Mussolini-Bau in Bozen teilweise eingestürzt
Ein beträchtlicher Teil des Gerichtsgebäudes in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen ist Donnerstagfrüh plötzlich eingestürzt. Im Bereich hinter den Säulengängen des Landesgerichts klafft nun ein großes Loch. Der Einsturz ist allerdings mehr als ein Ereignis, das bloß bauliche Fragen aufwirft, denn es betrifft ein architektonisches Symbol faschistischer Machtdemonstration und zwingt erneut zu einer Auseinandersetzung mit der Geschichte dieses Ortes.
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Laut Berufsfeuerwehr Bozen fiel der mittlere vierstöckige Gebäudeteil mit Verhandlungssälen in sich zusammen. Unter den Trümmern befand sich niemand. Eine Mitarbeiterin einer Reinigungsfirma sei allerdings von einem herabstürzenden Gebäudeteil getroffen worden, berichteten RAI und ORF Südtirol: Sie soll leicht am Arm verletzt worden sein. Fünf weitere Reinigungskräfte in dem Gebäude blieben unverletzt. Gerichtspersonal bzw. Mitarbeiter waren zu der Uhrzeit nicht zugegen.
Wie es zu dem Einsturz kam, war vorerst unklar und Gegenstand von Ermittlungen. Von einem Anschlag wird derzeit nicht ausgegangen. Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati ließ den Platz davor abriegeln. Wie RAI unter Berufung auf den Feuerwehreinsatzleiter berichtete, gingen im Gericht Umbauarbeiten an den tragenden Säulen vonstatten. Die Berufsfeuerwehr führte mit Hilfe einer Drohne einen Lokalaugenschein durch. Der Vorfall soll sich kurz nach 6.00 Uhr ereignet haben – mehr dazu in suedtirol.ORF.at.
https://suedtirol.orf.at/stories/3362902/
https://orf.at/stories/3436356/







