Zwangsadoptionen in der DDR

Es gab zwischen beiden deutschen Staaten große Unterschiede in der Sozialpolitik (welche ja eine der Philosophien des DDR-Sozialismus war). Wo lagen die Unterschiede? Wie effektiv waren beide Sozialsysteme? Was war ungerecht, was war gerecht? Wie ist es im Vergleich zu heute?
Der Bereich für Diskussionen zu den Sozialen Systemen der beiden deutschen Staaten.

Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 4. Mai 2018, 14:30

Und da gab es mal User die behauptet hatten, daß gäbe es alles nicht. [denken]
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon karnak » 4. Mai 2018, 15:34

Das ist deswegen so weil in solchen Fällen immer eine staatliche Behörde entscheidet , sind die leiblichen Eltern aus den unterschiedlichsten Gründen in der Lage ein Kind zu betreuen und im Sinne und nach den Wertvorstellungen der Gesellschaft zu erziehen oder nicht. Solche Entscheidungen werden immer für irgendjemanden problematisch sein. Und so glaube ich z.B. nicht, dass es einen einzigen Fall dieser staatlich verordneten Adoptionen gibt bei denen den Eltern NUR aus Grund einer politischen oder religiösen Überzeugung das Erziehungsrecht entzogen wurde. Die das von sich behaupten, nicht inhaftiert wurden, die Haltbarkeit des Grundes mal beiseite gelassen, das Land verlassen haben und die Fragwürdigkeit der Verweigerung des eigenen Wohnortes auch beiseite gelassen, natürlich werden die das tun, würde ich auch nicht anders machen,besonders in einer Zeit in der man in jeden Fall ein Schulterklopfen bekommt, niemand auch nur auf die Idee kommen würde mal etwas genauer hinzuschauen, das böse Gesicht der "Rädelsführerin" dieser Zwangsadoptionen vor Augen, keiner würde sich das trauen und Ergebnisse öffentlich machen, weil sich das nach entsprechend gültigen Zeitgeist nicht gehört, dazu ist eine ganz spezielle Form von Geschichtsaufarbeitung schon viel zu weit vorangeschritten ohne dass man dafür nicht in der Luft zerissen würde.
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Mai 2018, 15:50

Kristian, und die vielen Kinder, die angeblich den Eltern als Totgeburt geraubt wurden, blendest Du aus?
Wie hoch mag die Dunkelziffer sein? Nicht jedes Elternpaar wird den plötzlichen Säuglingstod angezweifelt haben. Manch einer wird es geahnt haben, aber sich nie getraut haben, zu rebellieren.
Wie viele ergaben sich ihrem Schicksal, dass letztendlich eine Hexe mit blauen Haaren verursachte oder mindestens alimentierend begünstigte.
Diese Verbrechen bleiben immer Verbrechen.

Gruß Volker
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon karnak » 4. Mai 2018, 15:56

Wenn es denn so war waren es massive Gesetzesverstöße, kriminelle Aktivitäten. Gibt es denn nun staatsanwaltliche Ermittlungsergebnisse die das zweifelsfrei belegen ? Wenn ja bin ich völlig auf der Seite derer die solche Vorwürfe erheben.
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Interessierter » 4. Mai 2018, 17:55

Beitragvon karnak » 4. Mai 2018, 15:56
Wenn es denn so war waren es massive Gesetzesverstöße, kriminelle Aktivitäten. Gibt es denn nun staatsanwaltliche Ermittlungsergebnisse die das zweifelsfrei belegen ? Wenn ja bin ich völlig auf der Seite derer die solche Vorwürfe erheben.


Du musst einfach nur verstehend lesen, dann brauchtest du nicht nach Beweisen fragen und wieder einmal Fakten anzweifeln. Einfach paradox, da du selbst ja nie Beweise deiner Bestreiterei und Schonrederei lieferst, sondern leider immer nur auf deine verquere Logik verweist.

Dir scheint ja noch nicht einmal klar zu sein, dass deine ehemaligen Genossen permanent kriminelle Aktivitäten entwickelten und ebenfalls permanent Verstöße gegen die eigenen Gesetze begingen.

Hauptsache erst einmal alles bestreiten. [flash]
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon karnak » 4. Mai 2018, 19:40

Ich frage nicht nach Beweisen und ich streite auch nichts ab, ich möchte einfach nur wissen ob es wegen der Zwangsadoptionen irgendwann mal staatsanwaltliche Ermittlungen gab und welche Ergebnisse aus diesen hervorgegangen sind. Sollte davon was in Deinen Beiträgen stehen kannst Du mir ja mal einen Tipp geben.
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Beethoven » 5. Mai 2018, 06:13

Nach der Wende hörte ich auch davon, dass man Eltern die Kinder weg nahm. Was dran ist weiß ich nicht.

Wenn es aber geschah, dann ist das eine bodenlose Schweinerei, die für meine Begriffe bis zum letzten Kind aufgeklärt werden müssten
und die Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass solche Taten bereits
verjährt sind - leider.

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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon AkkuGK1 » 5. Mai 2018, 06:37

@karnak ist es Altersstarrsinn oder was treibt dich immer wieder zu deinen Verschönerungen des sozialistischen unrealen Lebens? Das war doch bekannt, selbst zu DDR Zeiten.

Andererseits sind wir in der Zone ja noch mit dem blauen Auge davon gekommen, kein Vergleich zu den Verbrechen in anderen kummunistisch geprägten Staaten.
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon karnak » 5. Mai 2018, 08:00

AkkuGK1 hat geschrieben:@karnak ist es Altersstarrsinn oder was treibt dich immer wieder zu deinen Verschönerungen des sozialistischen unrealen Lebens? Das war doch bekannt, selbst zu DDR Zeiten.

Andererseits sind wir in der Zone ja noch mit dem blauen Auge davon gekommen, kein Vergleich zu den Verbrechen in anderen kummunistisch geprägten Staaten.

Mich treibt überhaupt nichts zu Verschönerungen, mein Altersstarrsinn hält sich auch noch in Grenzen, und die DDR, SED und Stasi ist mir schon seit ewigen Zeiten völlig gleichgültig, ich lasse mir eben nur nicht gerne irgendwas erzählen was anderen ins Konzept passt. Gerade damit bin ich nämlich schon mal gewaltig auf die Fresse gefallen. Ich möchte wissen und mir nicht erzählen lassen " was selbst zu DDR Zeiten bekannt war" Zu DDR Zeiten war auch bekannt, dass der Schnitzler x Mal verheiratet war, Lotte Ulbricht in der Schweiz in einer Villa wohnt, nach der Wende ist man sogar mit Rentnerbussen an einer Villa vorbei gefahren in der sie wohnt. [flash] , für sowas bin ich nicht zu haben, dass Kampfgruppen gegen die Unmenschlichkeit sich mit solcher Erzählerei zufrieden geben ist mir schon klar, mehr braucht man nicht, ich schon.
Also, was ist denn nun, haben Staatsanwaltschaften der Bundesrepublik Ermittlungen wegen Zwangsadoptionen aufgenommen und die dann auf Grund von Verjährungsfristen eingestellt oder nicht, zumindest dass wäre zwangsläufig gewesen. Haben Personen die die DDR verlassen und ihre Kinder dort zurückgelassen Anzeige wegen Zwangsadoption gestellt oder nicht, in dem Fall vor einer Verjährungsfrist und wurde daraufhin eine Staatsanwaltschaft aktiv und wenn nicht ,warum nicht, sind solche Anzeigen in Salzgitter dokumentiert worden?
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Spartacus » 5. Mai 2018, 14:33

wurde daraufhin eine Staatsanwaltschaft aktiv und wenn nicht ,warum nicht, sind solche Anzeigen in Salzgitter dokumentiert worden?


Na da hast du doch die Antwort schon gegeben, denn wie du wohl noch weißt, wurden alle Ermittlungen in Salzgitter unter den Tisch fallen gelassen.

Dabei wurden nach 1989 gut 62.000 Ermittlungsverfahren eingeleitet und da werden wohl auch viele wegen "Rechtsbeugung" dabei gewesen sein und Zwangsadoptionen
sind wohl genau das.

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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. Mai 2018, 15:03

Es gab damals echt viele Assis wo die Kindesherausnahme nicht das Schlechteste war, der Assiparagraph wurde aber von Staatswesen auch mißbraucht im missliebige Leute zu, wie hieß das in Stasideutsch, etwas auf Linie zu bringen.
Die Abwägung ob das Eine oder das Andere praktiziert wurde ist schwer abzugrenzen, zumal es auch bei den bösen Ministerien, ob nun Volksbildung, Inneres oder Stasi Unterschiede gab, ich würde sagen 90% bei denen machten ihren Job ohne jemanden zu schaden, 10% waren lupenreine Verbrecher an ihrem Volk die man mindestens 10 Jahre zur Buße hätte locker einbuchten können, aber gerade die dicken Fische von denen guckten nicht durch Gitter, die waren dann wieder die Elite in der freien Wirtschaft von dem Geld das diese Gauner zur Seite schaffen konnten.
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon AkkuGK1 » 5. Mai 2018, 16:36

karnak hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben:@karnak ist es Altersstarrsinn oder was treibt dich immer wieder zu deinen Verschönerungen des sozialistischen unrealen Lebens? Das war doch bekannt, selbst zu DDR Zeiten.

Andererseits sind wir in der Zone ja noch mit dem blauen Auge davon gekommen, kein Vergleich zu den Verbrechen in anderen kummunistisch geprägten Staaten.

Mich treibt überhaupt nichts zu Verschönerungen, mein Altersstarrsinn hält sich auch noch in Grenzen, und die DDR, SED und Stasi ist mir schon seit ewigen Zeiten völlig gleichgültig, ich lasse mir eben nur nicht gerne irgendwas erzählen was anderen ins Konzept passt. Gerade damit bin ich nämlich schon mal gewaltig auf die Fresse gefallen. Ich möchte wissen und mir nicht erzählen lassen " was selbst zu DDR Zeiten bekannt war" Zu DDR Zeiten war auch bekannt, dass der Schnitzler x Mal verheiratet war, Lotte Ulbricht in der Schweiz in einer Villa wohnt, nach der Wende ist man sogar mit Rentnerbussen an einer Villa vorbei gefahren in der sie wohnt. [flash] , für sowas bin ich nicht zu haben, dass Kampfgruppen gegen die Unmenschlichkeit sich mit solcher Erzählerei zufrieden geben ist mir schon klar, mehr braucht man nicht, ich schon.
Also, was ist denn nun, haben Staatsanwaltschaften der Bundesrepublik Ermittlungen wegen Zwangsadoptionen aufgenommen und die dann auf Grund von Verjährungsfristen eingestellt oder nicht, zumindest dass wäre zwangsläufig gewesen. Haben Personen die die DDR verlassen und ihre Kinder dort zurückgelassen Anzeige wegen Zwangsadoption gestellt oder nicht, in dem Fall vor einer Verjährungsfrist und wurde daraufhin eine Staatsanwaltschaft aktiv und wenn nicht ,warum nicht, sind solche Anzeigen in Salzgitter dokumentiert worden?



ich habe eher den Eindruck, dass Du diese Aussage nur als Schild oder eine Art Ausrede/Selbstschutz nutzt, bewusst oder unbewusst.

E.von Schnitz war 4 mal verheiratet... das ist dann doch etwas über den Durchschnitt!

Ja eine Menge Unsinn wurde erzählt in der DDR, aber es gab eben auch viele Sachen, die stimmten, weil die eben nicht von Hörensagen kamen, sondern von Augenzeugen. Ich kannte eben die Vorgänge bei Erichs Staatsjagden von unseren Smut, der immer abkommandiert wurde zu den Anlässen, oder ein Arbeitskollege war bei Felix D. und konnte auch einiges erzählen über Wandlitz. Die Gerüchte über die Jugendwerkhöfe - haben im nachhinein alle gestimmt. Was mit Walters Witwe war - wayne. Erichs Witwe war aber wohl im Ausland im Exil...
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Wosch » 5. Mai 2018, 21:09

Da gab es mal den Film "Die Frau vom Check-Point Charly".
Wenn ich mich nicht irre basierte der doch auf reales Geschehen. Ich kann mich persönlich an die Frau erinnern, denn ich bin bei meinen Berlin-Fahrten mehrere Male extra zu diesem Übergang gefahren bevor oder nachdem ich die Prinzenstraße-Heinrich Heinestraße als Übergang benutzt hatte.

Mit schönem Gruß aus Kasel. [hallo]

Wosch.
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Interessierter » 6. Mai 2018, 08:41

Dazu passt auch diese Biografie einer Zwangsadoptierten

Bild
Autoren: Katrin Behr, Peter Hartl
Verlag: Droemer
Seitenzahl: 304 (Hardcover)
ISBN: 3-426-27566-X / 978-3-426-27566-5
Dieses Buch können Sie u.a. bei Amazon erwerben.


Inhalt:
Es ist ein kalter Morgen, als die Männer in den langen, dunklen Mänteln kommen und ihre Mutter abholen. Vier Jahre ist Katrin Behr damals alt. Ihr Bruder und sie werden in ein Heim gebracht und bald schon voneinander getrennt: Katrin wird von einer linientreuen Familie aufgenommen und schließlich zwangsadoptiert. Ihre Welt ist aus dem Lot. Noch viele Jahre wartet sie auf die Rückkehr ihrer Mama – vergebens. Erst als Erwachsene, nach dem Fall der Mauer, findet sie endlich eine Spur, die zu ihrer Mutter führt. Doch diese ist eine gebrochene Frau, viele Jahre in Haft haben sie gezeichnet. Und je mehr Katrin Behr sich mit ihrer eigenen Geschichte befasst, in Archive und auf Ämter geht, um Licht in die Vergangenheit zu bringen, desto mehr Schicksale begegnen ihr: Tausende von Kindern wurden in der DDR ihren Eltern weggenommen, weil diese politisch missliebig oder potenzielle Republikflüchtlinge waren. Und sie suchen noch heute nach ihren wahren Familien.
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 6. Mai 2018, 11:16

Wosch hat geschrieben:Mit schönem Gruß aus Kasel. [hallo]

Wosch.


Wo ist das denn? Hier:?
https://www.google.de/maps/place/Kasel/ ... d6.7347321

Schönen Sonntag! [grins]
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Wosch » 6. Mai 2018, 12:07

augenzeuge hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:Mit schönem Gruß aus Kasel. [hallo]

Wosch.


Wo ist das denn? Hier:?
https://www.google.de/maps/place/Kasel/ ... d6.7347321

Schönen Sonntag! [grins]
AZ




Danke Dir für das "nette" Gespräch.

[sick]
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 6. Mai 2018, 12:20

Wosch hat geschrieben:Danke Dir für das "nette" Gespräch.

[sick]
Wosch.


Immer wieder gern. Aber nicht das du dich bevorzugt behandelt fühlst. [grins]
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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Wosch » 6. Mai 2018, 12:30

augenzeuge hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:Danke Dir für das "nette" Gespräch.

[sick]
Wosch.


Immer wieder gern. Aber nicht das du dich bevorzugt behandelt fühlst. [grins]
AZ

H




nein, aber ich bin mir Deiner besonderen Aufmersamkeit ziemlich sicher. [sick]

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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Spartacus » 6. Mai 2018, 12:55

Also mal kurz rück erinnert.

Wenn ein DDR Bürger in Giessen ankam, da war es mit das erste, dass er gefragt wurde, ober er etwas über Verbrechen der DDR Führung oder Rechtsbeugung in der DDR weiß.
Wenn ihm nun selbst sein Kind weggenommen wurde, so landete das somit sofort in Salzgitter und wurde mit allen Daten erfasst. Liegt ja wohl auf der Hand.

Somit wurden dann nach 89 auch die entsprechenden Ermittlungsverfahren von Salzgitter aus, eingeleitet.

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Re: Zwangsadoptionen in der DDR

Beitragvon Interessierter » 18. Mai 2018, 08:29

Das Unrecht um in der DDR gestohlene Kinder vergeht nicht

Hunderte Neugeborene wurden in der DDR für tot erklärt, tatsächlich aber zur Adoption freigegeben. Die Politik könnte den Schmerz der Eltern lindern.

Das wird ein schmerzvoller Termin im Bundestag. Der Petitionsausschuss lädt für den 25. Juni neben Sachverständigen auch Betroffene zur Anhörung über „Zwangsadoptionen und staatlichen Kindesentzug in der DDR“.

Was lange her zu sein scheint, wird gegenwärtig werden. Dank der „Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR“ mit ihren 1500 Mitgliedern.

Kinder, Neugeborene, wurden von staatlichen Stellen für tot erklärt, tatsächlich aber zur Adoption freigegeben. Oder Eltern wurden zur Freigabe gezwungen. Da geht es um 300 bis 400 Fälle.

Die Abgeordneten können den Schmerz lindern

Was bei der Aufklärung helfen würde, steht schon vor der Anhörung fest. Die Aufbewahrungsfristen für Akten in Geburtskliniken müssten verlängert und eine zentrale Clearingstelle eingerichtet werden.

Außerdem müsste es eine gesetzliche Auskunftspflicht für alle Adoptivstellen geben. Unrecht vergeht auch so zwar nicht – aber die Abgeordneten können das Ihre tun, den Schmerz zu lindern.

https://www.tagesspiegel.de/politik/cas ... 80084.html

Wer wurde eigentlich für solche unmenschlichen, widerwärtigen Machenschaften zur Rechenschaft gezogen?
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