Interessierter hat geschrieben:Eine völlig gerechtfertigte Kündigung durch den Arbeitgeber.
Mit welcher Begründung maßt du dir an, hier von "gerechtfertigt" zu sprechen? Wichtig: Er ist freigestellt, noch nicht gekündigt!
Der Artikel dazu kann es ja wohl kaum sein. Nach wie vor betrachte ich es als sehr wichtig, dass Journalisten ihre Meinung, auch wenn Teile davon unklar erscheinen, äußern dürfen und müssen. Wir akzeptieren ja auch Äußerungen von Politikern oder Wissenschaftlern, die sich anfangs in der Bewertung der Coronapolitik geirrt haben. Solange es so ist, dass wir nur zeitlich begrenzte Daten haben, muss ein journalistischer Blick ins Ungewisse der Möglichkeiten erlaubt sein. Sonst entwickeln wir uns tatsächlich Richtung DDR 2.0.
Ich bin da ganz nah bei Danny, und verurteile den Umgang mit diesen Journalisten als auch die fadenscheinige Begründung der angeblichen Kündigung, die noch nicht vorliegt. Wie lange hat der Mann gut und verlässlich gearbeitet? Zählt das nichts? Und wie es aussieht, haben das noch andere Leute begriffen, wie man in der FAZ lesen kann. Und der Aufruhr rund um den Fall hat inzwischen auch den Deutsche Presserat erreicht. Immerhin!
Der SWR habe nach diesem ersten Gespräch nicht mehr den Kontakt zu ihm gesucht. Mit seinem Beitrag bei „Multipolar“ habe er aufzeigen wollen, dass viele Themen im Zusammenhang mit der Pandemie nicht in der Breite diskutiert würden. Er habe danach auch Zuspruch von anderen Mitarbeitern bekommen: „Ich hätte mir gewünscht, dass daraus ein Dialog entsteht“. Dass er das nicht zunächst intern verstärkt versucht habe, sondern an die Öffentlichkeit gegangen sei, „diesen Schuh muss ich mir anziehen“, sagte er. Es schmerze ihn, „aber bestimmt auch den SWR“, wie die Dinge gelaufen seien.
Auch die Herausgeber des Magazins „Multipolar“ äußerten sich am Freitag in einem gemeinsamen Beitrag. Darin warfen sie dem SWR unter anderem vor, die Kündigung solle andere Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einschüchtern. Der SWR stehe beispielhaft für die Haltung: „Man will sich nicht selbst hinterfragen, sondern fühlt sich durch Kritiker dermaßen bedroht, dass man ihre Argumente als Desinformation ausgrenzt.“ Diese Methode sei „brutal und zerstörerisch“.
Um die rechtliche Situation einschätzen, als auch das falsche Verhalten des Arbeitgebers erkennen zu können, empfehle ich folgendes Statement eines Anwalts für Arbeitsrecht:
https://www.youtube.com/watch?v=GhCFlxEpRZoIch geh von aus, dass eine Kündigung keinen Bestand haben wird. Sofern alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden. Es ist die Frage, ob das durchgezogen werden kann.
AZ