Zwangsadoptionen in der DDR

Es gab zwischen beiden deutschen Staaten große Unterschiede in der Sozialpolitik (welche ja eine der Philosophien des DDR-Sozialismus war). Wo lagen die Unterschiede? Wie effektiv waren beide Sozialsysteme? Was war ungerecht, was war gerecht? Wie ist es im Vergleich zu heute?
Der Bereich für Diskussionen zu den Sozialen Systemen der beiden deutschen Staaten.

Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Sperrbrecher » 5. Januar 2019, 15:17

AkkuGK1 hat geschrieben:E.von Schnitz war 4 mal verheiratet... das ist dann doch etwas über den Durchschnitt!...

aus Wikipedia:
1940 heiratete er Marlis Hoeres aus Eschweiler, mit der er einen gemeinsamen Sohn, Stephan, hatte, der sich im Alter von 42 Jahren das Leben nahm. 1952 heiratete er die Schauspielerin Inge Keller. Aus der 1956 geschiedenen Ehe ging die Tochter Barbara Schnitzler hervor, die wie ihre Mutter Schauspielerin wurde. Die 1958 eingegangene dritte Ehe mit Christine Laszar wurde nach kurzer Zeit geschieden. Die vierte Ehefrau Schnitzlers, die ungarische Schauspielerin, Sängerin und Redakteurin Márta Rafael (1926–2017)....
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon pentium » 5. Januar 2019, 15:22

Sperrbrecher hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben:E.von Schnitz war 4 mal verheiratet... das ist dann doch etwas über den Durchschnitt!...

aus Wikipedia:
1940 heiratete er Marlis Hoeres aus Eschweiler, mit der er einen gemeinsamen Sohn, Stephan, hatte, der sich im Alter von 42 Jahren das Leben nahm. 1952 heiratete er die Schauspielerin Inge Keller. Aus der 1956 geschiedenen Ehe ging die Tochter Barbara Schnitzler hervor, die wie ihre Mutter Schauspielerin wurde. Die 1958 eingegangene dritte Ehe mit Christine Laszar wurde nach kurzer Zeit geschieden. Die vierte Ehefrau Schnitzlers, die ungarische Schauspielerin, Sängerin und Redakteurin Márta Rafael (1926–2017)....


Und was haben die Ehefrauen des E. v. S. mit dem Thema zu tun?

....
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Transitfahrer » 16. Januar 2019, 19:38

Info Nr. 417/77 vom 22.6.1977

22. Juni 1977
Information Nr. 417/77 über die Sachlage und die konkreten Zusammenhänge von erfolgten Adoptionen sowie verfügten Vormundschaften bei Kindern, deren leibliche Eltern oder Elternteile die DDR verlassen haben

Quelle: BStU, MfS, ZAIG 2710, Bl. 1–27.
Serie: Informationen.
Verteiler: Honecker (durch Mielke mündlich informiert) – MfS: HA IX, Volpert, ZKG.
Datum: Angabe mit Bleistift unter der Datumszeile (Datum der Vorlage an Mielke durch die ZAIG).
Vermerk: Bei Verteilerposition Honecker: »d[urch] Min[ister] pers[önlich] inf[ormiert]«.
Verweise: Informationen 16/77 und 308/77.



Durch das MfS wurden bezüglich der erfolgten rechtskräftigen Entscheidungen seitens der zuständigen staatlichen Organe zu den Kindern der Ehepaare Grübel und [Name 1] und der weiblichen Personen Püschel (jetzt Yonan), [Name 2] sowie [Name 3] folgende Feststellungen getroffen:
1. Die Kinder der Eheleute Grübel, Ota, geb. am [Tag] 1969 und Jeanette, geb. am [Tag] 1970, wurden gemäß Beschluss des Organs der Jugendhilfe des Rates der Stadt Eisenhüttenstadt vom 19.11.1975 durch die Familie Klewin, Ulrich, geb. am [Tag] 1938, Diplom-Ing. für Geodäsie und Kartographie im Kombinat Geodäsie, und Klewin, Annemarie geb. [Name], geb. am [Tag] 1937, Facharbeiter für Vermessungstechnik im Kombinat Geodäsie, beide wohnhaft in Frankfurt/O., [Adresse], an Kindes statt angenommen und tragen auch deren Namen.1
Die leiblichen Eltern beider Kinder Grübel, Otto, geb. am [Tag] 1936, zuletzt Textilverkäufer im HO-Industriewaren Berlin […], und Grübel, Bärbel, geb. am [Tag] 1949, zuletzt ohne Beschäftigung, beide wohnhaft gewesen in Berlin-Mitte, [Adresse], gegenwärtig wohnhaft: 1 Berlin (West) 49, [Adresse], waren am 5.8.1973 bei dem Versuch festgenommen worden, unter Mitnahme ihrer damals zwei und vier Jahre alten Kinder Jeanette bzw. Ota die DDR ungesetzlich zu verlassen.
Nach Durchführung einer Berufungs- sowie Kassationsverhandlung vor dem Stadtgericht Berlin bzw. dem Obersten Gericht der DDR wurden Grübel, Otto, und Grübel, Bärbel, am 11.11.1974 durch das Stadtbezirksgericht Berlin-Mitte zu einer Freiheitsstrafe von je zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.
Während des in diesem Zusammenhang geführten Ermittlungsverfahrens wurde zweifelsfrei nachgewiesen, dass bereits am 3.8.1973 das Ehepaar Grübel einen Versuch unternahm, die DDR ungesetzlich zu verlassen. In beiden Fällen wurden den mitgeführten Kindern durch die Kindesmutter mit Zustimmung ihres Ehemannes zur erfolgreichen Durchführung ihrer strafbaren Handlung […] Psychopharmaka […] verabreicht. (Eingabe von »Faustan«2 […])
Auf der Grundlage dieses Sachverhaltes war durch das zuständige Organ der Jugendhilfe beim Rat des Stadtbezirkes Berlin-Mitte am 15.11.1973 Klage gegen die Eheleute Grübel eingereicht und der Antrag gestellt worden, ihnen aufgrund dieses verantwortungslosen Verhaltens und ihrer Absicht, die Kinder aus den gewohnten sozialen Verhältnissen in der DDR herauszulösen, das Erziehungsrecht zu entziehen. Gegen diese Klage wandten sich im Januar bzw. Februar 1974 sowohl die Eheleute Grübel als auch der von ihnen bestellte Rechtsanwalt mit der Behauptung, die […] angewandten Psychopharmaka […] seien ungefährlich.
Im Ergebnis der am 23.5.1974 vor dem Stadtbezirksgericht Berlin-Mitte geführten erstinstanzlichen Verhandlung wurde mit Zustimmung aller Prozessparteien die Einholung eines diesbezüglichen fachärztlichen Gutachtens über die den Kindern verabreichten Mittel festgelegt. Laut diesem Gutachten [wird] die Verabreichung von »Faustan« als rezeptpflichtiges Präparat ohne ärztliche Anordnung […] als »bedenkenloses und verantwortungsloses Verhalten« seitens der Eltern gekennzeichnet. Durch den Gutachter wurde der Umstand als erschwerend eingeschätzt, dass es sich bei den Eltern um medizinische Laien ohne Kenntnis über die möglichen Auswirkungen und Folgen der zur Anwendung gelangten Mittel handelte.
Ausgehend von den gutachterlichen Feststellungen wurde im Ergebnis der am 20.6.1974 vor dem Stadtbezirksgericht Berlin-Mitte geführten Verhandlung in Anwesenheit des Ehepaars Grübel sowie dessen Rechtsbeistand entschieden, ihnen das Erziehungsrecht für die Kinder Ota und Jeanette abzusprechen. Auch eine durch Rechtsanwalt der Eheleute Grübel gegen dieses Urteil angestrengte Kassation beim Präsidenten des Obersten Gerichtes der DDR wurde nach eingehender Prüfung am 13.5.1975 abgelehnt. In Kenntnis dieser Rechtslage erklärten sich die Eheleute Grübel am 20.5.1975 gegenüber dem staatlichen Notariat der DDR zur Unterhaltszahlung an die Kinder Ota und Jeanette bereit.
Am 21.5.1975 wurden Grübel, Otto und Bärbel, entsprechend einem von ihnen gestellten Antrag aus der Staatsbürgerschaft der DDR entlassen und ihnen die Ausreise in die BRD gestattet. Zuvor war ihnen durch die zuständigen Rechtspflegeorgane die Rechtslage eingehend erläutert worden mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass ihnen bei einem Verbleib in der DDR und entsprechender Führung das Erziehungsrecht für ihre Kinder wieder zugesprochen werden kann. Weiter wurde ihnen erläutert, dass eine Übersiedlung in die BRD und die Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR eine endgültige Trennung von den Kindern bedeute.
In Kenntnis dieser bestehenden Rechtslage […] beharrte das Ehepaar Grübel auf ihren Übersiedlungsanträgen und reiste am 21.5.1975 in die BRD aus.
Im Zusammenhang mit der Inhaftierung des Ehepaares Grübel im Jahr 1973 erfolgte die Unterbringung beider Kinder zunächst in einem staatlichen Kinderheim. Seit dem 24.2.1975 sind sie bei der Familie Klewin wohnhaft.
Durch die Adoption beider Kinder hat die kinderlose Ehe der Familie Klewin einen neuen Inhalt erhalten. Beide Eltern haben sowohl im Arbeits- als auch im Freizeitbereich einen guten Leumund und erziehen ihre Kinder bewusst im sozialistischen Sinn. Es besteht ein echtes und harmonisches Eltern-Kind-Verhältnis. Beide Kinder erkennen ihre neuen Eltern voll an. Die Familie Klewin ist aufopferungsvoll um das Wohlergehen der Kinder bemüht. So hat z. B. Frau Klewin nach der Adoption der Kinder zeitweilig ihr Arbeitsverhältnis aufgegeben, um sie schneller an die Familie und die neue Umgebung zu gewöhnen. Beide Elternteile unternehmen große Anstrengungen zur Unterstützung ihres Sohnes Ota bei der Bewältigung der schulischen Aufgaben […] Familie Klewin hat darüber hinaus Einladungen von jahrelangen Bekannten abgelehnt mit der Begründung, dass sie beide Kinder nicht ohne Aufsicht lassen möchten.
Im Zusammenhang mit der von westlichen Massenmedien geführten Kampagne zum Thema »Zwangsadoption«, dem Erscheinen des »Spiegel«-Journalisten Schwarz bei der Familie Klewin und weiterer diesbezüglicher Aktivitäten wurde die Familie Klewin stark verunsichert.3 Frau Klewin erklärte wiederholt, dass sie alles tun werde, um die Kinder zu behalten, ein Leben ohne sie wäre für beide Ehepartner unvorstellbar. Inzwischen hat sich mit Hilfe und Unterstützung der zuständigen staatlichen Organe die Familiensituation wieder normalisiert, wozu auch der aus vorbeugender Sicht Anfang dieses Jahres vollzogene Umzug der Familie Klewin von Eisenhüttenstadt nach Frankfurt/O. beigetragen hat.
Durch die in Westberlin wohnhaften Eheleute Grübel wurden seit Ende 1975 massive öffentlichkeitswirksame Aktivitäten unternommen, die staatlichen Organe der DDR im Zusammenhang mit der erfolgten Adoption der Kinder Ota und Jeanette unter Druck zu setzen und die Übergabe der Kinder zu erzwingen. Besonders in den Publikationsorganen der Springer-Presse,4 im ARD-Fernsehen,5 in der Zeitschrift »Der Spiegel«,6 im SFB-Hörfunk, aber auch durch solche Massenmedien wie die USA-Nachrichtenagentur AP7 sowie die englische Zeitschrift »Sunday-Express«8 erfolgten mit unterschiedlicher Intensität zu diesem »Fall« Veröffentlichungen. Auch die sogenannte Gesellschaft für Menschenrechte9 beteiligt sich aktiv an dieser Kampagne und hat z. B. im April dieses Jahres eine »Dokumentation über einige Fälle von bereits abgeschlossenen oder zu befürchtenden Zwangsadoptionen in der DDR«10 herausgegeben, in deren Anhang sich u. a. ein separates Flugblatt, »den Fall« der Kinder Ota und Jeanette Grübel betreffend, befindet, da »die Kinder der Eheleute Grübel leider nicht mehr in die Dokumentation aufgenommen werden konnten«.
[Passage mit schutzwürdigen Informationen nicht wiedergegeben.]

Zur Info:#Faustan Tabletten waren in der DDR frei verkäuflich. 20 Stück kosteten 2,30 Mark. Sie wurden im VEB Arzneimittelwerk Dresden hergestellt und waren in vielen Hausapotheken vorhanden.
Der Wirkstoff Diazepam ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Benzodiazepine. Der verstärkt die Wirkung des Botenstoffes Gamma-Amino-Buttersäure im Gehirn. Dieser kurz „GABA“ genannte Stoff verringert die Aktivität des zentralen Nervensystems. Mehr über Diazepam ist hier nachzulesen: http://www.gesundheit.de/…/wirks…/beruhigungsmittel/diazepam
„Faustan“-Tabletten wurden oft als Einschlafhilfe benutzt, etwa um Prüfungsangst damit zu betäuben. Zu häufige Einnahme und / oder zu hohe Dosierung kann schnell zur Abhängigkeit führen. Nach der Wende wurde „Faustan“ rezeptpflichtig.



Das nenne ich Erpressung
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Dr. 213 » 16. Januar 2019, 20:43

Kommt darauf an, wo man seine eigene politische Heimat verortet.
Für mich ist das staatlich organisierter Kindesentzug aus Gründen tief verinnerlichter stalinistischer Boshaftigkeit.

Die Faustan- Pillen sind nur ein Ansatzpunkt, um den angehenden Abtrünnigen an den Karren zu fahren.
Das war, wie wir aus Aktenstudium nach der Wende erfahren haben, eine wesentliche Aufgabe von K1, Stasi und VP.
Nämlich etwas gegen Staatsfeinde "herauszuarbeiten" manchmal sogar auf Vorrat, um später bei Bedarf ganz bequem kriminelle Handlungen "nachweisen" zu können, die nicht wie politische Nazijustiz aussehen.

Wenn Eltern ihre Kinder alleine in der Wohnung zurücklassen haben, das soll es auch gegeben haben,
dann ist das eher ein krankhaftes Versagen und dann ist due Wegnahme der Kinder auch gerechtfertigt.
Das liegt aber in dem Fall nicht vor. Die Kontaktaufnahme zu westlichen Helfern ist für mich sowas wie
Notwehr oder Zivilcourage.

Und mal etwas spekuliert, wenn Eltern in der DDR ihren Kleinen solche Pillen verabreicht hätten, damit sie eine
Parteiveranstaltung nicht stören, wäre dieses Detail doch nur halb so schlimm gewesen, stimmts Genossen?

Übrigens berichtet Mari Röllig, dass er angeblich als gescheiterter Flüchtling vor dem Stasi- Sonderflug
eine Tablette einnehmen mußte, ansonsten wäre er zwangsweise gespritzt worden.

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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Spartacus » 17. Januar 2019, 17:59

Wenn Eltern ihre Kinder alleine in der Wohnung zurücklassen haben, das soll es auch gegeben haben,


Ja, nannte man "Schlüsselkind" Doc und das waren wir doch alle. Schlüssel um den Hals, Herr im Haus. [grins] [hallo]

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denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon pentium » 17. Januar 2019, 18:05

Spartacus hat geschrieben:
Wenn Eltern ihre Kinder alleine in der Wohnung zurücklassen haben, das soll es auch gegeben haben,


Ja, nannte man "Schlüsselkind" Doc und das waren wir doch alle. Schlüssel um den Hals, Herr im Haus. [grins] [hallo]

Sparta


Ja nur kommen beim Doc seinen Schlüsselkindern die Eltern nicht wieder nach Hause, weil sie ihren Aufenthalt wo anders genommen haben....
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 17. Januar 2019, 19:00

Der Rainer vor gut zehn Jahren mal eine junge Frau bei einer Familienfeier kennengelernt, die verabreichte ihrer Tochter(um die vier, fünf Jahre) täglich ne Art "Beruhigungspillen" zum einschlafen. Das erfuhr ich erst später, durch ihren Freund, einem Freund eines meiner Schwiegersöhne. Das Zeugs war wohl rezeptflichtig,für Erwachsene also für ein Kind überhaupt nicht gedacht.Es geht also weiter,mit dem Mißbrauch in den Generationen.

Zum Faustan. Da ist ein Kumpel von mir zu tiefster DDR-Zeit im Krankenhaus gelandet, mit Magenauspumpen und noch so Scheiße. Der probierte das mit zuviel Alkohol und es war wohl dann eine richtig gefährliche Mischung geworden.

Zum vorliegende Fall. Was soll ich von einer Mutter halten....also ich schreibs besser nicht weiter? Weil selber zwei Töchter und Mütter. Die Adoption durch die DDR-Behörden ist Grenzwertig, ohne Frage. Interessant wäre die weitere Entwicklung der Angelegenheit, so ob die Kinder der G. später einen Draht zu ihren leiblichen Eltern fanden, überhaupt wie die Beiden die damalige Handlungen ihrer Eltern heute beurteilen?

Rainer-Maria

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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Dr. 213 » 17. Januar 2019, 21:06

pentium hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
Wenn Eltern ihre Kinder alleine in der Wohnung zurücklassen haben, das soll es auch gegeben haben,


Ja, nannte man "Schlüsselkind" Doc und das waren wir doch alle. Schlüssel um den Hals, Herr im Haus. [grins] [hallo]

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Ja nur kommen beim Doc seinen Schlüsselkindern die Eltern nicht wieder nach Hause, weil sie ihren Aufenthalt wo anders genommen haben....


Ja das stimmt, wir behandeln hier nur die Variante in den Westen abhauhen und die Kinder alleine in der Wohnung
zurücklassen. Schlüsselkind war ich auch, bei quasi Vollbeschäftigung war es eine Notwendigkeit.
Ungefährlich war es, ganz im Gegensatz zu heutigen Zeiten, auch. Und es erzog automatisch zu Selbstständigkeit.

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