Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist alarmiert. In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich eine Mutation des gefährlichen Affenpockenvirus (Mpox) massiv aus. Erstmals dokumentieren Experten eine beschleunigte Übertragung - ohne Geschlechtsverkehr. Eine neue, besonders gefährliche Variante des Mpox-Virus alarmiert die WHO. Befürchtet wird eine weltweite Verbreitung. Die Sterblichkeitsrate soll bei Erwachsenen bei fünf, bei Kindern sogar bei zehn Prozent liegen. Zum Vergleich: Bei Corona lag sie bei etwa 0,5 Prozent.
Die Mutation „Clade I“ des Affenpockenvirus breitet sich besorgniserregend schnell aus und könnte im schlimmsten Fall auf andere Länder im west- und nordafrikanischen Raum übergreifen. Auch aus diesem Grund rief Rosamund Lewis, Fachdirektorin der WHO, erst kürzlich in einem Briefing dazu auf, die jüngsten Ausbrüche zu bekämpfen. Allerdings sind viele der mittlerweile betroffenen Region wegen der jahrelangen Kämpfe zwischen Rebellen, Terrororganisationen und Militär schwer zugänglich.
Inzwischen hat sich der Schwerpunkt der Epidemie in die Großstadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo verlagert. Die Millionenstadt verfügt auch über einen Flughafen mit internationalen Verbindungen, vor allem in die wichtigsten afrikanischen Länder, von wo aus auch Flüge in die USA, nach Asien und Europa angeboten werden. Ein erkrankter Reisender könnte das Virus leicht in andere Teile der Welt verschleppen.
Das sind die Symptome bei Affenpocken
Die neue Mutation „Clade I“ gilt aufgrund ihrer Aggressivität als bisher gefährlichste Form der Affenpocken. Vor allem Kinder sind gefährdet, die Sterberate liegt bei zehn Prozent. Bei Frauen führt die Clade-I-Infektion häufig zu Fehlgeburten. Häufige Symptome sind Fieber, Atemnot und Erblindungen.
AZ








