Chef der Techniker Krankenkasse erwartet Verdoppelung der Zusatzbeiträge
07:33 Uhr
Der Chef der Techniker Krankenkasse erwartet einen massiven Anstieg der Zusatzbeiträge. "2022 wird ein hartes Jahr für Kassen und Mitglieder. Ohne Gegensteuern durch den Staat droht eine Verdoppelung des Zusatzbeitrags", sagte TK-Chef Jens Baas der "Rheinischen Post". Dann werde das Loch im Gesundheitsfonds "weit größer sein als 16 Milliarden Euro, und alle Reserven sind verbraucht". Er gehe davon aus, dass die Techniker Kasse schon im kommenden Jahr die Zusatzbeiträge erhöhen werde, wobei der genaue Zeitpunkt noch offen sei.
Die eigentlichen Behandlungskosten von Covid-19-Patienten seien für die Kassen finanzierbar, sagte der TK-Chef. Anders sehe es mit Kosten aus, die etwa durch Rettungsschirme entstehen. "Breit angelegte Corona-Tests, der Aufbau von Intensivbetten und der Kauf von Schutzausrüstung - das darf nicht einseitig bei den Beitragszahlern der gesetzlichen Krankenkassen hängen bleiben."
Nach Planungen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sollen die Milliardenlasten der Corona-Pandemie für die gesetzlichen Krankenkassen unter anderem durch höhere Zusatzbeiträge bewältigt werden. Zudem soll der Bundeszuschuss an die Kassen um fünf Milliarden Euro angehoben werden. Ferner ist geplant, dass die Krankenkassen einmalig Finanzreserven in Milliardenhöhe abführen, um einen Teil der Finanzierungslücke zu schließen.
Verband warnt vor Weihnachtsmarktsterben
07:32 Uhr
Angesichts der abgesagten Märkte im Advent des Corona-Jahres warnen Schausteller vor einem Sterben der gesamten Weihnachtsmarkttradition in Deutschland. Wenn die Schausteller-Familienbetriebe die Coronavirus-Pandemie nicht überlebten, werde es "Weihnachtsmärkte, so wie wir sie kennen und lieben, zukünftig nicht mehr geben", sagte Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Schaustellerbund (DSB), der Nachrichtenagentur dpa.
Das diesjährige weitgehende Verbot komme "in seiner Wirkung einem Berufsausübungsverbot gleich" und bedeute für die Mehrzahl der Vereinsmitglieder einen kompletten Einnahmeausfall. Vielen drohe der Untergang. Der Verband glaube, dass Weihnachtsmärkte auch unter Corona-Bedingungen an frischer Luft möglich gewesen wären - "mit größeren Abständen, neuer Platzarchitektur, veränderter Angebotsstruktur und durchdachten Hygienekonzepten".
Eigentlich eröffnen die Weihnachtsmärkte in diesen Tagen - nach dem Totensonntag. In vielen Kommunen wurden die Märkte aber bereits wegen des hohen Infektionsgeschehens abgesagt, darunter der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg und der Dresdner Striezelmarkt.
https://www.tagesschau.de/newsticker/li ... eihnachtenTeil-Lockdown trifft deutsche Wirtschaft hart
04:38 Uhr
Die Corona-Pandemie löst bei mehr als der Hälfte der deutschen Unternehmen einen Nachfrageeinbruch aus. Das geht aus einer aktuellen DIHK-Umfrage unter mehr als 13.000 Unternehmen aller Branchen und Regionen hervor. "Gekürzte Investitionsbudgets drücken in vielen Weltregionen derzeit die Nachfrage auch nach deutschen Produkten", teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit. Im Inland komme es wegen der neuen Corona-Beschränkungen und des Teil-Lockdowns in etlichen Branchen zu weiteren Nachfrageausfällen. "Insgesamt rechnen mehr als zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland 2020 mit einem Umsatzrückgang."