Erkältete Kinder:
Immunabwehr fehlt Training
Ungewöhnlich häufig treten bei Kindern in diesem Sommer Atemwegserkrankungen auf, die durch das RS-Virus verursacht werden.
Das hat unmittelbar mit Corona zu tun.
Masketragen, Abstand, Kontaktbeschränkungen - dank solcher und ähnlicher Maßnahmen ist es vielerorts gelungen, das Coronavirus zurückzudrängen, noch bevor es Impfungen gab. Dabei halfen die Regeln nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen andere Grippe- und Erkältungserreger. Auch deshalb blieb die Grippesaison im vergangenen Winter aus.
Jetzt im Sommer scheinen angesichts zunehmender Lockerungen gerade Erkältungserreger wieder vermehrt aufzutreten - und das vor allem bei Kindern. "Aus Großbritannien und den Niederlanden gibt es dazu Berichte, dass sich besonders mehr kleine Kinder als in anderen Jahren mit dem RSV, dem respiratorischen Syncytial-Virus, infizieren", sagte gerade erst die Leiterin der Klinischen Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Berit Lange, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Was ist das respiratorische Syncytial-Virus?
Bei RSV handelt es sich um einen Erreger, der Atemwegsinfektionen hervorruft. "Das war vor der Covid-19 Pandemie der häufigste virale Atemwegserreger bei jungen Kindern, die stationär behandelt wurden", erklärt Tobias Tenenbaum, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Sana-Klinikum in Berlin-Lichtenberg.
"In der Regel verläuft die Erkrankung mild. Es gibt aber Kinder, die schwer erkranken und dann auch im Krankenhaus betreut werden müssen", sagt Matthias Kopp ZDFheute.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama ... n-100.html







