganz abgesehen davon berichtet Ina Merkel von einer Vielzahl von Beispielen, bei denen gerade eben nicht hingenommen, sondern auf vielfache Art und Weise individuell und kollektiv Protest und Unmut artikuliert wurde.

Ina Merkels Untersuchung ist vor allem anzumerken, daß die Verfasserin unzufrieden mit den Ergebnissen der Revolution von 1989, die sie stets »Wende« nennt, ist.

Ina Merkels Studie hinterläßt insgesamt einen zwiespältigen Eindruck. Allerdings wirft sie Fragen auf, die zum weiteren Nachdenken und vor allem zu weiteren Forschungen anregen sollten. Am meisten irritiert allerdings an der Arbeit der Kulturwissenschaftlerin und Alltagshistorikerin, daß die Untersuchung in den meisten Passagen blutarm bleibt, daß sie weitgehend auf dem Feld der Politikgeschichte verharrt. Die Menschen mit ihren Wünschen, Sehnsüchten, Enttäuschungen, Hoffnungen und Zielen kommen kaum vor, und wenn, dann nur um Merkels einseitig vorgetragene Thesen zu illustrieren. Insofern spiegelt dieses Buch nicht zuletzt politische und moralische Überzeugungen der Autorin, was keineswegs verwerflich ist, was aber zugleich zu dem Befund hinführt, daß die Konsumgeschichte und Konsumkultur der DDR als Forschungsfeld auch nach diesem Buch spannend und aktuell spannend bleibt.

Der vollständige längere Beitrag hier:
http://www.horch-und-guck.info/hug/arch ... kowalczuk/
Auch aus Steinen die einem in den Weg
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Re: Bilder der DDR

Beitragvon augenzeuge » 3. Mai 2017, 18:29

Edelknabe, wann und wo ist das?

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Zicke » 3. Mai 2017, 19:05

aufgenommen vom Thomaskirchhof 1965

Der Marktplatz
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Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon augenzeuge » 3. Mai 2017, 19:08

Das Jahr stimmt nicht.

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Re: Bilder der DDR

Beitragvon Zicke » 3. Mai 2017, 19:17

augenzeuge hat geschrieben:Das Jahr stimmt nicht.

AZ


laut Jahrbuch,hab ich; ist es 1965

https://www.google.de/search?q=leipzig+ ... M:&spf=214

P.S. das 3. Bild in der Galerie ist der 17. Juni 53
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